erinnert, daß die nach § SS des G«w-rbe- Unfallverficheningkaesetzes voraeschriebenen Lohn- »achweisungen für das Jahr 1903 letzt an die BerufSgenoffeuschaften etrzurercheu find. Wer dieselbe verspätet einreicht oder deren Abgibe überhaupt unterläßt, kann mit einer Ordnungs- strafe bis zu 300 Mark belegt werden. Außer- dem ist eine Reklamation gegen die Höhe der in Gemäßheit des § 99 Absatz 4 erfolgten Feststellung der anrechnungsfähigen Lohnsumme und des darnach berechneten Umlagebeitrages unzulässig. Aus allen diesen Gründen empfiehlt es sich, mit der Absendung der Lohnnachweisung «n die zuständige Berufsgenoffenschast nicht länger zu säumen.
* Der Landesausschuß hat zur Unterstützung der Gemeiude-Kraukeupflege Eta- tioue« für das Rechnungsjahr 1804 10000 Mark bewilligt. Es kommen in der Regel nur solche Gemeinden in Betracht, dir weniger als 3000 Einwohner haben und deren Krankenpflege- statione» nach dem 1, Januar 1903 begründet find.
0 Kiuematographische Vorführungen des deutsche« Flotteuvereius. Wir machen auf diese interessanten Vorstellungen, die morgen, Freitao, den 22. ds. Mts. im Bürgervereinssaale stattfinden, nochmals aufmerksam und fügen hinzu, daß sowohl zu der Nachmittags- (Schüler) wie zu der Abendvorstellung jedermann, also auch Nichtmitalieder des Bürqeroereins Zutritt haben.
4- Herbstei«, 20. Jan. 1904. In der Nähe von Ilbeshausen, ungefähr 1 Stunde von Herbstein entfernt, soll demnächst ein neuer Ort oder vielleicht gar eine Stadt entstehen, die den Namen Hochwaldhausen führen und Luftkurort werden soll. Man hat bei dem Großh. Gesundheitsamt Lauterbach und bei dem Oberdergrat Dr. Chelius, der den Vogelsberg genau kennt, Gutachten eingeholt. Diese Autoritäten find der Ansicht, daß sich an der fraglichen Stelle das Projekt recht gut aussühren lasse. Daraufhin soll ein Komitee von Aerzten, das fich die Aufgabe gestellt yat, ein Erholungsheim für Aerzte zu gründen, den Beschluß gefaßt haben, jenes Terrain zu bebauen, auch sollen andere Korporationen entschlossen sein, Erholungsheime für ihre Mitglieder bei Ilbeshausen zu Sünden. Das erste Gasthaus ist bereits im au begriffen. Ob andere nachfolgen, wird man noch abwarten müssen. — Der Bebauungsplan des ganzen Terrains, angefertigt von dem Architekten Ludwig Hofmann-Herborn, rvi d demnächst in Darmstadt ausgestellt werden. Sollte der Bebauungsplan, der großartig angelegt zu sein scheint, wirklich ausgeführt werden, so würde vorausfichrlich ein schönes neues Dorf im Vogelsberg entstehen. Doch warten wir zunächst ab, ob die Spekulation des Herrn Direktors Berlit — früher in Salzschlirf —, der jenes Gebiet erworben hat und von dem alle Pläne ausgehen, fich nicht als verfehlt erweisen wird.
* Gelnhausen, 20. Jan. 1904. Behufs Zusammenschluß der „reichstreuen" Wähler des hiesigen Wahlkreises wurde in einer vorige Woche im „Deutschen Hause" abgehaltenen Versammlung ein konservativer Kreisverein geg' ündet.
* Hanau, 20. Jan. 1904. In der heutigen Sitzung der Handelskammer wurde Kaufmann Fritz Canthal als Vorsitzender wiedergewählt. Zum zwei en Vorsitzenden wurde an Stelle des Fabrikanten Fues, der diese Stelle seit 12 Jahren verwaltete, aber seine kürzlich erfolgte Wiederwahl zur Handelskammer ab lehnte, Kaufmann Heinrich Ott gewählt. Die Stelle des Kassenführers wurde" dem Fabrikanten König übertragen. — Die Schwurgerichtsverhandlung gegen Magnus Bernhard und G nassen aus Bronzell wegen wissent- licven Meineids bezw. Verleitung da u war bei Absendung dieses Berichtes noch nicht beendet.
* Frankfurt, 20. Januar 1904. Der Minister des Innern hat dem hiesigen Landwirtschaftlichen Vereine die Erlaubnis erteilt, bei Gelegenheit der im Frühjahr und Herbst 1904 hier abzuh lüenden beiden Pferdemärkte je eine öffentliche Verlosung von Pferden, Wagen und anderen Gegenständen zu veranstalten und die Lose in der ganzen Monarchie zu vertreiben.
* Aus der Rhö«, 20. Jan. 1904. Unter den Hasen scheint eine Seuche ausgebrochen zu sein. Es wurden in den letzten Tagen viele Hasen erlegt, deren Lungen von vielen haselnußgroßen dunklen Knoten durchsetzt waren. Die mikroskopische Untersuchung ergab, daß die Knoten von lauter kleinen Fadenwürmchen gebildet waren.
* Hersfeld, 20. Jan. 1904. I« Sachen des Eisenbahnprojekts Hersseld-Als- feld haben die Gemeindevertretungen »on Alsfeld und Breitenbach a. H. der ,Alss. Obrrh. Ztg.' zufolge eine Eingabe an den Reichstagsabgeordneten des Kreises Alsfeld Lautetbach und andere Reichstagsabgeordnete gerichtet, worin sie unter Bezugnahme auf die im Grat enthaltene Summe von 1,550,000 Mark für den im Interesse der Landesverteidigung als notwendig bezeich neten Ausbau der Strecke Treysa-Leinefelde (zwei Teilstrecken sollen bekanntlich ein zweites Geleis erhalten) auf den strategischen Wert der Verbildung Hersfeld-Alsfeld hingewiesen, der vom Kriegsministerium bereits im Jahre 1880 anerkannt worden sei. Man erwarte daher, daß bei der Etatsberatung dem Bau der Linie (Hersfeld)-Niederaula-Al fel, unbedingt der Vorzug gegeben werde, uie kaum mehr kosten würde als das zweite Geleis auf der sog. „Kanonenbahn."
* Kalte«uordheim, 20. Jan. 1904. Hier sind die Schulen geschlossen, da viele Kinder an Masern erkrankt sind.
* Marburg, 20. Januar 1904. Die über 1000 Jahre alte Kaisereiche bei Hassenhausen wurde in der Nacht vom Sonntag zum Montag von unbekannter Hand angezündet und verbrannte vollständig. — Im Gemeindewald zu Wiera wurde der 19 Jahre ölte Holzmaher Lerch von dort durch einen umstürzenden Baum völlig zermalmt!
• Mardorf, 20. Jan 1904. Das vierjährige Söhnchen einer hiesigen Familie fiel in einen Topf heißen Wassers und verbrühte fich derart, daß der Tod alsbald eintrat.
* Wiesbade«, 20. Jan. 1904. Die säurt- lichen hiesigen Aerzte haben ihr Verhältnis zu den Krankenkassen »um Juli gekündigt.
* Ans Rhemhesfe«, 20. Jan. 1904. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft in Stuttgart wurden in verschiedenen rheinhesfischen Ge- meinden Kellerrevisionen vorgenommen und nach erfolgter Siegelung der Fässer Anklage auf Weinfälschung erhoben.
* Gräfenroda (Thüringen), 20. Jan. 1904. Vor einigen Tagen wurde auf der hiesigen Station ein Passagier ohne Fahrkarte bettoffen. Er sollte sogleich 6 Mk. Strafe bezahlen. Der Mann bat, ihn noch bis zu einer weiteren Station mstzunehmen, wo er das Versäumte nachholen wollte. Unterwegs sprang er aus dem fahrenden Zug und brach das Genick.
vermischtem
• Bochum, 20. Jan. 1904. Bet Hcrstmar (Westfalen) stießen heute, wir die .Köln. BoltSzlg' meldet, zwei Güterzüge zusammen, wobei die beiden Lokomotivführer getötet, mehrere andere Beamte verletzt wurden, darunter einer schwer. Die Züge gerieten teilweise in Brand, sodaß aus Burqsteinfurt die Feuerwehr zu Hilfe gerufen werden mußte.
* Krefeld, 20. Jan. 1901. Im September v. I. drang ein junger Bursche in eine hiefige Volksschule am Inrath ein, um feine Schwester, die mit Nachfitzen bestraft worden war, aus dem Schullokale zu holen. Der Eindringling wurde vor einigen Tagen vom Kriegsgericht der Marine wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung und Bedrohung des Lehre» 8 .mit vier Wochen Gefängnis und drei Tagen Host bkstraft. — In unserer Zeit der gunrhmenden Aulori- tätslosigkeit ist eine empfindliche Strafe durchaus am Platze-D
* Wie«, 20. Jan. 1904. Ferdinand Ritter von Mannlicher, Erfinder des Mannlichergewehres, ist gestorben. — Der Berstorbene, welcher längere Zeit Oberingenieur der Kaiser Ferdinands-Nordbahn war, wurde am 30. Januar 1848 in Mainz geboren.
(* *) Kleine Nachrichten. Madrid. In Madrid ist folgende Nachricht eingrgangen- Tas französtsche Segelschiff „Pauline- ist zwischen Magazan und Casablancagestrandet. TaS Schiff wurde von Kabylen völlig geplündert. Der französtsche Kreuzer „Ga- lilöe- ist nach Casablanca gegangen, um die Bestrafung der Täe.r zu fordern. — Darmstadt. Guten Lppetit entwickelte ein hiesiger Künstler kürzlich in einer Brauerei der Residenz. Derselbe verzehrte infolge einer Wette innerhalb 30 Minuten drei Portionen warmer Speisen, nachdem er kurz vorher kinen sogen. Liptauer seinem Magen einverleibt. Natürlich begrß der Eßkünstler die Mahlzeit mit dem nötigen Gerstensaft. — Magdeburg. Nach dem Scharfschießen in Ebendorffanden Schulkinder nicht krepierte Grschvffe. Einem Knaben wurde bei der Explosion der rechte Fuß abgerissen. — Siegen. Auf der Bahnstrecke Raum. land-Erndtebrück fand ein Streckenläufer Himer der Station Aue ein mit zwei Keilen befestigtes Holzstück auf den Schienen. Offenbar handelt es sich um ein Bubenstück, dessen Folgen nicht abzusthen gewesen wären. — Dortmund. Durch den hier herrschenden Schneesturm wurde, wie die .Dortmunder Ztg/ be> r-chtet, auf der Münsterstraße ein Kurzschluß iu der Leitung der elektrischen Slraßenbahn herbeigeführt. Aon drei Männern, die mit den unter der Last des auf ihnen lagernden Schnees brechenden Drähten in Berührung kamen, blieb einer sofort tot, während die beiden anderen verletzt wurden. Der B rkehraus der Strecke wurde eingestellt.— K ö l n.Große Betrügereien mit gefälschten Pfandscheinen wurden im hiesigen Leihhause entdeckt. Die Hauptläter wurden flüchtig, aber später noch hier verhaftet. Die Betrügereien sollen drei bis vier Jahre zurückgreifen und fich auf mehrere tausend Mark belaufen. Die Bande besteht aus zwei Hilfsaw geftelllen des Leihhauses, einem früheren Angestellten und zwei anderen Personen. — Münster i. W. In der Kaserne des hiesigen Kürassterregiments chikanierte
ein sogenannter alter Mann wiederholt einen Rekruten. »I» er chm am Sonntag eine Tasse Kaffee tu« »«ficht goß, wehrte sich der erbitterte Rekrut m,t einem Mefirr und stach den Gegner in de» HalS Man brachte den schwer verletzten i»S Sarnisonslozantt.— Köln. Bn Braunsfeld hantierte ein junger Mann nnt einem ondgewehr, wobei fich die Waffe plötzlich entlud uud die Kugel einem Ickjährigen Mädchen in den Unterleib drang. Eie wurde in das Hospital transportiert, vo sie kurz darauf starb. — Stettin. Auf einem Patrouillenritt erschossen wurde am Samstag bei Karibik der aus Stettin stammende Tierarzt Kampy. — Rotterdam. Im Sturm gestrandet ist daS Segelschiff „Esthland" auf der Fahrt von Libau nach Rotterdam unweit Ameland auf FrieS« land. Fünf Mann ertranken; drei wurden gerettet.
* Einweihung der deutsche« Schule i« Mexiko, vor zwei Monaten wurde in Mexiko in Gegenwart deS Präsidenten Dia; die von den Deutschen Mexikos erbaute Schule eingeweiht. Die Schülerzahl beträgt beute etwa 170. Der Unterricht zersällt in eine drei klasfige Volksschule, eine fünfklasfiae Mittelschule iSexta- Obertertia) und eine Mädchenllafse. Für die noch nicht schulpflichtigen Kinder besteht ein Fröbelscher Kindergarten. Zehn Lehrer und eine Lehrerin Md jetzt an dieser Schule tätig. Infolge der Bemühungen beS ReichStagSabgeordneten Prinzen von Arenbeig zahlt die deutsche Regierung jährlich 4000 Mark an den deutschen Schulverein in Mexiko. Dieser Verein übergab feine Pflichten und Rechte an eine devtsch-mexikanifche Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 15000 Dollars Diese Gesellschaft hatte fich gebildet bebufS Erbauung einer eigenen allen modernen Ansprüchen genügenden Schule. Im März 1902 wurde ein Le petit Versailles benanntes am südwestlichen Ende der Haupt stadt belegenes Grundstück für 32000 Dollars gekauft, >er Bau des Schulhauses sofort begonnen und bis Oktober 1901 mit einem Kostenaufwande von etwa 70000 Dollars vollendet. Der deutsche Geschäftsträger Herr v. Flöckher hielt bei der Einweihung die erste Rede in spanischer Sprache, worin er dem Prästdenten der Republik für sein Erscheinen dankte und seine Verdienste um das Land hervor hob Mit Worten in deutscher Sprache übergab er der Schule dann ein Bild des deutschen Kaisers, welches dieser der neuen deutschen Schule geschenkt hatte.
* Gedaukeusplitter. Sprechen lernt der Mensch verhältnismäßig früh, schweigen erst sehr spät, manchmal garn'cht. — Die Jugend ist eine Addition von Illusionen, dcS Alter ein Kettenbruch von Enttäuschungen; dazwischen liegt die Zeit, in der man vergeblich bemüh' isi, Gleichungen zu lösen.
Schöner Vergleich. „Mit waS würden Sie den Anblick der unter g henden Sonne vergleichen, mein gnädiges Fräulein?" — „Mit dem wagtschen Scheine einer goldg,ränderten VerlobungSkarte.
* Praktischer Rat. „Ist daS hier eine Hitze im Saal! Was macht man bloß, um an die frische Luft zu kommen?" — „Halten Sie mal beim Hausherrn um die Tochter on."
* Boshafte Ergäuzuug Hotelier (einem Gaste feinen W ißwein anpreisend): „Sehen Sie, mein Herr, diesen Wein, wie brillant!" — Spaßvogel (am anderen Tisch fortfahrrnd): „Born reinsten Wasser!"
Ein neues wirkungsvolles Werk für ge mifchte Chöre hat die BerlagShandlung von AloyS Maier in Fulda foeben herausgegeben: Kaiser Max und seine Jäger, Konzertdrama nach Rud. Bamnbach's gleichnamiger Dichtung sür Soli, gemischten Chor und Orchester, komponiert von Professor Dr. Albert Thierfelder, Kgl. Musikdirektor, op. 36. Klavier-Auszug 151 Seiten, elegant kart. 9 Mark,
Der Komponist der dramatischen Kantaten »Zlaio- rog" und „Frau Holde" die durch vorzügliche Aufführungen des Gesangvereins „Caecilia" hier in Fulda noch in frischer Erinnerung find, nennt dieses fein neuestes Opus ein Stoniertbrama. Die Bezeichnung ist neu, aber zutreffend. Offenbar foll damit gefügt fein, daß wir eS hier mit einem Werke zu tun haben, dessen Inhalt dramatisch, deffen Form aber so geartet ist, daß die Szenerie entbehrt werden kann. Den Chören ist ein größerer Spielraum gewährt, und neben der dramatischen Eulwicklung ist den strengen und freieren kontrapunktifchen Formen im Aufbau des Enfembles und Chorsätze entschieden Rechnung getragen worden. So haben wir denn ein (vorläufig) für den Konzertsaal geschriebenes, historisch-romantisches, echt nationales Musikdrama vor uns, in welchem die ritterliche Gestalt des Kaisers Maximilian nn Mittelpunkte der Handlung steht, und der jugendliche Hans Sachs, welchen wir uns als neunzehnjährigen Jüngling vorzustellen haben, eine wesentliche Rolle spielt. Das aus neun Szenen bestehende Werk wurde sofort nach Ausgabe in Berlin und Brandenburg a. d. Havel zur ersten Aufführung angenommen und wird'überall durch seinen interessanten, spannenden Inhalt, d e dramatischen Steigerungen und durch eine überaus wirkungsvolle, an Melodien und prächtigen Tonmalereien reiche Musik die Zuhörer fesseln und entzücken. Auf dem Hintergründe der groß artigen Akpenlandschast Innsbrucks entwickelt sich das Drama und bietet dem Kovrponisten Gelegenheit, in wuchtigen Chören und farbenreicher Instrumentierung die Wunder des Hochgebirges zu veranschaulichen. Ueber die dem Kon,e t-Drama zu Grunde liegende Dichtung schreibt brr Literar-Historiker T. Halusa u. a. „Di« Dichtung „Kaiser Max und seine Jäger", worin das Abenteuer auf der MartinSwand und die Erzählung dks Hans SachS, daß er eine Zeitlang auf der Wanderschaft von Nürnberg aus der Jägerei des Kaisers angehört habe, sowie Älpenerinnerungrn und Eindrücke aus der volkstümlichen Dichtung des sechzehnten Jahrhunderts zu einem feffelnden Ganzen verbunden sind, ist von echt epischem Flusse. Außer der plastischen L.bendizkrit der Personerk und der einfachen Eizäl.lung erfreut der Dichter vor allem durch die Kraft der Nuturschildeiung, indem er, ans Grund seiner Bertrartt- heit mit den Alpen phantasievoll und lebendig, in
grosier Anschaulichkeit und Farbenprocht das Hochgebirge zeichnet. Der Dichter bi fitzt hinreichend «rast und Leichtigkeit deS RachempfindenS, die Nachklänge der alten deutschen Volksdichtung in daS Leben und Fühlen der Gegenwart empor zu heben und mit demselben in ein Gebilde von «cht künstlerischem Ebenmaß, Klangfarbe und einschmeichelnder Wirkung zu verschmelzen." — Hoffentlich werden wir daS interessante Konzertdrama auch bald einmal hier in Fulda höre»
neueste nächnchlen^ und Lelegramme^
w. «erlitt, 21. Jan. 1904. Im königl. Schlosse war gestern abend Hofkour für bat diplommatische Korps und bie Herren vom Zivildienst. Die Damen defilierten nicht, da die Kaiserin der Kour nicht beiwohnen konnte. Die Herren gingen paarweise vorüber, die neuüorzu- stellenden Personen einzeln. Zuerst kamen die Botschafter, bann bie Herren vom biplomatlschen Korps. Es folgten die nachgeborenen Prinzen auS souveränen und mu'ürstlichen Häusern, der Reichskanzler mit den Mitgliedern des Bundesrates, die Ritter des Schwarzen Adlerordens re.
W. «erlitt, 21. Januar 1904. Die dem Reichstage zugegarigeue Vorlage bett, die Verlängerung des Gesetzes über die Friedens- präsensstärke der- Armee um ein Jahr wird mit der Bemerkung begründer, daß die oesetzgebenden Körperschaften in der lausenden Session bereits über eine Reihe wichtiger und umfangreicher Vorlagen zu beschließen haben werden.
W. Rom, 21. Jan. 1904. Durch em gestern abend erschienenes Motu proprio des Papstes vom 17. Dezember 1903 wird die Kommission sür die Wahl der italienische» Bischöfe aufgelöst nnd mit der Wahl dieser Bischöfe das Sanctum Officium betraut.
W. Rom, 21. Jan. 1904. Die .Tribun», meldet: Die deutschen und italienische» Delegierten für den Abschluß eines Handelsvertrages hätten ihre Wünsche auf Zu- geständnisse gegenseitig in vollem Umfange aus- getauscht. Diese würden gegenseitig geprüft. Das Blatt fügt hinzu, die Verhandlungen würden demnächst in das entscheidende Stadium treten und könnten vor Ende Januar beendet fern.
W. Christian!«, 21. Jan. 1904. Der König hat einen neuen, nur aus einer Klasse bestehenden norwegischen Orden: „Der norwegische Löwe" errichtet. Von Ausländern können nur Staatsoberhäupter und Mitglieder regierender Häuser den Orden erhalten.
W. Washington 21. Jan. 1904. Im Senat brachte gestern Morgan eine Gesetzvorlage ein, nach der Panama den Vereinigten Staaten ein verleibt und sollende Summen bewilligt werden sollen: 10 Mill Doll, zur Entschädigungszahlung an die Republik Panama für Abtretung ihres Gebietes, Ph Mill. Doll, zur Entscbädi- gungSzahlung an Kolumbien und 50 Mill. Doll, zum Ankauf des Eigentums der Panamakanal- gesellfchast. -
Marttberichte.
+ F«1da, 21. Jan. 1904. Der heutige Vieh, mar tt wer durch das günstige Witter gut befahre«, »ufgetrieben waren 734 Glück Rindvieh, 8 Kälber «nb 13 Pferde. ES wurden bezahlt: für Schlachto chfe « 00- 00 Mk., auf Gewicht 00-00M!., gute Fahrochse« je nach Qual. 950-1000 Mk-, dreijährige Fakrstiere 650-780 Mk., gute schwere Milchkühe 280- 320 Mk., Fahrküh, 200- 240 Mk., Schlachlkühe, alte, („Hack- kük!r"l 00-00 Mk., Kalbinnen, 2 2'/,jährige, $30 bi» 280 Mk., Kalbinnen, 1',,jährige, 160- 17V Mk Schlacht- külber 40-41 Pfg. das Pfund L.bendgewicht. D« Handel war zufriedenstellend und wurde ziemlich Alles zu guten Preisen verkauft.
m. Wetter-Beobachtuilgen.
21. Januar 1904.
Temperatur 6 Uhr abendS: 4-1,0” Celsius.
„ 7 „ morgens: 0,0® „
„ 12 „ mittags: 4-1.ö® „
Die höchste Temperatur des gestrigen TageS 6» trag +30” CelfiuS.
Die niedrigste Temperatur m vergangener Rächt betrug —3,0® Celsius,
Barometerstand vom 20. Jan. mittags 12 Uhr 760, am 21. Januar -58 mm.
Mukmetzliche Witterung für den 22. Januar: Fortdauer des ruhigen und dunstigen FrostwetterS.
Reklame«- uud ««zeigeuteil.
4*am y.J. und mehr, geehrte Hausfrau, lUVv lYiarK können Sie im Laufe der Jahre
• für Neuanschaffung und Reparatur sparen, wenn Sie ihre schöne Wäsche nur mit unschädlichen,»guten Waschmitteln und nicht mit für billiges Geld Ihnen verkauften scharfen und Ch or enthaltenden Waschpulvern behandeln. Gioths gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin ist garantiert unschädlich für Wülste und Hände, chlorfrei und kostet per Paket nur 15 Pfg. Alleiniger Fabrikant I. Gioth, Hanau.
N kaufen gesucht mit Garten, am liebsten außerhalb bet Stabt. Offerten unter Är. 262 an bie Expedition bieser Zeitung erbeten.
'. 1 einfach möbliertes Zimmer tu ber Nähe Linden- u. Bahnhofstraße mit ober ohne Pension gesucht. Offerten unter F. 277 an bie Expeb. b. Ztg.
Schöne, bequeme
5 Zimmer-WOW mit allem Zubehör, neu herdichtet, Bleichpl.,Trockenboben, Gartenanteil, als balb ober später preiswert zu vermieten.
Adalbertstraste 1».
Per 1. Februar em tüchtiges
Mädchen
gesucht. [274
Adalbertstraße 40II.
15000 Mark
auf sicheres Objekt als 2. Hypothek gesucht. Offerten unt. B. N. Nr. 275 an bie Expeb. bieser Zeitung.
E.n Zweispänner
Schlitten
ku verkaufen ober zu verleihen.
Sattlerei J. Kind, 280] Petersgasse.
_____4
6chellfiicht, Kabeljau, Srrhecht, SchollkU, jeben Donnerstag frisch eintreffenb, laglich frischt selbfimariniertkHärsge,Roüiuöose,Sar. üiorn, SßtHen, echle Kieler Raheb- buchliugk, kchmcherbäst (echrEmmen- thaler), Limburger Säle, feine Hochstädler HaudbäScheu, Parurrsankäse, ßdamr Säle, Sauerkraut, sauere 8ur® Il'S, sowie sämlliche 8tlllÜsk-Sou® fernen empfiehlt in frischer Ware
Hermann Brandenstein,
Gemüsemarkt 11.
Frische Schellfische
empfiehlt [279
Fritz Paar,
Brauhausstr. 2.
Frische
Schellfische ««d
Kabeljau heute eingettoffen [276 B. Schulz, SuMe 5.
Hebende Sorpfe, Schleies/ Hechte- v Uesen, Sied- uud Bretschklliische, Kabeljau, Seehechte, frische grüne He® ringe, leinit gewäfiertta Stochfisch, ge- räucherte Kettdfichiluge uud kplottra, marinierte Heringe, Bisularthrriage, Rollwöpse und soaftige Fischkoaserveu- geinfl gebackene zische in unb außer bem Hause empfiehlt 2- —2
Fischerei Georg Erb Wwe., — Telephon 284. —] -:i