31. Jahrgang.
zulda, Samstag, den 16. Januar 1904
[:] Korea und seine Bewohner.
die koreanische Bevölkerung den besten Teil ihrer
— sagte da»
Ach er setzt e» nicht durch I
Mk. entfallen
Insgesamt bezifferten sich tm Jahre 1902 die Einnahmen aus 172827 421,22 Mk, die Ausgaben auf 94512070,61 Mk., sodaß sich em Vermögenszuwachs von 78315350,61 Mk. ergibt.
Das Vermögen der JnvalidenveisiLerungs- anfialten und der für die reichsgesetzliche Versicherung bestimmte Teil des Vermögens der Kaffeneimichtungen beliefen sich am Sckluffe des Jahres 1902 auf 1007477 530.80 Mk , wozu noch der Wert der Jnventarien mit 3405 927,64 Mk tritt. Von 1000 Mk. Vermögen waren 13 Mk. im Kaffer bestand, 949 Mk. in Wertpapieren und Darlehen, endlich 38 Mk. in Grund- stücken angelegt. Die durchsckvittliche Verzinsung der Kapitalanlagen betrug 3,55 v. H.
sich heate mit seinen 40 Millionen Einwohnern anschickl, die endgiltige Herrschaft über das ebenso große, abe- von kaum neun Millionen Menschen bevölkerte Mutterland zu ergreifen. So ist Korea in dem jetzt drohenden Streite zwischen Japan und Rußland um die Vorherrschaft in Oftasien der dritte, der sich nicht freut; denn wie immer sich auch der Ausgang des Strei.es gestalten wöge, bleit für Korea nur die Frage, ob es schließlich zur Provinz des ihm stammfremden Rußlands oder des ihm stammverwandten Japans gemacht wird.
Die Halbinsel Korea, dir als eine breite, von Süd nach Nord sich hinziehende Barre das Gelbe Meer vom Japanischen Meere trennt, sollte nach ihrer geographischen Lage zwischen dem 34. bis 42. Grao nördlicher Breite dem wärmeren Klima angehören; denn diese Lage entspricht der Lege Spaniens, Italiens und der Strecke zwischen Ctzpern und der süclichen Krim. Wie aber olle kontinentalen Gebiete von Mittel-
Mark. ö .
Für das Heilverfahren (§§ 18 u. ff. des Gesetzes) wurden insgesamt 9050595,41 Mk. aufgewendet. Im einzelnen stoffen den Invaliden- verficherunasanstalten und Kuffeneinrichtungen an
Korea ist seit der im 2 Jahrhundert vor Christi Geburt erfolgten Einwanderung des chinesischen Stammes der Kaoli in seiner ganzen Kulturentwickelung stehen geblieben und zur plumpen Wehr- und Hilflosigkeit erstarrt. In
Vie Znvalldenmrficherüngr-Anstatten im Jahre 1902.
Die dem Reichstage zugegangene, im Reichsversicherungsamte ausgestellte Nachweisung umsaßt die auf Grund des Jnvalidenversicherunas - Gesetzes bestehenden 31 Invalidenversicherungs-Anstalten und 9 zugelaffenen Kaffen Einrichtungen.
Diese 40 VersicherungSträger besitzen insgesamt 271 Vorstands-Mitglieder, 57 Hilfsarbeiter der Vorstände, 616 Ausschuß - Mitglieder, 358 Kontroll-Beamte, 1 Rentenstelle, 123 Schiedsgerichte, 4827 besondere Marken - Verkaufsstellen und 7393 mit der Einziehung der Beiträge beauftragte Stellen.
ES wurden 142,720 Invalidenrenten, 8/34 Krankenrenten und 12,885 Altersrenten, zusammen 164,339 Kenten neu bewilligt. Ferner wurden insgesamt 185,946 Beitrags-Erstattungen festgesetzt, und zwar 153,303 bei Hetrals ällen, 574 bei Unfällen und 32,069 bei Todesfällen.
Bei der Abrechnung für das Jahr 1902 wurden zusammen 162,992 Renten als im Jahre 1902 zugesangen behandelt. Davon waren 141,481 Invalidenrenten im durchschnittlichen Jahresbe- trage von 154.13 Mk und 12,816 Altersrenten im durchschnittlichen Jahresbetrage von 152.97 Mk.
Beitrags-Erstattungen (§§ 42, 43 und 44 des Gesetzes) wurden im Jahre 1902 gewöhnt bei 153,289 Heiratsfällen im durchschnittlichen Betrage von 34.12 Mk., bei 569 Unfällen im durüischnittlichen Betrage von 58 50 Mk. und bei 32,027 Todes jällen im durchschnittlichen Betrage
»«zeige«: »U einspaltige Petitzeile «»« deren Ra«« 15 Pfo. Reklamen die Petitzelle 25 pfg.; bei Wiederholungen wirb entfpk Rabatt gewährt.
Druck unb Verlag I« ZuldaerActtendrnckerei in Zulda (Harmonie).
8«rnsprecher Ur. 4.
«rkchOut »glich, «tt Anirnchme der Sonn- md Zetertage. viertel- jährl. »ezngrpreir ohne vringerlohn «nb VeftellgeldinZuldaun» auswärts 1 Mk. 50 psg.
Verantwortlicher
von 59.56 Mk.
An diesen reichsqesetzlichen Entschädigungen , , .,v.
würben allein zu Lasten der 40 Versicherungs- dieser mehr als 2000;ahrigen Zett hat freUtd träger, also ohne den Anteil des Reiches, im di: k:r:rn:sch? ** 1
Rechnungs ahre 1902 73,18,621.13 3BE gezahlt, Kinder zur Besiedelung Japans abgegeben daS und zwar an Renten 66.034.937 88 Mk., an1 R-4' **«■<• **“♦ 40 Millionen Einwohnern
Beitrags-Erstattungen 7,133,683.25 Mk.
Zu den Ausgaben der Jnvalidenversicherungs- Anstalle-i und Kaffen-Einrichtungen treten noch die Zahlungen des Reiches zu Renten und Beitrags-Erstattungen im Betrage von 37,849 693 Mk. 80 Pfg.
Die reine Zahl der verwendeten Wochenbeiträge bet den 31 Jnvalivenversicherungs- anstalten stellt ft* auf rund 551,2 Millionen, wofür 127,785.658,48 Mk. vereinnahmt wurden. Hiervon entfallen auf polnische Arbeiter russischer und österreichischer Staatsangehörigkeit rund 2,6 Millionen Wochenbeiträge mit einem Erlös von 210547,72 Mk. Bei den Kassenemnchtungen betrug die Einnahme aus Beiträgen 11200121,25
und Oftasien, hat auch Korea durch das Feh.en i eines im Norden schützenden Gebngsfiockes stark 11 unter dem Einflüsse der kalten Zone und der ' Polarstürme zu leiden. Sei« Klima ist in «er i Bergkette, die das Land von Nord nach Süd j । lurdjauerf, rauh mit strengen Wintern, seines Gebirgswälder find von der Esche, Eiche und । Fichte bestanden, end nur in den südlichen Niederungen gedeihen Reis und Baumwolle, Das koreanische Gebirge, das sich im Norden mit dem Winnhsung bis zu 2470 Meter erhebt, endet nur kleine unb nur in ihrem Unteriaut I ch.ffoare Flüsse ins Meer, und in diesem rauhen I Kiima verkümmerte und erstarrte die ohnedies zum Beharren geneigte Kulimemroickelung der Mongolen in eben jener Zeit, da sich in China dieselbe Kultur zu ihrer höchsten Blüte entwickelte und in Japan ganz selbständig und unter dem stetig belebenden Emfiuffe der m ularen Lage ein reich begabtes Volk erstehen ieß, das binnen weniger Jahrzehnte sich mtt allen seinen sührenden Geistern auf die Höhe europäischer Kultur zu stellen vermochte. Während sich in China auf eigentlich demokratischer Grundlage die Herrschaft der Beamten und Gelehrten herausbildet?, das Regime der Mandarinen, blieb in Korea die alte Kasteneindstung des Volkes in Adelige (zu denen auch die Beamten zählen), Freie und Leibeigene bestehen, eine Ein tetlung. die sich in Japan zu den festen Formkn des Feudalstaates gestaltete unb sozial auch beule noch die japanische Gesellschast gliedert, in Korea aber ohne Fortentwickelung blieb. Noch heute genießt der koreanische Adel seine Vorrechte, unter denen die Befreiung vom Kriegsdienste das verhängnisvollste für das । Staatswesen war; er trägt allein farbige Gewänder, während das SMt nur weiße ober ungefärbte Stoffe tragen darf. Dieser h.stortfche, in seinen Geschlechtern sorgfältig abgestufte Adel leistet nichts für den Staat, macht alle chinesischen Moden mit und ist als Anhänger der Lehren des Konfutse auch religiös von dem Volke und seinem buddhistischen Ritus geschieden. Auch die koreanischen Beamten haben alte schlechten Eigenschaften der chinesischen Mandarinen angenommen. Alle allen Einrichtungen sind verfallen. Das Heer weist etwa 3000 nach europäischem Muster bewaffnete Soldaten auf, die in Söul die Leibgarde des Kaisers Li Hui bilden. In den Provinzen gilt das chinesische Banner-System, doch bestehen die wenig geachteten Truppeit auch nur in den Residenzen der Statthalter und in den verfallenen Festungen; sie bringen sich meistens ihre alten Waffen, LuntenfllNlen, Pfeile und Bogen, Spieße, Beile selbst mit. Es gibt allerdings Arsenale, aber mit unbedeutenden Vorräten, und die Verpflegungs - Magazine in den Städten sind leer. Die Beamten beziehen fein Gehalt, sondern haben Anteil an den in natura geleisteten Abgaben und sind demnach auf Betrug und Bestechung angewiefen. Die Staatseinnahmen Koreas betragen auch wirklich nicht ganz Millionen Mark jährlich. Ebenso unbedeutend ist der Handel, und die ganze einst blühende Industrie in Metall und Porzellan, roelchelne Japaner
Zuschüssen zu den Kosten des Heilverfahrens von Krankenkaffen, von Trägern der Unfallversicherung unb von anderer Seite 1386485,18 Mk. zu, während die Unterstützungen an Angehörige der in Heilbehandlung genommenen Besicherten (§ 18 Abs. 4 a. a. O.) 596 589,37 Mk. be-
$än Verwaltungskosten überhaupt wurden 11683870,50 Mk. verausgabt, was aus 1000 Mk. dec Einnahme aus Beiträgen eine Ausgabe von 84 Mk., auf 1000 Mk. der gesamten Ausgaben eine solche von 124 Mk. bedeutet.
Die Verwaltungskosten überhaupt verteilen sich auf die einzelner- Arten in der Werse, daß hon 1000 Mk auf die Kosten für die allgemeine Verwaltung 581 Mk, auf die Kosten für Einziehung der Beiträge 150 Mk., auf die Kosten der Kontrolle 103 Mk., auf sonstige Kosten 166
feine Laufbahn unb ferne Aussicht n auf eine glänzende Zukunft nicht aufgeben. Ich kenne nur zu gut die Ansichten, welche in sein r Familie herrschen; durch meine Tante habe ich alles erfahren. Die Mutter des Barons, eine sonst hochachtbare Dame, wünscht richt, daß üie lange Reihe ihrer rein adeligen Familien- gliider durch eine bürgerliche unterbrochen weide. Bor nicht langer Zeit ist die Frau Oberfvrstmeisterin zu meiner Tante gekommen und hat mit derselben lance über diese Sache gerochen. - „Ich achte da- Mädchen sehr und habe nur Gutes von bemfdtrn vernommen,' sagte sie zu meiner Tante, „ad-r S-e werden selbst einseben, daß eine" - nun wie sagte doch die gnädige Frau - richtig „eine Mesalliance zwischen meinem Sohne und kiner Tochter bürgerlicher Eltern mir und meutern Gemahl nicht.erwünscht fein kann Unsere Familie verliert soNstdie Slists- fähiakeit, unb auße.dem lebt tm R.eingan eine Freundin von mir, die Witwe eines kurmainzifchen Geheimrate», sie hat eine einzige Tochter: ich habe neuer Freundin zugefagt, daß Heinrich, wenn er adeliger Oberförster wird, des Edelträulem Mir Gattin nehmen soll, zumal da-telbe eine wettta. fize Berwandte von un» ift — ®o sprach sich die Mutter des Barons auS; l.tztm er ist freilich entschieden gegen d eses Projekt. Al» ich vor kurzem m Fulda war, um die Einkäufe für «ach zu besorgen, da kam der Junker zu meuter Tante; ich sp ach ihn hier zum dritten Male, feit ich ihn kenne. Er redete von ferner Zuneigung zu mir und tagte mir, wie glücklich er an meiner Hand sein würde. Ich kam in die größte Verlegenbeit über diese Rede, denn ich hatte nicht gedacht, daß der hochadlige Junker, den ich »um ersten Male zu Haselstei« tm Gefolge Sr. hochfürstlichen Gnaden gfehen hatte, wirklich an eine He.ratmit mir, der Tochter bürgerlicher Eltern, denke. AlS er nun im Beifein meiner Tante davon sprach, enkg'gnete ich ihm besch iden, er wöge erwägen, daß seine Eltern gegen eine solche Verbindung feiert mtb ihre Zustimmung dazu versagten, zumal za schon eme Bram
Familie Z v,en acht entsteht Der Himmel rott h mich stärken, daß ich mein Leid und meinen Schmerz ertragen tann."
Die Frau des Revterjägers wurde von den Worten ihrer jungen Patin lief ergriffen; das Leid Röschens ging ihr so zu Herzen, als wenn sie eS selbst zu trag'« hätte, und obgleich die Schmerzen ihres gichtifchen Leiten» h.stig ihre Glieder zerrten, so wvll.e sie dock eben Worte lindernden Trostes an das Mädchen richten, als b eses ihr mit der Frage zuvorkam: Aber sagt mir, liebste Patin, wo habt Ihr von der Zuneigung des Junkers zu mir gehört?
„Da» war ganz zufällig, bestes Kind,' erwiderte die Angeredete; .ist etwa ein Monat her, da war der Leopold, de» W-ldmeister» ton Uttrichshausen Sohn, welcher bei dem Oberlö.ster in Dammersbach zur Aurhülse ist, bet uns. Er wollte gerade noch Fufta gehen, um tm Sekre ariate des Oberlandforstamts zu arbeiten; denn et ist in der Feder sehr geschickt. Weil die Zett schon vorgerückt war, als er ankern, li hen wir ihn nicht weitergehen und Leopold übernachtete hier. Abend» faß er und mein M-mn in bet Neben- stube und verhandelten über Angelegenheiten ihre» Amtes; tzh saß hier in dem Zimmer und war cinge- schlafen; al» ich wieder erwachte, bö'le ich, daß die Beiden laut von dem Wolfmai.r sprachen unb auch Deinen Kamen narren; ich konnte deutlich vernehmen, wie Leopold, der auf den Forstwart nicht gut zu sprechen zu sein schien, sag e: „Ich kenne den Baron Truchkeß so genau, tote ihn Keiner mehr kennt; er ist feit Jahre« mein Freund und ein Ehrenmann; seine Neigung zu dem Röschen ist keine »Drüberg^enbe Tänbeler, er hat mir selbst gesagt, als ich ihn daS letzte Mal in F Iba besuchte, „enttoeoer ba» I Röschen wird bte Meinige ober ich bleibe
v»m Mullerlande übernahmen und bis zur edelsten Kunst fortentioidelten, ist in Korea fo gut wie auSgestorbrn. Die großartigstenSammlun- gen, die das Berliner Museum für Völkerkunde gerade für Japan und China aufweist, bieten denn auch für Korea nur die wenigen Beiträge, die dort als eigenartig zu holen waren.
Die Stellung bei Frauen " Korea H seit langen Jahrhundert ebenso unverändert ihrer Abgeschlossenheit nach cillonental^er @ttte, in ihrer sklavischen Abhängigkeit vom Manne geblieben, wie eben das ganze Kultur lebendes So- bcs einen Stillstand und alle Wadrzetchenl deS Verfalles aufweist, wie die Umfassungsmauern unb das Tor von Söul. .
Wenn heute Ruffen unb Japaner um d» Herrschaft in diesem Lande streiten, so ist es^alta gewiß mcht der Reichtum des auch an Metall- schätzen arme« Landes, sondern nur die geo- ! araphtsche Lage, die den Kau pf um Korea bedingt. Ein Blick auf die Landkarte erklärt dle heutige Bedeutung dieses Landes, von dem man m I Europa bis zum japanisch chinesifchen Knegeoo» | 1894 noch sehr geringe Vorstellungen dsut. Der westliche sibirische Hafen Rußlands, Wladi- woftok, friert regelmäßig im Winter fti, obwohl er im gleichen Breitengrase ungefähr m.t Bar lora liegt. Deshalb und um bet der etwaigen Aufteilung Chinas nahe am Platze zu sein, beeilte sich Rußland nach dem Frieden von »'mono,eh mit der Besitzergreifung von Port Arihm am südlichen und aleichsam vor den Toren fteungs gelegenen G°'s von Petchili- Nun wird die ganze koreanische Halbinsel von Osten her m
I bretiem Bogen von den japanischen xinseln umspannt, und wenn das reiche, hochzivilisierte Japan in Handel und Machtstellung dte Vorherrchoftm Oftasien anstrebt, so bildet Korea den natürlichen Stützpunkt für alle seine Tätigkeit auf dem Ost- asiaiischen Festlarde. Korea ist nun f etlij von der Mandschurei feit dem Jahre? 392, da der damalige König von Korea bte cht eftiche Obn- Hoheit anerkannte, durch einen völlig wüsten La dstrich von 50—90 Kilometer Brette getrennt, der gleichsam an Stelle einer chinesischen Mauer die beioen Reiche von einander scheiben sollte.
I Aber nach den modernen Verhältnissen bedeutet dieser wüste Grenzstreifen gar nichts, und wen« es selbst Rußland gelingen sollte, sich im Besitze der Mandschurei dauert b zu behaupten, so bke'vt sein wichngster Hasenplatz in Oftasien, Po^ । Arthur, immer in ber östlichen Flanke be- : [ droht, wenn eine G-oßmacht rote Japan »te Halbinsel Korea beherrscht und tn der Loge ist, die japanischen Häfen von Fusan und Wänsan an der Ostküste und namentltch den Hafen von Tschemulpo an der Westküste ebenfalls als Kriegshäfen einzurichlen. Ander. feitS hat Japan, abgesehen von der uralte« Stammesverwandtschaft mit dem SUutterlünue, schon im 16. Iah'hundert seine erste große Kolonie an der Ostküste in Fusan gegrünbet und feit dem Handels- und Freundschaftsvertrag vorn 27. Februar 1876 ein tatsächliches Protektorat über Korea ausgeübt. Dieses war auch bet Anlaß bee Krieges von 1894. Wte^tt^Japan
«be«'
$«» Mädchen schwieg; sie lehnte ihre« Kops au den rckposten be» Bette» u b meinte bitterlich; endlich faßte sie sich, reichte ihrer Patin die Hand unb sagte mit zitternder Stimme: „Ach liebe Patin! ich gestehe e» Euch, wen« ich jemanb in der Welt lieben unb jemanb meine ganze Zuneigung besitzen könnte, so wäre e» ber Baron Truchseß, dieser herzen»gute Mensch, der abltg ist seiner Geburt unb seit em Herzen nach Ihm würbe ich gerne meine Hand reichen; aber daran ist nun einmal nicht zu denken, es ft t)en , --------------, - r . „ , - ... .
.» »feie Hinderniffe in dem Weg; der Jrnker Heinrich lebig!* und gebet acht, er setzt sein Borhaben bu-ch, bat sie zu b f eiligen versucht und versucht e» noch; er ist kein Mann, der wankt unb schwankt, lieber gibt Ser es wi-> vergeblich fein Dem Wille» feiner er seine Stillung bei Hofe auf * Ettern darf er sich ncht widersetzen unb mcintftetl« - V-V- -- - „ ■ -,
»iQ tch nicht Schuld sein, daß in dieser so ehrenwerten ' Mädchen; „unb ta lieb er mir ist, soll er meinethalben
für ihn bestimmt fei. $a fprang der fonftJo fanfte Man« von seinem Sitze auf, gwg "^rma'S mit rafchen Schritte« im L'Mwer cuf und ab unb taste endlich: „Röschen! olauben Sie, man werde M'ch nötige« köm e«, eine Verbi .düng einzugehen, die gegm meinen Willen ist? '
„Was erwiberlest Du ihm hieraus? ftagte die d ^ch sagte ganz sreundlich zu ihm: »L'eber Herr Barrn! Jh'e erste isflckt 's ^n,ii?ae Mick! gehorchen, treinettoege« sollen Sie diese deittge Pfl cht nicht Übertreten; folgen Sre dem W'll'n Eltern, ich werde desievungeachtet S,e sttts hocksckctze^ unb bte Berebrung, welche Sie gegen w'ch hatten^unb bereu ich nicht wü big toa^ nie v«rg'ff'U. wenn ich Sie einst in einer hohen Stillung unb einer Ihrer i Herkunft entsprechenden Berbindung g«-ckl'ch f'h» sollte." Ach, hebe Patin, es rst um schwer, sehr fchw« geworden, dem guten Mensche« da- ju tag , ich hielt e» für meine SckMdtgk-tt; weiß ich dock an» der Ehristenlebre, baß es Sünbe sei, gegen ben ».Hat ber Eltern sich zu verheiraten '
.Du ha« recht getan, hebe» Rtnb! sehr recht, «« nahm ber Junker Deine Einwendung rudi, bm?
Das freilich nickt; er sagte mit sanftem Lockern. Rörcken, Sie w'll.n mir Moral predigen; mm, Ihre Bedenken sollen gehoben werden, ohne bab -w ben Gehorsam gegen meine Slter« verletze, auf dem JvhanneSberge vermag auch noch etwa« « unserem Hause.' - 8Ba» der Junker damit sag« wollte, weiß ich nicht und mochte auch mcht wett« batüber fragen' , ,
.Nun, ich will Dir einen guten Rat geben, tb* laffe ble ganze Suche der rsügung de» H.mmel« gräme D>ch nicht zu f hr. Wenn »ck Drr ta meine Meinung sagen soll, so glaube ich ge'-de «M, baß Du burch eine He>rat mtt «nt” glücklich sein wirst. Lute diese» Stande» ha^n untrer etwa» Eigene» in ibrem SBefen,
L meine Sprichwort sagt: Mit großen Herren ist
wildmeisterr Röschen, i
Eine Novelle von C. Psass.
12 ------ (Nachdruck verboten.)
„Dann hat e» ber Oberforstmeister ohne Bortoisfen seiner Sohns», be» Jagdjunkers getan; ber halte feinem Sätet gewiß Haren Wem über ben Foistwart [ emgcich nkt, benn er kennt ihn."
teOf so--" sagte bte Kranke, „also der
3unler kennt den Wolfmater auch; ich dachte, er wäre nur im Mstergrunde und in unser« Bergen bekannt; mir kennen ihn freilich besser, al» ihn Dein Baler zu kennen scheint; aber ber Forstwart «reibet auch baS JögerhauS in Schwarzbach unb wacht lieber einen Umtoea, al» daß er an unferm Fenster vorbei geht. Aber, liebe« Röschen l ba wir doch einmal auf den Junker Drnchfeß zu sprechen gekommen find, ba sst Du mir eine neugierige Frage nicht verargen. Ist es tzemt wahr, baß ber Junker Dir so zugetan ist und Dir bieier adlige Herr auch lieber wäre al« ber Welstmaier? Du darfst ganz offen darüber mit mir
Mdaer W Zeitung
rSSSl Wochenbeilag«: „Illuftttette §onntag;zeitung" m°i,-trb-uag«: „zuldaer Geschichtsblattett'.