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31. Jahrgang

recht anfacht. Das arme Mädchen hat unter

es

Appony: eine Rede, worin er sein Mißtrauen gegen die Regierung aussprach. Kn Rom enthielt der ft'ömg sich bei den Empfängen von Reujahrsgratulatronen, soweit bekannt iß, politischen Sgemetlungen, während der französische Botschafter Barrsse beim Empiange der französischen Kolonie die italienisch-französische Freundschaft feierte. In Paris hatte der Nuntns Lorenzelli als Doyen des diplomatischen Korps die heikle Aufgabe, den Präsidenten Loubet zu beglück­wünschen. Er sprach aber nicht von der Kultur- käwpferei der Regierung, sondern vom europäischen Frieden und vom Tode LeoS XIII. Loubet erwiderte mit einigen allgemeinen Redensarten über die gleiche" Gegenstände. In Brüffel, um das noch zu erwähnen, sprach der König von Handel und Gewerbe und Fach­unterricht. In Berlin find diplomatische Ansprachen an das diplomatische Korps usw., wiewohl der Kaiser sonst gern spricht, nicht üblich ^luch diesmal ist von einer solchen Ansprache nichts bekannt geworden. Bei der Paroleausgabe im Berliner Zeugdause soll der Kaiser daS Offizierskorps ermahnt Haven, die gute Tradition des Heeres auch durch eine würdige Lebens­haltung for-zusetzen, den Untergebenen und der Be­völkerung mit gutem Beispiel voranrugehen und die ernsteste Sorge zu tragen, daß die Soldatenmißhand- lungen ausgerottet würden.

gar nicht so schwer rst, solche Kleiderbrände zu löschen, ehe tötliche Brandwunden eintreten. Niederwerfen, wälzen, mit den ersten besten Decken oder Kleidungsstücken das Feuer ersticken u,lv Vlt „v,wtuv,u-tH

- das würde bei einer kaltblütigen Probe sehr' Maßnahmen, z. B. Hinn^erfen, Wälzen, Zudecken

Sehr bezeichnend war eine kurze Zeitungs­nachricht aus der vorigen Woche. Da hat ein Mädchen in der Küche über einer SpirüuSflamme eine Sans abgesengt; durch ein Luftzug kommt die Flamme an die Kleider des Mädchens, es brennt sofort hellauf. Von den Genoffen bei der Arbeit denkt niemand an das Löschen; sie reißen aus vor der Flammensäule. Unglücklicherweise hat aber einet noch den Trieb, das Fenster auf»

ganze Welt mehrere Tausende. Daraus folgt, daß das Feuer in den Häusern noch mehr Opfer verlangt, alS in den Theatern.

Häusern, Erstickungen und Verbrennungen und Verletzungen durch Sprünge gibt. Das sind nut einige Stichproben aus der unendlich langen Reihe der landläufigen Unglücksfälle. So lange es sich nur um vereinzelte Opfer handelt, regen sich bloß die näher Beteiligten auf. Wenn man

einer Feuersbrunst zu Grunde gehen, so gerät die Welt in Aufregung und Entsetzen. Das ist natürlich, und es ist auch gut, daß man nun wieder ein scharfes Auge auf die Sicherungen in Theatern und sonstigen Maffenlokalen wirft. Aber darf man die kleinen Feuerschäden außer acht laffen? Wo ersticken und verbrennen mehr Menschen: in den Theatern ober in den gescheitert °Diese! Häusern? Wer fleißig Zeitungen liest, der ist . . - । schon gewöhnt an die stehenden Nachrichten unter

Lokalem und Vermischtem. Hier ist eine Lampe

kommen die eigentlichen Hausbrände, bei denen es nicht selten, namentlich in den größeren MietS-

umgefallen und explodiert, dort eine Petroleum­oder Spiritus flasche, aus der man bei offener Flamme nachgießen wollte; an dritter Stelle hat das Benzin, mit dem gearbeitet wurde, Feuer gefangen; an vierter Stelle hat ein acht! -8 fort­geworfenes Streichhölzchen Kleider in Flammen

Japans und Rutzlands Wehrmacht,

Der Konflikt, welcher zwischen Japan und Rußland wegen der Frage der Vorherrschaft in der Mandschurei und in Korea ausgedrochen iß, legt es nahe, einen Blick auf dir militärische« Machtverhältniffe des im Vergleich mit dem russischen Koloß zunächst ohnmächtig und klein erscheinenden Jnselreiches zu werfen, daS aber in der kurzen Zeit, feit es fich der westlichen Kultur erschlossen ijat, eine ungemein große und rege politische und wirtschaftliche Entwickelung ge­nommen hat.

Die Heeresorganisation Japans ist im wesent­lichen nach deutschem Muster gebildet. Selbst die Zusammensetzung der Truppeneinheiten ent­spricht im allgemeinen fast ganz deutschen Ver- hältniffen. Der japanische Generalstab ist nach deutschem Muster eingerichtet, ebenso die gesamte Ausbildung der Mannschaften. Deutsche Offiziere, unter ihnen, wie wir einem Artikel der J^reuj» zeitung' entnehmen, der bekannte Taktiker Meckel, waren längere Zeit in Japan für Ausbildung und Organisation der japanischen Armee tätig, ebenso wie Jahre lang japanische Offiziere ur Kutschen Heere den praktischen Dienst gelernt -oben.

Durch Gesetz vom 21. Januar 188» ist die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, die mit dem vollendeten 20. Lebensjahr beginnt, 3 Jahre beim letzenden Heere oder 4 Jahre in der Marine dauert, 4 Jahre und 4 Monate in der Reserve ober 3 Jahre in der Marine und 5 Jahre in >et nur für die Verteidigung des Landes und nicht zum Außendienst bestimmten Terrstorial- armee. Außerdem gehört jeder Wehrfähige, bet nicht der aktiven Armee ober der Reserve oder »er Territorialarmee ^ugeieiÜ ist, vom 17. bis 40. Jahre der Nationalarmee, einer Art wn

milie begrünben wollen, erst ein „Brautexamen" über diese Dinge ablegen müßten, ganz besonders au± über die Behcmdlurg kleiner Kinder.

Und der gewissenhafte Hausvater sollte noch ein klebriges tun. Er muß sich das Haus und die Wohnung genau anfehen und sich gründlich darüber klar werden; was habe ich und die Meinigen zu tun, wenn hier plötzlich Feuer aus- bricht? Wie bringe ich meine Angehörigen in Sicherheit? Was von meinen Sachen muß zuerst geborgen werden. Durch solche vorherige lieber« legung wird eine Verrücktheit verhindert, wie fie schon öfter oorgetommen ist, daß Leute einen Vogelbauer ober eine alte Schachtel aus den Flammen schleppen und die wichtigsten Papiere ober Wertsachen verbrennen laffen. Man muß sich ferner klar machen: Was fangen wir an, wenn die Treppen verqualmt und der ordentlich« Ausgang abgesperrt sind? Wie können wir eS durch verschlossene Türen und offene Fenster möglichst lange oushalten? Durch welches Fenster können roir uns am besten retten? Ist in höchster Gefahr ein Nachbardach zu erreichen ober Halt auf der Fensterbank über auf dem Gesimse zu finden? Wer sich vorhin in die schreckliche Sage hmeirwersetzt und sie mit bedächtiger Uebedegung durch gearbeitet hat, der wird sich nicht kopflos in Rauch und Flammen stürzen, wird auch nicht in blindem Eifer vorzeitig feine Kinder aus dem Fenster werfen, wie es neuerdings auch »or- ge^ommen ist.

Vorher kann man fich besinnen; in der plötz­lichen Bestürzung fällt einem nichts Gescheites ein, wenn man nicht rechtzeitig auf Vorrat fich die vernünftigen Gedanken angeschafft hat. Der­artige Vorbereitungen von langer Hand sind nicht verlorene Mühe; denn Unglücksfälle durch Feuer, Waffer, Verwundungen usw. gehören zu den fortlaufenden Zwischenfällen im irdische» Dasein.

ZI T JMMI ■ ■■! n I um unii nym

oft ist die allererst; Hilfe von der nächsten besten Laierhünd von entscheidender Bedeulung, nament­lich bei Brandwunden, bei starken Blutungen uns bei Bewußt olen, die aus dem Waffer ge­zogen sind. Es ist ein Sammer, wenn in solchen Fällen die hilfsbereiten Leute nicke mit den ein­fachsten Hantierungen Bescheid wissen, die dem VerunglÜckicn Sinterung ober Retiung bringen könnten; da wird die kostbarste Zeil mit iörich- tem Gerne verpaßt ober es : erben gar falsch«, schädliche Maßnahmen ergriffen. Einen regelrechten Samariterkmsus kann nicht jeder durchmachen; aber die paar einfachen Maßnahmen, die in den gewöhnlichen Unfällen zu ergreifen find, sollte je?er erwachsene Mensch kennen, und es wäre gewiß nicht ungerecht, wenn Leute, die eine Fa­

rn it Den ersten besten Äewandstäcken, sozusag n in ihren Instinkt aufaehmsn

aut geben. Im plötzlichen Ernstfälle fehlt aber die Besonnenheit. Der brennende Mersch rfle t fein Hei! in wiloer Flucht zu suchen und facht durch den Lauf dis Flammen erst recht an. Die Zuschauer tun meistens gar nichts oder etwa? Verkehrtes. Neulich wurde r. B. gemeldet, daß em Mann Hilfegeschrei hört, in eine Kinderstube bringt und dorr dn Kind in Flammen sieht; statt gleich dem hrennenDen Kind zu helfen, bringt er erst die noch unversehrten Kinder aus der Stube; darnach gehr, er an's Löschen, es war ober zu spät. Der Mann hat es gut gemeint; er bat aber in der Bestürzung die Gefahr für die noch unversehrter! Kinder überschätzt und so das Dringlichste an die zweite Stelle gesetzt.

Die Bestürzung kann auch einen tapferen Mann ober eine heldenmütige Frau zu Dumm­heiten veranlaffen. Noch viel schlimmer wirk sie, wenn sie mit Feigheit sich verbindet. Nnd ich glaube, es gibt mehr feige, als tapfere Leute in diesem Jamme, ta!. Unter dem „starken" Geschlecht erst tidjt. Man braucht nur an die

W>s ist nun gegen die verhä gnisvolle Be­stürzung zu tun? Besonnenheit ist eine Tugend; wie alle Tugenden hangt fie von Erziehung und Hebung ab. In d> r Schule lernen unsere Kmdei^ viele hül-sche Dinge, die für das prak­tische Leben keinen Wert haben. Erbaulicher­weise geht man in neuerer Zeit auch an prak­tische Aufgaben heran, z. B. wie Handarbeit und Haushalt. Ich möchte noch einen praktischen Doppelkursus Vorschlägen: 1) Heber den Um­gang mit Feuer und Sicht; 2) über das Verhalten bet Unglücksfällen.

Dos erste Kapitel wäre besonders für die Mädchen sehr notwendig. Das weibliche Geschlecht hat den häuslichen Herd warm zu halten, nicht bloß im geistigen Sinne, sondern auch im natürlichen. Das ganze Leben hindurch, sollen sie, erst als Gehilfinnen, daun als Ha-'s- srauen mit Feuer und Flammen, mit brenn­baren und explosibeln Stoffen herumhantieren, und dabei kennen viele nicht die einfachsten Grundgesetze von Heizung und Beleuchtung. Es wird darauslos gewurstelt; die Versuche find kostspielig und gefährlich. Wieviel Brenn­material wird vergeudet, weil die Hrizeri neu die Oefen und die Kochmaschinen nicht richtig zu behandeln verstehen? Trotz großen Petro-

wochen-Rundscha«.

Folda, 9. San. 1904.

(Nachdruck verboten..

Die Neujabrs-Lnsprachen, di? in ver­schiedenen europäischen Hauptstädte:! von JiaalSvbec- härpiern und Mindern gehalten wurden, waren dies­mal recht bedeutungsvoll W ewohl sich im fernen Osten ein schweres Gewitter zusammeozuztehe» scheint, wurde doch von der auswärtige» Politik nirgenbs ge­sprochen. 1% getraut fick eben keine Macht, fich zum Schiedsrichter in den Weltbändeln nufz,'werfen nnd fich in fremde St'-irigkecten voreilig #in$umitoer. Zn Wie»' unterblieb,ede politische Lunr>g?bung, seieS wegen des Unwohlseins des Kaisers Franz Joseph, sei es wegen der traurigen parlamentarischen Zustänce. In Budapest erhielt Ministerpröfident Gras Tisza den gratulierenden L-beralen eine Sia diede gegeji die Obstruktion und sagte ihnen, daß die Interessen des UrgartumS mit denen der Dynafii und der «vtz- machtstell-mg der Monarchie im Cccklaug ständen. Ob letzteres so ganz aufrichtig gemeint war, ste'.t d-hiu Den »nationalen Xlifftbenten" Helt Ärcf Albert

scheußlichen Szenen von dem Pmiser Bazar­brande zu denken. Die vornehmen Kavaliere haben da dieselben Damen, die sie soeben noch nach allen Regeln der Ritterlichkeit umschwärmt hatten, mit ihren Fäusten und Stöcken zu Boden geschlagen und mit ihien Lackstieseln zertreten, um über die zuckenden Körper hinweg sich selbst in Sicherheit zu bringen. Bei der jüngsten Katastrophe^ n Chicago Hal bekanntlich die Panik, die sinnlose Bestürzung, mehr Opfer ge fordert, als das Feuer selbst. Dort scheinen aber die Stärkeren bei ihrem kannibalischen Vordringen wenig Erfolg gehabt zu haben; denn wenn sich in engen Gängen und Türen die Menschenmasse stopft, so Hilst kein Nach­drängen mehr; die rohe Gewalt treibt den Keil nur noch fester ein.

I und Haushaltungsstunden läßt fich die praktische Ausbildung dazu geben.

Das gehört zur Verhütung von Un- glücksfällen. Das andere Kapitel gilt dem Verhalten nach dem eingetretenen Unglück. Die Bestürzung tritt ein, wenn man sich in einer un» ! gewohnten Schreckenslage befindet unter Verhält- ' Nissen, die man weder durch Erfahrung noch durch Nachdenken bisher kennen gelernt hat. Hat man fich vorher schon einmal mit dem Gedanken in eine ähnliche Lage hineingearbeitet, so kann man die Urberlegung viel leichter bewahren. Es handelt sich da um sehr einfache Fragen, die auch Kinder schon klar beantworten werden können. Was hast du zu tun, wenn deine Kleider in Brand geraten, oder wenn du dir sonst Brandwunden zu ziehst, oder wenn du ins Master fällst? Die Antworten müssen fich an die häuslichen und örtlichen Verhältnisse möglichst anschließen,.so daß die Kinder wirklich begreifen, um was eS sich handelt, und die notwendigsten

Jahres zusammenrechnet (in bte Zeitungen kommt flut ausfüllen. Das ist der nützlichste Abschnitt ja nur ein Test davon) so wurden fich str Deutsch, der „Naturkunde". Und in den Handfertiokeits- laud allein schon Hunderte ergeben. Also für dte und Haushaltuncrsstunden läßt fich die vraktische

Unpolitische Zeitlaufe.

(Nachdruck verboten.)

(C Berlin, 7. Jan. 1904.

Wenn 6 bis 700 Menschen auf einmal bei

krschetttt täglich, mit ■

«»rnahme der Same ÄTa J ■ IQk ▲ AI

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J3ljrL Bezugspreis ■ ■ ■ Ä W Ä ■ |> H1

ebne Vringerlohn und I I W M WM W

VesteLgeldinZuIdannd W W IIVIBI

auswärts, Mk. 50 pfg. W

verantwortlicher W

§chriftleiter:Zss.vaum

»K-V-Ä«-. woch-nbeuage: „Illustrierte Sonntagsjeitung

Sulöa, Lamstag, den (\ Januar 1904.

verpestet die Luft, weil nicht für Sauberkeit, guten Docht, richtige Zylinder rc. gesorgt wird. Nachgerade sollte jrdes Fibelkind schon misten, daß man nicht mit einer P troleu-- oder Spiri- tuvflasche an Feuer ober Licht kommen darf; aber eS gibt immer noch Mädchen und Frauen, die in blin der Verwegenheit nach gießen. Die Eltern sollten ihren Nachwuchs srühzeitig auf bas Eindringlichste über solche Sachen unter­richten; aber wenn die Eltern selbst zu dumm

■, , .. „ . uscxir ■ -1 C^et $u nachlästig sind, so können Lehrer und

aber ma<. diese emzelnen Nng.ucks,alle eines Lehrerinnen diese Lücke in der Erziehung »-echt

gesetzt; an fünfter ist ein Mädchen mit bet Schürze dem Herofeuer zu nahe gekommen; an sechster ist ein ^nd in heißes Waffer gefallen; an gu ucyu!lucul ueriieye„ ° jtiug mögen vetro» Pcbenta Stelle hat ber glühende Ofen Letzte leumve-brauchs leuchtet bte Lampe schlecht und

Für d«e reifere Jugend wäre hie Behandlung o n Verwundeten und Scheintoten aufzusparen. Allen Kurpfuscher-Trieben wäre da vorzubeugrn, ; indem d'e Notwentugteit der foiotu.uen ärztlichen Hilfe von vornherein scha f betont mmbe. Aber

In Krimmitschav dauert der Kampf zwischen Arbeitern und Arbeitgebern fort. Auch der Ber- »üttelungsversuch der sächsischen Regierung ist an der Uunachgiebigkeit der Industriellen gescheitert. scheine» nicht einzusehen, daß fie mit ihrem Eigenfinn n»r ter Sozialdemokratie in die Hände arbeiten.

Der preußische Landtag ist auf den 16.Jan. «»berufen worden.

Der Privzregent Luitpold von Bayer» hatte fich d rch die letzten Hofgebirgsjagden eine Ent­zündung des rechten Fußgelenks zugezogen, weshalb dre große Hofluur am NeujahrStage abgesagt wurde. — Am 1. Januar trat das ntu<* BerkehrSmimsterium Leben In einer Ansprache betonte der Minister v. Frauendorfer, dcß die Regierung für jeden «n- geiörigen der Verkehrsanstalti» sorgen und ihn schützen i und schirmen werde. ....

Zwischen Berlin und Karlsruhe scheint es Kinderbetten in Brand gesteckt; an achter Stelle »»«? Die badische I sind Leute durch ausgetretenes Gas erstickt oder

litt für bi‘/ tarne ^er «"iS”bKifti» durch eine Gasexplosion verletzt worben. Dazu -vhe, nicht dmch einen Prinzen der kaiserlichen Hauses 1 'ommen 5ie eiaentlicben Hausbrände, bei denen habe vertreten (affen, sondern durch den Generaladju- tante» Herrn v. Lindequist.

In U n g a r n hat da» Abgeordnetenhaus am Dmrstag endlich die Relrutenvorlage in der General- gegen 66 (Stimmen angenommen. Bekanntlich find die Mannschasten, die ihr drittes Jahr abgedlent hauen, am 1. Oktober nicht entlassen «ordW, well das Rekrutengesetz nicht zu stände ge- omme» war. Die Unzuftiedenheit hierüber hat sich mm j» de» Weihnachtstager, in der bosnischen Garnison «Uet in schweren Ausschreitungen und Gehorsams vawklgerunge« Lust gemacht. Der Hvnvedminister! »hm erklärte zwar die Zeitungsberichte für über- triebe», gab aber zu, daß planmäßig verabredet! Wrdersetzlichkeilen und Ausschreitungen vorgekommen seien und gegen eine ganze Anzahl von Soldaten das Stwwersahre» eingeleitet worden sei.

-. 9» der Türkei scheint die Regierung allmälich «r»st mache» zu wollen mit der Durchführung der ■“J0*?*6”- Der Sultan bat in einem Erlaß ange- baß eia italienischer General zum BesehlS- Gendarmerie in Mazedo den ernannt werden Eürkstche Botschafter i» Rom hat die , diegierung ersucht, eine geeignete P-rsön- ®tor»is$Hetkennen wurde der DivifionSgener l

In O8as"i?°^' « »ureißen. So entsteht ein srischn Luststrom

Md Frieden immer noii? Inster und Tür, der die Flammen erst

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W man S3a%tn9Wn ;Lffen 2ß dtt müffen, obschon

l°ikn werde; dagegen kling«: die ' trt "* ------

!R!(Cuna<.Lauä Japan hartnäckig kriegerisch. niA, ben russischen Beschwichtigungsnachrichten »ich. ohne weiteres trauen dürfen, benn die Ruffen 9ooe.l etn Jntereffe daran, die Entscheidung hineuS-

zuichitppen, bis fie in Ostosi?' auSrnch vd gerust« zu feii. glauben. Tatiächttch werfen «e nncuihörtich ntue Tcuppenwaffkn dorthin und fummeln eine starke Klette in den chinesischen und koremische' tScrocffem Mud) Javan rüstet zu Land und zu Wasser gleich fieberhaft. England trifft ebeuwlls Vorkehrungen, um für den Fall des Krieges mit einer imponierenden Macbi in Oftafien ersch rmn zu können. Nack dem englisch japanischen Betrage muß es Japan bekannt­lich deiiteherr, wenn dies von -.we» Mäcklen zuar ich angegrifierr wird. Es hak ireil'ch so viele fei uiehi in den Vertrag gebracht, daß es ihm jederzeit leicht fein wird, nach seiner Gewohnheit Japan zv betrüge!-, wenn es ihm vorteithafter erscheint. Allem An» schein nach wird in London jetzt darüber Der handelt, ob Japan Hilse von England er­halten wird, taH» es d.:S Schwert zieht. England wird aber fich-r nicht Hilfen, fo lange Japan cs mit Rußland allein za tun ha-. F-ankrerÄ dürst? lau .- für Rußland losschlagen, so large dies cfleiu Iapa-r gegen fick hat Japan bemüht sich auch um ein Bünd­nis m>t China. Die Chinesen würben wohl am liebstea neutral bleiben, aber dar «erden ihren die Russen t icht gestatten. Halten fie mit Japan, so haben sie die Russe auf dem Halse, dir ihnen außer der Manv- sch'irei wohl noch einiges weitere wtgnehmen würden Halten fie mit Rußland, so haben fie schbeßlick doch nicht den uiindestev Vorteil vom Ktiegc.zu erwart-n, denn was b;e Russen habe», behalten fie. Die Sim» wort der ru'stscken Regierung auf die lebte japanische Note ist am 5 d. Mrs. in Tokio übergeben worden Die Meldung w rd von russischer Scite mit der Versicherung begleitet, daß Rußland seinerseits den Frieden nicht verietzen werde. Rutz and soll He Forderungen Japans in betreff Koreas bemill gr in= veß ei i e ueue Bedirgurgen gestellt haben. Zugleich bat aber auchRußland ein Schützenregi-nem nach Korea gesandt, von Port Arthur soll ein russisch-r Kreuz-r mit Landungstruppen nach Tschrm-lpo abg'gangen sem und in Wladiwostock soll das russische G.schwader sich aktiv fertig machen, um dre Landung des japani chen Geschwaders in Masampho za v:rhinde n. DaS klingt nun alles wieder nichts weniger als friedlich.

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