Sulöa, Samstag, den 2. Januar 1904
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31. Jahrgang.
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halte sich an die Pr axis der Katholiken und
DeutschesR£i5h.
katholische Kirche es von jeher getan hat, so würde Zahj der gemischten Eheri viel geringer fein. Wie war eß Vern bei dem großen Kampfe, der sich bcn-Sue-v und sOer Jahren LeL vorigen
onzutreten. Zwei Jahre lang bekleideie er diese» Amt, bis ihn ein schwerer Leiden befiel, welches sich früher schon in leichteren periodischen An fällen angekündigt halte. Sein reich veranlagter Geist vervunkekle sich mehr und mehr. Er fand Ausnahme im hiesigen Landkrankenhause, wurde Jerüf n—7 -T‘ “. U1,‘ «"»—«,»«, jedoch nicht geheilt. Später kam er zu Ver- ten «Za*» t! °'^6sübt — einem unverbürg- wandten in seinen Geburtsort Mackenzell, aber Patientin ' We* «Y?et ^ot> t'wer ersten eS verließ ihn nicht mehr die fixe Idee, dcß er
mache sich keine Sorge wegen ihrer Grundsätze.
Hören wir nun, waS Herr Schiller im In- teresse des Friedens von den Protestanten
± (Einleitung zur Novelle „Wilömetfters Röschen."
Lebensjahr vollendet hatte, schied er in höchst be klagenswerter Weise aus dieser Welt, indem er sich nämlich an einem blütenduftigen Lenzmorgen durch CeRnen der Halsadern selber den Tod in seiner Wohruvg gab. Es geschah die? am 6. Mar 1861. Am 8. Mai wurde er in anbe-
§ylvesterge-snken zum konfessionellen 8 reden.
-,3uldaerLeschicht5hlatter
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Zernsprecher Nr. 9.
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ZchriftleiteriJos.Baum,
3. ÄtoTsÜ*. Wochenbeilage: „Zlluftrlecke Sonntagrzeitung
sucht, mit denen wir bann nach dem Süden gezogen sind, gleichsam dem Herzenezuge folgend rc."
Wenn die,Fuld. Zig/ nun diese in Fulda einstmals mit großem Beifall aufgenommene Erzählung ihren Lesern austischt, so find wir uns wohl bewußt, daß der Geschmack des Lesepubli« kums von heule ein ganz anderer ist wie der vor einem halben Jahrhundert. Und eS ist wahr: „WilbmeisterS Röschen" ist eine ganz allmodische Geschichte — nach Inhalt und Form. Dennoch glauben wir getrost Voraussagen zu dürfen, daß die meisten Leser ihre Helle Freude daran finde» werden. Die Alten werden sie ja begrüßen wie eine liebe Jugendbekannte, und die Jungen — nun warum sollten diese nicht mit Vergnüge» einem Erzähler lauschen, der gar warm und gemütlich aus unserer Vorfahren Tagen zu berichten weiß; ob er auch in veralteter Tracht erscheint.
Konrad Pfaff stand jener guten alten Zeit, wo es sich in unserem Etiftsländchen so behaglich unter dem Krummstabe leben ließ, um eine Reche von Jahrzehnten näher als wir, und ex hat in der Novelle «Wildmeisters Röschen" ei» Gemälde Altsulda's gegeben, daS alle Fuldaer in der Tat anheimeln muß. Denn alles trägt echte Lokalfarben, seien eS die stimmungsvoll erfaßte» Landschaftsbilder oder seien es die aus dem volle» Menschenleben geschöpften Typen. Was unS ab« die Erzählung ganz besonders interessant macht, daS ist die Tatsache, daß fast alle der darin vor- gesührten Personen nicht erdichtet find, sondern daß sie wirklich gelebt Haden. Wir körnen dieses bei den meisten sefistellen nach den Fuldaische» .Staats- und Standes-Kalendern aus jener Zeit, wie auch nach anderen Quellen. Gewiß find auch diese fuldischen PettönÜck litten mit Miiklichkeit^ treue gezeichnet; denn mein der Verfasser zwo» nicht alle selbst gekcrni lot, »o Irnnte er drch
handel erschienenen Werken nenren wir die belle triftifcben Arbeiten: „Des Iren Tochter" (AutzLbu'g 1850) und „Wildmersters Röschen" (Augsburg 1852). Auch die auf gewissenhaften Studien beruhende Monographie: „Der Dom zu Fulda." Erne Darstellung seiner Geschichte, Bauart und Merkwürdigkeiten." Fulda 1855 entstammt seiner Feder; doch ist letztere Schrift, wie auch eine treffl che Biographie des Bischofs Johann Leonhard Pfaff anonym erfchienen.
Nach dem Tode seines Oheims (f 6. Jan 1848) siedelte Konrad Pfaff in die Stadt über, und zwar wohnte er acht Jahre lang in der Kan alstraße in dem Waldner'schen (jetzt Kaufmann Wiegand'sch en Hause) Nr. 14 Dann verließ er Fulda, um eine Stelle als Bibliothekar beim Fürsten von Löwenstein
pnojjr Morgenstunden von 9 Uhr früh offen Uiegfn m;ib. In diesen Bureaus werden auch die Legitimatiönskartrn zu der Eröffnungssitzung ausgegkbm und all» sonst erforderlichen Mrl- leilungen in Bezug auf diese gemacht rve-den
* Ins Herrenhaus ward.- der General- lonsul Gustav von Below-Rutzau auf Präsen- tution des mit diesem Reichte am 15. Mai ausgestellter. Familie>wer bar,des derer von Below berufen. Treier Verband erscheint damit zum ersten Male dort. Ferner find in das Herrenhaus neu berufen worben bet erste Bürger meister der Stadt Minden Fr. Johannes Wolf auf Präsentation der Stadt Minden und Rittergutsbesitzer Jos.ph oon. Czape h auf Kuchary Kreis Preschen, als Nachfolger des am 7. August 1902 verstorbenen Joseph von MorawSkr auf Kotowiacko, aus Präsentation des alten und befestigten Grundbesitzes im K erst Kroiofchirr.
* ’? er im 3. Braunschweiger Wahlkreise gewählte Reichstagsabgeordnete von Damm erklärt in der .Braunschweiger Lanveszeitungft er sei wider W ssen und Willen im amtlichen Mitgliederverzeichnis des Reichstages der Fraktion der Deutsch Hirnnooeraner zug zählt. Er werde dieser Fraktion nicht beitreten.
*, Tie Nachrichten verschiedener Blätter, wonach dir deutschen Kommissare für die Haudelsvertragsverhandlnngen mit Rntz- laud sich in drestn Tagen be. eiis nach Sr. Petersburg begeben, werden der ,Nat -Ztg.' oori-unter» nchttttr Stelle als durchaus grundlos bezeichnet. Die Tatsache, daß das Weihnachts- unt> Neujahrsfest rach dem russischen Kalender erst bevorst ehe, ist bei der Verbreitung der falschen Rackricht offenbar üb* rieben worden.
** Nach -er kanadische« Zolltarif- Novelle svm 16 April b. I. bedürfen die von dem Finonzminister hinsichtlich der Anwendung des Zuschlagszolls erlassenen Anordnungen der Bestätigung durch den Governor General in Council. Dieser Vorschrift ist durch einen in ,2he Canoda Gazette' vom 5. d. M. veröffentlichten Kabinettsbeschlnß vom 28. v. M. entsprochen -morden. Der Beschluß, welcher im we entlichen eine Wiederholung der früheren Bestimmungen enthält, lautet nach der ,Nordd Allg. 31g' in Uebersetzung wie folgt-
»1. Boden- oder I; duprieerzeuguifie DrulschlandS sollen bei ihrer Sinfudr in Ratia>a einen Zuschlag z» den unter A deS kanadischen Zolltarifs von 1897 fest« gesetzten Zollsätzen unterworfen werden; der Zuschlag soll sich in jedem Falle auf */» der unter A aufgeführten Eöhe belaufen. 2. Der Zuschlag soll auch auf solche Artikel Anwendung finden, deren Hauptwerk in Deutschland hervorgktnacht worden ist, wenn auch die Artikel selbst durch die Arbeit eine® anderen Lande? veredelt worden find — ungeachtet der Vorschriften drS britischen PreferentiatzolltarifS und der Äutführungsbe- ftunmungen hierzu. Bei der Entscheidung der Frage- ob ein in Kanada eingefütrler Artikel, der durch die Arbeit eineS anderen Lande? alS Deutschlands Herrer- gebracht oder veredelt worden ist, dem ZuschlogSzoll deshalb zu unterwerfen ist, weil ein Teil seiner Werte- m Deutschland erzeugt worden ist, soll der wirtliche Marktwert deS in Deutschland erzeugten Gegenstandes oder Materials, das in dem in Kanada einpeführte» Begeupond enthalten ist, alS der in Deutschland et»
oerkumt: „Wir dürft n drüben nicht alle <Jür Jesuitt'muS und ValerlanöSlostgkeit, für Nach», und Jrrtun, für Lug und Trug exkia■ n, was uns nicht gefällt Ber dem Bestreben, d ö Eigene zu wahren, dürfen wir nicht in den Fehler fallen, Sen anderen Teil zn mifao-ten. Es ist verkehrt, katholische Beamte al6 solche für eine latente Gefahr im StaatLleb-n zu erklären. ES ist notorisch, daß in Mecklenburg, in Braunschweig, m Gochsen der katholische Kultus er gen Fesseln und unwürdigen, unz-ttg mäßen Beschränkungen unterworfen ist. Die Klager» darüber sind nicht aus der Luft gegriffen. Es ist verurle'lenswert, daß in Braunschweig bis vor kurzem die Katholiken ihre Kinder nur mtt Bewilligung des pro tcftantischkn Pastors und nach Zahlung der Stol- qebühreu an diesen von ihrem Geistliche!» taufen taffen dursten und wenn neuerdings ebendort ein koihol scher Pfarrer, welcher ein schwer krankes katholttches Stieb lauste, ohne den lutherischen Pfarrer davon zu benachrichtigen, in Strafe (30 Mk.) g roniiiien wurde, so mißbilligen wir das ebensosehr, rote dir Anzeige des lutherischen Geistlichen."
Die Anklagen, die da erhoben werden, lassen, sich schwerlich so leicht und vollständig entkräften wie die gegen uns gerichteten. Leider wird die Friedensmahnung auf protestantischer Seite bei denen, die es angeht, wohl ebenso wenig Gehör finden wie die Beschwerden, die von dieser Seite gegen die Hetzer erhoben worden sind. Don den Vorschlägen zur Herbeiführung fried- kicher Stimmung, die Pfarrer Schiller macht, versprechen wir uns nicht viel. Die Katholiken sind immer der von ihm vertretenen Ansicht gewesen, dcß die beiden Kirchen, statt mit einander zu hadern, mit einander wetteifern sollten in der Pflege der Religiösität, Erziehung der Jugend, Unterstützung der Armen, wissenschaftlichen Arbeiten rc°, und daß beide Konfessionen im öffentlichen Leben zum Wohle des Volkes urb Vaterlandes möglichst zusammenarbeiten sollten. Aber man stößt unsere Hand ja immer wieder zurück. Wir fürchten, es wird sobald auch noch nicht besser, denn roi,r. fetzen leider, wie die organisier- tnt* Friedensstörer an Einfluß gewinnen."
oon den Katholiken verlangt, im weser tlichen bereits getan wird. Wir sollen mit den • ,Rechts Verletzungen “, wie Taufen von Konvettitrn.
■1 r. ab < tzuvg der protestantischen Trauung, W'igerung, den evangelisch n Kranken Seelsorger ich es Bekenntnisses heranzuruseo, aufhören. Bekanntlich wird von katholischer Seite ein Konvertit, der bereits protestantisch gelaust ist, nicht nochmals gelaust, fandet n er wirb nur dann be- dlngungswei e getauft, weim begründeter Zweifel an der Rc cht m aßigkei l der ilm gespendeien Taufe »orliegen Herr Stadtpfarrer Schiller veröffi'ntl'.cht seinen Ariiftl in der ,Kreuzztgi. Wir dürfen also modl annehmen, daß er ein positiv gläubiger Protestant ist. Wir f’agen ihn nun: hält e. die voll liberal.», chrisl usleugne.!den Predigern ge spendete Taufe wukl.ch m allen Fällen für gütig? W r kümmern uns gar nicht dai^w, was die Herren Pr-diger mit den von uns g- fuinmenen Konvertiten anfangen; wir sagen: das geht uns nichts an. Die protestauüsche Trauung wild von uns Katholiken nicht herabgesetzt, im Gegenteil, wir legen ihr logar noch mehr Gewicht unch Bedeutung betzals s-.e Protestanten selbst. Denn wir hallen au h die protestantische Ehe für unauflöslich fn gut rote die katholische. Daß protestavlischeri Kturke» die Heram usang ein s Seelsorgers ihres Bekenntnisses in einer ka holischen Anstatt verweigert werde, kommt nichr vor. Man nenne Beispiele. Was Herr Schiller hier im Auge hat sind theoretisch kasuistische Erörterurgen, die für die Pi axis ganz bedeutungslos sinft Wenn ei' weiter von dem Sicheindräng n der Kuttzoliker: in Mischehen sprich', so verweisen wir chn einsach auf die Taisache, dvß nach der oon pro testantricher Seite selbst ausgestellten Statistik di eMehrheit der Kirr der aus Mischehen dem Protestantismus zufällt. Wenn man auf protestantischer Seite so entschieden gegen die Mischehen auf tret en würde, wie die
Dec Verfasser der Novelle „Wildmeisters Röschen", die vor mehr als 50 Jahren in Buchform erschienen ist, war ein Neffe d.S «malen Bischofs Johann Leonhard Pfaff von 2™ ,®eor9 Konrad Pfaff erblickte am 1822 zu Mackenzell das Licht der Welt als ältester Sohn des kurhessischen Ober« rentmersters Joseph Pfaff und der Marte Anna Pf aff, geb. MalkmuS. Beide Eltern entstammten dem nahen Städtchen H ü n- r.V>. Konrad Pfaff betuchte, wie auch seine beiden jüngeren Brüder Leonhard und Joseph, das hlestge Gymnasium. Sie wohnten in dieser Zeit aus dem MichaelSberge bei ihrem hohen Oheim, tu v. ^währter Pädagoge mit größter Sorg, falt bte Erziehung feinet drei BruderSiöhne übet- i mochte und leitete. Nachdem Konrad seine Gym- »afiolstudien, die von November 1835 bis Ostern 1843 gewährt, beendet hatte, bezog er die Lan- »esunwerfität Marburg, um Medizin und Chirur- S»e zu flubieren. Doch Hot er den ärztlichen I Tiirht __«muh» imhmIiAm.
Berlin, den 30. Dezember 1903.
* Die beide« Häuser des Landtags werden durch eine vom Diaatsar zeiget veröffentlichte Verordnung vom 30. Dezember auf den 16. Januar zusammenberufen. Der Minister des Innern macht bekannt, daß die besondere Benachrich'igung Über den Ort und die Zeit der Eröffnungssitzung in dem Bureau des Herrenhauses und in dem Bureau des Abgeordnetenhauses am 15. Januar in den Stunden von 9 Uhr früh bis 8 Uhr abends und am 15. Januar
Auch die beiden anderen Brüder starben als hoffnungsvolle Jünglinge. Leonhard, des Bischofs Pathe, welcher Philologie studiert hatte, fand sein Grab in fremder Erde: er starb als Er ziehet eines französischen Grafen zu Marseille; während Joseph, der jüngste, der in Köln am Rhein die Kaufmannschaft erlernt hatte, in Fulda an der Schwindsucht verschied.
Dies ist alles, was wir von dem so tragisch beschloffenen LebenSgong deS Schrislstellers Kon- rad Pf off erfahren konnten. Die ihn gekannt haben, schildern ihn als einen schönen, hochgewachsenen Mann.
Von seiner Novelle „Wildmeisters Röschen", mit deren Abdruck wir Montag beginnen, sagt et selber im Vorwort:
»Ist ein bescheidenes Kind, dieses „Wildmeisters Röschen", ein Stilleben, in das nur manchmal die Ereignisse der Weltbühne herein- ch lagen, dann aber auch mit vollem Lärme. Auf deutschem Boden bewegt sich daS stille Leben, und )eulsche Art und Weise, vaterländische Sitten und Gewohnheiten sind eS, die hier wiedergegeben werden.
Ob wir es verstanden haben, sie treu und naturgemäß wiederzugeben, mag der Leser ent« cheiden, unsere Absicht war es wenigstens. Das »eutsche Volksleben bietet so reichen Stoff zur Behandlung dar, daß man an ihm nicht boiüberleben unb nach dem Fremdländischen greisen soll, öenn eS nicht gerade notwendig ist. Waldland- chaft und Jägerleben, bürgerliche Häuslichkeit ind soldatisches Treiben bergen manchen Edel- kein, der ungeschliffen uns oft noch besser gefällt, lls wenn et unter den Händen des Steinschlei- ers gewesen ist. — Von dem Boden bei Heimat inb wir bet biefer Erzählung ausgegangen, bort toben wir bie Hauptpersonen bet Handlung ge-
Untet diesem Titel veröffentlicht der proie- stantische Stadtpfarret Julius Schiller in Nürnberg in der.Kreuzzeilung' einen längeren Artikel, der in der Hauptsache unfeien vollen Beifall findet. Herr Schlllcr, der schon früher einmal die unduldsamen Fr edensslörei öffentlich scharf zurechtgewresen haft beklagt es lebhaft, daß „die Hockflut konfessioneller Leidenschaften auch im letzten Jahre wieder viel häsliches, schmutziges Gewässer an den Strand geworfen habe" unb schildert sehr ansckcmftch die Art Les konfessionellen Kampfes. Kleinigkeiten roürbm ins Riesengroße aufaebaufajt; kränkende, verletzende, verbitternde Worte würden rem vm des rhetorischen Effektes willen oder in eitler Selbstüberhebung in die Weit geschleudert; statt, daß man suche, die Eigenart des anderen Teiles kennen zu lernen und gemeinsame Fühlungspunkte hervorzuheben, fahre man fort in unauf hörlichen Reibungen; Rrden und Gegenreden würden imma liebloser, der konfessionelle Klatsch sei eu der Tagesordnung; von irgendwelchem Entgegenkommen sei kaum mehr die Rede.
Wir nehmen eS Hetcr- Schiller nicht übel, daß ft dehaupirft in beiden Sagem werde gesündigt. aber wir sind überzeugt, im Herzen wird er uns Recht geben, wenn wir behaupten: Die Friedensstörer sitzen tatsächlich so gut wie ausschließlich im protestürttiichen Lager. Wir wollen nicht leugnen, daß hier und da auch auf katho'ischer Seite ein Wort fallt, das Pioie- stanten verletzen kann ober auf protestantische Empfindlichkeit nicht genügend Rücksicht nimmt, aber das find Ausnahmen; es find eben Entgleisungen, die stets, wenn sie zur Kenntnis wetteret «reife kommen, sofort regelmäßig tron \ _ ... - . „ , . --
uns verurteilt werden. Auf protestantischer Jahrhunderts -wischen der preußischen Regierung Seite aber haben wir die fystematische, or- j unb den katholischen Bischöfen abspielte? ganifierte konfessionelle Hetze in dem WaS Herr Stadtpfarrer Schiller mit der Evangelischen Bunde und allem, was ihm, »Verleitung unmündiger Kinder" meint, von der verwandt und zugetan ist. Vergebens wird man wir oblaffen sollen, verstehen wir nicht. Vermut- auf unserer Seite etwas ähnliches suchen. Um lich würde sich herauistellen, daß die Katholiken den Unterschied handgreiflich zu sehen, braucht auch in bissen Dingen, ebenso wie bei den Misch man nur die Reden auf den deutschen Katholiken- ehen die Benachteiligten find. Wegen des Versammlungen und auf den Versammlungen des Syllabus braucht Herr Schiller sich wirklich nicht Evangelischen Bundes miteinander zu vergleichen, «uszuregen. Ec möge sich doch nur in den Nachdem Herr Schiller einige — leider nur katholischen Landern umsehen: wird dort dem wenige — protestantische St mmen erwähnt hat, Protestantismus das Existenzrecht verweigert, dir sich in seinem Sinne für den Fneden aus- Religions- und Gewiffensfreiheit veröoien? Er sprechen, mahnt er „beide Teile", in sich zu gehen, ' ' ~ ~
unb sagt ihnen, waS sie tun unb lasten müßten, um b m Streite ein Ende zu machen. Da erfüllt es uns denn mit besonderer Henug- tuung feststellen zu können, daß baS, waS er
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L a‘ _■ Bischof Johann Leonhard nahm den s«n PalaiS auf, und ber junge ganz der literarischen m <r ^Eat!,olische Zeitungen und
Aiftnriidi »nihif* Journal", V. 2/IUI JOVI, mm o. aziai rouroe er IN anve-
Bl ät terft .Rhein, troch: bet GeifteSumnachtung, tn welcher die Tat »ebene nrnfip el, J, ‘Pe ”ie hrrauSge« geschehen war, kirchlich begraben auf dem WeitzkN SSlnPf Illustrierte bonter Kirchhof in Mackenzell, wo auch inne
Rettung u. a. fchiteb. Bon seinen im Buch« I Eltern ruhen.