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34. Jahraana«

Fulda, Samstaa den 23. November 1907

269.

Erstes Wlcrtk

gnngen. ______•____________

Die Finanzlage des Reicher.

Dabin; eS verbraucht daS Heer: 850 Mill. Mk., Die Marine 350 Mill. Mk., die Verzinsung der Reichsschuld: 147 Mill. Mk. (obtu Kiautschou), die Invalidenversicherung 51 Mill., die Witwen- und Waisenverficherung 53 Mill., die Militär» vensionen 143 Mill.; dann folgen noch eine Reihe von kleinen Ausgaben. Man steht, daß Heer, Alarme, Kolonien und Pensionen die Hauptsummen daistellen, die das Reich aufzu-

DaS Lebensalter der Linienschiffe roirt von 25 auf 20 Jahre herabgesetzt, sodass Linienschiffe, große Kreuzer und kleine Kreuz« Dasselbe Lebensaller besitzen. Es war bekann sich „'n,,.- rr.„ hw Ft* in der Deffenthdi«

Abg. Irl (Ztr.) stellt den Antrag auf Berück­sichtigung. Die Innungen klagen, daß sie heute kein Recht hatten zur Festsetzung der Preise. In der Regierungsvorlage sand sich ein solches Ver­bot nicht; erst in der Reichstagskommission kam eS ohne Debatte hinein. Gegen die Schleuder- konkurrenz muß das ehrliche Handwerk sich schüt­zen können, das will mein Antrag. Die Ge­nehmigung der Aufsichtsbehörde ist ja noch stets rrforderlich. (Beifall.)

Abgg. Seltmann (W. V.) und Malkewitz (K.) stimmen dem Anträge zu.

Der Reichshaushalt ist nunmehr auch dem Reichstag zugegangen, nachdem die ,Rordd. Allg. Ztg.' berei'S die Hauptzahlen mitgeteilt batte.

2*/< Milliarden Mark, d. h. 2.750Mill.

ÄÄU w»ch«briiag«: „illustrierte Sontrtagsjeihtttg"

überwiesen. — Eine Petition betr. die Einfüh­rung einer Arbeiterwitwen- und Wai­sen- sowie Arbeitslosenversiche- rung wird auf Antrag der Kommission durch Kenntnisnahme erledigt.

27. Januar war P. Lektor IustinusHiHer­mann mit Besorgung der meteorologischen Be- obachtungsstation von Staatswegen beauftragt worden. Dr. C. Gutberlet war bis zu feiner Abreise nach Würzburg mit derselben betraut ge­wesen. Die am 26. April 1875 zur Klosterkirche des Frauenbergs lvallende Dankprozesston faitb unter außerordentlich starker Beteiligung statt; an 400 Männer nahmen teil an derselben. Es war ein glänzendes Zeugnis der durch den Kul­turkampf betvirkten Belebung uub Stärkung des religiösen Bekeiintuisses.

„DaS ist fürwahr ein „Hangen und Bangen in schwebender Pein" mit diesem Klostergesetz', bemerkte damals der Fuldaer Korrespondent der Germania. „Bald steht die Vorlage desselben vor der Tür, bald wird sie wieder ad calendas graecas verschoben. . . . Daß es kommt, dieses „Klostersturmgesetz", ist wohl keine Frage mehr, auch das Landvolk nimmt dies bereits als aue- gemacht an. Ich muß von dieser Gegend überhaupt berichten, daß wohl noch keines der herrlicksen Kirchengesetze unsere Landbevolkrung in so große Aufregung versetzt hat, als das in Aussicht stehende Klostergesetz. Der einfache, oft sehr gründlich denkende Landmann kann sich ab- fohd nicht klar machu, wie z. B. unsere^ranzis- kanerpatres (zu Fulda) irgendwie das Wohl des Staates in Gefahr bringen sollen. In Ruhe und Fi-ieden wohnen sie in ihren Ordenshäusern, ein- gig darauf bedacht, ihren Mitmenschen in leib­licher und geistlicher Not hilfreiche Hand zu bie­ten. So kennt sie das Volk und die frommen Brüder besitzen seine Achtung, fein Vertrauen und seine Liebe, und — das ist unsere feste Über­zeugung — wenn der Liberalismus es dahin bringt, daß beispielsweise das nahe Franziska- nerkloster Frauenberg aufgehoben wird, dann läuft er Gefahr, der gegenwärtigen Regierung in dem alten Fürstentum Fulda und über dessen Grenzen hinaus, namentlich beim Landvolke, den letztem Rest von Vertrauen gründlich zu unter­graben. Nicht umsonst hat vor einiger Zeit selbst

© Das neue ziotteugchtz

Die neue Flottennovelle hat nach keiner Seite hin eine Ueberrafchung gebracht; überrascht ist man höchstens über die Magerkeit Der Begründung.

bringen hat. , 9

Welches sind die Einnahme»Quellen? Zölle, Steuern und Gebühren werfen 257 Milt.

== Lehrreiche Erinnerungen.

IZtzr G-schich,- des FrmManrrlkp«, Frauenberg).

Eine dankenswerte, fleißige Arbeit hat vor wenigen Tagen die Presse verlassen. P. Michael BihI 0. k. M., z. Z. in Ouaracchi (Italien), der unS als Geschichtsforscher in den Fuldaer Ge- schichtsblättern und in den Veröffentlichungen dez Diözesan-Geschichtsvereins wiederholt begeg­net ist, hat uns mit feiner neuesten Publikation (Geschichte des Franziskanerklosters ötaiien- tzerg zu Fulda 1623-1887. 8°., X und 252 so. Fuldaer Actiendruckerei. 3.80 D eine wert­volle literarifche Gabe geschenkt, die mit der Ge­schichte Fuldas aufs engste verknüpft ist. Seme Auszeichnungen, die auf historische Treue An­spruch erheben dürfen und mit Quellen reichlich belegt find, umfassen die Jahre 1623—1887.

Mit Rücksicht darauf, daß manche Leser der Fuldaer Zeitung die letzten Jahre dieser „Ge­schichte" noch mit erlebt haben. Dürfte es von großem Interesse fein, etwas aus jener traurigen Zeitepoche zu hören, die P. Michael Bihl im Schlußkapitel feines Werkes überfchrieben hat: „Der Kulturkampf, Aufhebung und Wiederherstellung des Klosters".

Den berüchtigten Maigefetzen vom Jahre 1873 folgte zwei Jahre später am 31. Mai 1875 das „Klosterfturmgefetz", das die Unterdrückung der OrdeU und ordensähnlicher Kongregationen for­derte. Damit war die Aufhebung auch des Franziskanerklosters Frauenberg besiegelt. Im Kloster rechnete man von diesem Zeitpunkt ab mit der Auflösung der Kommunität.

„Die üblichen Fastenpredigten in Fulda, so lesen wir bei P. Michael Bihl, Seite 230, „be­gannen 1875 am 13. Februar. P. Augustin Moeller hielt dieselben im Dome am Sonn­tag; auf dem Frauenberg hatte sie der zeitige Guardian P. Xaverius Post übernommen. Am

'Erscheint tagllfi mit Ausnahme »er Saum ttnb seht logt viertel» M«ve;u,»»reis <,hne Btingerl'bn ««> veiiellgrldinjiuldannd auswärts I Wt. 50 Pf3-

verantw. Redakteur: Earl Schütte;

di, im l» °ul,»bn°a-»dn>

Matrikularbeilräge den Sollbetrag der Vevol

1 tuei atü- Vie dm fpaltige Petitje ile oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen »le Petitzelle 25 Pfg.; bei wieder» tz-lunien wird entfpr.: Rabatt genährt,

Satattonsdruck n. Verlag der Fuldaer Re« tiendr iderel in

« SemfpreDer M-».

werden diese Summen künftig schon nach 20 Jahren fällig, also im Jahre 76 Mill. Mk. durchschnitt- lich, gegenüber den 60 Mill, wie seither. Die jährliche Mehrbelastung stellt sich somit tm Durch­schnitt auf 16 Mill. Mk. Das Zentrum wtrd sich bet Der Ausgabenbewilligung auf den Stand­punkt stellen, daß die Deckungsfrage unter Je- rücksichtiqung des bekannten Artikels 6 des Flottengesetzes vom 13. Juni 1900 ihre Er­ledigung findet, wonach .Mehrkosten für den Ausbau der Kriegsflotte nicht durch Ausgaben ausgebracht werden Dürfen, die d» Verbrauchs- Mittel der breiten Masse deS Volkes belasten.

I In der Presse ist die Vorlage sehr ruhig ausgenommen worden. Nur dir unverbesserlichen Floitenenthufiasten fühlen sich beunruhigt. Dem Flottenoerein dünkt die Vorlage, wte schon mitgeteilt rourDe, als eine sehr dürftige Abschlags­zahlung, er vermißt namentlich eine beschleunigte Vermehrung der großen Kreuzer. . .

Mit besonderer Spannung darf man Del Haltung der freisinnigen Volksparter enij geaensehen. Seit 1898 hat si« bekanntlich alle I Flottenvorlagen abgelehnt. Jetzt bestrahlt sie Die Gunst dec Regierungssonne, und eS wt« sich zeigen, wie diese Beleuchtung wirkt. Ditz .Freis. Zig/ stellt die Zustimmung der Frei- sinnigen bereits in Aussicht, etwas gewundener drückt sich noch die ,Voff. Ztg/aus.

So wenig die Flottennovelle von 1906 tm Reichstage großes Aussehen machte, ebensowentg wird eS Die neue Vorlage tun, Denn Die Haupt« auSaaben treten im Etat durch Vergrößerung der Schiffe, Jndiensthaltung usw. hervor DaS 4. Flottengesetz wird somit eine größere Mehr­heit finden alS seine drei Vorgänger. Schließ­lich dürsten sich nur Polen und Sozialdemokraten

I ablehnend verhalten. ,

terung übersteigt.

Also der gesetzlich vorgeschriebene Beginn der Schuldentilgung soll um mmdeflenS ein Jahr hinausgeschoben werden.

DaS ist ein Verwallungsmtttel, der AuSweg eines Halbbankerotten. Wir möchten den Reichstag dringend ersuchen, sich r an | bitten Strohhalm zu halten. Der neue Etat stellt mit Flammenschrift vor Augen: So gehts nicht weiter! Leider will man von der Spar­samkeit nichts mehr wissen Alle Leit schreit nach höheren Ausgaben. Ohne neuen Steuern gebt es nach diesem Etat nicht mehr; alle. Hm- ausschieben der Steuerresorm wäre em Betrug des Volkes und eine Versündigung an den Reichs- finanzen. DaS Nebel wächst und ist dann später gar nicht mehr zu heilen.

' Es ist sonst nicht Aufgabe der Opposition, nach neuen Steuern zu rufen; aber wir find auch in der Opposition so ehrlich, daß wir Klarheit und Wahrheit über alles stellen und wer mit uns ruhig den Etat prüft, der wird un- bet- stimmen müssen, daß diese Fmanzwirtschast mcht weiter dauern kann.

Wdaer WZeitun

monafsbeitog«: „Sulbatr Seschichtrbläitrr

dränge von nah und fern. Der Festredner, Asses or (nachmaliger Domdekan) Dr. Braun, stÄh dem auf allen Herzen schmerzlich lastenden Ge- danken Ausdruck: Es sei das letzte-Mal, daß bie- fea schöne Fest begangen werde. Der Festredner hatte aber auch Worte des Trostes, welch-! sym­pathisch in den Herzen der wehmütigen Zuhörer anklangen. Die Schar der Teilnehmer an der Pestprozession am 8. August stellte bte Der vori­gen Jahre weit in den Schatten. Die ganze Kirckie (Schiff und Chor) sowie der groß^ Vor- platz waren dicht gedrängt voll. P.8■ * a n» K o ch, der allüberall bekannte und beliebte Pr^ diger, hielt die Festpredigt. Tränenfeuchte Augen tonten inr Kanzel empor, von der bte eindring- kacholischen Glauben I" Es war die ADschteds- predigt des lebhaften Kanzelredners.

Am 12. August nahm um 8y2 Ubr morgen« der Landrat Cornelius em wohlgesinnter und unnötige Härte scheuender Mann dw Nevi- sion deS Frauenberger Klosters vor. P. AloypnS Lauer hatte sich an die bayerische Regierung ge­wandt um die Erlaubnis, seinen Mlibr»dern zeitweiligen Aufenthalt in bayerischen Franzls- kanerklöftern zu gewähren. Er wurde aber m München abschlägig beschteden wegen des von Berlin her ausgeübten Hochdruckes. Am 1 . August (1875) verließ P- Franztskus Koch den Frauenberg, um bte ffietfe nach A mertka oMUfreten Um einen Volksauflauf zu vermet- den hatte man die Abreise verheimlicht, so gut es gehen mochte. Allein bald würbe sie ruch- har und in der allgemeinen Erregung sammelten sich zu verschiedenen Malen während des Tages zahlreiche Menschenmassen, zumal vor dem Sta­tionsgebäude. Auf dem Domplatz war Mlsttar aufmarfdjiert und stand dort Geloehr bei Fuß, um für alle Eventualitäten zur Hand zu fein. Zwei geistliche Herren boten sich an, P- Fron­aus den Bahnhof zu begleiten. Ueberall standen Volksscharen teilnahmsvoll und traurig. Scharen- weise eilten sie dann dem scheidenden Pater nach.

Deutsches Reich.

Aus dem Reichstage. ..Di« «st« Sitzung des Reichstages brachte gleich recht leb­hafte Debatten. DaS Hau» war r»eml,ch un- mhia und daS Begrüßen und Händeschüttel« wollte gar kein Ende nehmen. Das Zentrum war sehr stark vertreten; es fehlten nur dte Ab- geordneten, die durch den bayerischen Landtag abgehalten sind. Das HauS befaßte sich mst Der Erledigung von Petitionen. Es istvou Jutereffe, sestzustellen, wie bet allen wirtschaft, lichen Petitionen die Rechte und dte Link«

oalidenversicherting zu vervollkommnen, so lassen wir uns gewiß von niemandem übertreffen. (Beifall i. Ztr.) viel wichtiger ober als die Aen- _ ------------

derung des Prozentsatzes der Erwerbsfähigkeit Mark hat das Reich im Jahre 1908 einzunehmen erscheint mir die Durchführung des Grundsatzes I unt) guSzugeben. Eine ungeheure Summe; noch der Berufsinvalidität. (Sehr richtig!) vor wenigen Jahren sprach man von 2 Milliarden-

Der Konimifsionsantrag wird angenommen. I gtat. flehen wir schon nahe vor dem Drei Dafür stimmten nur Antisemiten, Polen, Frei-1 , Etat; 158 Mill. Mk. sollen mehr

sinnige und Sozialdemokraten - die National- ^n werden alS 1907 und doch ist in liberalen hatten sich in dieser Frage vom Slod ^9 8@umme Me Beamtenaufbesserung

Di." P-Ml-N Mr. d.s § 100 9 «W HV**

der Gewerbeordnung (Festsetzung b er 200 Mill. Mehrausgaben werden. h Preise durch die Innung) beantragt die I fließt diese Riesensumme? «n?

Kommission als Material zu Überweisen. x ' ~w,n w

Petitionen um Abänderung des In- valibenversicherungsgesetzes (Jnva- libenrente schon bann, wenn die Erwerbsfähig­keit auf 50 Prozent, statt wie bisher auf 33(4 Prozent gesunken ist, zu gewähren) beantragt die Kommission als Material zu überweisen.

Abg.Erzberger (Ztr.) erklärt namens des Zen- trumS, baß dieses dem Antrag nicht zustimmen könne, weil durch den Antrag die ganze Grund­lage des Jnvalidengesetzes über den Haufen ge­worfen werden würde.

Di» Abgg. Molkenbuhr (Soz.) und Breihski (Pole) treten für den Kommissionsantrag ein.

Abg. Giesberts (Ztr.) legt nochmals bar, baß bte ©runblagen des Jnvalidengefehes durch die Annahme des Kommifsionsantrags gestört wer­den würden. Wenn es darauf ankommt, die In-

unser vielfarbiger „Hess. Beobachter" *)^,zu der Erklärung sich veranlaßt gesehen, baß die Aus- Hebung unserer Franziskanerklöster se.bst bei den Isiesigen Liberalen böses Blut setzen werbe.

Am 31. Mai fiel die Entscheidung. Mitte Juni ttmrbe vor dem Polizeigerichte zu Fulda über den „althergebrachten Butter- und Woll- termiu" seitens eines Bruders des Franziskaner, klosters Kreuzberg verhandelt. Ter RlchtMpruch lautete dahin: es liege kein unstatthaftes un, straffälliges Betteln vor, ausweislich der unter- legten Legitimation des Guardians vom Kreuz­berg Bald hernach wollten findige Kopfe schon heraushaben, was die Negierung nut den Ge- bäulichkeiten, des zu raume-nden Franziskaner. Konventes Frauenberg. vorhabe. Es gntg das Gcriicht die Unteroffizierfchille zu Biebrich am Rhein würde nach Abzug der Patres Franziska­ner in die Klosterräume verlegt werben. Tie Fuldaer Zeitung verwahrte sich gegen em solches Vorhaben: „Die Verwenbung der Klosterraum- l'chkeiten für diese Schule wäre ein Schlag, dem ein Schrei der Entrüstung, wir glauben es kühn fanen zu können aller Fuldaer Bürger, ia, aller Katholiken der Diözese Fulda folgen wurde Wenn nun auch eine solche Maßregel des „Kul­turkampfes durchaus würdig" gewesen Ware, so hatte es doch bei dem Gerüchte fein Bewenden.

Indes hatte der Frauenberg, trotz des scho- neliden Vorgehens der hiesigen Behörden, tagtäg­lich seine Auslösung zu gewärtigen. Am 24. ;Suh verlautete die Nachricht, daß P. F r a n j t S t u ä Koch vom Frauenberg, zugleich mit P. Erego- rius Schlitt und P. Ferdinand Mu - (er von Salmünster, damals dem Kloster Ott- beraen zugehörig, demnächst nach Nord-Amerika abreisen werde. Ehedem das geschah, wurde am 2. August bas sog. Portiunkulafest auf dem Frau- enberg gefeiert unter ganz außerordentlichem An-

•) Ein damals in Fulda erscheinendes Blatt, daS vor nun schon bald 80 Jahren fein Erscheinen ein­gestellt hat.

Abg. Brühne (Soz.) ist gegen den Antrag bie | Mark ab, ^Mll^Mark, auS^dem Kapital des Innungen haben heute schon Befugnisse genug. Kei! 2 • a 36 Mark,

<85-1. I M--I nm° SI ”e|i^ S*."»™ M

genommen werden, und den noch sh l, I keit zuerst sür diese Aenderung aussprach. Die von 124 Mill. Mark wüsten,d'e Bunde§staaten I ber ^age, ob ein Linienschiff 20

in Form vonMatrikular-Beirg ^„ftebe ober 25 Jahre im Dienste stehen kann, ist schließ Rechnet man davon die 24 Millionen av wei^ f-ne rein tfc^ni^e. nachdem daS Reich sich die Bundesstaaten als Höchstbelastung fur Da^ ch t e8 selbstverständlich,

Jahr übernommen haben, so bleiben 100 Nttllio. I eine ö‘u s« j ber ^5i)e erhält. Von nen Mark Matr.kular-Belträge^. re g 1908—1917 werden infolge Verkürzung der floaten auf Grund der Fwanzresorrn a s I Lebensdauer nur 3 Linienschiffe mehr gebaut als aestundet werden könnlen. Nun erMren aber^ 2^^ten Plan; die Kosten der Vorlage Regierungen, daß sie zur Uebernahme jmr » «9 120 Mill. Mk. in diesen 9 Jahren.

Millionen Mark nicht 'wstande seien. Eme en ^ateten Zeiten treten mehr Aus-

sprechende Entlastung durch cnle J?® n”hmen Laben hervor; während nach dem alten Gesetze if-htiesung «>«'««’ 88’wento< i< 25gab« «u h-It«I>aU«.

deS Reiches müsse daher vorbehalten be Baukosten verursachten, so

Wohl seit Bestehen DeS Reiches ist dem'' Reichstag kaum em Etat oorgeleftt worden, so schleckt, so über alle Maßen schlecht ausaefehen hat! Halten mir unS die Haupt- ^untte vor Auaen: 124 Mill Mk Fehlbetrag und 260 Mill. Mk. neue Schulden! Dabei hat das Reich am 1. Oktober 1W7 bereis die aewanrr. öine rvuajerijuit »«»vcutunH h* b«* | l, , A * $ir>tfltnrben Mark uver-

nicht möglich. Nehmen Sie den Zentrumsantrag I von 4 MiUlarden jh----;_

an, bann nützen Sie dem Handwerk. 1 ""

AnlAn,sollen „ , fft ganz unerhört, baß die Zwangsmnung Die l genommen i

Deutscher Reichstag. ! Preise festfetzen kann; da kann die Fleischerin- <

” nung die Preise in die Höhe treiben. Soll baS

Sitzung vom 22. November 1907. Mittelstanbspolitik sein? Freie Organisationen

w-nt @,«f EN°. die SI»m«

UM 2,20 Uhr und gedenkt bes Todes Groß ! ga Hanbwerkergesetzgebung führt

LS M6 Ä —

Reichstags. ! wir gefaßt- so oft wir Handwerkerwiinsche

Es werben bann Petitionen beraten. Eme Qn Reichstag bringen, kommen nur Wenn

Petition bxs Deutsch-Nationalen Hanblungsge- \ nJ) per (hört! oho!) Dre Antrag ist vom

hilsenverbanbes um Fortführung der ö o- | «undnverks- und Gewerbekammertag für baS zialref orm im Handelsgewerbe wird Handwerk angenommen worden. Es sollen auf Antrag ber Kommission (Berichterstatter Mindestpreise festgesetzt werden; tote kann ge- Abg. Nacken Ztr.) zur Berücksichtigung ubettvie- Mugdan uns da entgegentreten? Die

fen. — Petitionen des Verbandes der katholischen I « haben ja schon Mindestpreise (Große Hei- Strbeiterbereine ber Diözese Munster (Westfalen) I z^hr wollen wir Handwerker auch nicht

um Einführung Don obligatortfdjen Hr-1 » -. « j; doch nicht besser daran als die

beiterausschüssen werden entsprechend , w

dem Kommisfionsantraa (Berichterstatter Abg. Raab (W. V.): Es ist rückständig, daß

Giesberts) soweit sie bte Einführung obltgato- nur Handwerk noch Schmutzkonkurrenz dul- rischer Arbetteransschüfse durch Gesetz verlangen, foQ oIIe anderen Stände haben sich hiergegen zur Erwägung, soweit sie Vorschläge für statuta- .^abrt Fine wucherische Ausbeutung ist gar rische Bestimmungen enthalten, als Material «... Nehmen Sie den Zentrumsantrag

an, d°°» „Ilten Sie d-m I WtaL «-

Aba. Malkwitz (K ): Der Anl-a» enlbE i» stl-hre al, I I"», ” g,iuwm

keine Verpflichtungen für alle Innungen sondern Reichsfinanzreforin betrachtet y e g « gibt ihnen nur ein Recht. Redner polemisiert sei. Dem GrunDÜbel DeS erschrr«nDen « gegen Dr. Mugdan und Gothein: die Ausführun- wachsens der Reichsschuld durch eme lährliche gen Mugdans haben mir wehe getan, beim wir Tilgungsquote zu steuern. Schon mit Der einen sind doch Blockfreunde und follte» u:t9 I $i{(.unq§iate ist eS nun aber nichts. Der tragen. (Heiterkeit.) Wir haben bte Hand- lebt tiefes Gesetz auf, noch ehe es in Lnk- toerkerwünfche stets unterstützt; wer hat sie be- , » f ten unD will bestimmen, daß per kämpft? Die Linke! (Hört! Hetterkeül). Zrmindernng der Reichsschuld im EtatdeS

Der Antrag Irl wird gegen bte Stimmen Jg . \ y Betrag von 23,9 Mill,

der Freisinnigen und Sozialdemokraten ange- nicht verwendet werden soll, al5

nommen. Die Liberalen stimmen m ber großen j Mark insoweit nicht verwe^ ^ ^^ringenden Mehrheit gegen den Zentrumsantrag.

Die Konservativen interpellieren über die Höhe des BankltiSkonts. Samstag 1 ! Uhr: Gesetzentwurf betr. die Majestätsbeletdi-