34. Jahraansi,
Fulda, Samstag den 24. August 1907
193.
Zweites Wtatt
Es
Zur 54 Generalversammlung der Katholiken | Deutschlands in Würzburg.
4067
sie.
zu
L«,«ig«n. Dl» ei« spaltige petltzell« oder der«« Raum 15 pfg. Reflomen ölt pttitzeilt 25 Pfg.; bei witder- Holungen wird tntfpr. Rabatt gewährt.
Die Ludw^shalle und die Marien X^öelle in Wurzbyr^.
verantwortlicher ■
Schriftleiter: A. Westler
. 3-f Parreller"in Zulda- wochLNbeilüge: „Illustrierte Sonntagrzeliung
sch all amt bemüht gewesen .den Gasten der Stadt Würzburg eine Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Die Inhaber von Mitglieds- karten können während der Generalversammlung ohne Entgelt die Kgl. Residenz besichtigen die zu den ersten Sehenswürdrgkerten der Stadt Wurz- bürg und zu einem der schönsten Bauwerke Deutschlands gehört. Das Stiegenhaus in der Residenz gehört zu den grotzartrgsten, die die Kunstgeschichte kennt. Um auch den Arbeitern, welche die Generalversammlung auf einen Tag besuchen und daher nicht im Besitz emer Mrt- gliedskarte sind, den Besuch der Residenz zu er- möglichen, hat man das Eintrittsaeldfurdle- jenigen Personen, welche etne Mitgliedskarte nicht haben, auf 25 I herabgesetzt. Auch der P o st v e r-w a l t un g gebührt der Dank der Generalversammlung. Im Interesse einer raschen Beförderung der Briefschaften und der Tel^ gramme hat sie die Einrichtung getroffen, daß
S»l«tl»»sbr«a tu Verlag der Suite« Ar» tlenöuderd ii; 5«lda> Sernsprecher Hr. 9.
Lrschtlnt täglich mit Ausnahme der Sonn- undStiertage. viertel- ,Sbrt.»e;«Skprelr ohne vringerl'bn und vestellgeldinZuldaund auswärts 1 IRL 50 pfg.
die Abstempelung der ersteren nicht in der Festhalle stattfindet, sondern daß alle Briefschaften in ganz kurzen Zeitabständen direkt zu der Bahnpost befördert werden. Man hat daher von einem besonderen Stempel für die Katholikentagung absehen müssen. Die Telegramme werden unverzüglich an das Hauptpostamt befördert.
Last not least hat auch die Eisenbahnverwaltung das ihrige getan, um den Be- dürfnissen der Generalversammlung Rechnung zu tragen.
Der besonderen Aufmerksamkeit der Teilnehmer an der diesjährigen Katholikentagung empfehlen wir die A u s st e l l u ng der Dom- kostbarkeiten. Es befinden sich darunter der silberne Sarg des HI. Bischofs Bruno (13.
Jahrhundert), des Erbauers, des Domes sein Meßgewand, ferner die Mrtra deS Bischofs Scherenberg (15. Jahrh.), sowie zahlreiche kostbare Gobelins aus früherer Zeit.
Zur besonderen Freude der Teilnehmer an der diesjährigen Tagung können wir mitteilen, daß der Erste Bürgermeister der Stadt Würzburg, Hofrat v. M i ch e l, am Begrüß,mgs- abend die Gäste der Stadt mit einer Ansprache beehren wird. Aus dem A u s l a n d werden zahl- reiche Deputierte der Generalversammlung beiwohnen, so aus Oesterreich-Ungarn, Italien, Frankreich, ja sogar aus Pennsylvamen. Von dort hat ein katholischer Verein sieben Delegierte nach Würzburg abgeordnet.. Hervorgehoben zu werden verdient auch, daß ein adeliger Herr aus Schleswig-Holstein mit einer Anzahl seiner Ar- beiter zu den Verhandlungen des Katholikentages in Wiirzburg eintreffen wird. Zweifellos wer- den diese Gäste der Gegenstand eines besonders herzlichen Willkomms sein.
So wird denn die 54. Generalversammlung unter günstigen Auspizien eröffnet. Möge ihr der Segen Gottes beschieden sein! Den Teilnehmern aber an ihr ein herzliches Willkomm in Wurz- burgl
„Sie sagen, daß Sie diesem Jarvis nur ein lahmes Pony gelassen haben," sprach er, „gut, dann wird ein Tag oder mehrere vergehen, ehe er herkommt. Die junge Lady aber kann so schnell nicht wieder fort. Jedenfalls haben Sie nun aber doch irgendwo Verwandte, Freunde oder Be- kannte. Schreiben Sie denselben Ihre Lage. Wenn deren Antwort Ihre Lage bestätigt, ist es gut; voenn liicht, muß ich glauben, was Mr. Jarvis sagt." . „
Alice's Gesicht zeigte Verzweiflung. Sie dachte an ihre frühere Wirtin, Mrs Thomas, aber was wußte dieselbe im Grunde von ihr?
Sie dachte auch an Lady Trevor; aber diese war, wie sie wähnte, schon längst die Gattin Lord Glenhams und sie schauderte darum vor dem Gedanken zurück, sie um Hilfe anrufen zu sollen.
An wen sonst aber sollte sie schreiben?
Gretchen verfolgte dieselben Gedanken wie ihre junge Herrin und zwar mit der gleichen Schlußfolgerung, aber sie dachte auch noch an Mr. Pulford und an Mr. Crafton. Der letztere siebte, wie er ihr selber gestanden hatte, Alice und wurde deshalb zweifellos mit Freuden die Gelegenheit erfassen, ihr einen Dienst erweisen zu können.
„Da fällt mir ein Freund ein, welcher nicht nur "unsere Aussagen bestätigen, sondern auch sofort hierherkommen und uns aus dieser Lage befreien wird," ließ sie ihre Gedanken verlauten. „Geben Sie mir bitte Feder und Papier und ich will sogleich an ihn schreiben."
„Das ist gut! Der Brief kann morgen früh schon abgeschickt werden, sagte Mac Dougal. „Die Wochenpost geht alsdann hier durch."
Mrs. Mac Dougal brachte Papier, Feder und Tinte herbei und Gretchen, so müde und abgespannt sie auch war, setzte sich nieder zum Schreiben, um in aller Kürze ihre Erlebnisse seit ihrer Entfernung von London zu schildern und Mr. Crafton zu bitten, zu ihrer Befreiung her- beirueilen. wenn ec nicht wolle, daß Mac Dougal
wochen-Rundschau.
n. Fulda, 24. August 1907.
In der inneren Politik ist nun vollstän- dig Ruhe eingetreten. Auch das Gespräch über die Aufgaben, welche im nächsten Tagungsab- fchnitt an den Reichstag herantreten könnten, ist verstummt. Nur hin und wieder hört man noch davon, daß diese oder jene Vorlage in Ausarbel- hing begriffen sei. Andererseits hat der Reichsschatzsekretär zur Zeit eine schwere Aufgabe zu erfüllen. Nachdem am 1. August die Frist abgelaufen war, innerhalb welcher die Nenforderun» gen der einzelnen Ressorts zu seiner Kenntnis ge- langt fein mußten, heißt es jetzt, all diese Forderungen mit dem nächstjährigen Etat tn Em- klang zu bringen. In Rücksicht auf die Schwierigkeiten, die sich dabei bieten könnten, ist bereits darauf hingewiesen worden, daß der Etat dieses Mal dem Reichstag wohl ebenfalls nicht schon bei seinem Wiederzusammentritt vorliegen dürfte. Im übrigen wird die sommerliche Ruhepause in der Politik nur noch von den Erörterungen un- terbrochen, welche namentlich die Blockpresse an die Aenderung des preußischen Wahlrechts an- knüpft. Neuerdings trat auch Freiherrvon Zedlitz wieder hervor, welcher in dieser Frage . eine nicht ungefährliche Belastungsprobe für den Block sieht, ein wirksames Sicherungsventil aber in der bestimmten Erklärung der Regierung während der nächsten Session des preußischen Landtags sieht, daß sie die Initiative zur Modernisierung des preußischen Wahlrechts ergreifen wolle. Er ist auch der Ansicht, daß, ivenn diese Erklärung sowohl dem konservativen wie dem liberalen Standpunkt gebührend Rechnung trägt, nichts int Wege stehe, daß alle Mitglieder des Blocks unter Vorbehaltung ihrer grundsätz- lichen Auffassung sich zu positiver Mitarbeit be- reit erklären. Ob es so kommt, lassen wir noch dahingestellt.
Der deutsche Katholikentag nimmt an diesem Sonntag seinen Anfang. Es ist die 54. Generalversammlung, zu welcher sich das katholische Deutschland jetzt anschickt. Unsere Gegner haben sich in der letzten Zeit alle Mühe gegeben, möglichst tief im Wasser zu wühlen, in der Hoffnung, im Triiben fischen zu können. Es hat auch nicht an unvorhergesehenen Schwierigkeiten in der Vorbereitung des diesjährigen Katholikentages gefehlt. Dazu kommen auch die in letzter Zeit entstandenen kirchlichen Streitfragen. Daraus hat die gesamte kirchen- feindliche Presse den Versuch abgeleitet, diese Gc-
54. tzenerMrsmmIiuig her Katholiken DeMlmdS in Mrjdnrg.
CPC. Würzburg, 22. Aug. 1907.
(Nachdruck nicht gestattet.)
Die Teilnehmer an der Würzburger Katholikenversammlung werden es angenehm empfinden, daß die Lokalitäten, in welchen die zahlreichen Versammlungen stattfinden, räumlich einander sehr nahe liegen. Vom Hauptbahnhof, vor welchem eine Ehrenpforte errichtet ist, führt der Weg zur Festhalle durch eine via triumpha- lis in wenigen Minuten über die Kaiser- und Theaterstrabe zur Festhalle. In nächster Nähe derselben liegt das Bureau des Lokalkomitees, ferner die sogen. Schrannenhalle, in welcher die geschlossenen Versammlungen stattfinden und die M a x s ch u l e, welche für die Ausschutzsitzungen bestimmt ist. Die Vorbereitungen zum Empfang der Gäste sind schon in weitem Umfange vorgeschritten, Nach den bisherigen Anmeldungen scheint die Frequenz der Würzburger Tagung sich würdig an die ihrer Vorgängerinnen anzureihen. Bei der Lage Würzburgs ist es er- klärlich, daß in erster Linie für den. Bestich der Generalversammlung Tageskarten tn Betracht kommen. Gleichwohl aber weist die Zahl der Mitgliederkarten bereits die Höhe von annähernd 4000 auf. Für den Festzug am Sonntag sind nicht weniger als 300 Arbeitervereine angemeldet. Die Zahl der Deputierten der etn- zelnen Vereine wird zwar nicht so groß sein, als es in den Bevölkerungszentren tn den letzten Zähren der Fall war. Aber zweifellos wird der Festzug durch die große Anzahl der mit Fahnen ver- tretenen Vereine ein farbenprächtiges Bild von seltener Schönheit geben. Man würde nicht iiber- rascht gewesen sein, wenn die sich an den Fest- zug anschließende Arbeiterversammlung aus em Versammlungslokal beschränkt worden wäre, aber die braven Arbeiter des Bayernlandes haben es sich nicht nehmen lassen, ein solches Kontingent für den Sonntag zu stellen, daß nicht weniger als fünf Parallelversammlungen notwendig sind. Damit stellt sich Würzburg an die Seite der Straßburger Katholikenversamm- lung. Einen willkommenen Wegweiser durch Würzburg bildet für die Tetlnebmer der Katholikenversammlung, der im Woerl scheit Verlag erschienene „Führer", der der Erinnerung an die diesjährige Tagung gewidmet ist. ;yn seinem ersten Teil enthält er eine kurze Orten- tierung über die öffentlichen Gebäude der Stadt. Der zweite Abschnitt behandelt die Geschichte von Würzburg und der dritte Teil stellt einen Rund- gang durch die Stadt dar, dem zahlreiche ^lln- straiionen beigefügt sind.
Einen sehr genußreichen Abend verspricht der Sonntag mit seiner Begrüßungsfeier.
Das Orchester wird gestellt vom kontgl. bayerischen 9. Infanterie-Regiment Wrede, der Chor von den vereinigten Gesangskräften der Stadt Würzburg.
• Was das Rednerprogramm für die öffentlichen Generalversammlungen anlangt, so dürfen wir soviel verraten, daß für die öffentlichen Vorträge die ersten rednerischen Kräfte gewonnen sind. Es sind Männer darunter von altbewährtem Ruf, aber auch jüngere Kräfte, welche die Gewähr bieten, daß sie sich ihrer Aufgabe als voll gewachsen erweisen. Die Vorträge bilden einen zusammenhängenden Cyklus, welcher die Ideale des Katholizismus und die Mitwirkung der Katholiken an der Ver»
wirklichung dieser Ideale behandelt und somit alle Seiten des katholischen Lebens erfaßt.
Man braucht kein Prophet zu fein, wenn man auch der diesjährigen Würzburger Generalver- sammlung einen so günstigen und erfolgreichen Verlauf voraussagt, wie sie allen unseren Gene- ralversammlungen eigen war. So schwach ist es wahrlich nicht um unsere Einigkeit bestellt, daß sie beim kleinsten Windstoß in die Brüche zu gehen drohte. Die Begeisterung, die sich schon jetzt angesichts der bevorstehenden Katholikentagung in der katholischen Bevölkerung Würzburgs geltend macht, ist eine so spontane und von Herzen kommende, daß sich diese Begeisterung allen Teilnehmern der Generalversammlung mit- teilen wird. An einem herzlichen Empfang seiner Gäste hat man es ebensowenig fehlen lassen tote in den früheren Jahren, in denen die Generalversammlung der Katholiken in Würzburg tagte. ~ muß dankend anerkannt werden, daß die
Herrin eine Meldung. Diese stand auf.
„Die Kammer ist in Ordnung", sagte
„Ich will Sie selbst hinaufbringen."
Auch Gretchen erhob sich, zögerte aber gehen.
„Die andere Partei", wiederholte Gretchen, „kann und wird Ihnen nur sagen, was nicht wahr ist. Jarvis wird Ihnen sagen, daß er der Vorsteher einer Irrenanstalt ist und daß wir entsprungene Patienten sind."
Mac Dougal sah seine Gäste an, als wenn diese Angabe einen starken Schein von Wahrscheinlichkeit für ihn hätte. Mrs. Mac Dougal aber,, welche eine ganz andere Ansicht von dem Gehörten gewonnen zu haben schien als ihr Mann, sagte:
„Aengstigen Sie sich nicht wegen dieses Jarvis. Wenn er hierher kommt, soll er auch wieder gehen. Wir wollen ihm schon den Weg zeigen. Merke Dir das, William: Hanna Mac Dougal nimmt diese armen Frauen in ihren Schutz und sie sollen in diesem Hause in Sicherheit fein, solange sie hier sind und hier bleiben wollen!"
Aber der Hochländer blieb starren Sinnes.
„Binde Dich nicht durch ein Versprechen, Hanna", sagte er. „Wir wollen die andere Partei —"
„Die andere Partei!" unterbrach die Frau ihn. „Was kümmert mich die andere Partei? Dies sind Frauen und ich bin eine Frau, und ich will, daß dieses Haus ihre Zuflucht sei, so- lange sie es wollen!"
Ein Mädchen trat ein und machte- ihrer
„Ich kann nicht schlafen, mit der Furcht vor jenem Jarvis!" sagte sie „O, Mr. Mac Dougal, versprechen Sie uns doch, daß Sie uns vor ihm beschützen wollen! Wenn Sie dagegen diesem Jarvis Gehör schenken, sind wir verloren!"
Dem Hochländer schien ein Gedanke zu kommen.
Roman von Ed. Wagner.
451 (Nachdruck verboten.)
„Das klingt seltsam!" versetzte der Hochlän- der bedächtig. „Black-Rock gehört keiner Dame. Der jetzige Besitzer ist ein entfernter Verwandter der Cathairs, der das alte Haus dem Verfall überläßt und es meidet wie jedermann sonst im ganzen Hochlande!"
„Es schwebt auch ein Geheimnis über der Sache, welches wir nicht zu enthüllen imstande sind", sagte' Alice sanft. „Wir glauben nicht, daß Lady Trevor, — die Lady, welche mich engagierte, — weiß, daß wir nach Schottland gebracht worden sind. Ich muß aber einen Todfeind ha- en, der mich verderben will."
„Ja", ergriff das alte Gretchen wieder das Wort, „meine Herrin muß einen Feind haben, der von dem Engagement Kunde erhielt und die Gelegenheit benutzen wollte, uns aus der Welt zu fchaffen. Wir wurden entweder an Bord einer , falschen Jacht gebracht, oder der Kapitän von der Jacht der Lady Trevor wurde von unferm Feinde für fein Vorhaben gedungen. Wir fanden in Black-Rock nur einen Mann und eine Frau vor, die wir für die Einhüter des Lcmd- hauscs der Lady Trevor hielten. So genau aber toar unser Feind von dem Vertrag meines Fräuleins mit der Lady unterrichtet und so gut hatte er aßes, borbereitet, daß wir in Black-Rock ein Zimmer fanden, dessen Wände mit schadhaften Teppichen behängt waren, gerade so, wie wir es zu finden erwarteten. Und in dem Glarwen, wir befanden uns in dem Landhause der Lady Trevor, fing meine junge Herrin daran zu arbeiten an." ■
städtische Verwaltung in zuvorkommender Weife an diesem Empfange mitgewirkt hat. Nicht nur, daß sie die Festhalle unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, hat sie auch kostenlos die Flaggenmasten für die Via triumphalis berge- geben. Auch die Kommandantur ist in liebenswürdiger Weise entgegengekommen. Sie hat für die Tage der Katholikenversammlung die so schön am Ufer des Main gelegene Festung Marienberg für den Besuch der Teilnehmer an der Katholikenversammlung geöffnet. Wer die' Festung besucht, wird gut daran tun, sich den kleinen Führer durch die Festung von Rechtsrat Brand anzuschaffen. Es ist das ein vorzüglicher Wegweiser; der Preis für denselben beträgt nur 10 •£. Nicht minder ist das Kgl. H ofm ar-
„Seltsam, sehr seltsam!" murmelte Mac Dougal, die beiden Fremden scharf beobachtend.
„Wir ahnten nichts von einem Komplott gegen uns", erzählte Gretchen weiter, „bis ich vor einigen Wochen den Mann und die Frau und eine Frauensperson, die vom Schiffe aus — angeblich zu unserer Bedienung — mit ins Haus gekommen war, davon sprechen hörte, daß sie unfern Tod beschlossen. Ehe wir uns noch von unserm Schrecken erholen konnten, entdeckten sie, daß wir sie belauscht hatten, und würden uns sogleich ermordet haben, wären sie nicht gezwungen gewesen, des Wetters wegen zu BlackRock zu verweilen, und hätten sie sich nicht vor bösen Geistern gefürchtet. So schlossen sie uns denn in dem alten Turm ein, um endlich vor einigen Nächten ihre Absicht in die Tat umsetzen zu wollen. Mit der Vorsicht, ein Ende mit uns zu machen, kamen sie in unser Turmverlies geschlichen."
Mr. Mac Dougal und seine Frau äußerten einen Ausruf der Entrüstung und Gretchen schilderte ihnen nun in lebhaften Farben die Erlebnisse . jener schrecklichen Nachts sowie alles, was sie seitdem erlebt hatten. Zum Schluß beschwor sie Mr. Mac Dougal, sich ihrer jungen Herrin und ihrer selbst anzunehmen und sie zu beschützen.
„Ich weiß, daß Jarvis uns verfolgt", fügte sie hinzu, „und da Fräulein Alice die Reise nicht fortsetzen kann, so muß und wird er uns hier finden. Versprechen Sie uns darum, Mr. Mac Dougal, daß Sie uns beschützen wollen, — daß Sie uns vor diesem furchtbaren Jarvis beschützen wollen l"
Aber nicht sogleich antwortete der Hochländer und als er es dann tat, sprach er:
„Was Sie mir da erzählt haben, ist eine so wunderbare Geschichte, daß ich nicht recht weiß, was ich davon glauben soll und was nicht. Ich muß erst auch die andere Partei hören, ehe ich mich entscheiden kann."
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