Maer
Zeitung
lotettees6tM<! n. Verlag der üalöaer 2k tienhr uterei in Hulda. Zernsprecher Nr 9.
veroutwortlicher Schriftleiter:A.wetzler für dir Anzeigen:
3. Patella in Hulda
An;«,gen: Vie ein spaltig« Petitzeile ober bereit Nam» 15 pfg NeNamen »ie petitzeile 25 Pfg.; bei Wiederholungen wirb entfpr Rabatt gewährt.
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JA 135.
Fulda, SaNstag den 15. Juni 1907.
34. Jahraang.
liingcjangene Anträge
Davon sind erledigt durch
Gesamt- Jahresbetrag der bewilligten 9teirten
Von den Rentenempfängern sind bezro. waren beschäftigt
Nach Abgang durch Tod ic. bleiben noch zn zahlen
Renten» Bewilligung
Ablehnung
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tn der Subuftrte
tin Handel und Berk-He
durch Lohnarbeit wechlelnder Arl
im Staatsdienst re.
i im eelinkebknfl |
Posten
X
4
X
Altersrenten... -
80
75
4
1
10 243
20
5
22
6
26
3
13
20
3 061
40
Invalidenrenten. .
408
374
25
8
51729
20
23
129
17
93
13
99
219
31 231
80
Stronfenrenteu . . .
29
29
—
—
4579
20
3
15
—
3
2
6
6
1024
80
Zusammen:
517
478
29
9
66551
60
31
166
23
122
18
118
245
38 318
—
’nr den Kreis Fulda-Land stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden» und Kranken» Renten in der Zeit vom 1. Januar 189L bis Ende Mär; 1907 wie folgt:
'8
-
Posten
äi
E
19056
40
58
94
149
222
MerSrrnten
17
15
4206
5
81
20
536
167
Invalidenrenten
34
204
237
76 923
46
300
23
20
20
50
20
Krankenrenten
50
20
2401
7 819
23
15
1
2
7351 2
1009
49
346
49 206
103798
20
354 241
80
Zusammen:
49
54
30
Nach Abgang durch Tod tc. bleiben noch zu zahlen
Bon den Rentenempfängern sind bezro. waren beschäftigt
Davon sind erledigt durch
Gesamt- Jahresbetrag der bewilligten Renten
Bon der Landes-Be stcherungsanstalt Heffen-Nassau, deren BeM die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden sowie das Fürstentum Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar 1891 überhaupt bewilligt:
9595 Altersrenten im Gesamt-Jahres betrage von = 1340557 X 70
34252 Invalidenrenten, , „ „ => 5048380 „ 20 ,
2 783 Krankenrenten „ „ „ ,
- 46 63ü Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage von — 6836900 X 50
Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod re. erfolgten Abgänge Ende
noch zu zahlen: 2604 Altersrenten hn Gesamt-Fahresbetrage von --- 395966 X 50
18332 Invalidenrenten , , , „ =2782469 „ 40 „
__724 Krankenrenten „ . , a = 116095 , 10 , zusammen 21660 Renten mit einem Äesamt-Jahresbetrage von — 3294531 X —
Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt --- 1083000 , — .
Mithin bleiben Ende März 1907 aus Mitteln der LandeS-BersichernngS- ——————
anstatt Heffen-Raffan an Renten zu zahlen jährlich = 2211531 X —
Drittes Wtcrtt.
[] Der „furchtbare".
Die Engländer haben ein Riesenschiff gebaut, mit dem sie die ganze Welt in Schach zu halten glauben. „Dreadnought", „Der Furchtbare", heißt das Schiff. Nunmehr schwirren über den Wert dieses Riesenkastens allerlei Gerüchte herum.
Rach den einen soll sich das Schiff gar nicht belvährt haben, nach den anderen soll es vor- züglich sein. In Deutschland nimnrt man vielfach an, daß die ersteren Meldungen nur deshalb gemacht werden, um die anderen Mächte von denr Bau solcher Schiffe abzuschrecken. Nunmehr schreibt der militärische Mitarbeiter des „Daily Expreß" folgendes:
„Dor fast 5 Monaten wurde die „Heimats- flotte" geschaffen mit ihreni Hauptquartier in Sheerneß. Der „Dreadnought" sollte ihr Admiralsschiff sein, tmd England wurde aufge- fordcrt, die großartige Idee der Admiralität zu bewundern, daß sie nämlich das furchtbare Kriegsschiff in einem Hafen stationierte, der gerade gegenüber unserem gefährlichsten Rivalen gelegen ist. Das sonderbare Ereignis ist nun aber eingetreten, daß der „Dreadnought" bisher noch nicht seinen Heimatshafen besucht hat, obwohl dort Ankerplätze für ihn feit geraumer Zeit bereit gestellt sind. Leute, welche anfäng. lich die Admiralität beim Wort nahmen, begingen setzt sich zu wundern, ob sie nicht absichtlich irre geführt worden sind. Das fft jedoch keines- wegs der Fall. Die Wahrheit ist, daß die Admiralität sich einfach nicht zu helfen weiß. Die Chancen stehen 100 : 1, daß, wenn das große Schiff versuchen wollte, den Hafen von Sheer- neß anzulaufen, es auf Grund geraten würde. Der Hafen ist wahrhaftig nicht schuld daran. iGrvße Schlachtschiffe und Kreuzer kommen und gehen tagtäglich. Die Sache liegt vielmehr so: die Einfahrt ist ziernlich schwierig zu gewinnen, und Schiffe, welche in den Hafen ein- oder auslaufen wollen, dürfen nie mehr als 8 Knoten machen. Falls nun die Geschwindigkeit des „Dreadnought" auf 8 Knoten reduziert toerdcn würde, so würde das Schiff total steuerlos werden. Das Schiff verliert nämlich bei so geringer Geschwindigkeit jegliche Lenkbarkeit. Der ^Dreadnought" befindet sich jetzt im Dock zu Portsmouth, einmal um neue Propeller einzu- fetzen, außerdem jedoch sollen die grüßten Anstrengungen gemacht werden, um das Schiff bis zu einem gewissen Grade manövriersicher zu machen. Als er kürzlich bei einer Uebnngsfahrt die „Heimatsflotte" begleitete, wurde gemeldet, daß sein Gebühren geradezu abscheulich — das englische Blatt sagt wörtlich: „abominable" — war. Das Schiff konnte sich nicht auf dem ihm angewiesenen Platze halten, wie die übrigen Schiffe der Flotte, sondern lief bald rechts, bald links derartig aus dem Steuer, daß fortwährend Gefahr für es selbst, als auch für die anderen Einheiten im Verzüge war. Während die anderen Schiffe vollständig in einem Kreise von weniger als 500 Mtr. wenden konnten, brauchte der „Dreadnought" über 800 Meter, und wenn das Riesenschiff seine Back- bordmaschine rückwärts gehen ließ — ein Manöver, bei dem jedes gewöhnliche Schiff eine Wendung ausführt — dann kam es vollkommen zum Stillstand (dead stop). Man hofft, daß die Bemühungen, diese äußerst schweren Fehler in Ordnung zu bringen, Erfolg haben werden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, so muß dieses „Musterschiff der Flotte" fiir immer ein „Weißer Elefant", d. h. etwas bleiben, mit denr man nichts anfangen kann. —
„Dreadnought" wird dann nicht mit der Flotte zusammen kämpfen, nicht in seinen Heimatshafen einlaufen können, weil er unsicher in seiner Fahrtrichtung und daher fortwährend eine Gefahr für jedes Schiff, mit dem er zusammen manöveriert, ist." — Dieses Urteil wird von unparteiischer Seite bestätigt; das englische Experiment wäre hiernach absolut nicht ge- lunaen.
V Daneben geraten.
Humoreske von Island.
(Nachdruck verboten.)
„Nun hab' ich's aber satt, dies fortwährende Hin- und Herbummeln, vom Gasthaus ins Kaffeehaus und vom Kaffeehaus wieder zurück ins Gasthaus", brummte Herr Gemperle.
„Oho", riefen die Freunde im Chorus.
„Aber, Kinder, laßt mich doch misreden, ich werde mir eine —*
„Halt", rief Freund Theodor, welcher sich am meisten über Gemperles Entrüstungseifer belustigt hatte, „halt, er will sich eine Wirtschafterin nehmen, der Unglücksmensch!"
„Wirffchafterin? Warum nicht gar, vielleicht einen alten Drachen, welcher mir nicht bloß die Suppe, sondern gleich das ganze Leben versalzt; nein, so sinnlos ist Freund Gemperle doch nicht. Nun paßt auf, ich werde einen eigenen Herd gründen .... zu Hause sitzen bleiben, mit einem Worte.... heiraten..." ‘
„Zwischen achtzehn und dreiundzwanzig, he?" meinte Theodor.
„Na, ein Jahr auf oder ab geniert mich nicht." „Hübsch reich?"
„Auch diese beiden Eigenschaften werden meine Wahl nicht beeinträchtigen, Hauptsache jedoch Lmrskichkät'."
„Mensch, und das glaubst Du so im Hand- urndrehen zu finden, oder hast Du Heimtücker vielleicht schon eine Braut? Wie alt bist Du denn eigentlich, wenn man fragen darf?"
„Fünfunddreißig", sagte Herr Gemperle ge- lasseu."
„Und doppelt soviel Kilo wiegt dieser naive Schmalz-Amor."
Ein allgemeines Gelächter.
Doch Herr Gemperle sagte ruhig: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten", nahm Hut und Stock und verabschiedete sich von der Tafelrunde.
♦ * *
Die Hitze in der Hauptstadt war unerträglich, die Sonne glühte mindestens fünfzehn Stunden King über den Häuptern der armen Städter. Herr Gemperle saß im Kaffeehaus am verlassenen Stammtisch und fächerte sich mit zwei Fächern Luft zu. Er war verstimmt, sehr verstimmt. Die Brauffchau war beschwerlicher als er gedacht hatte, da er gar keine Bekanntschaften hatte; und es gab doch so viele Mädchen aus der Welt und genug, welche heiraten wollten. — Aber man mußte sich doch kennen lernen . . . ein bischen sondieren. . . . Zuefft versuchte es Herr Gemperle mit der Stadtbahn, er fuhr alle Tage ein- oder zweimal nach einer, eine halbe Stunde von der Hauptstadt entfernten Station. — Doch kein Abenteuer wollte sich ergäben. Er dehnte feine Fahrten noch einige Stationen weiter aus — ebenfalls erfolglos. — Herr Gemperle schalt alle Feuilletonisten der Welt — Aufschneider, welche in so und so vielen Feuilletons von Reiseabenteuern mit Damen flunkerten. „Natürlich . . . Mumpitz . . . Aufschneiderei das!" . . . Auch waren die Waggons auf der Bahn unleidlich der Hitze wegen. Man mußte der Sache anders beikommen. Halt, da kam ihm eine großartige Idee — wirklich großartig. Er wollte es mit einer Wasserpartie probieren, erstens die angenehme Kühlung, dann waren auch die Menschen beim Umhergondeln mehr elegisch gestimmt und daher der Liebe zugänglicher. Drum schnell zum Hil- merteich hinaus. Dort fuhr man in Gesellschasts» gondeln an schattigen Ufern entlang. Und da gab es noch Menschen, die nach Venedig reisten wegen des bischen Wassers! — Herr Gemperle kam eben noch zurecht, als eine Gondel mit zwei Damen vom Ufer abstoßen wollte; er sprang noch schnell in das kleine Schifflein, brachte dieses durch sein Körpergewicht in die höchste Gefahr des Umkippens, worauf die zwei Damen hilferufend von den Sitzen in die Höhe sprangen, was naturgemäß die Sache nicht verbesserte, Herrn Gemperle jedoch veranlaßte, ebenfalls in die Höhe zu springen. „Er werde aussteigen", paff — ein Stoß nach rechts — „er wolle die Damen nicht erschrecken, nein, durchaus nicht", — paff —ein Stoß nach links — „he, Gondellier, aussteigen!" Und wieder ein Stoß noch rechts und linksdann ging, bie Fahrt endlich ruhig.
Fräulein Mizzi, eine hübsche Blondine zwischen zweiundzwanzig und dreiundzwanzig Jahren, hatte es Herrn Gemperle sofort angetan. Da war ja die gewünschte Bekanntschaft! Herr Gemperle war noch aus der alten Schule und verlegte all seine Beredsamkeit darauf, sich zuerst bei der Tante beliebt zu machen, was ihm auch vollständig gelang, denn als Fräulein Amanda Steifhals, so hieß die Tante, beim Verlassen des Kahns die Bemerkung machte, sie habe noch nie eine so hübsche Wasserpartie in solch angenehmer Gesell- schäft unternommen, benützte Herr Gemperle bte Gelegenheit, anzufragen, ob er sich bald wieder zu einer solchen einfinden dürfe, was ihm von der Dame gewährt wurde und auch Fräulein Mizzi nicht unangenehm zu fein schien.
Nachdem er mit Tante und Nichte so und so oft den Hilmerteich umfahren, war er schließlich mit sich einig geworden, letztere zum Range feiner Gemahlin zu erheben, obwohl in ihm manchmal ein leises Gefühl des Zweifels aufftieg, ob die hübsche Mizzi wirklich das gewünschte häusliche Ideal seiner Träume wäre. Eine diesbezügliche Aeußerung des Mädchens hatte ihn stutzen gemacht.
Eines Tages nämlich, da sie miteinander wie- der einmal auf dem Hilmerteich herumgondelten, hatte er die Frage aufgeworfen, „ob es in Venedig auf den Lagunen schöner und angenehmer zu fahren sein könne als hier?" Da hatte jedoch das Fräulein geantwortet: „sie kenne zwar Vene- big nicht, da sie nie dort gewesen, doch stelle sie es sich aus den Lagunen unvergleichlich ange» nehmer bot."
Na, das gab zu denken! Das beste schien Herrn Gemperle, die Tante darüber auszuforschen.
Fräulein Amanda schien feinen geheimen Wunsch erraten zu haben, denn sie erschien zum nächsten Rendezvous allein im Stadtpark, welchen man anstatt des Hilmerteiches mit den zudringlichen Schnaken gewählt hatte.
„Was werden Sie von mir denken?" meinte die Tante verschämt, welche heute ihre magere Figur sehr jugendlich herausgeputzt hatte. „Es schickt sich für mich nicht, so allein mit einem Herrn spazieren zu gehen in meinem Alter!"
Herr Gemperle sah die Tante verwundert an, er hatte selbstverständlich bei dieser weder an Jugend noch Alter gedacht und stammelte ein „o, bitte, gar nicht!", was natürlich nicht zur Situation patzte. Seine Forschungen über den Charakter der Nichte wurden ihm sehr erschwert durch Fräulein Amandas jugendliche Stimmung.
Sie, hatte sich an seinen Ann gehängt und hüpfte in fröhlicher Laune mit ihm durch die
Gänge des Parkes, lachte und schäkerte, so daß er nur mit Mühe eine kleine Pause benützte, um zu fragen, „ob die Nichte fiir stille Häuslichkeit sei, oder lieber spazieren gehe und Besuche mache?" worauf die 5Dame sehr diplomatisch antwortete: „Welches junge Mädchen mache nid’:: lieber Besuche, als zu Hause sitzen zu bleiben?" Dieselbe Antwort erhielt et auf feine Anfrage, ob Fräulein Mizzi vielleicht Vorliebe für Reisen habe.
Diese Nacht schlief Herr Gemperle sehr un- ruhia.
Teufel, wenn die Leute recht hätten? Er verstand vielleicht doch zu wenig vom Leben? — Wenn er sich in der hübschen Mizzi täuschte? Sollte er sich zurückziehen, den Verkehr mit dem jungen Mädchen aufgeben, sich von den Freunden auslachen lassen?
Nimmermehr! Dem Kühnen gehört die Welt! * ♦
Sie waren int Stammcafö alle vollständig versammelt, tmr Herr Gemperle noch ausständig. Freund Theodor, welcher schon vor etlichen Tagen in der Hauptstadt angekommen war, erzählte eben von dem „Flirt", welchen Gemperle mit einem jungen Mädchen begonnen habe, welcher wahrscheinlich mit einer Verlobung enden würde. Ehe jedoch die ganz erstaunten Zuhörer ihre- „Ahs" und „Ohs" anstimmen konnten, trat der Held des Tages mit einer Miene ein, welch« man sofort anfah, daß der Besitzer dieser Miene fast vor Eifer platzte, sein Geheimnis an den Mann zu bringen.
„Schieß los!" riefen die Freunde lachend. „Was ist's mit der Brautwerbung, Alter?"
„Zu Ende", sagte Herr Gemperle feierlich, „zu Ende!"
„Wieso — warum — weshalb?" schrien nun alle erstaunt durcheinander.
„Weil — weil ich — bereits ver—lobt bin, wenn ihr es denn wissen wollt, und zwar seit gestern."
Nachdem sich also die Tafelrunde halbioegs wieder vom ersten Erstaunen erholt hatte, klopfte Freund Theodor Gemperle wohlwollend auf die dicke Schulter und sagte kopfschüttelnd: „Du unerfahrener alter Jüngling, Du! Glaubst Du denn wirklich, daß ein hübsches junges Ding, tote diese Mizzi, gleich einem Turteltäubchen bei Dir zu Hause fifeen bleiben wird? Und wenn sie es Dir tausendmal geschworen hätte, sie kann dieses Versprechen nicht halten. Jugend bleibt Jugend! Das hättest Du doch erwägen müssen!"
„Beruhigt euch", sagte Gemperle gelassen, „ich bin nicht so dumm, als ihr anzunehmen scheint", und die Freunde fixierend, indem er lächelnd einen Schnurrbart drehte, sagte er ruhig: „Behaltet eure Predigt für euch ... Ist alles reiflich überlegt und erwogen . . . denn — ich habe— die „Tante anstatt der Nichte gefreit."
„Es ist erreicht!" schrieb bald darauf die Tante an ihre Freundin in N. . . „Ich bin verheiratet! Und nenne mich nun Amanda Gern- jcrle. Da siehst Du, was man mit Ausdauer, Geduld und Energie erreichen kann! . . . Zwei Drittel meines Lebens habe ich diesem Ziele geweiht: keine einigermaßen sashionable Sommer- rische — kaum ein Badeort blieb von mir zu die.
fern Zwecke unbesucht. Wenn Du jedoch annimmft, baß idj geheiratet habe, um zu Hause sitzen zu bleiben, irrst Du sehr, ich bin keine Stubenhockerin, wie meine Nichte Mizzi. Mir ist nun, da ich einen Reisebegleiter habe — Amerika nicht ju ferne, weil ich nun erst recht Geschmack am - Reisen gefunden.
Mein Gemahl ist zwar durchaus nicht meiner Anschauung — ganz im Gegenteil: doch Du kennst die Beharrlichkeit, mit welcher ich meinen Willen dllrchzusetzen pflege. So wird gleich unsere Hochzeitsreise mehrere Monate in Anspruch nehmen, dann werden wir für einige Zeit in die Hauptstadt zurückkehren, um meinem Gemahl sämtliche Verwandten vorzustellen. Du weißt, ich habe eine ganz stattliche Anzahl von dieser Gattung. Auch werden wir, um allen gesellschaftlichen Pflichten nachzickommen, keinen eigenen Haushalt führen, da ich nicht Zeit habe, „Teig" zu kneten, sondern im Hotel speisen, da wir ja doch, sobald der erste Frühlingssonnenstrahl sich zeigt, wieder unsere Reisen beginnen, wo wir schließlich auch aufs Hotel angewiesen sind und die richtige Geselligkeit haben.
vermischter.
* Ein berühmter Geldschrauk. Der Geldschrauk der StadtKöpeuick, von dem der „Hauptmann" Voigt bei seinem Beutezug den Schlüssel ausgehändigt erhielt, ist jetzt Berliner Blättern zufolge in einer dortigen Geldschrankfabrik im Südwesten als „Sehenswürdigk it" ausgestellt.
* Znriickgegebeu. Sie: Hast du dir wohl mal tue Blühe gemacht, auszurechnen, wieviel Hüte du für das Geld kaufen könntest, das du in einem Jahre für Zigarren wegwirfst?" — Er: Jawohl, mein Schatz. Für mich selbst könnte ich fünfzig ».aufen, aber für d'ch nur etwa drei."
* Standesgemäß. Kannibalenhäuptling: Was hatten Sie denn für einen Berus?" — Gefangener: .Zch war Athlet!" — Häuptling (zum Koch): „Aus dem machen Sie mir Krastsuppe!"
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Ür den Kreis Fulda-Stadt stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kranken- Rentcn in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende März 1907 rote folgt: