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Rotatto«,druck «. Verlag der Suldaer Ae» tiendr uferti i« Saldo. Sernlprecher Nr 0.
Fulda, Samstag bett 8. Juni 1907.
34» Jahrgang.
M 129.
rauf niederließ, fiel ihr Blick auf eine Brief, moppe, welche sie auf dein offenen Schreibtisch hatte liegen lassen. Sie bemerkte, daß nicht alles in derselben Ordnung war, wie sie es verlassen. Das Schloß der Mappe war augenscheinlich mit einem falschen Schlüsse! geöffnet und alle Papiere durchsucht. Es waren nur einige Briefe von ihrer früheren Gouvernante darin,, aber diese lagen entfaltet da, als ob sie aufmerksam gelesen worden wären. Das Ganze hatte überhaupt den Anschein, asjet jemand beim Durchsuchen der Papiere ge- uort wordeir und habe sie in großer Eile wieder in die Mappe gelegt. —
"Das ist Pierre Renards Werk," dachte Alexa. „@r muß verscheucht worden sein, ehe er alles wieder ordnen konnte. Es ist gut, daß sich in dieser Mappe kein Bild von meinem Baker und keine
Mittel zu gering war, um sie zu verdächtigen und zu verdrängen und die selbst gewissenlos genug waren, sie zur Verbrecherin stempeln zu wollen
Sie durfte sich nicht über den Diener bei feinem Herrn beklagen, sie durfte sich auch nicht Mrs. Jngestre verraten; denn wie hätte sie die Feindschaft des Dieners erklären wollen, ohne sich selbst zu betraten?
Sie mußte selbst die Brosche wieder in das Zimmer ihrer Beschützerin bringen. Sie steckte sie in die Tasche und machte sich auf den Weg nach dem Gemach der alten Dame, wo sie sich nach deren Befinden erkundigte. Sie fand Gelegenheit, die Brosche in ein offenes Schmuckkästchen falten zn lassen, aus welchem Renard sie ohne
Ende zu führen, da sie bei jedem Schritt von ihren Feinden, die sie sich ohne ihr Verschulden zngezo- gen, beobachtet und verfolgt wurde, denen kein
| nicht am wenigste» vom Fürsten Bülow, ange- i nehm empfunden. Die urplötzliche Entlassung des zweiten Reichskanzlers, des Grafen Caprivi, war bekanntlich ein Werk Eulenburgs und auch dem Fürsten Bülow war er nicht hold. Er machte ihm große Schwierigkeiten und wußte beispielsweise die Ernennung seines Schützlings b. Tschrr- schky zvor Staatssekretär des Auswärtigen durchzusetzen, während Fürst Bülow den Herrn von Mühlenberg gerne auf diesem Posten gesehen hätte. Was an den viel besprochenen Enthüllungen Wahrheit und was Dichtung ist, dürfte wohl nie ganz klar gestellt werden, wahres und falsches vermengt, schießen üppig ins Kraut. Das tollste leistet sich der „Reichsbote", der für die tatsächlich bestandene höfische „Nebenregierung" in geradezu verblüffender ©ebanfeitfolge das Zentrum (Warum nicht gleich die Jesuiten? D. Red.) verantwortlich zu machen sucht.
Abgeordnetenhause zn erledigenden Vorlagen beansprucht das meiste Interesse der Nachtragsetat für die Teuerungszulagen an die Be- amten. Die Regierung wollte anfangs nur den unteren Beamten die außerordentliche Zulage gewähren, doch gelangte in letzter Stunde auf Betreiben des Zentrums und der Rechten ein Kompromißantrag zur Annahme,. der auch den am schlechtesten besoldeten Kategorien der mittleren Beamten die Zulage sichert.
Die englischen Journalisten sind bet I ihrem Besuche in Deutschland allerorts glänzend ausgenommen worden. In Potsdam wurden sie sogar durch eine Ansprache des Kaisers ausgezeichnet. In Berlin hielt auf einem Festbankett Unterstaatssekretär v. Mühlenberg eine bedeutsame Rede, in welcher er den friedlichen Charakter der deutschen Auslandspolitik betonte. Trotz aller herzlichen Worte darf man die Bedeutung dieses Journalistenbesuches nicht überschätzen. Denn nicht die Presse macht die Politik, sondern die Diplomaten und Staatsmänner, und diese kümmern sich oft sehr wenig um die Meinung der Presse, zumal ihnen in der auswärtigen Politik kaum jemand in die Karten schauen kann.
Unser Nachbarland Oeste e r e i ch steht gegenwärtig im Zeichen des Zusammenschlusses der Parteien. Das katholische Zentrum hat sich er« I freulicherweise den Christlich-sozialen angeschlos- feu, di: nunmehr mit 96 Abgeordneten die stärkste Partei bilden. Die toter deutsch-liberalen Fraktionen waren ebenfalls in Wien zusammenge- treten, um sich zu einem großen Parteiverband z» vereinigen., Der Versuch ist aber kläglich gescheitert, da die Freialldeutschen ihre antisemitischen Grundsätze zu stark betonten.
In Ungar n wollen die Gerüchte von einer bevorstehenden Ministerkrisis nicht verstummen, jedenfalls befindet sich das Kabinett in einer keineswegs rosigen Lage.
I» Frankreich hat das Ministerium Cle- uteticeau nach wie vor recht unruhige Tage. Jetzt sind es vor allem die französischen Weinbau-rn im Sude», die ihm das Leben sauer machen. Sie drohen mit Stenerverlveigerung, wenn die Regierung nicht bis zum 10. Juni ihnen wirksame Unterstützung angedeihen lasse. Die Regierung aber weiß nicht, wie sie das so rasch machen soll, was ihr allerdings niemand verübeln kann. Dazu kommt der Generalausstand in der Handelsmarine, der den gesamten überseeischen Handel lahmzulegen droht. Die Seeleute verlangen Erhöhung ihrer Pension, die aus einem vom Staate
I» Rußland spitzt sich die Lage immer mehr zu. Raub und Mord werden tagtäglich aus allen Teilen des Reiches gemeldet. Der Gegensatz zwischen Regierung und Duma wird immer schärfer. So hat die Duma in den letzten Tagen mehrere Gesetzentwürfe abgelehnt, welche die Strafen, die auf Verherrlichung von Verbrechen gesetzt sind, erhöhen, sowie die Armee vor schädlichen Einflüssen bewahren wollten. In Re- giernngskreisen wird die Auflösung der Dum a als unvermeidlich bezeichnet. Die zweite Duma, die anfangs tatsächlich arbeiten zu wollen schien, ist mit der Zeil in einen <^chauplatz oder Langrederei sowie antimonarchistischer Kundgebungen ausgeartet. Die Kadetten, die vorher mit der Regierung zusammen arbeiteten, haben neuerdings einen Ruck noch links vollzogen. Anderseits fehlt es auf der reformfeindlichen Seite innerhalb und außerhalb der Duma nicht an Leuten, die ihr das Arbeiten erschweren und mit allen Mitteln ans ihre Auflösung hinarbeiten.
verwalteten Fonds bezahlt wird. Clemencean, der hartnäckig am Ministersessel klebt, wird auch
Die bayerischen Landtags Wahlen haben, wie vorauszusehen war, keine wesentliche _________„ _________,. ri|1, „
Verschiebung in der Zusammensetzung der Kam-1 diesmal vieles über sich ergehen lassen, wenn er mer gebracht. Das Zentrum hat einen großen sich nur retten kann.
Steg errungen, 98 Mandate sind ihm zngefallen, während man im eigenen Sager aus höchstens 93 rechnete. Die Liberalen haben nur 24 Kandidaten durchgebracht, einen mehr tote im vorhergehenden Landtag —, trotz ihrer riesenhaften Anstrengungen. Das bayerische Volk tollt eben nichts vom Liberalismus wissen; der Ausgang der Wahlen ist für die Liberalen recht beschämend, das empfinden sie und ihre Presse auch selbst. Am besten abgeschnitten haben die Sozialdemokraten. Sie haben zn ihren seitherigen 12 Mandaten noch 8 gewonnen, verfügen also über 20, davon 8 in München und 5 in Nürnberg. Für das Zentrum wird die Hauptaufgabe für die nächste Zeit darin bestehen, feine Organisation auszubauen, damit die Aufstellung mehrerer Zentrumskandidaten in einem Wahlkreise tu Zukunft unterbleibt.
Der preußische 8 anbtag hat seine Arbeiten wieder — wenn auch nur für kurze Zeit — aufgenommen. Das Herrenhaus hat zur allgemeinen Ueberraschung die Berggesetznovelle an eine Kommission zurückverwiesen. Don den im
Der Jubiläums-Ausschuß für die Paramente:
Maria Veveditta, Abtissin des Benediftinerinnen-KlosterS.
Maria Gdiiia, Oberin der Englischen Fräulein.
Maria Theresia, General-Oberin der Barmherzigen Schwestern.
Für de« Affinerem der Domes: Fran Therese Metzler, Fräulein Anna Schmitt.
Siir den parameutnwneia der Stadtpfarrkirche: Frau Fanny Raabe, Frau Tttsab. Tickenscheidt.
Sflr den Mijfionsverei«: Fräulein Marie von Haxthausen.
£. Stoff, geistlicher Beirat.
Arbeiter als Arbeitgeber.
Daß die Arbeiter, wenn sie selbst als Arbeitgeber austreten, lange nicht die besten sind, dafür lassen sich tagtäglich fast neue Beispiele anführen. Am krassesten tritt diese Tatsache in die Erscheinung, wenn die Arbeiter sich sträuben, ihren @e» iverkschaftsbeamten ein angemessenes Gehalt zu zahlen, also den Beamten derjenigen Vereinigungen, die sozusagen fortgesetzt mit den Unternehmern um bessere Lohn- und ArbeitStoerhciltnisse ringen.
Dies: bedauerliche Erscheinung trat vor einigen Wochen noch auf der Generalversammlung des sozialdemokratischen Maurerverbandes zutage. Als daselbst die Anstellungsbedingungen der Beamten dieses Verbandes beraten wurden, gebärdeten sich einige Delegierte als die rein fije n scharf mache r. Wohlgemerkt, nicht „rückständige", von dem sozialdemokratischen „Auftlärnnas"bazillus noch unberührte Arbeiter waren es, die den schroffsten Arbeitgeberstand. Punkt „ihren" Arbeitern, den Gewerkschaftsbecun- ton gegenüber, vertraten, sondern schon in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung eine Rolle spielende „Genossen" kehrten den schroffsten Unternehmerstandpunkt hervor. Was muß das für einen Eindruck auf die Arbeitgeber machen, die jetzt den Berliner Bauarbeitern, die fast alle sozialdemokratisch organisiert sind, wegen Besserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen int scharfen Kampfe liegen! Müssen diese nicht hell auflachen, wenn dieselben Maurer, di- „ihren-» Arbeitern, den Gewerkschaftbeamten, gegenüber den „Profitsüchtigen Unternehmer" herauskehren, jetzt etwa über Scharfmacherinstinkte der Berliner Bauunternehmer klagen?!
Der sozialdemokratische „Stettiner Volksbote" meint in Nr. 90 d. I. zu den begreiflich erschei- «enden hämischen Bemerkungen der Scharf- macherpresse bezüglich der Vorkommnisse auf dem sozialdemokratischen Manrcriag:
„8Bir bedauern, diese Auslassungen nicht glattweg als Verleumdungen abtuen zu können. Leider sind solche bedauerlichen Vorfälle nicht aus der Welt zu schaffen, in denen der Arbeiter als Arbeitgeber in jedem anderen Lichte als dem des sozmlen Fortschritts gezeigt wurde. Oft haben Arbeiter und Parteigenossen, die in Bezug auf ihre Arbeiterehre äußerst empfindlich sind und deshalb gegen jede Verletzung gewerkschaftlicher Grundsätze energisch Front machen, die Betätigung solcher Grundsätze gegen ihre Beamten vermissen lasten und damit die schwersten parteischädigenden Konflikte heraufbeschworen".
Solche Fälle zeigen immer wieder, wie sehr bte Arbeiterschaft durch Vorkommnisse wie auf dem sozialdemokratischen Maurertag sich selbst ins
Wochen-Rundschau.
n. Fulda, 8. Juni 1907.
Im Vordergründe der politischen Erörterungen in Deutschland stehen gegenwärtig- die Enthüllungen über die „Eulenburg 'sche Tafelrund e". Das Haupt dieser Tafelrunde war der Fürst Philipp von Eulenburg auf Schloß Liebenberg, der vertraute Freund und unverantwortliche Ratgeber Kaiser Wilhelms 1L Zu dem Kreise gehörte auch der Stadtkommandant von Berlin, Graf Moltke, ferner der diensttuende General beim Kaiser, Graf Hohenau, ein Stiefbruder des verstorbenen Regenten Albrecht von Braunschweig. Diese Tafelrunde soll das Vertrauen des Kaisers mißbraucht haben. Der Kaiser wurde davon unterrichtet und hat alle Beziehungen zu dem Fürsten Eulenburg abgebrochen Graf Moltke und Graf Hohenau haben sofort ihre Entlassung genommen. Daß mit die- ter Kamarillwirtschast aufgeräumt wurde, wird von allen Seilen, auch von hohen Staatsbeamten,
Zweifel genommen hatte. Dann kehrte sie, erleichtert cmfatmend, zurück.
In der Halle begegnete sie ihrem Feinde, der auf dem Wege zu dem Zimmer seines Herrn toar. Es blitzte eine unverkennbare Schadenfreude aus seinen Augen. Ihr Besuch in Mrs. In- gestre's Zimmer kam feinen Anschlägen jedenfalls gelegen. Er grüßte mit untertäniger Höflichkeit und ging an ihr vorüber.
„Was wird er unternehmen, wenn er findet daß sein Vorhaben vereitelt ist?" dachte Alexa, als' sie ihrem Zimmer zuschritt.
37. Kapitel
Erkannt.
Ungeduldig wartete Pierre stennrb am andern Tage auf die Nachricht von dem Verschwinden der Brosche der Mr. Jngestre. Ungewöhnlich erregt schritt er im Hause umher, horchte überall, wo zwei Dienstboten zusammenstanden und plauderten; aber niemand wußte, daß etwas außergewöhnliches borgefatten sei. Erst am Abend sah er Mrs. Jngestre und er machte ein sehr erstauntes Gesicht, als er die fragliche Brosche auf der Brust der alten Dame bemerkte.
Alexa war während der nächsten Tage sehr auf ihrer Hut; sie untersuchte jeden abend ihre Sachen, fand aber nichts, was nicht ihr gehörte.
Mrs. Jngestre wurde Alexa immer mehr zugetan und dachte mit Vaugen daran, daß das Mädchen nun bald zu Lady Wolga zurückkehren sollte. Alexa war eine so angenehme Gesellschafterin, so sanft, so natürlich aufrichtig teilnehmend mit ihren Leiden, daß Mrs. Jngestre beschloß, sie für immer zu engagieren, wenn es irgend möglich sein würde.
„Die Vorsehung hat mir ein Kind versagt," dachte sie; „aber dieses Mädchen kann mir eine Tochter sein. Ich will sie nicht wieder zu Lady Wolga lasten, wenn ich es verhindern kann." <
Ium goldenen Hwiesterjubtt'äum
unseres heiligen Maiers Mapst Mius X.
Am 8. September nächsten Jahres werden 50 Jahre verflossen fein, daß der damals 33 Jahre alle Joseph Sarlo, das jetzige Oberhaupt der Kirche, unser hl. Vater PiuS X., « Treviso die hl. Priesterweihe empfangen hat. Die gesamte katholische Kirche rüstet sich, dieses Jubelfest i« Sinne des Priester-Jubilars entsprechenden Weise zu feiern. Soweit die deutsche Frauenwelt dabei in Betracht kommt, wendet sich der deutsche Paramentenverem in Rom an die Schwestervereine in der Heimat um Beiträge zu einer Festgabe. Daraufhin hat am 1. d. Mts. unter dem Vorsitze deS HochwSrdigsten Herrn Bischofs eine Besprechung dieser Ange- legenheit unter bett Ltzerimten der hiesigen Frauen-Klöster, sowie der Vorsteherinnen der Para- mentenvereine stattgestmden. DaS Ergebnis der Besprechung ist folgendes:
1) ES gilt als Ehrensache, daß die Diözese Fulda eine Spende an Paramenten zum Jubiläum des hl. Vaters nach Rom sendet.
2) In Anbetracht der großen Kosten aber, rvelche durch Zoll und Fracht bei der Versendung nach und von Rom verursacht werden, und in Anbetracht der Armut der Diözese Fulda, glaubt die Versammlung annehmen zu dürfen, es entspreche dem Sinne des hl. Vaters, wenn ein Teil fertiger Paramente an arme Kirchen der Diözese Fulda von hier aus, ein anderer Teil aber nach Rom zur Betteilung an andere dürftige Diözesen oder Missionen gesandt werde. Bon den ersteren Gaben soll ein Verzeichnis dem heiligen Vater übermittelt werden mit der Bitte, die Geber zu segnen.
3) Als Zentralstelle für die Leitung der Angelegenheit innerhalb der Diözese Fulda hat sich mit dem Einverständnis des Hochwürdigsten Herrn Bischofs ein Ausschuß von Damen hrerselbst gebildet, in welchem Frau Elisabeth Eickenscheidt die Geschäfte führt und welchem Herr Domkapitular Stoff als Beirat betgegeben ist.
4) Die Organisation ist in folgender Weise gedacht: Die in der Diözese bestehenden Para- menlenvereine und Frauenklöster werden durch besondere Zuschrift zur Mitarbeit eilige» laden werden. In den Pfarreien, in welchen keine Paraurentenoereme bestehen, werden die fretten Pfarrer gebeten, die Angelegenheit ihren Pfarrkindern bekannt zu geben und die bärge« j otenen Geldspenden durch geeignete Personen sammeln zu lasse«.
Vorstehendes ist baS Ergebnis der Besprechung vom 1. Mai. Wir teilen dasselbe der yo„ywürdigen Geistlichkeit mit, indem wir zugleich bitten, dasselbe gütig ausnehmen zu wollen. Der Zeitpunkt der Sammlungen wird sich wohl nach den Ortsverhättniffen richten müssen. Jedoch bitten wir dringend, daß m»glichst früh gesammelt werde, weil die Sachen doch auch fertig gestellt werden müssen, waS viel Zeit in Anspruch nimmt, und weil das Geld zum Ankauf des Materials vorher vorhanden fein muß. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß Ende r'fff-fcer b. I. die Beiträge eingelaufen find.
Weiter? Auskunft erteilt Fran Eickenscheidt, rvelche auch die Geldsendungen entgegen« nimmt.
JUexa
oder
Auf geheimnisvollen Wegen.
Roman von Eduard Wagner.
76] (Nachdruck verboten.)
„Jöb würde Deine Hilfe anrufen, tvenn ich trgenbtoic belästigt würde."
.-So ist das ganze eine Täuschung?" fragte oer Graf.
Alexa zögerte. Sie konnte die gegen sie er- noben: Beschuldigung nicht in Abrede stellen, und fte tagte sich, daß der Graf ein Recht hatte auf ihr Vertrauen und doch konnte sie ihm die Wahrheit acht sagen.
-Wir find noch nicht miteinander verlobt 31- freb", sprach sie sorgenvoll. „Ich fange an zu Zweifeln, daß das zwischen uns stehende Hindernis jemals beseitigt werden wird. Ich muß Dir gestehen, daß Lady Markham's Anklage auf Wahr- beit beruht: Ich trennte mich von einem Manne int Garten zu Clpsfebourne, wie sie es beschrieb."
„War der junge Mann Dein Bruder, Alexa? Oder war er ein sonstiger Verwandter?" fragte der Graf mit erivachender Eifersucht.
»Nein, Nein! kann Dir nicht sagen, wer er tvar, Alfred; vielleicht komme ich nie in die Sage, Dir Aufklärung über das Geheimnis geben 8U Dir nicht die Wahrheit sagen
uiib sollte ich auch Deute Siebe und Achtung verlieren."
blauen Augen offen zu ihm, wokHe wohl tiefe Bekümmernis, aber auch ihre Unschuld und Seelengröße ausdrückien. Der Graf hatte nie an ein von ihr begangenes Unrecht ae- alaubt' u»d dieser Blick sagte ihm, daß-er sich Nicht in ihr tauschte.
„So bewahre Dein Geheimnis, Alexa," jagte
er sanft, „ober mettn Du meiner Hilfe bedarfst, Briese befanden, durch welche seine Mühe hätte -Tu nicht zögern, sie in Anspruch zu ney- belohnt werden können.
menUnh <TX„ u-rfrrttlB _Sie ordnete die Papiere wieder und besichtigte sw 4 dann die kleinen Schiebköstchen des Sekretärs, ß*2 ttlAA Pitt Farrttnoh am kam I ICCF 1IHÖ an denen sie
f'■blc | nichts Verdächtiges wahrnahm; dann unterzog rft n sw mit einem dank- sie ihre Koffer einer Prüfung. Auch diese waren
SSLift NN beV offenbar inittclft Nachschlüssel geöffnet toortoen
@d£in®' welcher wider Mich unj) durchsucht. Sie nahm ans einem kleinen Käst- 3 U^' fr L mutig Wetter tampfen. chen voller Putz- und Schmucksachcn Stück für (5te blieben noch em paar Stunden beisammen Stück heraus, um es bann wieder geordnet bin« in bertraulichem Gespräch. Der Graf erkundigte einzulegen. Da sand sich auf dem Boden, so gut fuh "ach Bft. Strange und Alexa zeigte ihm den wie möglich versteckt, eine hübsche und febr Foi't- letzten Brief ihres Vaters, der von Athen datiert bare Brosch-, welche sie am Tage vorher Mrs war und nichts auf ihre Mifsion Bezügliches ent- Jngestre hatte tragen sehen.
S-tSS' ,ei" *'•
gewchen fern konnte. Diebstahls, vielleicht gar um sie ins Gefängnis zn
Es toar nach zehn Uhr, als Alexa sich auf ihr bringen
Zimmer begab. Das Feuer flackerte hell im Ka- Kalter Schweiß trat auf ihre Stirn und eine nun, und auf dem Gesims brannte em Licht. Ein tiefe Verzagtheit kam einen Augenblick über sie Lehnstichl war an den Kamin gerückt, zur b-hag. Wie konnte sie hoffen, ihr Werk erfolgreich zn lichen Ruhe einladend. Aber bevor sie sich da- Ende zu führen, da sie bei jedem Schritt von ihren
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