Erschemt tiS«*** «»kn«h»e «er
8n''* 1 Seiertege D****** W. S«,»S«p'Ei? oi -e liringetPP*
f i iwirt» I ®*
verantwsrtllcher
$<t tif heiter :2LWetler
für »le 2H$eigai:
l parjefler m Selbe
ZuldaerWZeitung
wocheiibeilage: „Zlluffnefte Sonntagrzettung" monatsbenag«: „s«lbaer Geschichtrblätter"
liplter. Mt * fpeltige Petitzeile otz« deren lau* 15 pfg. Keflameu oft Petitzeile 25 pfg.; bd wieder« dolnnaen wird entfpr. labett gewährt.
letetie»,druck u. verleg bee SeBeee 1» fienbr Jdetei tu Selbe. Sernsprecher Kr K
N 111.
Fulda, Donnerstag den 16. Mai 1907
34. Jahrgang.
Zweites MLatt.
Die Gehälttt ter PrintiMstettki!.
g ualifi
Des Marquis von Monthervns Augen blitzten
So kommen Sie heute!" drängte er.
Sie
„Eine ziemliche Portion Konfusion liegt in diesen Worten. Was haben wirtschaftliche Fragen mit dogmatischem Unglaubenzutun? Was etwa der Acht- ftundentag mit der unbeflekten Empfängnis Maria?"
Ganz recht: Aber diese Fragen muß das Blatt nicht an die christlichen Gewerkschaften richten.
Alexa erhob sich und wollte sich entkernen: Ladtz Wolga aber binderte sie daran.
„Nein, meine Liebe, Sie brauchen nicht zu gehen," sagte sie. „Wenn Sie bei mir bleiben, werden Sie sich an die Besuche meines Freundes, des Marquis von Montheron gewöhnen. Sie würden mir einen Gefallen tun, wenn Sie die
fernen, um die Zimmer zu besuchen und niemand wird Ihre Abwesenheit bemerke,:. Das Schloß ist restauriert und verschönert, bis auf jene Zimmer und sie werden keine so schmerzliche Erinnerungen, wie Sie fürchten, anS den Ecken hervor- bkicken sehen. Kommen Sie, Wolga; ich bestehe darauf, daß Sie mir das Versprechen geben, mich heute mit Ihrem Besuche beehren zu wollen. Verdient meine lange Ergebenheit nutzt endlich eine Belohnung? Mir zu Liebe besiegen Sie Ihre krankhafte Furcht vor dem Betreten der liebe« alten Räume, wo Sie einst herrschten und wo Sie wieder herrschen werden als rechtmäßige und geehrte Herrin!"
! falls dürste der Durchschnitt der unteren Besoldungsklassen der Angestellten sich nicht wett von dem Niveau des Durchschnitts gelernter Lohnar-
I bester entfernen. Das ist angesichts der größeren I Kapitalanlage, die im Durchschnitt der Angestellte für seine Bildung und seine Erziehung braucht, schlimm, und wenn man dabei an die Aufbringung der Mittel denkt, die die Lebenshaltung der Angestellten erfordert, abschreckend und damit wrrd es begreiflich, daß die Ehescheu in diesen Klassen ebenso zunimmt, wie der Wunsch, bei der Unmöglichkeit, für das Alter zurückzulegen, später eine Pension zu beziehen.
Die Denkschrift teilt die Gehälter der 154,843 befragten Angestellten, davon 4787 weibliche, in Sehn Gehaltsklaflen. Wir bemerken, daß die weiblichen Angestellten in den Gehaltsklaflen bis zu 1500 Mark (unter 1000 Mark 1860, 1000 bis 1250 Mark 1410) sich auf 3963 belaufen, und lassen sie der kleineren Zahl wegen in den folgenden Betrachtungen fort. Die männlichen Angestellten verteilen sich auf die Gehaltsklaflen wie! folgt:
„Daß Sie mein Haus heute mit Ihrer Gegenwart beehren mögen. Sie haben sich bisher ge- weigert, das Schloß zu besichtigen, Wolga; ich bitte Sie, sich nicht länger zu weigern. Sie haben mir Halbwegs Hoffnung germuht, daß Sie kommen würden."
„Ich war willens, zu gehen," unterbrach ihn Lady Wolga erregt. „Aber ich fürchte, ich überschätze meine Kräfte. Das Schloß ist für mich voll schrecklicher Erinnerungen; ich kann es nicht in festlicher Stimmung besuchen."
„Doch Sie verbrachten dort die glücklichsten 1 Stunden Ihres Lebens. Sie kamen als glückliche Braut dahin; dort verlebten Sie die kurze Zeit Ihrer Ehe mit dem armen Stratford; dort wurde Ihr kleines .Kind geboren. Vergeben Sie mir, Wolga, aber der Platz sollte Ihnen heilig sein, mehr als alle Plätze btt Erde."
„Das ist er — das ist er!"
«Ihre Zimmer sind nie benutzt worden, seit dem Tage, an dem Sie das Schloß verließen," fuhr der Marquis ftrt. „Die Haushälterin Listet sie von Zeit zu Zeit, aber es ist nie darin etwas verändert worden. Wenn Sie diese Zimmer betteten, werden Sie sich heimisch fühlen, denn alles ist noch, wie Sie es verwfsen haben. Das Bett Ihres Kindes, das Spielzeug am Fußboden —”
»Nein, nein. Sie sind so gütig gegen mich D— geivesen, bis auf einen Punkt." sagte er, seine | triumphierend. Stimme dämpfend, daß sie kaum Alexa's Qhr er-1 „So kommen Sie heute!" drängte er. „Sie rerchte. „Ich kam herüber, um mir eine besondere können sich auf kurze Zett au- der Gesellschaft erst. Gunst von Ihnen zu erbitten, Wolga." 1 r “ ~ - - - - ■
„Und das ist?"
. .. kennt man in Düsseldorf nicht jene gehässigen Ausfälle gegen das Christentum bei jeder unpassenden Gelegenheit, welche das ttaurige Merkmal der sozialdemokratischen Tagesprefle ist? Weiß man dort nichts von dem einfältigen Prunken gewisser Leute mit dem Atheismus? Nichts von der Kriegserklärung: „Wir sind antichristlich, weil wir vernünftig sind?" Vielleicht kennt man in Düffeldocf den Genoffen Erdmann und seine Forderung, den Satz ReligionistPri- vatsache zu streichen, weil er doch erlogen sei? Nichts von dem Inhalt der Par- teillteratur? nichts von dem Schund, der von dem offiziellen Parteiverlag den Genossen als „Wissenschaft" empfohlen wird, ledigllch weil darin wider Christentum und Kirche gehetzt wird? nichts von der verlogenen Denunziation des Chri- stentums an die Waffen, als sei es em Feind des wirtschaftlichen Aufstiegs des Arbeiterstandes?! Und nun fragen wir: wenn wirtschaftliche Fragen mrt dogmatischem Unglauben nichts zu tun haben, warum verbeißt sich die Sozialdemokratie in diesen und macht sich zu dessen Apostel?
Wenn der Achtstundentag mit der Unbefleckten Empfängnis Mariä nichts zu tun hat, warum begeifert dann die sozialdemokratische Presse fortgesetzt dre katholische Marien-Berehrung? Oder
Düsseldorf in solch' paradiesischer Un-1 •'S, ?. u"d solcher Hinte wäldlerei, daß man von I all diesen Dingen nichts weiß, obwohl man doch an diesen Dingen selbst wacker beteiligt ist?
„Das ist ein unerwartetes Vergnügen, Mar- <H«S," sagte sie heiter.
»Macht es Ihnen Vergnügen, mich zu sehen, swgte er mit weicher Stimme und sanft lächelnd.
In diesem Augenblick sah er Alexa, gegen welche er sich falt verbeugte. Offenbar war ihm ihre Gegenwart nicht angenehm.
„Zch bin stets erfreut. Sie zu sehen, Roland," erwiderte Lady Wolga ernst. „Ich denke. Sie bedürfen dieser Versicherung nicht."
Am andern Morgen frühstückte Lady Wolga nut ihren Gästen. Das Programm des Tages wurde entworfen und das Diner zu Mont Heron besprochen. Alle Gäste wollten sich daran beteili- gen, nur die Lady hatte sich noch nicht entschlossen, ob sie mitgeben sollte oder nicht. Nach dem Früh- stuck begab sich Lady Wolga mit Alexa in die Bibliothek zum Briefschreiben.
Die Briefe waren geschrieben und Alexa las aus einem französischen Buche vor, als der Mar- gurs von Montheron angemeldet wurde
„Führen Sie ihn herein," sagte die Lady zu dem Diener.
biS unter 1000 M. 1000 „ „ 1260 „
1250 „ „ 1500 „
1500 „ „ 1800 „
1800 „ „ 2100 „
2100 „ „ 2400 „
2400 „ „ 2700 „
2700 „ „ bOOO „
3000 „ „ 3600 „
3600 und darüber „
-Ich sah, als ich eines Tages vor der offenen Tur Vormberg ing, euren Kinderschuh auf dem Teppich liegen, ein zierliches, weißes Ding."
Lady Wolga erhob ihre Hand.
„Lassen Sie das!" tief sie mit halb erstickter Stimme. „Ich kann es nicht ertragen! Und doch würde ich ein Vermögen darum geben, diese heiligen Räume wieder zu sehe»!"
| in seinen Sessel, während seine Frau nach einer I Handarbeit griff und ihm dabei den neuesten I Klatsch erzählte. Er machte verschiedene Versuche, I ihr anzudeuten, daß er gern lesen möchte, aber umsonst. Endlich sagt der geplagte Mann von seiner Zeitung aufblickend: Ida, kennst du die Geschichte von den Edelsteinen?" Interessiert
I schaute sie ihn an. „Edelsteine?" fragt sie erwartungsvoll. „Was ist's damtt?" „Ach, es ist nur ein Märchen, das meine Großmutter zu erzählen pflegte von einem weiblichen Wesen, von dessen
I Lippen bei jedem Wort ein Rubin oder ein Diamant fiel." „Nun, und?" „Ach, weiter gar nichts. Ich dachte nur, wenn solche Dinge heute noch passieren, könnte ich morgen einen Juwelier- laben eröffnen." Sie schweigt tief beleidigt, und vier ganze Minuten lang ist es ihm vergönnt, sich ungestört in seine Zeitung zu vertiefen.
| . *. Der Wolkeuttotztt. Ein Amerikaner, der ! sich in Berlin aufhält, erzählt einem deutschen Freunde wunderbare Dinge von der Höhe der New-Iorker Wolkenkratzer. Der andere hört lange Zeit geduldig zu, dann fragt er: „Sie haben wohl unser neues Aktienhotel noch nicht gesehen?" „Nein", versetzt der Aankee, „warum denn?" „Nun", meint der Berliner, „das ist so hoch, daß das oberste Stockwerk zum Umlegen eingerichtet werden mußte." „Zum Umlegen? Wie meinen Sie das?" „Na, damit es runtergeklappt werden kann, wenn der Mond vorbei- kommt."
* Eine beachtenswert» Hausimchrist aus den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts findet sich an dem Giebtt eines Bauernharlses im Os« nabrückschen. Sie lautet:
„Erbaut" ohn' Bier und Bramrtewein Soll dieses Haus ein Zeugnis sein. Daß Manermann und Zimmermann Auch ohne Branntwein bauen tarnt.*
* Begreiflich. Frau Häßlich: „Ich habe meinen Mann durch die Zeitung fennen gelernt. Dir korrespondierten lange Zeit miteinander, und er machte mir einen Heiratsantrag, ehe er mich überhaupt gesehen hatte." FräuleinSpitzig: „Das kann ich mir denken!"
Sein einschmeichelnder, süßer, weicher Ton I war für Alexa doch vernehmbar. Sie wurde unruhig; aber weder Lady Wolga noch der Marquis bemerkte es.
„Sie bestimme» m«h, zu gehen, Roland," sagte Lady Wolga gedankenvoll. „Eine fast unwiderstehliche Sehnsucht kommt über mich, jene Räum« wiederzusehen, meines Kindes Schuhe zu besitzen! Und ich möchte finden —"
Sie erschrak und brach ab.
„Was »nöchteu Sie finde«, Wolga? Sie toer« i den die alten Diener dort finde», wenigstens Me
i meisten von ihnen, einschließlich die Haushälterin : und den freflerrneifter —"
„Und Pierre Renard?" unterbrach ihn Lady Wolga.
Der Marquis zuckte zufmmnes und sah die Lady verändert an.
„Ja, er ist auch da!" sagte er kurz. „Der arme Mensch war ohne Stelle, un- da et gewandt im Dienst und von Kummer gebeugt war wegen des Famlliendrama- der Mrurtherons, nahm ich ihn in meine Dienste und habe töt bereut, eS getan zu hab«." <F. p =
L Klaffe IL „ ni. „ IV. „
V. „ VI. „
VIL .
VIII. „ IX. „
X. ,,
Vermischtes.
* Ein leitet Wink. Der Mittagstisch war abgeräumt, und der Herr des Hauses hätte gern noch eine Viertelstunde in Ruhe seine Zeitung gelesen, ehe er wieder ins Bureau mußte. Er ziiri- dete sich eine Zigarre au und setzte sich gemütlich
):( Vie Religionrseindlichktt der Sozialdemokratie
zeigt in ihrer ganzen Widerfinnigkeit die sozialdemokratische „Düsseldorfer Volks" zeirung" (Nr. 99 vom 30. April 1907) auf. Sie fühlt nämlich das Bedürfnis, sich an dem Reichs- ta g s-Abgeordneten GiesbertS zu reiben, weil dieser in seiner Schrift über die christlichen Gewerk- schaften und den Gegensatz derselben zu der So- ziaidemokratie gesagt: „Die Differenz zwischen urd und der Sozialdemokratie muß um so tiefer werden, je mehr sich die letztere zur Trägerin des modernen Unglaubens entwickett." Das paßt dem sozialdemokrattschen Blatt begreiflich nicht recht in den Kram. Vollends, daß Gies- berts sagt: „Wir kämpfen für die Emanzipatton der Arbeiter aus den unerträglichen Verhältnissen, in die sie ein rücksichtsloser Kapitalismus gebracht hat, so entschieden und kraftvoll, wie es die Sozialisten nur tun können. Wir wollen aber nicht das Joch des Kapitalismus mit dem des demokratischen Sozialismus vertauschen. Die Freiheit der Arbeit läßt sich am entschiedensten und besten wahren im Sinne der ewigen Grundwahrheiten des Christentums."
Das geht dem sozialdemokratischen Blatt arg gegen den Strich und in seinem Groll schreibt es blind darauf los:
Es geht daraus hervor, daß 88,861 rund ein Gehalt bis zu 2100 Mark beziehen.
Allenthalben enffprechen diese Zahlen den Verhältnissen in den einzelnen Berufen, insofern das Durchschnittsgehalt der einzelnen Berufe sich auf und unter der 2100-Mark-Linie bewegt, bezw. hierher die größte Zahl der in einer Gehaltsklafle befindlichen Angestellten fällt. So zeigte in der Landwirtschaft trie Klasse II (1000 bis unter 1250 Mark) die höchste Zahl der befragten Angestellten, nämlich 1024, tit Handel und Industrie Klaffe V 16,419, in Buchhandel, Bank und Versicherung Klasse IV 5339, Zeitungswesen Klaffe V 391, Verkehr Klaffe IV 538, Rechtspflege, Gesundheitspflege, Unterricht Kkrffe V 819, öffentliche Behörden Klasse II 680.
Wenn man annimmt, daß die Einsender bet' Fragebogen Interesse an der Befragung genommen haben und die gering Besoldettn bei der tatsächlichen Lauheit nur in geringem Maße geantwortet haben, so kann man das Durchschnittsge- halt sämtlicher Angestellten ohne Zweifel noch niedriger stellen. Die Zahlen der Denkschrift werden durch die Statistiken der einzelnen Verbände bestättgt. So ergab eine vom Technikerverband vor ein paar Jahren angestellte Befragung als meist verttetene Besoldungsklasse 1500 bis 2100 Mk., 1800 bis 2100 Mk> 1800 bis 2400 Mk., 2400 bis 2709 Mk, und das Durchschnitts-Einkommen der Hochbau-Techniker stellte sich im Privatdienste bei Chorden auf 2280 Mk., der Tiefbautechniker auf 2330 Mk., der Ma- schinentechniker auf 2100 Mk., der Techniker in Fabriken verschieden bis 2400 Mk. Unter dieser Skala bewegt sich das Gehalt der Handlungs- gehilfen. Nach den neuesten Veröffentlich-^ ungen des Verbandes deutscher Handkimgsgehik- fen betrug das Durchschnittsgehalt bei den im ersten Viertel dieses Jahres ermittelten Stellen | für Kontoristen 1362 Mk., Reifende 1698 Mk., Verkäuferin Mk., für Auslandsstellen 1800 Mk. Wenn man nun sowohl bei Technikern als bei Hadkungsgehilfen berücksichtigen muß, daß in den einzelnen Geschäften längere Zeit angestellte Per-1 fönen sich auf höhere Gehaltsstufen schwingen, so ist immerhin das Gehalt verhältnismäßig sehr niedrig. Ein Vergleich mit den Lohnarbeitern I läßt die ganze Misere dieser Angestelltenkate-1 gorien zum Ausdruck kommen. Die Gewerkschaften | haben zum größten Teile Lohnstafistiken beröffent-1 licht, und wenn sie leider nicht nach einem Schema aufgestellt find, so geben sie doch einen Anhalt I über die Löhne, die ohne Zweifel oft die nach- stehMden Zahlen überschreiten werden. So finden wir, daß die Handels- und Transfwrtarbeiter I 600—1560 Mk. verdienen, Tapezierer 1200 bis I 1500 Mk., Sattler 1000—1800 Mk., Porzellanarbeiter 1100—1800 Mk., Steinsetzer bis 1900 Mk., Holzarbeiter 1100—2000 Mk., Metallarbeiter- 1100—1400 Mk., Buchbinder 900—1200 Mk, I Maurer bis 1800 Buchdrucker 1200—1500 Jt. §n manchen Fällen, besonders auf dem Lande, I wird sich der Durchschnitt unter diesen Zahlen be- wegen, bei Akkord wird er sie sehr übersteigen
Mag dem nun sein, tote es wolle, tatsächlich'ist das Einkommen der Angestellten nicht hoch, und einzelne gute Posten dürfen über den sehr I geringen Einkommensdurchschnitt nicht hinweg- täuschen. Wenn die Denkschrift nichts weiter I getan hätte, als hier einmal dem großen Pub- 1 Itfum die Augen geöffnet, so hätte sie viefleicht : genug getan. -
4,777 Angestellte
17,235
18,568 „
23,871 „
24,410
17,155
15,254 „
6,239 „
10,016 „
11,514 „
Eine ziemliche Portion Konfusion ist allerdings da; aber nicht auf feiten des Reichstags- Abg. GiesbertS, sondern auf feiten der „Düsseldorfer Volkszeitung", sonst hätte sie doch einsehen muffen, daß der von der Sozialdemokratie betriebene Kampf gegen das Christentum eben daher kommt, weil sie in der Tat sich zur „Trägerin des modernen Unglaubens" entwickett hat zum aller- größten Schaden der ganzen Arbeiterbewegung.
Denn in der Tat, bte Freiheit der Arbeit läßt sich am enffchiedensten und besten wahren auf dem Boden der ewigen Grundwahrheiten des Christentums. Auch das bestättgt die Sozialdemokratte dadurch, daß sie zum Zweck ihrer Legittmatton sich auf den Boden der ewigen Grundwahrheiten des Christentums stellt; das tut sie, wenn sie im Ge- gensatz und Widerspruch mit ihren sonstigen Leh- reo operiert mit dem Appell an die Gerechtigkeit und das Recht, wobei sie ganz vergißt, aß eS nach ihrer materialisttschen Geschichtsauffaflung Recht und Gerechtigkeit als unwandelbare Pole in aller Erscheinung Flucht gar nicht gibt und nicht geben darf.
Da die „Düsseldorfer Volkszeitung" selbst eht- fieht, daß der „Achfftundentag mit der unbefleckten Empfängnis Mariä" nichts zu tun hat, wird sie wohl in Zukunft auf Grund dieser Einsicht die wüste, häßliche Religionshetze, in der sie bisher geschwelgt, nicht mehr treiben. Oder auch nicht!
Mark. Alles per 100 Kilo inklustv Sack, ftutierartttet knapp und gesucht. Weizenschale« 5.50—5.75 M., Weizen- kl«ie5.50—5.75M.LrogseulleieLS0-tt.00M., Futtermehl 7.50—8.50 M., Burtr.ber, getrocknet, 5.60-5.70 ML I« nach Qualität. Alles per 50 Silo netto effrfti» loco hier.
Marktberichte.
• Frankfurt, 13. Mai 1907. Am heutigen Wochen* martt waren einheimische Brotsrüchte knapp offeriert und angesichts weiter erhöhter Forderungen konnte sich nur sehr SeschrLnkles Geschäft entwickeln. Ausländische Brotfrüchte ebenfalls höher «hatten und nur für brmgenbe» Bedarf gekauft. Gerste umsatzlos. Hafer öti den wesentlich erhöhten Preisen im Um- l beschränkt. — 8s notieren je nach Qualität und i Herkunft: Weizen hiesiger und Wettersiuer neuer 20.75 biS 1-I1-00M., kurhessischerje nach Quakftät00.00-00.00Mark, I norddeutscher 00.00—(X1-.00 Mk., russ. 20.50—21.50 M., । Redwmter 00.00- 00.00 Mk., Kansas 00.00—00.00 Mk., La Plata 20.50-21 „50 M., rumänischer 2050—21.50 Warf. Roggen, hiesiger 19.50-19.75 Mk., rumän. 20.25—20.75 Mk., russischer 20.25-20.75 ML Gerste ge- schäftslss. Hafer, hiesiger, 19.75 biS 20.50 Mk,. bayerischer 19.75-20.5tt Mark, russischer 1925 WS 20.25 rumän. 19.25—20.25 Mk, amerikanischer 19.00—20.26 M. Mais (Mfted) 14.50-14.70 M., Donaumais 14.50-14.60 M., La Plata 00.00—00.00 Mark, russischer 14.50—14.60 M. Alles per 100 Kilo, netto effektiv loco hier. — Mehl steigend. SS notiert w nach Qualität: Weizenmehl, hiesig- Rr. 0 28.60 brs 29.50 Ach feinere Marken 29.50—30.50 M.. Rr. 1 26.50—27.50 M-, feinere Marken 27.50—28.50 Mark, Rr. 2 26.00—28.50 M., feinere Marken 26.50—27.50 March Nr. 3 24.50—25.00 Mk., feinere Marken 25.00 bis 25.50 M, Rr. 4 22.00-23.00 M., feinere Marken 23JX)—23.50 M., Roggenmehl hiesiges Nr. 0 28.00 bis 29.00 M., Rr. 1 26.00 - 27.00 M., Rr. 2 22.00—23.00
Sw entließ Alexa, welche sich auf ihr Zimmer begab, wo sie bis znm Frühstück verweilte. An «n Vergnügungen am Nachmittage nahm Alexa teil, ßatu) Wolga wußte es stets so einzurichten, daß sie bei allen Gesellschaftsspielen beschäftigt ^ngweilen konnte. Sie wurde «n SÄ'”' dem Beispiele ihrer Wir- tm folgten, als mit ihnen gleichstehend behandelt, M über die Laune »er Lady Wolga wunderten, daß dieselbe eine m>. mietete Gesellschafterin so sehr bevorzug ______________________________
Eine Dame äußerte zu einer andern die »er- tötotmseSMU, welche Sie soeben gelesen ha- «utung, daß Alexa gewiß die Tochter eintt friche- £nl tnä Englrs<^ übersetzten und bte rechte Betzen Freundin der Lady Wolga mi^von g^N ^7« ^raus fanden." Lurt, aber vielleicht arm fei, und die Lady wünsche afLie Aufgabe, gerade tn
ihren Günstling wohl gut verheiratet zu sehen ü? T’rr °t- Fo
Diese Mutmaßung wurde weiter verbreitet uÄ 8oL°"? "K k°nbern stritt bafttg auf Lady ..........
Satt endlich als feMehende Taffoche, bis Lady! RaÄ..®eut. war ganz Milde und dem Tage, an dem Si Markham, von Neid und Eifersucht gririeben,dM *$u®en leuchteten vor | fuhr der Marguis fort.
Gerede em Ende machte, daß sie einigen, nachdem r Bewunderung.
He ihnen das Versprechen btt Verichwiegenheft freuEich ftattb auf unh cmpftnfl abgenommen ihre Weberjeugung kund gab, daß 1' - -
Alexa etne Abenteuerin fei, welche sich Lady Wol- ga aufgedrangt und sich eines Tages als eine Un- wurdtge erweisen werde, als eine Schlange, welche jke Hand verwundet, dre ihr Gut^ttzeigte.
Infolge dieser Aeußerungen, ungeachtet der Freundllchkett der Lady Wolga, blieb der Abend für Alexa ohne Anregung. Sie spielte und fang ««i Sog sich dann in eine Fensternische zurück, «o sie wahrend des ganzen Abends -llein ber-
Die Denkschrift über die wirtschaftliche Lage der Privatangestellten, welche die staatliche Pen- sionsversicherung der Privataugestellten vorbereiten soll, läßt einen tiefen Blick in die Einkommensverhältnisse der im Privatdienste beschäftigten Arbeiter tun, und wenn sie deren Durch- s ch n i 11 s g e h a l t von 2100 Mark nimmt, so ist dies, wie verschiedentlich hervorgehoben ------- — --- (wurde, noch zu hoch. Ergänzt man die Zahlen ber
^-rrr^Qnröxe Sozraldemokratre! Wenn nach der Denkschrift durch die Ergebnisse der Erhebungen „Düsseldorfer Volkszeitung" wirffchaftliche Fra» der Verbände und sonst bekannt gewordener Zah- gen mit dogmatischem Unglauben nichts zu tun len, so kann man in der Tat von einer schlimmen ftEN, Wenn ine Sozialdemokratie nur eine wirt- Lage sprechen, und diejenigen, welche das schaftlrche Partei fein soll, ja warum läuft denn Durchschnittseinkommen qualifi ine Sozialdemokratie Sturm gegen das Christen- liierter Lohnarbeiter verschiedener Be' ar?»» Worum macht da dieselbe „Düfleldorser rufe höher bewerten, haben nicht Unrecht, jeden- Volkvzeitung" getteul.ch mit? falls dürste der Durchschnitt der unteren Briol-
ob«
Auf geheimnisvollen Wegen.
Rom« von Eduard Wagner.
kRachdruck verboten.)