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V trän twortli ixt ^rlftteit«:a.Vetzl« für 4t« A»)«ts«: parzeller in Hulda
MaerMZeitung
wochenbellage: „Illustrierte ZonntagrzeitMg" msnatrbeNage: „Fuldaer Geschichtzblätter"
Anzeigen: Vie tht« spaltige Petitzeile »der deren Saum 15 pfg, Reklamen »ir prtitzeil« 25 Pfg.; bei wieder- gelungen wirb entspr Rabatt aewädrt.
S»tatt»ardr«ck u. »«lag bet Hnlbaer 2k« tienbr irferti in Hulda. Zernsprecher Nr ».
JW 105.
Fulda, Mittwoch den 8. Mai 1907
34 Jahraanq.
Irvettes MKrti
Sottesdienstor-Mng in Mda.
ist,nicht am Feste Christi Himmelfahrt, sonder» Pfingstmontag nachmittag? -/-3 Uhr.)
am
Rcktanretr- uud Auzeigeuteü.
WM eMlSuAatt I Verleihanstalt j*l Mlllkmßu! s,£ä4.’!Sw
(Srn-minn hsmorft s‘-r UNO tyre Lonerre vollkommen ans.
^sefih“nr9 toQ? ^ese Blatte Sie stand auf und begab sich an einen Fenster-
o \ E'lick Alexas aufgefalleit, als platz, von wo aus sie auf die glänzende Szene
’e0rÖ^alTftC^aU“h^rf>iO - blickte. Einige Minuten später näherte sichihr
^28a- .)t das. dachte dre Witwe. »Der Gras Lord Kingscourt und blieb vor ibr stehen.
Als Alexa ihr Spiel beendet hatte, bemerkte daß niemand auf dasselbe geachtet hatte, selbst Herren, die erst an das Klavier getreten, wa- wieder fortgegangen. Die Tatsache, daß sie Dolgas gemietete Gesellschafterin war, wog ’ Schönheit und ihre Toilette vollkommen auf.
aber hat nicht Herr Dr. Paasche sygar von der Tribüne des Reichstages ungeheure, in« wahre Anschuldigungen gegen die Katholiken des Kreises Kreuznach ausgesprochen, indem er behauptete, es seien Versammlungen in Kreitz» nach geschlossen worden mit dem Ruse: „Nieder mit dem Protestantismus!"? Aber obgleich ihm von autoritativer Seite erklärt wurde, daß diese Aeußerung weder in Kreuznach noch in einer anderen Versammlung des Wahlkreises gefallen sei, hat Dr. Paasche keinen Widerruf geleistet, sondern sich hinter zwei oder drei Gewährs» männern versteckt, die er „nicht nennen könne". Und die ganze liberale Presse klatschte ihm „gutgläubig und ohne jegliche Kritik" Beifall. Es ist nun aber doch ein großer Unterschied, ob irgend ein Redner in einer Versammlung oder ob ein Abgeordneter oder Vizepräsident von der Reichstagstribüne unverbürgte Anschuldigungen ausstreut. Die Entrüstung über den Redner _ . ---------„-------„—----_____
in Danzig steht also weder Herrn Paasche noch ff^tgt un^ndacht (Di. Terziaroersammlnxg I« ,Natio>>alb. Ml <m. LLL? S"SS'Ä |rab“' “
* Die braunschweigische Regentschastsfrage. Die gewöhnlich gut unterrichtete ,Braunschwetg. ^mdesztg/ erklärt, in bestimmte Erfahrung gebracht zu haben, daß die Angelegenheit der Re» genenwahl nunmehr spruchreif geworden sei. Als Kandidat sür die Regentschaft sei der Herzog Jo- Hann Albrecht zu Mecklenburg anzusehen; die
Japans zu Frankreich nichts weniger als freundlich, seitdem Frankreich bem russischen Admiral mit seiner Motte in Madagaskar längeren
Ieit für den Besitz seiner wertvollen Kolonien in Asien. Diese Furcht würde durch den Bertrag befestigt. Japan gewinnt bei der ganzen Sach« nicht«. Vielleicht hat eS sich nur durch finanzielle Rück- fichten zu dem VertragÄrbschluß Herdeigelaffen.
und Miß Strange sehen sich nicht zum ersten- male; und es ist klar, daß sie fürchtet, er möchte verraten, wer sie ist! Mein Auge ist scharf. Ich hatte also doch recht, ihr zu mißtrauen. Lady Wolga hat eine Schlange in ihr Haus ausgenommen."
Sie preßte ihre dünnen Lippen auseinander und fuhr fort, Alexa zu beobachten.
Lord Kingscourt und Alexa wechselten einige Worten daun wurde das Essen angemeldet. Lady Wolga bat den Grafen, Alexa zu Tisch zu führen, was dieser bereitwilligst tat; di« übrigen Gäste hatten sich bereits entfernt und Lord Montheron nakm den Arm der Lady Wolga.
Lord Kingscourt belüchm sich auch während des Essens als Fremder gegen Alexa; er sprach mir ihr über gewöhnlich« Sachen, und sie versuchte, ihm mit Ruhe zu antworten. Er erwähnte der Vergangenheit mit keiner Silbe, aber Alexa bemerkte, daß er sehr ernst war und daß in feinen Augen eine große Besorgnis lag.
Alexa ersah, als Lady Wolga das Zeichen zur Aufhebung der Tafel gab und die Damen in den I Salon zurückkehrten, wo sie sich bis zum Eintrstt der Herren, jede nach ihrer Weise unterhielten. I Lady Wolga ersuchte Alexa, auf dem Klavier zu I spielen, imd diese gehorchte. Während des Spiels I traten die Herren ein, von denen zwei oder drei I uch dem Klavier näherten, während die anderen I uh Zu den Damen gesellten. Eine Spielkarte I itrfce arrangiert, einige Paare gingen in den I -trten, da der Abend mondhell und die Luft I ild war wie im Juni.
liebet die Höhe der geforderten Gelder — jährlich 30 Millionen Mark — dürfte man auch in „nationalen" streifen erschrecken. Bor dem Aufstande lebten im Lande wohl 20000 Eingeborene, wir hatten eine Eisenbahn und 609 Mann Soldaten dort; nach dem Aufstande leben Höch, stens noch 15000 Eingeborene: die Zahl der Eisenbahnen ist auf 3 gestiegen, und trotzdem soll die Schutztruppe auf 3988 erhöht werden. An waffenfähigen Männern sind m dem Lande höchstens 2000 Schwarze; wir stellen ihnen 900 Polizeisoldaten und 4000 Manu Militär gegenüber. Was soll dann überhaupt die große Menge von Soldaten in dem Sande tun? Da es sich nur um ausgebildete Leute handelt, fällt die Rekrutenausbildung weg; in uns verstärkt sich der Ein- druck, daß man Soldaten deshalb dort läßt, da- mit recht viel Geld in die Kolonie kommt, so daß sie sich
I „Sind Sie nicht geneigt zu einem kleinen Spaziergang, Miß Strange?" fragte er höflich. „Die Luft ist heute abend weich und angenehm."
I Alexa zögerte errötend.
„Ich bitte Sie, mir Ihren Arm zu geben" sagte der Graf. „Kommen Siek"
I Es lag etwas sanft Befehlendes in feinem Ton, was Alexa zwang, zu gehorchen. Sie nahm seinen Arm, und so gingen sie hinaus in die Halle, von allen unbemerkt, ausgenommen von Lady Mark- ham, welche Alexa nicht aus den Augen ließ.
DaS junge Paar wartete in der Halle, biß das Mädchen, welches der Griff nach einem Um- hang für Alexa geschickt, mit einem weißen Schal I zurückkehrte. Diesen warf Alexa über Kopf und ! Schulter, und dann gingen sie hinaus, dem
I Meere zu.
Keines von beiden sprach ein Wort, bis fit einen einsamen Platz am User erreicht hatten. Sie sahen andere Paare in einiger Entfernung, aber niemand war fo nahe, dich ihre Unterredung belauscht werden konnte.
An dem äußersten Rande des Ufervorsprunges blieben sie stehen, beide schweigend. Der Graf wartete, daß Alexa sprechen sollte, aber diese der- mochte ^s nicht. Er ließ ihren Arm los und trat einen schritt zurück, sie ernst, aber nicht streng ansehend: es lag eine unendliche Liebe in seinem Blick.
„Alexa, was soll dies alles bedeirten?" fragte er endlich.
. bedeutet", antwortete das Mädchen mit zitternder Stimme, „daß ich die Gesellschafterin der Lady Wolga bin."
„Dein Vater, Alera? Er lebt?'
„Gott sei Dank ja."
„Wo ist er?"
„In Griechenland."
„Er kam nicht mit Dir nach England?"
„Nein."
„Wer brachte Dich hierher?"
kFortsetmng folgt-7
über Wasirr halten kann. Da nämlich nahezu 1000 Soldaten sich als Ansiedler niederlasien wollen, ist es doppelt un- ersichtlich, wie die Regierung dem Mutterlande eine solche Last zumuten kann. Aber diese steigt immer mehr und immer höher; bereits jetzt find die Pensionen auf über 1,700,000 Mark berechnet; in zehn Jahren sind mindestens 10 Millionen Mark Pension zu bezahlen. Wer soll dem: all' diese Gelder aufbringen?
Nach der Neuorganisation kostet ein Mann im Durchschnitt jährlich 7500 Mark. Diese gewaltige Summe erklärt sich teilweise aus den hohen Gehältern, die wir zahlen sollen. Der Kommandeur der Schutztruppe erhält 19000 Mark, ein Hauptmann 10800 Mark, ein Leutnant (der in Deutschland 1300 Mark erhält) 6300 Mark usw. Die Beamtengehälter sind ebenso hoch und die Ausrückung findet jährlich statt, so daß viele Beamte schon in 3 Jahren das Höchstgehalt haben, gar alle in 7 Jahren; dazu soll dann noch alle 3 Jahre ein Heimatsurlaub treten, der das Reich ebenfalls hohe Summen kostet; wir wollen nur folgende Beamtengehälter herausgreifen. 1 Oberleutnant : 10,614—13,614 Mk., ein Bauinspektor 8,400—10,500 Mk., ein Intendant rsekretär 6,150—7,950 Mk., ein Zahlmeister 6,050—7,450 Mk., ein Proviantsamtsasfistent 4,500—4,900 Mk., (im Heimatland 1,800—2,200 Mk), ein Major- bursche 3,300—3,900 Mk. (im Heimatlande 900 bis 1500 Mk ). Nun mutz man sich vor Augen halten, daß Südwestafrika ein gesundes Land sein soll; viele Leute denken daran, dort ein Lungensanatorium zu errichten. Was muffen aber unsere Heimatsbeamten denken, wenn sie die hohen Gehälter ihrer Kollegen in der Kolonie sehen? Für die ersteren hat man kaum das erforderliche Geld, um sie ordentlich bezahlen zu können; aber in Südwestafrika soll man mit vollen Händen austeilen. Diese Politik muß Deutschland an den Bettelstab bringen und umß es ruinieren. Woher sollen denn die Gelder genommen werden? Kein Mensch will mehr Steuern zahlen. In Preußen stÄht so wie so schon für 1908 eine
Steuererhohunb
„Miß Strange", sagte Lady Wolga, „erlauben Sie mrr. Ihnen Lord Kingscourt dorzustellen."
Alexa, bleich bis zu den Lippen, und jeder ihrer Züge voll Verwirrung und banger Erwar- tung, erhob ihre Augen bittend zu dem Geliebten
Lord Kingscourt erschrak über das seltsame und unerwartete Zusammentreffen mit dem Mäd- efien, das Tag und Nacht seine Seele erfüllte und das er fern m Griechenland wähnte. Aber er äußerte fernen Ausruf der Uebecrafchung, noch verriet er seme Bekanntschaft mit ihr weder durch Worte noch durch Zeichen. Ihre Augen schiene r“ er solle niemanden merken lassen daß fte ftcE), früher schon einmal gesehen, weshalb er fte als eine Fremde behandelte und sich vor tfr verbeugte mit einer Selbstbeherrschung, weicht die ihrige fast noch übertraf.
Es fand keine Szene statt. Alexas Aufregung : war fo rasch verflogen, daß Lady Wolga sie nK* bemerkt hatte. Kein Auge hatte diese momentan - j
Deutscher Reich.
Berlin, 7. Mai 1907.
„Ich hatte denselben Eindruck", sagte Lady fBolga. „Sie erinnert mich an jemanden: aber fo diel ich auch darüber nachgedacht, kann ich doch mcht erraten, an wen. Ahl da kommen meine Gaste."
Das Eintreten einer Gruppe Damen und Herren machte der vertraulichen Unterhaltung zwi- kcheu Lord Montheron und der Lady ein Ende.
SUeja war mit Lady Markham an ein Fenster getreten, das die letztere aber verließ, äs die Gwte ««traten, unter denen sich Lord Kingscourt _ Alexa setzte sich auf die weichgepolsterte Fensterbank, halb verborgen von den chweren Vorhängen. Ihr Herz schlug fast hör- bar, Freud« und Angst kämpften in ihrer Brust um die Oberhand. Ihr Geliebter mußte jeden Augenblick eintreten: was würde er sagen sie so unerwartet in Clyffebourne zu finden? Doch sie konnte einer Begegnung mit ihm nicht Vorbeugen lelbst wenn ste e» gewünscht hätte. Sie zitterte
Wahl rottbe wahrscheinlich noch vor Pfingsten erfolgen. Voraussichtlich kehre der Herzog, der seit einiger Zeit auf einer Balkanreise begriffen ist, schon in den nächsten Togen nach Deutschland zurück. — Inzwischen hat sich der Herzog, der seine Zusicherung zur event. Uebernahme der Re- gentschast bereits gegeben haben soll, auf seiner Rückreise von Sofia am Sonntag nach Berlin begeben.
Donnerstag, 9. Mai. (Christi Himmelfahrt.) Dom. 5, 6 und 7 Uhr hl. Messe«, 8 Uhr Pfarramt und Predigt. >/,10 Uhr Kathedralamt, 12 Uhr kl. Meße, 1 Uhr ProMm, amf den Reuenbrrg. — Stadtpfarrkirche. ‘I*6 Uhr hl- Messe itnb Predigt, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 lchr hl. Messe und Predig:, * l * */«IO Uhr Amt und Predigt, *'«2 Uhr MknyrozeMon, ‘/»S Uhr Maiandacht. — Pfarrkirche gern heiligen Geiste. *[tT Uhr Austeilung der hl. Konmumion, 7 Uhr Frühmesse, 8 Uhr Hockamt mit Predigt, 5 Uhr Andacht mit Segen. — Sadalität. W Uhr Gemral-Kommmnon. — Franenderg. Heilige Messe um 5 Uhr (mit Mai-Andacht), ' '.6 und W Uhr bL Messen, 8 Uhr Rosenkanzunffr, 9 Uhr feierliche» Amt, 10 Uhr Miluärgottesdienst, nachmittag» ‘/iS Uhr
(:) Vie Kolomalarmee ist öa.
Roch nicht find die Debatten verhallt, die über ms Oberkommando der Schutztruppen in Berlin m Reichstage gehalten wurden, und schon soll -er Reichstag seine Zustimmung zu einer Solo- lialarmee geben, ßtoar haben dre Freisinnigen lierbei wiederholt versichert, daß sie gegen die kolonialarmee seien; um sich in Sicherheit zu oiegen, haben sie dem Berliner Oberkommando ;en Kopf abgeschnitten, indem sie den General '.bftrichen. Aber schon hat ihnen die Regierung rffnrt, daß sie im nächsten Jahr wieder mH ieser Forderung kommen werde. Der Freisinn .eckt den Kopf in den Sand, damit er nicht sieht, yai= alle Leute sehen. Aber nur zwei Tage konnte
in dieser Stellung des Vogels Strauß bleiben;
■•ie Regierung hat ihn in wenig sanfter Weise :ufgerüttett und bringt eine Vorlage ein, welche mf die Schaffung der Kolonialarmee direkt hin- insläuft. Man heißt sie jetzt nur Schutz-
ruppe, oamit der Freisinn dieses Gericht auf« ßt. In Südwestafrika soll sie eingerichtet werden; dann oat das Berliner Oberkommando auch inen Unterbau und ein Heer.
Der Hauplriat für 1907 fordert zur Unter- oerfung deS Aufstandes noch 60 Millionen Mark; tun war am 1 April 1907 der Frieden verkündet worden; dieser Etat konnte sich also nicht uehr halten. Es müßte an eine Neu auf. tellung gedacht werden. Die Ausgaben für sie draußen stehenden Soldaten sollen bis 1. Ok- obet 1907 noch auf Kriegskosten laufen, und ileichzeittg sollen
weitere 3500 Mann hin gesendet
aerden, was insgesamt 28 650 000 dl kostet. Diese Summe wird noch durch Anleihe gedeckt. Daneben sind aber noch 16,8 Millionen Mark eingestellt in den ordentlichen Etat: diese find er- 'orderlich für die Verstärkung der Poliizei-
r u p p e n, für die 4000 Mann Schutztruppen, aber wohl gemerkt, nur für % Jahr. Wir haben also im Jahr rund 30 Millionen Mark nötig, um die Koloniakarmee in Südwestafrika zu unterhalten. Eine sehr hübsche «Summe. 17 Feldkompagnien, 4Mafchmengewehrzüge, 3 Feld- und 3 Gebirgsbatterien sollen gebildet werden. Der Stab der Armee sitzt in Windhuk, das Kommando für den Nordbezirk in Ohawi und für den Süd- bezirk in Keetmannshop. Die Denkschrift zum §tat läßt auch jede Verschleierung darüber fallen, daß man es mit den 4000 Mann nur mit einer vorübergehenden Besatzung zu tun hat, diese soll vielmehr dauernd werden. Einmal ist dies ersichtlich aus den vielen Kasernen« tauten, die gleichzeitig gefordert werden, und tarnt anS dem großen Beamtenstab, der im Etat steht. Da fehlt fast gar nichts mehr für die Armee: neben den Offizieren sind vorhanden 1 Oberintendanturrat, eine Masse von Jntendanturper- fonal, Militärgeistliche, Kriegsgerichtsräte, Bau- sekretäre, viel Proviantamtsbeamte, Zahlmeister nfto. Kurzum, man hat einen
Militäretat im kleinen
vor sich. Alle diese Stellen sollen etatsmäßig werden, was wiederum zeigt, daß man mit der dauernden Belastung der Schutztruppe in dieser Zahl rechnet. Die Kolonialarmee ist also vorhanden: da gibt es nichts mehr zu deuteln.
Die Idee Dernburgs, nur eine kleine Schutztruppe zu bilden, hat man also fallen gelassen; ; das ganze riesige ^Schutzgebiet soll unter Verwal- \ htng genommen werden. ।
burgischen Landtages, ist Pim Reichsgerichts- rat «Leipzig ernannt worden. Dem Zentrums- Organ seines Wahlkreises, der Llldenb. Bolks- ztg.' in Vechta, wird diese Nachricht telegraphisch auS Oldenburg mitgeteilt. Durch diese NefSrde- rung, die zum 1. Juni erfolgen soll, ist das Reichstags»Mandat wie auch das Mandat für d«, oldenburgischen Landtag erledigt. BurlageS Wiederwahl zum Reichstage in Vechta - Delmenhorst ist gesichert, dagegen kann er ein Mandat für den oldenburgischen Landtag nicht mehr an- neunen. Für die katholische Pfarrgemeinde der Residenzstadt Oldenburg ist der Weggang des Herrn Burlage ein schwerer Verlust, da er sich der Jnteresten der Diaspora-Gemeinde stets leb- haft angenommen hat. Bei der letzten Reichs- tagswahl wurde er mit 16,186 vou 25,188 ab- gegebenen Stimmen, also mit einer Majorität von 7000 Stimmen gewählt.
-e. Zweierlei Ratz. Tie,Nationall. Ämx' ist darüber empört, daß gegen ihren Schützling, dm Abg. Dr. Paasche, mrwahre Anschuldigungen erhoben sind. In der Generalversammlung des liberalen Wchlvereins zu Danzig soll ein Redner gesagt haben, Dr. Paasch« hab« sich vor der Wahl für die Koalition-- f reih eit der Arbeiter erklärt, und nach der Wahl die Koalitionsfreiheit nicht beachtet. Die ,9lat. Son? weist da- als unwahr zurück und bemerst dazu: „Bedauerlich ist vor allem, daß solche Anschuldigungen in dieser allgemeinen Form, die sich ihrem Inhalte nach gar nicht kontrollieren lasten, auftreten, und leider auch von gewiffer Seite, wie es der Verlauf der Ver- fammlung des liberalen Wahlvereins zu Danzig beweist, gutgläubig ohne jegliche Krftik aus- genommen und verbreitet werden." — Die Entrüstung der ,Natlb. Äon.' mag berechtigt sein.
AurlauS.
* Der eNGlifih« Premiermmifter trab Wit Redr BülvwS. Kayitän Eraigs fragte im Unterhaus bei der Regimmg an, ob die britische Regierung mit Rücksicht auf die jüngst erfolgte Erklärung des Fürste» Bülow zur Abrüstungsfrage mir dem Bau eines dritten Schlachtschiffes der „Dreadnaught- klaffe"beginn«wolle. Premierminister Campbell- Bannermau erroibette, die Regierung anerkenne die Wichtigkeit der Bükow'schen Auslaffungen, doch gehe auS der Red« des deutschen Reichskanzlers hervor, daß Deutschland unter Wahrung ferne» eigenen Standpunktes alles vermeide» wolle; «a» geeignet fei, fremden Mächten Schwierigkeiten od« Unannehmlichkesten zu bereiten. Die britische Regierung ihrerseits wünsche die Frage ix demselben Gerste zu behandeln und fei von denselben fried - lichen Absichten beseelt. Die Regremng fei zur Zett nicht m der Lage, über daS Schiffsbauprogramm nähere Angaben zu mach«.
in Ostajieu fein, es würde also ein SeitenMck des englifch-iapauischen Abkommen- vom 30. Januar 1902 bilden. Die Reise bei Prinzen Fusch imi uackParis in „außerordentlicher Mission" soll damit in Zusammenhang stehen. Die ruffische und die englische Regierung feien über den Gang der Verband lmraen anf dem Laufenden erhallen worden. Diese Verstäudignitg dürste falls die Meldung sich
in Ausficht.
Wir hoffen und erwarten, daß die Zentrnms- ftaktion gegen, solche Pläne mit aller Entschiedenheit Front macht, daß sie auch dieses tut, unbekümmert um das Geschrei der nationalen Presse. Diese Lasten kann das deutsche Volk nicht ertragen. Die Regierung selbst wird in die größte Verlegenheit kommen, wenn sie neue Steuern Vorschlägen soll. Wir sehen aber sehr bekümmert in die Zukunft, weil der „nationale" Block diese Forderung auch annehmen wird. Wohin jedoch soll diese Steigerung der Ausgaben führen? Es ist eine Schraube ohne Ende.
wie Espenlaub, und ein leichter Schwindel befiel sie, als abermals die Tür geöffnet wtirde und mehrere Herren eintraten, unter denen sich Lord Ktngscourt befand.
Es fand die gegenseitige Begrüßung in der «blichen Weise statt: dann nahm Lady Wolga des Grafen Arm und führte ihn zu Alexa.
„Ich habe eine junge Gesellschafterin, der ich Ste vorzustellen wünsche", sagte die Lady. „Sie tst hier fremd, und ich rechne auf Ihre Güte, Lord Ktngscourt, mir behilflich zu sein, sie zu zer« streuen, bamit sie ihre Einsamkeit nicht fühlt."
So leise diese Worte auch gesprochen waren, < erretdjten fte doch Alexas Ohr. Sie raffte sich gewaltsam zusammen, und es gelang ihr ihre Ruhe zu behaupte«. Lady Wolga schlug den $oC, Hang zurück, und die beiden standen einander gegenüber.
ALexa
oder
Auf -eheirrurisvollen Wegen.
Roman vou ®m«xt> Wagner.
41] (Nachdruck verboten.)
Der Marquis war nicht ganz befriedigt, doch bic» war nicht bte Zeit noch der Ort, seine Uvzu- friebenheit zu äußern. Er fuhr fort, Alexa zu beoüackten, und sagte leise:
JBifTen Sie, Wolga, es ist mir, als hätte ich k früher schon irgendwo gesehen."
Lady Wolga erschrak imb wechselte die Farbe.
„Unntogfidj!" rief fte. „Sie ist eine Fremde in (England.
„Darm erinnert fit mich an jemanden, den ich