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wochenbeklaye: „Illuftriette §onntag§zettung

Monatrberiage: „Sulöacr GeschkchKblätter

M 101

Fulda, Freitaq den 3. Mai 1907.

34. Jahrgang.

A«; < igeit: Die ein» fpaltige Petitzeile oder deren Raum 15 pfg. Reflamen Jie Petituile 25 Pfg.; bei wieder. Holungen wird entjpr.

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Zweites Mlatt

36|

Dem Beschluß der Budgetkonimission gemäß gibt die amtliche Erhebung auch Ausschluß über die Zahl der Anträge aus Gewährung von ^teranenbeihilsen, die in den Rechnungsjahren 1898 bis einschließlich 1905 abgelehnt worden stnd. Die amtliche Statistik unterscheidet drei Arten von Gründen, welche zur Ablehnung ge­führt haben. Wegen mangelnder gänzlicher Er­werbsunfähigkeit wurden 31210, wegen mangeln­der Hilfsbedürftigkeit 34 735 und wegen Unwür- digkeit 4225, zusammen also 70170 Gesuche abgewiesen. Um sich ein volles Bild über diese Ablehnungen machen zu können, ist es uner­läßlich, daß man auch die Zahl der Gesuche kennt, welche um Gewährung von Beihilfen überhaupt eingereicht worden sind. Schließlich fehlen auch noch nähere Angaben über das, was unter gänz­licher Erwerbsunfähigkeit so aufgefaßt wird, daß auch derjenige Kriegsteilnehmer unter dieZahl der Erwerbsunfähigen zu rechnen ist, welchem viel- \ leidjt seine Mitmenschen aus Erbarmen über seine Not noch eine Kleinigkeit zukommeu lassen, die aber gerade so gut als ein Almosen betrachtet wer­den könnte.

Der Reichskanzler hat diesen Ergebnissen auch noch Mitteilungen beigefügt über die Höhe der Mittel, welche aufgebracht werden müßten, uni den Wünschen, wie sie in den einzelnen Forde- rungen niedergelegt worden sind, zu befriedigen. Er hat ausgerechnet, daß zur Gewährung von Veteranenbeihilfen an sämtliche am 1. Oktober 1906 vorhandene Kriegsteilnehmer ohne Rücksicht auf Hilfsbedürftigkeit und Erwerbsunfähigkeit in Summa, 60 Millionen Mark erforderlich wären. Wenn die Beihilfen auf jene beschränkt würden, welche weniger als 600 M Einkommen haben, wurde sich diese Sumnie auf

30 Millionen

diese drei Kategorien zusammenfafsen, so erhalten wir ein noch unerfreulicheres Bild. Die Zahl derjenigen, welche das 60. Lebensjahr schon vollendet, eine auf weniger als ein Drittel herab- gesetzte Erwerbssäigkett, sowie ein Einkommen von weniger als 600 bezw. 480 <^t haben, ist sehr groß; es find 161097 bezw. 116015 Köpfe ge­zählt worden. Daraus ergibt sich, daß insgesamt 277112 Kriegsteilnehmer zu zählen find, welche neben denSorgendesAlters auch noch von der B ü r d e der bedeutend herabgeminderten Er- werbsfähigkeit bedrückt werden und dazu noch in den ärmsten Verhältnissen leben. Diese Zahlen allein genügen schon, um die Bitten, welch« der Reichstag alljährlich an die Regierung gerichtet hat, als vollberechtigt erscheinen zu lasten.

MsmkWfiliches und Soziales.

* Exzellenz v. Möller über das amerikanische und deutsche Wirtschaftsleben. Der frühere preußische Handelsmmister v. Möller, ein Großindustrieller und hervorragender Kenner der Verhältnisse unserer Industrie und unteres Groß- Handels, war von dem Kaiser zu den Einweihungs­feierlichkeiten des Carnegieinstituts in Pittsburc^ entsendet worden. Er ist nunmehr nach Deutsch, land zurückgekehrt und hat sich über seine Beob- achtungen in den VereinigtenStaalen ausgesprochen. Er erklärte, er habe ausgezeichnete Gelegenheit gehabt, vieles zu beobachten, da er allenthalben höchst liebenswürdig empfangen worden sei. Er finde die Lage d.s Marktes noch durchaus günstig, überall herrschte regster Betrieb. In oent Möller einen Vergleich zwischen deutscher und | amerikanischer Produktionsweise zog, erklärte er, im allgememen müsse ein solcher Vergleich hinken, da Amerika bezüglich der Rohstoffe, sowie der .Kraftquellen bester situiert sei als Deutschland. So habe hier die Stahlindustrie billigeres Brenn» material, aber höhere Löhne, während Deutsch- land teurere Feuerung, aber mäßigere Löhne habe. Amerika könne mit "leichter erlangbarer Kohle, Rohpelroleum und Naturgas viele technische Prozeffe durchführen, die in Deutschland unmög. lich seien und deren Resultat daher auf andere Weise erzielt werden müsse. Amerika spare Handarbeiten, gehe aber außerordentlich oer- schwenderisch mit Heizmaterial um. Die Arbeits- teilung sei in manchen großen Werken, wie in den Ernlemaschinenfabriken in Chicago und den Luftbremsefabnken, viel strenger durchgeführt als in Deutschland. Das jei möglich, da letzteres eben nicht den Markt habe, der solche Betriebe unter­

halten könne. Möller wunderte sich, daß die amerikanische Technik in manchen Dingen

dieser Summe für unsere Kolonien aufwenden mußten. Die Gewährung eines auskömm­lichen Daseins an unsere Kriegsteilnehmer ist aber eine Ehrenschuld, welche wir ihnen länger nicht mehr vorenthalten dürfen.

Jedenfalls werden die Ergebniste der Er­hebungen noch mehr Veranlassung geben, die bis- herigen Wünsche auch in Zukunft energisch zu vertreten. Auf welche Weise die Mittel dazu aufgebracht werden sollen, lasten wir einstweilen noch dahingestellt; an Vorschlägen dazu hat es noch nicht gefehlt. Don verschiedener Seite liegt dem Reichstag der Antrag vor, zu diesem Zwecke sowie eventuell zur Ergänzung des Reichsinvali­denfonds die Erhebung einer

Wehrsteuer

einzuführen. Ueber die Art dieser Wehrsteuer läßt sich debattieen. Ein Antrag verlangt, daß sie die zum Militärdienst nicht herangezogenen Wehrpflichtigen für die Zeitdauer trifft, während welcher sie ihrer Dienstpflicht im stehenden Heere und in der Reserve hätten genügen wüsten; sie soll nach dem Einkommen abgestust werden. Die bevorstehenden Beratungen im Reichstag werden uns zweifelsohne mancherlei Anregungen zu die­ser Frage bringen. Da auch der Reichsinvaliden­fonds in absehbarer Zeit aufgebraucht sein wird, erachten wir namentlich im Hinblick auf die durch die Erhebungen erzielten Ergebniste die Erledigung der zu Gunsten der Kriegsteilnehmer erhobenen Forderungen für unaufschiebbar.

reduzieren; bei Berücksichtigung des Einkommens von weniger als 480 würden 19 Millionen Mark genügen. Wenn die Beihilfen d--nen ge- rercht würden, welche das 60. Lebensjahr vollendet haben, so sind 39 Millionen Mark erforderlich. 19 bezw. 14 Millionen müßten aufgebracht wer­den wenn dre Unterstützung all jenen zukommen wurde, welche das 60. Lebensjahr vollendet, eine auf weniger als ein Drittel herabgesetzte Erwerbs- fahigkeit sowie ein Einkommen von weniger als er t ..ro' 4SQ haben. Für den ersten Augen- a,,a/uogendiefür diesen Zweck aufzubringenden Mittel vielleicht etwas hoch erscheinen; es ist aber zu berücksichtigen, daß die Zahl der Kriegs- teilnehmer täglich geringer wird, sodaß also auch die für Beihilfen vorgesehene Summe I fitf) herabrmndern müßte. Andererseits spielt! aber eine Summe von 20 bezw. 50 Millionen in dem Budget des deuffchen Reiches noch keineswegs Ewe so'große Rolle, daß dieser Bettag uner­schwinglich sein durfte, umsomehr als wir bei- spielsweise tm letzten Jahre allein das Vielfache

noch recht rückständig sei. Im üb.igen findet Möller, daß die großen deutschen Werke den amerikanischen keineswegs nachstehen, außer dem Handel mit Erzeugnisten, für welche Deutschland kein ausreichendes Absatzgebiet hat.

?Am-£Seben und der Gesundheit der Arbeitskräfte gehe Amerika sehr unvorsichtig um. Möller fand in den größten Werken nicht die allergewöhnlichsten Schutzmaßregeln.

Zur Behandlung von Trunksüchtigen durchLandesverficherungsanstalten. Die Landes- Versicherungsanstalt Schlesien hat sich ent- schloffen, Maßnahmen zu treffen, um dem immer weüer m verderblicher Weise um sich greifenden Alkoholmißbrauch im Kreise der Versicherten ent» aegenzuwirken und hierdurch einer oft frühzeitigen Invalidität derselben vorzubeugen. Die Ver­sicherungsanstalt wird zu diesem Zwecke geeig­nete trunksüchtige Versicherte in einer Trinkerheilanstalt behandelnlassen. Des­halb sollen die Polizeiverwaltungen und die Ge­meinde- und Gutsvorsteher ersucht werden, die­jenigen der Trunksucht ergebenen Versicherter, deren moralische und körperliche Widerstands- sähigkeit noch so beschaffen ist, daß ihre Wieder­herstellung und Heilung mit einiger Sicherheit zu erwarten ist, und welche den ernsten Willen haben, von dieser Krankheit geheilt zu werden, zu einem Antrag auf Aufnahme in eine Trinker­heilanstalt zu bewegen. Dem Anträge muß die letzte Quittungskarte und die Erklärung beige- geben werden, ob die Anttagsteller bereit sind, nach Entlassung aus der Heilanstaft einem Ent» baltiamkeilsveretne beizutreien.

ben haben; nun aber war ec der Erbe von Mont Heron und der Herzog willigte in die Heirat. Lord Stratford brachte seine Baut auf das Schloß und lebte dort drei Jahre, betrachtet als zukünftiger Herr und seine junge Gattin wie eine Art Kö­nigin. Die kleine Lady Konstauze wurde dort ge­boren — das schönste Kind, welches jemals das Licht der Welt erblickte, und wenn sie am Leben geblieben wäre, würde sie eine seltene Schönheit geworden feilt."

Ungeachtet ihrer ernsten Stimmung konnte Alexa sich eines Lächelns nicht erwehren, als sie von sich sprechen hörte.

»Der alle Herzog ivar so eigensinnig und trotzig wie der lahme Marquis. Sie nahmen in der Politik entgegengesetzte Stellungen ein und gerieten heftig aneinander. Der Marquis wurde wütend und nahm sich vor, zu heiraten. Er er­wählte sich eine Dame, deren Vater verarmt war die in seinem Reichtum einen hinreichenden Er­satz für sein körperliches Gebrechen und seinen häß- sichen Charakter fand und in die Heirat willigte. Tie Verlobung wurde geheim gehalten, bis eines abends der Marquis feinen Bruder und dessen Gattin zu sich in die Bibliothek berief und ihnen vor Zeugen erklärte, daß sie am nächsten Morgen das Schloß verlassen sollten, da er heiraten und am anderen Tage feine Braut holen werde. Ich war gerade in die Bibliothek getreten, um das tteuer aufzuschüren, und hörte alles, was gespro­chen wurde. Niemand aber nahm Notiz von mir und niemand sah mich. Lord Stratford antwor­tete seinem Bruder in leidenschaftlicher Erregung und stieß Rachedrohimgen hervor. Es war ein furchtbarer Auftritt, Miß", und Mrs. Goff schau- derte, „den ich mein Lebtag nickst vergessen werde."

Sie machte eine Pause, während der sie einige Aahlen in's Feuer warf. Ihre Stimme war am Schluffe leiser gewesen, als beim Beginn ihrer Er­zählung, und ihr ganzes Wesen verriet, daß die Erinnerung an jenen Auftritt sie noch erzittern machte. Alexa hörte mit fieberhafter Spannung zu, in der Hoffnung, eine Spur des Mörders zu finden und der Gedanke an ihre baldige Begeg­nung mit ihrer Mutter, die ja ihre. Tochter tot ' glaubte, erhöhte ihre Erregung.

[:i Die ttriegsveteranen und ihre Erwerbsverhaltnifie.

Die Versorgung unserer Kriegs invaliden bil- det seit Jahr und Tag einen stets wiederkehrenden Punkt in den Verhandlungen des Reichstags. Auch jetzt liegen wieder za hl reiche Anträge von allen Parteien vor, welche die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer in größerem Maße als bisher fordern. Die einen wollen die Unter­stützungen gewährt wissen nach Vollendung des 60. Lebensjahres und bei einem Einkommen von

Akexa oder

Auf geheimnisvollen Wegen.

Roman von Eduard Wagner.

(Nachdruck verboten.)

16. Kapitel.

Ein Schritt vorwärts.

Kammermädchen der Marquise von Moutheron der Mutter des ermordeten Marquis und desjeni­gen, welcher des Mordes angeklagt und schuldig befunden wurde, und später, zur Zeit des Mor­des, war ich Hausmädchen."

. A^ra nickte leicht mit dem Kopfe, zum Zeichen daß sie mit Interesse zuhörte. '

Mylady starb, blieb ich im Schlosse, und als Lord Strafford Heron, des Marquis jüngerer k^ne Braut heimbrachte, welche schon ein

Zimmermädchen hatte, das sie auch behielt, wurde ich Hausmädchen. Der Marquis Siim” so.streitsüchtig und heftig, daß ich mrch wunderte, wie es Jemand bei ihm aushalten konnte. Er hatte in der Liebe schlimme Erfab- rungen gemacht, und das, in Verbindung mit sZ- ^^^etLtoar die Ursache, daß er alle Men- rachsüchtig und grausam und hatte viele Feinde.

„Er hatte viele Feinde?" fragte Alexa.

„Mau möchte sagen, er hatte so viele Feinde als ihn Menschen kannten, Miß," sagte Mrs. Goff' „Alle Leute, hoch oder niedrig, haßten ihn oder mochten ihn doch nicht leiden. Er hatte erklä'st nicht zu heiraten, und daß sein Bruder Lord Strafford Heron, sein Erbe sei. In Folge dieser Aussichten stteg Lord Sttatford sehr im Ansehen der Leute, obwohl er schon allgemein beliebt und geachtet war. Es gab aber auch nur einen Mann tote er war, mit einem so schönen Gesicht und den blauesten sanftesten Augen, die ich jemals gesehen labe, hoch und kräftig von Gestalt, gewandt und immer heiter und so seelengut, — ein wahres Muster eines Edelmaiines. Ich habe mich immer gewundert, an wen Sie mich erinnern, und nun habe ich es. Sie haben ganz das Gesicht der Fa­milie von Moni Heron."

„Das fft sonderbar," bemerkte Alexa etwas verlegen.

„Zufällige Aehnlichkeiten kommen vor, sonder» bar genug. Lord Stratford verliebte sich in die einzige Tochter des Herzogs von Clyffebcurne Wenn er sich mit dem Anteil eines jüngeren Bru­ders hätte begnügen müssen, würde ihm der Her­zog seine Tochter höchst wahrscheinlich nicht gege-

„xsene Nacht, Miß," fuhr die Erzählerin fort, „wurde der Marquis in seinem Bett ermordet, und am andern Morgen wurde Lord Stratford,— der so schön und immer so lebensfroh und freund- ltch gewesen war, — verhaftet wegen dringenden Verdachts, den Mord begangen zu haben. Er wurde verhört und die Beweise gegen ihn waren erdrückend.

Mrs. Goff entwarf ein Bild von der Unter- suchung und den dabei zutage getretenen Tat­sachen, mittelst welcher Lord Strafford Heron des Verbrechens überführt wurde, erzählte aber im Wesentlichen die Geschichte eben so, wie Alexa's Vater sie erzählt hatte.

„Lord Sttatford Heron wurde des Morde) für schuldig befunden," schloß sie ihre Erzählung, „und zum Tode verurteilt. Er entkam aus dem Gefängnis mit Hilfe des Wärters, den er bestochen haben muß. Beide entflohen aus England und wurden nie wieder gesehen. Wie ich gehört habe, wurde ermittelt, daß Lord Stratford nach Amerika ging und dort starb."

. „Ich glaube, jedermann hielt ihn für schul­dig," sagte Alexa scheinbar ruhig.

„Wie konnte man auch etwas anderes glauben, nach den vorliegenden Beweisen?" warf Mrs. Goff ein. „Selbst seine Gattin, Lady Stratfo'd Heron/ hielt ihn für schuldig und ging nie zu ihm, während er im Gefängnis war. Sie war da­mals zu Clyffebourne. Sie schloß sich mit ihrem Kinde ein und ließ niemanden zu sich. Ich hatte immer geglaubt, der Lord würde mit lebenslang, sicher Zuchthausstrafe davonkommen, da er von so edler Geburt und so reich und bei dem Hofe an- gesehen war. Aber die Leute Huben einen gewalti- gen Sarm, an und fragten, ob mau ihn schonen wollte, weil er ein Marquis fei. Da sein Bruder • toat2 5?r er "un Wirklich Marquis. In Lou- don und Manchester wurden Volksversammlungen abgehalten, welche verlangten, daß ein vornehmer Mörder fo gut bestraft werde, wie ein armer. Die Lache machte großes Aufsehen und das Ende da­von war, daß die Gerechtigkeit ihren Lauf hatte UWd Lord Stratford zum Tode durch den Strang verurteilt wurde."

(Fortsetzung folgt)

volle halbe Million Kriegsteilnehmer find innerhalb der deutschen Grenzen zu zählen, für welche irgend eine Pension oder Unterstütz- ung noch nicht bereitgestellt worden ist Diese Tatsache ist umso betrübender, als wir durch die amtlichen Erhebungen belehrt werden, daß der größte Teil von ihnen derjenigen Klasse ange- hort, die man unter dem Nameil „arote Teu- fel" zusammenzufassen pflegt. Erfahren wir doch, daß rund 250 000 Köpfe weniger als 600 M und rund 160 000 to e n i g e r a I g 400 Einkommen haben. Es sind also über 400 000 Kriegsveteranen zu zählen, welche in den ärm­lichsten Verhältnissen leben. Dazu kommt aber noch, daß fast 200 000, genau 191132 davon eine auf weniger als ein Drittel her- abcmetzte Erwerbsfähigkeit haben. Zu­dem spielen noch die Altersverhältnisse eine be­deutende Rolle. Bereits 327 853 Veteraneii ha- ben das 60. Lebensjahr vollendet. Wenn wir nun

Der Wind wurde kälter mit dem Vorschreiten des Abends, weshalb im Kamin in Alexa's Zim­mer Feuer angemacht wurde, und diese setzte sich an dasselbe, halb vergraben in dem ungewöhn- .ch starken Polster eines Lehnstuhls, das Gesicht ^.^^?"en, den Kopf an das Kissen gelehnt, „a Lodete ein Wachslicht an und setzte ihrer Herrin, worauf sie lLi^'^los entfernen wollte: doch Alexa's lieb.iche Stimme hielt sie zurück.

„Kommen Sie und setzen Sie sich ein wenig iu mir , sagte sie. fühle mich diesen Abend >o einsam. Erzählen sie mir etwas von Mont Heron."

Sich sehr geschmeichelt fühlend, rückte Mrs ®L"T einen Stuhl in die Ecke am Kamin, und sich niedersetzend, sagte sie:

gibt nicht viel von hier zi, erzählen. Miß ®?.5, jur ^ie ein Interesse haben könne. Die Ge- schiaite von dem Mord zu Mont Heron ist ver­alte:, und Sie haben sie gewiß schon gehört." habe davon gehört," antwortete Alexa i v erzählen sie vielleicht ganz anders, und ich mochte sie von Ihrem Munde hören." tCsi^ wünschen, will ich sie gern er- anbei* Ä ^off' "unb id> glaube, daß her mbacn bpnÄ1 £?nn' aIS Sie »e gehört ha- s wogen, oenn ich diente damals im Schlosse als Seuo^n1 hnUm«änöe ,ef)c genau. Ich bin auch hip (v ^„^rlcht vernommen und kenne die Geschichte besser als diejenigen w-lche sie nur m ^üungea gelesen haben.' Ich L früher

vermischtes.

* Der österreichische Minister des Auswärtigen in Berlin. Baron Äehrentyal ist am Mittwoch tzwrgen in Begleitung des Freiherrn v. Gagern m Berlin erngelroffen. Er wurde am Bahnhof von dem osterreichstch ungarijchen Botschaster Szöpyeny begrüßt. Um 1/al Uhr wurde er vom Kaiser empfangen. Die Audienz währte über eine Stunde. ®a,2n J.a110 hei dem Staatssekretär des Auswärtigen P; Tfchlrschky Frühstückstafel statt. Gegen Abend stattete Baron Aehrenthal dem Reichskanzler Fürsten ■ouioro einen Besuch ab und leistete dann einer Ein» ladung des Kaisers z u r T a s e l Folge. Auch Frei» Herr v. Gagern war zur kaiserlichen Tafel zugezogen.

Kritischer Fall. „Ich stecke in einer furcht» varen Klemme! Die Heiratsagenlur, an die ich ""ch gewendet, hat Pleite gemacht — und nun roeiß ich nicht, ob ich nicht am Ende auch mit zur Konkursmasse gehöre!"

weniger als 900 Jt, die anderen wollen die Bei- Hilfen nach Maßgabe der Bedürftigkeit erhöht und durch Gesetz nach bestimmten Grundsätzen fest­gelegt sehen. Noch weiter geht ein Antrag, wel­cher will, daß diese Beihilfen auf Antrag der Be­treffenden auch ohne Prüfung der Untefftützungs- bedürftigkeit gewährt werden. Aehnlich waren die Absichten, welche die Anträge in früheren Sessio­nen schon verfolgten. Am 18. Mai 1906 hat die Budgetkonimission des Reichstages in Verfolg dieser Anträge den Beschluß gefaßt, von der Regierung Erhebungen über die Zahl der Kriegsteilnehmer, über ihre Ewerbsverhält- n,ße und über ihr Alter vernehmen zu lassen. Namentlich wurde Gewicht darauf gelegt zu er­fahren, wie groß die Zahl der Kriegsteilnehmer ist, die ein Einkommen von weniger als 480 bezw. 600 cM haben. Weiter sollte festgestellt werden, bei wie vielen die Erwerbsfähigkeit auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist, sowie wie groß die Zaql derjenigen ist, welche das 60. Lebensjahr vol­lendet haben. Endlich wurde noch die Feststellung gefordert, wie viele Anträge auf Gewährung von Veteranenbeihilfen in ben Jahren 1891 bis ein- schließlich 1905 abgewiesen worden sind, und aus welchen Gründen die Abweisung erfolgt ist.

Das Ergebnis dieser Erhebungen liegt nunmehr vor. Der Reichskanzler hat es in statt- stischen Aufnahmen dem Reichstag unterbreitet« Die wenigsten werden sich ein Bild über die Zahl öer Kriegsteilnehmer machen können. Umso mehr ist man überrascht von den Angaben, welche als Resultat der Erhebungen mitgeteilt werden. Die Zahl der am 1. Oktober 1906 vorhanden ge- toefenen Teilnehmer an dem Feldzuge von 1870-71 und den von deutschen Staaten vor 1870 gefllhr- ten Kriegen, die aus Reichsmitteln irgend welche Pension ober Unterstützung nicht beziehen, beläuft sich auf insgesamt 497 061 Mann. Also noch eine

Reklamen- und Anzeigenteil.

Der kategorischeJmperativ ■ für die Zeck des Uedergangs zur besseren Iah- lautet" Rehmi Fays ächte Sodener. ■ Gerade ,etzt must man sich doppelt vor,ehe», denn gerade ,etz> find Erräliungen des Halles MAM- and der Bronchien, die leichi chronisch werden, MW ungemer» häufig. Man beugt solchen Erkäl- tungen vor und man bekämpft vorhandene Er- ifHä! täUungen durch den Gebrauch von Fays ächten *\13ä ‘-ebener Mineral-Pastillen, die man sür 8. Pfg. ln allen Apotheken, Drogen- oder Btineral- .«Mk wasserhandlungen laufen lann.