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Fulda, Samstaq den 23. März 1907.
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)§( Der Sorpjenteiifi Ser Staats» sekretäre.
Dir liberale Presse beschäftigt sich furchtbar pnsig mit der Frage der Ministerwechsel mtb läßt jeden Tag andere Staatssekretäre abhängen; bald ist es Fürst Bülow, der andere auf» ißt, dann ist es Gras Posadowsty und Frhr. v. Siheinbaben; an Abwechselung fehlt es nicht. Da die liberale Presse jetzt gute Fühlung hat, so kann man entnehmen, daß einMinister- Wechsel bevor st eh t. Dafür bringen die Liberalen verschiedene Gründe vor.
Reichskanzler Fürst Bülow habe, wie der ,Weser Ztgck von besonderer Seite aus Berlin geschrieben wird, seiner Zeit mit seinem Vorschläge der Reichstagsauflösung ziemlich allein gestanden. Graf Posadowsky soll noch am Vormittag der Reichstagsauflösung eine solche für ausgeschlossen gehalten haben. (Der Reichskanzler selbst hat freilich auch noch 2 Tage vor der Auflösung zum Grafen Ballestrem gesagt, daß an eine solche gar nicht zu denken sei.) Auch der Reichsschatzsekretär soll wenig erfreut über die „11 eberras ch u ngspoIitik des Reichskanzlers gewesen sein, desgleichen sein Kollege in Preußen, Frhr. v. Rheinbaben. Rür der „Intimus" des Reichskanzlers, Minister v. Bethmann-Hollweg, sei mit dem Fürsten Bülow einer Meinung gewesen. Durch den Ausfall der Wahlen sei die Situation nun aber eine ganz andere geworden. „War man innerhalb der Staatsregierung auch anderer Meinung über die Politik des Reichskanzlers gewesen, so hat der Erfolg die Einigkeit wieder hergestellt. Jedenfalls kann eine jetzige Unstimmigkeit nur zu dem Austritt der betreffenden Minister führen, die bei ihren Anschauungen verbleiben wollen. Aber sowohl Graf Po- sadowsktz wie Frhr v. Rheinbaben haben sich längst den Ansichten des leitenden Ministers unterordnet, desgleichen anscheinend auch Herr v. Stengel. Die Krisis im preußischen Kultus- nnnlsterium steht aber auf einem ganz anderen Blatte."
Von anderer Seite erfährt die „Weser Zer- tui'g". bis jetzt habe Herr von Studt sein Enr- lassungsgesuch noch nicht eingereicht. Dagegen sei die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß er noch vor Ostern oder unmittelbar daraus von seinem Posten zurücktritt. Ws Nachfolger werden bereits mehrere Namen genannt, darunter auch Herr von Bethmann-Hollweg. Daß die Kandidatur des mit dem Fürsten, eng befreundeten Ministers nicht von der Hand zu weisen ist, wird dem genannten Blatte von mehreren Seiten bestätigt, dagegen ist ein bestimmter Beschlußschluß in der Frage des Nachfolgers im preußischen Kultusministerium noch nicht erfolgt.
'Gegen v. Studt richten sich die meisten Pfeile Ein liberales Blatt überschreibt.seinen Artitel: „Von einem, der nicht gegen will" Das ist so taktlos, wie nur irgend möglich. Es ist längst ohne Widerspruch erklärt worden, daß der Kultusminister nach dem Schluß des Landtags infolge seines hohen Alters den Abschied zu nehmen gedenkt. Wie kann man da, von einem Mann sprechen, der nicht geben will? Daß er jetzt, weil er den Zorn des Herrn von Zedlitz erregt hat, die Flinte sofort jms Korn werfen solle, ist doch nicht zu vertan- gen. Mindere Blätter derselben Richtung stellen den Reichskanzler direkt vor die Alternative, entweder Herrn v. Studt abzuschütteln, oder sich aus eine liberale Opposition gefaßt zu machen. Die „Leipz. Reuest. Nachr." meinen, wenn Herr v. Sludr 'm Amte bleibe, müsse überall das Mißtrauen erwachen, daß eben kein neuer Kurs ernsthaft beabsichtigt werde, sondern daß es sich lediglich um eine Tändelei handele. Einstimmig aber sind alle liberalen Blätter der Meinung, die der „Hannov. Kurier" ausspricht: „Soll liberal - konservative Poliftk getrieben werden nach den Worten des Kanzlers ober klerikal- konservastve nodj den Taten des Kultusministers? Die Frage harrt jetzt beschleunigter Antwort. Abcr^licht mehr durch schöne Reden, fort, dern durch Taten." Dieses stürmische Drau'- gängertinn hat die Konservatiiven stutzig gemacht. so daß die „Kreuzzeitung" bemerkt: „Wir haben darauf nur die Antwort, daß die Liberalen sich leider unter einer liberal-konser
vativen Politik eine streng liberale Politik denken und das „konservativ" nur als teere Redewendung gebrauchen. Wenn sie ihre Begriffe berichtigen wollten, würden sie sehen, daß chre Fragen schon durch die Tatsachen mit „ja" bantwortet worden ist. Wenigstens uns Konservativen erscheint die jetzt getriebene Politik schon reichlich liberal." Endlich ein offenes Wort von der konservativen Seite.
Im Privatgespräch haben konservative Abgeordnete schon wiederholt erklärt, daß sie die heutige Politik bis zum Erbrechen satt haben. Im Äbgeordnetenhause handeln sie auch danach; im Reichstage. sind es die Konservativen aus Sachsen, die noch ^ähe an der Paarung festhalten, sonst wäre es auch hier schon zum Bruche gekommen.
Mit und Kühe im Lebenshaushult.
Von Sanitätsrat Dr. P.
Jeder ordentliche Wirtschafter stellt für seinen Haushalt einen Etat auf, in dem er seine Ein- nahmen und seine Ausgaben in Einklang zu bringen sucht, damit am Schluß des Jahres kein Minus ihn überrascht, sondern womöglich ein Plus für das nächste Jahr vorzutragen sei. Verdient diese Ueberlegung auf dem rein wirtschaftlichen Gebiete schon alle Anerkennung, so wird es unbedingt zugegeben werden müssen, daß Jeder von uns verpflichtet sein müßte, die Einnahmen und Ausgaben seines eigenen Körpers genau zu prüfen, sie zu bewerten und darauf zu achten, daß die Ausgaben nicht die Einnahmen übersteigen, daß die Endbilanz eine günstige wird. Beide Faktoren stehen bei normalem Zustande in einem ganz bestimmten Verhältnis zu einander. Jede Störung dieses Verhältnisses bedeutet für unseren Körper eine Schädigung, die zur Erkrankung füh- ren muß. Jeder, der das Unglück hat, krank zu werden, weiß den. Wert der Gesundheit zu schätzen, um so höher, je heftiger ihn die Krankheit gepackt hat und je länger sie dauert. Und sehr viele gibt es banst, hie Einkehr bei sich halten und zur Erkenntnis. kommen, daß sie ihren Organismus nicht sorgsam behütet, daß sie mehr von ihm ausgegeben haben,' als sie nach Lage der Tinge dursten, daß fiec einen argen Raubbau getrieben, der sich jetzt rächt.
Tie Einnahmen unseres Körpers bestehen in der Aufnahme des Sauerstoffes der athmofphäri- scheu Luft, die wir sekundlich einatmen und in der Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen. Von diesen zugeführten „Spannkräften" wirkt der Sauerstoff auf die verbrennbaren Bestandteile der Nahrung ein und zerlegt dieselben mit dem Erfolge, daß aus ihnen lebendige Kraft geschaffen wird. Während die nicht mehr zerlegbaren Produkte dieses Verbrennungsprozesses durch die verschiedenen Ausscheidunasorgane unseres Körpers ans demselben fortgeschafft werden, wird die lebendige Kraft in Gestalt der Wärme, der Elektrizität und der mechanischen Arbeit zunächst int eigenen Körper für die Erhaltung desselben und Aufspeicherung einer gewissen Reservekraft verwertet, um bann m ihrem Ueberfchuß an die Außenwelt als mechanische Arbeit abgegeben zu werden, unter welcher aber hier nicht etwa die grobe körperliche Betätigung unserer Muskelarbeit, sondern auch die rein geistige Arbeit zu ver- stehen ist. Fe mehr aber an mechanischer Arbeit geleistet wird, um so mehr muß der Stoffwechsel, fette Einivirkung des Sauerstoffes auf die etnge- fübrfe Nahrung, erhöbt werden, was nur dadurch möglich wird, daß diese beiden Spannkräfte eben anch in erhöhtem Maße unserem Körper zuge- fülri werden. Da das aber auch nur bis zu einer gewissen Grenze angängig ist, so ist es notwendig, um Pas Gleichgewicht nicht zu stören, was sich nach außen in Erschöpfungszuständen höberxn oder mäßigeren Grades bemerkbar machen würde, mit der produzierten mechanischen Arbeit haushälterisch umzugehen, vor allem dabei für eine verständige Regelung der Arbeitsweise und speziell der, Arbeitszeit Sorge zu tragen.
Uns wird durch diese Ueberlegung klar geworden sein, daß unseres Körpers Gesundheit nicht nur davon abhängig ist, daß wir ihm im Essen und Trinken und Atmen die notwendigen Spannkräfte zuführen, sondern daß es auch, um die Gesundheit uns zu erhalten, Erfordernis ist, daß wir die gewonnenen Kräfte durch Arbeit bei wobldurchdachter, vernünftiger Lebensweise ausnützen.
Und zeigt uns nicht die tägliche Erfahrung, daß Müßiggang nicht nur, wie das Sprichwort sagt, aller Laster, sondern auch aller Krankheit Anfang ist? Darum sollen wir früh schon unsere Kinter an Arbeit gewöhnen. Daß man sie von den Verrichtungen der Erwachsenen ferne zu halten hat, ist für jeden überlegenden Menschen eigentlich selbstverständlich. Daß andererseits dagegen massenhaft gesündigt wurde und wird, be- weisen die besonders gegen die Kinderarbeit erlassenen Gesetze fast aller zivilisierten Staaten. Die vom Kindeskörper produzierten Kräfte sind eben nur für den Aufbau des kindlichen Körpers ausreichend. Das schließt aber nicht aus, daß ein Kind dem Erwachsenen durch Handreichungeu und Besorgungen leichterer Art bei der Arbeit be- hülflich fein soll. Dies, sowie leichte Gartenarbeiten: Unkraut ausziehen, Begießen der Blumen, der kleinen Pflänzchen, die es womöglich selbst gepflanzt hat, werden der Entwicklung von Körper und Geist nur dienlich sein. Das eigentliche Arbeitsfeld für die Kinder, ist die Schüfe. Es ist für unsere Lieblinge eine wirkliche Ar- beitsleistung, in den Schulstunden ruhig und gerade sitzen zu müssen, immer aufmerksam den Worten des Lehrers zu lauschen und das Gehörte in ihr kleines Gehirn aufzunehmen. Das Hirn ist zwar ein noch unbeackerter Boden, aber es
muß wie ein brach gelegener Acker erst durch Pilug und Egge vorbereitet werden in den ersten Schuljahren, und das ist schwere Arbeit. Unsere Lehrer werden es wissen! Darum auch hier die Erholung gönnen dem Kinde, das seine Pflicht in der Schule getan. Dann möge es sich in freier Luft, soviel es nur nach Jahreszeit und Witterung angebt, tummeln und durch nicht zu lärmende Spiele seine Kräfte und Geschicklichkeit üben!
Die Erwachsenen freilich, bei betten die Arbeit nicht Selbstzweck ist, sondern die durch der Arbeit Lohn sich die Mittel zur Existenz beschossen müssen, sind nicht in der güitftigen Lage, sich immer die Arbeitstätigkeit, 'die Arbeitsdauer entspre- chend der ihnen zur Versügung stehendeit Arbeitskräfte auszuwählen. Darum heißt es hier besonders darauf Bedacht nehmep, wie ber Vergeu- bitng und unzweckmäßigen Verwertung der Kräfte vorgebeugt werde» kann. Die Forderung sozialdemokratischer Kreise, nur eine ganz bestimmte Stundenzahl für die Arbeit zuzulafsen, ist eine Unmöalichkeit für alle Arbeiter, die nicht mechanische Arbeiter im Handwerk sind, und auch diese sieht man fast täglich die sich selbst diktierten Gesetze verletzen, indem sie nach offiziellem Ar- beitsschluß noch Privatarbeit verrichten,' um des nötigen Erwerbes willen. Eine bestimmte Stnn- deuanzahl für die Arbeit cmzngeben, hat demnach keipen Sinn. Wohl aber sollte es zstr Regel werden, daß man in und nach der Arbeitszeit - Er- bolungspausen eintreten läßt, die so> beschaffen sein müssen, daß wir nach ihrem Ablaufe besäbigt sind, wieder die Arbeit mit frischer Kraft mifzm nehmen. Die Erholungspausen sollen aber auch wirklich zur Erholung bettntzk werden, fei es durch völlige körperliche Ruhe oder durch (turnerische Freiübungen, gymnastische Spiele mancherlei Art, vom Kegelspiel bis zum Schwimmen im Sommer oder Schlittschuhlaufen im Winter; Tiesatmen in freier Lust als hocbbedeutsamer Faktor ist nicht zu vergessen! Es soll in dieser Erholungszeit die anstrengende Arbeit aber nicht abgelöst werden vom Hetzen und Jagen nach Genuß und Vergnügen, denn das ist keine Erholung, das ist eine Arbeitsleistung schlimmster Art, um so schlimmer noch als durch diese die Zeit des Nachtschlafes um ein ganz Bedeutendes gekürt wird. v
Damit kommen wir zur letzten Forderung, die erfüllt werden muß, tun unseren Körper int Gleichgewicht zu erhalten und den durch die außerordentlich hohen Anforderungen unsörvr Zeit aufs Aeußerste angestrengten, ja überanstrengten Nerven und Muskeln Zeit zur Ruhe zu geben, zum Schlaf. Der Schlaf in reiner Luft gewährt uns Arbeitern am besten den Ersatz usisexer Kräfte. Darum kürze man nie die Zeit des Nachtschlafes und sorge dafür, daß dieser ruhig, tief und er- glückend ist. Auch sehe man zu, daß man während der Arbeitszeit, zweckmäßig im Anfang der zweiten Hälfte derselben, sich ein Viertel- bis längsten? ein Halbstündchen Schlaf verschaffen kann. Das gilt von Erwachsenen sowohl, wie auch von Kindern, die ohnehin längere Schlafdatiter nötig, haben. Die Schlafdauer richtet sich nach dem Lebensalter, der Säugling schläft bis 20 Stunden täglich, das Kind bis zum vierten Lebensiahr? 16 Stunden, dann weniger bis, zum 7> Jahre, wo 10 Stunden genügen. Im 8.—10. Jahre benötigen die Kinder 9, int 11.-15. Jähre 8 Stunden Schlaf. Von da ab sind bis zur Zeit körperli
cher Arbeitsleistung miudestens 7 Stunden notwendig. Vom 20. Jahre ab richtet sich das Schlaf- bedürfnis erst nach der geleistete» Arbeit. Wer durch atthalteudes Nachdenken, vieles und lautes Sprechen, starke Märsche, durch überhaupt starke Muskelanstrengung Tag für Tag sich abmüht, bedarf mindestens 8 Stunden wirklichen Schlafes. Vom 55. Jahre ab ist zwar meist das Schlafbedürfnis nicht mehr so groß, doch tun die älteren Leute gut, auch wenn sie nicht zu schlafen vermögen, ruhig 9—10 Stunden im warmen Belte zuzubringen. Es erhält ihre Rüstigkeit länger.
So spielen im engsten Bunde Ruhe ttnb Arbeit itt unserem Lebenshaushalte die wichtigste Rolle. Nützen wolle» wir diese Erkenntnis, auf daß wir durch unsere Arbeit weiter fortbauen fönne» au der höheren Entwickelung des Menschengeschlechtes und der Welt, wie es die unzählige» Generationen unserer Vorfahre» taten, die durch die Arbeit uns aus dem tierischen Zustande zu dein vernünftigen Menschen, die wir zu sein uns heute rühmen, emporgeführt haben.
Vermiichtes.
. • Die Genickstarre. Den gegenwärtigen Stand- punkt der wissenschaftlichen Forschung über dir Genickstarre hat auf der letzten Naturforcherver- scnsimlung zu S'tnttgcust Tr. Westenhöffer-Berlin dargelegt. Hiernach,.so schreibt man der „Köln. Ztg.", hat Dr. Jäger, Garinionarzt in Straßburg, den Erreger der Krankbeit Zuerst richtig ■•r« kämet in dem schon 1887 von Dr. Wechselbaum beschriebenen Diplococous .Äitracehiliris. Nach den Untersuchungen von Dr. v. Liugelsheim- Beuthen gibt cs'zwei verschiedene Kokken, die gemeinschaftlich Vorkommen. Dr. Westenhcffer bat auf Grund eigener Untersuchungen gelegentstch der letzten Epidemie in Schlesien gefunden, daß nicht, wie viele glauben, zuerst die Mase erkrankt und die Annahme falsch ist, daß die Bakterien von ihr uns in das G'hiru wandern; vielmehr erkrankt zuerst die Rachenmandel und dann die Hintere Rachenwand, von dort wandern die Erreger in die Schädelhöhle. Ter Nachweis ein t Erkrankung der Rachenmandel ist deshalb van größter Wichtigkeit, weil man nunmehr die Pe"- Ionen „Kokkenträger"), welche die infizierenden Bakterien beherbergen, ohne selbst zu erkranken, ermitteln kann. Die Anzahl der „Kokkenträger" ist im Vergleich zu den Erkrankten sehr groß, denn nur besonders Disponierte werden von der Genickstarre befallen. Unter diesen ist aber Re Sterblichkeit sehr groß. Nach den amtlichen Berichten waren 1891 nicht weniger als 3102 Personen an Genickstarre erkrankt, wovon 1789 der Krankheit erlagen und zahlreiche andere chronischem Siechtum verfielen. Dr. Fehle (Wien! fand, daß beim Auftreten der Epidemie in gewissen Kohlenrevieren nur solche Familien betroffen wurden, bei denen die Männer in ganz bestimmten Schächten tz,earb"itct hatten. Kinder, die von der Seuche ergriffen wurden, ioaren "in fast allen Fällen von ihren Vätern infiziert. Schulepidemien sind nicht vorgerommen, was damit begründet wird, daß Kinder nickst auszuspucke» Pflegen. Der Erreger der Genickstarre ist außerhalb des menschlichen Körpers reuig widerstandsfähig und stirbt, dem Sonnenlicht ausgesetzt, rasch ab, daher sind dunkle (und schlecht ventilierte) I Räume der Ausbeutung der Epidemie günstig.
Der Bauernkrieg in Rumänien.
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Das
I
sengende, mordende Bauernscharen durchziehen das Land und können ungestört ttyc Gelüst an den Juden stillen, da die beiden in Betracht kommenden provinzialen Präfette sich ganz auf ihre Seite gestellt haben. Kleinere (Stähle sind von den Bauern überfallen und ausgeplündert
worden und die Hauptstadt Jaßy rofiti von 30000 Bauern zensiert, und ihre Garnison ist zu schwach, um nur mit einigermaßen Umsicht auf Erfolg den Bauern entgegentreten zu können. Die Regierung hat ein ganzes Armeekorps gegen die Bauern mobil gemacht, aber nachdem die Bauern einmal angefungen haben sich selbst zu helfen, werden sie ohne Widerstand sich vom Militär nicht mehr zurückdrängen lassen. Man kann also aus erweiterte Kämpfe gefaßt sein und zwar umsomehr, als das Militär selbst durchaus nicht für völlig einwandsrei anzusehen ist. Beispielsweise haben in dem Bezirke Botuschani die Soldaten mit den Bauern gemeinsame Sache gemacht.
.... Mißverhältnis, welches zwilchen den völlig verarmten Bauern und den reichen Großgrundbesitzern resp. deren Unterpächtern entstanden ist, hat sich gewalttätiger Weise bekundet. Die Bauern haben sich erhoben und in den nördlichen Distrikten der Moldau mit Mord und Brand wider die Gutspächler und die jüdische Bevölkerung überhaupt gewandt. So befindet sich das Gebiet zwischen dem Prath und der Bukowina in Hellem Aujru ir. Plündernde,
manien
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