erld-etm tegi ich, mtt Ausnahme der Son» unb Stiertage, viertel» jähn. Bezugspreis ohne vringerlohn und BetteUgelbinSulbaunb auswärts I Mi 50 pfg.
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Hotattonsbrud u. Verlag ber Sulbaer Ac» tienbr iderei in Suiba. Serr.fpredjer Nr 9.
JV3 50.
Fulda, Freitag den 1. März 1907.
34. Jahrgang.
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Deutsches Reich.
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Schleusenanlagen und Drehbrücken.
Ausführung der Arbeiten ist eine Bauzeit 7 Jahren in Aussicht genommen. 1
(Zentrum), 1 Welse, 4 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 15 Sozialdemokraten. E. 15 Kon» fervalive, 7 Reichspartei, 3 Wild-Konservattve, 8 Wirtschaftliche Vereinigung, 3 Resormpariei, 17 Ranonalliberale, 13 Freisinnige, 5 Freisinn. Volkspartei, 4 Volkspartei, 2 Wild-Liberale, 1 Däne, 31 Zentrum, 3 Elsässer (Zentrum), 9 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 15 Sozialdemokraten. F. 3 Konlervatioe, 4 Wirtschaft!. Vereinigung, 1 Resormpartei, 3 Nalionalltberale, 2 Freisinnige, 5 Freisinnige Vereinigung, 11 Zentrum, 2 Eliüsser (Zentrum), 4 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 6 Sozialdemokraten. G. 1 Wtrttchasll. Vereinigung, 1 Nattovalliberaler, 1 Pole. Tie 10 ätte- ften und 10 jüngsten Abgeordneten sind: v. Win- t erfeldt-Menkin (geb. 1823), Graf Hompesch, Fürst Jnnhauien, Traeger, v. Strom- deck, Dr. Lender, Boltz, Girier,». Siaudy
biete von anderhalbfacher Größe des Deritsch-r Reiches sei eine starke Trttppenrnacht zunächst t,-och nötig, um die erforderliche Sicherheit zu gewäh
ren. Mit der bereits angekündigten Verminderung , ~
auf 7400 Mann bis zum Schluß des Rechnunas- Schrader, jahres 1906 sei vielmehr eine Zahlengrenze er-'
die kulturkampflüsternen Pläne desselben Liberalismus. Einwandfreies Material, belebt mit zahlreichen wörtlichen Zitaten aus liberalen Blättern, gaben den Gröberschen Anklagen den b e st en N a ch d r u ck. Zwar wollte der Libe- ralismus anfänglich noch darüber lachen, er verstummte aber, als er unter der Bedeutung der von Gröber zitierten Blätter seine Niederlage selbst verspürte.
Gröber beschäftigte sich auch ganz ausführlich mit dem „W o r t -P r o g r a m m" desReichs- kanzlers und dem von den übrigen Parteien dazu abgegebenen Erklärungen. Auch davon wird der Reichskanzler nur wenig entzückt sein. Namens des katholischen Volkes gab aber Gröber die entschiedene Erklärung ab, daß es unbeirrt den Weg der bisherigen ersprießlichen Politik weiter wandern wird, wie es ihm seine Ueberzeugung vorschreibt. Das ist die Politik, welche voll und ganz im Interesse des deutschen Volkes liegt und zum Wohle unseres Vaterlandes führt. (Wir werden die herrliche Rede Gräbers in der morgigen Nummer unserer Zn- tung ausführlich wiedergeben. D. Red.)
1 Zentrum. B. 3 Konservative, 1 Wirtichastl Vereinigung, 1 Nationallibera'er, 2 Freisinnige, 1 Freisinnige Volkspartei, 2 Zentrum, 2 Polen. C. 14 Konservative, 6 Reichspartei, 2 Wild- Konservative, 10 Nationalliberale, 3 Freisinnige, 2 Freisinn. Vereinigung, 1 Volks Partei, 21 Z-ntrum, 7 Sozialdemokraten. Ö. 22 Konservative, 9 Reichs- Partei, 4 Wild-Konservative, 4 Wirtschattl. Vereinigung, 2 Reformpartei, 22 Nationalliberale, 7 Freisinnige, 1 Freisinnige Vereinigung, 2 Volks- Partei, 2 Wild-Liberale, 37 Zentrum, 1 Eltäsfer
Parlamentarische Nachrichten.
* Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses erledigte in der Sitzung von heute Morgen 3 zurückgestellte Titel. Tas Gebäude für die Provinzialsteuerdirektion Hannover wurde nach kurzer Debatte bewilligt, desgleichen der Ankauf eines Grundstücks und die erste Rate zum Bau eines Hauptsteueramts in Essen. Zu letzterem muß 1908 ein neuer Kostenanschlag im Plenum vorgelegt werden. Es soll nämlich der Bau auf einem anderen als ursprünglich geplanten Platze erfolgen. Die Verlegung des Overprä- sidiums von Schleswig nach Kiel wurde aus formalen Gründen zur Zeit einstimmig abge- lehnt. Die Regierung erklärte, demnächst ein ausgearbeitetes Projekt mit Kostenanschlag nachträglich einbringen zu wollen.
* Der Seniorenkonvent des Abgeordnetenhauses war heule vormittag zusammengetreten und beschäftigte sich mit der Frage, ob es nicht angebracht sei, auch den Abgeordneten des Landtags freie Eisenbahnfahrt in Preußen während der Sitzungsperiode analog den Be- stimmungen für Reichstagsabgeordnete zu bewilligen. Den Landtagsabgeordneten wird nur eine einmalige Hin- und Rückreise zu Beginn und zum Schluß der Session vergütet. Die Freikonservativen beantragten, wenigstens Freifahrt zwischen Heimatsort und Wahlkreis und Berlin zu gewähren während der Sitzungsperiode. Die Konservativen nahmen aber auch hierin eine ablehnende Haltung ein und wollten an dem bisherigen Gebrauch nichts ändern. Infolgedessen kam es zu keinem Beschluß.
V ^eber das Alter unserer Reichstags-Abgeordneten macht ein uns von Hermann Hill- ger in Berlin W, 9 freundlichst zur Verfügung gestellter Aushängebogen von „Kürschners Deutscher Reichstag 1907" (Preis 6t) Pfg.), das am 7. März allgemein zur Ausgabe gelangt, folgende Angaben: Im Reichstage ist insofern eine
glied seines Hauses sich in einem dem reichs- verfassungsmäßig gewährleisteten Frieden unter Bundesgliedern widerstreitenden Verhältnisse zu dem Bundesstaate Preußen befindet und Ansprüche auf Gebietsteile dieses Bundesstaates erhebt, auch die Regierung eines anderen Mitgliedes des herzoglichen Hauses Braunschweig- Lüneburg in Braunschweig mit den Grundprinzipien der Bündnisverträge und der Reichsverfassung nicht vereinbar sei, selbst wenn dieses Mitglied gleichzeitig mit dem Verzicht der übrigen Mitglieder des Hauses auf Braunschweig seinerseits für sich und feine Deszendenz allen Ansprüchen auf das frühere Königreich Hannover entsagt, daß demnach durch die dem Bundesrat vorgelegten Erklärungen Seiner königlichen Hoheit des Herzogs von Cumberland in den Schreiben an Seine Majestät den Deutschen Kaiser, König von Preußen vom 2. Oktober I 1906 und an das Herzoglich Braunschweig-1 Lüneburgische Staatsministerium vom 15. Dez. 1906 eine entscheidende Aenderung in der dem Beschluffe des Bundesrats vom 2. Juli 1885 — Paragraph 422 der Protokolle — zu Grunde liegenden Sach-Rechtslage nicht eingetreten fei; I 2. die Braunschweigische Landesregierung hiervon in Erledigung ihres Antrags (Nr. 8 der Bundesrats-Drucklachen) zu verständigen. Mit Ausnahme von Braunschweig, welches sich der Stimmabgabe enthielt, wurde der Beschluß einstimmig gefaßt. Außerdem fand der Aus- schußbericht über den Entwurf eines Gesetzes, betreffend den Gebührentarif für den Kaiser- Wilhelm-Kanal, Zustimmung.
* 200 Millionen sollen demnächst vom Reichstage für die Verbreiterung des Kaiser Wilhelm-Kanals gefordert werden. Die
einer Stammesorganisation, zum bewaffnet und beritten, und deutschen Ansiedlern, Buren und In einem berirtig besiedelten Ge-
Gefangenen. geborene in Teil gut zwar unter Mischlingen.
* Diesem System keinen Groschen! So hat im Herbste 1906 die ,'Nalional-Zettung' ge. schrieben und heute meint sie aut den Vorfall d.s Abg. Bebel hin: „Wir haben feiner Zeit gegen eine osfiztö'e Darstellung, die das Bewilligen neuer Steuern für eine selbstverständliche Pstich, der Mehrheit erklärte, geschrieben: Dem System, wie wir regiert würden, dürfte von Rechtswegen kein Pfennig mehr bewilligt werden — an neuen Steuern, denn davon eben handele der Artikel. Seitdem ist Herr v. Podbielskl gegangen, die Regierung hat das Zentrumsjoch abgeschüttelt, der Reichstag ist aufgelöst worden und Fürst Bülow hat in feierlichster Form feine Bereit- Willigkeit erklärt, dem Liberalismus entgegen, zukommen. So ganz scheint uns das in der Lat
den Aufständischen von neuem beleben und innen Zulauf verschaffen. Mn Aufflackern des Aufstandes sei noch nicht ausgeschlossen. Die De-?- schrift schildert sodann eingehend die gegenwärti- gen Verbältnisse im ganzen Schutzgebiete, das sich in einer Uebergangszeit befinde und in dem völlig friedliche Verhältnisse noch nicht überall vorbanden seien. Im Süden sei die Aufrechterhaltung einer kampfbereiten Truppe unentbehrlich. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Truppe werde zu-
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wohlverdiente Uenlenschlage.
Das war eine Generalabrechnung, wie sie mit solcher Entschiedenheit und mit so gewaltiger Wucht in dem deutschen Reichstage zu den Sel- tenheiten gehört! Der erste Tag der Etatsberatungen brachte die nähere Präzisierung des Reichskanzlers über seine Stellung gegenüber dem Zentrum, der vierte Tag, der Donnerstag, gab ihm die A n t w o r t auf die mit der Auflösung des Reichstags gegen das Zentrum ausgegebene Parole. Am Montag leitete der Zeritrumsabgeordnete Dr. Spahn die Debatte ein, am Donnerstag kam als erster im zweiten Turnus der Redner der Abg. Gröber zum Wort.
Wir haben schon früher angedeutet, daß er dem Reichskanzler die Antwort nicht schuldig bleiben würde. Und er ist sie ihm nicht schuldig geblieben. In seiner 2%ftünbigen, groß angelegten Rede führte er dem Reichskanzler eine Zusammenstellung vor Augen, welche eine glänzende Rechtfertigung des Zentrums in der vollendetsten Form darstellt. Die Generalabrechnung machte aber am ersten Platze des Negierungstisches nicht Halt, sie dehnte sich mit aller Deutlichkeit auch auf den Kolonial- direktoraus und zerzauste ganz unbarmherzig die politische Heuchelei des Liberalismus. Herr Bassermann freilich hat es vorgezogen, die Keulenschläge außerhalb des Hauses über sich ergehen zu lassen.
Die Hiebe, welche Herr Gröber nach allen Seiten verteilte, saßen und können trotz aller Anstrengungen so' leicht nicht abgeschüttelt werden. Das wird auch der Herr Reichskanzler fühlen. Er wohnte zwar der heutigen Sitzung nicht an, sein Stellvertreter, Graf Posadowsky, ist wohl derselben Meinung, wenn er zum Schlüsse der Sitzung kurz noch ankündigte, daß der Reichskanzler auf die Gröbersche Rede bei der nächsten ihm sich bietenden Gelegenheit zurückkommen wird. Wir dürfen uns also auf Rede und Gegenrede jetzt schon gefaßt machen, umsomehr, als vonseiten des Zentrums auch noch der Abg. Dr. S ch ä d l e r auf der Rednerliste zum Etat steht.
Der Abg. Gröber begann seinen ersten Hieb mit der Geschichte des Wahlkampfes und den Vorgängen, welche zur Auflösung des Reichstags führten. Er entrollte ein Bild der damaligeir Vorgänge, an dem auch in dieser Sitzung noch sogar der Kolonialdirektor nichts ?u bemängeln wußte. Er begnügte sich damit, ein näheres Eingehen auf die von Gröber erhobenen Feststellungen für später aufzubewahren. Hätte ihm das Gröbersche Material, das in aller Aus- fybrltdbfeit ,ü&er auch mit der größten E .t t« schiedenheik borgetragen und verwendet wurde, auch nur einen einzigen Anhaltspunkt gegeben, gewiß wäre er trotz der vorgerückten Stunde nicht davor zurückgeschreckt, einen abermaligen Ritt gegen das Zentrum auszuführen. Aber wir irren, Dernburg wandte sich ja gegen die Worte Gröbers, welche die jüngste „Ent- hüllung" des Reichskanzlers über die Unterredung zwischen Dernburg, Bülow und zwei Zen- trinnsabgeordneten in Sachen der Kolonialangelegenheiten auf ihren wahren Wert zurückführkcn. Er konnte aber Gröbers Angaben, daß dem Abg. Spahn nicht sämtliche Akten zur Einsicht übermittelt waren, nicht widerlegen, glaubte vielmehr ein übriges getan zu haben mit der Bemerkung, daß Spahn selbst nicht mehr verlangt nabe. Tas ist vorerst eine herzlich schwache Verteidigung gegenüber der scharf persönlichen Zuspitzung und dem recht giftigen Tone, toie Gröber mit Recht das frühere Auftreten Dern- burgs gegenüber dem Abg. Roeren nannte.
Als am letzten Montag der Abg. Spahn gegen oen Reichskanzler den Vorwurf erhob, daß er die Ehre der Zentrumsfraktion angegriffen und verletzt habe, hat Fürst Bülow mit wohl- feilem Hohn antworten zu können geglaubt, größer rechnete am Donnerstag über diese Frage mit oem Reichskanzler ganz entschieden ab. Mitten im Feldzuge find größere Abstriche gemacht worden als am 13. Dezember. Damals war alles in Oed- nung, jetzt sind die wenigen Millionen für das Zentrum ein Mangel an nationaler Gesinnung! Gröber stellte den Reichskanzler aber auch vor ie Tatsache, daß in dem fortgesetzten Gebrauche des Wortes,„national" eine ernstepolitische @ e f a b r liegt. Von einer geringen Summe will man bie nationale Gesinnung abhängig machen, auf diese Weise muß der nationale Gesichtspunkt ;ede Bedeutung verlieren. Und nun folgte ein §teb dem anderen auf alle können wir im Rab- men dieses Artikels unmöglich eingehen. Kein einziger traf aber fehl, sie fitze» mit aller Wucht fest-
und auch mit Rücksicht auf das erforderliche Her- ausziehen der Heimattruppen bis zum 1. Aprft 1907 überhaupt möglich ist. Nach der fortschreitenden Befiedelung, vor allem nach weiterer Erschließung des Landes durch Eisenbahnen wird sich das Maß der Zurückziehung der Truppen richten müssen. Insbesondere ist die Fortführung der Bahn bis Keetmanshoop aus militärischen Gründen nach wie vor dringlich. Ohne di-se Bahn ist die Truppe im Süden noch immer auf die Zufuhr aus dem englischen Gebiete angewiesen. Die englische Grenze ist aber wiederholt, so auch von neuem seit Mitte Januar, von der Kapregierung gesperrt worden. Die Eisenbahnen sind das sicherste Mittel, um mit einer geringeren Truppenstärke auszukommen. Sie gewähren allein die Möglichkeit einer schnellen Truppen- verschiebiiiig im Felle einer Gefahr. Was die militärische Entblößung eines Gebietsteiles auf längere Dauer in unruhigen Zeiten bedeutet, hat die Entwicklung der nun beendeten Aufstände gelehrt.
Vorlage ist nach der ,Voss. Ztg.' in der Haupt, fache bereits fertig. Es handelt sich um erhebliche Verbreiterung der Wasserstraße
Nunmehr gehören dem Reichstage nach 1870 geborene Abgeordnete an. leien verteilen sich die Abgeordneten auf dieAliers- klassen folgendermaßen: A. 1 Konservativer,
Verjüngerung eingetreten, als die Zahl der 40 bis 50jährigen zu ungunsten der 50—70jährigen nicht unwesentlich gestiegen ist. Es waren eilt:
Nicht minder deutlich war die Generalabrcch- .ung, welche Gröber mit dem Liberalismus abhielt. Auf jener Seite hat man es gewagt, das Zentrum als heimliche Feinde von Kaiser und Reich hinzustellen. Diese bodenlose Verleumdung bat ber. Zentralvorstand der nationalliberafon Partei in Bettelbriefen, die er nach Amerika schickte erhoben. Mit aller Entrüstung wies Gro- der diese Verdächtigung unter Pfuirufen des Zen- trums und bei großer Unruhe im liberalen La- ger gurua. Bassermann selbst war aber der am meisten Betroffene, da er mit Dr. Friedberg seine Unterschrift zu der gemeinen Verleumdung gab. Das tut w,e Grober ganz sarkastisch bemerkte, derselbe Herr tüfermann, mit dem das 3en- rum bel so vielen Gesehen friedl: ch . u f a m m e n g e a r b e i t e t und der die großen Verdienste des Zentrums um das Reick aerübmt )atl Gröbers Rede rjätete sich aber auch aeaen
Zur braunschweigischen Frage. Der Bund es rat hat in seiner Plenarsitzung vom Donnerstag, in der Fürst Bülow den Vorsitz führte, auf Antrag des Referenten, des königlich sächsischen Bundesratsbevollmächligten Graf Vitzthum von Eckstaedt folgenden Beschluß gefaßt: Der Bundesrat beschließt: 1. die Ueberzeugung der verbündeten Regierungen dahin auszusprechen, daß solange Seine königliche Hoheit der Herzog von Cumberland oder ein Mit-
nächst noch benötigt zur Bewachung von 16 t'JO Ferner leben etwa 15 000 freie Ein-
I freilich nicht empfohlen haben möchten, Herrn v. Stengel unbesehen jede neue Steuer zu bewilligen." Köstlich! Wenn das Zenttum eine solche Forderung aufstellen würde, wenn das Zentrum so vorgehen würde, wollten wir den Lärm über die „Erpressungspolitik des Zentrums" hören! Aber den Liberalen scheint alles erlaubt zu sein, was sie dem Zentrum als schwere Sünde anrechnen!
* Der frühere sozialdemokratische Abgeordnete Adolf Sabor, der Franksurt a. M. von 1884 bis 1890 im Reichstag vertrat, ist dort, 65 Jahre alt, gestorb en. Sabor hat bei zwei Anlassen von sich reden gemacht: einmal, als Fürst Bismark deffen Wahl gegen den „Demokraten" Sonnemann empfahl und dann, als Sabor im Reichstag in Heiterkeit erregendem I Ptthos seinen bekannten Ausspruch tat: „Das läßt lief blicken!"
V Heraus aus dem Flottenverein! Herr Kaufmann Joseph Hillenbrand in Hünfeld hat sein Amt als Schriftführer der Ortsgruppe Hünfeld des deutschen Flottenvereins niedergelegt und das gesamte Aktenmaterial an Herrn Generalleutnant v. Liebermann zurückgesandt. Herr Hillenbrand erklärt, daß er für einen Verein, der sich als offizieller Feind seiner religiösen Ueberzeugung entpuppt hat, sich serner- hin nicht dienstbar machen möchte. — Recht so! Hoffentlich können wir recht bald aus Fulda ähnliches meiden.
r. Die Errichtung der Detaillistenkammern fordert ein Antrag, welchen das Zentrum am Donnerstag im preußischen Abzeordnetenhause eingebcacht hat. Darnach wird die Staatsregierung ersucht, tunlichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen eine besondere Vertretung des kleinen und mittleren Kausmanns- standes, sei es als selbständige Kammern, sei es als besondere Abteilungen Der Handelskammern, mit selbständiger Initiative geschaffen wird. In dem Antrag sind auch schon die Ausgaben kurz angeführt, welche für die Tätigkeit dieser Kammern in Aussicht zu nehmen wären. Sie betreffen: a) die Vertretung der Interessen gegenüber Gemeinden und Staatsbehörden; b) die lieber» wachung des Lehrlingsweiens (insbesondere Be- I kämpsung der Lehrlingszüchterei) und die Fürsorge für Lehrlinge und Gehilfen, namentlich durch c) Förderung der Fortbildung: Errichtung und Unterstützung von Fachschulen, Kurien, Bibliotheken, Ausstellungen usw., Mitwirkung bei Verwaltung und Einrichtung der Fortbildungsschulen, Anregung und Unterstützung von Vereinen für Lehrlinge und Gehilfen, von Vereinshäusern und Hospizen uiw.; d) Organisation der Unterstützung der Stellenvermittelung; e) Einrichtung von Prüfungsausschüssen für solche Lehrlinge und Gehilsen, welche sich ein bezügliches Zeugnis beschaffen wollen; f) Förderung des Genossenschaftswesens (Einkaufsgenossenschaften, Rabatt- vereine usw.); g) Bekämpfung des unlautern Wettbewerbes (Mißstände im Ausverkaufswesen, betrügerische Reklame usw.). Der Antrag ersucht auch die Regierung, Erhebungen und Erwägungen darüber amustellen, ob es'sich nicht empfiehlt, durch Gesetz die Ausbildung kausmännischer Lehrlinge nur solchen zu gestatten, welche selbst eine geordnete Lehrlingsausbildung dm chgemacht haben oder sonst ihre Befähigung nachweilen ober eine gesetzliche Bestimmung dahin zu treffen, daß auf Antrag der zuständigen gesetzlichen Vertretung (Detaillistenkammera) bestimmten Personen auf gründ von Tatsachen, welche die Unzuverlässigkeit derselben bezüglich der Lehrlingsausbildung er- erhebliche Verbreiterung der Wasserstraße und I weisen, diese unterlagt werden kann und im Falle um die hierdurch gebotene Veränderung der btr Bejahung im Bundesrate einen entsprechenden Schleusenanlagen und Drehbrücken. Für die Gesetzentwurf zu beantragen.
Ausführung der Arbeiten ist eine Bauzeit von * Amtliches über Südwestafrika. Dem Reichs- [ 7 Jahren in Aussicht genommen. Die zur tage ist eine vom Großen Generalstab ausgear- Durchführung des Planes erforderlichen Mitte! beitete Denkschrift über den Verlauf des Aufstau- sollen durch eine Anleihe aufgebracht werden, 'L.^i'dwestafnka (Fortsetzung) zugegang-n
— Die .Germania' bemerkt dazu, es sei ihr schon schildert den Verlauf der Operationen fett
unmittelbar noch Autlölimo h/a ^obem6er 1906 und gibt dann den Verlauf et
geteilt Sn baft 2«-0 Tt= Verhandlungen, die am 21. Dezember 1906 begatt-
i - h ' fnJL -vhBtonen für den neu und am 23. Dezember zur Unterwerfung der Kanal wurden gefordert werden. Es wurde so- Bondelzwarts führten, wieder. Sodann erwähnt ■tar<n l Auslosung selbst mit dieser Forderung die Denkschrift, daß im Süden der Kolonie zur in Verbindung gebracht. Allerdings führte man vollständigen Niederwerfung des Aufstandes zur bie Forderung weniger auf die" geplante Er- Zeit noch eine gewisse Truppenzahl erforderlich Weiterung des Kanals, als auf den Umstand Schnelles und vorzeitiges Zurückziehen dec zurück, daß sich die Herren Staatsingenieure । Trupvenwurdeden Mut der nochim Felde fteben- bei bet Aufstellung den Kostenanschlages für den Kanal in feiner jetzigen Gestalt gründlich verrechnet hätten.
— Dr. Struwe, Dr. Mayer- „lrM m,hr Tii’ n.uint ~.7" wvres uiw tci metmegr eine «ayrengrenze er-1 Kaufbeuren, Becker-Arnsberg, Dr. Potthot s, mcht mehr das alte System zu seml Womit wir reicht, die für die nächste Übergangszeit nötig I Severing, Erzberger, Dr. Pfetsfer, Dr.