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M 2.1.
Fulda, Freitag den 1. Februar 1(JU7.
34. Jahrgang.
Stichwahlparole für den Regierungsbezirk Kassel
Hüitfeld-Htrsfeld Rotenvurg: Die Zentrumswählcr stimmen für den in der Stichwahl gegen den Anliscniil.'U Werner befindlichen Zcntrumskandidatcn Richard Mülle: in Hulda.
Hanau- Geluhausen-OrvBockenhe im: Wahlenthaltung, leine Stimme dem Liberalen l
Melsuugen-Kasiel: Wahlenthaltung I
Rinteln-Hofgeismar: wahlenthaliungl
Eschwege-Lchmalkalsen: Wahlenthaltung I
Marbnrg-Krrchhaiu-Fraukonberg: Die ZcrtrumswShlcr stimmen für vr. voehme skoiiscivaliv), welcher die Bedingungen der 7er Kommission der Zentrumspartci angenommen hat.
Der geheimnisvolle Ning
Eines Tapes jeborfi streifte ich denselben vom Finger ab ,und ein schöner blondlockiger Iüng- ling mit Augen wie die Deinen und frohem Lichen im Blick, der küßte mir seinen Dank auf die Lippen. — Hatten wir uns doch versprochen
Im Jahre 1801 verstarb sie, die letzte des rei-,. _____... ....... —, —
che« Sauses der Wendling, beweint und betraue« I in Liebe und Seligkeit, des Bildcrhändlers Wolf- von Arm und Reich Ihr ganzes »großes Ver-1 aang und ich, und da ich sa wußte, daß des Zan- mögen hatte sie wohltätigen Stiftungen gewid-1 berringcs Wirkung noch nicht vost erprobt war, met, und nur daS kleine Häusckien im engen Gas-1 w sprach ich: „Trage Du ein halbes Jahr den engervirre, mit dem hohen Spitzdach, das hinter-1 Ring, dann ich wieder, vielleicht, daß also daß icß sic zu steter Nutzung ihrer treuen Gesellschat-1 Glück zu bannen ist, denn die Zigeunerin sprach terin. Fräulein Lätitia sowie deren freigewähl-1 rinst: „Erteiltes Glück bringt doppelt Wonne."
Äir wundern uns darüber nicht, besonders, weil die betleffenden Henen auch zum »Reichsverband gegen die Sozialdemokratie" gehören sollen, welcher in unserem Wahlkreis das Geld und die Flugblätter zur Be- kä mpsu ngu ns eres AbgeordneteuM älter lieferte!!!
Auf den Ausfall der Wahl in Frankfurt a. M. kann man gespannt fein, weil dort dte Äntisemiien ausschlaggebend sind. Zn Wiesbaden und Friedberg-Büdingen wird wohl der Nalionallibcrale durchgehen.
te« Hand, und als Hildegard ihr 17. Jahr erreicht batte, da kündete ihr der Dater. was cs für eine Bewandtnis mit dem Ringe habe, den ihr der Großvater hinterlassen batte, damit sie dem Glücke nachforsche, welches derselbe geheimnisvoll berge.
Als die Traucrzeit vorüber gegangen war. reiste Hildegard zu Besuch in die preußischen Lande, und wurde gar bald des stolzen, ritterlichen Leutnants von Lindenan glückselige Brant, und als sie zu Nürnberg in dem Hause der Wendling bei fröhlichem Gelage das Verlöbnis feierten, zog die Jungfrau den Ring vom Finger und steckte ibn an ihre« schmucken Kriegers Hand, den» „Selbstsucht ist der Liebe Tod" und sie vermeinte, also würde sie das Glück bezwingen.
Aber die noch das Jahr verging und die Hoch- zeitsglockcn zu läuten begannen, brauste Kriegs- zcit über die deutschen Lande hin. und an Gluck! und Hochzeit dachte kein junger Kricgsheld, keine deuttche Jungfrau mehr.
Und als am 5. Dezember des Jahres 1757 in der Schlacht bei Leuthen eine feindselige Kugel des geliebten, tapferen Mannes Herz durchbohrte, brachte man der verzweifelten Braut des Verstorbenen letzte Grüße mit dem Dcrlobungsring »nd dem wunderlichen Reif der Zigeunerin. Nun wußte es Hildegard, daß auch sie die geheime Macht nicht z» erraten vermocht batte, und einsam blieb sie ihr langes Leben, treu ihrer einzigen Liebe.
Zur Stichwahl.
Tie Zentrumskomitees haben die von den Lioeralen angeborenen Wadlkompro misse für Höchfl-Homburg-Nsingen und Mainz. Oppenheim, wo Zentrumskandidaten gegen Sozlakdemokraien in der Stichwahl stehen, und für Frankfurt, Hanau-Gelnhausen-Orb- Bockende»m, Friedberg-Büdingen, Wiesbaden und Offenbach-Dieburg, wo liberale Kandidaten in der Stichwahl gegen Sozialdemo- kra'en stehen, abgelehnt, weil vorauszusehe>, ist, daß solche von den Liberalen, genau so rote im Zahre 1903 in Mainz doch nur zum Nachteile des Zentrums ausgebeutet würden, indem dte Zenitum-wähler den Liberalen zu den Man- )aten verhelfen sollten, während die Liberalen -hr Wort nicht hallen.
Aach wurde es als unmögsich erklärt, nach! der nichtswürdigen gemeinen Agitation, deren sich die Liberalen gegen das Zentrum in vielen | Wahltreisen schuldig gemacht Haden, ;etzt für ieseiben einzulreten.
Znsolgedksien beschloß das Zentrum für die Wahlkreue F ra n k f u r t, H a n a u-G e t n h a n fe n- Orb-Bocken he im, Wiesbaden, Oss en dach- Dieburg, Friedberg-Büdingen Stimm- euthaltnng, auf keine« Fall eine Summe für den Liberalen, während die Liberalen sich in Maiuz-Oppenheim und HSchst-Homburg-Usingen 1 teil» der Stimme enlhillea, teils für dieI Sozialdemokraten stimmen!
Dem Zen rum geht damit der Wahlkreis Höchst Homburg.Usingen verlorerr, er fällt ivreder an d e Sozialdemokraten, die ihn schon von I IBSNi—1898 desesten haben, zurück. Mainz-1 Oppenheim war bisher schon im Besitz der Sozialdemokraten und wud es auch tünsüg bletbe«,
Zn Hanau-Geluhausen-Orb bemühen! sich emige katholische Herren, die Zentrumsparole | zu durchbrechen, indem sie überall für LukaS zu! ogtlieren.
nuar wird dicke Gefahr desto mehr schwinden, je weniger Beistand aus bürgerlichen Kreisen der Sozialdentokratie bei den Stichwahlen geleistet wird."
Tas siebt ganz so aus, als ob der Silvcstcr- brics lediglich gegen die Cozialdemo- kratie gerichtet gewesen wäre. Der Reichs- konzlcr wird uns doch nicht glauben machen wollen, daß ihm seine Parole gegen das Zentrum nur zum Vorwande diente, um gegen die Sozialdemokratie zu Felde ziehen zu können. Er hak ja das Lied über das böse Zentrum wochenlang in allen Tonarten gesungen. Tas offiziöse Organ gebt ober noch einen Schritt weiter und veröffentlicht in derselben Nummer ein angeblich aus Obcrschlesicn stammendes Schreiben, in welchem die „nationale" Wählerschaft in den .Qreifen Glci- witz-Lublinitz und Koscl-Groß Ctreblitz aufgefor- dcrt wird, ihr« Stimmen „gegen die Polen und für die beiden Zentrumskandidaten" abzuacben.
Wir haben an anderer Stelle schon ansgcführt, wie wenig eine solche Parole in den Kram der Nationalliberalen und freisinnigen Herren paßt Ganz verwundert stellt das „Berliner Ta- aeblalt" in seiner Nr. 56 vom 31. Januar die Frage, wo denn auf einmal der zweite Gegner geblieben sei, von dem in der Parole von Mitte Dezember so Virk Aufhebens gemacht wurde. Es kann es nicht begreifen, daß der Kampf gegen das Zentrum der Vergangenheit ange- baren soll. Wir haben wiederholt schon fcstge- stellt, daß gerade das „Berliner Tageblatt" es ist, welches zwischen Haupt- und Stichwahl un- misgesctzt gegen das Zentrum, ober offen für die Sozialdemokratie eintritt. Tas liberale Papier kann auch jetzt wieder aus seiner wahren Gesinnung keinen Hehl machen.
Die Stichwablparole der „Nordd. Alla. Ztg." will auch dem Haupivkatte der nationalliberalen | Mrrtci, der „Nationalzeitnng", gar nickst gefallen. I Zu ihrer größten Enttäuschung vermißt sie in | der neuesten Kundgebung des Reichskanzler? eine Aufforderung, unter allen Umständen gegendasZentrnm zu stimmen. Nachdem m der Hauptwahl die Hoffnungen der „Nationa-1 len" so schmählich zn Schanden aetvorben sind, I hoffen sie, wenigstens in den Stichwahlen dem I Zentrum noch so viel wie möglich Abbruch tun zu I
ten Erben, das altertümliche Haus nicht nur, som Tas erste Halbjahr verging in eitel Lust und dem auch bcfien wolsterhaltcne Einrichtung mil I Herrlichkeit; wohl wußten wir beide, daß uns all dem rcickicn Vorrat an feinem Linnenzcug. arge Kämpfe bevorstanden, denn Wolfgangs El- und dazu eine nie verlöschende Iahresrente, fort- > tern waren sehr reiche Leute und ich war nur ein erbenb auf dte natürlichen oder frei gewählten mittelloses Mädchen, aber mit dein frohen, festen Erben, wie es Wohloerbriest im allen Nathause I Mut der Jugend hoffte» wir.
Und als am kommenden Tage die Verlobung fubelnd gefeiert würden war, schrieb die schwarze Ata unter ihres Bräutigams Augen au Herr» Wendling: „Anunziala Ferrari und Leonardo Sanyollaui haben zwei güldene Reifen gc- wechselt, zum Beweise ihres ehelichen Gelöbuifses." — Jahre gingen und kamen. Herr Albrecht Wend- nng wurde einer der angesehensten Kaufleute der Stadt, und oftmals saß er mit der blonden Ehe- krau und fernem lachenden Knaben zu Gaste in des Pcllerhauses. Dann fuhr er zuweilen ufcr die gefurchte Stirne und m de Nacht zeigte chm fern Tramn ein bleiches ^r£xleno-"F1^ mi? schwarzen Augen und er erwachte ,ah vor de» höhnenden Worten- wir haben zwei güldene Reifen gewechselt." ‘ "
Seine Frau sollte sich das glücklichste Weib der Stadt genannt haben, und als ein früher Tod ihm j dieselbe entriß, übertrug er feine ganze Liebes fülle auf den blonden Sohn, welcher ihr treues Eben- b,ld war.
Dte schöne Anunziata war gestorben, und auf dem Totenbette hatte sie die Geschichte des Ring-s geschrieben: sie erzählte Herr« Albrecht, daß sie sich von demselben nicht habe trennen wollen, weil fie vermeint habe, dann weiche das Glück von ihr, aber sie müsse wohl des Weibes Mahnung nicht recht verstanden haben: den Ring habe sie immer । getragen, aber das Glück fei nie bei ihr cittae- 'ehrt. Ein Jahr nur vermählt, sei sie Witwe gc- "u^.öm Rande des Gralx-s. schule | fw Albrecht den Rrng, damit er ihm erzähle, ww sw nur ,hn geliebt auf der weiten Belt Sie wußte so rührend die Worte zu drehen, und weh schluchzte ihm das Herz auf, als er ihre Anklagen laS: „Mein Eigensinn war an meinem Unglück schuld l Sprach doch das Zigcunerweib „Selbstsucht ist der Liebe Todk" Hätte mein stolzer Nacken sich nur einmal gebeugt, das holdselige Pflänzlein des Glückes wäre nicht vcrkümmertk So aber zertrat cs achtlos mein Fuß, und die arme Blüte wußte sich nicht mehr aufzurichten. Umsonst ist all meine Neue, und die vielen, hei- ßcu Tränen, die wie der Tau meines gebrochenen Herzens auf daS welke Blümchen fielen, vermoch- nicht, es zu neuem Leben zu erwecken. So simvand mein Leben, wie ein böser, irrer Traum, T,. S°b» ,°mrd- ™ .md fWrte ei« |Ä?'Ä,“
® twtf bruben her, aus dem Ungarland, I habe ich geliebtI Dir sende ich meines .Hertens wo sie feuriges Blut haben und brennende Augen. | Grüße, Dich frage ick»- Sgst t» Teiner yrw nee
er cm Töchterchen im Arme wiegt, besten Le- geben?" Und äst Tn s Albr^bt öht Ä £ ^Mutter Tod gewesen, da fanden er und den Unglücksri7g,2 «JtS'an bi! K
S* 4 * 6""un6 SdM,Mt ™Miä “
kleine Hildcaard lallw oer?L Inucn Arühlinastagc
bn kam ein Date aus « ,h" ersten Worte, nach dem Fricdcnsgarten hinanstrngcn. Elie sic
Briefe und wohlversiemcki^n ni«"* e"'.crm, langen den Deckel auf den mächtigen eichenen Sarg gelegt wohlriechenden^Lolre^ans'"dem"^ .^nstlcrn ans I batten, streifte Otto, der schmerzlich ergriffen N nge ein ^ - Li silb2 ST.L l7/In ^oh». nur er es den, Vater in weihevoller Stunde
' Schuppenketten, j versprochen hatte, dc» Silberreif von dec erstarr-
$<m M. vo» Ekeusteen.
4] (Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung aus dem dritten Blatt.)
—* Zu den Stichwahlen
l hat der R e i ch s k a n z l e r am Mittwoch die Pa- I role herausgegeben, daß alle bürgerlichen i P a r t c i en gegen den gemeinsamen Feind, die Sozialdemokratie, sich einigen sollten. Von einer Bekämpfung des Zentrums, wie sie in den Tagen vor der Hauptschlacht, so sehr gewünscht wurde, ist in biejcr Parole nichts m ehr zu sehe n. In Nr. 27 vom 1. Februar veröffentlicht nun die „Nordd. Allg. Ztg." eine nwitere Erklärung zu dieser Wahlparole. Der Artikel appelliert an das „religiöse Gcwisten" der Zcn- trumswähler und an das „nationale Bewußtsein" der Konservativen und Liberalen, auf daß sie die | Niederlage der Sozialdemokratie bei den Stichwahlen vervollständigen.
Von irgend einem Wort gegen daS Zen- trum ist auch in diesem weiteren Kommentar nichts zu entdecken. Im Gegenteil, der offiziöse Artikclschreibcr gibt dem Schluß seiner Auslassungen eine Deutung, aus der geschlossen werden könnte, als ob im gegenwärtigen Wahl, kämpfe überhaupt niemals von einer BckämpfungdcSZcu trumSdieRed^ gewesen wäre. Schreibt er doch: „Ter Auf- lösung des Reichstages lagen wahrhaftig keinerlei reaktionären Pläne zu Grunde. Der Reichskanzler hak in seinem Silvcsterbriefe gesagt, die wahre Gefahr der Reaktion liege bei der Sozialdemokra- tie, da durch sie alles, was es in Deutschland an reaktionärer Gesinnung gebe, Kraft und Recht gewinne. Nach dem „Volksgericht" vom 25. Ja- versprochen batte, den Silberrcifi von der erstarr- eng verbunden, mit wmcherlichen Schlmigen- köpfen.
‘ | können, selbst auf die Gefahr hin, daß der Nutzen ' der Sozialdemokratie zufallen würde. Zu diesem : schönen Planchen hätten sic eine Kundgebung des
I Reichskanzlers gegen das Zentrum gar zu gut brauchen können. Tie Zeiten ändern sich aber, und der Z w a n g der V e r h ö Itn i f f e i st eben stärkcr, auch für den Fnrstcn Bülow. - Uebrigcns wird dieser ganz gut wissen, daß den Nationallibewlen auch ohne eine Kundgebung seitens der Ncglernng die Wahl gar nicht schwer fällt, wen» es sich um Zentrum und Sozialdemokratie handelt.
I Die „Nationalzeitung" sollte sich doch zufrieden geben, daß Fürst Bülow in seiner Stichwahlparole nicht ausdrücklich dazu
I aufforderl, unter allen Umständen dort für Idas Zentrum einzutreten, wo es sich um eine I Stichwahl zwischen diesen und den Sozialdemokraten handelt. Tas Hätte Fürst Bülow sogar tun müsse n, da er stets auf das nachdrücklichste den Kampf gegen die Sozialdemokratie führt. Ingrimmig bemerkt die „Nationalzeitung": „Tie „Nordd. Allg. Ztg." wird, wie wir vermuten, morgen die staatscrhaltendcn Eigen schürften und I übermorgen die nationalen Verdienste des Zentrums erläutern." Wenn das offiziöse Organ das
I tun würde, würde es damit nur sagen, was recht I und billig ist.
I Staunen muß man aber über die Unverfroren« I frorenhcit der „Nationalzeitnng", die sich darüber entrüstet, daß der Reichskanzler nicht alich für die Stichwahl die Parole gegen das Zentrum aus-
I gibt und fast im selben Atemzuge das Zenitrum ermahnt, doch für die „Ratio- nalcn" einzutreten. Es wird die Na-
I tionalliberalen roohl die Erkenntnis zu diesem I Schritt treiben, daß die Aussichten für sie in den I Stichwahlen keineswegs günstig sind. Auf die I aktive Hilfe des Zentrums darf der Nationallibe- I ralismns nicht besonders zählen und die Sozialdemokratie hat die Parole ausgegeben, auf keinen
I Fall für einen Nationalliberalen einzutreten.
Tie.Na wnalztg.' mag sich nur in ihrem Ptmri- I fäertum beliebig ergehen. Wo das Zentrum sich I nicht entschließen kann, für den Nationalliberale» in die Bresche zu springen, sondern Gewehr bei Fuß steht, muß der Nationalliberalismus s i ch selbst beschuldigen, da nur er selbst es ist, verwahrt wurde. In letzter Sterbestunde aber hatte sie der Trenbewöhrten auch den Leidensring an die Hand gesteckt, dessen traurige Geschichte sie ihr so manchesmal unter heißen Tränen erzählt hatte.
Fräulein Lätitia trug den ktz fessss Gedenken, sie lebte zufrieden w ' N stillen Heim, welches ihr die @nM«..^nrmerte bereitet hatte, aber — Liebe und Glück — pochten ! nie an der Tür der Einsamen ,und ohne Begrei- ; sen sah sie oft forschend nach dem silbernen Gefüge, und in ihrem Herzen klang cs: „tote sollte zn mir das Wunder der Liebe sich verirren?"
Als sie im Jahre 1827 infolge einer schweren Krankheit erblindete, und nm eine treue Pflegerin und Gesellschafterin hielt, da meldete ich mich, die ich ganz vereinsamt in der Welt stand, und innig, mit treuer Liebe habe ich sie gepflegt ein stilles Jahr lang. Gut und herzlich ist sie allzeit zu mir gewesen, und bitterlich habe ich ihr nach- geweint, als sie nach dem friedlichen Jahre starb, mir ihr ganzes Erbe hinterlasten. — Jetzt trug ich den Ring ihr zum Gedenken, und manche Träume hat er mit gebracht von dem Himmelssang treuer Liebe.