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BetetieesbrutT x. Verlag der Snlbatr Ar» tirudr rdtrti in Zvtda. Fernfprecher Nr 9

M 12.

Fulda, Dienstag den 15. Januar 1907.

34. Jahrgang.

Kustes Malt

Die „nationalen" Parteien

8]

wie früher.

Der Alte verschwand mit ihr im Hause und

Sentrumskandidaten für die Keichslagsmhl am 25.

«Der andere ivagte nicht anzugreifen, da die Zigeunerin ein blitzendes Messer vorstreckte.

„Ich erntete keinen Dank. Im Gegenteil, als das Weib mich bemerkte, schien ihre ganze Wut auf mich zu fallen. Sie schrie mir Worte zu, die ich nicht verstand und lenkte die Aufmerksanikeit ihres Sohnes auf mich. Auch in besten Blicken flammte es nun, er griff nach einem Steine, um ibn auf mich zu schleudern.

Schiffen keine neue Lasten aufgehalst werden dürfen; der auf seine Veranlassung in da» Gesetz aufgenommene 8 6 legt e» gesetzlich fest, daß „keine Erhöhung oder Vermehrung der in» di; eklen denMaffenverbrauch belastendem Steuern"

am Vaterland sei es, wenn nicht jeder am 25. Januar feine Pflicht tue.' — Danach sind also

Er spricht das mit weicher, sympathischer Stim­me, in etwas fremdem Accent.

Als eben Helma'8 Diener in bat Flur tritt, befiehlt er ihm mit kurzem, strengem Tone:

„Mein Pferd draußen bewachen. Schnell I" Und als Karo nun die Augen öffnet und leise Helma s Hand leckt, da wird sie sich plötzlich der eigentümlichen Situation bewußt: sie hat einen Fremden angesvroche« — um Hülst gebeten — tn tbr Haus geführt — er kennt nicht ihren, sie mcht seinen Namen.

,r Er muß auf ihrem errötenden Gesicht wohl ihr^ Gedanken lesen, denn er lächelt etwas spöttisch und dann, sich ehrerbietig verbeugend, spricht er: „Mein Name ist Stephan Taknostoi aus Kisv."

Sie hat sich gefaßt und, leicht den Kopf nei- gen d, sagt sie: „Sie befinden sich im Hause der Gräfin Turnow und ich brt deren einziges Kind: Helma. Mama wird bald zurückkehren," fährt Re mutiger fort, „und ich wünsche sehr, daß sie Sie kennen lernt, damtt auch sie Ihnen danken kann. Der Diener soll Ihr Pfer bin den Stall führen.'

Er scknen gern zu bleiben, denn seine kühnen, glanzenden Augen blickten überascht und froh auf Helene nieder, deren schlanke, elastische Gestalt er so wett überragte.

Bald trat die Gräfin in den Salon, daS Kam- «ermadchen hatte ihr bereits das Geschehene be­richtet, und sie empfing Taknostoi auf» Herz- sichste.

Al» er sich nach einer Stunde empfahl, ersuchte sie iha: sie oft zu besuchen.

mit ihrem Knaben, der wenige Jahre älter schien wie ich, in unfern Gutshof. Sie bettelte einen alten Diener an und bat dann flehend, sie zum Grafen Taknostoi zu führen. Als sie bie Ant­wort erhielt: „Der ist tot", rauste sie sich das Haar und warf sich auf den Erdboden. Ich be­obachtete sie vom Küchenfenster auS, denn ich faß oft bei unserer alten Baruschka, der Köchin. Nach einer Weile sprang die Zigeunerin wieder auf und schris fast: „Dann führt mich zu seiner Mutter."

„Bet dieser Gelegenheit scheint un» ein öffentliche» Wort de» Dankes am Platze für die Tätigkeit, welche der Ab«. Müller-Fulda in der Budget-Kommis- ston de» Reichstage» auSübt. Ueberall, wo es gilt, Klarheit über die wirkliche Lage der Dinge zu schaffen, Mißstände zu beseitigen, Ersparnisse durch,u- setzen, wird der Name de» Abg. Müller- Fulda an der ersten Stelle genannt."

Der Abg. Müller hat zurzeit die Führung in der Budgetkommission und er verwaltet dieses Amt mit Um- sicht und Energie. Diese» kenntni».

. . .. .. . , _ . . .reiche und unermüdliche Mitglied der

biejemgen, die für das Zentrum und für Herrn Zentrumsfraktion gehört zu deinen iaen Müller stimmen. SBaterlanbSnenrfter. I Parlamentariern, welche sozusagen die

parlamentarische Maschine mit in Gang halten. Wenn da» Zentrum gute Finan»- poltttk treibt, so ist er zum großen Teil das Verdienst der Abg. Müller- Fulda."

Wahlkreis: tzanau-Selnhanfeu-Grd. Die Zen- trumswähler werden gebeten, sich derAbsttmmung zu enthalten.

Wahlkreis: Zulda-Gerrfelö-Schlöchter«. Kandi- bat: Herr Richard Müller-Fulda.

Wahlkreis: Marburg - Kirchhain. Zrankenberg. Kandidat: HerrRegierungSratKlotst- Treysa.

Wahlkreis: homberg-zritzlar-Siegenhaln. Kan- didat: Herr Richard Müller-Fulda.

Wahlkreis: Hinteln - Hofgeismar • wolfhagen. Kandidat: Herr Richard Müller- Fulda.

Wahlkreis: Haffel. Melsungen. Er ist kein Kandidat ausgestellt, den Wählern bleibt es überlasten, für wen sie stimmen oder ob sie Stimmenthal- tung üben wollen.

« tÄi^re[ev' Dr.' Geheimer Ober-Justizrai, Roter Adlerorden, Kronenorben;

Roereu, Geheimer Justizrat, OberlandeSge- nchtsrat, Roter Adlerorden;

Dr. R u e g e n b e r g, Sanitätsrat, Roter Äblerorben, Landwehr-Dienstauszeichnung, Erin- nerungSkreuz 1866, Zentenar-Medaille;

Dr. S ch ä b I e r, Domdechant, apostolischer Protonotar, Verbienstorben vom heiligen Michael;

S ch m i b t - Warburg, Landgerichtsrat, Roter Äblerorben;

. Schüler, Bürgermeister, Orden vom Zäh- rtnger Löwen;

Si11art, Lehrer, Kronenorben;

Dr. Spahn, Oberlandesgerichts - Präsiden», Roter Adlerorden, Kronenorden;

v. Strombeck, Geheimer Justizrat, Land- gerichtsrat, Roter Adlerorden mit der Schleife;

S z m u l a, Landesältester, Roter Adlerorden, Erinnerungskreuz 1864 und 1866, Denkmünze 70-71, Zentenarmedaille;

Dr. Thaler, Justizrat, Orden vom heiligen Michael, Denkmünze 70-71, Landwehr-Dienstau». Zeichnung, Zentenarmedaille, Ehrenkreuz (Reuß 1. L.);

__Thünefeld, Freiherr von, Kammerherr, Militär-Mar lZoseph'Öröien;

Trimborn, Justizrat, Roter Adlewrden, Orden vom Zähringer Löwen;

Wattendorfs, Kaufmann, Roter Adler­orden;

SB e II ft e i n, Oberlandesgerichtsrat, Roter Adlerorden, Denkmünze 70-71, Landwehr-Dienst­auszeichnung, Zentenar-Medaille;

Dr. am Zehnhoff, Geh. Justizrat, Roter Adler-Orden;

Zehnte r, Landgerichtspräsident, Orden vom Zähringer Löwen, Regierungs-JubiläumS-Me- daille.

Da die Lifte nach dem Ordens-Almanach }ür 1906 aufgestellt ist, so gibt sie keine Gewähr für Vollständigkeit. Man sieht aber auch schon so, wie es mit der „Reichsfeindlichkeit" unserer Ab­geordneten aussieht.

im Wahlkreise Fulda-GerSfeld-Schlüchtern erlaffen einen Aufruf, in dem sich natürlich all' bie bekannten schon tausendmal widerlegten Unwahrheiten finden, da» Zentrunr stehe im Bunde mit den Sozialdemokraten, e» habe die Mittel zur Beendigung des „Feld- zugeS" gegen die 150 Hottentotten verweigert, in die Kommandogewalt eingegriffen und der­gleichen Unsinn mehr. „Jeder, dem die Knechtung unseres Volke- unter diese schwarz-rote Partei­herrschaft da» Verderben desselben bedeute, müsse alles daran setzen, um diese schwarz-rote Gefahr zu überwinden, fein königstreuer Mann dürfe für da- Zentrum stimmen. Ein Verrat

WiederseHen.

Bon ®. Lidwin.

(Nachdruck verboten.)

Wähler des Wahlkreises Fulda-GerSfeld- Schlüchtern! könnt ihr im Zweifel fein, wen ihr wählen sollt? Keinen andern al» den Abg. Müller-Fulda, den wir mit Stolz den unfern nennen, besten Name einen guten Klang hat im ganzen deutschen Vaterland. Besonder» die Fuldaer Bürgerschaft sollte eS als eine Ehrenpflicht betrachten, für ihren hochverdienten Landsmann Mann für Mann die Stimme abzugeben!

Die dekorierten „Reichrseinde".

Angesicht» bet Angriffe, denen zur Zeit die ZentrumS-Abgeorbneten de« früheren Reichstage« ausgesetzt sind, mag e» bem einen ober anderen unserer Leser viellercht vergnüglich fein, bie nach­stehende Liste durchzusehen, in welcher eine Reihe ZentrumSabgeordnete aufgeführt ist mit den AuS- zeichnungen, bie ihnen von staatlicher Seite ver­liehen sinb.

A i ch b i ch l e r, Oekonomierat, Verbienstorben vom heiligen Michael (Bayern);

Arenberg, Prinz, von. Eisernes Kreuz, Kriegsdenkmünze 70-71, Rettungs-Medaille, Zen- I tenar-Medaille, Hausorden der Wendischen Krone;

Bachem, Tr. jur., Rechtsanwalt, Notar, Roter Adlerorden;

B u r l a g e, Oberlandesgerichtsrat, Haus- und Verdienstorden deS Herzogs Peter Friedrich Lud- I wig;

E n g e l e n ,AmtSgericht8rat, Roter Adler­orden;

Euler, Kunsttischlermeister, Kronenorden, Denkmünze 70-71 ,Zentenarmedaille, Landwehr- Dienstauszeichung, Erinnerungskreuz 1866;

Frank, Erzpriester und Pfarrer, Roter Adlerorden, Kronenorden;

Fritzen, AmtSgerichtsrat, Roter Adlerorden;

Fritzen, Landesrat a. D., Roter Adlerorden mit der Schleife .Kronenorden, Landwehr-Denk- I münze, Denkmünze 1866, Zentenarmedaille;

Fuch«, Kaufmann, Denkmünze 1866, Denk­münze 70-71, Eisernes Kreuz, Zentenarmedaille;

Herold, Gutsbesitzer, Roter Adlerorden;

Hertling, Freiherr von, Kämmerer unb ReichSrat der Krone Bayerns, Universttätsvro- feffor, Verbienstorben der bayerischen Krone, Ver­dienstorden vom heiligen Michael, Kronenorden I mit Stern (Preußen);

Hirschberg, Erzpriester und Ehvendom- herr, Roter Adlerorden;

Hitze, Professor, Dr., Roter Adlerorden, Kro­nenorden;

Hompesch, Graf von, Kammerherr, Roter Adlerorden, Kronenorben;

Horn, Stiftsrat, Roter Adlerorden^

H u g. Geheimer Finanzrat, Orden vom Zäh- ringer Löwen, Regierungs-Jubiläums-Medaille;

Kirsch, Amtsgerichtsrat, Roter Adlerorden;

Klose, Grundbesitzer, Kriegsdenkmünze 70-71. Kronenorden, Zentenar-Medaille;

Krebs, Amtsgerichtsrat, Roter Adlerorden;

Lender, Dr., Prälat, Erzpriester, Pfarrer, Geistlicher Rat, Orden Betthold des Ersten, Or­den vom Zähringer Löwen, Regierungs-Jubilä- umS-Medaille, Zentenar-Medaille (Preußen);

M a r c o u r, Dr. Redakteur, Roter Adler­orden;^

Müller (Fulda), Roter Adlerorden, Sttonen- neben;

Opfergelt, Amtsgerichtsrat, Roter Adler­orden, Landwehr-DienstauSzeichmmg;

Pfetten, Freiherr von, Kammerherr, Ver­dienstorden vom heiligen Michael;

Pingen, Fabrikbirektor, Roter Adlerorden, Landwehr-DienstauSzeichnung, Johannjterorden;

P r a f ch m a, Graf, Rittergutsbesitzer, Roter Adlerorden, Landwehr-Dienstauszeichnung;

Müller stimmen, ValerlandsverrSter. Derartige Unverschämtheiten müssen wir un» ganz ent­schieden verbitten * Unser Abg. Müller hat mehr für das Volk und das Vaterland getan, als alle diese „nationalen" Herrschaften zusammen. A!aS haben diese geleistet? Große Worte haben sie gemacht. Sonst nichts. Wie schreibt Fürst Bülow in seinem Silvesterbrief? „Jedenfalls darf nicht vergessen werden, daß die wichtigsten Aufgaben der Seewehr, die Handelsverträge und die Finanzreform nur mit Hilfe des Zentrums gelöst worden find!" An all' bleien großen Aufgaben hat Abg. Müller-Fulda hervorragenden Anteil! Er hat 1897/98 den von Admiral Tirpitz vorgelegten Flottenplan derart verbessert, daß das von der Regierung er strebte Ziel schneller erreicht und ttotzdem i 5 3 Millionen Mark gespart wurden und hat dasür gesorgt, daß dem Volk mit den neuen

„Da riß sich Nero von meiner Hand los, und beide Hunde sausten auf bie Bettler zu. — Aber blitzartig schnell hatten sie das eiserne Gfttertor zwischen sich und ihre Verfolger gebracht und e» zugewotten. Im Moment darauf traf bet Stein meine Schläfe, und ich fiel besinnungslos nieder. Daher entstand diese Narbe, bie sich bi» in da- Haar hineinzieht", schloß Taknostoi und strich mit der Hand über sein durikles, kurzgewelltes Haar.

„Lebt Ihr« Großmutter noch?" fragte Frau von Turnow.

„Sie starb, als ich mein zwölfte« Jahr antrat. Kurz darauf verließ ich Nagorin, so hreß da« Gut — es wat das größte unterer Besitzungen unb wir hatten uns fast immer dort anfgehalten.

„Mein Vormund, der jetzt auch tot ist, wohnte in Petersburg. Er berief mich dahin und ich vollendete meine Studien in Petersburg. „Dann ging ich auf Reisen, um andere Länder und Vol­ker kennen zu lernen, hielt mich lange in Pari«, London und Schweden auf. Meine Heimat faß ich seit meiner Knabenzeit nicht wieder. Ich sehne mich auch nicht nach ihr zurück, habe ich doch keine Verwandten und Freunde, und die Erinne­rung an Nagorin, an meine Jugend, ist nur trau­rig. — So werde ich weiter in der Welt umher- wandern, ich liebe eS ja, und ich bin frei wie ein Vogel in der Lust, ein vom Stamme losgelöste« Blatt, das bet Wind bald hier, bald dorthin wir- lielt, und das er verwehen kann, ohne daß jemand nach seinem Bleiben fragt oder forscht. — Und >och — so einsam im Leben dazuftehen ist zuweilen ein bedrückendes Gefühl," sprach Taknostoi weiter, nbem ein trüber, finsterer Ausdruck in seine Angen ttat, „zuweilen sehnt man sich doch nach einem treuen Händedruck, nach einem Wesen, da« lebend neben unS schreitet."

„Der Schutzengel geht neben Ihnen," sagte Helma fromm und blickte ihn teilnehmend an.

(Fortsetzung folgt.)

eingeführt werden darf. Bei dem Flottengesetz von 1900 hat da» Zentrum unter Führung de» Abg. Müller-Fulda e» erreicht, daß die Gesarntkosten für die Vermehrung der Flotte um 390 Millionen ermäßigt wurden. Bei dieser Gelegenhett hat Abgeotdntter Müller- Fulda die bekannte Panzer-Platten-Geschichte aufgedeckt. Er stellte fest, daß die deutsche Mattne die Panzerplatten um 20 % oder 400 Mark pro Tonne höher bezahlt al» die auSwättigen Staaten, und zwar auf Grund eine» Preiskattell», welche» die beiden deutschen Fabriken (Krupp und Stumm) sowohl unter sich al» mit ausländischen Wettm vereinbatt hatten. Der Reichstag verurteilte diese Handlungsweise auf da» entschiedenste und for­derte die verbündeten Regierungen aus, nötigen- falls ein eigene» Panzerplattenwerk zu errichten. Die Panzerplatten-Fabttkanten ermäßigten infolge deffen den Preis von 2320 Mark auf 1920 Mk., was eine jährliche Ersparnis von 3 Millionen oder von 60 Millionen Mark für die AuSfüh- rungszeit des Flotten-ProgrammS auSmacht. Daß die Hurrah- und Profit-Patrioten, die nur patriotisch sind, wenn ihr Geldbeutel dabei sich gut steht, deshalb auf unfern Abgeordneten schlecht ju sprechen sind, kann man verstehen. In ähn­licher Weise war Herr Abg. Müller noch wieder­holt tätig, so z. B. bei den Verträgen mit dem Apotheker Dr. Lutze, der bei der Lieferung von Arzneien etwa 100% mehr bekam, als der durch- schnitt-llche HandelSwett betrug. Die .Kölnische BolkSztg/ schrieb damals:

Pie Sozialdemokraten

i.

sehen jetzt wieder überall auf den Gimpelfang; sie versprechen babci denen, die so töricht sind unb auf sie hören, gold'ne Berge, lassen aber wohl­weislich einen dicken Nebel auf den goldenen Ber­gen liegen; glücklicherweise sind sie aber zu an­derer Zett um so offenherziger, sodaß es dem wahren Dolksfreunde leicht ist, den Roten ihr Sündenregister vorzuhalten und ihnen die Maske vom Gesicht zu reißen.

Ist denn das sozialdemokratische Paradies so 6e- gehrenswert? Wenn du in daS sozialdemokratische Paradies einziehen willst, da mußt du vor der Ture lassen alles Eigentum unb alles Recht auf Eigentum. Bisher konnte auch der arme Mann durch Tätigkeit, Fleiß und Eigentum sich in bie Höhe bringen. Er konnte wenigstens seinen Kin­dern ein besseres Los berfdbaffen. Im Sozialisten- staat hat bas ein Enbe. Jedermann ist unb bleibt Gesellschaftstaglöhner.

Du mußt vor der Türe lasse« deine Freiheit.

Wohl hat der gürft und der Arbeitgeber dir nichts mehr zu sagen, aber dafür hat der herrliche Sozialistenstaat dich in seine liebevollen Vater- arme genommen und wenn es ihm beliebt unb bu ihm nicht mehr paßt, bann kann er dich verhun­gern lassen. Willst du nicht mein Bruder fein, so schlag ich dir bat Schädel ein. Das tft bie so­zialistische Freiheit.

D« mußt vor der Türe lassen deinen Gott, deine Seele, deine schönste« Hoffnungen auf eiw ewiges Glück . Tas sozialdemokratische Evange-

cn ■ • ns . m , i ., dingen strahlten immer freudiger

„Nern, rnetne Dame, der Patient wird zur shre Wangen glühten immer rosiger, je öfter sie

Freude Fetner Herrin wteder gesund unb lustig »hn sprach. 1 '

Edelmut, Güte, Frohsinn und Jugendluft

I atmeten Takitostot« Unterhaltung.

.. ,ttnd doch, als Frau von Turnow einmal

Sonnenscheim kmn^Sch^tttn?""Ä Sttoodete"“?! verschwand mit ihr im Hanse unb

hastig unb sein Gesicht narb finster- W« zahlte er mir, tote die Unterredung der

„Wie Sie irren, Frau Gräfin k Ich bin weif, Wbcn futt6tbar 6efhfl nnb lohend gewesen sei.

Gott, kein verwöhnt^ Glückend und durchlebt »Bald erschien das Weib unb die Gresimutt-r feine heitere Jugend. Heitere Spiele mit frötift- Terrasse. Ersteres zeigte auf den blei­chen Gefährten kannte ich nicht. Mein Vater war $Qre<?en der im Hofe auf einem

rauh, energisch und falt. Selten hielt er sich ,u ®teinc laß; ihr Gesicht war von Schmerz und Hause auf. War er aber in unserer Mitte, so lastete $orn verzerrt.

es bedrückend auf unS, wenigstens auf mir und »Brot, Brot unb Geld — oder fei verflucht, | meiner geliebten, schönen, langsam hinsiechenden elende Kreatur!" rief sie, worauf Großmama sie

Mutter. Doch die Großmama schien gern in bei an den Schultern faßte unb sie bie Terrassen- !»ater8, ihres Sohnes, Nähe zu weilen; trotzdem I ^eppe hinunterstieß. Das Weib fiel, raffte sich sagten sie sich ost hatte Worte unb stritten mit- auf un& ballte bie Faust gegen bie harte, stolze einander. Frau; die dann dem Reitknecht zurief: „Dte

Als ich acht Jahre war, brachte man eine« Hunde heraus, fort mit dem Voll!"

Abends den Vater sterbend ins Haus. Er war »Boll Entsetzen sprang ich in den Hof, aber auf der Jagd verunglückt. Ich trug seinen Ver- schon stürmten zwei große Doggen aus der ge- ttlst gefaßt. öffneten Stalltüre auf die Bettler zu. Die Hunde

„Als a«r kurz darauf meine heißgeliebte Mut- waren meine Freunde. Ich lockte sie, ich befahl, ter verschied, sanft tote ein Engel, da kannte meine der erste gehorchte, und ich hielt ihn am HalS- Derzwetflung ferne Grenzen.--Bei der Groß- band fest.

mutter fand ich feinen Trost. Sie ward durch diese Todesfälle nur strenger und verbitterter. Unsere Untergebenen behandelte sie schlimmer noch wie früher. Gegen Settier unb Arme war sie mitleidslos. Sie fragten mich jetzt, woher bie tiefe Narbe an meinet Schläfe rühre? Unb ich antwortete ausweichend. Doch nun hören Sie, wie sie entstand. Nie vergesse ich die Szene: An einem kalten Wintertage trat ein Zigeunerweib

, Dte von der Regierung geplante Tabaksteuer hat Abg. Müller wiederholt zum Fall gebracht. Dte demnächst ins Leben tretende Witwen- und Waisenversicherung ist seiner Anregung zu ver­danken. Bei der Steuerreform hat das Zen- trum unter feiner Führung alle die breiten Massen belastende Steuern zum Fall gebracht. Das sind nur einige von den nationalen und patriotischen Taten des Abg. Müller-Fulda. WaS habt ihr darauf zu jagen, ihr Hurra- Patrioten, die ihr e» roagt, dem Zentrum Patriotismus und nationale» Bewußtsein abzu- sprechen? Heraus mit der »ntwott! Mit Phrasen und leeren Redensarten möge man un» aber verschonen. Dazu braucht

sreilich nicht viel Geist. Zur praktischen $^eii für das Wohl des Bolles gehött mehr als em großes Mundwerk!

. ttdn her Graf kam oft. Er war den Damen. ein hetterer Gesellschafter, ein treuer Begleiter.

Befrredrgt glänzten die Züge der Gräfin, wenn sie den großen, nttressanten Mann in ihr'Heim treten sah.