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Fulda, Samstaq den 29. Dezember 1900.
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Klerus und Volk!
Dir rufen freudigen Sinns Keil wir zu
das Vertrauen deS Bischofs Adalbert Endert
wurde
RegenS Dr. Schmitt am 7. März 1899 in das Dom
Jahre
kapitel berufen und ihm am 13. März desselben
und Homiletik mit Katechetik. Bischof Joseph ernannte ihn am 3. Juni 1890 zum Dompräbendaten. Am 1. August 1894 wurde er zum Subregens des Bischöflichen Pnester-Seminars und am 16. April 1895 zu dessen Regen- ernannt Durch
das Amt als DomkustoS übertragen. Trotz der mit all diesen Aemtern verbundenen Arbeitslast sehen wir den feeleneiftigen Priester unablässig tätig im Beichtstuhl und auf der Kanzel. Seit 1899 stehl er als Präses an der Spitze der in herrlichster Blüte stehenden Bürger» und Junggesellens«dal ität zu Fulda, eifernd für die Ehre Gottes und das Lod der Himmelskönigin. Die mehr als 800 Mitglieder zählende Kongregation, die ihm vor allem ans Herz gewachsen ist, wird ihren Präses gewiß nicht gerne verlieren, aber sie kann stolz darauf fein, daß ein Sodalenpriester berufen ward, das Erbe des hl. Sturmius anzutreten. Als Gelehrter stellte Dr. Schmitt feine Arbeitskraft auch noch in die Dienste der GörreSgesellschast und viele Jahre war et neben dem gefeierten Gelehrten, Prälaten Dr. Gutberlet Mitherausgeber deS philosophischen Jahrbuches (Fuldaer Actiendruclerei Fulda). Seine ganz besondere Sorge und Obhut aber galt der Erziehung des Klerus. Selbst ein begeisterter Priester nach dem Herzen Jesu, war fein ganzes Sinnen und Trachten darauf gerichtet würdige Priester für die Diözese Fulda zu gewinnen. Mit goldenen Lettern wird in der Geschichte des Priesterseminars verzeichnet fein, was Regens Dr. Schmitt durch dir Heranbildung von Arbeitern für den Weinberg des Herrn und somit für da- Seelenheil der Diözesanen gewirkt hat Auch die weltliche Behörde erkannte diese für den Staat gleichbedeutenden Dienste an. Des König- Majestät verlieh ihm im September 1905 den roten Adlerorden IV. Riaffe.
Nunmehr hat die allwaltende Vorsehung den seeleneifrigen und frommen Priester, den tüchtigen Gelehrten und väterlichen Freund deS Klerus zur hohen bischöflichen Würde berufen. Gestützt auf die Liebe und Anhänglichkeit des KleruS und getragen von der Hochschätzung und Verehrung der Gläubigen wird eS dem neuen Oberhirten mit der Gnade Gottes gelingen, getreu den Traditionen seiner edlen Vorgänger auf dem bischöflichen Stuhle durch allumfassende christliche Liebe das hohe Erbe deS hl. Sturmius am Grabe des Apostel- der Deutschen zu verwalten. Möge es ihm, der im besten Mannesalter steht, vergönnt fein, diese- erhabenen Amte- recht lange zu walten.
Heute, am 29. Dezember, wurde der Kirche Fuldas, die nach dem Tode des hochseligen Bischofs Adalbertus fast 6 Monate verwaist war, ein neuer Oberhirte erwählt. In dem Hochamt, welches der hochw. Herr Kapitularvikar feierte, empfingen die Wähler die hl. Kommunion. Der Wahlakt fand in der Sakristei der Domkirche statt. Es dauerte nicht lange, da verkündete der hochw. Herr Bistumsverweser von der Kanzel, daß zum Bischof erwählt sei der Domkapitular und Regens Dr. Schmitt, eine Kunde, die mit großer Freude überall ausgenommen werden wird.
Domkapitular, Professor und Regens des Bischöfl. Priester- Seminars, Dr. Damian Joseph Schmitt, der neuerwählte Bischof von Fulda, ist aus dem Klerus des Bistums Fulda her- oorgegangen. Seine Wiege stand zu Marbach (Kreis Fulda), wo er am 22. April 1858 das Licht der Welt erblickte. Von gottesfürchtigen, einfachen Eltern fromm erzogen, fand er zur Vorbereitung auf den Priesterstand Ausnahme in dem Bischöflichen Knabenseminar zu Fulda. Nach dem Ausbruche deS Kulturkampfes, dem das Knaben- und Priester-Seminar zum Opfer fielen, setzte Dr. Schmitt seine Studien am Gymnasium zu Fulda fort Nach glänzend bestandener Reifeprüfung bezog der junge Student die Universität Würzburg (Fuldaneum). Doch nur ein Jahr hielt es ihn hier; bald zog eS den für die hl. Kirche begeisterten Theologen nach dem Brennpunkte der Christen» leit, nach Rom. Dort im deutschen Kolleg vollendete er feine Studien und erwarb sich die theologische und philosophische Doktorwürde. Am 28. Oktober 1882 wurde er zum Priester geweilt. Seine erste Anstellung fand er al- Kaplan in Buttlar (S.-W.-Eis.) am 7. April 1884. Im Juü 1885 nahm er mit der Erlaubnis feines Bischofs eine Stelle im Au lande, in Bausfe (Belgien), an. Nach 2 Jahren kehrte er in seine Heimat-Diözese zurück und sand am 22. September 1887 Anstellung als Kaplan an der Stadtpfarrkirche zu Fulda. Neben den ihm als Stadtkaplan obliegenden anstrengenden Seelsorge - Arbeiten leitete er noch den katholischen Ges.llenverein, auch bekleidete er da- Amt eine- Diözesan. Präses der katholischen Gesellen vereine von 1888—1895. Am 12. September 1889 berief ihn Bischof Joseph Weyland an die philosophisch-theologische Lehranstalt zu Fulda; hier dozierte er nacheinander Philosophie, Geschichte der Philosophie, Philosoph..theol. Propädeutik, Psalmen - Erklärung und Liturgik. Gegenwärtig hält er Vorlesungen in Liturgik, Exegese
Pontificem feliciter elecfam Damianum Clerus et urbs Mares sponte valere jubent Slückllcke Wahl! Damlanus, als BHdiof erkoren uns heule,