33. Jaffraanq
s^ulda, Oamstaa den 8. Dezember iwx>
M z82
Zweites TZBCaft
Wenn diesmal eine AusnüHme -aemüwi
(Nachdruck verboten.)
27]
Sie erheb sich und ging zur Ruhe, sie wollte
Ipeltige Pr t!)ttl< »der deren Raia 15 Pt* Rette»« >te PtrttjelU 25 Pta.; btt wieder tzpliia« etr» «NpL Haben eewahri.
Sir Victor Cathcron hotte um sie geworben, der Zweifel, das Zögern war vorüber.
Sic sang beim Ankleiden und begab bann in den Garten. Eine wohlbekannte Gestalt schritt dort rastlos a- f und nieder. Ein Blick auf des Mädchens lächelndes Gesicht genügte
Fch komme um meine Antwort, »yraiuent.
„Ick, möchte Ihnen eine Freude machen, Str Victor, was soll ich tun?"
„Mir Ibr Jawort geben, Erith, o sagen <3te
weilen sich bemühen. .
Oder glauben die Freisinnigen vielleicht, sie könnten noch irgend jemand, der Smn für eme verständige Cogalpoiilik hat, für d,e abge. nutzten Redewendungen der altliberalen irischasl?» Theorie interessieren? Die Manchester-Schule ge» hört der Geschichte an; sich trvtzoem „Fvitschrttt- ler" in der Mittelstands»Pvliiik zu nennen, til demnach heule in Wahrheit, bei sichle belrach.el, kine ober cm Änarchl9inu4».
möqen btt fortfci)ttttlid)en Blätter nicht immer noch eine Miene hochwerser Wissenschastlichkeit aub sehen, wenn sie vom Hoden Koturn herab gegen die Mit5e>stands.Polltlk polemisieren. Sie geben sich dabei doch nur m der Pole unfreiwilliger Kamst.
Dasselbe güt von der Sozialdemokrat ,e. Auch hier Hal man immer wieder deutelben allen Leiergesang: In der kapilalistrschen GeteUschasl hat der Mrlielstand keinen Platz, er geht „natur- notwendig" zu Grunde und findet se,n Herl nur im „Uebergang zur Gemeinwirtschail" (.Dortm. Archerlerzic^ vom 2». November 190«), im Zu- kunttssiaate. Man könnt- den „Gen o en" im ter sonst voller Anerkennung ihrer spezifischen Jtotux als privilegierte Pächter der Wissentchast von Plärr' und Kautsky's Gnaden wirklich dankbar I lein, wenn sie em menschliches Rühren emptän» den und uns mit dieser alten Drehorgel-Melodie verschonten.
wenn auch goldene, tragen. I Sie n»vv i«u um- «»«•, —
Sie spielte Schach mit Sir Victor, seine Hcino I mehr denken, sondern schlafen, vcrgesien. bebte, die ihre war fest. " ~
leti* an Piivalunlernehmer verpachtet wurden. Weben dem SwaisfiskuS sicherten sich auch ein« zelne städtische Gemeinden, so u. a Berlin und Ansbach, hierdurch reiche Einnahmequellen. Wenn man auch staatlicherseits das Lotte,ie > Monopol
In Spanien folgt eine Ministerkrlsis der anderen. Am Donnerstag voriger Woche trat das Kabinett mH General Lopez Domingue; an der Spitze zurück; die Bildung des neuen Kabinetts übernahm dann Moret, der Vorgänger Damm» guezs. Aber vier Tage später war auch dieses Ministerium gestürzt. Die Ursachen dieser Mmi-' sterstürzerei sind in der inneren wie in der nutzeren Politik zu suchen. Zunächst liegt em Grund im Vereinsgeseh mehr aber ist eS dre Marokkofrage über die das Ministerium in die Brüche ge- gangen ist. In der marokkanischen Frage sind die Verhältnisse soweit gediehen, daß französische und svanische Kiieasschisfe nach Tanger unterwegs sind. Beide Länder schicken sich also an, ihre Bo» stimmungeu in Marokko durchzuführen, obwohl die Algecirasakte noch nicht ratifiziert ist. Dieses Vorgehen hat besonders in Madrid große jttorg- i nisse hervorgerufen. Die Ministerkrifis ist somit erklärlich. Beide Ministerpräsidenten, welche rn so kurzer Zeit abdanken mutzten, gehören der liberalen Partei an. Welchen Gewinn die konservativen Elemente setzt aus der Zerfahrenheit der liberalen Partei ziehen können, läßt sich im Hinblick auf die verworrene Lage im allgemeinen noch nickt^ooen.
sie da sind), konsequent zu bleiben, indem sie immer wieder mit denselben Ladenhütern aus dem allbekannien Reperloir ihrer „entschieden liberalen" Grundsätze die Well unsretwillig zu lang-
Heben, alle Freuden des Daseins. Sie liebte Vergnügen, Luxus und Rang. Liebe — nun, <sic Victor liebte sie, und für eine Frau ist es immer besser, geliebt zu werden, als zu lieben. Auf der andern Seite konnte sie Rudolfs Weib werden, eine Zett lang selig fein und dann arm — ibr ganzes Leben lang. Sein Vater würde ihn der- stotzcn, er miitzte arbeiten und die alte Geschichte von Armut und Entbehrung begönne von neuem.
Schaudernd wandle sie sich von dem Bilde. Sie wollte nicht ihr und Rudolfs Leben verderben und wenn auch ihr Herz bräche. An ihrem । Verlobungslage mußte sie Rudolf aus immer entsagen.
Ihr Wort mußte rein und unbefleckt erhalten bleiben, und Rudolf und sie durste nicht mehr ein Haus beherbergen. Sie suchte sich vorzustell-n, was das Leben sein würde ohne ibn? Es war ihr, als dächte fie keine Zeit, wo er ibr nickt gehörte. Und setzt sollte sie ibn auf immer auf neben?
„Niemand? auch mich nicht."
„Auch Sie nicht, Sir Victor. Wie sollte ich? ich träumte nie davon."
„Träumten nie davon? mußten Sie nicht sehe», nickt wissen — —" -
Ich dickte. Sie intercfiiertcn sich für Trixv. 1
„Für Miß Stuart? Also bat sie Ihnen nichts gesagt von uiderer Unterredung bei der Fahrt auf dem See vo, Killarney? Sie war mir eine gütige Freundin, eine sympathisierende Vertraute. Keine Schwester konnte anfmerffamer und aufmuntern- hex fein, a'°> fie."
„Arme Trixy, eine Schwester!" dachte Edith, „welche Szene wird es geben, wenn Du das hörst!"
„Um Himmelswillen svrechen Sie. Edith! Ohne Sie ist mein Leben elend, und warum soll ich nicht boffen, wenn Sie frei sind. Ick verlange nicht, daß Sie mich letzt lieben, und will geduldig warten. Meine Liebe ist so groß d-ß sie die Ihre erzwingen wird. Sagen Sie, daß Sie mein Weib werden wollen."
„Sir Victor, ich weiß nickt, wa^ ick faaen soll, ich habe ja weder Rana, noch Reichtum."
„Aber Schönheit, Grazie, die Güte eines Engels, und ich liebe Sie."
, „Lady Helena wird nicht einwilligen."
Si? willigt in olles, was mick glücklich macht, meines Lebens wahres Wohl liegt in Ihrer Hand und ich kann, ich will Sie nicht verlieren." 1 „Geben Sie mir Bedenkzeit. Sir Victor, morgen früh sollen Sie Antwort haben, jetzt schwindelt mir dec Kopf von der unerwarteten Werbung.
Wenn diese Antimittelslands. Liga mtt roter und towoter Bunde«,arbe bann noch gerade den kleinen Beä igungs-RackweiS zum Anlaß nimmt, um wieder einmal die lahme Mittelstands-Saite aus ihrer verstimmten Geige zu ft eichen, io Ipotlen sie auch hier ihrer selbst und rotffen nicht wie. Der kleine Befähigungs-Nachweis will, daß die Lehrlinge bester ausgebtldet werden. ..Bildung" ist aber doch ein Wort, wobei sonst ein I ireisinniges (unb ielbstverständlich auch ein sozialdemokratisches) Herz vor Freude gemeinhin zu hüpfen beginnt. „Bildung" ist nach dem Rezept jo beherzt r Leute das aÜeiniae Heilserum, wenn überhaupt noch was zu machen i|t. ,,Bildung wersen die freisinnigen Blätter den Mittelstands» leuten tagtäglich an Öen Kops. 9hin wollen die handwerkerweundlichen 'Parteien den Handwerkern mehr Bildung geb-n — und nun ist cs auf em» mal etwas Aues, Abgedroschenes, Unbrauchbares!
©onherbarermeile gibt es noch immer Handwerker, die bei den Wahlen, Reichstags-, Land- tags- und Kommunal»Wahlen schon beim eisten Wahlgange mir mchtS dir nichts, als wenn es etwas Selbstverständliches wäre, so aus alter Gewohnheit, nut dem Freisinn gehen. Unb dock imb es meistens Handwerler, die sonst von der Art freisinniger Handwerker-Politik nichts, aher auch aar nichts missen wollen, die im Gegenteil einheten für eine seht weitgehende Inanspruchnahme des St late« zu Gunsten des bedrängten Handwerks. Wenn manche Handwerker ttotzbem ihre Stimme balür abgeben, daß ein Freisinniger (von Sozialdemoliaten wollen wir gar nicht reden) in den Reichs- oder Landtag oder in das Rat-
nicht nein!"
Sie blickte ibn fo frei und offen an, tote Mad- ck-cn in solchen Momenten wohl nie dem gelickte« Manne in die Augen sehen, und legte die kleine Hand in die seine.
(Fortsetzung tatet)'
der Tat han- es sich bei dieser Assare um keine Bagatelle Han- beit. In der Tat ist die Lage der Bevölkerung tn Öen Notstandsgebieten überaus schlimm. Im.Gon» vernemeut Kasan ist die Hungersnot so groß, daß die hungernde Bevölkerung ihre Kinder zum Kauf
triftetet tlgllcb, wtt ae«*«t)*e der r»nn- unoxtitaagt viertel« Bengspiei« ohne Bringerlobn unb BeneBgetbin Silbe unb eusroär« I Mt 50 psg-
halten einen Erklörungsgrund finden, der mit bei Stätte ihrer Klagen übet mangelhafte Staat-Hilfe in Einklang zu bringen wäre.
Das Zentrum kann für sich in AnspruH nehmen, daß e- die berechtigten Foiderungen bet Handwerker stets mit Energie vertreten hat. Es ist sich dabei auch mit vollem Rechte bewußt, daß es eine ,,moderne" Handiveiker • Politik treibt» Jedenfalls dürfen wir tue Uebcrzengurig hegen, daß beispielsweise der kttine Befähigung«» Nach» weis eme modernere Politik bedeutet, als em soriaesetzteS Sichergehen m billigen mancheslerliche» Redensarten.
wochen-Nund^chau.
X Fulda. 8. Dezember 1903.
lieb." . _ , . ,
Rudolf faß auf einem Sofa daneben.
„Ja. singe cs. Dithy, Tu hast es schon lange nicht mehr gesungen."
„Und ich werde cs auch nie mehr singen.^ lachte sie, „man wird der alten Lieder sobald mude.^
' Sie |ana eS doch in neckischer Wette und isir Victor trank jeden Ton von ihren Lippen.
Rockdeni sic sich in ihr Zimmer ben-hen, setzte sich Edith an's Fenster unb sann und saun.
Sollte sie Sir Victor heiraten? fie liebte um nicht, würde ihn vielleicht nie lieben. Ihr ganzes Herz gehörte Rudolf. Wenn fie den Boron het» takte, besaß sie Reichtum und Rana, ein herrliches
„Er sagte kein Wort, daß er Dich liebe oder Tich heiraten wolle, wenn Tu das meinst Ab»r I beendige Dein Verhör und laß mich die Bilder de» trachten." %
Zur Tischzeit kam Sir Victor, er sah bleich und angegriffen aus. Alle Fragen der Tante über die Familie Drexel beantwortete er fo kurz rote nwg- ^'„Was hast Du, Victor, bist Du krank, fragte die Taute ängstlich. . r ,,
Krank? nein, sei unbesorgt, mir fehlt nichts.
„Aber Tu bist bleich und schweigsam und issest j nicht." , ,,
„Morgen will ich Dir alles sagen, verschone mich bis dahin." ,
Sie ahnte nicht die Wahrheit und drang nicht weiter in ihn.
Edith war in heiterer Laune. An „morgen wollte sie nickt benfen. Heute war sie noch frei.
I morgen konnte sie bereits gebunden fein, Fesseln,
gesichert. In dieser Hinsicht hat also tue ursprüngliche Regierungsvorlage eine wesentlich Veränderung erfahren. Tie volle Bedeutung der Reform läßt sich allerdings erst nach Jahren erkennen. Einstweilen ist der 1. Dezember em geschichtlich denkwürdiger Tag für Oesterreich.
$n Rußland ist abermals ein sehr trauet Fall von Korruption der Beamten festgestellt worden Der Schuldige ist der Gehilfe des Ministers des Innern, welcher das ihm aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung stehende Geld in seine Privat- । laschen wandern ließ, statt die hungernde Bevölke» rung mit Staatsqetreide zu versorgen. Die Firma, welche das Getreide liefern sollte, steckte mtt ihm unter einer Decke. Sie ließ sich fast eine Million Rubel Vorschuß geben, lieferte aber nur einen kleinen Bruchteil der ihr in Auftrag gegebenen Getreidemengen. Der damit aufgcdeckte Skamal ist so arg, daß der Zar persönlich emgegriften hat. um eine strenge Bestrafung der Schuldigen her- beizuführen. Es miitz schon sehr arg hergegangen sein, wenn der Kaiser selbst eine Untersuchungs- kommission eingesetzt hat. Meist macht man tn Rußland, wo ein großer Teil der Beamten ganz ungeniert Staut ud Volk bestiehlt, gar kern Auk- 1 d-fiens von solchen Dingen, und am allerwenlg-
W inrdiibareS CeheimS.
Dem amentmuimen Originale vor Mrs. May Agnes Fleming nacherzählt von Lina Freistem von Berlepsch.
C1.K Lotterie und Lotto.
Von Johanne- Bronk.
(Nachdruck verboten.)
ES ist charakteristisch, daß man gerade dort, wo die kommerzielle Sntfallung des wirtschaft» lichen Lebens in besonders hoher Blüte stand, die Wiege der Lotterien zu suchen hat. So ist eine Geldlotterie zum ersten Male in dem reiche« Florenz im Jahre 1530 necnnftaliet rootöen. Das Lotto, die berüchtigte, sogenannte „Genuesische Lotterie", kann aus eine „Eifinbung" des Ge» niieler Großkausmanns und Ratsherrn Benebetto Gentile zurAteefährt werden, und den hamburgischen Kaufherrn tommt das ßwetfelhaste Ber» dienst zu, die Geldlotterie im Jahre 1510 auf deutschen Boden verpflanzt zu haben. Man wahr wohl von Anfang an über die moralische und roittidiaftlicbe Bedenklichkeit dieser Art öffentlicher Glücksspiele nicht im Zweifel und suchte ihnen daher einen Anschein von Gemeinnützigkeit da» durch zu geben, daß man anfänglich au« dem Ei trage wohltätige und öffentliche Unietnehmungett förderte. In Holland, wo die Ausspielung vo« Waren bi« in den Anfang des 15. Jahrhundert« zu,ückreicht, errichtete man au« den Lotterie» erirägnisfen Walienhäuser. England baute hier» v von seine vorbildlichen Seehäfen, die Homburger aber verwendete die von der Lotterte erzielte« Gewinne zum Bau ihre« Zuchthauses. Da- fiskalische Jnteresie an einer so reichen Einnahme« quelle verdrängte bald alle Bedenken: der S'aat monopolisierte flugS daS tioiterieipiel und schaffte / sich hieraus bedeutende Einnahmen. England richtete 16 >4 eine Staatslotterie ein, Frankreich 1B60 und Preußen ma Je sich schon im zweite« Jahre nach feiner Erhebung zum Königreich die damals herrschende Spielleidenfchast zunutze, ob» wohl erst Friedrich der Große durch Etniührung des Monopol« die Grundlage zur heutige»
I preußischen ©taatdlotterie legte.
Back ober machten sich die verderblichen Wir» kungen der neuen Steneiquellen bemerkbar. Warnen!» lieh al« das weit gefahrvollere Lotto-System leinen Weg nach Deutschland gefunden unö sich bald ! hier eingebürgert hatte. Im Jahre 1771 zählte I man auf deutichem Boden 26 Lottobetriebe, hie I teils von den einzelnen Staaten leibst verwaltet.
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Singe: „Und Karl ist mein Geliebter." saate STrirq boshaft, „daS ist ja doch Dein Lieblings-
parfam-"'t »u senden. , , ,
In Oesierreick bat das Abgeordnetenhaus die Wablreform anoenommen. BiSber war das Pariameitt auf ftörbif*er Grnndlaae anf-'et>ant, in Zukunft haben btt Wahlen noch dem allaemei- nen Wablreckt w erfoTaen. Zwar ist noch b'e Zu- l'timnning des Herreohauf^s erforderlich, aber die .Qlihnen, die hi.-r noch drohen, werden leichter umschifft werden Tie sich hier nock bttteuden Schwieg rigfeiter sind nicht fo oroß. daß sie den Ban des ganren Werke« in der Haimtsacke nock verfchieben könnten. Auch in nrHonofer Hinfickt bringt die Wahlvorlaoe monckerlei Reformen. Taz» gehört vor r>fTcm, bof- das Parlament nun fnr f^n"e Zeit hie Grenzen für die Vert'-ctimg aller Volksstomme feftoelegt bat. Damit ist ein Werk h'^ckaefubtt. bo« man in Oesterre'ck mit feinem Polkeraem'sch [nprrp Qpit für unmöglich gehalten hot. Deutfcke und Polen erhielten eine bedeiitend bcfiere Position i"'d die Wohlkre'seinteiknng ist befonde'-s
v Mttelstandr-polittt.
Die grundsätzlichen Gegner unterer Mittel- stands-PoÜuk, allen voran die sozialvemokraiischen Blätter, nehmen tue Änkündiaung be« kleinen Besähigungs-drachweise« durch den Staaissekie är Grasen Poiadow-ly wiederum zum Anlaß, ihre tiefgehende Abneigung gegen die AiitteGandS» Pol.tik im aügemeinen zum Ausdruck zu bringen. Wenn sie dabei betonen, neue Argumente würden von den Berteidigern der Mittelstands - Politik nih! ,ns Feld geführt, jo täten die Herren gut, triefen Borwuif, der int übrigen unberechtigt ist, vcriiändniSinnig für sich zu behalten. Sind es doch gerade die Herren der äußersten Linken, die bei ihrer Bekämpfung der M ttellta. VS • Politik nicht« neues zu sagen wissen. Sre begnügen sich damit (Freisinnige, Sozialdemokraten, alle, wie
Die Kolonialdebatten beherrschten in der verflossenen Wocke das gesanttc Gebiet der inJ neren Politik. Sie nahmen am Mittwoch voriger Woche ihren Ansang und konnten erst sechs^Taqe später zu Ende geführt werden. In dieser Zett wurden von vielen Rednern surchlbare dlnklagc über die Mißwirtschaft und die in unseren Kolo- men verübten Schändlichkeitcu gegen die Koloniat- Verwaltung erhoben, ohne daß es dieser gelungen wäre, die Anschuldigungen im wesentlichen zu entkräften. Eine sehr stürmische Sitzung gab es, als der Zentrumsabgeordnete Roeren rn ruhiger und leidenschaftsloser Sprache auch ans. der .Muster- Monte" Togo schauerliche Einzelheiten schi decte Ter neue Kolonialdirektor glaubte dem verdienten Abgeordneten und auch dem Zentrum einen Strick drehen zu können, indem er dem Abg. Roeren Worte in den Mund legte, die er oetegeflHuh ««« | waaw Byrtrag darüber zu
PMWGÄ- -sS-M-sSZ beit es sich aber nur um einen einseitigen Ntcy- hxricht den zwei Beamten angefertigt hoben, wah- renb der Abg. Roeren überhaupt keine Kenntnis davon hotte. Mit Neckt wandte sich Herr Roeren in schärfster Form (regen eine solche grundlose Anschuldigung und Aba. Erzberger ließ he ..Erz-h lonz der Rücksichtslosigkeit" durchaus nicht im Un- Horen darüber, welche Foloen ein solches Vara-hen haben muß. Daran ändert auch die Tatsache nicht?, daß der Reichskanzler den Kolonioldire.» tor, der selbst noch geiwimoen war, mtlhre Satten aufzuziehen, väterlich in Schutz nahm.
Eine Landtagsersatzwahl hatte ,m dritten Berliner Wahlkreis st Jtznfinden Die So- zioldemokraten beaten schon längst die Hoffnung, in diesem Wahlkreis ihre erste Bertretuna tm preußischen Landtag ersteben zu sehen. In der xat waren ihre Chancen auch keineswegs ungünstig Sie erreichten sonor, daß sie mit dem freifimngen Kandidaten in die Stickwohl kamen Den Aus- schlag hatten die konservativen Wohlumnner zu neben. Ta für fie aber die Parole ausgegeben war, einen Sieg der Sozialdemokraten zu vecktn- dern rh suchen, konnte über den Ausgang der Wah niemand mehr im Zweifel fein Tatsocklich M beim a"ck der frc’finntoc Kandidat gewahst roor- ben Di- Soziasdemokrotie muß ojfo nie Bw- wirkkimnnq ibc-r Hastnima noch einige Reit bin- ousfckieben. M.br Glück hatten sie bei den Wahlen für den weimariscken Landtag. Dort m es ihnen gelungen, drei Vertreter tn das Landes-
Ich bin stilz und dankbar ob der mir erwiesenen Ehre, aber ich gestehe offen, ich liebe Sie nicht."
„Aber, Sie lieben niemand, sagen Sir nur das doch noch einmal." ...» ,
Sie erbleichte unb blickte hinaus tn he sonnige Landschaft.
„Ich fürchte, ich bitt ein herzloses, selbstsüchtiges Wesen, das vielleicht nie jemand wirklich lieben wird. Das müffen Sie wisien, wenn Sie um mich werben. Ihre Frau zu sein, wäre mir die höchste Ehre — doch bitte ich um Bedenkzeit bis morgen früh." Er verbeugte sich und bvt ihr den Arm.
Im Salon waren alle versammelt. Trixy lag i bttich aus dem Sovba, Ladn Helena saß neben ihr, Rudolf in einer Fensternische. Alle drei betrachteten die Kommenden, Trixy mit Eifersucht. Wenn Sir Victor sie liebt, war sein Platz nicht an ihrer Seite?
Ich reite nach Drexel Court", sm-ack ber Baron nach einer Weile, „ich versprach Hamp- I ton —"
„Ja, Lady Arabella ist dort", unterbrach Lady I Helena lacbenb, „cieh und grüße sie, wir erwarten Ti» aber zu Tische." , „ ... _
Victor errötete wie em Madwen, angst!im blickte er auf Edith, die sich in ein Akbnm vertieft I hatte.
„Wo warst Tn und Sir Victor die ganze Z-it, Edith?" fragte Trixy, sobald sich Gelegenheit bot.
„Im Purk." >
„Wovon sprackst ihr?"
„Don allerlei Tinoen, von der sckoncn Aussicht, dem Wetter und dergleichen; hätte ich Dein Inter- effe geahnt, so würde ich die ganze Unterhaltung notiert haben."
I „Spracht Ibr von mir?" _ ■*
„Ja, Dein Name wurde erwähnt."
„Sagte er etwas von — von — Du weißt schon, f was ich meine."
haus geschickt tuetbeJo wird man das zum guten man auch |taa itcwwus oa» cui.rt.c - Teile weitgehender politischer UnUnntni« öaimt zu rechtserttgen suchte, daß Öte Luft am uiicbreibfn knüllen Lesen denn die Hanöwe.ker Spiele im Menschen unausrottbar tet unb ba« f ne rieimnaen? Verfolgen sie nicht bie Reden Glücksspiel deshalb nicht umgangen werden könne.
fie e« allesamt, fo wütde man kaum für ihr Per- t.en für eine reelle Abwtckestwg biete, t.nb etwaige
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