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Dir wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse haben im Laufe von zwei Men­schenaltern in unserm Vaterlande etnen Um- sckwung erfahren, der in der Weltgeschichte fast beispiellos dastcht. In unserer ra,ch- lebenden Zeit ist man sich der «rohen Vcrandcr- ungen, welcl)e in den letzten 100 Jahren in Deutschland und speziell in unserer Vaterstadt eingctreten sind, vielfach nicht mehr betoußt. Djc Mehrzahl der Leser hat nur eine schwache Vorstellung von den Zuständen, wie sie noch in den vierziger, fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sich vorsanden. C8 ist gewiß eine Schilderung der Zustände Edas zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Entwick­lung der Verhältnisse durch die folgenden Jahr­zehnte bis in unsere Tage auf den mennig- fachen Gebieten des wirtschaftlichen und gewerb­lichen Lebens für den Leserkreis der „Fuldaer Zeitung" nicht ohne Interesse. Ich komme des­halb gerne dem mir von mehreren Seiten ausge- prock>enen Wunsche nach, meine Notizen über >iefe§ Thema, die mir seiner Zeit als Unter« äge zu einem kleinen Vortrage in einem hie- igen Vereine dienten, dem Drucke zu übergeben. Was ich biete, ist keine fachmännische, erschöp­fende historische Arbeit, zu welcher mir Zeit, Material und Vorbildung fehlt, sondern eine schlichte Zusammenstellung von Mitteilungen, Erzählungen und Schilderungen älterer glaub­würdiger Personen, von Eltern und Grosseltern, auch von persönlichen Erfahrungen und Beobach­tungen unter Benutzung der wenigen mir zur Verfügung stehenden Literatur.

Die politischen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse waren zu Beainn des 19. Jahrhun­derts nicht glänzend. Deutschland, aus dem dreissigjährigen Kriege völlig verarmt und ver­ödet hervorgegangen, konnte auch im 18. Jahr­hundert nicht wieder zu einem Wohlstand ge­langen, wie er in Deutschland gegen Ausgang des Mittelalters vorhanden war und erft wieder in unseren Tagen zutage tritt, zumal das Ful­daer Ländchen, welches im 7-jährigen Krieg kaum weniger gelitten, als im 30-jährigen. Für unsere Vaterstadt Fulda wurden die ersten Jahre des anbrechenden Jahrhunderts die letzten der Residenz st adt Fulda, der Me tropole eines mehr als tausendjährigen ansehnlichen Fürstentums.

Adalbert TTI. von Harstall war vom Schick­sale dazu bestimmt, die durch 1058 Jabre hin­durch lausende Reibe der 84 Aebte zu beschließen, welche dem Fuldaer Kirchenstaate voraestanden haben. Am 23. Mai 1802 schlossen Frankreich und Preußen den Vertrag, der das Hockstift Fulda dem Erbprinzen von Oranien überwies. Am 22. Oktober rückte ein preußisches Bataillon

Bezirken gedieh nur die Kartoffel und der Flachs, in manchen freilich gab es schone Wiesen. Die Berge waren mit dichten Buchenwäldern he­cht. Tie Nutzung des Waldes war erschien. Im Amte Hammelburg unter einem milden, son­nigen Klima war die Wohlhabenheit großer als in anderen Bezirken."

Wenn man die alten fürstabtlichen und fürstbischöflichen „Verordnungen" und „In­struktionen", soweit solche sich auf volkswirt­schaftliche Verhältnisse beziehen, durchgeht, 'ommt man zur Einsicht, wie überaus Patriar­chalisch, väterlich und mild die weltliche Regre- rungsaewalt ausgeübt wurde. Von allen ^Leu­ten aus jener Zeit wurde erzählt, wiedlefurst- ichen Bedienten sich bei der Bürgerschaft über >ie Stimmung umhören mußten, wenn die an ich sehr geringen Abgaben um einen oder zwei Pfennige erhöbt werden sollten.

Die landesväterliche Fürsorge ging damals ehr weit, so daß z. B. in einer besonderen „Klei- der-Ordnung" gegen „den üppigen und ver- schwenderischen Pracht in Kleidern" die auA ührlichsten Bestimmungen getroffen waren. Etz lautet K VI der Kleiderordnung des tsutften Heinrich: , „ . .,

„Dem Bauern-Stand ist durchgängig weiter nichts zu tragen erlaubt, außer, was in Unseren eigenen Hoch-Stiftischen Landen fabricierct, und unter ihnen seldsten größten Theils gefntigt wird ; und obschon bey Unserer dahresig n Tuch- und Resch-Fabrique auch Tüchern-und andere wollene Zeuche, deren Werth höher als zu 1 ,yL 30 Kr. (M 2,57) zu stehen kommt, zum Be^ kauf ausgestellt werden; So wollen Wir doch weder zugeben, noch gewärtigen, daß selbige ge­trauen, sich ein Tuch zuzulegen, wovon die Ehlen mehr denn 1 Reichthaler stehet." In § X toar denen Schneidermeistern bei 10 Reichsthaler Strafe, auch allenfallsischen Verlust des Hand­werks verboten „keine Art von Waaren, so gegen diese Verordnung anstoßet, in Arbeit zu nehmen. Die nämliche Pöue stehet nebst der Confiscation denen Christlich- und Jüdischen Krämern be­vor, welche dergleichen an solche Personen, denen es zu tragen, verbotten, wissentlich Verkauffen."

In der „Kind-Bettcr Ordnung" des Fürst- abtes Konstantin wird genau bestimmt, was der „Gevatter" als Geschenk geben darf, wie lange der Taufschmauß zu dauern hat und was dabei an Speise und Trank aufzusetzen ist.

Tie fürstbischöfliche Regierung war ängst­lich bestrebt, das Geld im Lande zu halten. So war bei hoher Strafe verboten z. B. einen Kalen­der zu kaufen, der nicht im Fürstenthum gedruckt war. Das Dutzend dieser Kalender kostete 32 Kreuzer (9t H).

Es gebt aber auch aus diesen Verordnungen hervor, wie die Kleinstaatenwirtschaft der da­maligen Zeit jede gewerbliche Tätigkeit größe­ren Umfanges verhinderte. Alles Heil erwar­tete man nicht zum wenigsten auch in den folgen­den manischen und hessischen Regierunasperio- bcn von den bis ins Kleinste gehenden Volner- vorschriften und Polizeitaxen, wodurch die Ge­werbetreibenden in ganz unglaublicher Weise be­lästigt. geschädint und in geradezu dürftigen Ver­hältnissen gehalten wurden.

lFortsetzung folgt.)

in Fulda em, und Herr von Sckienk verkündete die Bessdnabme des Landes für den Erbprinzen von Oranien.

So sehr von einem großen Teil der Fuldaer Untergang der tanl''ndjäbrigen künstlichen Herrschaft bedauert wurde, und so sehr vom Rechts^ndpunkt die Säkularisation zu verur­teilen ist, so bat auf religiösem Gebiete die Be­setzung der hervorragenden geistlichen Stellen ous'chließlich durch die nachgeborenen Söbne des Adels notnraemäß mancherlei Unznträglichkeiten im Elefolge gehabt. Auf wirtschaftlichem G-biete batten die seit dem Anfänge der französischen Revolution verbreiteten Ideen über die Beding­ungen de« Völkerglückes usw. eine sehr allgemeine Nnzufried-nbeit mit der in Deutschland herr- schenb<-n Kloinstaatenwirtschaft xtir Folge, und io läßt sich erklären, daß e8 eine starke Partei gab, welche sich Dorf der neuen Regierung goldene Verne versprach.

MH dem Reaierungsantritt des Fürsten Wilhelm von Nassau-Oranien beginnt eine neue Epoche in der Fi,ldai»chen Geschichte.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse, wie wir sie zur fürstbischöflichen Zeit, zu Anfang des neunzehn- ten Jahrhunderts vorfinden.

Vanl Darmstädter in seinem Buche: „DaS Aroßberzogtum Frankftirt" charakterisiert die damaligen hiesigen Verhältnisse folgenderma­ßen: „In knappen, beinahe dürftigen Le^enS- perhältnissen. abaeschlassen v"n der oroßen Welt, der Kirche, der sie ja auch alles verdankten, er­geben, so lebten die Fuldaer Handwerker und Kramer dahin. Aber auch die höheren Stände, der Hof, die Adeligen nnd Beamten lebten höckn eintnch i'»'h hv*r<*n fall unberührt von der Sit­tenlosigkeit und dem LuruL, die in anderen geis lichen und weltlichen Residenzen im Zeitalter des R"kokv herrschten. Das Land, das 43 O.nadrat- kilameter umfaßte und gegen 100 000 Bewohner haben machte, war nicht von der Natur begün­stigt. Ein rauhes Klima mit spätem Fnihlfug und frühem Herbste und ein steiniger Boden er­schwerten dein Landmanne die Arbeit. In vielen

t Das alte Gnaöenblld der Mutter­gottes auf dem zrauenberge.

Als die Franziskaner nach zweijährigem Aufent­halte bei der St. Seoeritüche m Fulda von dem Fürstadre Johann Bernhard Schenk zu Schweinsderg die ehemalige Ptopstei auf dem Franenberge (1623) erhallen hallen, gaben sie sich dar-n, d e auf dem Frauenberge von alter» der üblichen Andachten neu zu beleben. Zeitweilig wurden die Jünger des hl. Franziskus vom Berg. „Unserer Heben Frau- vertrieben und 1633 zün­deten hesfiiche Soldaten in d»r Mnttergotieskirche ihre Wachtfeuer an. Am 19. Juni l6ä2 aber tonsetnerte der Münster'iche Weihbiickof Johan- ne» Sternenberg drei neue Altäre m der Klosterkirche.

Auf dem Hochaltäre befand sich damals ein altes, weit und breit verehrtes Sta dbild der allerseftasten Jungfrau, dkach einem uns erhal­tenen Berichte vom .fahre 1656 übte dieses Mutter- gottesdild schon seit langem eine besondere An- ziehungskrast aus, da es in der ganzen Fuldaer Gegend al» wrmdertättg bekannt war. Bei den graten aus der Stadt und vom Lande genoß diese Statue die größte Verehrung; sie war damals seit schon viel mehr al» I0-» Jahren auf dem „Lieb-Frauenberg" verehrt worden. Die Statue war au» Holz geschnitzt; das reiche Gewand der Muttergottes gl tt in vielen Fallen an ihr herunter, auf dem rechten Arme trug sie das Jesukind. Illach der damaligen Sille war die Statue nut kost­baren Pruntlleidern angetan; auch das Jesus­kind Halle ein solches Kleidchen zur Zierde. Um da» Jahr 172o schentte die fromme Matrone Maria Luzia Ninnekerin >eine geboren, Hartmanns der Frauenberger Kirche ihr kost­bares Brauikleid, damit es teilweise auch zum Schmucke c»«> Mirakel bilder dec Ltuiiergot es ver« arbei.el werden möge. Nikolaus Knips, Piarrer in Schmalnau, scheu i« im Jahre 1735 eine kostbare Medaille im Werte von 15 Gulden,

damit diese Schaumünze dem Gnadenbilde an ge­hängt w„de. Bereits 1602 hatte jemand, wohl aus Dankbarkeit für Gewährung einer erflehten Gnade, dem Gnadenbilde einen silbernen Rosen- rcrnz umgetan. Ein«» ebenrolck en Schmuck ou» Silber, zugleich mit mehreren Prunkmürnen nie l Geschmeide vermachte letzt willig dem Gnadenbild, der am 29. Dezember 17« >7 verstorbene Apotheter Lukas Reichard ou» Fulda. Für das Jesu^- ind bestimmte er ein „silbernes Gesetzlein", einige ^rermünznr und ein silbernes Rinalein. Der am UO.März 1712 zu Geisenheim verst. Graf Herbold vonBerlepsch ließ am 22. Okt. ir.99 aus Ver- ehnmg für Maria, welch« der Hochaltar und die ganre Kirche gewitzt war, die große Glocke neu ließen.

Diele Schenkungen und Vermächtnisse be- unbtn das Vertrauen, welche da» wunderbare MuttergotteSbild bei der ganzen Bevölkerung genoß. Ende März 1757 brannte die Kirche auf dem Frauenberg zugleich mit einem Teile des Kloster- ab. DaS alle, vielve,ehrte Mirokelbild der Mutter @otM wurde aber gerettet, obwohl der Brand emioe Spuren an demselben zurück- gelassen hatte. Das Jesuskind, da» die Statu, auf ihrem Arm hatte, blieb allerdings seither verschollen. In ber 1760 neuerrichte en und etzt noch stehenden Kirche wurde dann der ne re Hochaftar der glorreich zum Himmel auffahrenden Mutter Gottes geweiht. Das alle Gnadenbild fand roteöet seinen Standort in dem mächtigen Altäre, für den der damalige Fürstabt Heinrich von Bibra KOO Gulden ausgeworfen hatte. Etwa- über 100 Jahre zierte das Bild der Muttergottes den Hochaltar» bis es 1865 durch «ne Madonnastatue erseht wurde, welche Joseph Bogt aus Molzbach stiftete. In dem genannten Jahre wurde das nnre Standbild an die Stelle des alten, welches allerdings durch den Brand etwas gelitten hatte, geletzt. Al» 10 Jahre später, im Oktober 1875, die Franziskaner durch den Kulturkampf vom Frauenberg vertrieben wurden, erstand H. Henkel in Großenbach das alte Mutrergoitesbitd. Es sollte ihm zum Schutz und Schirm werden, denn ihm schrieb es lern damaliger Besitzer zu, daß lein Haus, in dem die Statue war, 1895 bei einem großen Brande ge-eitet rourbe, obwohl der Nebenbau schon in flammen stand nnd die Fieder im Dachwerk des Haute» schon Feuer gelangen hatten.

Kürzlich ist das alte Wund rbild vom hiesigen Kunstmaler und Bildhauer Fleck wieder schön restauriert und an seinen ehemaligen Ehrenplatz gestellt worden. Der Künstler hat der alten Marienstatue wieder fiu Jesuskind beigegeben, das sich hold und innig an die Mutter Ma- ia schmißt. In goldverbrämiem Kleid, prangt bi, alle MuttergotteS-Ztalue m der Nische über dem Tabernakel de» Hochaltars der ihr aeroettven Küche auf dem Lied-Frauenberae. Äiöge sie wre früher so ost, aub känft g den zu ihr Flehenden Erbörung und H-lfe anaeöetben lassen1

vermischtes.

* Grotzsiadt-Elend. Der kürzlich in Berlin ab­gehaltene Kongreß für Kindersorschung hat auf di, schon wiederholt erörterten schtveren Nachteile des GroßstadtlebenS neues Licht geworfen. So befaßte sich Dr. Bernhard-Berlin mit dem Schlas- urangcl Berliner Gemeiiübcschüler. Seine Be­obachtungen erstreckten sich auf 6551 Kruder aus dem Zentrum der Reichshauptstadt und ergaben, daß bei diesen die Schlafzeit für alle Altersklassen hinter der unbedingt notwendigen zurückblieb.

Tie Unterschiede betrugen für den einzelnen Tag eine Stund, und vierzig Minuten; ein Teil der Kinder schlief also 608 Stunden im Jahre zu wenig und müßte, sollte die verlorene Schlafzeit nachgeholt werden, etwa 25 Tage — ununterbro­chen Tag und Nacht — schlafen. Als Ursache zu der geringen Schlasdaurr führte der Vortragende den Unverstand vieler Eltern und die mißlichen sozialen Verhältnisse an. Schlafräume und Lager­stätten spo'terr dabei oft aller hygienischen Vor- schriften. Bis zu neun Personen schlicken in einem Zimmer und bis zu vier in einem Bettl Den glei­chen Gegenstand behandelte In der philanthropisch- sozialen Abteilung der bekannte bodenreforme« rische Schriftsteller Damaschke. Einleitend er­innerte bei Redner an den Mordprozeß Veraer, der eine Reihe abstoßender Bilder aus dem Ber­liner Mielskasernenlcben enthüllte, und wies auf einen zweiten Prozeß aus der jüngsten Ver­gangenheit hin, in welchem gegen vier Kinder von 12 bis 14 Jcchren wegen Slttkichkeitsvernehens verhandelt worden war. Die Eltern der Kinder lebten, wie aus der Urteilsverkündigung hervor- ging, in den ärmlichsten Verhältnissen, und ge­rade das aus einen winzigen Raum beschränkte Wohnungselend hatte unzweifelhaft der Unsittlich­keit Vorschub geleistet. Wie wenige kennen dieses Wohnungselend, das nur zu oft jeder Beschreibung spottet, aus eigener Anschauung! In einem ein­zigen Raume haust, wohnt und schläft die ganze Familie, vielleicht noch mit ein paar Schlafbur­schen zusammen, und ein einzelnes Bett beherberg^ häufig Kinder und Erwachsene beieinander. Daß durch solche Verhältnisse das Schamgefühl der Kin­der verletzt werden muß, liegt auf der Hand. Nach 8er amtlichen Statistik wird ein Raum als über­füllt bezeichnet, der dauernd von sechs oder mehr Personen bewohnt wird. Wie viele Tausende von Wohnräumen gibt es, welche weit mehr als di se „statistische" Ueberfüllung aufweise» i Jedenfalls enthalten die vorstehenden Ausführungen wieder eine neue Warnung vor dem Drang, nach der Großstadt. ES ist eben nickt alles Gold, was glänzt.

* Ein teurer Salzhering. Eines Vormittags sah ein pensionierter Oberst im Berliner Tier­garten bei seinem Spaziergang, daß in der Nähe der Rousseauinsel ein Student ganz gemütlich angelte. Der Ossizier fährt den Verbrecher an, ob er denn nicht wüßte, daß da» Angeln im Tier­garten verboten sei. „Gewiß weiß ich es", war die gemütliche Antwort. Der Oberst holt eitcen Parkwächter; der Student angelt noch — und angelt trotz der Warnung vergnügt weiter. Da erscheint ein Schutzmann. „Sofort hören Sie auf zu aügeln", herrscht der Schutzmann den Studen­ten an. „Das form ich ja gar nickt", entgegnete dieser. „Warum?" fragte der Schutzmann ver­blüfft. „Sehen Sie", antwortet der Student, „ich wässere mir nur einen Salzhering!" An der Schnur hing tatsächlich ein Hering. Die Folge war ein Strafbefehl über 10 wegen groben Unfugs.

• lieber dir Irrfahrt eines Sarges schreibt die ,St. Petersb. Ztg.': Auf der Transbaikalbahn hat sich etwas selbst auf russischen Bahnen Außer­gewöhnliches zugetragen. Am 14. Oktober wurde ein Güterwagen, dessen Ladung angeblich aus Aepfeln bestand, an die Güterstation in Tschita herangeführt. Man löste die Plomben und fand in dem Güterwagen — einen Sarg mit der Leiche eines Obersten. Wie das Blatt Tschita bemerkt, kann man aus der Inschrift auf einem Kranz tx'U Schluß ziehen, daß der Sara mit der Leiche seit dem Jahre 1905 unterwegs ist.

* Ter Bürgermeister von San Francisko, Schmitz, ist gegen eine Kaution von 100000 Mark ,teige« lassen worden. Als Schmitz in San Francisco em« traf, wurde er von 5000 Menschen empfangen. Er Hutt eine Rede an 6te Menge, in der er ferne Un« fd uld beteuerte.

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Die «rat ttnW Autmobil-WellWt im Tamms 1907.

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Da» Programm für die deitticke Automobil' Wettfahrt um den Kaiierptei» 19 >7 ist nunmehr festgestellt. Die Strecke iss. wie unsere Karte zeigt, tm Berg!ei h au derjenigen he» Jahres 1904 wesentlich kürzer, sie mißt nur 77'/, Kilometer, muß aber fünfmal von der Saaltmrq ab ge> rechnet, zurstckarlegt werden, so daß sich demge«

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mfiR die gesamte Rennstrecke auf 387 Kttometa. beläuft. Da die Strecke zahlreiche HShennniev« 'chiede aufweist und viele knappe Kurven bat, >o werden große Aworderurnen an die Geschick« ljchteil der Fahrer gestellt werden. Tas Renn« fomtiee wird daher arrch in d'esen Tagen die strecke einer ganz genauen Prüfung rmierziehen.

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