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33, Jalirclanq

Fulda, Llont-a den 3. Dezember 1906.

JVs 277.

Erstes ■gßl'aft

Der vierte Tag der Rolonialöebatte.

rote

Letztere litt überdies an den Qualen der Eifer-

«Nachdruck verboten.)

„(gä betrifft die alten Nummern des „Ches-

ÄH« igti: Vie ei» spaltige pe' ttzeiie »de» deren 8m m 15 Pi-. Rttlomea dir petttzeil« 25 Pfg.; bei Wiede»' holnnye» wird entlpe. Kobalt oewShrl.

<tid)d*tt6|H6, mit »urnahme der Sone« und fieitl tage Viertel« jähn vezngrpreir ohne vringeriohn und Bet.elgelbin$ulba nnb ansroärts 1 Mi 50 Pf--

schuldigungen.

Auch der nächste Redner zog sehr scharfe Re- qister; eS war der freisinnige Abgeordnete Ab­laß, welcher als seine Sensation die sogen. Affaire Liebert brachte. Danach soll sich der RegimentS-Kommandeur von Frankfurt a. d. O. eines schönen Tage« bei dem damaligen Reichs­kanzler als deutscher Gesandter für China gemel- bet haben. Der alte gute Memoiren-Fürst, wie auch der Leiter des Auswärtigen Amtes feien nicht wenig darüber erstaunt gewesen. Sie hätten keine blaffe Ahnung von einer solchen Ernennung gehabt, während Liebert erklärte, der Ka-ser habe ihn persönlich zum Gesandten ernannt. Seme weiteren Ausführungen richteten sich mehrfach an dieselbe Adreffe, an welche sie auch Bebel gerrch- tet hatte. Trotzdem seine schwache Stimme nicht ausreichte, um das Hans vollständig an seine

| Worte zu fesseln, erhoben sich doch während ferner Rede zahlreiche Zwischenrufe. Es war deshalb zu erwarten, daß zum Schluffe dieser Sitzung noch per,önliche Bemerkungen folgen würden. Diese Erwartung wurde nicht getäuscht, und eine ganze Reihe von Rednern nahm daran teil. Da auch die Regierung noch eingriff, erlebten mir densel­ben Fall wie am Freitag, welcher die Debatte abermals eröffnete. Graf Ballestrem führte in dieser Zeit wieder den Vorsitz, und feine vor­trefflichen Bemerkungen riefen wiederholt große

Dr. Arendt will noch mit Bebel wegen feiner heutigen Anschuldigungen ein Hühnchen rupfen. Wenn nicht ein vorzeitiger Schlußantrag den Rede- ström zum Stillstand bringt, werden die Abgeord- neten also am Montag bis zum späten Abend noch die Kolonial-Debatten über sich ergehen lasten dürfen.

gezogen hätte.

r. Aus dem Reichstage. Dem Reichstage ist am Samstag die Vorlage zum Maroltoab- kommen zugegangen. Der Entwurf bezieht sich auf die nach Schluß der Hauptkonferenz zwischen den Mächten vereinbarten Abmachungen; dazu gehört auch die Errichtung der Marokkobank. — Nachdem am Montag die Kolonialdebatten zu Ende geführt sind, wird, wie schone,wähnt, am Dienstag die Interpellation über den p o l n i s ch e tt Religionsunterricht an die Reihe kommen. Ferner sollen in der nächsten Woche die Ma­ro kkovorlage, die Jmmnnitätsanträge und die dritte Lesung kleinerer Vorlagen erledigt

Det«nia>ortlii>er $<brtihttter: 3. kaum für M« »»zeiae» J. parjtler in S»Iba

hör schenkt. . . .

* Eine neue Uniform erwartet uns m der Marineverwaltung. Wie man der,Voff. Ztg. aus unterrichteten Kreisen meldet, steht für die Beamtenklaffen der Marineverwaltung eine durch- greifende Abänderung in der Uniform erung be- vor. Welche Anlässe dies für geboten erscheinen lasten, ist noch nicht bekannt. Und wie hoch stellt sich der Kostenpunkt? , .

* Der Abg. v. Gerlach von der fteisrnnrgen Vereinigung hatte vor einigen Tagen sich über die Verschleppung der Wahlprüsungen tn der Wahlprüfungskommission des Reichstags aufgeregt. Um nun ihn als Hecht in den Karpfenteich zu setze«, hatte man ihn für den ~~ ' " - st in diese Kommission gewählt

Lichter sind gelöscht."

Guter Gott!" ries Edith aufspringend, „was wird Trixy sagen? Mondscheinbetrachtungen scheinen vollständig zu absorbieren, ich glaubte, eS

Edith lehnte sich über die Brüstung und be­trachtete daS zurückweichende Ufer. , „Adieu, Heimat," seufzte sie, eine Trane rm Auge. „Wer weiß, ob ich Dich wieder sehe?

Keine Hand lüftete den Schleier der Znkuntt — und eS war gut.

Die Tifchglocke läutete, alles strömte rn den Speisefaal, wo zwei lange mit Krystall und Blu­men geschmückte Tafeln standen. Wie schön war eine Seereise, und Seekrankheit — bah, ein Hirn» gespinnst.

Nach dem Mahle suchte Rudolf da« schönste Plätzchen für Edith aus und Beatrice paradierte an Sir Victor'S Seite auf dem Verdeck. MrS. Stuart und Lady Helena begaben sich in Erwar­tung der kommenden Leiden in die Damenkajüte.

Ter Nachmittag verstrich, die Sonne sank, es erhob sich ein Wind, die See erwachte.

Eben wankte Beattice, von Sir Victor ge­führt, bleich wie der Tod, an Edith vorüber.

„O Edith — mir wird schlecht — mir ist —als wär' ich — tot — als--"

Sie ritz sich vom Baron los, sprang zur Seite und Ediths dunkles Auge blickte lachend in Sir Victor'S blaues. Dann eilte sie an TriryS Seite und führte die bleiche Heldin in die unteren Re- gionen, woraus sie fünf Tage nicht erstand.

Das Wetter war schön, aber die See ging hoch und jedermann fühlte sich ziemlich krank. Ein Tag genügte dem alten Neptun als Tribut von Edith, fouier fühlte sie nie mehr etwas. Sie be- Wftigte sich viel mit der Tante und Beatrice.

erwachte aus ihren Träumereien und bewillkomm­nete ihn.

„Ich hörte fingen. Miß Darrell, und glaubte eine Nayade den Fluten entsteigen zu sehen. Es

sei zebn Uhr."

„Worten Sie einen Moment, ich.mochte em paar Borte mit Ibnen reden, Fräulein."

Edikh's Herz pochte, als Sir Victor aber sprach.

schehen."

„Es ist eine grause Geschichte, aber man lieft deren täglich in den Zeitungen. Sie sagen, daS Verbrechen sei noch in unergründliches Dunkel gestillt, dem „Chesholm Courier" schien eS

Deutscher Reich.

Ber lin, den 1. Dezember 1906.

... Das preußische Staatsministerium hielt unter dem Vorsitz de« Fürsten von Bülow auch am Samstag wieder eine Sitzung ab. Wie verlautet, beschäftigte sich daS Mmisterwm in Ziffer wie auch in den vielen vorausgegangenen Sitzungen lediglich mit der Fleischnot. Heute soll zu den gegen die Teuerung etwa zu er- greifenden Maßnahmen endgiltig Stellung ge­nommen worden sein.

r. Der frühere Oberpräsident ber Rhein- Provinz Dr. v. Rasse ist am Freitag abend tn Bonn gestorben. Die »Rordd. Allg. Ztg/ I widmet ihm einen Nachruf, in dem es heißt: „In allen seinen Stellungen hat sich der Ent­schlafene durch hervorragende Pflichttreue und vorbildliche Schaffensfreude ausgezeichnet. Bon seinen hohen Verdiensten bleibt namentlich unver­gessen, was er nach fünfzehnjährigem Wirken für das Emporblühen seiner Helmatprovinz geschaffen hat. Seine umfassende segensreiche Tätigkett würdigten seine Könige durch zahlreiche höchste Auszeichnungen; bei seiner Pensionierung wurde ihm der erbliche Ade! verlieben."

r. Der kaiserliche Automobilklub hat sich veranlaßt gesehen, dem Reichstage einen Gesetz- j I entwarf zur Vorlage des Automobilhaftpflicht» gesetzes zu unterbreiten. Die Herren Automobil» bescher behaupten, daß der Regierungsentwurf Schuld und Sühne nicht in ein gerechtes -Ber- hältnis zueinander bringt, weil der Automobilist schon dadurch, daß er Besitzer des beleihten I Kraftfahrzeuges wäre, bei llnglückssällen zur Er­satzpflicht verurteilt werde, auch wenn er objektiv schuldlos sei und die Schuld nachweislich einen Dritten treffe. Die Herren vom kaiserlichen Automobilklub laffen lein Mittel unversucht, um eine Aenderung des Hasipflichtgesetzes zu ihren Gunsten herbeizuführen. Wir glauben aber kaum, daß ihnen das gelingen wird. Noch viel weniger wird es die Allaemeinhett für begreiflich finden, daß gerade für diese Herren ein Ausnahmegesetz geschaffen werden soll. Es ist zu hoffen, daß der Reichstag auch der erneuten Bitte kern Ge-

W Worts Geheimnis.

Dem amerikanischen Originale der Nlrs. May Agne- Fleming nacherzählt von Lina Freifrau von Berlepsch.

nicht fo."

„Sie meinen Inez Catherorr; sie war un­schuldig."

.Wirklich?" , .

(Stimmun gsb ildausdem Reich Stage.) Der vierte Kolonialtaq nahm bei nur schwachem Besuch auf den Tribünen seinen Anfang, dagegen war das Haus gut besetzt. Von den Herren an den Bunde-ratstischen hat sich em Teil die für heute angekündiqte dreistündige Rede des sozial­demokratischen Abgeordneten Bebel geschenkt; sie zogen es vor, der Sitzung fernzubleiben. Herr Kolonialvirektor Dernburg war pünktlich zur Stelle; fein Platz war aber der einzige m der langen Reihe, welcher besetzt war. Herr Dem- bürg leitete auch die Sitzung mit einigen Be- merkunaen ein, die er noch zu den Ausführungen des vorhergehenden Tages machte. Inzwischen wartete Bebel schon vor dem Rednerpulte auf die Erklärung des Präsidenten, bafc »h« das Wort erteilt wäre. Ein Teil feiner Fraktlonsge- uoffen, welche in den Hinteren Reihen ihre Plätze hatien, leisteten ihm bestens Beistand, indem sie sich vor der Rednertribüne aufstellten.

Bebel sah sich bemüßigt, von vornherein sich mit dem Abg. Erzberger in einer Weise zu be­schäftigen, welche großes Gelächter Hervorruf. Herr Erzberger wird ihm die Antwort nicht schuldig bleiben, alsbald meldete er sich beim Präsidenten zum Wort. Besonders markante Stellen traten in Bebels Rede nicht allzuviel tn die Erscheinung; dagegen brachten sie, wenigstens anfänglich, viele Redensarten ohne wirklich große Gedanken, eine Rede, wie sie auf sozial- demotratischen Agitationsversammlungen M Hause sind Diese Stimmung unterstützte Bebel selbst vorzüglich. So ost er, um Effekt zu erzielen, ferne Stimme bis auf das Aeußerste anstrengte, oer fehlte er nicht, auch mit seinem Stift auf da« Pult zu schlagen, um damit eine bessere Acren» tuierong zu erwirken. Einen kräftigen Faustschlag oder Schwenken des Manuskriptes in der Lust stocht er im geeigneten Moment ebenfalls em. Noch bester gelang ihm das Kunst stück chen, feine Freunde zu einer Beisallsbezeugung yt ver- anlasten. So oft er hieraus Wert legte, wandte er sick ganz nach links und sprach so nachdrück, lich und mit bedeutend erhobener Stimme auf die „Genosten" ein, daß ein „Sehr richtig !" oder ein „Hört! Hört!" unbedingt folgen mußte. Selbstverständlich blieb denn auch der von ihm erwartete Erfolg niemals aus. Eine heilere -timmung fetzte ein, als er namentlich gegen

Abgeordneien Lattmann und Arendt polentt» ette. Sachlich Neues brachte er aber über unsere Kolonialpolilik ansänglich nicht mehr vor; er kritisierte den Kolonialdirektor, seine Denkschrift, die Monopolverträge usw.

HMaer

w»ch-ndena,«:„2llllftrierteSoimtagr;cltung'

Zwei volle Stunden waren inzwischen ver- flosten, und nun wandte er sich zu einem Thema, bei dem er mit Vorliebe zu weilen schien; es war die Affäre Puttkamer. Die Vorlesung der von tbnt gesammelten Zitate nef die stür­mischste Heiterkeit hervor. Hatte er schon m der Einleitung seiner Rede den ironischen Vorschlag gemacht, daß die Herren der Kolonialabtetlung nur in weißer Weste al« Zeichen ihre« aus- gezeichneten Charakters erlernen sollten, so er- zählte er jetzt eine ganze Reihe von Scheußlich- feiten, welche in den Kolonien sich abgespielt

hätten, Anklagen, welche schon ost, namentlich tn der sozialdemokratischen Presse, erhoben wurden. Hatte der Kolonialdirektor am Freitag anerken- neud hervorgeboben, daß dir Nennung von Warnen nach Möglichkeit vermieden worden wäre, so rückte heute Bebel umsomehr mit Namen heraus, indem er sie mit An klagen über­schüttete, von denen auch der Reichskanzler mcht verschont blieb. Schließlich redete er sich meine ! Leidenschaftlichkeit hinein, die einen großen Tumult hervorrief, so daß kaum nod) ein Wort zu verstehen roat. Es war der Fall Pe­ters, welcher diese stürmische Szene indirekt veran- laßte. Nach Bebel verdankt PeterS seine Be- gnadigung den Abgg. v. Arn.m, Dr. Arendt und v. Kardorff. Denselben Herrm soll aber auch der Geheime LegationSrat Hellwig ferne Verab­schiedung zu verdanken haben. Und nun be­schuldigte Bebel die genannten Abgeordneten, ihr Amt mißbraucht zu haben. Die Sozialdemo» traten begleiteten diese Anschuldigungen mit sehr lauten Zustimmungsrufen, während.der Vize­präsident Herrn Bebel zur Ordnung nef. Gleich- wohl erklärte Bebel, daß er kein Wort von feinen Behauptungen zurücknehme, worauf ein zweiter Ordnungsruf folgte. Auf der rechten Seite erhob sich großer Lärm, als der fozialdemokra- tische Abg. Zubeil mit den Fingern auf die rechte Seite deutete und mit erhobener Stimme tief: „Da fitzen ja die Verbrecher!" Nun folgte ein Tumult, der weder die Glocke des Präsidenten, noch die Worte Bebels, noch die sonstigen Zwischenrufe zur Geltung kommen nef;. ES war ein Moment, wie wir ihn vom öster­reichischen Abgeordnetenhause her kennen, ,m deutschen Reichstage aber noch zu den Setten- heilen gehört. Bevor Bebel die Rednertribüne verließ, wiederholte er nochmals feine An-

ift eine wunderbare Nacht, aber fürchten ■die urchi, sich zu erkälten?"

„Ich erkälte mich nickt."

, ES ist halb zwölf Uhr, wrsten Sie daS? Alle

„Sie wußte nur, wer es getan, und berbelte es. Das weiß ich gewiß."

,Hhr Bruder Juan natürlich."

„Das ist nicht so sicher. Meine Staute glaubt an dessen Unschuld."

„Ja, wer war dann der Mörder? .

„Ja, wer?" sagte der Baron traurig, „vielleicht erfahren wir das nie."

„Doch, wir werden es erfahren," sprach sie mit prophetischer Rübe."

! „Meine Tante vermag noch jetzt nicht von der ; Sache 311 sprechen; tvas ich weiß, erfuhr tn; von anderen. Bis zu meinem achtzehnten Jahre wußte ich gar nichts. Meiner Mutter entsinne ich muh natürlich nicht; meine fernste Erinnerung ist, daß sich eine schöne, junge Frau über mein Bett beugte und mich weinend küßte. Meine Mutter war blond, das Gesicht aber, dessen ich mich entsinne,

! war dunkel. Sie lachen wohl über den Träumer. Sie blickte innig zu ihm auf.

„Ich hoffe, Sie denken besser von mir, es ist I heut zu Tage selten genug, Männer mit ver­ehrungsvollem Andenken von ihrer Mutter sprs- I chen zu hören, sei diese nun lebend oder tot.

Der Baron schien etwas sagen zu wollen, be» sann sich aber sofort und fuhr mit völlig ver-

I andertem Tone fort:

„Aber ich lasse Sie hier egoistisch in der Kalk: bitte Fräulein, nehmen Sie meinen Arm. Ich weiß nicht, warum ich mit Ihnen sprach, mit mv deren wäre es mir unmöglich gewesen. Ich vanr« Ihnen herzlich für Ihre Teilnahme."

Er verbeugte sich an der Kajütentür und ver- schwand.

Ernst und gedankenvoll trat Edith em. Beatrice schlief und ahnte nicht die verräterischen Vorgänge. Edith beugte sich über sie; war »Hk

st Tun ehrenhaft?

1 „Arme Triryl" seufzte sie und küßte leise ch« ! Stirn.

die .Germania' berichtet, nur einen halben Ta, getragen und ist dann wieder ausgeschieden. Ja diese liberalen Männer der Tat!

• Eine Mustcrorganisation von weitreichend­stem „Einfluß" nennt ber Führer der National- Sozialen, Dr. Friedrich Naumann, in seiner „Hilfe" (Nr. 46) den VolkSvereinfür da» katholische Deutschland. Weiter kommt er dann aus die einzelnen Mittel zu sprechen, deren sich der Volksverein für feine soziale Arbeit be- dient, die die „Massenorganisation geregelt haben und den ungeheuren Apparat ständig in Gang er- halten." Naumann schließt: „Und die Belohnung all dieses Eifers, das Ergebnis all dieser Arbeiten? — Das Zentrum die herrschende Partei Deutsch­lands!" Und die liberale „Köln. Ztg." (Nr. 1255) | spricht anläßlich eines Besuches der. Kölner Ver­einigung für rechts- und staatswissenschaftliche Fortbildung an Ort und Stelle von der „bewun­dernswerten Organisation der Zentralstelle für das katholische Deutschland." — Diese ehrenden Zeugnisse für die soziale Tätigkeit der Katholiken Deutschlands aus gegnerischem Munde, die wir mit Genugtuung zu den übrigen registrieren, soll­ten für diese ein Anlaß sein, durch weitere Ver­breitung des Volksvereins der Zentralstelle al» dem Sammelpunkt ihrer sozialen Organisations­und Agitationsarbeit im öffentlichen Leben noch höhere Bedeutung zu verschaffen. ,

r. Die Sozialdemokratie fordert tn ihrem Zentralorgan ihre Parteigenoffen zur Unter­stützung der russischen Sozialdemo- I traten auf. In einem längeren Aufruf richtet der Parieivorstand und der Zentralvoi stand der sozialdemokratischen Wahlvereine Groß» Berlin- an die Parteigenossen die Aufforderung, durch sosortige Sammlung von Mitteln für den Wahl­kampf den ruffischen Parteigenoffen zur Seite zu I flehen und die gesammelten Beiträge schleunigst an den Kassierer Erich gelangen zu laffen. Da- System der Zahlabende wird nicht wenig dazu beitragen, daß diese neue „Steuer", welche hier der Arbeiterklasse zu wmutet wird, reichliche Erträg- niffe bringt. Nachdem erst 2000t) Franken nach Frankreich gewandert sind, scheint man noch immer Geld für das Ausland übrig zu haben. Und wo bleiben die wirklichen Jntereffen der Arbeiterschaft, welche zu vertreten die Sozial­demokratie vorgibt?

t. Die Angestellten der ,BorwärtS'-Buch- I druckerei setzen ihre Beschuldigungen gegen den I sozraldemokratischenReichstag-abgeoidneten Fischer , fort. Jüngst fand wieder eine Versammlung ■ statt, in welcher der Grtchäft-leitung des .Vor­wärts die schärfste Mißbilligung ausgesprochen ; I wurde. Gegen Fischer im besonderen sprachen sich alle Redner dahin au-, er möge reden und schreiben, waS er wolle, er fei genügend gekenn­zeichnet. Trotzdem haben wir bisher nicht ver­nommen, daß Genoffe Fifcher auch auS diesen neuen Angriffen die einzig richtigen Konsequenzen

Heiterkeit hervor.

Am Montag um 1 Uhr soll die Debatte weiter gehen; sie verspricht noch sehr lebhaft zu werden. ,, ,

Zunächst ist noch u. a. eine Rede de« Zentrums- Abg. Meier-Jobst m diese Kommission gen Abgeordneten Roeren zu erwarten, aber auch Herr von GerlcNs hat bitte Würde aber,

sucht. _ ,.

Ob wohl Sir Victor mit den Damen auf dem Verdeck spazieren ging? O, eS war schmählich, so daliegen zu müssen, ohne den Kopf bocktragen zu können. Bei solchen Reflexionen hob sie ihn gewöhnlich, aber der Effekt war jammervoll.

Ebe sie die hohe See erreichten, war cs Voll- ntonb und keine Worte malten Edith'L Entzücken. Vielleicht war eS Mitleid mit Trixy, daß sie ihr nichts sagte von den vielen Spaziergängen, die sie mit dem Baron mackste, tote sie, über die Brüstung ------

gebeugt, die Sonne blutrot in's Meer sinken und fühlte sie sich enttäuscht, auf ber anderen Seite die silberne Ätna wie eine | betrifft die alten Nummern des „CheZ- 1 zweite Aphrodie den Fluten entfielen faßen, tote I Courier," begann er, „und die Tragödie von

! sie bei Tifck zufammenfaßen, er ihr vorlaS und sie Catheron RoqalS. Dreiundzwanziy Jahre sind 1 freundschaftlich vertraut wurden. In zwet Ta» feitbem verstossen, ich lag damals tn der Wiege gen wird man zur See bekannter, als zu Land in unb fühle noch denselben Schmerz, wenn ich zwei Jahren. War vonseiten des Barons all' das bat,on spxech- als wäre e» erst geschehen." nur Höflichkeit? Die eigenen Gefühle vermochte $crum bmm davon sprechen, ich habe kein sie wohl zu analysieren: von Liebe fühlte sie mcht e§ $u bbren«

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I ängige Monstrum." DC'

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1 Verdeck, es war ziemlich leer. Mit magi ckem I . ... , unergründliches Dunkel

ber w ‘nahm efoen°^elbe gehüllt. Meine Mutter war noch fo jung, fo schön.

a * tcL so gut, und es ist so schrecklich, zu denken, daß

stuhl und setzte sich hinter das Radbwus. Wie ' » ' „... « b ge(18rt e{n solches Wesen großartig war das ftenttmmmefnbe Smnontent, eme menwiiw «ano nm gege »

der schrankenlose Ozean tust ben mellenweiten stl- nwrbeno eryeoen ronnte. “

I bernen Streifen. Ein eisiger Wind strick über bas Verbeck, Ebith aber achtete ei nicht, sie war versunken in bic Schönheit bei Strahlen streuen- ben Monbes. Leise begann sie zu singen.

Ein Schritt nahte. ES war Sir Victor. Edith

vertag »er Snlbati L«- fltnbr iiterei in finita, moedsbtnage: „fiulba« Geschichtsblätter" fitrnsprecher Ur. «.