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33. Jatirflanq

Fulda, Dienstag den 20. November 1906.

JV3 267.

Iweites WLcrtt.

Reklamen- und Anzeigenteil.

Bilder aus de« russische« Hungerdistrikten

(Nachdruck verboten.)

10]

QUAKER

weisse Oats

Seht, euer Haus, bi» zum Turmesknauf Baut sich au» Scherben der Armut auf.

Wenn da» „Freie Wort" solche Geschäftsprak­tiken im Auge hat — und in Frankfurt kann man's wisien — von Frankfurt geht ja auch der kostbare Scherz, daß beim Kongreß deutscher Bank­direktoren im Frankfurter Stadttheater zu Ehren des Kongresses Schillers „Räuber" gegeben wor­den seien: — also wenn daS „Freie Wort" der­artiges im Auge hat, dann hat es Recht, da kann ein gläubiger Katholik nicht mehr mitmachen. In einer solchen Gesellschaft ist er, wie jeder andere Ehrenmann, unmöglich. Damit spricht aber das „Freie Wort" dem Katholizismus ein hohes Lob und große Anerkennung auS und stellt hingegen der Geschäftsmoral seiner Kreise das denkbar schlechteste Zeugnis auS. Die Verantwortung müssen wir natürlich ihm überlassen! Wir sind davon weit entfernt. Deshalb sagen wir auch gar nicht, daß ein katholischer Bankdirektor Jo gut wie unmöglich ist. Denn so dumm sind wir nidjt, die Unmöglichkeit einer Sache zu behaupten, die bereits als wirkliche Tatsache existiert.

Verantwortliber Schriftleiter: 3- van«; für Sie »n;«tae« parztHer in 5«lda

erscheint tSyltw, mtt Lnrnahme der Sonn» vnd.Feiertage, viertel» führ», vezüysprris ohne vrinyerlohn und veitellgeldin Hulda und auswärts i Mi 50 Pf-.

* KchMchk Mmmiiü Md im tont Industrie.

ich oaher vielfach so geholfen, daß die Stro dächer der Häuser abgedeckt und das Stroh den Tieren zur Nahrung gegeben wurde. Traurig, Zustände, welche daS Umsichgreifen der Revo- uiion auf dem Lande und die sogen. „Agrar- Unruhen" verständlich machen.

Weisheit nicht erwarten.

Wenn der Mann doch nur einen Grund ange­geben hatte für seinen Satz, daß ein gläubiger I Katholik nickt Bankdirektor sein könne! Die Dog- matik, der Glaube an die Lehren der katholischen Kirche, kann's nicht sein. So bliebe also die Mo- rallebre! Ach ja! Die Moral! Richtig! Wir er­innern uns noch unterm 24. August 1905 in der Rheinisch-Westfälischen Zeitung folgende „Ge- schäftsmoral" verkündet gelesen zu haben:

„Jeder Emvorkömmling arbeitet mit skru­pellosen Mitteln, um höher und immer höher zu kommen; diese Kampfesweise ist berech- > tigt, ist eine Notwendigkeit der weiterstrebenden Selbsterhaltung und erst der gesättigte Besitz, die ererbte Kultur verpflichtet zu vornehmem und fairem Geschäftsgebaren. Auch für das Empor- kommen eines Volkes gilt diese aurea regula (gol­dene Regel) des Geschäfsmannes."

Auch daran erinnern wir uns, daß solche mo­derne Industrieritter den Aussvruch getan: „Mit Moralarundsätzen baut man keine Eisenbahnen und „niemand wird ein reicher Mann, der nicht das Zuchtbaus mit dem Aermel streift". Und ein anderer — der Prinz zu Schönaich-Carolath — meint:

„Was an Trümmern das Leben weist Habt ibr Reichen verschuldet zumeist.

hier, die Amme muß ihm einen Wink gegeben ho­ben, denn er beobachtet Miß Inez in einer Weise, < die mir das Blut erstarren läßt." I

„Still!" rief Laim Helena, „ich will kein Wort mehr hören; wo ist Miß Inez?"

„In ihrem Zimmer, und verzeihen Sie meine Kühnheit, Myladv, aber ich glaube, sie argwöhnt. Aniangs war sie wie niederaeschmettert, jetzt gleicht sie mehr wieder sich selbst. Wollen Sie nickt erst die Tote sehen und Sir Victor?"

Lady Helena erbleichte.

„Ist Sir Victor bei ihr?"

„Ja, und er sieht aus wie blödsinnig, ich fürchte mich, ihn anznseben. Wenn er nur spräche, weinte oder dem Mörder nachspürte, aber er sitzt wie ver- steinert da." ----...... .

„Wo ist sie?"

Im weißen Salon. Die Doktoren haben sie dahin gebracht und Sir Victor ist allein bei ihr."

Lady Helena ging.

An der Tür zögerte sie, um sich für den Au­genblick zu stärken.

Der Salon war mit Wachskerzen erleuchtet, auf einer improvisierten Bahre lag eine verhüllte

Daneben saß Sir Victor ebenso regunaslos, kalt und bleich. Sein Auge war auf dte Lerch- gerichtet mit einem leeren Bltck, der das Blut erstarren machte.

„Victor!" rief die Tante entsetzt, „um Him- melswillen, sieh mich an." , , „

Sein stieres Auge hob sich voll namenloser Ver­zweiflung zu ihr.

, Sie ist tot —" stöhnte er, tot — und ich ver­ließ sie wohl und glücklich, damit sie ermordet würde — ermordet!"

Schwer fielen die Worte von seinen Lippen, dann sah er wieder auf das Leichenantlitz und ver­sank in dumpfes Brüten.

Mit steigernder Angst betrachtete sie ihn. Hatte seines Weibes Tod ihn'verrückt gemacht?. _

vermischtes.

* Die teuersten Ecke« in Berlin. Für das in der besten Geschäftsgegend gelegene Eckhaus Leip- zigerstraße-Ecke Jerusalemerstraße 35 sind bei dem vor einigen Tagen stattgehabten Verkauf 47 000 m pro Quadratrute gezahlt worden. Das geqen- stberliegende Haus am Dönhoffsplatz, >^erusale- merstraße 14, sollte im vorigen Jahre 750 000 dl kosten; da das Grundstück nur 6% Ouadratruten groß ist, würde sich der Preis pro Ouadratrute auf 120 000 dl stellen. Für das Eckhaus Leiv- zigerstraße 103-Ecke Friedrichstraße, den Fouro- bertschen Erbne gehörig, sind laut „Konf." iw vergangenen Jahr 60 000 dl Pro Ouadratrute verlangt worden. Die Ecke Unter den Linden- Friedrichstraße (Cafä Bauer) hatte vor 15 Jahren 3 Millionen Mark gekostet, der heutige Kaufpreis wäre vielleicht 4-5 Millionen Mark. Das Grund­stück umfaßt 78 Ouadratruten, es würde also heute die Ouadratrute etwa auf 80000 dl zu I stehen kommen. Das Eckhaus Friedrichstraße

In dem famosen Organ für Verbreitung artti- religiöser Albernheiten und blöder Hetzereien, an denen geistig Arme ihr Herz ervuickew zubenamst „Freies Wort" suhlt iemand sich bewogen, s«ne Unwissenheit in der Geschichte der modernen Wr - senschaft zur Erheiterung der Leser vor aller Welt erneut auszustellen. _

Die Antwort, welche der Mann ob seiner dummdreisten nicht gehaltenen Rede auf dem Esse­ner Katholikentag erhalten hat »nb die darauf hingewiesen hatte, daß unter den großen Ent deckern im Reiche der Naturwissenschaft Katholcken in stattlicher Zahl vertreten sind, hat das Hetz- organ schwer gekränkt. Und in der Wut über die ihm zuteil gewordene Belehrung vergißt es alle Vorsicht und reitet sich nur werter hinein tn den Sumpf der Blamage. Es erwidert:

„In der Vergangenheit war eS> sehr leicht möglich, daß ein großer Forscher oder Kunst- [er überzeugter Katholik war, weil die Volker so fest unter dem Banne der Kirche standen, daß es für den einzelnen nahezu unmöglich Mar, zu einem eigenen Urteil über den Unwert oder Wert der Kirchenlehren zu gelangen. . . Seitdem aber durch die Naturwissenschaften, durch Archäologe, durch Religionswissenschaft, Philosophie undi Ge- schichte die Grundlagen der römisch- katholischen Kirche erschüttert worden sind .. . ist die Sachlage total verschoben. . . - Die Folge ist, daß unter den ernst zu nehmenden Forschern unserer Zett nur in ganz seltenen Ausnahmefällen ein gläu­biger Katholik zu finden ist. Jene Entgegnung kommt uns vor, wie ein Grieche unserer Zett, der auf den Vorwurf, daß Griechenland auf dem Ge- biete der Kultur so gar nichts leiste, mit dem Einwurf käme: Haben Sie noch nie etwas von Plato und Aristoteles, von Archimedes und Xeno- vbon gehört" (1906. 1. Novemberheft S. 612f.)

' Man sieht, der gute Mann ist arg wenig be- schlagen in der Geschichte der Wissenschaft. Von „unserer Zeit" redet er und 'hren naturwissen­schaftlichen Entdeckungen. Er wird doch wohl das 19 Jahrhundert noch zu unserer Zett, und etwa die Elektrizität und ihre Verwendung tn der mo- dernen Technik zu den modernen Errungenscha^ ten rechnen. Vielleicht hat der Mann mal auch reden hören von Arnvdres und Volts tn her Elek­trizität, aber noch nicht erfahren, daß diese Bezeich- nungen den beiden katholischen Forschern Ampdre und Volta zu Ehren gewählt sind.

Auch die Chemie dürfte er als eine moderne Wissenschaft betrachten und wohl mal auch von Stearin etwas gesehen haben; er verdankt das­selbe dem Katholiken Chevreul, gestorben 1889.

Auch ein Aluminium spielt in der modernen Welt eine Rolle. Es ist ein Geschenk des Katho­liken Saints-Claire-Deville (gest. 1876). Da er besonders die Tuberkelforschung Kochs als Beweis für die Rückständigkeit des Katholizismus anfuhrt, sei ihm bemerkt, daß der Schöpferber g an­zen Bakterien- und Bazillenfor­schung der Katholik Pasteur (gest. 1895) iift Daß unter den modernen Astronomen der 1889 bei einer wissenschaftlichen Expedition auf Cayenne verstorbene Jesuit Perry hohes Ansehen genoß, wie noch heute sein Ordensgenosie Hagen unter Astronomen und Mathematikern hoch gefeiert ist, ist diesem Frankfurter Robinson Crusoe auf sei­nem weltfernen Eiland ebenfalls noch nicht be­kannt Weil wir gerade bei den Mathematikern sind so sei auch des letzten der großen Matbema- tiker ans der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Kill silrWms ßcheims.

Dem amerikanischen Originale der Plrs. May Agnes Fleming nacherzählt von Lma Freifrau von Berlepsch.

„Victor, ermanne Dich! Deine Meta wurde gemordet, geb und suche den Mörder! ,

Ihren Mörder?" sprach er natürlich,, ruhig. ■ ihren Mörder! Ist es nicht seltsam, baf$ Kmanb es vermochte, sie zu toten? Ich muß den Mörder finden. O Himmel! was hilft mir der Mörder der bringt sie nickt wieder zum Leben. Ste ist tot, sag 'ick, — tot!"

Er kniete neben der Leiche, zog die Hülle zu­rück und deutete auf die kleine Stichwunde.

.Sieh'," klagte er, „durch's Herz, mitten durchs Herz Sie litt nicht, sagten die Doktoren. Durchs Herz, als sie schlief. O mein Liebchen, mein gu- teS E^küßte die Wunde, die Hände, das Haar, zog dann stöhnend die Hülle wieder über die Leiche und begrub das Gesicht barem.

„Laß mich allem," schrie er wild auf, „me n war sie im Leben, mein allem! ^uan log, mein ist sie auch im Tode, mem Werb, meine Meta!

I Lady Helena zögerte. ... . w

Plötzlich sprang er auf Mit hochgerotetem Ge- ^'Verlasse mich, sage ick' weshalb kommst Du I hierher? verlasse mich, ich befehle es. Hier bm I ich Herr!" „ ~ ,.

Entsetzt wich sie zurück. Ihre gräßliche Furcht begründete sich, der Schlag hätte Sir Victor Geist

I zerrüttet, man konnte nichts tun, als gehorchen ihn besänftigen. , , .

Ich will ja gehen, lieber Victor, sag mir nur, ob man nach ihren Eltern schicken soll?"

Nein, sie können sie nicht wieder zum Leben bringen. Niemand kann es. Ich brauch« sie nicht, brauche niemand. Meta ist mein, sag ich, I mein allein!" .

Er machte eine gebieterische Bewegung und

Lady Helena ging. „ , ,o. „

Wie soll all' das enden? Der geheimnisvolle ;! Mord, der schreckliche Verdacht gegen >;nez, des * Neffen Geistesstörung.

Nicht nur die Revolutionäre, nein, auch der Mistwachs haben dazu beigetragen, die Lage der russischen unglücklichen Bauern noch zu verschlim- mern. Wenn eine Familie von 6 Köpfen nur 115 Pfund für das ganze Jahr als Ernte er- zielen kann, muß sie natürlich verhungern. Vieh- futter war überhaupt nicht vorhanden. Man bat

gedacht, de« am 14. Januar ISM verstorbenen Katholiken M. Hermite, tote be» 1897 in Berlin verstorbenen Karl Weierstraß. $afj den Jesuiten Wasmann sein „JesuittsmuS" nicht gehindert hat, j auf dem Gebiete der Entomologie emen allerersten , Platz zu gewinnen, weiß man In Frankfurt offen» \ bar auch noch nicht. Schließlich mußten wir alle ; katholischen nichttheologischen Usnversitatslchrer ; erwähnen. Daß hier die Katholiken wissenschaft­lich vollauf konkurrenzfähig sind, beweisen ihre ( Gegner dadurch, daß sie dieselben mit allen - nicht immer vornehmen — Mitteln sich vom Leibe halten durch ihre „Ringe". Ja „katholikenrem ist die Parole auS Furcht, in der alten Legenden­tradition gestört zu sein Warum wagt man denn nicht den ehrlichen wissenschaftlichen Kampf und greift zu solchen Mitteln, wenn.nicht aus — Furcht?

Indes zum Glanzpunkt der Erwiderung des grotzmächtig Gelehrten aus Frankfurt a. M. Er schreibt:

, Ein wirklich gläubiger Bankdirektor oder Di­rektor einer Riesenindustrie ist so gut wie unmög­lich. Wer ihn forderte, würde eine ähnliche Ant­wort erhalten, wie jener Knabe, der beim Backer einen »braunen weichen Wecken forberte und die logische Antwort bekam: Wenn er, braun ist, ist er nicht weich, und wenn er weich ist, ist er nicht braun" (S. 613).

Wie sie lachen die katholischen Bankdirektoren und Direktoren moderner Riesenbetriebe. — ^a, verehrter Herr, 's gibt wirklich solche. Der Mann möge nur einmal seine Klause verlassen und die Pfaffengasse des Rheins nach Rheinland und West­falen, wie nach Belgien hinunterfahren. Da kann er wirklich gläubige Katholiken als Bankdirektoren und Direktoren, ja selbst Inhaber von Riesenbe­trieben in reicher Fülle kennen lernen. Auch in Frankreich und Oesterreich kann er solche Persön­lichkeiten genug kennen lernen. Aus der Kaiserstadt an der schönen blauen Donau wollen wir , dem Judenorgan nur e t n e n Namen nennen, bei des­sen Klang man in Frankfurt einen Tobsuchtsan- soll zu bekommen pflegt, den Namen des Wiener Ersten Bürgermeisters Lueger. Dem wird es dock das Direktortalent nicht absvrechen wollen, nachdem er die Betriebe der Kaiserstadt so diri- giert, daß die semitische Herrlichkeit dahin ist. Wer freilich immer als Stubenhocker und Banause in seiner Klause sitzt und die Welt nur von weitem sieht durch das falsche Glas des „Freien Wortes , von dem kann man anders als diese Biedermeier-

„Gott steh' uns bei! was taten wir, daß solche», „Tante Helena."

Leid uns trifft?" . . .

Sie blickte um, Inez stand vor ihr mit ent­schlossenen Augen und eisigem Gesicht. ,

„Ich wartete auf Dich, man sagte mir, Du l ^Sie wies schaudernd auf die Tür. „Was sol­len wir tun?" „ . „ .

„O frage mich nicht," seufzte Lady Powys, „ich bin betäubt von all dem Schrecken. ,

,Der Untersuchungsrichter ist bereit» da, mor­gen wird das Verhör beginnen."

Die Tante sah ste erstaunt an, der kalte Ton beriefet? fie. ,

„Hast Du ihn gesehen?" fragt Inez leise.

„Ich fürchte, er verliert den Verstand.

Miß Catherons Lippen träufelten sich ver­ächtlich. . ,

„Das Gehirn der CatheronS war nie als be- sonders ausdauernd bekannt. Mich sollte eS nicht Wunder nehmen."

„Wer kann es getan haben?

Diese Frage vermochte Lady Helena nicht über die Zunge zu bringen. Wußte Inez vonJ>emt «e- gen sie gerichteten Verdacht? könnte sie es wißen ""^„Jch vergaß" mich nach Onkel ®ottfrieb'8 $e- finden zu erkundigen," sprach das lungeMadcken nach einer Pause, „es geht ihm wohl besser, sonst ^^J^er"befindet sich bester. Aber sag' mir, 3nej> stieß sie hervor, „wer kann den Mord be- annnen haben? hegt man keinen Verdacht?

0 Allerdings, die Dienerschaft hat mich tm Ler­bach? N

'',Jaiw Pool teilte ihre Ansicht dem Unter* i suchüngsrickter mit, ich ging auf sie zu, sie zer» I sieben wie gepeitschte Hunde. Es ist Beschl geg- ben, daß niemand daS Haus oertaffe, (tfortf. folfjwj

81—82-Ecke Behrenstraße hat eine Größe von 50 Ouadratruten, der heutige eWrt beträgt 3 Millio­nen Mark, die Ouadratrute würde also auf 60 000 Mark zu stehen kommen. _ .

* Rache. Einem Apotheker wird tn einer Kneipe sehr schlechter Wein vorgesetzt. Beim Weggehen rächte et sich, indem er auf die Flasche eine» Zettel mit „Aeußerlich" klebte.

„Es ist wahr! Der Herr erbarme sich unser; an eigenen Hause, in Mitte ihrer Dienerschaft wurde sie ermordet. Mir ist, als hatten wir alle Teil an der Schuld. Warum weckten wir sie nicht oder schlosten das Fenster. Das Scheusal kam doch durch bas Fenster herein. Ich wollte. Sie sprächen mit der Amme, Lady Powys," fuhr sie leiser fort, „sie macht schreckliche Andeutungen. Es liegt am Tag, daß sie Miß Inez im Ver­dacht hat."

„Großer Gott!" rief die Dame zurückbebend.

„Ich sage es ja nickt, behüte der Himmel. Jane Pool aber haßte Miß Inez vom Anbeginn an «nd liebte Mylady. Man mußte fie ja lieben, die arme junge Frau, sie hatte ein gutes Wort und ein freundliches Lächeln für Jeden. Und Sie kennen Miß Inez, gnädige Frau, sie ist stolz und hochfahrend. Der Amme Gerede könnte ihr schaden."

Stolz richtete sich Lady Helena auf.

„Ich werde nicht mit ihr sprechen, Jane's Arg­wohn kann meiner Nichte nicht schaden. Die bloße Annahme ist eine Beleidigung. Miß Catheron, baß ich so etwas nur sagen muß, ist über jeden Zweifel erhaben."

„Ich sage es ja, ober ich möchte, daß Sie mit per Amme sprächen. Sie wißen nun alle.s, Lady Powys, Jane sah Miß Inez, eine Viertelstunde be­vor wir die Dame tot fanden, ans dein Kinder- zimmer kommen, fie wollte hinein, Miß Inez Duldete es „sicht. Inspektor Darwin ist schon

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