worden, io würde diese Moralpredigt Wohl «och längere Zett beansprucht habe«. Ms sich der Privatier entfernen wollte und mit einem Zehnmarkstück bezahlte, wiederholte er bei dieser Gele- «nheit nochmals die gegebenen guten Lehren. Am Lbmd begab sich der Privatier cmf eine Ster* Mer und als er beim Weggehen seine Zeche mit einem Zweimarkstück bezahlen wollte, warf ihm bis Kellnerin mit Entrüstung und unter nichts weniger als sthmeichelhaften Bemerkungen das Geldstück aus den Tisch und erklärte, fie lasse sich nicht leimen- Boll Erstaunen nahm der Privatier -aS Geldstück in die Hand und stehe da — es war -er Gulden. Als er anderen Tages wieder in -aS Cafö kam, eilte der Kellner sofort auf ihn zu And übergab ihm das Zweimarkstück, verlangte fei« ’nen Gulden zurück und meinte irvnisth, er habe nur einmal die Probe machen wollen, ob Herr M. die guten Lehren auch selbst befolge.
! * Die Inschriften ans de« Eisenbahnwagen haben schon zu allerlei mutwilligen und bisweilen nicht unwitzigen Deutungen Anlaß gegeben. So sagen nämlich die Leute der Mährisch-Schlesischen ZÖrtralbahn (M. B. C. B.) „mir san kurios bemogelt", Das 0. T. E. der früheren Tarnowitzer Eisenbahn wurde gedeutet als: O traurige Eisenbahn I Die hessische Ludwigsbahn dagegen mit H. L. B. ruft uns zu: ^och lebe Bismarck!" Die unzufriedenen Beamten der rechten Oderufer- Eisenbahn (R. 0. U. E.) aber deuten die Inschrift: „Reich oben, unten elend". Die großherzoglich oldenburgische Eisenbahn (G. 0. E.) fahrt so „ganz ohne Eile", die böhmische Westbahn (B. W. B.) „bietet wenig Bequemlichkeit". Die österreichische Kronprinz Rudolfbahn (K. R. B.) ist „keine rentable Bahn", die Osterwieck-Wasserlebener (0. W.) gar eine „Owehbahn". Am gemütlichsten steht es auch in dieser Hinsicht im Schwabenlande aus, wo das Frauengeschlecht immer wieder ganz besonders von der König!. Württemberg. Staats- eiser.vahn mit den lieblichen Worten zur Fahrt eingeladen wird. „Komm', Weible, steig ein!" (K. W. St. E.)
* Blühenden Unsinn verzapft gewöhnlich die liberale Presse, wenn sie auf kirchliches Gebiet gerät. Bekanntlich hat Lorenzo Perosi, der Maestro der Sixtinischen Kapelle in Rom, ein großes sechsstimmiges Offertorium komponiert, das am Todestage Leos XIII. in der Sixtinischen Kapelle zum erstenniale aufgeführt wurde. Ein Berliner Börsenblatt fühlt bei der Wiedergabe dieser Notiz die Verpflichtung, seinen Lesern zu erklären, was denn ein Offertorium eigentlich ist: „Es handelt sich um die zarte, feierliche Musik, die nach Beendigung der Messe (!) beim Vorzeigen der Monstranz in italienischen Kirchen ost fast berauschend wirkt." Das paßt würdig zu dem Unsinn der „Pfälzischen Presse", die einen Laien das hochwürdigste Gut tragen ließ.
* Humor im Postdienst. Die „Deutsche Ver- kehrsztg." teilt aus dem Schriftwechselbuch zwi
schen einem Postamt und einer Postagentur einige köstliche Schriftstücke mit. Es handelt sich um die Erledigung einer Anfrage des Postamts an die Postagentur wegen eines vermißten Dienstbriefes. Die Agentur antwortet: „Das Schrist- stück liegt hier nicht vor. Dasselbe muß dort eingegangen fein! (Dort vielleicht durch einen der jungen Herren verbummelt.) M." Darauf entgegnet das Postamt: „An die Kaiserliche Postagen- tar in D. mit dem Austrage, sofort sämtliche Gelasse, Spinde usw., welche dort zur Aufbewahrung von Postsachen usw. benutzt werden, genau nach etwa dort liegengebliebenen Sendungen zu durchsuchen. Das betreffende Schriftstück ist hier bislang nicht wieder eingegangen und muß dort noch dorliegen. Im weiteren wolle die Postagentur im Ähristwerkehr mit dem Postamt sich demselben gegenüber für die Folge eines angemeffenen Tones befleißigen." Nun kommt die Lösung des Rätsels in folgendem Schreiben der Postagentur: „Zurück an das Postamt. Ja, da haben wir die Teufelei! Diesmal haben Sie nun wirklich recht! Wie ich nach Eingang des Vorstehenden im Haufe herumschimpfe und teufeliere, sagt plötzlich meine Mutter (sie ist jetzt 80 Jahre alt): „Johannes, ick hebb dar en Deinstbrief in min Kommodenlad innesloten! Schul! dat woll bei vermißte sin? Dar stunn, rot unnerstrecken, uppe: Eilt sehr! Da hebb ick mir jedacht, dat dei Breis wol sehr wichtig toör! Un hebb em wegefloten, dat hei «ich in anner Hänne feem, Wil dat du grab na den Wischen taum Heu maken wärst!" . . . Und rich- tigl Da in der Kommodenlade lag der Brief seit dem 28. Juni, und heute, sage und schreibe, haben wir schon den 6. Juli. Hohes Kaiserliches Postamt! Ich sage ja immer: Lange Haare, kurzer
Verstand! Das Kaiserlichen Postamt wolle hoch- und großniütig verzeihen! Auch die jungen Herren von wegen meines Ausdrucks „verbummeln". Ja, ja, lange Haare, kurzer Verstand! Schaffen Sie sich man auch nicht so viele Fräuleins bei der Post an I Wenn Sie so was, wie mit meiner Mutter, schon am grünen Holze sehen, was soll's dann erst am bürten! (mit bem letzteren meine ich natürlich in diesem Falle die Fräuleins). Na, das wäre dann ja gottlob mal wieder aus der Lust! Das gründlich erledigte Schriftstück füge ich nunmehr bei. Nochmals: Verzeihung ! Auch für meine Mutter, welche, wie ich schon sagte, 80 Jahre alt ist. Gehorsamst Johannes M., Postagent."
• Mag stimmen. Lehrer (im Geographieunterricht): „Denke Dir, Du machst mit Deinem Papa eine Automobilfahtt von Wien nach Paris; welche Städte siehst Du dabei?" — Schüler: „Keine, Herr Lehrer, 's geht viel zu schnell!"
* Das interessante Buch. Kritiker: „Gestern abend nahm ich Ihr bestes Buch vor und rühtte mich nicht von meinem Stuhle bis heute morgen vier Uhr." — Der Autor: „So interessant sanden Sie e8?" — Kritiker: „Das nicht. Wer ich wachte nicht früher wieder auf."--
* Fein erklärt. Leutnant (instruierend über den Zapfenstreich): „Nun also, Mayer, was verstehen Sie unter Solidität?" Mayer: .Wenn man kein Geld nich hat--- Herr Leutnant!"
* Eigene Abwehr. Student (sich vom Univerfitäts- professor verabschiedend): Ihnen, Herr Professor, verdanke ich alles, was ich weiß." — Professor: „Aber bitte, machen Sie doch nicht so viel Aufhebens von der Kleinigkeit."
Gotttsdit»ßsrdn«ng i« Fulda.
Sonntag, 12. August. Dom. 5, 6 und 7 Uhr hl.! Messen, 7i7 Uhr hl. Messe und Kommunion der christen- lehrpflichtigen Jungfrauen in der Marienkapelle, 8 Uhr Pfarramt und Predigt, '/ilO Uhr Kathedralamt, 11 Uhr Christenlehre, 12 Uhr hl. Messe, 7-2 Uhr Andacht und Christenlehre, 4 Uhr Predigt und Andacht, 7 Uhr Predigt und Herz-Mariä-Bruderschaft in der Marienkapelle. — Stadtps«rkirche. 5 Uhr hl. Messe und Predigt, 6 Uhr Hl.- Messe und Kommunion der Mitglieder des Müttervereins, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr Prozession auf den Frauenberg, nach AuSgang derselben ist noch eine hl. Messe, 7,2 Uhr Christenlehre, 3 Uhr Bruderschaft von der Todesangst des Herrn, 5 Uhr Predigt und Andacht für den MLtterverein. — Pfarrkirche zum heiligen Geiste? 8 Uhr Pfarrgottesdienst, 5 Uhr Andacht mit Segen. — Juugsrauen-Sodalität. 2 Uhr Mutterhaus. — Frauenberg. Heilige Meßen um 5, 7-6 und 7-7 Uhr, 7«8 Uhr Rosenkranzmesse, ’/»9 Uhr nach Ankunft der sogenannten Pestwallfahrt aus der Stadtpfarrkirche Predigt und feierliches Amt und Aussetzung, nach-1 mittags 2 Uhr feierliche Kreuzwegandacht mit Predigt (auf dem Kalvarienberge).
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(übrigens im Auslande von den Unterseebooten | durch bewiesen, daß die russische Regierung gleich der Germania-Werst viel hält, wird schon da-1 drei Unterseeboote dort in Auftrag gegeben hat.
Qgs erstii deutsche -Tonnen Unterseeboot
Nach langem Probieren hat sich das deutsche Reich nunmehr auch denjenigen Staaten angeschlossen, die Unterseeboote einführen. Die Germania-Werft in Kiel hat mehrere Unterseeboote in Bau, deren Typ aus unserer Zeichnung zu ersehen ist. Das Boot hat eine Wasserverdrängung von 180 Tonnen und soll eine Bemannung von 12 bis 16 Mann halten, natürlich Freiwillige, die sich bereits in reicher Anzahl gemeldet haben. Das Boot, das für die deutsche
Regierung gebaut wird, ist von einem spanischen Ingenieur Namens d' Egnevilley Monjustin konstruiert worden, der sein Projekt zunächst der französischen Regierung an- geboten hatte. Bei dem Bau sind alle diejenigen Erfahrungen berücksichtigt worden, welche die Germania-Werst bei ihren früheren Versuchen mit Unterseebooten gemacht hat. Wir stehen somit nicht mehr ganz in den Kinderschuhen und gefährden nicht unnütz das Leben unserer tüchtigen Mannschaften. Daß man
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4 Fuld.Stadtanl.v.1901
3'/, „ o.l 904
Staats-Papiere.
A. Deutsche.
3’/> Reichsanleihe . .
3 „
3‘/i Preuß. Konsols . .
2*/, Berg.-Märkische C.
8‘/. Bad. St.-Anl. abge. n
4 Bayer. Grundrente
4 „ Eisenb.-Anl.
3 /« „ Anleihen .
3 „ Eisenb.-Anl.
8'/« Kaff. Landes kr.-Odl.
4 Gr.Hess.St.-Al.v.99 8* 1/« „ Anl., abg.
3 Sächsische Rente . 31/« Württemberg, abge.
B. Aus ländische.
5 Bulg.Tbkanl.v.1902
4 Griechen E. B. d. 90
4 „ Monov.-Anl.
4 Italienische Rente 4*11 Japaner v. 1905 . .
4 Oesterr. Goldrente
4 . Kronenrente
4 tone. Msabethbahn
4 Oester.einh.kon.Rente
8 Oesterr. Lokal bahn
4?#* „ Süberrrnte O Pottugtes.uuifiz.An-
. Idtjcs. 1902 Eette I.
4 Rumä.am.Rte.v.90
Letzter (Sorigcr Kurs
Letzter (Songer Pur»
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4 Rumä.äuß.Rte.v.89
4 Russische Kons. v. 80
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4 Ruff. Kons. L. B.v.89
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4 Ruff. St.-Al. v. 1902
7220
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47i ' „ 1905
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31/« „ Goldant.v. 94
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62^0
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3*/i Schweden v. 80 abg.
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4 Serben (amott). .
81,70
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4 Ungar. Goldrente
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99,40 8/^0
4 „ Kronenrente
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97,40
3l/t „ „
78,60
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5 Argentinier abgest.
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41/« „ äuß. v. 88
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6 Chinesische St.-3!nl.
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4 Egypter unifizierte 5MeAkos.äufi.»L9stft.
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106,20
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102,80
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Ewotbekes-Pfandbriete
103,40
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4 Bayr. Vrsb. Münch.
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37.
97,60
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4 „ Bsb. Nürn-
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berg unt.b.1995
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4 „ Hyp.-u.Wchfb.
4 „ „ (urwlb.)
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8 /« . „ (unvlb.)
97,40
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4 „ Bdk-A. Würz. 1909
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4 Berl Hypochekenlk.
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(norm. Pommern)
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4 Fks. Hyp. XIV. 1900
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4 „ Ser. XVHI 1906
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4 „ „ unk. 1905
4 „ „ »eil. 1908
31/» „ „ verlosb.
31/» „ „ wnt 1906
4 Hamb. Hypb. 1905 4 „ 1910
4 „ bis 1913
31/, „ unk. 1905
3'/. „ „ 1908
3-/i „ 1 „ 1913
4 Mein. Hyp^Bank n E 4 „ VI u. VII E
4 „ vm 1911
4 , IX Em.
3l/i „ abgest. 31/« „ unt 1905
3'/, „ , 1907
4 Mitteld.Bodkr.1909 37, „ „ 1906
3*/i Naffau Landesb. P 3 „ 0
3 Pfälzische Hyp-Bk. 8*/.
4 Preuß. Centt.-Bod. Kred. G. 1909 3'/, „ 1906
4 Preuß. Bod.-Kred.- A.-B. XVIII1910 3‘/«
4 » Hyp.-Aktienbk.
(auf 80°/, abgest). 3'/, „(auf 80»/, abgest). 4 Rhein. Hyp.-Bk.l902r 4 „ 1907i
4 „ 1912r
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Frankfutter Bank . . .
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4 EüddL;od.-Kred.l906 3*/. Südd.Bod..Kredttb.
130,50 183— 1S7Z0 206^9 201,?o 122-
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3 „ Ergänz^Netz
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3 Prag.-Duxerb. . .
3 Raab^Oedendrg.(atte)
8 Rmü>.»Odenb.v. 91
Bereinsb.1907 „ abg.
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SerckI.rzb.102 Psdbr. Ser. III
3 Raab.-Odenb. v. 97
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9. Em. . .
10. 6m. . .
„ Siemens LHÄAe Fsizsabrik Fulda. . . Nordd. Sfö^tärnmere^
Bergwerks-JIktk».
4 Württ. Hypbk. 1908r
3'/, . 1912
Neuchateler 10 Fs. / .
Oesterr. v. 1864 100 st .
Oesterr. Kred. v.58 lOOfL
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