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Damit ist auch das letzte Hindernis, das der Bildung einer geschlossenen Zentrumspartei in den Reichslanden entgegenstand, beseitigt und die neue Parteibildung kann jetzt in die Erscheinung treten. Die anerkannte Notwendig­keit, daß gegenüber dem Ansturm der Gegner, die jüngst in Kalmar durch einen Gemeinderatsbeschluß auf Ein­führung simultaner Schulen ihre kulturkämpferische Gesin­nung mit aller Deutlichkeit geoffenbart haben, eine einige und feste Organisation am Platze sei, ist das ausgesprochene Motiv für den Schrill der Landespartei gewesen. Ein sehr erfreuliches Motiv! Der Beschluß der Landespartei zeigt deutlich, daß in ihr nur opportunistische Gegner des

„Das Komitee der elsaß-lothringischen LandeSpartei ist mit Rücksicht auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Organisation aller Gesinnungsgenossen bereit, an der Bildung einer elsaß- lothringischen Zentrumspartei mitzuarbeiten, unter der ausdrücklichen Voraussetzung jedoch, daß sie selbständig und unabhängig von jeder anderen politischen Organisation außerhalb

Zentrums-Anschlusses sich befanden und daß ihre ost aus- Besprochene Versicherung, im geeigneten Momente der für ie Katholiken paffenden großen politischen Gesamt-Orga- nisation Deutschlands beizutreten, durchaus ehrlich gemeint war. Nachdem in den verschiedensten Kreisen bei Delegierten- Versammlungen das Wachsen des Zuges zum Zentrum sich geoffenbart hatte und der Wille der Mehrheit der Wähler zum Zentrums-Anschluß drängt, hat die Landespartei der Einigung sofort zugestimmt. — Inzwischen haben weitere Wahlkreise ihren Anschluß an das ZWtrum offiziell voll­zogen, sodaß im Elsaß baldigst die Gesamt-Organisation vollendet sein dürfte. In Lothringen ist man allerdings noch zurück.

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Noch höhnischer sind aber die Auslaffungen der,Na- tional-Zeitung' über die diesjährige „Zentrumsparade". Das Lokalkomitee erlasse in überschwenglichen Tönen die Einladung zu der pomphaften Paradeveranstaltung an die Katholiken Deutschlands, die in Essen zu den Ouellen wahrer Kultur geführt werden sollen. Der Weg dazu scheine nicht besonders beschwerlich zu fein, denn in dem reichhaltigen Programm finden wir (die,Nationalzeitung') nicht weniger als 20 Festkommerse rc., und geschmackvoll «r«? immer fährt das Blatt fort: „lieber die Volks­belustigungen des katholischen Deutschlands ist hier nicht zu reden." Diese Anwürfe werden der Katholikenver­sammlung keinen Schaden tun. Sie wird, wie ihre Vor­gängerinnen, dessen sind wir gewiß, in durchaus wür­diger Weise verlaufen.

* Für die Reichstagsersatzwahl in Döbeln ist von manchen Seiten auf Profeffor Dr. Hasse als geeigneten Kompromißkandidaten hingewiesen. Von freisinniger Seite ist dagegen eingewandt worden, für Hasse könne kein Frei­sinniger stimmen. Weiter wird auch Bürgermeister Rüder- Roßwein als bürgerlicher Kandidat genannt, der der nationalliberalen Partei einigermaßen nahesteht. Er würde im Falle einer Wahl der Reichspartei beitreten. — Von dem verstorbenen Abgeordneten „Genossen" Grünbergteilen die Leipziger Neuesten Nachrichten' mit, daß er bis Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts der national- liberalen Partei angehörte und als ein großer Verehrer des Fürsten Bismarck galt. Dann erst ist er den Fahnen der sozialdemokratischen Partei gefolgt.

* Aenderungen der Branntweinsteuerausführungs­bestimmungen hat der Bundesrat beschlossen. Danach wird u. a. wenn die tatsächliche Jahreserzeugung hinter der er­klärten soweit zurückbleibt, daß der ihr entsprechende Zu­schlagssatz niedriger ist, als der angewendete, der im Falle der Versteuerung des Branntweins zuviel erhobene Zu­schlagsbetrag auf Anordnung der Direktivbehörde erstattet.

* Der sozialdemokratische Parteitag, welcher bekannt­lich in Mannheim stattfindet, sollte mit Einwilligung des Mannheimer Stadtrates im Rosengarten stattfinden. Jetzt hat, wie der .Vorwärts"' mitteilt, der Stadtrat seine Zu­stimmung zurückgezogen. Es heißt, der Minister Schenkel habe der Stadt mitgeteilt, der Großherzog von Baden werde im September nach Mannheim kommen; eine Fest­lichkeit zu seinen Ehren könne aber nur im Rosengarten ab­gehalten werden. Die Sozialdemokratie müsse darum weichen. Wie der ,Vorwätts' ferner mitteilt, hat der Par­teivorstand den Vorschlag auf die Zeit vom 1. bis 7. Sept, anzuberaumen, abgelehnt, weil er hofft, über die plötzlich entstandenen Schwierigkeiten Hinwegkommen zu können.

* Die Verkehrseinnahmen der deutschen Eisenbahnen betrugen im Juni 1906 für alle Bahnen aus dem Per­sonenverkehr: 69 002 753 Mk. (gegen Juni 1905 mehr 5116419 Mk.), aus dem Güterverkehr: 113928505 Mk. (mehr 11614 402 Mk.) Die Bahnen mit dem Rechnungs­jahr April/März vereinnahmten in der Zeit vom April 1906 bis Ende Juni 1906 aus dem Personenverkehr: 157442034 Mk. (mehr 13198445 Mk.), aus dem Güler- verkehr 313272720 Mk. (mehr 29397081); die Bahnen mit dem Rechnungsjahr Januar/Dezember vereinnahmten in der Zeit vom 1. Januar 1906 bis Ende Juni 1906 aus dem Personenverkehr: 40 449 080 Mk. (mehr 2 620146), aus dem Güterverkehr: 77 278359 Mk. (mehr 6946765).

* Zurückzahlung neuer und alter Steuern, lieber die Zurückzahlung zuviel erhobener neuer wie alter Steuern und Zollbeträge sind vom Bundesrate neue Bestimmungen ge­troffen worden. Bei den gemeinschaftlichen Reichssteuern, bei den Stempelabgaben, der statistischen Gebühr und den bei der Verwaltung der Zölle und Steuern zu erhebenden Gebühren, sowie bei Zollbeträgen findet eine Zurückzahlung statt, wenn sie mehr als 10 Pfg. betragen und der An­spruch auf Rückzahlung innerhalb der vom Tage der Zoll­entrichtung an zu rechnenden Verjährungsfrist schriftlich oder mündlich angemeldet wird. Beträge von 3 Mark und darüber, deren Ueberhebung vor Eintritt der Verjährung festgestellt wird, werden auch ohne Antrag zurückerstattet. Zuviel be­zahlte Steuern müssen innerhalb eines Jahres vom Tage der Anweisung, Zölle vor Ablauf der Verjährungsfrist er­hoben werden. Eine Nachforderung von Gebühren darf nur innerhalb eines Jahres, eine von Zollbeträgen nur innerhalb der Verjährungsfrist und wenn sie mehr als 10 Pfennige betragen, stattfinden. Ans die Erbschaftssteuer finden diese Bestimmungen keine Anwendung.

* Köche sind keine Handwerker. Die Köche führen seit Jahren einen energischen Kampf um ihre Anerkennung als Handwerker zu erlangen. Petitionen über Petitionen sind den Regierungsstellen daraufhin eingegangen, andere Verbände, insbesondere auch die Handwerkskammern, haben sich in demselben Sinne verwendet. Schließlich wurde von dcn beiden in Deutschland domilizierten Verbänden der Köche und vom internationalen Verein der Köche gemein­sam eine Denkschrift ausgearbeitet, die dem Ministerium für Handel und Gewerbe unterbreitet wurde. Jetzt ist von dem Minister der Bescheid eingetroffen, daß die Köche nicht zu den Handwerkern gerechnet werden können. Damit sind alle Instanzen erschöpft, und sie werden sich jetzt bei dem Bescheide beruhigen müssen.

* Die elsaß - lothringische Zentrumspartei. Am vorigen Donnerstag hat in Straßburg die Versammlung der Abgeordneten und Delegierten der elsaß-lothringischen Landespartei folgende Resolution beschlossen:

Deutsches Reich.

Berlin, den 18. Juli 1906.

* Onkel und Neffe. Lord Knollys, der Privatsekretär König Eduards VII., erwiderte, wie der ,Voss. Ztg/ aus Paris gemeldet wird, drahtlich auf eine unmittelbare An­frage im Buckingham-Palast: „lieber eine Begegnung des Königs von England mit dem deutschen Kaiser ist noch nichts entschieden. Es ist indes sehr wohl mög­lich, daß diese Begegnung stattfindet." Neues hat damit Lord Knollys nicht gesagt. Er hat nur bestätigt, was von uns und auch von anderen Blättern wiederholt zu diesem Thema vorgetragen worden ist.

* Den bekannten Rechtslehrer an der Berliner Universität von Liszt sollte Blättermeldungen zusolge der Kultusminister verboten haben, an der Berliner Han­delshochschule Vorlesungen zu halten. Demgegenüber stellt die .Norddeutsche Allgemeine Zeitung' fest, daß diese Behauptung nicht zutreffe. Professor von Liszt habe die Uebernahme von Vorlesungen an der Handelshochschule zugesagt, ohne dem Kultusminister vorher Anzeige zu machen bezw. um Genehmigung nachzusuchen, wozu er nach der Kabinettsordre von 1839 als Universitätsprofessor gehalten sei. Jnfolgedeffen habe der Kultusminister den Professor von Liszt zu einer Aufklärung über den Sach­verhalt veranlaßt; die Frage der Verweigerung oder Er­teilung der Genehmigung sei also noch garnicht zur Sprache gekommen. — Diese Angelegenheit hat übrigens bereits dadurch ihre Erledigung gefunden, daß Professor von Liszt auf die Lehrtätigkeit an der Handelshochschule verzichtet hat.

** Für den Posten eines Unterstaatssekretärs in dem Reichskolonialamt, auf dessen Bewilligung durch den Reichstag man in Regierungskreisen nach wie vor zuver­sichtlich hofft, werden jetzt neue Namen genannt. Bekannt­lich sollte der nationalliberale Abgeordnete Dr. Paasche für diesen Posten ausersehen fein; nachdem dieser aber jetzt einen Aufstchtsratsposten angenommen hat, scheint man anzunehmen, daß er auf das Amt des Unterstaatssekretärs nicht mehr reflektiere. Eine Berliner Korrespondenz nennt jetjt den deutschen Generalkonsul in Genua Dr, Inner als künftigen Unterstaatssekretär. Dr. Jrmer gilt als persona gratissima beim Kaiser und beim Reichskanzler. Der Ge- nannte war längere Zeit Gouverneur der Marschallinseln und gilt als ein der befähigsten Beamten des auswärtigen

Ausland.

* lieber die Schwierigkeiten des englischen Flotten­bauplanes nimmt man, dem Londoner ,Daily Telegraph' zufolge, in gut unterrichteten Kreisen an, durch einen Kom­promiß Hinwegzukommen. Wie gemeldet wird, sollen, wie auch anfangs geplant war, zwei Schlachtschiffe der „Dreadnought"-Klasse, aber nur ein Panzerkreuzer, statt deren zwei, gebaut werden.

* Zur Lage in Rußland. Die Erbitterung gegen die russischen Machthaber nimmt immer mehr zu. In gesetz­mäßiger Form kommt die feindliche Haltung des Volkes immer von neuem in der Reichsduma zur Geltung. Dort ergriff am Montag der Gehilfe des Ministers des Innern, Makarow, das Wott, um in ausführlicher Rede 33 von der Duma eingebrachte Jnterpellationm zu besprechen. Als er gelegentlich seiner Ausführungen die Ansicht aus­spricht, daß das Manifest vom 30. Oktober 1905 die Freiheit verkündet aber keines der bestehenden Gesetze ab­geschafft habe, daß diese daher befolgt werden müßten, und daß auch der Minister des Innern seine Pflicht nicht außer Acht lassen und für die Aufrechterhaltung der ge­setzmäßigen Ordnung im Lande sorgen werde, wird der Redner durch die Ruse: „Genug! Rücktritt!" und andere unterbrochen. Als Makarow sein Recht auf die Redefreiheit geltend macht, sucht der Präsident die Ruhe wiederherzustellen. Der Lärm dauert jedoch an und Makarow beendet seine Rede unter ironischen Zwischen­rufen des Hauses. Was nützen solcher Stimmung gegen­über, die gewiß nicht nur eine kleine Minderheit des russischen Volkes erfüllt, daß der Zar mit strengen Maß­nahmen gegen aufsässige Truppenteile vorgeht und bei­spielsweise, wie gestern mitgeteilt, durch allerhöchsten Be­fehl vom 15. d. Mts. das siebente Reserve-Kavallerie- Regiment seiner ihm am 19. April 1902 verliehenen Standarte für verlustig erklärt oder ein ganzes Garde- Regiment zur Linie versetzt, wenn er nicht auch endlich das jetzige unhaltbare Ministerium in einen wohlver­dienten Ruhestand versetzt!

* Die Sitzung der serbischen Skupschtina am Montag war von Protesten der Jungradikalen gegen das Protokoll der letzten Sitzung angefüllt. Im Laufe der Debatten kam es zu einem erregten Wortwechsel zwischen dem Jungradikalen Radoskowitsch und dem Altradikalen Petrowitsch, die einander beleidigende Worte zuriefen. Es entstand ein betäubender Lärm. Die Jungradikalen griffen den Präsidenten wegen geschäftsordnungswidrigen Vorgehens heftig an; dieser wies die Vorwürfe zurück. Hierauf wurde das Protokoll der letzten Sitzung mit 85 gegen 54 Stimmen zur Kenntnis genommen.

* Hohe Belohnungen sind den japanischen Siegern von der Regierung zugedacht. Mit der Flotte ist bereits begonnen und zwar sind zunächst die Maate und Matrosen ausgezeichnet worden. Wie amtlich mitgeteilt wird, haben 37 den Orden Kirischi Kunscho erhalten, mit dem eine jährliche Pension von 200 Den (420 Mk.) verbunden ist, und 6450 die siebente Klasse des Ordens der aus­gehenden Sonne, die dem Inhaber jährlich 100 Arn bringt. Im ganzen find 150 Millionen Aen für die Be­lohnungen angewiesen worden. Von dieser Summe sollen 123 Millionen Den auf das Heer, 17 auf die Flotte und 10 auf die Nichtkampfteilnehmer beider entfallen. Nach diesen Angaben wird der Anteil der Flotte an den Geld­belohnungen bedeutend reichlicher ausfallen als der des Heeres: letzteres erhält pro Kopf 82 Den, erstere 340. Welcher Gedanke dieser verschiedenartigen Bewertung der Tätigkeit der beiden Faktoren der japanischen Streitmacht zu Grunde liegt, ist nicht erkennbar. Es fei aber auf eine andere, von den Japanern bisher ängstlich geheimgehaltene Tatsache hingewiesen, die diese Berechnung enthüllt: es er»

soeben veröffentlichte Programm zur diesjährigen Katholikenversammlung wird nun, was ja allerdings nicht zu verwundern ist, vom .Vorwärts' zum ©ege: " ‘ ' Besprechung gemacht, die an billigen Witzen und höhnischen Ausfällen eine ganz achtbare Leistung darstellt. Das Blatt stößt sich daran, daß zur „würdigen Inszenierung des Ehrenmahls elf Kommissionen ge­wählt sind", daß neben den ernsten Veranstaltungen auch Festversammlungen geplant sind, und kommt zu dem Schluß, daß für die fünf Tage ein ganz ansehnliches „Ver­gnügungsprogramm" entworfen worden ist. Dem ,Vor- wärts' scheint die Technik der Katholikenversammlungen nicht klar zu fein, er scheint auch nicht zu wissen, daß die Tagung von so und so vielen Vereinen und Korpo­rationen benutzt wird, um zu gleicher Zeit ihre General­versammlungen rc. zu veranstalten.

•** Berlin, 18. Juli 1906. Prinz Oskar von Preußen, der vierte Sohn des Kaisers, hat heute in Plön die schriftliche Abiturientenprüfung beendet, die mündliche Prüfung findet nächsten Dienstag statt. Am folgenden Tage wird der Prinz nach Potsdam abreisen und im August in die Kriegsschule eintreten. — Die Taufe des Sohn es des Kronprinzen wird, wie jetzt verlautet, in der zweiten Hälfte des August stattfinden. Zur Taufe werden u. a. auch der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland, die zur Zeit in England weilen, in Potsdam etntreffen. — Der Krankenkasse des Verbandes katholischer kauf­männischer Gehilfinnen in Köln ist laut Veröffentlichung im .Reichsanzeiger' von neuem die Bescheinigung erteilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforde­rungen des § 75 des Krankenverstcherungsgesetzes genügt. — Der .Reichsanzeiger' meldet die Ernennung des Prager Uniüer» fitätsprofessors Dr. Hans Chiari zum ordentlichen Pro- seffor der medizinischen Fakultät an der Straßburger Universität. — Ueber 20 Millionen Durchgangstelegrawme sind von dem Berliner Haupttelegraphenamte im letzten Jahre über­mittelt worden. Im inneren Verkehr wurden 995,435 Telegramme arstgegeben, während 638,636 Telegramme eingingen. Z wältigung dieser Arbeit waren 1785 Beamte notwendig. ______

Telegraphenamt stehen rund 500 Leitungen zur Verfügung, von denen 420 inländische sind.

wir die offizielle Einladung zur diesjährigen Katholiken­versammlung in Essen veröffentlicht. Wer den Wortlaut des Aufrufes unbefangen prüft, wird zugeben müssen, daß er im Geiste der Versöhnung und der Friedens­liebe gehatten ist, der wohltuend absticht von dem „Kampfeston" der Einladungm anderer Parteien. Ein Satz der Einladung lautet: „Vor allem sollen die deutschen Katholiken einen alten Bekannten wiederfinden, einen mäch­tigen Helfer in Freud und Leid, den Geist, der, von Gott gesandt, in allen Versammlungen oberster Gesetzgeber war, den Geist der christlichen Liebe und Wahrheit." Auch unsere politischen Gegner werden den bisherigen Katholikenversammlungen das Zeugnis nicht vorenthalten können, daß auf ihnen bei aller Schärfe der Polemik doch alles vermieden worden ist, was Anders­denkende der Form nach irgendwie hätte ver­letzen können. Wir stellen diese auch von den Gegnern anerkannte Tatsache mit freudiger Genugtuung fest gegen« Jahresversammlungen z. B. der evangelischen Bundler, dre die Bezeichnung „friebliebenb und versöhnlich" sicher nicht für sich in Anspruch nehmen können.

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