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Maer M Zeitung

z.parzell«^^Mm. wochenbevage: „ZllnftrierteSoimtagszeitmtg

83, Jahrgang.

Fulda, Mittwoch den 4. Juli 1906.

J» 150.

Zweites WLatt

Reklame- und Anzeigenteil.

Bd. 22, 1905 und Beiheft 29, 1905.

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ludetuS Eisenwerke. schweilet Bergb.. . lelsenkitchenet Betgb. atpenet Betgb.. . . nbetnia Bergwerk. .

Erscheint täglich, wit Ausnahme der Sonn« und Feiertage, viertel« jährt. ve;ngrpreir ohne vringerlohn nnb Seftevgeldinznldannd auswärts IMS» Pfg.

I Mannschaften sind im Zuge nicht vorhanden, und, da in dem republikanischen Lande Standesunter- schiede nicht vorhanden sind, nehmen die Leute, die den Zug dienstlich begleiten, mitten unter den Rei­senden Platz; man kann also Seite an Seite mit dem Schwarzen im Parlor Car reisen, der einem nachher die Kleider abbürstet und die Schuhe putzt. Die Speisewagen sind den unfeigen ganz ähnlich.

Die Hauptbahnhöfe in den großen Städten sind zum Teil stattliche Monumentalbauten, die aber im Innern manches vermissen lassen, was wir zur Bequemlichkeit der Reisenden für unbe­dingt notwendig halten. Die Bahnsteiganlagen sind durchweg geradezu primitiv; eine Absperrung, eine Ueberführung oder eine Untertunnellierung ist nirgends vorhanden, und jedermann darf sich be­wegen oder aufhalten, wo er will; er darf nur nicht erwarten, daß er von irgend einer Seite gewarnt wird. Schutzvorrichtungen kennt man nicht. Die Freude an einer solchen Nichtbevormundung er­schien dem Berichterstatter des preußischen Han­delsministeriums als eine der Grundfesten der amerikanischen „Freiheit".

Das Eisenbahnpersonal ist dem Publikum gegenüber im Allgemeinen unfreundlich, ist sogar unhöflich. Der Grund liegt darin, daß im großen Ganzen wenig Personal vorhanden ist, und ander­seits entspricht die Unfreundlichkeit der „Landes­sitte". An diese Behauptung paßt auch die Tat­sache, daß an den Bahnhöfen keine Plakatfahr­pläne aushängen; fordert man am Fahrkarten­schalter einen Fahrplan, so kann man sicher sein, daß die Züge sich meistens nach diesem Fahrplan nicht' richten. In Deutschland ist man gewohnt, die Sicherheit des Betriebes nach der Pünktlichkeit der Abfahrt und Ankunft der Züge zu bewerten. Wollte man den gleichen Maßstab für die Per­sonenzüge der Vereinigten Staaten anwenden, so würde er zu einer höchst ungünstigen Beurteilung führen. Das fahrplanmäßige Eintreffen von Fernzügen gehört tatsächlich zu den Seltenheiten.

Wie überall in Nordamerika, so lebt man auch in den amerikanischen Eisenbahnkreisen für den Augenblick, für die Nachwelt trägt man keine oder doch nur geringe Sorge. Ueberall, heißt es in dem Berichte, fehlt es; es fehlen Fahrzeuge, es fehlen Geleise, der Oberbau ist teilweise zu leicht, die eisernen Brücken und ihre Pfeiler machen des öfteren einen beängstigend „leichten" Eindruck, über Schluchten und Sümpfe sind noch hölzerne Ueberführungen vorhanden, und anderes mehr. Man scheut sich eben bei den kapitalistisch geleiteten Bahngesellschasten vor der Festlegung größerer Kapitalien und verschwendet dagegen an augen­blicklich nötig werdenden Betriebskosten, well es besser in das System paßt und weil aus diese Weise das Anlagekapital nicht erheblich verwässert wird. Amerika ist eben auch auf dem Gebiete des Eisen­bahnwesens das Land des „Augenblicks".

Pest.Ung-Kom.-Obl.

Ser.II.tjb.102 , Pfdbr. Ser. III

momkbeNage: „gulbaet Seschichtsblätter"

unk. 1905

„ 1907

VetemP.1907 „ abg.

4 Hamb. Hypb.

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Centralblatt für Bibliothekswesen herausg. von Schwenke. Leipzig. 8°. -

Blätter für Volksbibliotheken und Lesehallen. Herausg. von A. Graefel. Leipzig. 8°. — Jahrgang 6, 1905.

Bolnet, Ä.: Notice sur deux manu scrita carolingiens ä, miniatures oxeentbsM ä l’abbay e de Fulda. Paris 1904. 8°.

3 Pfälzische Hyp-Bk. 3'/-

4 Preuß. Centr.-Bod.

Kred. G. 1909

4 Mein. Hyp.-Bank IIE 4 , VI u. VII E

4 „ vin 1911

4 „ IX Em.

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Verzeichnis

der Neuanschaffungen der Ständischen Landesbibliothekzu8uldaimEtatZjahrj9v5

(April 1905—März 1906.) (Schluß.)

VIII. Rechts- und Staats-Wissenschaft.

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Kassel. 4. — Jahrgang 1905.

Anzeiger, Oeffentlicher, zum Amtsblatt der

Königlichen Regierung zu Kassel. Kassel. 4°.

Jahrgang 1905. »

Archiv, I. A. Seufferts, für Ent­scheidungen der obersten Gerichte in

Die Eisenbahnen in Amerika.

Die Berichte der Studienkommission, welche das preußische Handelsministerium im Jahre 1904 nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika entsandt hatte, bieten in der Fülle der Bettach­tungen, welche sie festgehalten haben, auch ein in- teressantes Bild deS Reisens im gelobten Lande des Dollars. Schön und anziehend ist dieses Bild für denjenigen, der an die Pünktlichkeit und den Komfott des deutschen Eisenbahnwesens gewöhnt ist, gerade nicht, aber es trägt doch so sehr den Stempel des echt Amerikanischen, daß es als ein beachtenswerter Ausschnitt aus dem amerikanischen Leben überhaupt gelten kann. Manche landläu­fige Vorstellung über die „Großartigkeit" der ame­rikanischen Einrichtungen geht dabei freilich in die Brüche.

Daß die nordamerikanischen Eisenbahnen im Vergleich zu der Bevölkerungszahl eine weit grö­ßere Ausdehnung haben, wie die deutschen, ist im allgemeinen bekannt. Ende 1901 entfielen auf 10 000 Einwohner in den Vereinigten Staaten 41,1 Kilometer, in Deutschland nur 9,4 Kilometer Eisenbahnen; im Vergleich zur räumlichen Aus­dehnung steht Deutschland aber weit voran, da in Deutschland auf 100 Quadratkilometer 9,7 Kilo­meter, in Amerika 4,1 Kilometer Eisenbahnen ent­fielen. Am dichtesten ist das Eisenbahnnetz in den atlantischen Staaten der Union, westlich vom Mississippi wird das Netz allmählich dünner. Auch wird in den westlichen Teilen des Landes erheblich langsamer gefahren, als in den drei östlichen. Im Osten ist die Fahrgeschwindigkeit aber ungefähr dieselbe wie auf den deutschen Bahnen. Die Beför­derung au sich ist zwar auf den Schnellzügen etwas rascher, als bei uns, da auf langen Sttecken keine Städte liegen, die Zahl der Aufenthalte also sehr gering ist. Auch die Intensität des Eisenbahnver- kehrs ist nicht unwesentlich geringer, als bei deut­schen Bahnen. Ein Verkehr wie zwischen Köln und Düsseldorf, oder zwischen Köln-Elberfeld- Hagen wird Wohl auf keiner amerllanischen Eisen- bahnstrecke geleistet.

Das Fahrkartensystem ist dem unserigen ähn­lich, aber eher umständlicher als einfacher. Auf den Karten ist der Preis nicht angegeben und mau hat keine Kontrolle über den Betrag, den man zu zahlen hat. Eine ordentliche Kontrolle über den Fahrkartenverkauf wird auch nicht aus- geübt, erscheint unter den obwaltenden Umständen auch nickt möglich, worauf der Umstand hindeutet, daß mit teilweise benutzten Rückfahrkarten ein zwar verbotener, aber offener Handel getrieben wird. ~ Die Personenzüge führen in den Vereinigten Staaten nur eine Klasse. Der Wagen besitzt einen einzigen Raum mit Mittelgang, in welchem 60 bis 70 Personen Platz finden. Der wohlhabende Amerikaner sondert sich dadurch von dem minder- begüterten ab, daß er sich durch Zuschlagskarte einen Platz im parlor car oder für die Nacht im Schlafwagen sichert. Die Züge sind ähnlich wie unsere v-Züge eingerichtet. Gelobt werden in dem Berichte die Tagesfernwagen, die parlor cars, die zumeist der Pullmann-Kompany gehören. Die Einrichtung der Schlafwagen wird in dem Berichte als eine ziemlich unbequeme geschildert; der ge­meinsame Waschraum mit zwei bis drei Wasch­einrichtungen und einem gemeinsamen Wasserglas entspricht unseren Ansprüchen auch nicht annäh­ernd. Abgesehen von dem state room, der bdn dreifachen Preis eines Schlafwagenraumes er­fordert, zeigt sich der amerikanische Schlafwagen im Ganzen nicht auf der Höhe des europäischen. Besondere Aufenthaltsräume für die Bedienungs-

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Reichsbank-Diskonto: Lombard-Zinsfuß:

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♦ Loudon, 2. Juli 1906. Der Erfinder des Kehl- kopffpiegels Manuel Gar eia ist gestern abend im Alter von 102 Jahren gestorben.

♦ Zu der Schusterwerkstatt. „Meester, jibt's denn keene Wurscht uff die Stulle?" — „Dämlicher Bengel, bei mit kannst De Dir nich' zum Fleisch- beschauer ausbilden!"

* Abschied. Gefängnisdirektor: „Nun, ich hoffe, daß wir uns nicht Wiedersehen werden!" — Sträfling: „Kommen Sie denn fort von hier, Herr Direkchr?"

* Löblicher Vorsatz. A: „Was, Du hast Dir einen Stiefelknecht gekauft? — B. (Student) ,Ha, ich will mir allmählich eigne Möbel anschaffen!"

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Werminahoff, Albert: Geschichte der Kirchenverfassung Deutschlands im Mittelalter. Hannover und Leipzig. 8°. — Teil 1, 1905.

Zeitschrift für die gesamte Strafrechts­wissenschaft. Herausgegeben von Franz von Liszt und Karl von Lrlienthal. Berlin. 8°. — Band 25 und 26, 1904—1906.

IX. Kucherwesktk. Allgemeine Miffenschastgkunde.

Ada-Handschrift, Die Trierer, bearb. und herausg. von K. Menzel [u. a.J. Leipzig 1889. 2°.

Arndt, Wilhelm: Schrifttafeln zur Er­lernung der Lateinischen Palaeographie. Neue Aufl. besorgt von Michael Tangl. Ber­lin. 2°. — H 1 u. 3, 1903—1904.

Bibliographie der deutschen Zeitschrif- ten-Literatur ... Herausg. vonF.Dietrich. Leipzig. 4°. — Bd. 15—16, 1905—1906.

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Centralblatt. Literarisches Centralblatt für Deutschland. Herausgeber Ed. Za rucke. Leipzig. 4°. — Jahrg. 56 (1905), 1905.

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Graesel,Arnim:Führerfür Bibliotheks­benutzer. Leipzig 1905. 8°.

Grimm, Jakob: Auswahl aus den kleinen Schriften. Hamburg 1904. 8°.

Mutenberg-Gesellschaft.Z Jahresbe- richt für 1904 und Veröffentlichungen Bd.4:Zedler: Das Mainzer Catholicon. Mainz 1905. 8° u. 4®.

Hausschatz des Wissens. Berlin-Leipzig- Wien. 8°. — Liefer. 288—320, 1905—6.

Hinrichs Halbjahrs-Katalog der im deutschen Buchhandel erschienenen Bücher . . . . Leipzig. 8°. — Fortsetzung 213—14 für 1904II. und 1905, 1.

Holtziuger, Georg: Katechismus der Registratur- und Archivkunde. Leipzig 1883. 8°.

Holzmann, M. u. BohattaH.: D e u t sch e s Anonymen-Lexikon 1501—1850. Weimar. 8®. — Bd. 3, 1905.

Keysser, Adolf: Das Bibliothekswesen als Gegenstand der öffentlichen Verwal­tung. Köln 1905. 8®.

Kultur, Die, der Gegenwart. Herausg. von Paul Hinneberg. Leipzig. 8°. — I. Abt. 8: (Griech. u. latein. Literatur und Sprache.) 1905.

Literatur. Die schöne Literatur. Beilage zum literarischen Zentralblatt für Deutschland. Herausgeber Ed. Zarncke. Leipzig. 4°. — Jahrgang 6 (1905), 1905.

Minerva. Jahrbuch der gelehrten Welt. Herausg. von Trübner. Jahrg. 14. 1904/5. Straßburg 1905. 8».

Petzholdt, Julius: Katechismus der Bibliothekenlehre. 2.Aufl. Leipzig 1871. 8°.

Schönbach, A. E.: Lesen und Bildung. 7. Aufl. Graz 1905. 8°.

Wattenbach, W.: Das Schrift wesen im Mittelalter. 3. Aufl. Leipzig 1896. 8°.

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den deutschen Staaten. 3. Folge. München und Berlin. 8°. — Band 5, 1905.

Engelmann, A.: DaS Bürgerliche Recht Deutschlands mit Einschluß des Handelsrechts. Dritte Auflage. Berlin 1903. 8°.

Gesetzsammlung für bte Königlich Preußi­schen Staaten. Berlin. 4. — Jahrgang 1905.

Handbuch, Systematisches, der Deutschen Rechtswissenschaft . . . herausgegeben von K. Bin ding. Leipzig. 8°. — II, 3, II. Gierke: Deutscher Privatrecht. 2. 1905. III, 3, II: Pappenheim: Seerecht. 2. 1905.

Heusler, Andreas: Deutsche Ver- falsungSgeschichte. Leipzig 1905. 8®.

Jellinek, Georg: Die Lehre von den Staatenverbindungen. Berlin 1882. 8«.

Kommentar, I. v. Staudingers, zum Bürgerlichen Gesetzbuch. . . Zweite Auflage. München. 8°. Lieferung 1—24, 1903-1905.

Krukenberg, Elsbeth: Die Frauenbewe­gung, ihre Ziele und ihre Bedeutung. Tübingen 1905. 8°.

Maatzen,Friedrich: GeschichteberQuellen und der Literatur des canonischen Rechts. . . . Band 1. Graz 1871. 8®.

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Oswalt, H.: Vorträge über wirtschaft- liche Grundbegriffe. Jena 1905. 8®.

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Rietschel, Siegfried: Das Burggrafen­amt und die hohe Gerichtsbarkeit in den deutschen Bischofsstädten. Leipzig 1905. 8®.

Schaefer, Heinrich: Pfarrkirche und Stift im deutschen Mittelalter. Stuttgart 1903. 8°.

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. 1 Oestert Gulden (Whra.) — Mk. 1.70. 1 Oestetr.-Uug. Krone = 85 Pfg. 1 holläud. Gulden — Mk. 1.50 Mk. 4. 1 Dollar = Mk. 4.20. 7 Gulden süddeutsche Währung — Mk. 12. 1 Mark Santo --- 1.50.

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