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„Welcher Malzkaffee ist der hefte?"

Wer nur die geringste Erfahrung in „Malz­kaffee- hat, wird darauf in Nebereinstiinmung mit der Wissenschaft und bett Aerzlen sofori sagen: „Kathreiner- Malzkaffee"!

Der Unterschieb zwischen dem würzig nach Kaffee schmeckenben „Kathreiner" und anderen Malzkaffee-, Gerstenkaffee- usw., die mehr oder weniger schlecht im Geschmacks sind, tritt gleich beim etften Versuch überraschend zutage.

Die meisten Hausfrauen wissen das und haltm deshalb in ihrem Hause streng auf den echten „Kathreiner» Malzkaffee" in seiner be­kannten Ausstattung, der nur in geschloffenem Paket mit Bild und Namen-zug de» Pfarrers Kneipp verkauft wird. Darauf achte man beim Einkauf tu*

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Pastnugrn ohne dies« weise mau zurück k

Fulda, Samstag, den 2L April 1906.

M 91.

33, Jahrgang.

Drittes WLcrtt.

Wochen-Rundscha«.

(Nachdruck verboten.)

Fulda, den 21. April 1906.

In der inneren, wie in der äußeren Politik ist die Osterwoche absolut ruhig verlaufen. Die polt- tischen Erörterungen der Blätter beschrankten sich fast ganz auf K o m m e n t a r e z u r M a r o k k o- Konferenz und das, was drum und dran hängt. Das letztere ist allerdings interessant ge­nug, denn es zeigt sich immer mehr, daß die Ver­sammlung in Algeciras, die in mehr als etnet Richtung bin Konstellationen geschaffen hat, den Keiin zu künftigen Veränderungen in der inter­nationalen Politik in sich bergen dürfte. Ein Telegramm des Kaisers Wilhelm an den österrei- chischeu Minister des Auswärtigen, Grafen Golu- chowski, gab der hohen Befriedigung Ausdruck über die ..unerschütterliche Unterstützung", welche Oesterreich-Ungarn der deutschen Politik in Alge­ciras habe zuteil werden lassen. Dieses Tele- gtöinm wurde in Italien als eine nicht mitzzuver- ftehettde Kritik des zweifelhaften Verhaltens unse­res dritten Verbündeten auf der Marokko-Konfe­renz angesehen, und die Mißstimmung darüber wlirde noch erhöht durch das lange Ausbleiben offizieller Beileidskundgebungen seitens Deutsch­lands zu dem Unglück, das Italien durch den Vesuv-Ausbruch betroffen hat. Im italienischen Senat hat die Sache sogar zu einer Interpellation über den Dreibund nnb die Stellung Italiens in demselben geführt. Auch Rußland gegenüber scheint in deuffchen leitenden Kreisen Verstitn- mung zu herrschen. Der Widerstand, der von dieser Seite gegen eilte russische Anleihe gerichtet worden ist, dürfte nicht ganz ohne politischen Hin­tergrund gewesen sein. Als Entgegnung von rus­sischer Seite kann man das lobende Telegramm au sehen, das der Zar an Graf Kassini, den rus­sischen Vertreter auf der Konferenz, hat ergehen lassen. Auf der anderen Seite scheint zwischen Deutschland und Frankreich eine gewisse Annähe, rung im Werke zu sein. Der französische Minister des Auswärtigen, Bourgeois, hat in der Depu­tiertenkammer sich in einer Weise über das Er­gebnis der Marokko-Konferenz ausgelaffen, daß in diplomatischen Kreisen die Hoffnung gehegt wird, es werde über kur^oder lang zwischen beiden Ländern zu wahrhaft f^undschaftlichen Beziehun­gen kommen. Die Förderung der letzteren hat sich in hervorragender Weise der Präsident der Ver­einigten Staaten, Roosevelt zum Ziele gesetzt und man darf wohl annehmen, daß er die Rede, in welcher er kürzlich die Herstellung immer engerer Bande zwischen Deutschland und Frankreich als eine Hauptaufgabe der amerikanischen Politik be­zeichnete, nicht ohne das Bewußtsein gehalten hat, daß er damit den Intentionen der beiden Mächte entspräche. Alles das deutet darauf hin, daß sich die indirekten Folgen der Konferenz noch sehr bemerkbar machen werden.

Auf dem Gebiete der deutschen Kolo- n i a l p o l i t i k ist die Ersetzung des Gouver- neurs von Deutfch-Ostafrika, Graf Goetzen, durch den bisherigen Generalkonsul in Warschau, Frei­herr von Rechenberg, zu verzeichnen. Die Zu­stände in Ost-Afrika nehmen mehr und mehr eine befriedigende Wendung, dagegen hat unsere Schutz- truppe in Südwestafrika im Kampfe gegen Mo- renga wieder einige schwere Verluste erlitten.

In Oesterreich-Ungarn konsolidieren sich die Verhältnisse mehr und mehr. Die Nach­richt von dem Rücktritt deS Minister des Auswär­tigen, Grafen Goluchowski, werden energisch in Abrede gestellt. Die Auflösung der liberalen Par­tei in Ungarn bedeutet einen weiteren Schritt zur Herstellung geordneter Verhältnisse, da die Auflösung zu dem Zwecke erfolgt ist, die früher aiisgeschiedenen Anhänger der Partei auf der Basis des Ausgleichs von 1867 wieder zu gewin­nen zu einer neuen großen Verfassungspartei.

In dem neuen französischenKabinett scheint bereits Uneinigkeit zu herrschen. Der Grund dafür ist wohl die Schwäche des Minister­präsidenten ©amen und das Ueberwiegeu des Einflusses von Männern ioie Bourgeois und Clemmencean. Vielfach wird angenommen, daß das Kabinett Sarrien die bevorstehenden Wahlen nicht überleben wird.

Das englische Parlament hat sich außer mit auswärtigen Fragen auch mit einem neuen Schulgesetz befaßt, welches einen nicht-kon- fefiioncHen Religionsunterricht in die Schulen ««fuhren will, der allerdings nicht obligatorisch sein soll, daß gegen einen derarttgen Versuch die Katholiken und die Hochkirchler energisch Front machen, ist verständig, da aber im Parlament »ngefähr 200 Dissenters sitzen, die zum Sieg der Liberalen viel beigetragen haben, dürfte die „Bill .viorel" wohl durchgehen, wenn es auch als sicher 'erscheinen kann, daß neben dem nicht-konfessionel- len Religionsunterricht wenigstens ein fakultativer f?o«feffioneller Unterricht zugelassen werden wird.

In Rußland werden die Wahlen für die Reichsduma noch immer fortgesetzt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen aber einen verstärkten Erfolg ier weit linksstehenden sogenannten konstitutio­nell en Demokraten. Ein klares Bild über die Zusammensetzung der Reichsduma wird sich aller- hing» recht wohl beim Zusammentritt der Duma hu nächsten Monat ergeben. Die Gerüchte von einem Rücktritte des Ministers des Innern Dur- Ciuo haben sich bis jetzt nicht bestätigt, ebenso nig aber auch die Gerüchte von einem Rücktritte Ditte- Die letzteren sind sogar amtlich als völlig Mbegründet erklärt lvocden. Großes Aussehen Hat die Ermordung deS KssäckenoffizierS Abra- Www erregt, die al» eine Rache für sie Mißhand­

lung der revolutionären Spiridonowa anzusehen ist. . _

Die Friedenskonferenz im Haag ist auf Wunsch der amerikanischen Regierung ver­schoben worden.

In der p o r t u g r e s l s ch e n Marine ist das Beispiel der revolutionären Matrosen von Sebastopol nachgeahmt worden. Sowohl auf dem Flaggenschiff „Don Carlos", wie auf dem Panzer­schiff „Vasco de Gama" hat eine Meutereei der Besatzungen stattgefunden, die zu schweren Aus­schreitungen führt. Jetzt scheint allerdings die Ordnung wieder hergestellt zu fein, nachdem die Meuterer in Hast genommen worden sind.

Die Minrsterkrisis in Serbien ist jetzt zur Tatsache geworden, da das Ministerium Gruitsch seine Demission eingereicht hat, weil England auf seiner Weigerung bestand, die diplo- nratischen Beziehungen mit Serbien wieder herzn- stellen, so lange die Königsmörder sich in der Ar- mee befänden.

Der Präsident der Vereinigten Staa­ten, Roosevelt, hat in einer anerkennenswerten, bei Grundsteinlegung des neuen Kongreßgebäudes in Washington gehaltenen Rede ausgeführt, es müsse etwas Ernstliches geschehen gegen die An­sammlung von so gewaltigen Vermögen, wie sie jetzt bestünden. Er schlug in diesem Sinne für seine Person eine progressive Steuer vor und weiterhin die Feststellung einer bestimmten Grenze für Erbschaften.

Eine Erinnerung an das Vonifattus- Iubilamn 1905.

Die Festwoche war zur Hälfte vorbei. Taufende von Pilgern, die bas Grab deS hl. Boni­fatius in'Fulda besucht und Gott gedankt hatten, waren wieder abgereift. Auf die lange dauernde Hitze der vergangenen Wochen hatte sich der er­sehnte Regen eingestellt: für Fulda und Umgebung eine wahre Wohltat. Im vollbesetzten Schnellzug war fast kein Platz mehr. Unter den Mitteisenden waren Pilger aus Fulda und wieder andere aus Berlin, die von den Festlichkeiten, welche aus Anlaß der Hochzeit deS Kronprinzenpaares abge­halten wurden, kamen, ein buntes Gemisch. Die Unterhaltung mußte von manchen^ !: nd geführt werden.

Mein Gegenüber war ein Bahnbeamter mit Frau. Ein paar Wochen hatte er ausgespannt und wollte sich in einer Vergnügungsreffe erholen. Neben unS saß eine Frau mit zwei Kindern. Die Jubiläumsmedaille auf der Brust ihrer Kinder sagte: Diese kommen aus Fulda. Ihre Kleidung aber verriet sie als Amerikaner. Der Bahnbeamte jammerte über seinen Dienst, feine Frau aber über ihre Kinder. Doch, so sagte sie weiter, jetzt kümmere sie sich um dieselben nicht mehr, da ja alles umsonst sei und ihr Sohn das gerade Gegen­teil tue von dem, was der Vater wolle. Zuletzt meinte sie, man müsse eben diese Sachen vergeffen und durch eine kleine Erholungsreise sich wieder stärken. Ihr Manu aber, der ernst dreinschaute, als die Fran so auspackte, sprach von seinen Leistungen als Radfahrer und suchte dm Mit­reisenden begreiflich zu machen, daß das Haupt, interesse der Erholungsbedürftigen dahin gehen müsse, ein Gasthaus zu ermitteln, in dem man am beften und billigsten essen, wohnen und schlafen könne.

Während so die Unterhaltung weiterging, hörten wir auf einmal m einer Abteilung^ des Wagens das anhaltende klägliche Wimmern einer Kindes. War mochte er wohl (ein? Die Frau neben mir erhob sich; ich ging ihr nach und wir fanben ei« kleines xinb in em paar Lumpen eingehüllt; neben ihm saß ein ärmlich aussehender Mann mit struppigem Haar und schlaftrunkenen Augen, der in einen langen schmutzigen Ueberrock gekleidet war. Er erzählte: „Meine Frau ist Schauspielerin. In einer großen Stadt seit einigen Wochen in Verwendung, mußte sie unser Kind in Hamburg in einer Privatkinderbewahr- anstalt unter bringen und jetzt, da wir nicht mehr bezahlen können, wurde es uns auf die Straße gesetzt.- Das Kind sah abgemagert und sterbmS- bleich auS; eine abgestandene, etwa-aufgewärmte Mich, die der Vater in seiner Not dem Kinde reichte, wollte es nicht nehmen. Er fehlte auf der weiten Reise dem Kinde die Mutter. Der Mann mit dem schreienden Kind dauerte mich. Aber Kindsmagd sein und bas Kind zum Schweigen zu bringen, gelang mir so wenig, wie dem Vater. Die Mitreisenden, die das Kind schreien hörten, machten ärgerliche Gesichter, einige hielten ihren Widerwillen nicht zurück und der Vater ent« schuldigte sich — nur eine schwieg: die Frau, die neben nur saß und von Fulda kam. Was mochte sie wohl denken? Auf einmal stand sie auf, nahm gar freundlich das kleine Kind, das immer noch schrie, auf ihren Arm, suchte eS nach Mutterart zu beruhigen, gab ihm zu trinken und half dem Mann, den sie int Leben noch nie ge­sehen hatte, auS seiner peinlichen Verlegenheit. Nicht nur ein paar Stationen, sondern einen weiten Weg trug sie dieses kleine Kind auf ihren Armen und wiegte es in einen ruhigen Schlaf.

Während einige bet Mitteisenden durch ihre bösen Gesichter zu sagen schienen: derartige Leute sollten das Publikum mit Kindergeschrei nicht stören, suchte diese Frau die Störung, die durch )aS schreiende und hungernde kleine Kind ent­

standen war, zu heben in liebevoller, barmherziger Weise.

Wo aber hat sie dieses gelernt? Wer hat es ihr gesagt, daß so handeln christlich, so tun wahr­haft Gott ähnlich mache? Sie kam, wie sie er­zählte, während bas Kinb auf ihren Armen ruhtt, aus Amerika. Ihre Heimat war Hessen. Das Bonifatius-Jubiläum hatte es ihr angetan, den weiten Weg über das Meer zu machen, noch ein­mal ihre Heimat zu sehen. Am Grabe des heil. Bonifatius wollte sie beten und das Grab ihrer Mutter, die während ihres Aufenthattes in Amerika gestorben war, besuchen und dann wieder auf ihre Farm in Amerika zurückkehren. Nicht allein ist sie gekommen; ihre beiden Kinder, ein Knabe von 10, ein Mädchen von 12 Jahren dursten mit ihr. Sie sollten das Grab ihrer Großmutter und das Grab des heil. Bonifatius besuchen. Und zu dieser christlichen Tat im Eisen­bahnwagen hat sie nur eines bewogen: die Pre­digt, welche sie in Fulda gehört. „Ich kannte", sagte sie zu mir, „den Bischer, der gepredigt, nicht, aber was er gesagt, war so wahr und schön, ich konnte nicht alles merken, aber ein Wort habe ich mir tief ins Herz geschrieben: „Liebet eure Brüder, tut Gutes denen, die eure Glaubensgenossen sind!" Hunderte haben die näm­liche Predigt gehört, die Bischof v. Keppler von Rottenburg im Dom zu Fulda zu Ehren des hl. Bonifatius gehalten, die einfache Frau aus dem Volke, bis von Amerika zum Feste gekommen, hat gleich auf ihrer Heimreise bis hefte Nutzan­wendung gemacht.

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vermischtes.

* Der Herzog der Abruzzen als Afrikasorschcr. Ter Herzog dec Abruzzen hat sich bekanntlich durch feine Polarfahrt einen hervorragenden Na­men in der Wissenschaft erworben. Es gelang einer Abteilung der Expedition unter Kapitän Cagni, bis 86 Grad 33 Minuten vorzudringeil und so Nansens Rekord um 19 Minuten zu schlagen. Der Herzog hat sich jetzt der Afrikasor- schung zugewandt; et will den Ruwensori in Zen- ttalafrika ersteigen. Der Herzog hat sich bereits nach Mombassa (Brttisch-Ostafrika) eingeschlfst, nachdem er sich von seinem Vetter, dem König von Italien, verabschiedet hatte. Der Gebirgsstock des Ruwenfori, der sich unter dem ersten Grad

Prinz Luigi von Savotzcn Her-og der Slbruzzeu.

nördlicher Breite zwischen dem Albert-See und dem Edward-See in einer Länge von 50 Kilometer westöstlich hinstreckt und etwa 30 stumpfe Gipfel zeigt, ist im Mai 1888 von Stanley entdeckt wor­den. Sein Kamm ist mit ewigem Schnee bedeckt, und seine höchste Erhebung wird auf etwa 6000 Meter geschäht; aber der Gipfel ist noch nicht er­reicht und daher seine Höhe noch nicht zuverlässig festgestellt worden.

* Eine verschlagene und listige Persönlichkeit ist der Pferdehändler T u n i a f in Berlin, der e» fertig gebracht hat, feit 4 Jahren der Vollstreckung der ihm zuerkannten Sttafe von 18 Monaten Ge­fängnis wegen Hehlerei und Diebstahls zu ent­gehen. Er wechselte sehr oft die Wohnung, ließ sich aber vorschriftsmäßig anmelden und erreichte es, daß die Zustellungen über den Beginn der Strafvollstreckung ihm nicht rechtzeitig zugingen. Dadurch entging er stets der Verhaftung wegen Entziehung von Strafvollstreckung. Als dieses Mittel schließlich versagte, suchte er sich einen schwindsüchtigen Menschen, den er mit seinen Le­gitimationspapieren und mit der Aufforderung zum Strafantritt versah, nachdem sich dieser vom Arzte hatte bescheinigen lassen, daß er die Ge­fängnishaft nicht ertragen könne. Auf diese Weise entging er vier Jahre lang der Strafvollstreckung. Das Schicksal ereilte ihn aber doch zuletzt, als er sich verleiten liefe, feine selbstgedichteten Lieder über seine Heldentaten in den Berliner Kaschem­men zu singe», wo er von einem Kriminalschutz- mann festgenommen wurde.

* Ei« falscher Leutnant wurde Montag im Norden von Berlin festgenommen. Dort hatte sich vor einigen Tagen ein junger Mann in einer Familie als Leutnant im 46. Infanterie-Regi­ment eingeführt und mit der Tochter des Hauses ein Liebesverhältnis angeknüpft. Einmal kam er

Reklame- und Anzeigenteil

auch in Uniform, angeblich mit Urlaub aus Posen. Einem Verwandten der Familie, der zufällig an­wesend war, fiel es auf, dafe die Uniform schon stark abgetragen war. Er konnte sich nicht denken, daß ein junger Offizier in solcher Kleidung auf die Brautwerbung gehe .und ließ den Leutnant fesfftellen. Dieser entpuppte sich als ein 21 Jahre alter Vermessungstechniker Sch. aus Posen, der mit den Verhältnissen des 46. Regiments gut Be­scheid wußte. Der junge Mann war seinem Vater aus Posen entlaufen, hatte in Berlin in Hotels gewohnt und war diesen die Bezahlung der Rech­nung schuldig geblieben. Um auf das junge Mäd­chen, auf dessen Geld er es abgesehen hatte, mehr Eindruck zu machen, hatte er sich in einem Geschäft Jnterimsunisorm und Degen gekauft. Der Ent­larvte wurde wegen Heiratsschwindels und Zech­prellereien in Untersuchungshaft genommen.

* Eine halbe Million für ein Pferd. Rock Sand, der Gewinner des Derby im Jahre 1903, ist für 25 000 Pfd. Stert, in den Besitz des Ameri­kaners August Belmont, des Vertreters der Roth- schild'schen Interessen in Amerika, übergegangen. Dieser Preis erregt selbst in England, wo nach Shakespeare „ein Königreich für ein Pferd" ge­boten worden fein soll, großes Staunen. Rock Sand wird nicht vor dem Juni nach Amerika ver- fdjifft werden. Er ist mittlerweile für 26 000 Pfd. Stert, versichert worden. Ein Franzose hatte 21000 Pfd. Stert, für ihn geboten. Es ist dies übrigens nicht der höchste Preis, der für ein eng­lisches Pferd gezahlt wurde. Der Brauer Baß gab vor nicht langer Zeit 30 000 Pfd. Stert, für das Pferd Cyleene und ein kalifornischer Pferde­züchter zahlte für Ormond noch mehr. ,

* Fatale Unterbrechung. „Nun, haben Sie die Rätin im Kaffeekränzchen kennen gelernt?" — „Nur halb!" — „Wieso?' — „Weil sie mitten drin selbst gekommen ist!'

* Matzstab. „Herr Wamperi, Sie haben ja voriges Jahr eine Alpentour gemacht! Wie hoch sind Sie denn da gekommen?" — O, ich bin sehr hoch gestiegen ... ich war manchmal tu Regionen, wo schon'- Bier aufg'hört hat!'

* Ihm unbegreiflich. „Nun, Karlchen, du bist ja gestern zu Hause so ausgezankt worden. Warum denn?" — Karlchen: „Ja, weil ich nicht gehorcht habe. Unser Dienstmädchen fft aber auch ausge- zantt worden, well sie gehorcht hat."______________