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.•.„s*«!«;*.» sn»rfnmmhtnn mit den beiden I Sicherheit angenommen, daß der Metzger Sitere EmKSS ab Herr In- mann aus Münster i. W. die Tat begangen hat. farfiM15!ibt J3 Aettenau wird einen * Hanau, 7. Febr. 1906. Schwurgericht. 1} ot aber ^unaoiehroeiben unb Sßetbe« Unter Vorsitz des Herrn Landgericht--Direktor Vortrag ^.- Viehzucht und namentlich die Hellbach beginnt, wie wir schon berichteten, LL deuUutage im Vorbergrunde des In- Montag den 12, Februar die 1. diesjährige

•«

chwurgerichtsperiode, wozu folgende Strafsachen

zu erwarten.

Die Stadtvei ordneten

im Ausstande sein.

Beteiligung ber M.tgl.eber an der Versammlung

Versammlung stimmte dem Vorschläge des Magi­strates zu, aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares mit einem Kapital von 15,000 Mk. eine Stiftung zurBekämpfungderTuber- kulose zu begründen.

* Eschwege» 7. Febr. 1906. Ein altes Wahrreichen Eschweges, der Brückenturm, wird binnen kurzem verschwinden. Der Turm, der für eine neue Werrabrücke Platz schaffen soll, wurde heute öffentlich verkauft.

* Schmalkal xn, 7. Febr. 1906. Die Grün­dung einer freien Fleischerinnung wurde in einer Zusammenkunft der hiesigen Fleischer- meister beschlossen. Die Innung erstreckt sich auf Stadt und Kreis Schmalkalden.

* Kassel, 7. Febr. 1906. In hiesigen Ar­beiterfamilien in der Magazinstraße erkrankten zwei Personen an Erscheinungen der Genick­starre. Sie wurden infolgedessen im Kranken­hause isoliert. Eine brüte Person soll derselben Krankheit erlegen sein.

* Giessen, 7. Febr. 1906. Die Strafkammer verurteilte gestern den 38 Jahre alten, mehrfach vorbestraften Arbeiter Münz, aus Bisftld ge­bürtig, wegen Masestätsbeleidigung zu acht Monaten Gefängnis. Der Verurteilte, der von der Arbeiterkolonie Ulrichstein entlassen worden war, traf unterwegs den Gendarmen, dem gegenüber er auf die Beamten fchimpfte. Als dieser ihm gutmütig erklärte, er dürfe dies nicht tun, weil er sich der Gefahr einer Bestrafung aussetze, fielen allerdings saftige Worte gegen Kaiser und Großherzog.

* Würzburg, 7. Febr. 19o6. Der nächste Kongreß für experimentelle Pfycho- l ogte wird vorn 18.—21. Avril zu Würz­burg stattfinden. Wegen der am 20. und 21. April zu München stattfinbenden Tagung des deutschen Vereins für Psychiatrie werben die­jenigen Gegenstände, die von größerem Interesse ür die Psychiater sind, auf die Tagesordnung des 18. und 19. April gesetzt werden. Anmel­dungen zur Teilnahme sind an Professor Dr. O. Külpe-Würzburg zu richten.

* Göttingen, 7. Febr. 1906. Daß die Ehr- l ich fei tauf der W-lt noch nicht ansge st orben ist, daß es noch Leute gibt, die sich selbst nach einem Vierteljahrhiinbert noch ihrer alten Schulden erinnern, ja, diese sogar bezahlen, zeigt ein Fall, der jetzt einem Zigarrenfabrikanten in Bovenden bei Göttingen passiert ist. Er erhielt dieser Tage eine Postanweisung über loO Mark aus Kassel von einem ihm vorerst gänzlich unbekannten Ab­sender. Am gleichem Tage traf von diesem ein Schreiben ein mit ber Mitteilung, baß ber Ab­sender im Jahre 1881 ber Firma einen Betrag von 345,50 Mark schuldig geblieben sei. Jetzt hätten seine Verhältnisse sich gebessert, und er fühle das Bedürfnis, diese alte Schuld abzutragen; anbei sende er loO Mark, die Restfchuld, die er hiermit ausdrücklich anerkenne, solle im Lause des JahreS 1906 beglichen werden. Der Fabrikant war natürlich über diese seltene Ehrlichkeit eines früheren Kunden ebenso verwundert wie erfreut, und um nun auch seinerseits Gewissenhaftigkeit zu beweisen, teilte er seinem früheren Kunden mit, daß feine Schuld nicht 345,50 Mark, sondern nur 343,50 Mark betrage, weil ber Schuldner vor 25 Jahren eine Kiste im Werte von 2 Mk. zurückgesanbk habe. Das ist boch gewiß der Gipfelpunkt kausmännischer Korrektheit.

* Erfurt, 7. Febr. 1906. Durch den An­schluß ait ein anderes Reservoir entstanden gestern abend um 10 Uhr im Rohrnetz der städtischen Wasserleitung neun Hauptrohrbrüche in verschiedenen Gegenden der Stadt. Der an- gerichtete Schaden ist bedeutend. Fast die ganze Stadt ist ohne Wasser.

* Jena, 7. Febr. 1906. Zum 350- jährigen Bestehen ber Un i versilät Jena, das im August 1908 begangen wiro, soll das neue Heim der Universität, das die thüringischen Staaten sür ihre Hochschule er­richten lassen, fertiggeftettt werden.

vermischter.

* Ein Gruppenbild der Kaiserlichen Familie, das von Herrn Professor Ferdinand Keller in Karlsruhe gemalt wurde und die besondere Anerkennung des Kaisers fand, liegt uns heute in einer vorzüglich ge­lungenen Wiedergabe vor. Das Blatt ist in einer Bildgröße von 45x54 cm mit Genehmigung des Kaisers von der durch die Güte ihrer künstlerischen Vervielfältigungen bekannten Firma Georg Büxen­stein u. Comp., Berlin SW. 48, mustergültig hrr- gestellt und wird im Interesse einer möglichst weiten Verbreitung zu dem niedrigen Preise von 1 Mark 25 Pfg., inkl. Porto und Verpackung 1 Mark 75 Pfg., abgegeben. Wir können die Anschaffung wärmstens empfehlen.

auf der Terminsrolle stehen. 12. Febr.: Elisabeth Peters, Kindersräulein aus Cassel, Totschlag. — 13. Febr.: Bergmann Albert Asch- mann und 1 Genosse zur Zeit in Fulda, Körper­verletzung mit tödlichem Erfolg. — 14. Febr.: Korbmacher Michael Siegler aus Le Perre (Frankreich) Raub. — 15. n. 16. Febr.: Bauer Joseph Jost und 1 Genosse, Oberufhausen, Sittlichkeitsverbrechen und Meineid. — 17. Febr.: Fabrikarbeiter Heinrich Aschenbrücker, Dirlos, Körperverletzung mit tödlichem Erfolg. 19. u. 20 Febr.: Kaufmann Joseph Hahner und 1 Genosse, Elters, Meineid und Anstiftung dazu. — 21. Febr.: Fuhrwerksbesitzer Anton Kreß, Salmünster, Meineid. 22. Febr.: Dienstmagd Josephine Reuter, Seifert, Brand­stiftung und Diebstahl.

* Frankfurt a. M., 7. Febr. 1906. Der Streik in der Konfetti onsbranche nimm eine größere' Ausdehnung an. Wie in einer am Montag abend staltgefundenen Versammlung der Schneider mitgeteilt wurde, sind nach den 'Ein­gaben der Vertrauensmänner, welche die Land- örte bereisten, in letzteren der größte Teil der Schneider ausständig und besonders die Heim­arbeiter der Firmen in Frankfurt, Mainz und Worms, über welche die Sperre verhängt ist. Im ganzen sollen über 110o Konfektions-Arbeiter

Neueste Nachrichten und Telegramme.

W. Paris, 7. Febr. 1906. In ber Kirche St. Ferdinand des Ternes wollte heute nachmittag ein Inspektor der Staatsgüterver­waltung die Inventaraufnahme fortsühren, er wurde aber von etwa hundert jungen Leuten aus der Kirche vertrieben, die dann die Türen verschlossen und verbarrikadierten und die Sturmglocke läuteten. — In Cherbourg kam es bei der Aufnahme des Inventars in der Ge­lübdekirche zu lebhaften Zwischenfällen, in deren Verlaufe sieben Personen verhaftet tburben; unter ihnen befinden sich auch zwei höhere technische Marinebeamte.

W. Toulon» 8. Febr. 1906. Das Pan zer- chiff „® uff ran" hat gestern bei einem Zu- ammenstoß mit dem Unterseeboot „Bointe" ein großes Leck davongetragen, so daß es ins Trockendock gehen mußte. Die Beschädigungen des Unterseebootes sind bedeutend.

W. Odessa, 7. Febr. 1906. Der Prozeß we­gen der Meutereiausdem Panzer schiff „P o t e m t i n" begann gestern in S e b a st o p o l.

Aus -em Nachbargebiete.

X Michelsrombach, 7. Febr. 1906. Am Sonntag fand dahier im Saale des Herrn Johann Waider eine Versammlung des Volks- Vereins für das kathol. Deutschland sür die Pfarrei Michelsrombach statt. Der Vertrauens­mann hieß die zahlreich Erschienenen herzlich willkommen und zeigte in längeren Ausführungen, daß unsere Parole „Einheit und Zusammen­schluß" lauten muß. Nach einem begeisterten Hoch auf Papst und Kaiser sprach Herr Kuratus Schleichert»Langenschwarz über Zweck und Ziele des Volksvereins. Mit gespannter Auf­merksamkeit folgten die Anwesenden den beredten Worten des Redners und lebhafte Beifalls- beteugungen lohnten die herrlichen Worte. Herr Schreinermeister Hohmann - Michelsrombach wies in teils humoristischer Rede die Undurch- sührbarkeit des sozialdemokratischen Zukunstsstaates nach. Der Vorsitzende, Herr Pfarrer Rausch zollte den Rednern den Dank der Versammlung und schloß diese mit dem Ausdruck der Freude, dem Volksverein eine sta.tliche Anzahl neuer Mitglieder zugeführt zu haben.

X Magdlos, 8. Febr. 19o6. Eine Volks- vereinsversammlung für das katholische Deutschland findet kommenden Sonntag den 11. d. M., nachmittags 4 Uhr im Becker'schen Saale hierselbst statt, wozu sämtliche katholische Männer und Jünglinge von Magdlos, Stork und Um­gegend freundlichst eingeladen sind. Einige aus- wärtige Redner werden in der Versammlung sprechen.

|] Morles, 7. Febr. 1906. Eine seltsame Jagdbeute machte heute Herr Förster Dörin g von hier. Er schoß im Gemeindewalde einen Fuchs, der mit einem Halsband ge­schmückt war.

* Schlüchtern, 7. Febr. 1906. An Stelle des aus dem Amt geschiedenen Landrats Grafen zu Solms in Schlüchtern wurde der der König­lichen Regierung zu Düsseldorf zugeteilte Regie- rungs-Assessor Valentiner zum kommissari­schen Landrat des Kreises Schlüchtern ernannt.

w Hanau, 7. Febr. 1906. Wie der »Hanauer Zeitung* aus Berlin gemeldet wird, erklärte sich der Finanzminister bereit, die Mittel für die Errichtung eines neuen Justiz­gebäudes in Hanau dem Justizministerium bereitzustellen. Ob die Vorlage noch in dieser Session an den Landtag kommt, ist unbestimmt.

* Hanau, 7. Febr. 1906. Der Metzger Huber aus Trippstadt, der sich in Begleitung des Handwerksburschen befand, der vor einigen Tagen in der Herberge zur Heimat hier den Mordversuch auf den Kriminalschutzmann Trott verübte, ist gestern in Karlstadt (Unter­tan fen) verhaftet worden. Er gibt zu, mit einem Genossen in der Nacht nach dem Attentat, n Aschaffenburg einen Einbruchsdiebstahl verübt zu haben. Bei seiner Verhastung hatte er einen bei dem Einbruch gestohlenen Ueberzieher an. In Aschaffenburg will sich dann Huber von seinem Begleiter getrennt haben. Auch in Frankfurt haben beide in der Nacht vor dem Ueberfatl auf den Schutzmann Trott einen Ein­bruchsdiebstahl begangen. Es wird jetzt mit

Die Aufrührer blieben in Rumänien. Ein Teil der Verhafteten wurde bekanntlich von Leutnant Schmidt befreit. Augeklagt sind 68-Matrosen, die Leutnants Alexejew und Kaliousny sowie Dr. Galenko. Allen droht das Todesurteil

W. Washington» 7. Febr. 1906. (Reuter.) Dem Staatsdepartement gehen fortdauernd Nah- richten zu von amerikanischen Vertretern in China, nach denen die feindselige Stim­mung gegen die Amerikanerrind gegen die amerikanischen Waren rasch um sich greift. Es feien Anzeichen vorhanden, daß alle Aus­länder in China, möglicherweise mit Ausnahme der Japaner, binnen kurzem ebensosehr betroffen würden, als die Amerikaner.

W. St. Claude (Dep. Jura) 7. Febr. 1906. Gegen Mittag wurden hier von einer Menge von Gegenmanifestanten, die etwa 2000 Per­sonen zählte, unter dem Gesänge der Carmagnole die Fensterscheiben des BischofSpalais und der Kathedrale eingeworsen. So­de nn wurde eine Seitenpforte der Kathedrale erbrochen, das Kirchen-Inventar auf die Straße geworfen und mit Petroleum begossen. Als man dasselbe an stecken wollte und dies von herbei­geeilten Gendarmen verhindert wurde, wurde eine Statue der heiligen Jungfrau aus dem katholischen Kasino fortgeschleppt und in den Fluß geworfen.

W. Tientsin, 8. Febr. 1906. Die Beförderung des deutschen Gesandten in Peking, Frhrn. Mumm von Schwarzenstein zum Botschafter in Tokio wird Hier freudig, sein Fortgang jedoch mit Bedauern ausgenommen. Alle Zeitungen bringen Löbartikel. Der deutsch-chinesische Handel verliert in Muim" ‘'•»en warmen Förderer.

Marktberichte.

* Fulda, 8. Febr. 1906. Auf dem heutigen Bieh- markte waren im Ganzen 845 Stück Großvieh und 15 Stück K'einvieh aufgetrieben. Der Markt war frühzeitig geräumt.

m. Metter-gesbachlaa-e«.

8. Februar 1906.

Temperatur 6 Uhr ab en05: 2,0® Celsius.

„ 7 „ morgens: 2,5° „

12 „ mittags: 4,0° „

Die höchste Temperatur des gestrigen Tages be» trag 5,0“ Celsius.

Die niedrigste Temperatur in vergangener Nacht betrag 1,5' Celüus.

Barometerstand vöm 7. Februar, mittags 12 Uhr 153 mm, am 8. Februar 752 mm.

Verlauf der Witterung leit Mittwoch morgen (Weilburger Wetterdienst): Ein Zwischen­tief zwischen dem nördlichen und dem südlichen Tief­druckwirbel brachte gestern unserer Gegend volle Be­wölkung; die angekündigten Niederschläge traten aber nur im Westen unseres Gebietes ein. Vom Ozean her folgt ein neues Hoch, dessen Vorhandensein geslerr noch nicht vermutet werden konnte. Es dürfte rms morgen wieder Abnahme der Temperatur und zeit­weise Aufllürung bringen.

Voraussichtliche Witterung im westlichen Mittel­deutschland lüi Freitag den 9. Februar 1906: Vorwiegend wolkig und nur vorübergehend etwas auf­klärend, schwachwrndig, Temperatur wenig verändert, nur strichweise leichte Niederschläge.

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Fulda. Im Handelsregister A beim König!. Amtsgericht wurde unter Nr. 231 baS Baugeschäft Firma Hendler & Kollman« in Fulda als offene Handelsgesellfchast eingetragen. Inhaber und Maurer­meister Clemens Hendler zu Fulda und Maurermeister Joseph Stoll« mann zu Fulda. Die Gesellschaft Hal am 1. Januar 1906 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft sind beide Gesellschafter ermächtigt.

Fulda. Der kgl. Landrar macht folgendes bekannt: Die Kre-sein- gesessenen ersuche ich, alle hierher gerichteten amtlichen Schriftstücke, — auch wiche, die Angelegenbeiten des Kreisausschusses und derSteuer- verwa tung zum Gegenstände haben —, nur mit der Adresse: tut das König!. Lanöratsamt in Ma oder

an öen Herrn Sönigl. LanSrat in Fnlöa (ohne die zweckwidrige Hinzufügung meines Namens) zu versehen.

Persönlich adressierte Sendungen bleiben im Falle meiner Abwesen­heit bis zur Rückkehr uneröffnet liegen, wodurch leicht ein Nachteil für die Absender oder andere Be­teiligte entstehen kann.

In den Adressen vcrtraulicher Schreiben ist mein Name ebenfalls entbehrlich, aber der Vermerk „ver- traulich" oder „eigenhändig- erfor­derlich.