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Fulda, Samstag, den 2<l Januar 1906.

M 16.

Di« wollen ja die volle Glcickstfi-

Zweites Wt'crlt

kommen und sie für auch nicht opferwillig genug, um einem Beleidiger

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Dabei wurde festgestellt, daß

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X ^DieFolgen der Krisis waren gekom- die Ruhe winkte. Die Nacht ist. k'chl geworden. m„n g;nc andere Bank war gefährdet; nicht In dem beauemcn Wagen sthen die vier Personen nur eine nicht nur diei« nein, auch jene in Lon- Irma im Rucksitz neben Fel.?- Sw rst werch und don, in Hamburg, in Antwerpen. große bestan. W°E «nqehE; alle fmd nmde. Kauni e WA

18]

»trkMt e*t »«, tieii*rw*erei m t'mfct >i entert r» Rr. *.

33. Jahrgang

aus Leuten bestand, die der Arbeiterklasse nicht angehören und nur darauf ausgingen, dre Ar­beiter zu terrorisieren, um Ziele zu erreichen, die mit der Arbeiterfrage nichts aemein haben. Man darf wohl erwarten, daß diese Verhaftiin- gen einen weiteren Dämpfer für die rcvolutio- ilären Bestrebungen bilden werden. In den

schoben.

T«r schwedische Reichstag ist am Montag mit einet Thronrede eröffnet worden, welche die gefahrdrohenden Zeiten für Schweden als abgeschlossen bezeichnet und eine Reihe inne» rer Reformen ankündigt.

gesehene Finnen des atteil Kontinents ivankten. Wie weite Kreise würde die Bewegung ziehen? — Wer ivürde davon betroffen werden — mehr oder

Warum soll fie nicht ebenso gut „losgehen ', wie di« männlichen Ehrenfexe und Raufbolde? Nickt etwa auf Stricknadeln oder Scheeren; denn mit diesen prosaischen Dingen sind die Emanzipierten durchaus nicht vertraut. Es brauchen ja a-ck nitfjt gerade schwere Sabel zu sein. die Pistole, das bevorzugte Instrument, nm Locker in die Natur zu schießen, und so die Löcher in der Ehre zu stopfen, die niedliche Pistole können auch Damenhände sehr gut abfeuern. Es ist offen­bar unwürdig des weiblichen Geschlechts, daß es in Ehrensachen nod) immer unter der Vornnmd- ichaft des Vaters, Bruders oder Gotten bleibt. Selbst ist die Fraul Wenn der gesetzwidrige Rauf» komment neuerdings von oben und von unten proklamiert wird, dann muffen auch die fortge­schrittenen Weiber zu Hyänen werden, wie es Schiller schon vor mehr als hundert Jahren pro- phezeit hat. Man schließt ja schon vielfach ber der ehelichen Verbindung die Gütergemeinschaft 7ms: wohlan, die Ehrengeineinschaft kann auch ausg^ schloffen werden: dann weiß jeder, daß nicht bloß der sogenannte Mann, sondern auch die Frau selbst „ritterlich, mit der Waffe in der Hand" tnm ent» gegentreten wird, wenn er einen schiefen Blick oder ein uuanaeuebmes Wort riskiert.

Der Pistolenkasten, ffaate mit bitterem Witz der Abg. Bebel, sei die Bunleslade der Korps» jttldenten. Ja, der Pistolenkasten ist auch für drei „weitere Kreise" ein Heiligtum. Schließlich teivb er in den modernen Familien noch den Hausaltar ersetzen, wenn sein Lob so weiter gesungen wird. Dann tverden eheliche Zwistigkeiten, Bruch des Derlöbuisses rc. nicht mehr vor den Gerichten aus- getragen, sondern „mit der Waffe in der Hand". Auch die Differenzen zwischen dem sparsamen Vater und dem flott studierenden Sohne kö rnen offenbar nicht feiner ausgetraaen werden, als rn den Formen des ritterlichen Ehrenhandels. Wer nicht vorschießeu teilt, wird niedergeschoffcn.

Da ich kein Sommerleutnant bin und nur einen Federkasten in meiner Waffenkammer habe, so wird mir das rechte Verständnis für den neu- zeitigen Rückfall in das Famtnckt wohl mckt auf­gehen. Ich habe auch meine Ehre niemals für eine so gebrechliche Nippsache gehalten, daß sie

Als gegen 2 Uhr Herr Wrldner zum Aufdrucke mahnte, fand er willige Gemüter. Irma fühlte sich müde, und Frau Wildner, die nur um chres

die revolutionären Mordbrenner ihre Tätigkeit noch nicht, eingestellt. Auch im Kaukasus nehmen die Streitigkeiten zwischen Armeniern und Tar- toteit ihren Fortgang. Immerhin darf man sich der Hoffnung hingeben, daß jetzt das Schwerste für das Zarenreich vorüber ist.

Die Negierung in Belgien hat in der Kammer in der Frage der Befestigung Ant­werpens eine Niederlage erlitten, indem die Kammer mit Stimmengleichheit einen Teil der Pläne und Vorschläge der Negierung ablehnte. Die Regierung hat die Entscheidung der Frage ob sie im Amte bleiben oder demissionie­ren solle, bis zur zweiten AMmmung ver-

weniger?

„Der Handel ist ein zart Gebäu,

Und rubt gar sehr auf fremden Säulen," sagt so treffend unsere Dichterin.

Ein alter Herr, dem sein freundliches Gesicht und sein langer, weißer Bart ein ehrwürdiges Aussehen verliehen, und der unter dem Namen „Wvllenkönig" bekannt war, suchte die Gemüter zu beruhigen.

„Wir haben schon so manchen Sturm durchge- kämpft- eS wird auch dieser l>orübergeben. — In ber Ferne sehen die Wolken schwarz aus, über uns raum grau! — Lassen wir die Sache an uns heran- kommenl — Nur Mut! — Nicht wahr, Wildner, was haben wir nicht alles schon erlebtI — Uebrt» genS ist es Zeit, nach unfern Damen zu sehen. Man ordnet sich zum Souper!"

Wenige Minuten später saß die Gesellschaft in bunter Reihe an bett festlich gekchumckten £t- schen des Speisesaales. Eine fröhliche Unterhal» tung wogte durch deir Raum. Der „Wollenkönig" hielt eine launige Red« auf das Gedeihen des Klubs, er ließ sie hochleben dte Zwerg« und Blu­ten die der deutsche Stamnt an den Ufern des Silberstromes getrieben. — Auch ein scharfer Be­obachter hätte auf keiner der Stirnen, btt sich vor kurzem so bedenklich verfinstert hatten, bi« leiseste Soegenfirlbe entdecken können. Diese Heroen des Großhandels — sogar ein gewiegter Diplonust hätte von ihnen lernen können — verstanden, ihre Rolle gut -u spielen.

meinen unwürdigen Brustkasten als Kuaelfang für Ihre werten Schießübungen zur Verfügung i stellen! Sollten auch die geehrten Lefer m den» selben plebejischen Ansichten und Gefühlen stecken, r- __-____ fnfTPTt *. hptITI lOHlt

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Starken Unwillen hat in allen katholischen Kreisen Frankreichs und darüber hinaus die von einem französischen Sozialisten als „Brutalität b^eichnetc Art und Weise heworgerufen, wie dre Regierung das Gesetz betr. die Trennung von Staat und Kirche ausführt. Man hat, um eine Registrierung des Kirchenbesitztnms durckzu- fübren, angeordnet, daß eventuell mit Ge­walt die Tabernakel erbrochen w e r de n. Das kennzeichnet die Gesinnung, welche dieses Gesetz hervorgebracht bat.

„Papa, in unserer Klaffe haben sie gesagt, am Sonntag solle in Berlin Revolution sein: einige Vollen hin, um sich das anzufehen. ftann ich nicht auch mitfahren?"

Dec also interpellierte Vater bedeutete seinem Sprößliug, er solle seine Nase lieber tn die Schul­bücher, als in die Revolution fteden, sonst iverde er ihm mal zeigen, wie unruhige Köpfe zur Ver­nunft gebracht würden. _

Einern Qnbcten Seifet ersäufte bet t)offnuTiQ§3 volle Primaner: „Der lauge Schultze hat uni auS der Zeitung vorgelesen, daß der Reichskanzler gesagt hat, wer sich nicht duelliere, der werde aus dem Offizierskorps herausgefchmissen. Nun sagt Schultze, wenn sie ihn beim Abitur durchfalleu ließen, so werde er gleich zum Militär gehen, und lveun er dann Reserveleutnant geworden fei, bann werde er es den Lehrern fchon besorgen. Er werde . . — . .. -r c ____ f ri. Ia »m

mit ungezogenen. . „

Es fehlt nur noch, daß die „emanzipierten Frauen auch auf dem Kampffelde der Ehre er»

binausgekommen. —--------- - ■

sich mit gezogenen Waffen, das gewöhnliche Volk

sind unsere Schutztruppen unter Major v. Estorff jetzt ,mt dem Hottentottenführer Morenga in Fühlung getreten und man trifft Vorkehrungen, um demselben ein Ausbrechen nach englischem Gebiete unmöglich zu machen. In Deutsch-Ost­afrika haben die deutschen Truppen wieder mehr­fach siegreiche Gefechte gegen die Aufständifchen bestanden, doch scheint das Einsetzen der Negen- periode die Operationen .zu hindern.

Nach dem Vorgänge des Brandenburgischen StÄtetages hat auch der Preußische Stadtetag geglaubt, Stellung gegen das Volksschulnnterhaltungsgefetz nehtnen zu sollen. Der am Montag in Berlin abgehaltene Städte- f|ag ließ au dem Gesetzentwurf nicht viel Gutes, r Eine umfaffende Flugblattverteilung hat dte preußische Sozialdemokratie am Sonntag in Szene gefetzt als Einleitung für die Wahlrechtsdemonstrationen am kommenden Sonntag. In manchen Orten hat die Polizei die Flugblätter, die nn allgemeinen recht zahm gehalten waren, konfisziert.

Die Wahlrechtsbewegung in O e st e r r e i ch nimmt im Große» und Ganzen einen ruhigen Fortgang. In Ungarn dagegen gehen die Wogen lviedcr hob«. Trotz wiederholter Kon- ferenzea des Ministerpräsidenten Barons Fejer- vary mit dem Kaiser ist das Ende der Krisis noch nicht abzuschen. Die Opposition verschärft die Situation wieder durch ihren Widerspruch gegen den Beschluß der Negierung, der aus einer gemeinsamen Konferenz der Minister beider Landesteile hervorgegangen ist, den Han­delsvertrag mit Deut schlau d recht­zeitig zu ratifizieren. Eine Verschärfung ist auch in ben Beziehungen zwischen Oesterreich und Serbien einyetreten. Oesterreich hat jetzt an Serbien di« unumwundene Forderung gestellt, die Zollunion mit Bulgarien fallen zu lassen; andernfalls würden entsprechende Re- pressivmaßregeln seitens Oesterreichs ins Werk gesetzt werden.

; I« Frankreich hat am Donnerstag die . Präsidentenwahl stattgefunden. Das ^Resultat

Von H. Catalina.

(Nachdruck verboten.)

Unpolitische Zeitlaufe.

Berlin, 18. Januar 1906.

(Nachdruck verboten)

wocheu-Rrm-schau.

(Nachdruck verboten.) Fulda, den 20. Januar 1906.

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„Irma, ich glaub«, Carlos ist in Dich vabett. Im Ernstei Der arme Junge v*t n:f leid. Du wirst sehen, er macht Dir einen Änkra' "

„Nun, wenn Dir der arme Junge so leid tut, kann ich ihn ja erhören — Dir zu Liebe. Was sagst Du dazu?"

Felix hatte keine Zeit mehr zu einem Worte: schon steht Carlos vor ihnen; aber es ist doch ge­lungen. eine stumm« Antwort zu geben und der Ankömmling blickt in ein freudestrahlendes Ge sicht, öas er auf feine Rechnung schreibt. — Felix macht sich auf, Bella Thomsen zur Quadrille abzu- holen. Beim darauffolgenden Souper finden sich die beiden Paare wieder zusammen und der Rest des Abends verfließt in ungestörter .Harmonie

Im letztet! der IjcCerleudileten Räume des schönen Gebäudes, das der Klub an bet Calle Cordoba besitzt, hatte sich schon nach den ersten Stunden des Tanzes eine Anzahl älterer Herren — so ganz zufällig — zusammengefunden; einer nach dem andern waren sie dem Lreibeu des Tanz­saales entflohen, und jeder Eintretende wurde von den Versammelten freudig begrüßt. Das Gemach war in strengem Stile gehalten; eine dunkle Le­bertapete gab ihm fast ein düsteres Aussehen. Braune, lebergepolsterte Stühle standen vor Ti­schen, die das sprüchwörUrch gewordene grüne tuet, deckte. Hier vereinigten sich die Ballväter zu einem gemütlichen Skat. — „Man wird uns im Saal vermissen. — An Vorwürfen wird es zwar nicht schien; unser Berhatten wird als Fahnen­flucht gekennzeichnet; Frau G. verdanken wir diesen Ausspruch — aber was tun wir vorne? — Zur Wanddekoration find wir nicht mehr schmuck genug. — Unsere Damen unterhalten sich besser ebne uns. — Wenn wir nur pünktlich mm Souper

austauchen!" - So beschwichtigten sie ihr Ge» wissen, das sie an ihre oeselliwaftiiche Pflicht mahnte. — Und so spielten denn die Häupter ber angesehensten deutschen Firmen, Männer, von denen jeder verstand und gezeigt hatte, wie man Millionen erwirbt, um bett geringen Einsatz, ben die Regeln des Klubs festsetzten. Aber das Spiel wollte nicht so reckt in Gang kommen. War es bie Schwüle bes Abeiibs? — Störte bie Musik, die eben einen beliebten, melobischen Boston-Wal­zer anftimmte? Einer ber Herren summte leis' mit. — Da fielen an einem Tische bie Worte: „Leipzig", — „Telegramm", — „ja, bestätigt". — Alle Aufmerksamkeit wanbte sich dem Sprechet zu Wohl tönte es mahnend dazwischen: „Lasseir wir bas für morgen! — Die Geschäfte ruhen am Ballabenb!" — ober keiner hörte darauf.

Wie wenn ins Kricgslagcr die Meldung fällt: „Feind in Sicht!" — so hatten jene Worte gewirkt. In einem Kreis zusammengedrängt standen sie da, mit ernsten Mienen: bie reichen Kaufherren, bie Vertreter des deutschen Großhandels in den La Platastnaten. Wenig wurde gesprochen. In gedämpftem Tone würben die Tatsachen an­geführt; bie daraus eutitel,-enden Folgerungen er­wog jeder vorsichtig bet sich. — Schon seit geraumer Zeit sah es bedenklich aus. Ter Krieg der Eug- lanber in Südafrika hatte bett Handel stark beein­flußt; Geschästsstockmigen in den großen Zentren ber Industrie traten ein tn Belgien, Frankreich. Deutschland. Tausende von Arbeitern waten brot­los. — Diese Situation hatte sich seü Monaten von Woche zu Woche verschärft. Di« Zahlungen der ab Buenos-Aires verfchifsten Wolle bl-«ben aus; fie beliefen sich auf Millionen. — Dennoch hatte man gehofft, mit Vorsicht ohne Schaden die schlimme Zett zu überdauern. — Da fiel heute wie eine Bombe die Nachricht ein, daß ein großes Geld­institut, mit welchem manche ber Anwesenden in Verbindung standen, seine Zahlungen eingestellt hatte. Mittags auf brr Börse war die Nachricht als Gerücht umgegangen; nun hatte diesen Abend der Direktor ber deutschen lleberfeebaut der fick hier

im Speisezimmer befand, auf gestellte Anfrage die Bestätigung erhalten. Als er eben mit iemer Ge­mahlin ben Wagen bestieg, ber ihn nach dem Klub

wird mtf der langen Fahrt gesprochen. Eben fahrt der Wagen um eine Straßenecke: da sieht Herr Wildner im Schein einer Gaslaterne das blond« Köpfchen seiner Tochter sanft an Felix' Schulter aeschmieat. Sie bat die Augen geschloffen. Viel­leicht schlummert sie und träumt; ein Lackeln des Glückes umspielt ihre Lippen. Es ist ein liebliches Bild. Wildner blickte seine Frau fragend an; dies« nickt und läckelt. Der Vater sieht erst letzt, was di« Mutter längst erkaniit hat: Irma verrat ihr \a mit jedem Worte, wie teuer ihr Felix ist.

So spät die Familie auch zu Hause ankommt, muß sich Wildner doch noch gegen seine Frau auS- sprechen, sobald sie allein sind.

„Steht es so? — Du hast es längst geahnt, sagst Du? — Sieb, eine Verbindung berjxiben wäre ja auch wk in Wunsch, wenn der eine Schatten nicht wäre. — Ich habe Felix eine Ausbildung geben lassen, bie ihn befähigt, an bie Spitze eines großen Handelshauses zu treten. Noch ist es jetzt meine Sorge, ihn mit allen Zweigen unserer weiten Der- binbungen vertraut zu machen. In hiesigen Ge­schäftskreisen sieht man in chm meinen künftigen Nachfolger und ich widerspreche dieser Ansicht rite. — Du weißt, ich habe früher befürchtet, er konnte den verderblichen Haug zum Leichtsinn von Ktiieui Vater geerbt haben. Aber zum Gluck tst dies nicht ber Fall. Felix ist pflichttreu, gewiffenbaft, 1par- sam, fast ängstlich in seinen Bedenken. Wenn er einen Fehler hat, so ist es sein weiches, zu harm­loses Gemüt. Er glaubt von andern immer bas beste lebt für unerreichbare Ideale; doch du Schule des Lebens wird ihm die Augen öffnen und sein Urteil klären. — Der Junge ist mir fo lieb wie mein eigener Sohn, und wenn Irma um liebt,

ttter WWer. fern gut: di- „ob,.,,, 8r<™ l»t bo* «udl «MEI,-- unb id--;w-, «änte.

et' ben goldenen Schnitt über die Nase ziehen. Mutz sich denn der dicke Professor wirklich mit dem Schultze schlagen, wenn der chm eine Grob-

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alieb des Offizierkorps gegebenenfalls für feine „Ebre" bcftM. «n.nn

felirc eintreten sagt ber Reichskanzler. Und Rosa Ta erbebt fick nun die erste Frage Wenn Llireniburg meint, das geknechtete Proletariat > nach der feierlichen, Erklarimg daS Oßlzierkor^ Mrfp nmfi9 mit der Waffe in der Hand" für sein , kein Mitglied m seinen Reihen duldet, das nicht Recht e treten Das ist der Nanfkomnient, für, gegebenenfalls sich duellieren totff, können dann

M'fSe'St. tat*Ä Kni’ÄÄ": | tai"Äg*«’ S'tfÄ

Da reden und singen die Leute so viel von. denn zurzeit besteht noch die Vorsicht, oan m an Kiilturfortschritt Und doch ist die Welt noch nicht gehenden Offiziere über ihre Steffnng über dm Standpunkt ber rauflustigen Buben . frage nickt ausgefragt werden follew Es toatt Die bevorzugte Kaste rauft! allerdings folgerichtig, nunmehr ein«

...... “ “ solcke Gewiffensfrag« emfiihrte; aber so lange « nicht geschicbt, sollte man nach meiner Ansicht in der vernünftigen Familie, besonders in der katholischen, der Parole folgen: Nun gerade! Wir

Im Reichstage wurden in biefer Woche ne Debatten über die Steuervorlagen nach fünf- ögiger Tauer zu Ende geführt. Dir Vorlagen vurden einer besonderen Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen, die bereits ihre Tattg- rit ausgenommen hat. Der Verlauf der J&e°. .atungen im Plenum hat gezeigt, daß dieHM^ kündeten Regierungen zu der Einsicht gewgtü ^nd, daß ihr Steuerbukett unter keinen Um- fänden unversehrt bleiben wird. Der Beginn -er neuen Woche wurde im Reichstag für den Reichskanzler ein Unglückstag. Bei der Er- 'rterung der Interpellation Roeren über den Duellzwang im Heere ließ nämlich der 3leichs- 'anzler durch den preußischen Kriegsminffter .ine Erklärung vorlesen, welche in Mißachtung on Recht und Gesetz eine Verteidigung des Duells und des Duellzlvangs in ber Armee dar- .cllt. Unter Zusümmung fast all« Parteien wurde dieser unerhörte Vorgang von den Zen­rumsabgeordneten Dr. Bachem und, Roeren ruf das sckprfste kritisiert. Scharfe Kritik wurde n der folgenden Sitzung auch an unserer Ko- .onialpolittk geübt aus Anlaß des Nachtrags- tats für unfer ostafrikanisches Schutzgebiet. Im oxeußischenLandtag brachtedie Etats- oebatte im Abgeordnetenhause zunächst einen konservativen Anlauf zur Scharfmacherei. Der ,icue Justizminist« Beseler kam dem insofern entgegen, als er eine fcharf« Anwendung der be- itchenden Gesetze gegen die Sozialdemokratie tn Aussicht stellte, was den Abg. Herold vom Zentrum mit Recht dazu veranlaßte, die Gleich- tjeit aller vor dem Gesche zu betonen und davor zu warnen, di« Bekämpfung der Sozialdemo­kratie mit Polizei und Gefchen zu unternehmen.. vl_U|iwun.«bvW,* |*”**°*ir—~ Der sozialdemokratische Geist könne mit Erfolg derfelben war: Der Republikaner Fälliges nur durch eine Regeneration der Gesellschaft wurde mit 449 Stimmen gevxihlt gegen Dou- in christlichem Sinne überwunden toreben. In । mer, ber 373 Stimmen erhielt, der Etatsdebatte spielten dann die Polenfrage, | ~

die Steuergesche, das Wahlrecht u. e. eine große Rolle. Der Zentrumsabg. Graf Praschma legte bie Stellung des Zentrums zur Polenfrage noch- mals klar dar. Im übrigen stand auch in der oerflosienen Berichtsperiode die Marokko- fr a a e im Vordergründe des Interesses. Die Marokko-Konferenz hat am Dienstag nachmit­tag ihre erste Sitzung abgehalten, in .ber aller­dings nur formelle Fragen erörtert wurden.

Wie vorauszusehen war, ist der Vertreter Spa-. L.- ■

niens, der Herzog von Almodovar, zum Prüft- S In R u ß l a n d schreitet die Beruhigung denten gewählt worden. Die Aussichten über die der Gemüter fort Dank ber energischen Haltung Dauer der Konferenz sind bei ben Delegierten der Regierung. In Petersburg sind tn ber DäM aetcilt. Im allgemeinen scheint in Alge- vom Montag zmn Dienstag die Mitgiteder des ciras aber eine hoffnungsfreudige Stimmung zu Arbeiterdelegierten rotes, 22 an ter Zahl, ver- i(Trieben Zuversichtliche Anschauungen greifen haftet worden. Dabet wurde fes (gesellt, daß jetzt auch hinsichtlich des Derhältniffes zwischen diese Anleitung der revolutionären Bewegung DeutschlandundEngland Platz. Be- ° ----- nickt

deutungsvolle Kundgebungen für dne Annähe­rung haben auch in den letzten Tagen hüben wie drüben siattgefunden, an denen auch offizielle PersLnlick)keiten teilnahmen.

Die guten Nachrichten aus unseren Kolo­nien mehren sich. In Deutsch-Südwestafrika