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ntagrzeitung

33. Jahrsianff.

Fulda, Dienstag, den 2. Jannar 1906

M 1

ausbleiben. baß nach biefem Termin btt I gestiegen. indessen liegen bie im Jahre

" mct}i m____ .... o<_. <\s^finroii» nur um em (Senna?r<,$ über

Follivahlend

taslSV«7Preis 1,50 Mark (ohne Bestell­geld und Bringerlohn), gemacht werden.

Ein Schallen uns dm Wdk

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Innern bet Weltstadt Biwnos-A.res biS zur Loc

aemütlüüer Wohnlichkeit.

-Mix!

verleg eet «slvaer Ao titnorudtrei in >«>»» .Semiprt »er llr.».

5cifc fliifternbe Frauenstimmen mahnen ihn iiirx^'f-e' 8 laustem, rücksichtsvollen! Verhalten. Uno es ist rührend, zu sehen, wie der Knabe seinen Lchmerz bemcificrt, wie er sich zwingt, ruhig zu sein. Vorsichtig und zärtlich beugt er sich vor und drückt die letzten Küsse auf das Angesicht der ge­liebten Mutter.

Sache sch es gegangen fein sollte.

* lieber bie Bewegung bet Gros,Handels­preise für Rindvieh in den Satiren 19001005 bringt bet »R-ichsanz/ längere Aus iihnmgen Als Ergebnis der Unterfudhuna ist fest giftelten, baß im Jahre h«05 auch für Ochstn die Greife am höchsten in btt amten eben en Zeit gefrieren sind, baß aber die erziehen Höchstpreise fick nicht in gleichem Maße über den sooft erreichten Höchst­preisen befinden, wie es bei den Schweinen der Fall war und daß auch der Vergleich der Hockst- preise von 1905 mit dem Jahresmittel des ver­gangenen Jahres bei weitem nicht so große Un« terfdiiebe erziel», wie bei dem (Sdiroeintpteife, baß mithin die ganze Steigerung sich in enneten Gren­zen gehalten hat. Im Ausland« sind niit bet alleinigen Ausnahme von Rotterdam, wo im Iahte 1903 «rin höherer Dmch'ä niitspreis erzielt wor- den ist, bie Prei'e am höchsten im Jahre 1905

Lautes Schluchzen tönt von der Türe Her Martina, die treue Dienerin, welche die Herrin lange Zeit mit Treue und Hingebung gepflegt Hat, ist in das Zimmer getreten.

£), Senora, warum Haben Sie mich nicht gm rufen? So viele Nackte Habe ich bei Dona Luisa gewacht, und gerade diese Nacht

..MacheDir und mir keine Vorwürfe, Martina' Ich Habe Dich xit Vett geschickt, frei Du über­müdet warst. Das Ende kam schneller, als wir vermuteten: ein erneuter Anfall, bann Herz- lSHmnng. Sie starb aanz ruhig, ohne Schmerzen.'

» Ach, die Senora war ein Engel, so fromm, so gut! Aber wo ist Felir? Weitz er noch nicht?"

..Ja, er weiß es. Lassen Sie ihn! Ich will felb|t

Anzeigen: Die et» sp Itige Petitjri e oder deren Raum 15 Psz. rettamen die Petiljeite 25 Pfg.; bei W lebet» Holnnien oirb entspk. Rabatt gewährt.

hbwaWfrfcnbett Strömungen im Lehrerstande tunlichst enge Grenzen zu z»ehen und Vorsorge zu treffen, datz bet christliche Geist unserer Volksschule und unseres Volkes durch diele Bestrebungen keinen Schaden k *t. Wir glauben nickst, datz die letzten Verhandlungen des preu­ßischen Lebrertages der Sache der Volksschnllebrer Vorteile bringen werden. Der Inhalt der Be­schlüsse, mehr aber noch der Ton der Verhandlun­gen werden für viele eine Art Warnruf fein.

nach ihm sehen."

Vor der halbgeöffneten Türe erteilt Frau Mathilde Wildner ihrem langjährigen Diener

könne« «och Be­stellungen auf die ,Fuldaer Zeitung^

Von H. Catalina.

t'N.ichdruck verboten.)

1. Kapitel.

P«eunwrtli<bef

*triitiei'«: 3 8anm»

J.Par*.ler tu Selbe. IDodfCtlbtilOgt!3011

frIAehrt tr-ltch,«lt Kutrahntt der Sonn» unb Feiertage. Pierttl» jätrl. Btiegsprtis obre Bringeriolm unb BefceDaelbiniulb« unb auswärts > Hit 50 PI«.

Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen zwischen (fnafanb und Deutschland Präsident void Roe urg bitte ich Sie, Ihnen meinen herzlichsten Dank für bie große Freundlichkeit ouö prechen zu dürfen, mit her Sie und Ihre Berliner Mitbürger auf das Anerbieten unserer Freundschaft geantwortet haben, das in unserer Versammlung vom 1. Dezember ds. Js. im Caxton-Hotel verkündet worden ist. (gez.) Francis Mm. Fex."

Für den Ablauf des deutfch-amcrikanr- fchrn Handelsvertrags rüsten sich die ameri­kanischen Firmen, welche in Deuischtand ^lieber« lagen besitzen. Da die Au-sickten auf das standekommen eines neuen Handel-vertraws bis mm 1. März täglich geringer fraben, so kann

Maximalzoli für amerikanische Waren zur An» »oendung gelangt. Um dem zu entgehen, sammeln die amerikanischen Firmen schon jetzt große Vor­räte in Deuischtand an, so baß die Vater auf Man ne hinaus gefüllt sind. Die Firmen hoffen, daß bis dahin ein Handelsabkommen zu stände gekommen ist, so daß sie durch ihre jetzigen Bor- »ereili'naen den höheren Zoll erspart haben.

» Dir Nrvolntionsbestrebungen der Sozial­demokratie werden in der ,'Jloibö. «Hfl. 3ja-' einet längeren Betrachtung unterzogen. Mit Recht bezeichnet das osiistöfe Matt den Versuch, die Massen z« Massenstreiks oder Etraßen- demonstrationen anfzupeiilchen, vom politischen Standpunkt als einen Schlag in's Wasser, oder wie sich Bernstein ausgedrückt habe, ein Maien auf der Kinderlromveie und eine Spielerei. Et hi'ch indessen verdienten die setz gen P.ak- tiken der sozialdemokratischen Par erlest,m z eure schärfere Verurteilung: ..Daß der Leichlsunn und die Frivolität der fozialdemolra'isck en Führer.' bemerkt das offiziöse Blatt mit Reckt, ,« "ht davor zurüchschreckt, durch urabläfiiae Hetze die Massen trotz ihrer Ohnmacht in Verhält niste zu drängen, die einen für sie verhängnisooüen Kon­flikt mit der Staatsgewalt herauibeschmören könne,,, hat sich sowohl neulich bei Inszenierung der Massenversammlungen und Slrakendemon- strationen in Sachen, wie jetzt eben durch An- kündifliing neuer ähnlicher Demonstrationen die-mal für die rustifche Revolution im ge­samten Reich für d n 22. Januar gezeigt. Aber auch hier sind die eigentlichen Drahtzieher eifrig bemüht, von vornherein jede B-rantwortung von sich abzuwälzen. Ein Verdr,kiungekunftstückch-n bezeichnender Art bat der .Vorwärts' am Donners­tag fertig gebracht, das an die Methode der Langfinger erinnert, die nicht laut genug: »Haltet ben Dieb!" schreien können. Er nennt es einen perfiden Plan, well bürgerliche Blätter auf bie Gefahren aufmerk am gemacht haben, die die Beteitigung BebelS und Singers an dem Ansru des internationalen sozialistifchen Bureaus zur Veranstaltung von Mastenver'anmlunge» und Umzügen am 22. Januar mit sich bringe. Per- fide handeln aber nicht tiefen «en, welche den Unfug bekämpfen, sondern dieienlgen, welche den Unfug anstiften, für dellen Folgen sie verant- wörtlich sind. Perfide ist das Ausivieaeln der Misten durch zweideutige Phrasen über ihre Macht und den Bettuch, von vornherein die i Verantwortung von sich abstiwälzen, wenn die

Deutscher Reich.

Berit«, de« 30. Dezember 1905.

% Eine kaiserliche Verordnung, belr. bie Einzieh u«g von Vermög en Einge­borener im südwestafrikanif chen Schutz­gebiet wird amtlich bekannt gegeben. Danach kann das Stammesoer n.ö zen solcher Ein 'eboreven, welche gegen bie Regierung, gegen Rickteinae- bor ene öder gegen andere Eingeborene kriegerisch- teinbMiae Handlungen begangen oder bei solchen Handlungen mittelbaren oder unmittelbaren Beistand geleistet haben, ganz oder teil- weife eingezoge« werden. Die Einziehung kann auch dann verfugt werden, wenn nur ein Teil des eines Stammes sich an den obenbezeich- ne'e« feindseligen Handlungen schuldig gemacht hot. Weitere Bestimmungen regeln die Art des Verfahrens. D'e Einziehung wird durch ben Gouverneur ve<füat.

Der Reichskanzler empfing am Freitag den zurzeit in Berlin anwesenden apostolischen Vikar und Bischof in der chinesischen Provinz Sckansi Athanasius Goette, sowie den Präsidenten der Berliner Handelskammer, Kom­merzienrat Herz, in Audienz.

* Von einer Interpellation über den m angel haften Schntz derReichsdeutschen in den russischen Ostfeeprovinzen durch die Reichsregierung. die von konservativer Seite im Reichstag emgebracht werden fällte, war vor kurzem in der Presse die Rede. Demgegenüber stellt die Konservative Korrespondenz' fest, daß die konservative Partei die Einbringung einer derartigen Interpellation nickt beabsichtige. Dieses Dementi ist un eres Erachtens unzulänglich, da die Interpellation nach auch von uns wi-derge- geben er Blätter Meldung nicht von der konker- ckaliven Partei, sondern von der wirtschaftlichen Vereinigung ansgeben sollte.

Zu den deutsch-englischen Sympathie- kundoebnngen liegt eine dem rkenswerke Aercherung von engltfcijer Seile vor. Der Oberbfiraermeifter von Berlin erhielt ein Schreiben folgenden Wort­lautes:Als Ehrensekretär des Ausschustes zur

Ja. Luisa, vor Gott verspreche ich es Dir: Ich will Fest; eine Mutter sein. Ich will für ihn sorgen, ihn hüten und erziehen wie mein eige­nes Kind."

D e treue Freundin, die diese Worte gesprochen, hält die erkaltende Hond der Sterbenden in der ihrigen und blickt ihr ernst in die brechenden Augen.

Gott vergelte es Dir, Mathilde!" Dann hau­chen die farblosen Lippen einen Namen:Felix!" Geräuschlos entfernt sich Mathilde und nur die Krankenschwester, die sich müht, der Sterbenden die letzten Augenblicke zu erlerchtern, bleibt am Bette zurück.

Nach wenigen Miiruten tritt ein Knabe von zwölf Jal ren ins Zimmer. In der Cile sind ihm einige Kleidungsstücke übergeworfen worden. Erst nabt er unsicheren Schrittes, geblendet von dem Lickte, Waftrauten; allein plötzlich kehrt ihm das volle Bewußtsein zurück. Mit einem unterdrückten Aufschrei wirst er sich über das Bett.

Mamita, Mamita! (Mamachen) Ist es schlimmer mit Dir geworden? Hast Du wieder den dösen Anfall gehabt?"

Ausland.

Das Weißbuch des Vatikans, deffen In­halt wir nach einem Berichte des ,W. T. B/ kurz wiedergegeben haben, bezweckt einzig und allein, nackzuweisen, daß nicht ihn die Verant­wortung für den Bruch und die Trennung trifft. Es heißt da:

Die Staatsmänner, welche da? ^rer-.mmgs-) Keletz um jeden Preis haben wollten, ba'.en unab­lässig in ihren Schriften uni» Reden wiederholt, im Pariainenk nuO außerhalb be^fe bett, das? osts Gesetz durch die Haltung des hl. Stuhles unvermeidlich geworden fei. Er ist klar, daß sie ein Iutrreiie daran hatten, diele Meinung zu uerbretteu Frank-

'flasch tritt sie auf den Angekommenen, ihren Gatten, zu und weist ihn noch dem Salon. Hall dunkel herrscht in dem schwulen Naume. Sckwe.c Vorhänge wehren dem. Morgen lichte den Beritt,

teilen Höchstpreise nur um ein Geringeres über jen in anderen Jahren erreichten Preisen und nur wenig auch über dem lahre-mittel von 1901.

* Tie preusiisckM Sparkassen hatten am Endet. F einen Einlag bestand von 7* . Milliaiden Mark; die Einlagen haben sich danach in den letzen zehn Jahren nahezu veidoppett, da sie 1895 nur rund 4 Milliarden behagen. Allein in Fa'r 1905 hat sich der Einlagenbestand um ü3i Millionen Mark oetme^rt. Diese stniivicke- lung des Spar kaffen wesens ist em erfieuhd Zeichen der sich immer hebende» günstigen Lage unseres wirttchastlichen Lebens.

» Einer kolossalen Verschleuderung unb da­mit einer schwere« Schädigung de» Handweiks ist man, wie der bayerische Korreirondeist der .Deutschen Reicheztq.' mitte.lt, in Germeislmm an- bie Spur gekommen. Es werden dort nun- lich neue MilUärfchuhe zu Mark;>0 Pffl. und 4 Mark : 0 Pfz. in einem Geschä te an das Publikum kaust. Die Sttesel sind vollständig neu beuo. unbenutzt und tragen die verschiedenen inihtäriidien Sie» pel (HL Bat. 18. Inf -R gt. rc.) und sind zum Teil mit ben 'Ji unen denen,gen Soldaten verseien, nach deren Maß sie angejer« hat wurden. Die Bearbeitung t r Sue,tt ist ptimiüe und liederl ch zugleich und zeigt io recht, auf welcher Stufe die Schuhm rckter- '.'stliariverk- fiäiten flehen. Aber auh vei B ruckuchtiauna der mangelhaften Slibeit ist derP.eis für diese MU- tärihetel dock außerordentlich billig. Wie l.»mmt bie Militärverwaltung dazu, so tausend Paar Militär stiefel zu verschleudern zu Prellen, die kaum em Drittel des Materials und ^'olm-

Gewiß, Felix, sie sieht Dich mtd betet fil« Dick.- ... Y

Tie kurze Dämmerung ist schon vorüber. tW-. Mathilde zieht die schweren Vorhänge zuruck, un das Helle Morget'licht ftrömt in bad reich ausge stattete Zimmer, das wie alle Räume des Haue! von behaglichem Wohlstände und solidem toe schmack zeugt, wenn auch nickt zu verkennen ist. daß Ange und Hand der ordnenden Herrm 'en langem fehlten. . ,, _ .

'Stehe letzt auf, Felix. Bald wird Onkel Trust kommen: dann darfst Du mit ihm zu Irma gehen und den ganzen Tag bei ihr in Flores (Vorstadt von Buenos-Aires) bleiben." . ,

^-.ß möchte Mütterchen noch einmal sehen. Wieder ertönte heftiges Schluchzen.

Dewitz, Liebling. Wir schmi-cken ihr Zimmer mit Blumen und Kerzen, und wenn alles bereir ist w.rd Onkel Gruft oder Marco xtd) hierher be­gleiten. Ick bleibe hier, um für alles zu sorgen.

Und mit gesckästioer Hand bemmit sie ihre Mutterpflicht. Sie hilft dem flan3 bemmeu Knaben beim Anziehen und kommt rbmdosdukll Kraushaar aus der Stirne. Eine tiefe Männer­stimme wird im Vorzimmer hörbar.

Da ist Onkel Ernst. Ich komme sogleich zn

§ Line liberale Lehrer-emonstratton.

Bei der Strömung, die In der Mehrzahl der preußischen Lehrervereine herrscht, konnte man von vornherein aunehmen, daß sich die Tagung der Zentrale dieser Vereine, der preußische Leh vertag, der zur Stellungnahme zu dem , Volksschulnnterhaltuugsgesetze nach Berlin beeil- , fett war. zu einer Kundgebung gegenbtewon- fessionsschule und zugunsten der Simul- tanschule gestalten würde. Diese Voraussetzung hat sich denn auch als durchaus richtig etroiefen.

Der preussische Lehrertag, der am Freitag in Berlin versammelt gewesen ist, war kurz und klar gesagt eine politisch-freisin«ige De- menftration, und zwar eine Demonstranou bedenklichsten Charakters. Die Ve- schlüsse des Lehrertages verwarfen die Festlegung des konfefsionellen Grundcharakters unserer Volks­schule, verlangen aber zum Mindesten die Gleich­berechtigung der Simultanschule. Wer behaupten wollte, fcaß die Schulfrage als solche durch die Ver- l-r'-dlungen des preussischen LehrertageS in irgend einer Richtung eine Förderung erfahren hätten, würde sich mit der Mehrheit bedenklich in Wider­spruch setzen. Tie Verhandlnugen zeugten auf der einen Seite von einer so mangelhaften Sachkenntnis in Bezug auf die gesetzliche» Grundlagen unseres Volksschulwesens, und be­kundeten auf der anderen Seite so wenig Einsicht in die Ausgaben und Ziele der Pädagogik, dass einem bange werden könnte um die Zuku ft unse­rer Volksschule, wenn man annehmen müsste, dass auf dem jetzt abgehaltenen preussischen Lehrer­tage die wahre Gesiniiung »nferer Volks schullehrer zum Ausdruck gebracht worden sei.

Wir haben aber gute Gründe für die g eg e ri­te ilige Annahme. In Berlin bilden die gross­städtischen Lehrer die Mehrzahl und aleichzeitig hatten liberale Worthelden das rednerische lieber- gewicht, die sich mit dem Nimbus parlamentarischer Wirksamke't zugunsten des Lehrerstandes umgeben konnten. Es genügt, bie Namen Kopfch und W o l g a st zu nennen, um die freisinnige Mache zu erkennen, die bei dem preussischen Lehrertage dies­mal die Hand im Spiele hatte. Was von dieser Seite der Negierung geboten wurde, streifte wohl die äusserste Grenze desparlamentarisch Zulässi­gen". Es ist ein l-edanerliches Hercher, für daS Niveau des preussischen Lehrertages, dass gerade den glattesten Phrasen der radikalttibera- len Wortführertnfonhor m<:?<-.ff" gezgstt wurde. Dass sich unter diesen llinstäirden der Wider­spruch nur schüchtern bervorwagte, ist begreif­lich, zumal schon diese schüchternen Versuche im wahren Sinne des Wort'-srr i e b c r g e t r a m» pell" wurden. Um so bedeutsamer sind die fiunbgcbnngen der katholischen ßehrer, die am Tage vorher in ruhiger und würdiger Weise vonstatten gingen und ein schönes Zeugnis für den Geist der katholischen Lehrerschaft Preu­ßens ablectett.

Die unter dem Einflüsse eines gewissen Terro­rismus zustande gekommenen Beschlüsse des preu­ssischen Lehrertages fr-rhen die Stellungnahme der Volksvertretmig schwerlich berühren. Wenn bad Wf doch der Fall ist. so kann nur in der 9!id;lmt geschehen, dass die e r n ft e Notfren» d i g tret anerkannt wird, den unpädagogischeii.

Leicke zurück. Mathilde Wildner ihrem langsähngen Diener

Die Krankenschwester breitet ein Tuch über das , <p?artOj ben sie schon seit einiger Zeit in das Baus Totenm'tlitz: Mathilde tritt an das hohe Fenster ^cr totkranken Freundin beordert hatte, verschie- nnd öffnet es. Köstliche, bufttge Morgenlusk! ^.ne Weisungen. Rasch entfernt sich Marco, bringt in das Gemach. Tiefe Ruhe liegt über der \ g?un ^ron Mathilde in das Schlafgemach menftüeurcidicn Hauptstadt. Kein Laut tont von yioch herrscht Dunkel darin. Ein

der Strasse her. Im uiisickern Halblichte der Mor-; ^rckreckendes Sckluchzeu weist ihr den Weg. In genbämmcruug wiegen sich die bliitenbclabcncu ; eingehüllt liegt der Knabe gekrümmt

flfreiae und Ranken der Bäume unb Sträucher.' . seinem Laaer und freint in frildem, leiden-

süsse Düste ziehen in sanften Wellen vom Garten Schmerze das erste grosse Leid seines

her. Es ist Frühling, üppiger, si-btropischer Früh- gc6eng au§.

ling mit einer erdrückenden Fülle von Blumen i otc6cntl Aicft ihn Mathilde an ihre Brust, und Blüten. ' r. r. "X--XL r vnnffirt» <vinr

hebten Mutter. Zeit zum Träumen. -......__

Felix!' Die Sterbende fühlt seine Nähe: die Verstorbene übernommen, beginnen schon t» Sup beraöitcwt. aber ihr umdunlettes Äuge fiept ihn nicht mehr, biefeui Augenblicke. 1 > -

fofle« decken? Den z»r Hebung ewgerogenen Mann'chasie« ro nben lieuer ebenfalls in vielen Fällen Stiefel Aum angeblich etatsmäßigen Preise von 3 Maik 68 P,q. vetfau't. Ebenio treiben von der 9Rili äioerivallung an Einjährig - Frei- willige Schnül'chuhe zu 4 Maik 45 Psg. und Halb,tiefe! fcu 9 Mark VO Pfg. abgegeben. Ist ör»4 die Ar, we dec Staat deut so schwer be- diängien Schuhmacher .Handivei! a.:s bie $kme hll,t? Die Oelonomie-Aibeiier weiden doch nicht desgittb so zahlreich anögemust it, um ihten Slot» legen draussen überlegene Konkurrenz ut machen So sieht Oie prakhsche Fürsorge des S'aat,s für den Handiveittrltand aus. Au der Kontnrrenz der Fabiitlager, Schuhlager und Ram'chhallen kommt nun auch noch die bei Milttärverivastiing. Vielleicht findet sich ein Ai-geordneter, der dieie Mißstände bei der Be?atuug des Militär-Etats zur Sprache bringt. Die iiaglichen 3tufd kön­nen in München im Burein des Allgrmemen Gewerbe-Vereins besichtigt werden.

___________ . 1 """"

Felir, werde ein guter Mensch", mit grösster Mühe bringt sie es hervor,und bete bete für Deinen Vater."

Tie Schrecken des Todes nahen. Der Atem wird keuchend, röchelnd. Langsam betet die Kran­kenschwester kurze Gebete vor unb legt ein kleines Kruzifir in die schon erkalteten Hände.

Felix, Dein Vater" bann unvernehmliche Worte und dann wird alles still. Die Pflegerin richtet sich auf.

Es ist vorüber."

Der Knabe, der bisher in halber Betäubung am Rande des Bettes kniete, freint laut auf und will sich über die Tote werfen. Mit sanfter Ge­walt unb unter Trostesworten führt ihn Mathilde aus dem Rimmer und veranlasst ihn, sich wieder auf sein Bett zu legen; dann kehrt sie zu der

io sehr, ftabt Palermo hinzieht. Billa reiht sick an Viila. e ueve kurier m i^r .... Himmel, einfache stilvolle Gebäude, die den Nerstnde-.. w ihrer schweren Krankheit so vieles lei- mitten ihrer Nebgewmde unb dalwengrupr.n l. nun ist sie erlöst und glücklich. Und bas griechische Altertum versetzen, weckstln ab sst sie sich aus. Es ist keine Du wirst ein guter Jlungc fdn, fleissig unb fromm;, den ba^>ck>ten Schoviawtn fjlff g%otflCR.

die sie für bann frirbjieJidj über Dich treuen, wen» sie auf taf^ Da» A^ngel ein^ebtt ist, verbindet i '.Kan« sie'mich scheu?" HtilvoUe Bauart mit aemiitlicker Dohnüchlett.

8-*«M ÄÄ& WÄÄÄ;RS.

i)rQ1B- ein teilnehmendes Frammherz zu tröiten,ver'tebt. Strasse geben,gewohren einen Blicka i den BouE

... w < ... * k. < . . . e. et» < .. 1 . Cr \ rt* 1 t Oil inii PH I 1 1J - Uli? VII'»

BIBLI0THECA

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Die hohe, schlanke Frau am L.......

«S ÄXS her K* taTMSTS1 j*

Tod, em Hoffnungsreiches, junge» Sieben zerstört, ungefuchten Worten spricht sie ihm zu: Innern der Weltstadt Buenos-Aires bis zur^»or-

ein liebefrarines, vertraueiii es Herz gebrochen ick , - Liebling meine nickt so sehr, ffrbt Balermo hinzieht. Villa reiht sick.an Villa, Und wo ist der Gatte, dem das letzte Wort der ' "Fen;, mein S-ievimg, meine n ag w

Slerbenden gegolten? - Wo ist der Vater des ver- Sieh Deine l.ebe^Muttt^is^ letzt 'm^immek.

toaiften Knaben? Sie hat vr t,

Arme Luisa!" flüsterten unwillkürlich Mglhil- den muhen; mm

dens Lippen. Dann rafft sie sich auf. Es ist keine Du wirst ein""