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uldaer

36. Jahrgang

Allerlei

darin, trunken

rot« aMstoSrts 1-50 Wt»

Ein Kapitel vom Wachstum.

Von H. Hurtmann-London.

Während der ersten fünf Jahre, also im Kindes-

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funb die ihnen obliegenden Arbeiten treu und gewissen, hast erfüllen; sie merken bald, die Herrschaft versteht iNichts, Entweder verstehen sie auch nicht» — und Zvie hübsch dann die Wirtschaft geht, kann man alle ^.age sehen —, oder sie können etwas, uberheben sich 'werden naseweis und lassen, wenn sie damit mch

[] Das Bier im alten Aegypten.

Das Bier scheint eine Erfindung der alten Aegyp- ter zu sein. ES war dasselbe im Pharaonenrerche schon um 2000 vor Christus bekannt. Der Gerstensaft war das Ltebfingsgetränk der Aegypter. Verschmähten sie auch bei weitem' nicht gegorenen und ungegorenen _ . " .» .... V- c < L . -a am. aSma nah rtf«

stellt sind, da kann schon allerhand Malheur passieren. Die fehlerhafte Zeile bletbt.stehen und die Welt erfahrt auf diese Weise das Gebet der unartigen Kmdertz tefienrnmbJsHercpexnghRF! - ~

— Der Schmerzensschrei der Tiere. In der neuen Nummer der „Umschau* schreibt Hugo Otto: nutzer den gewöhnlichen Sttmmäußerungen bei Tieren, wie sie jedermann beobachten kann, gibt es auch ftlche, die nur rein zufällig gehört werden. Dahrn gehöret diejenigen, die die Tiere manchmal ber ^großem Schmerz von sich geben. Es gibt Tiere, die sich oyni

erscheint «glich mit Annahme der r»M« «»d Kriertage. viertel' jährlicher vezngrpreir

die ihnen sonst ftemd zu sein scheinen Solche selten«^ Beobachtungen kann namentlich der Jäger bei ang^

Knaben etwas schwerer als die Mädchen, letztere auch manchmal etwas kleiner. In den nun folgenden Jah­ren, etwa bis zum zehnten, wachsen bie Mädchen merklich langsamer, werden also von ben Knaben überflügelt. Innerhalb der nächsten Funsiabres- veriode bleiben dagegen die Knaben zurück. Die Mäd­chen wachsen schneller, entwickeln sich, werden großer und find auch zwischen 12 und 15 Jahren schwerer als Knaben zwischen 13 und 16. Nun übernehmen die Jünglinge wieder die Führung, indem sie von 15 bis 18 Jahren sehr schnell wachsen und dann etwas

— IcfirrnrubJfHerrpeMghRF. Dem Kinder- fteunde St. Nikolaus hatten wir am vorigen Sams­tag, in der Ucberzeugrrng, unsere jugendlichen Leser würden es gar nicht in der Ordnung finden, falls dje Tageschronik an dem Manne des Tages, dem heiligen Bischof, achtlos vorüberginge, einen kleinen Artikel gewidmet. Viele Kmderaugcn haben ihn wohl in der Erwartung de? NikolausabendS überflogen, und wir wollen nicht hoffen, daß unsere Ausführungen über den lieben Heiligen und seine Gepflogenheiten mit den diesjährigen Erfahrungen unserer fleinen Leser in

~ >. Allerdings davon find wir

kuchen, Braten und Bier gereicht. Auch in der Arz­neikunde spielte da? Bier eine große Rolle: es wird sehr oft als Heilmittel in den Rezepten vnrgeschrieben, gewöhnlich in Verbindung mit andern Arzneien; so heißt eS z. B. im »Buche der Magenleiden': „Wenn Du einen Menschen findest ... mit blassem Gesichte und klopfenden: Herzen, und du findest bei seiner Untersuchung, daß er ein heißes Herz hat, so wende dagegen etwas an, das die Hitze kühlt, nämlich einen Trank von süßem Bier, daS auf trockene Nequatfriichte r "f___ ifL . -s aI a.-m. ~X ah nfTaw umK m Irttilart

nicht mehr/

So hatte wirfltch das Bier dem Menschengeschlecht« das Leben gerettet? Und die Aegypter wußten daS zu schätzen:' sie erkoren da? Bier zu ihrem Leibgc- tränke. Der Herr Pharao auf seinem Throne — Le­ben, Heil, Gesundheit! — ging mit gutem Beispiele voran; er hatte seine eigenen Bierbrauer; ein be- sonderer Teil der königlichen Küche trug den Namen »die Sieht«*: eS war daS die Brauerei »seiner Maje­stät deS König» von Ober- und Unterägypten.* Bier trank in Aeayvten jedermann; schon dem kleinen! Schulbuben brachte die sorgsame Mutter „Brot und Bier" in da? „Bücherhaus', bk Schule. Auch die ägyptische Dmnenweli trank Bier und stand hierin bett Herren nicht nach. Wußte man von einem Aegypter etwa» Besonderes zu erzählen, so mußte er auch ein besonderer Held im Biertrinken sein. So wird unS berichtet von einem Zauberer mtt Namen Dede, aus Ted — Snefru, der „eS versteht, einen abgeschnitte- iten Kopf aufzusehen und der es zu machen weiß, daß die Löwen der Wüste hinter ihm hergehen/ er ist »ein Jüngling von 110 Jahren und ißt 500 Brote nebst einer Rinderkeule und trinkt 100 Krug Bier bis auf den heutigen Tag ' Selbst die Verstorbenen ton­nen im Glauben der alten Aegypter ahne Bier nicht auskommen; es wird ihnen Bier mit in das Grab ge­geben oder doch durch die kräftigen, alles vermögenden Zaubersprüche in reichlichem Maße verschafft. An gewissen, mtt dem Ofirisdienste verbundnen Festtagen werden den Statuen der Verstorbenen weiße Opfer-

danke! „Rust mir doch schnelle eilende Boten, Ipraa) er damit ich sie aussende wie den Schatten eines Let- bes Auf der Stelle brachte man ihm diese Bo­ten und die Majestät dieses Gottes sagte: eilet nach der Insel Elephantine und bringt mir sehr viele Da­dafrüchte. Da brachte man ihm diese Dadafrüchte und er gab sie dem Gotte Sektet, der in Hel opolis ist, daß ec diese Dadafrüchte mahle. Ms nun die Sflavinnen Gerste ^rguetscht hatten zum Bier, da tat man diese Dadafrüchte in den Mischkrug zitsammen mit dem Blut der Menschen und bereitete so 7000 Krüge Bier. Als nun die Majestät des König« von Oberäghpten und König» von Unterägypten Re zusammen mit jenen Göttern gekommen war, «m dieses Bier zu befichttgen, als es tagte, flehe, da batte diese Göttin die Menschen geschlachtet, während sie stromaufwärts fuhren. Da prach die Majestät des Re: Wie schön ist das, ich werd« die Menschen von ihr schützen. Da sprach Re: bringet doch das Bier dahin, wo sie die Menschen tötet' So geschah es denn auch, in der Dämmerung wurden bie 7000 Bierkrüge ausgegossen, sodaß die Felder überfluteten. Was war bk Folge? „Ms diese Götttn am Morgen daher kam, so fand sie diese Felder überflutet, und ihr Antlitz spiegelte sich schön Da trank sie davon und wurde vergnügt, be­ging sie umher tmb e«kannte die Menschen

im neuen Reiche trank man mit Vorliebe „Bier cm» Oede', einer kleinastattschen Landschaft. ES ist diese» Oede daS Bayern der alten Welt. Für manchen Schreiber*, der sich al» Beamter an einem unlieb­samen Orte befanb, war das Oedebier bas Einzige, was ihm seine Verbannung ertrage« half. Neben bem echten „Oedebier au» dem Hafen* braute man aber | cmch „Bier aus Oede* in Aegypten sechst oder ließ es vielmehr brauen durch ausländisch« Sklaven. I« sväterer Zeit trank man mit Vorliebe „Zythosbier, dessen Dust, wie Diodor bemerkt, dem Duste des Wei­nes gletchkam. m

Ueber die Zubereitung des Bieres wissen wir nur, daß eS aus oberägypttfchem Getreide*, b l aus Gerste hergestellt wurde. Von Hopfen beachten unS die Hieroglypheninschriften nichts. Aufbewahrt wurde das Bier in größeren oder Neineren Krügen; auch in Schläuche wurde e» abgefüllt, wie aus folgender Be­schwerdeschrist hervorgehtv „Sie gingen in die Vor­ratskammer tmb stahlen drei lange Brote,. fle sogen das Bier aus dem Schlauche, der auf dem Wasser lag, derweil ich im Hause meines Vaters war

Ob das Mer der alten Aegypter wohl unfern Geschmack« zugesagt haben würde? Wenn man bte Lobsprüche der Alten ließt, sollte man e» beinahe glauben; doch möchten wir es in etwa bezweifeln. Aber ein Vorzug kommt dem alten Aegypterbrau zweifelsohne zu: DaS Vier im Pharaonenreiche war gänzlich steuerfrei! Niemals begegnen totr deshalb auch in der ganzen Hieroolyvhen-Literatur dem Be­richte eines Bierstreikes; vielmehr lagen die alten ; Aegypter jederzeit zu beiden Seiten des Nils, wie ’ bk alten Germanen zu beiden Seiten des Rheins — ' und tranken immer noch eins! ______W. S.

kann. Auch die Höhe des Lohnes wird mancher Hausstau zum Stein de- Anstoßes, wir glauben, auch dieses mit Unrecht; es mag ja mancher Dame, bie Notwendig Dienstboten halten muß, schwer werden, den erforderlichen Lohn aufzubringen, aber das liegt in den Verhältnissen und kann nicht den Mädchen (aufgebütbet werden. Einen anständigen Lohn muß auch ein Mädchen haben, das von früh bis spät für andere arbeiten muß und das doch, wa» die meiften 'Herrschaften streng und mit Recht fordern, stets an« Jtänbig gekleidet fein soll.

l Was nützt sie allein an Schürzen und Schatzwert -im Laufe des Jahres ab, gar nicht der Notwendigkeit zu gedenken, daß ein solches Mädchen, das auf Dienen angewiesen ist, doch eigentlich auch an das Alter und Zeiten der Not denken und daher etwas zurückglegen sollte; daß dies selten oder nie geschieht, ist eben trau­rig genug, aber auch manche können absolut nichts er» (übrigen, sofern sie vielleicht noch alte Eltern oder son­stige Angehörige zu unterstützen haben. Was begin- ,nen nun diese Aermsten, wenn sie nicht heiraten, aber ssin Dienen alt und grau geworden sind? Hospital und S'.echenhaus sind traurige Aussichten.

’i TirP*/ baß es vielfach an den Hausfrauen

selbst liegt, wenn sie keine gute Dienstmädchen haben, kn” S. ^lten ein Mädchen so verdorben,

tf?ui5 freundliche, humane, aber durchaus ruhige und stste Behandlung nicht zu leiten wär«, es muß nur Respekt vor der Herrschaft haben; sich diesen zu

Und warum sollten die alten Aegypter das Bier auch nicht lieben? Hatte eS doch einstmals das ganze Menschengeschlecht vor jähem Verderben errettet! Da­mit hatte es folgende Bewandnis. Die Gotter be­schlossen einst, die Menschen zu strafen, da sie Boses sannen wider den Sonnengott Re. Der Göttm Hathor, die so oft al» löwenköpfige Kriegsgöttin grimmig un Blute watend geschildert wird, ward der Auftrag, das Urteil zu vollführen; sie sollte zur Erde niederstergen, um die Frevler zu vernichten. Und Hathor kam herab und begann ein schreckliches Blutbad unter den Men­schen, welche sich stromaufwärts durch die Flucht m das Gebirge zu retten suchten. Alles schwamm im Blute Aber Re entschloß sich indessen, wenigstens einen Teil ber Menschheit zu retten; doch wie sollte er es anfanaen, die wütende Hathor wieder zu besänftigen? ES schien alles umsonst zu sein; da half ihm ein schlauer Ge-

Schon im alten Resche kannte man vier verschiedene

Biersorten, darunter fehlte auch nicht das „Schwarz- -... . . - - ■ _ .

' “ Auch Importier war in Aegypten zu treffen: I Wlderipruch geraten find

Verständnis für bie Angelegenheiten deS Mädchens i nottvenbig, der bie Hausfrau gernmit Rat und Tat fteistehl Da» Mäbchen ist kein Sflav«, sondern ein Btfen ba» bie gleiche Berechtigung zu Glück unb freube Hal Der verkehrteste Weg, dm sie hrerfür Anschlägen kann, ist ber beS ewigen Scheltens unb Auszanken». Damit verbrrbt sie nur dar Mäbchen unb Echt «» widerspenstig und bringt sich selbst um den nötigen Respekt. Di« Hausfrau soll das Mädchen erziehen, «» geistig und sittlich zur Reift bringen

Fesselt das Mädchen an ein Hau», welche? eS liebLoll aufnimmt unb steuert ft bem ewigen Wech­sel, der für beide Teile verderblich rsti Auch soll die Hausfrau dem Mädchen gerne ein unschuldiges Ver­gnügen gestatten; ihr genügende Zeit zum Besuch deS Gottesdienste», sowie zur Ausbesserung ihrer «nchen lassen und «» nicht wie eine aufgezogene Maschme den Tag über nach Kräften auszunutzen. Namentlich tm letzten Punkte wird schr gefehlt, selten wird dem Dienstmädchen die gehörige Zeit gewahtt, thre eigene Garderobe in Stand zu halten und bie Hausfrau be­denkt nicht, daß st« dadurch den ersten Grund zur Uirordnunq unb Liederlichkeit bei dem bis dahin viel- le'cht ordentlich gewöhnten Mädchen legt, statt daß sie sich verpflichtet fühlen sollte, sie zur Ordnung, wre überhaupt zu allem Guten anzuhalten.

überzeugt, al? die Stell« kam, wo von den unartig«« Kindem, — bte man doch zum mindesten vom Hören­sagen kennt, - bie Rede war, da hat sich «m all ge- meine» Schütteln deS Kopfe» erhoben, „teftenrnm- bJsHercpexnghRF*, ft sollen zitternd die unartigen Kinder beten? Bei unS in Deutschland? So ein Schwindel! Wo hat der Zeitungsschreiber so ein ®e6rt gehört? Am Ril, nm Brahmaputra, in Heri- didasusotumnien? Ist das vielleicht dre hypothettich« Sprache der hypothetischen Marsbewohner? Oder Esperanto? Silentium! Der Zertungsschreiber 'rtrd Euch erzählen, wie der Text dieses großartigen Ge> betes, bet dessen Anblick er selbst einem Schwindel- anfalle nahe war, zu Stande gekommen ist. Leiqt ist das Erzählen allerdings nicht, denn die Sache spielt sich auf dem Gebiete der Technik ab dem Grenzgebiet der Zauberei. Sovttl aber weiß doch jeder, daß wir den alten Johann Gutenberg unbjeinj Buchdruckerkunst heute etwas überholt haben, tfriebtl Klapperschlange hat zwar noch nicht in die modern» Setzerei ihren Einzug gehalten; aber ebenso wie das Schreibmaschinenfräulein mit seinen Fingern auf ben Tosten der Schreibmaschine mit wirbelnden Ringern.

- J o ii. . i haut« Altt «Pie

wahrte. Im Hof unseres Forsthauses hatte einmal eine Ente einen braunen Grasfrosch gefaßt, sft hug ihn zum Wasser, wollte ihn anfeuchten und dany hinunlerwürgen. Eine zweite Ent« aber suchte itzt die Beute abzujagen. Nicht lange dauerte es, da hab ten beide Enten den armen Frosch so gefaßt, daß ost eine Kopf und Brust, die andere einen Hinterschenkel für sich in Anspruch nahm. Jede wollte ber andern den Frosch fortreißen. In diesem Zustand größten Schmerzes stieß der Frosch lautgellende, anhaltend« Töne aus, bie so durchdringend klangen, daß Haus­bewohner auf den Hof gestürzt kamen. Von einer ähnlichen Stimmäußerung eines Frosches erzählte ein Artillerieleutnant. Gelegentlich eines Manöver» hörte er, daß plötzlich unter einem fahrenden Geschütz gellende, ihm fremde Töne hervordrangen. Als er näher nachforschte, sah er einen Frosch^ im Fahrgeleis« liegen, dem ein Kanonenrad das Rückgrad unb bU Hinterschenkel zermalmt hatte.

— Auch eine Folgerung. „Sieh mal, was ba? Mädel für entzückendes Haar hat!" — »Ja, daS hat sie von ihrem verstorbenen Vater." — „Hatte der auch so schönes Haar?" — «Ree, aber er wak Perückenmacher.' _ ,,„x _

— Vom Katheder. Professor (ärgerlich): »Fmke, stellen Sie sich mal mit dem Gesichte gegen bie Wand: Sie sollen mich auch einmal von etnet anderen Seite kennen lernen!"

ner Setzmaschine herum. Er schlägt bie Buchstaben an, wie der Virtuose die Seiten seiner Harfe Der angeschlagene Buchstabe entsteht automatisch und fug! sich mit anderen zu einer in einem Stuck gegossenen Zeile fest zusammen. Als Ganzes verlassen die Zeü len die Maschine und waudem zum Druck in eine» Rahmen. Nun hat der Setzer schon hundert von sol­chen Zeilen zusammengettppt. Er beginnt eine neue. Halt! ein Fehlgriff: z wollte er tippen, und n hat er oettppt. Statt von ber romantischen Schweiz ist nun von dem romantischen Schwein die Rede. „ Die Zeil« ist verloren ,aber sie muß zunächst vervollständigt wer­den. Das macht der Setzer in einer Weise, bie leb­haft an die Art erinnert, in welcher der sehr musv kalische Zeitungsschreiber Klavier »u spielen Pflegt Einfach über alle Oktaven von rechts nach links! So ähnlich tippt der Setzer seine Buchstaben, wahl­los, te fien r n u . .. . ., bis die Zette ausge- iüllt ist Dieses war der erste Streich, doch der zweite kommt sogleich. Die fehlerhafte Zeile muß zum OrkuS verschwinden und eine fehlerlos gegossene an ihre Stelle gesetzt werden. Allein zuweilen schläft sogar der gute Vater Homer! und wenn so an einem

Wachstum beendet haben. Mädchen erlangen mit dem 20. Jahre ihre volle Größe, nachdem sie in ben vor- aufgetzenden fünf Jahren nur äußerst langsam ge­wachsen sind. Vom 18. bis hoch in die 20er Jahre biloen sich beim männlichen Geschlechte die typischen Mannesmerkmale, während beim weiblichen Ge­schlecht vom 16. bis ungefähr zur Mitte der 20er Jahre die Rundung ber Formen kommt, also die ty­pisch weibliche Entwicklung vor sich geht. Die Kraft nimmt beim Manne vorn 13. bis 20. Jahre schnell zu, bann etwa bis zum 32. langsam aber regelmäßig, um nach dieser Zeit wieder abzunehmen und zwar im Verhältnis zum Alter, zuletzt ganz rapide. Genau so ist eS beim weiblichen Geschlechte, nur tritt das Wachstum der Kraft in frühen Jahren, etwa vom 9. bis 16. am stärksten zutage.

Im Alter von fünf Jahren wiegt das Mädchen fünf Pfund weniger als der Junge, im 10. Jahre I zirka 15 Pfund, im 13. Jahre sind beide gleich schwer, im 14 ist das Mädchen schwerer als der Knabe unb im 20 ist der Jüngling wieder 35 Pftnd schwerer als das Mädchen. Ueber die spatere Zeit läßt sich nichts ganz sicheres sagen, da in diesem Alter meist die Nor­malität anfhört. Mancher junge Mann bekommt einen Bierbauch, andere wieder magern ab; manch- Da­men werden direkt fett, andere spindeldürr. Tas liegt an der Lebensweise und am seelischen Gleichgewicht. Besonders übt die Liebe leicht kennbaren Einfluß auf die körperliche Entwicklung und Beschaffenheit aus. Geht aber das Leben im gesunden, gleichmäßigen Lauf dahin, so hält sich im allgemeinen der Mann etwas länger als die Frau. Ungefähr im 60. Jahre haben dann normale Geschlechter wieder das gleiche Gewicht, das sie von ba an bis zum Tode mich bei­behalten. Im hohen Alter geht bie Größe unb das Gewicht ost stark zurück und nähert sich wieder dem Kindesalter, während bie zurückgehende Kraft hinter I der von jugendlichen Kindem zurückbleibt. Bei nor­mal entwickelten Geschlechtem sind also die Jahre von 26. bis 34. diejenigen, während derer sich beide Teile im Vollbesitz« ihrer Kräfte befinden. Das in den darauffolgenden zehn Fahren eintretende Rückwärts­schreiten wird meist nicht bemerkt, da bte steigenden aus Erfahrungen gesammelten Verstandeskräfte schein­bar diesen Mckschritt ansgleichen oder wenigstens hemmen. Erst etwa» später kommt der letztere si'ihl- bar zum Bewußtsein, die Haare werden grau und weiß und die Haut runzelig und bann merkt auch der Mensch selbst, was andere ost schon andeut-ten, indem sie sagten: „Er wird alt*. Außergewöhnliche seelische ! Erregungen stihren dieses Aelterwerden oft früher her­bei so stark manchmal, daß Menschen in einer Mi- ! nute um zehn Jahre älter werden, über Nacht weiße I Haare bekommen und zufammenflappen. Möge den Leser ein solcher Schicksalsfchlag nie treffen._________

und es bei ber Flucht vor dein Hunbe bald hier, bald ba mit dem verletzten ©lieb anstößt, so gibt es nacht eiten ein klagendes Schmälen von sich, das wett den Wald durchdringt. Bei der Kaninchenjagb kann matt beobachten, daß angeschossene Tiere noch; eine Streck« weit fortlaufen, dann liegen bleiben und in schrillen Tönen gellend aufquietschen. In bet Regel sind solche Kaninchen mit bem Knochenstumpf eine» Lau­es an einem Reis hängen geblieben unb erleiden da- ,urch einen furchtbaren Schmerz. Vor einigen Jah­ren schoß ich einem Feldhuhn beide Ständer ab, so, daß die Schenkelknochensplitter sichtbar wurden Der Vogel stieß laut quietschende, anhaltend schrill« Schmerzenslaute aus, tote ich sie vorher und auch nachher nie wieder gehört habe. Spater bestätigte mir ein anderer Jäger, daß er eine gleiche Beobach­tung gemacht habe, unb zwar an einem geflügelten Huhn. In Dohnenstieg, ber endlich durch das neue, deutsche Reichs-Vogelschuhgesetz verboten ist, konnte man recht häufig Schmerzensäußemngen an gefange­nen Drosseln wahrnehmen. Mancher armer Kram- metsvogel fing sich mit ben Füßen in ben Roßhaar- schlingen, flatterte in ber Angst lebhaft umher, ver­wickelte sich mit ber Fessel im Gezweige und brach dabei oft mehrere Male Unterschenkel- unb Mittel- sußknochen unb riß beim Zerren bie Oberschenkel au» den Hüftgelenken. Naht« sich ein Mensch solchen Vögeln, ft flatterten sie in der Angst hoch, unb bet große Schmerz in ben Gliebmaßen veranlaßt st«

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ttnb ba« mit Recht; denn es genügt ihren Ansprüchen . nicht und das Hauswesen ist nicht in Ordnung zu .alten. Daß fle selbst aber die Hauptschuld an iem ganzen unerquicklichen Verhältnis trägt, das ge- 'teht sich bie Hausfrau nicht ein. In einem ordent- ichen Haushalt soll die ganze Verantwortung auf der Hausstätt selber ruhen, welche die Dispositionen zu treffen und die Ausführung zu leiten hat. Wenn sie dieser Anforbenmg nicht gewachsen — und leider rst dies, in den Städten namentlich, nur zu häufig ber tzall —, so ist sie nicht berechtigt, ihren Untergebenen ilnen Vorwurf zu machen, wenn Küche unb Haus­halt nicht gediegen und ordnungsmäßig versorgt wer- den. Das ist ja aber die Klippe, an ber so viel mo- berne Ehen unb gemütliche Häuslichkeiten Schiff» hmch leiden, daß die junge Frau die ihrer wartenden Pflichten unb Aufgaben nicht kennt, jedenfalls nicht in ihrer vollen Tragweite erfaßt hat. Das kommt von der modernen Ueberbitbung, dem Dilettieren in allen Künsten und Mssenschasten, denen sich die jungen Mäd.hen hingeben und bann ganz unvorbereitet in ;dm Ehestanb treten. Eine verständige Hausfrau, die den richtigen lleberblid hat, bestimmte Anforderungen in ihr Dienstmädchen stellt und auf Pünktliche Ver­richtung hält, wird am wenigsten über schlechte Be­dienung zu klagen haben; ihr wird auch völlig ge» /horcht, weil das Mädchen genau weiß, was von ihm ^erlangt wird. Dagegen wird einer Hausfrau gegen­über, bie schwankend austritt, eben weil sie selbst nicht /recht weiß, wie etwas gemacht werden muß, wlch daS sMädchen zerfahren imd liederlich werden. Die Haus­frau muß unbedingt Herrin fein und Pünktlichen Ge- jhorfam fordern. Die natürliche Vorbedingung zu bie­der einzig richtigen und ihrer würdigen Stellung ist Mer, daß sie vollkommen unterrichtet über alle Vor­kommnisse de? Haushalts unb die Erfordernisse guter Nücbe ist.

Ferner wird viel über bie Putzsucht der Dienst­mädchen geklagt; sie schaffen sich allen möglichen Fltt- ^erkram <oi, besitzen aber keine ordentliche Wäsche, keine Praktischen Küchenschürzen usw. Gewiß, da? findet .sich sehr häufig und ist durchaus tadelnswert. Wie ■aber macht es die Hausfrau? Außer dem Hause flei- (bet sie sich nach der neueften Mode, während sie im Vanse nur zu oft in einem Anzuge einhergeht, der Nicht nur durchaus unkleidsam, sondern ost auch lü= .derlich und unsauber ist. Damit gibt sie doch ihrem ^Dienstmädchen ein schlechtes Beispiel, das diese in Ihrer Art natürlich noch weiter ausführt. Auch die ^Sucht des Ausgehens wirb so viel getadelt; dem ■Umherireiben ber Mädchen soll gewiß nicht das Wort geredet werden, wenn man aber bedenkt, daß ein Mäd­chen verpflichtet ist, vom Morgen bis zum Abend ben Befehlen ber Herrschaft nachzukoiumen, daß es gar teine Berechtigung hat, teil an ben Erlebnissen der­selben zu nehmen, daß es faktisch auf sich angewiesen .ist; kann man es solchem jungen Dinge dann ver- .denken, wenn es nur c 'nige Stunden sein eigener Herr sein unb sich mit seines Gleichen aus sprechen möchte? Das ist d'urchaus naturgemäße Forderung des mensch- sstchen Bewußtseins, bie ihm nicht versagt werden

Unsere Dienstboten.

Von Frau 28 .... t«

Alle Hausfrauen Nagen übereinstimmend übet bte stetig zunehmende Verschlechterung der Dienstboten, die nicht nur ein wunder Punkt, sondern auch eine Kalamität in manchem Hauswesen sind.

Wir fragen: Können die jungen Damen, di« ver- wohnt im Elternhause, plötzlich dem Haushatt rines leinen Beamten, eines jüngeren Offiziers vofftehm sollen, kochen? Können sie überhaupt einer beschran!. en Wirtschaft umsichtig unb ben Verhältnissen ent-

besser wissen und vefftehen muß, als bas Mäd- v... . Dann ist aber gute Behandlung, Teilnahme unb biet'