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Maer W Zeitung

Fulda, Freitag den 19. November 1909

Jahrgang

Deutsches Reich

aerinaste Ansatz der Ein- "gketi behufs Gewinnung neuer Mttglieder für die das gehört doch Mark. Vor der nament- christlichen Gewerkschaften. Alle Vereine haben eine ' Angeredet- teil

verbeugte sich und fuhr in begiitigendem

Tone fort: „Es kommt gleich der den Zusammenhang

An dieses Referat schoß sich eine rege Diskussion,

Reklamen- und Anzeigenteil.

Aus dem Nachbargebiete,

* Hinter italienischen Klostermaucrn. Unter die-

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Monatsbellage: „Zuldaer Seschichtrblätter"

diesen Tagen der Artikel eine? Fürsten Sswiatoßolk- Mirski, in dem die .völlige Zerschmette-

* Ziegenhain, 18. Nov. 1909. Für verkauftes Obst in den Gemeinden des Kreises Ziegenhain be­trug der Erlös in diesem Jahre 7720,25 Mark gegen 11709 96 Mark im Vorjahre.

* Hann. Münden, 18. Nov. 1909. Das benach­barte Städtchen Hedemünden soll ein Elektri zi- tätswerk erhalten. Magistrat und B rgervor- sleherkollegium haben sich einstimmig für einen dies­bezüglichen Antrag der Lahmeyerwerke der Firma Fellen und Guilleaume in Frankfurt a. M. erklärt.

* Mainz, 18. Nov. 1909. Ter Landwirtschasts- kammer-Ausschuß für Rheinheffen wird in dem br- nacicharten Gonsenheim ein großes Versuchsfeld anlegen, um zu erproben, welche Düngerarten sich am besten für den Gemüsebau eignen.

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r * Die französische Verbrauchssteuer ist um ein Drittel höher als die deutsche. Das sagte bet der Be­ratung des Budget? Lerov-Beaulier (liberaler Re­publikaner) in der französischen Kammer. Er be-

erklärende Nachsatz. Also ich bitte, diese Mißstim­mung gegen mich nicht auf meinen jetzigen Klienten -ju übertragen. Wenn es geschähe so wäre es mensch­lich ja sehr erklärlich. Aber ich appelliere an Ihr Ge- rechtigkeitsgeftHl und bitte Sie, sich von einer solchen menschlichen Schwäche freizuhalten." Herr St. hatte gewiß geglaubt, seine Sache sehr gut zu machen, und Ivar höchlichst überrascht, als der Vorsitzende ihm mit einer Handbewegung das Wort abschnitt und den Staatsanwalt zum Sprechen einlud. Dieser erhob sich sofort und beantragte wegen Ungebühr vor Gericht 50 Mark Geldstrafe. Der Gerichtshof be­schloß nach kurzer Beratung, Rechtsanwalt St. in eine Buße von 50 Mk. zu nehmen, weil die in feinen Worten liegend? Anzweiflung der Objektivität des Ge­richtshofes eine große Ungebühr enthalte. Welchen Ausruf der Gemaßregelte darauf gemacht hat, ver­mochte man im Zuhörerraum nicht zu verstehen, es scheint die mit etwas erregter Stimme gesprochene Ankündigung gewesen zu fein, daß er sich über den Beschluß beschweren werde. Man sah jedoch, wie der Staatsanwalt abermals emporschnellte, um in ener­gischen Worten eine neue Bestrafung, und Mar d'esmal in Höhe von 100 Mk. zu beantragen. Der Gerichtshof zog sich zum zweitenmal zurück, kehrte wieder und verkündete eine abermalige Strafe von 50 Mark. Dem •f'errn Rechtsanwalt, sagte der Vor­sitzende. fei sehr genau der Weg bekannt, wenn er sich beschweren wolle. Seme Ankündigung in brüskem Don und an offener Gerichtsstelle sei eine Herabsetz­ung de) Gerichtsbeschlusses und wiederum eine grobe Ungebühr gewesen.

* Welcher Kleinigkeiten halber manchmal die Justiz in Bewegung gesetzt wird, zeigt eine Anklage wegen Hinterziehung des Brückenzolles in Höhe von 2 X die. sich der Gastwirt Ruhland in Dresden zugezo­gen hatte. Er unternahm mit Freunden einen Aus­flug in das obere Elbtal Zur Rückkehr bestiegen die Ausflügler die Straßenbahn, auf der sie den Fahr­preis bis zum Schloßplatz in Dresden und den 2 H betragenden Brückenzoll für die Elbbrücke entrichteten. In Lofchwih gaben einige Ausflügler, unter ihnen Rußland, dir Fahrt aber auf und gingen zu Fuß wei­ter. Beim Uekeeschreiten der Elbbrücke weigerte sich Ruhland unter Vorzeigung de? vom Straßenbahn­schaffner gelösten Billets. den Brückenzoll noch ein­mal zu entrichten. Der Brückenbeamte, der meinte, daß Ruhland das Billet gesunden haben könne, be­harrte auf Bezahlung und da diese nicht erfolgte, kam es zu einer Anzeige und zur Verhandlung vor dem Schöffengericht in Dresden. Dieses sprach entgegen dem Anträge des Staatsanwaltes den Angeklagten frei, weil ihm die Absicht einer Unterschlagung gefehlt habe.

vermischtes.

* Eine mißglückte Verteidigungsrede. Recht übel erging es kürzlich dem Rechtsanwalt St. in einer Sitz­ung der Strafkammer zu Göttingen. Der noch jugendliche Anwalt, so berichtet der „Hann. Saurier*, hatte, eine Woche zuvor einen angeklagten Studenten verteidigt und in seiner Verteidigungsrede gegen die Glaubwürdigkeit des Belastungszeugen, eines Kandi­daten der Theologie, so unbegründete Einwendungen erhoben, daß der Gerichtshof bei seiner Urteilsverkün­dung ihm ausdrücklich seine Mißbilligung aussprechen ließ. Gestern nun trat Herr St. abermals als Ver-

) ( Der Disziplinarprozeß gegen Zollitsch, den Vor­sitzenden des Postassistentenoerbandes, ist noch keines­wegs erledigt. Dem Vernehmen nach dürste sowohl die Poftbehörde al» auch Oberpostassistent Zollttsch Berufung an den Disziplinarhof in Leipzig einlegen.

Jb München, 18. Nov. 1909. Im Steuer­ausschuß ist nunmehr das Umlagengesetz mit allen gegen 4 sozialdemokratische Stimmen angenommen worden. Die bürgerlichen Par­teien hatten sich geeinigt, um das Kompromiß Der Regierung durchzusetzen. Zugleich wurde ,eine Resolution angenommen, wonach die Armen- xne ntcyrung der Austandspolitik Iswolskis, mit der jlasten der Gemeinden auf größere Verbände sich diese Presseäußerungen im Einklang befinden übernommen werden und die Gebühren für fängt an, den europäischen Frieden ernstlich zu _ge- Jagdverpachtung in die Gemeindekafle fließen fährden.

sollen, so daß auch die Umlagen daran teil- — ~ ----------------- IIIIJU—1

rühmen. Das angenommene Regierungskompro- 'RpHtAtthaMA

miß über das Umlagengesetz bestimmt: 1. Die , T® , .t

Ertragssteuern des Reiches, des Staates, der be* Mam-Kmztggau der kath. Arbeitervereine. Kreisgemeinden, Distriktsgemeinden, der Ge- Somborn, 14. November 1909.

geworden, geschützt von dem Staate, der unter dem Ramen Republik an die Stelle der Freiheit, der Ge­rechtigkeit, der Familie und Gottes treten will. Er­füllen wir unsere Pflicht ohne Scheu und Groll! Drängen wir niemand unsere Lehre auf, aber verteidi­gen, verkündigen wir sie laut mit unermüdlicher Tat­kraft.*

** Die russische Presse leistet sich zuweilen unver- antworüiche Hetzartikel gegen Deutsch­land. So hat der Besuch des österreichischen Thron­folgers in Berlin die Petersburger Blätter veran­laßt, zu behaupten, der Thronfolger und der Kaiser hätten in Berlin Kriegspläne gegen Ruß­land geschmiedet. In einem halbamttichen Blatte, der „St. Petersburgflija Wjedomostt*, erschien in

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Breslan, 13. November 1909.

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ten, und betonte, daß die Steuem in Fankreich 18 v. H. deS Nationaleinkommens ausmachten, in Deutschland und England aber nur 12 v. H. Trotz­dem habe Deutschland noch seine Marine ausbauen und die Arbeiterfürsorge verwirflichen können. Der Redner zeigt bann, wie Frankreich auf das Fünf- Milliarde n-Bu b g et losmarschiere. — So also sehen die neuen Steuern in dem so- gialdemokratisch regierten Frank­reich aus. Gott bewahre uns vor solchen roten Seg­nungen k

** Der Erzbischof von Toulouse hat einen neuen Hirtenbrief in Sache des Schul« kampfeS an seine Diözese gerichtet. Zum Schluffe beißt es in der Kundgebung:

„Man hat Bischöfe und Priester aus ihren Be­hausungen gejagt, man hat ihnen, unbekümmert um den unantastbaren Vertrag, das letzte Stück Brot weg­genommen. Man stiehlt uns unsere Einkünfte und Stellungen. Man hat gegen die katholische Kirche ein Werk des Hasses unternommen, das einer zivilisierten Nation unwürdig ist, und um diesem Werke den Erfolg zu sichern, ist die Schule eine Stätte der Unterdrückung und Tyrannei

fürchtet, daß die vorzeschlagenen neuen Steuern auf n n-Hanau den Vorsitz. Herr Arbeitersekre- Alkohol und Tabak, sowie die Erbschaftssteuern bie j “!r. ® 0‘ ‘& orb t aus Frankfurt sprach über die äußerste Grenze der Besteuerungsmöglichkeit erreich-! Reichsfinanzreform. Allenthalben dachte man, da auch ------ ..... cen Gegnern Gelegenheit gegeben war, sich auszu­

sprechen, eS käme zu einem scharfen Allseinander- platzen zwischen den Angehörigen deS Zentrums und ersteren. Herr Arbeitersekretär Gotthardt ging un­barmherzig mit den Gegnern ins Gericht und kenn­zeichnete in gebührender Weise deren Verlogenheit Kem Gegner meldete sich zum Wort. Herr Arbeiter­sekretär Frede befaßte sich sodann speziell mit der Sozialdemokratie und erntete ebenso wie der Haupt- referent stürmischen Beifall. Nach einer regen Dis­kussion, in der ebenfalls nur Anhänger der Zen- trumspattei sprachen, wurde die glänzend verlaufene Versammlung geschloffen.

M 265.

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siatters. Darin war u. a. gesagt, daß in dem Kloster zu Cantu in der Lombardei Mönche Messina-Waisen­kinder, die in ihrer Anstalt untergebracht sind, mit Ge­schlechtskrankheiten infiziert hatten, sodaß etliche der Mönche verhaftet wurden. Da es allgemein bekannt ist, daß die anttkatholische Presse es gewöhnlich mit her Wahrheit nicht so genau nimmt, wenn es gilt, der katholischen Geistlichkeit eins anzuhängen, so hat das Berliner C.P.OÖureau an berufener Stelle über den Vorfall Erkundigungen eingezogen und einen Be­scheid erhalten, der beweist, daß es sich hier wieder-um emen infamen Schwindel handelt: „Zunächst handelt es sich nicht um Ordensgeistliche, wie man an- zunehmm geneigt wäre, sondern um Laienbrüder. Hinsichtlich der angeblichen sitüichen Verfehlungen er- klätte der Vorsteher der Anstalt, daß berartige Vor­fälle vollständig unmöglich seien, da überall dir ge- wiffenhosteste Aussicht herrscht. Damit die volle Wahr­heit an den Tag komme, ist eine Untersuchung einge­leitet worden, die von Aerzlen geführt wird, denen man Katholikenfreundlichkeit nicht nachsagen kann. Rach dem, was bisher aus der Untersuchung bekannt geworden ist, haben die Kinder erklärt, von niemand mißbraucht worden zu sein. Was die angeblich mit Geschlechtskrankheiten an gesteckten Kinder anbelcmgt, so hat die Untersuchung bei einem der Kinder erb­liche Syphilis ergeben. Die Bevölkerung von Cantu, bei Der die Anstalt in bestem Ansehen steht, be­zeichnet das Ganze als eine jener wüsten Hetzen, wir sie so oft von Freimaurern und anderen geistesver­wandten Leuten inszeniert werden.* .. ---

* Ein kleiner Gratzmannflandal.

Eine gewisse Presse (.Franks. Ztg/ vom 7. 11./ .Rhein. Zig/ vom 9. 11. u. a. in.) entrüstet sich über eine Broschüre, die Bischof Jeglic von Lai­bach geschrieben und die in sexueller Aufklärung alles bisher Dagewesene überbieten und von „Schweinigeleien" nur so strotzen soll.

Fürstbischof Jeglic von Laibach hat einem aus dem Kreise der Aerzte und Seelsorger häufig ge­äußerten Wunsche entsprechend, eine unter Mit­wirkung von mehreren Aerzten verfaßte Belehrung für Eheleute und Brautleute drucken lassen. Diese Broschüre war nicht für ben öffentlichen Verkauf, sondern zur Aushändigung an Neuvermählte bestimmt. Durch einen. Mißgriff der Truckerei kamen 200 Exemplare zum öffentlichen Verkauf, der aber sofort im Auftrage des Bischofs wieder eingestellt wurde. Was weiter folgt, ist ein Reklamegesckäst einer liberalen Druckerei. Diese hat einzelne Stellen der Broschüre, die nur für Ehe­leute bestimmt war, der breiten Oeffentlichkeit über­geben und versorgt die kulturkämpferische Presse mit Reklameartikeln. Und so erlebt die Welt das eigentümliche Schauspiel, daß dieselbe Presse, die jahraus, jahrein für die „sexuelle Aufklärung* der Schuljugend eintritt, plötzlich entsetzt ist über das Unterfangen, Eheleute sexuell aufzu­klären. Dieselbe Presse, die jede Aktion zur Be­kämpfung der Unfittlichkeit aU »Moralschnüffelei* verspottet, dieselbe Presse, die Tag für Tag der Unmoral auf der Bühne ihr Preislied singt, die« elbe Presse, die von Gummi-Inseraten, Kuppler« und Bordellauzeigen lebt, ist plötzlich — und dies noch im geschäftlichen Interesse einer slawischen Druckerei — „moralisch entrüstet", weil ein katho­lischer Bischof hat drucken lassen, was die Moral den Eheleuten vorschreibt. Welcher Wert dieser Art von Entrüstung innewohnt, kann man aus dem Imstande entnehmen, daß eine gewisse Presse ohne Scheu allen, also auch de» Familien, den jungen Mädchen, Knaben und Kindern, Zitate aus einem Buche vorsetzt, das nur für Eheleute und Ehe- tanbibaten bestimmt war.

Heischier liegt der Himmel Ober der Erde

r-—। und man wagt in dem feuchten kalten Nebel kaum ®| zu atmen. Novemberzeit — döse Zett, sagt ein

, Sprichwort. Jetzt werden eben empfindliche Ql Menschen nie recht ge'unb und Gesunde werden —I leicht krank. Da muß denn schon daran erinnert «TI werden, daß Fays ächte Sodener Mineral-Pastillev, die man überall für 85 Pfg, kaufen kann, grabe -=-l jetzt unentbehrlich sind. Vorbeugend soll sie ge- w| brauchen, teer zu Erkältungen neigt; nach Bot- —1 schritt anwenden soll sie jeder, der erkältet ist, wenn er die Beschwerden schleunigst los werden und ernsten Komplikationen nicht begegnen will. Ig| I» allen Apotheken, Drogen- und Mmeralwasser- 1221 Handlungen zu haben.

* Gießen, 18. Nov. 1909. Die Wünschelrute des Landrats v. Bülow hat beim Suchen nach Wasser m Krofdorf und Gleiberg vollständiq vcr- sagt. Der Landrat hatte bei 20 bis 25 Meter Defe reichlich Wasser prophezeit, aber selbst bei 40 ...................... unitt ut6=

Meter Tiefe sand man kein Wasser. Die Boh- fern Titel brachte das .Berliner Tageblatt* vor etwa rungen wurden nunmehr eingestellt. 10 Tagen ein Telegramm ihres römischen Berichter-

.halben Beträgen. Der tommenfteuer beträgt 1 Mark, «uu un numcm» -r ■ o , ■ - ■ -------- 7-----

lichm Abstimmung für das ganze Gesetz erklärte & ±r"

namens des Zentrums Abg. Held, daß das brtrt toaren Olb' Sohen unb Gr.-Krohen- ^sullat des Ausschusses nur unter Vorbehalt H„r ArbeitersekretLr Frede hielt sodann einen .aufzufaffen sei: es müßten alle Parteien an dem Vortrag über die Entwickelung der g e w erksch aft- Kompromiß festhalten. Die gleiche Erklärung lich en Organisation speziell im Main-Kinzig- .gab Dr. Kasselmann für die Liberalen ab. Ein- gau. Die Statistik zeigt deutlich, daß die christl. Or-

zelne Liberale wollten dagegen stimmen; von den ganisatton weit hinter derjenigen der freien Organi-

Konseroativ'Bündlern sind fünf Sechstel dafür. fntion znrücksteht, daß noch tausende von Arbeitern in !— Im Landtag gab der Ministerpräsident die dsn kathoft Arbeitervereinen sind, die den christlichen

Erklärung ab, daß gegen Ministerialdirektor SÄfc gönnen werden müssen. In aus-

v. Geith nichts geplant sei und nichts geschehen

„„A «»irtung der Ausschluß von chrtstuchen Arbettern bei

~e5 -Nlmsterrat nicht einberufen Abschluß von Tarifoerträgen nach fick zieht.

worden fei Es fei nrcht. auffallend, wenn an- An dieses Referat schoß sich eine rege Diskussion, gesichts der Aufregung die höchste Stelle das in der besonders die Aaitation in den Jugendvereinen Bedürfnis nach Aufklärung gehabt habe. Dar- und den kaihol. Arbeitervereinen für die chnstl. Ge­ölter sich zu äußern, sei er nicht in der Lage, werkschaften besprochen wurde. Im Anschluß hieran Die Vorwürfe gegen die Geheimkanzlei seien un- wurde eine Resoltition angenommen, worin e5

- - - - - - - - als notwendig bezeichnet wird, daß überall, wo e$

irgendwie möglich ist, Zahlstellen der christlichen Ge­werkschaften auf dem Lande eingerichtet werden, da­mit die in die Industriegebiete abwandernden Ar­beiter organifiert und geschult sind.

Um 3 Uhr sand ein gemeinschaftlicher Mittag; zot- tesdienst in bet Pfarrkirche statt, bei welchem .<>err Kaplan Trageser-Hanau die Festpredigi hielt. Um 4 Uhr begann die außerordentlich gut besuchte öffent­liche Arbeiter-Versammlung. Herr Be- zirkspräfes Vfarrer Ern st-Gelnhausen begrüßte die zahlreich Erschienenen. Darauf übernahm Herr Han­se l m a n n-Hanau den Vorsitz. Herr Arbeitersekre-

meinden und Ortschaften werden um ein Fünftel Um 12y, Uhr eröffnete in Vertretung des Vor- «höht. .2. Nach Durchführung dieser Erhöhung sitzenden des Main-Kinzig-Gaues der kathol. Arbeiter- .. .

(»eroen m Anfatz gebracht: 1 amtliche Grund- vereine, Herr Kaplan Traaeser Hanau den Verbands- teibiger auf und begann feinen Vortrag mit etwa steuern, Haussteuern, Gewerbesteuern im Umher- tag. Als Vorsitzender fungierte Herr Streb-Somborn, folgenden Worten: „Ich batte voriges Mal das Um ziehen mit den zweieinhalbfachen Beträgen, sämt- Nach einem Geschäftsbericht des Schriftführers des glück, dem hohen Gerichtshöfe zu mißfallen . .* liche Kapitalrentensteuern mit den doppelten Be- Verbandes chatteten die Delegierten Bericht über Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Herrmann, trägen und sämtliche Einkommensteuern mit den öen Stand ihrer Vereine, speziell über deren Tä- unterbrach ihn sofort: „Aber, Herr Rechtsanwalt, halben Beträgen. Der aerinaste Ansaü der Ein- "gkeit behufs Gewinnung neuer Mttglieder für die dar gehört doch nicht zur vorliegenden Sache!" Der