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uldaer W Zeitung

für die Anzeigen:

z parzeller M Zulda. wochenbettage: „Illustrierte bonntagzzettung"

JV3 247

Fulda, Mittwoch den 27. Oktober 1909.

36. Jahrgang

Monatrbeilage: „gitlbaer Seschichtsblatter"

krschetnt täglich mtt Ausnahme der §o.m- «ndZeiertage-viertel- iährltcher Bezugspreis »hne Sringerlohn und vesteLgeldinZuldaso- Wie auswärts 1.50 mt veranttv «edattemr «ar» schütte.

«uzrigeu: Vie ein- fpattigePetitzeUeoder deren Rau» IS Psg. »eklamen-repetitzeile 25 Pfg., bei wieder- Holungen wird entfpr.

Rabatt gewährt.

Üotationsdruckund Verlag der Luldaer Ad ' tiendruckerei in Zulda

5emsprecher Nr. 9.

Iwertes gSLatt

Schokolade

Amtliche^nzeigen.

Ausfertigungen 01

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Hafer

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Sickels. Bestätigt: Die Wie» derwaht des Bauern

3u,2Ziminer-Wohiwng mit Zubehör alsbald zu vet» mieten. Näheres in der Ex. pedition dieser Zeitung. 15420

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Pool towmbn 173.75, (+ 1.55), Chicago De,' 162.20 (— 1.35), Roggen: Berlin Okt. 171.00 (4- 1.75), Der. ^Ü-^5CA(+ 1-6°), Hafer: Berlin Dezember 154.75 s-f- 0.50) Mark per 1000 Kilogramm.

(besonders beliebt:

bittere Speise-Schokolade.)

Kohlhaus. DerGastwirtAdolf Diegelmann beabsichtigt hmter seiner Gastwirtschaft ein E chlach t- hauS zu errichten. Etwaige Ein- Wendungen gegen diese Anlage sind binnen 14 Lage» schriftlich in zwei wer au Protokoll I

Hirschberg ihre Prüfung als Buchbinder- Geselle bestanden.

* Weimar, 25. Okt. 1909. Hier stieg gestern morgen 91/4 Uhr der Ballon „Thüringen" auf dem Platze an der allen Gasanstalt aus. Durch den herrschenden Sturm wurde der Ballon gegen die Mauer des Gasanstaltgebäudes getrieben, er kam aber dann frei und stieg in die Lüfte. Um 10 Uhr war der Ballon schon über Leipzig. Er wird wahrscheinlich eine sehr weite Fahrt machen.

* Aus Thüringen, 26. Okt. 1909. Auf dem Bahn Hofe Bitterfeld erfaßte ein Personenzug 2 Schaffner, die das Gekeis überschreiten woll­ten. Der eine war sofort tot und der andere starb auf dem Transporte nach dem Krankenhause.

♦ Wiesbaden, 25. Okt. 1909. Die Mutter der bei einem Zimmerbrand erstickten drei Kinder, die wie wir gemeldet haben, verhafte! worden war, weil sie durch Fahrlässigkeit mit schuld an dem Unglück sein sollte, ist jetzt wieder aus freien Fuß gesetzt worden. Die Frau war durch die Hot des Lebens gezwungen, dem Ver­dienste nachzugehen.

* Limburg, 26. Okt. 1909. Die Unsitte der langen Hutnadeln hat schon manches Un­heil angerichtet. Kürzlich begrüßte ein Herr eine ihm bekannte Dame, diese drehte rasch den Kopf herum und stach dabei dem Herrn mit der Hut­nadel die Nasenspitze vollständig durch.

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krtzung wirklich erfolgreich ausnützen, so brauchen wir «ohl noch ein anderes Mittel. Es müssen in Zentrums- Vereinen und anderen Vereinen aufkläcende Vorträge M'il.l 1 T»M U.— C ni 1 • V .. .

kurzer Setreide-wochenbericht der Preisberichtsstelle des deutschen Landwirtschafis- rats vom 19. bis 25. Oktober 1909.

Wie bereits Anfang Oktober von der Preisberichts- steüe mitgeteilt werden konnte und jetzt von amtlicher Seite bestätigt wird, entspricht der Ertrag bei den Kar­toffeln keineswegs den gehegten Erwartungen. Die Begutachtungsnote ist von 2,5 auf 2,6 zurückgegangen, was immerhin noch ein befriedigendes Ernteergebnis darstcllen würbe. Weiter konstatiert der Bericht dir sich im Getreidegeschiist bereits seit längerer Zeit em­pfindlich fühlbar machende Tatsache, daß ein Teil der Getreideernte in mehr oder weniger verdorbenem Zu­stande eingebracht worden ist. Die anfänglich verzöger­ten Feldarbeiten find inzwischen flott gefördert wor­den, nehmen aber mmer noch alle versiigbaren Arbeits­kräfte in Anspruch, sodaß von einer nennenswerte« Zunahme des tandwirtschastlichen Angebotes auch jetzt nrch nicht gesprochen werden kann. Wenn sich nament- lia in der ersten Wochenhälste trotzdem im allgemeinen eine schwächere Stimmung benierkbar machte, so war dies der veckaufswilligeren Haltung Rußlands und den ermäßigten argentinischen Offerten zuzuschreiben. Auch die auf dem Geldmärkte herrschenden Verhältnisse blieben nicht ohne Einssnß. Auf dem Berliner Liefe- rungsmarktc brachten die ersten Tage für Weizen einen empfindlichen Rückschlag, aber der Umstand, daß die L'isvarität gegenüber dem Auslande dadurch eine wei­tere Verschärfung erfuhr und der Mangel an Zufuhren aus dem Jnlande regte zu den ermäßigten Preisen di« Kaufiust von neuem an, sodaß nicht nur der anfäng» llhe Verlust clageholt, sondern zum Schluß, namentlich für Oktoberlieferung, ein Preisfortschritt gegenüber der -v'Oriüocbe festgestellt werden konnte. Roggen war ftürker, aber namentlich in geringen Qualitäten, die schwer Unterkommen finden, angeboten und daher gleichfalls schwächer. Gutes Material bleibt knapp und schien in letzter Zeit für Exportzwecke vermehrter Nach- ftage zu begegnen. Infolgedessen zeigte sich im wei- tcren Verlaufe für Oktober Deckungsbegehr, dessen Be- fnedigung den Preis dieser Sicht auf 171 Mk. an- ziehcn ließ. Spätere Berichte konnten ihren Preis- stand fin Anschluß daran gleichfalls bessern. Im Ha- feracscho.fi zeigte sich das Angebot wenn auch nicht reich­licher so doch in den Preisen entgeoenkommender, wäh- rend die Kauflust meist zu wünschen übrig ließ In Braugerste war der Verkehr bei spärlichem Angebot von emer Ware wieder sehr still. Futtergerste war sowohl direkt Äs auch aus zweiter Hand billiger käuflich, wäh- rend Mais in den Forderungen eher fester, aber nach wie vor vernachlässigt blieb.

Vermischtes

* Elektrische Städtebahn Köln-Düsseldorf. Wir be­richteten vor längerer Zeit darüber, daß unsere füh­renden Elettrizitätsfirmen das Projett einer Städte­bahn Köln—Düsseldorf ausgearbeitet hatten, daß je­doch der Verkehrsminister Schwierigkeiten gemacht hatte. Die A. E. G. und die Siemens-Schuckertwecke hatten Anfang dieses Jahres bei der Regierung einen förmlichen Antrag auf Erwirkung der Konzession für die Ausführung der Bahn aestellt. Hierauf ist nunmehr der Bescheid der Regierung eingegangen, der zunächst in der Richtung bedeutungsvoll ist, als die Regierung den Bau der Privatunternehmung überläßt, während sie sich in einem früheren Bescheide die Prüfung der Frage Vorbehalten hatte, ob nicht die Ausführung oder d;e demselben Zweck dienende Errichtuna dritter und vierter Gleise zwischen Köln und Düsseldorf als Auf­gabe der Staatseisenbahnverwaltung anzusehen sei. Es bedarf nunmehr noch der Versiäudigung zwischen den Städten und den Privatunternehmern über die Aus­führung des Projekts.

* Millionen > Verdienste find in Berlin bei den für die Zwecke des Warenhauses A. Wertheim in der Leipzigerstraße 126—130 abgeschlossenen Grund- siücks'-Verkc'nfen erzielt worden. Nr. 130 (Sarotti) hatte einen Gewinn von 800,000 Marr. Für Nr. 129 waren vor 4 Jahren 2,400,000 Mark bezahlt wor- den; der Eigentümer erhielt jetzt 2,920,000 Mark, Verdienst also 520,000 Mark. Herr Barschack er- hielt für sein Hans Nr. 128 1,750,000 Mark; da Herr Barschack dieses Haus, das mit 500,000 Mark belastet ist, bereits seit Jahrzehnten besaß, ist anzu­nehmen, daß sein Verdienst nicht weit von 1 Mil­lion Mark entfernt fein dürfte, auch an den Häusern Nr. 126 und 127 ist zusammen gewiß über 1 Mil- lion verdient worden, sodaß an den 5 Häusern etwa 311 Mill. Mark verdient worden sind. So berich­tet der,Konfektionärt. „Sarotti" ist die bekannte Schokoladen-Fabrik, Herr Nürnberg ist der Inhaber des „Bazar Nürnberg", eines Trikotagen- und (Sport« artikel-Grschäftes, während Herr Barschack im Ber- liner Adreßbuche als „Rentier" aufgeführt ist. Die kühnen Geschäftsleute, welche die „richttge Idee" hatten, auf Spekulation Grundstücke zu kaufen die früher oder später zur Erweiterung emes Riesen- Kaufhauses genommen werden mußten, sind herrlich belohnt.

* Unter dem Verdacht der Unterschlagung von 33 000 Mk., die ihm zur Regulierung der Schulden eins Mandanten von diesem anvertraut waren, ist der

R e ch t s a n w a l t Dr. Franz Kruchen in B r r l i» verhaftet worden.

** Im Herzeustein-Prozeß, der in Kiwinepäa in Finnland verhandelt wurde, find die beiden Angeklag- ten, die den Bankier Herzenstein in Terrjiöki ermorde« ten, zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

* Vernichtung des russischen Militärlustschiffes. Nachdem erst kürzlich ein russischer Lustschiffkonstrukteur schmählich Fiasko erlitten hat, ist am Montag das rus­sische Militärluftschiff vernichtet worden. Das Luft­schiff, dessen ttebergabe an die Militärbehörde erfolgen sollte, wurde durch einen bei der Prüfung der Moto­ren entftanbenen Brand nahezu völlig zerstört.

— Poesie und Prosa. Frau: „Die Tränen sind das Bad der Seele.* — Mann: „Na, dann bist Du eine Badeanstalt.*

Deutsches Reich.

X Die Frauenrechtlerinnen halten gegenwärtig in München einen Kongreß ab. Der filr Sonntag früh geplante Demonstrationszug durch die Straßen Münchens war, ebenso wie die im September in Berlin geplant geiucfene gleichartige Veranstaltung, noch reiflicher Üeüerleonng als „unzeitgemäß* Wieder aufgegeben worden. Die Damm werden auch noch lange warten können, bis eine solche Straßen- demonstration nach Londoner Muster bei uns zeitge­mäß sein wird. — Natürlich wurden auf dem Kon­gresse den männlichen Politikern gehörige Standpauken gehalten. Fräulein Zietz aus Hamburg erörterte die Beteiligung der Frauen am politischm Leben der Männer und wollte feffftellen können, daß die freisin­nigen Parteien den Frauen das weiteste Entgegen­kommen gezeigt haben. Jetzt müsse man versuchen, auch die konservative Partei und das Zentrum mit Frauen zu durchsetzen. — Frl. Dr. Anita Augs­burg meinte dagegen, die Frauen dürsten sich nicht von einer Partei ins Schlepptau nehmen lassen. Man müsse geschlossen den Männerparteien entgegentreten. — 3« dec D isku ss i 0 n ging es teilweise recht böse über das Mannsvolk her. Frau Lindemann konnte schlechterdings nicht begreifen, woher denn eigentlich die bedauerliche Erscheinung der Bewunderung der deutschen Frau fllr den Mann komme. Die deutsche Frau, meinte Frau Lindemann, ist meistens schüch­tern und b e s ch e i d en. (Widerspruch.) Natürlich, es gibt auch Ausnahmen. (Httt.) Unsere deutsche Frau hat eine merkwürdige Bewunderung für den Mann. (Httt.) Das können wir nicht än­dern, wenn wir es auch bedauern. (Stürm. Httt.) Lassen wir darum diese Frauen in die Männerpartei i ein treten. (Widerspr.) Sie sehen dort ein, daß von I der Männerhilfe nichts zu erwarten ist. (Beifall.) Die Wahl der Partei überlassen wir den Frauen selbst. Ich wundere mich zwar, daß es Frauen gibt, die noch eine Partei finden, der sie angehören können. (Beifall) Ich bür nicht Sozialdemokrattn, sondern stehe zu dieser Partei nur in einem „angeheirateten Verhältnis.* I (Heiterkeit.)

* Ueber den Ferrer-Rummel und die farblose Presse finden wir in der „Augsb. Postztg.* folgende Ausftihr- unaen, die auch für unsere Verhältnisse nicht ohne In­teresse sind: Wenn irgend eine Bewegung, so ist es die gegenwärtige Hetzjagd der Freimaurer, welche alle I Wohlmeinenden über Sie noch immer unterschätzte! G e f ä hr lichkeit d e r f a r b l 0 s e n Presse auf­zuklären vermag. Die lange Reihe von „parteilosen" „Generalanzeigern*, „Neuesten Nachrichten" usw. muß sich schon recht sicher füllten im Vertrauen ihrer Abon­nenten, wenn sie, wie eben jetzt, oft rücksichtslos ihre | religionsfeindltchen und anarchisti- s ch en Ideen ungeschminkt feilbieten darf. Nun ver- sthlt ja fteilich die katholische Presse nicht, auf diese I freimaurerische Gesinnung eindringlich hinzuweisen, I Diese Artikel werden aber rast ausschließlich von jenen I gelesen, welche ohnedies mit jenen Religions- und I Königsfeinden nicht einer Meinung sind, während die I größtenteils katholischen Leser der farblosen! P r e s s e nur sehr selten ein schwaches Echo aus ka-1 cholischen Zeitungen vernehmen und meistens gar keine | »huung haben von der Erfahr, mit der sie so vertrau-1

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* Sontra, 26. Okt. 1909. Die Verwaltung ! unserer Sparkasse plant die Einführung der Verzinsung vom Tage der Einlage ad, um hinter den gleichen Instituten - der Nachbarstädte nicht zurückzustehen.

„ / Darmstadt, 26. Okt. 1909. Schulärztliche Untersuchungen ergaben hier, daß von 1189 Kin­dern rm Alter von 6V4 Jahren nur 35 Kin­der (19 Knaben und 16 Mädchen) gesunde Zähne hatten.

* Weimar, 26. Okt. 1909. Voi der Hand- werkskammer in Weimar hat ein Fräulein Käte

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bei dem Landrat anzubringen. Nack Ablauf der Frist tonnen Einwen­dungen in demsBerfahreu nicht mehr erhoben werden. Zur Berhand- lung über die rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin aui Samstag 13. November, vormit. 11 Uhr im Landratsamte anberaumt.

Aus dem llachbargebiete.

* Zella, 26. Okt. 1909. Herr Bürgermeister Pr 0 tzmann, welcher vor kurzem zu diesem Amte wiedergewählt worden ist, hat aus Ge­sundheitsrücksichten um seine Entlassung nach- gesucht. Sie ist ihm zum 1. Dezember erteilt rooröen. Zella steht also abermals vor einer Bürgermeister-Wahl.

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Dreimal ist das Gesuch um Genehmigung der Nie­derlassung der Grauen Schwestern in Zoppot abgeschlagen worden. Unser Ort erhält sie nicht trotz des nachweislichen Bedürfnisses, weil — man sich die Grauen Schwestern aus Langfuhr ober Danzig könne kommen lassen. Es sei hierzu bemerkt, daß die katho­lische Gemeinde in Langfuhr, welche viel näher an Danzig liegt als Zoppot, acht Monate später als der katholische Kirchenvorstand in Zoppot das Gesuch um die Genehmigung der Niederlassung an die Herren Minifter des Innern und des Kultus eingereicht hat Für Langfuhr ist die Genehmigung längst erfolgt, wo­rüber wir uns natürlich sehr freuen; doch unsere Ein. gäbe wurde abgelehnt mit der sonderbaren Begründung daß wir uns zur Erlangung der Krankenpflege an die m Langfuhr errichtete Station wenden sollten. Als ob die Schwestern in Langfuhr nicht genug tu tun hätten I Merkwürdig ist auch, daß in dem ab­schlägigen Bescheid die Bedürfnisfrage in Abrede ge­stellt wird, obgleich in den drei Eingaben die Notwen­digkeit der Niederlassung nachgewlesen ist. Eine so schwerwiegende Frage nach dem Bedürfnis der Kran­kenpflege kann nur von der Bevölkerung des Orte« beantwortet werden und nicht vom grünen Tisch aus, vielleicht auf Grund unzuverlässiger oder ui-zulreffen- der Berichte. Man versichert uns immer des größten „Wohlwollens" seitens der Regierung, das wir leider beim besten Willen nicht entdecken können, solange wir nicht volle Gleichberechtigung mit unseren prote­stantischen Mitbürgern erfahren. Daß diese durch Ge­nehmigung der Niederlassung der Grauen Schwestern in Zoppot endlich bekundet werde, ersehnen die Katho­liken in Zoppot.

Ausland.

I * Ein serbischer Mstitärskandnl ist ausge­deckt worden. Drei höhere Osfiz-ere, die Mit-

I gfieder der Kommission zur Uebernahme von I Geschützen und Munition von Schneider in Creuzot waren, werden beschuldigt, unbrauchbares Mate­rial übernommen und dadurch den Staat aeschä- digt ?u haben. Sie stellten jede Schuld in Abrede und drohen mit Enthüllungen.

* Die Kleinodien Abdul Hamids sind jetzt vollständig durch einen französischen Juwelier taxiert worden. Dieser schätzt den Gesamtwert auf drei Millionen Frank. Unter den Wertgegen­ständen befindet sich auch eine Tabatiere, die ein Geschenk des deutschen Kaisers ist. Eine andere rührt vom Zaren her.

♦ Neuer Greuel im Kongo klagte der deutsche Geologe Dr. Dorpinghaus die belaische Handels­aktiengesellschaft an. Die Gesellschaft soll will- kürlich Negermänner und »Frauen durch Legen in Ketten zur Arbeit in den Pflanzungen gezwun­gen, Männer, Frauen und Kinder gefoltert, gemordet und Dörfer verbrannt haben. Der Abgeordnete Vandervelde wird in der Kammer den Kolonialminister über diese Angelegenheit interpellieren. Dieser hat bereits eine strenge Untersuchung eingeleitet.

Es stellten sich die Preise für inländischer Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 Kilogr. je nach Qualität, wobei das Mehr (-f-) bezw. Weniger (-) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beigefügt ist

- - der farblosen Presse sind, die furchtbare G e- bie/er Blätter vor Augen geführt lst unbedingt nötig die Verbreitung von Flugblättern Es gilt schnelle und rührige Arbeit.' Lernen wir darin von unseren Feinden! Würden durch unsere Rührigkeit auch nur wenige laue Kcstho- .iken für unsere Sache mehr interessiert werden, es wäre gewiß der Muhe und der Kosten wert.

tn * "Parität" *n den Ostmarken. Im Westpr. B. BI. lesen wir:

Hardt als Bürgermeister der Gemeinde Sickels auf die Dauer von 8 Jahren.__________________

Dorsbor«. Erloschen: Dre Schweineseuche unter oen Schwei- neu eines Gehöftes Hierselbst.

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