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36. Iahrqansi.

Fulda, Mittwoch den 6. Oktober 1309

M 229

Zweites Wtcrtt

Deutsches Reich.

längere Zeit zusammen.

Aus -em Nachbargebiete

Ausiand.

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Verschmelzung vorgebracht, daß selbst der demokra­tische Führer, der adlige Abg. Payer zur Beruhigung der widerspenstigen Geister sich zu der Erklärung ver­anlaßt sah, daß bei der Verschmelzung jede Unter­stützung vermieden werden müßte. Die deutsche Volkspartei, wenn auch die kleinste Gruppe unter den liberalen Parteien, werde sich nicht ausdrängen.

Diese Einschränkung ist kennzeichnend sür den Fortgang der liberalen Einigungsbestrebungen. Man weiß zwar, daß die gegenwärtige Zeit für eine links­liberale Verschmelzung so günstig ist, wie sie wohl so­bald nicht rnehr wiederkehren wird. Aber allenthal­ben kriselt es in den einzelnen Gruppen, und die Füh­rer wissen nicht einmal, wohin ihre Wähler drängen. Es macht sich eben nicht nur ein „Revisionismus" in der sozialdemokratischen Partei bemerkbar, sondern auch die liberalen Pa-leien haben ihre Revisionisten aufzuweisen; so der norddeutsche Freisinn, wie es nur zu deutlich vor einiger Zeit die Ausführungen des bekannten früheren steisinnigen Abgeordneten Münsterberg über den Freihandel und den Schutzzoll zeigen, so auch die deutsche Volkspartei, wie es aus dem Verlaufe der Heidelberger Tagung hervorgeht. Wenn zum Beispiel ein demokratischer Landtazsabge- ordneter unter Zustimmung der Versammlung erklären konnte, die Erfahrung habe gezeigt, daß mit dem rei­nen Freihandel nicht auszukommen sei, daß man doch nicht immer vom Schaden der Schutz­zölle sprechen solle, die Gerechtigkeit erfordere auch, daß man das Gute der Schutzzölle hervorhebe, so ist das doch gewiß ein Beweis dafür, daß die wirt­schaftlichen „Grundsätze" der liberalen Gruppen nicht mehr als Dogmen von den Führern hingestellt werden können. Wieweit aber dieser Revisionismus unter der liuksliberalen Gefolgschaft schon um sich gegriffen hat, läßt sich noch nicht erkennen, und auch die Führer der einzelnen Gruppen dürsten darüber noch völlig im Unklaren sein. Daher auch die Warnung vor einer UeberMrzung in den Verschmelzungsversuchen, die nur zu leicht dazu führen würde, daß die liberalen Par­teien gänzlich auseinander fielen.

Me Einigungsversuche werden nun zwar sobald noch nicht voll der Tagesordnung der liberalen Par­teien verschwinden; aber sie dürften höchstens dazu führen, daß eine Verschmelzung auf dem Papiere her­beigeführt wird, während sowohl bei den Wahlkämp­fen, wie auch in Zukunft bei den Arbeiten im Parla­ment die Taktik der einzelnen Gruppen weit ausein­andergehen wird. Die politischen wie auch die wirt­schaftlichen Anschauungen des Volkes lassen sich eben nicht durch theoretische Darlegungen so leicht um­werten, um eine tiefgehendere Verschmelzung so ver-

Ä München, 5. Okt. 1909. Ein Gesetzent­wurf über die Einwirkung von Armen­unterstützung auf öffentliche Rechte ist dem bayerischen Landtage zugegangen. Nach Artikel 1 ist als Armenunterstützung nicht anzü- ehen: 1) Die Krankennnterstützung, 2) die einem Angehörigen wegen körperlicher oder geistiger Ge- brechen gewährte Anstaltspflege, 3) Unterstützun­gen zum Zwecke der Jugend - Fürsorge, der Er­ziehung oder Ausbildung für einen Beruf, 4) son- stige Unterstützungen, wenn sie . nur in der Form vereinzelter Leistungen zur Hebung einer äugen- blicklichen Notlage bestimmt sind und 5) Unter­stützungen, die erstattet sind. Nach dem Artikel 2 ist die Gemeinde-Verwaltung befugt, zu beschließen, daß mit dem Bürgerrecht nicht auch das Heimats­recht erworben werde, wenn das Bürgerrecht einem Bewerber verliehen wird, der innerhalb der letzten 2 Jahre vor der Bewerbung eine unter Artikel 1 fallende, im Sinne des Armengesetzes als östent- liche Unterstützung zu erachtende Unterstützung nachgesucht oder erhalten hat. — Durch dieses Gesetz wird der Kreis der von der Ausübung des Wahlrechtes ausgeschlossenen Personen enger werden.

Görresgesellichaft.

c. Regensburg, 4. Okt. 1909.

In den Mauern des an geschichtlichen Erinne­rungen so reichen Regensburg hält in diesen Tagen die Görresgesellschast ihre diesjährige Generalversamm­lung. Reichen Flaggenschmuck hat die Mehrwürdige Reichsstadt zu Ehren chrer Gäste angelegt. Zur Er­öffnung der diesjährigen Generalversammlung fand am Montag obenb in dem festlich geschmückten großen Saale des „Reuen Hauses" ein Begrüßungsabend flott, zu dem sich Mitglieder und Freunde der Görres­gesellschast mit ihren Damen in sehr großer Zahl einge- ftmden hatten. Nach einem Musikstück hieß Lyzeal- direktor Dr. Schenz- Regensburg die Versamm­lung namens des Lokalkomitees herzlich in Regens­burgs Mauern willkommen. Nach einem weiteren Mu-

Kilogramm.

* Merlnu (Oberhesfen), 2. Oklbr. l9r 9. Die Zigeuner find die Sündenböcke. Als hier eine Bauersfrau kurz nach einem Zigeunerdurchzug den Berlust eines Hundert- markscheines bemerkte, alamierte sie die Gen- darmerie, die sich mit allem Eifer auf die Spur der Zigeuner machte und den Wald absuchte um die Diebe zu fasien. Inzwischen war der Mann des Hauses, aus dem der Hundertmark, schein verschwunden, heimgekehrt. Als er hörte, was passiert war, da griff er in seine Hosen­tasche, holte seinen Geldbeutel hervor, öffnete ihn und langte daraus den Hundertmarkschein hervor mit den Worten: „Ei, Hai eas 'r joa! Aich harr 'n zou'r Vorsicht ean Sack getan!" Tableau!

* Ziegenhain, 3. Okt. 1909. Die Errichtung unseres Elektrizitätswerkes macht gute Fortschritte. Das für diesen Zweck an der Schwalm aufgesührte Gebäude ist im Rohbau soweit fertig, daß die innere Anlage bald be­ginnen kann. Die Stadt errichtet in Verbin- düng mit der Schwalmmühle ein Korn Haus, das im Rohbau ebenfalls bereits vollendet ist. — 8 Erfurt, 3. Okt. 1909. Die Vorbereitungen für den 11.—14. Oktober sind fast beendet. Mit \ rastlosem Eifer sind noch die einzelnen Kom-

* Der König von Dänemark empfing zwei Missionen tätig, um die Erfurter Cbaritastagung Deputationen, die zusammen 140000 Männer würdig zu gestalten. Auf die ergangenen Em- und Frauen repräsentierten und eine Adreffe ladungen hin sind schon zahlreiche Zusagen ein- " - " 1 > getroffen. Eine Reihe angesehener Männer aus

dem hohen Adel und der Geistlichkeit, hohe Gäste in Amt und Würden, Parlamentarier und Ge-

sikstück entbot Oberbürgermeister Gelb-Regensburg den Willkommgmß des Magistrats und der Stadt Re­gensburg. Regensburg wiffe die Ehre zu schätzen, die Elite der katholischen Wissenschaft bei sich begrüßen zu {ßnnen Gerade in Reaensburg, einer Stätte von fast 2000jähriger Kultur, fei volles Verständnis für die friedlichen und gemeinnützigen, auf me Ausbreitung und Förderung der wissenschaftlichen Erkenntnis in ben breiteren Volksschichten gerichteten Bestrebungen vorhanden. (Lebh. Beifall.) Justizrat Dr. Julius ! Bach em spricht den Dank der Versammlung dem

Weizen

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schiedener Jnteressentengruppen, wie sie der Links- tiberalismus aufzuweisen hat, zu ermöglichen.

Breslau gekommen und daher gebühre ein Teil des Dankes für die segensreiche Tätigkeit des Fürstbischofs von Diepenbrock auch Regensburg. Muflkvorträge und zwanglose Unterhaltung hielt die Versammlung noch

Roggen p (

Äestlster HU k» fpalllgepetttzellroder bereit Raum 15 Pfg. «eklameudlepeützelle 25 pfg., bei Wieder­holungen wird entfpt, Rabatt gewährt.

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München 230 (+- 6

X Ein umfangreicher Stellenwechsel soll demnächst im Auswärtigen Amte zu erwar- ten sein. Der Chef des Preßbureaus, Wirklicher Geheimer Legationsrat Hammannsoll zum General- konsul in Athen ernannt werden, an Stelle des . u w It---- --- ,, ■ ,, ™..,

Geheimrats Klehmet, der anderweit in der Diplo- Vorsitzenden des Lokalkomitees für die vielen Muhen säw.sähäSw- zum Unterfiaatssekretär ernannt werden, wahrend bon Thum und Taxis für die überaus

dieser einen demnächst frei werdenden Gesandt- <rtirf.e Ausschmückung des Festraumes. Die Görres- schaftsposten übernehmen soll. Staatssekretär sei gern nach Regensburg gekommen, Re-

von Schoen soll „bis auf weiteres" auf seinem qen§ßurg habe eine altehrwürdige Vergangenheit, fei Posten bleiben. Endlich soll es auch für wahr- eine Bischofsstadt, kurz es treffe alles zusammen, was fcheinlich gelten, daß der neue Reichskanzler ein eine Stadt ganz besonders geeignet zur Generalver- ng-n.« Pr-ßbu--°- für innere P-M- er- fmmta<(ta rid)ten wnd. , bischof v Diepenbrock, dem Breslau und Schlesien so

* Das starre «Ystem. Auf einer Ver- t)J“) Jerbari{e p Diepenbrock sei von Regensburg nach sammlung der Freisinnigen Volks parier meinte- - ' ' -!- <*-1T 1--°

der alte Abgeordnete Trarger, in der Luft habe sich das starre System als das beste er­wiesen; auch für die freisinnige Partei würde wohl das starre System das richtige sein. — Wenn nur kein Propellerbruch eintritt!

erftdiHMtw ■* llnmahm« bet und Feiertage, viertel- jährlicher vezngrpreir ohne vringerloha und Bestellgeld wMUx wie aurwSrtS l-wu«.

Kurjet Getreide-Wochenbericht "j

der Preisberichtsstelle des deutschen LanvwirtschaftS« rats vom 28. September bis 4. Oktober 1909.

Die seitens der Preisberichtsstelle zum 1. Oktober vorgenommene Prozent-Schätzung ergab nur für Win­terweizen eine nennenswerte Aenderung gegenüber ben Zahlen von Anfang September. Die Schätzung lau­tet: Winterweizen 92,6 gegen 94,8 am 1. Sept., Som­merweizen 98,9 (97,4), Spelz 102,3 (100,6), Gerste 102,4 (102.4). Hafer 106,1 (105,8). Da Sommer­weizen und Hafer unter der ungünstigen Witterung der ersten Septemberhälfte vielfach zu leiden hatten, trotzdem aber günstioer beurteilt werden, so wird man die niedrigere Schätzung für Winterweizeu nicht allein auf die durch ungünstioes Erntewetter hervorgerufe­nen Schäden, als vielmehr auf den dünnen wtand und häufigen Befall durch Rost zurückfuhren müssen. Auch die Kartoffeln, die vielfach Neigung zur Fäulnis zei­gen, bleiben mit 95,5 Proz wesentlich hinter den Er­wartungen zurück. Infolge der verspäteten Cmte er-^ leidet natürlich auch die Bestellung eine merkliche Ver­zögerung. sodaß neben diesen Arbeiten zum Dreschen und Abliefern vorläufig tvenig Zeit übrig bleibt. Im Auslande ist die Stimmung fest geblieben. Wie hier hat die September-Abwicklung auch in Ehicago eine scharfe Preisanspannung für diese nicht Hervorgernfen. Rußlands Weizenexport war diesmal wieder sehr um­fangreich, aber die Forderungen sind fest geblieben. Richt unbeachtet bleiben ferner die andauernden An­sprüche der Donaumonarchie an dem Weltmarkt. Wäh­rend Ungarn nunmehr auch in stärkerem Maße russi­schen Weizen heranzieht, tritt Böhmen hier für sächsi­schen und schlesischen Weizen als Käufer auf. Dane­ben zeigen Belgien, das Rheinland sowie Skandina­vien Interesse für norddeutschen Weizen. ^Diese Ab­satzmöglichkeiten biloen eine umso festere Stütze, als andererseits der Bezug vom Auslande unrentabel bleibt. Aber auch vom Jnlaude ist auf Basis der Ber­liner Liefemngspreise schwer Ware zu beschaffen, und das war auch der Grund, daß sich für Oktober stärkeres Deckungsbedürfnis herausstellte. Während llch für Weizen überall rege Nachfrage zeigt, ließ die Kaufftfft für den gleichfalls nicht allzu reichlich angebotenen Rog­gen zu wünschen übrig. Immerhin konnten sich auch hierfür die Preise gut behaupten, teilweise auch befesti­gen, zumal auch für diesen Artikel Exportnachfrage, wenn auch nur für schwere Ware, vorlag. In Hafer war das Provinzangebot zurückhaltender, während für Mittel- und feine Qualitäten etwas mehr Interesse her­vortrat; im allgemeinen hatte das Geschäft aber keinen großen Umfang. Ebenso gering war der Verkehr in Braugerste. Dagegen zeigte sich für Futtergerste zu den stark gewichenen Preisen guter Absatz, sodaß die For- berungen schließlich wieder anziehen konnten. Das Ge­schäft in Mais blieb still.

M stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 Kilo gr. je nach Qualität, wobei das Mehr (-H brzw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beigefügt ist wie folgt:

Perant®. Redakteur

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[] „Nur keine UeberMrzung

Wer von den Liberalen nach all den kläglich miß- hmneuen Einigungsversuchen der letzten Zeit von dem S.Ä.. P-->-«" ®”Ä in Heidelberg tagte, eine Forderung des Emi- oungsoedankens erwartete, muß sich nun abermals orq getäuscht sehen. Die Einigungsbestrebungen ha­ben, wenigstens nach den Berichten über die Tagung zu urteilen, eher einen Rückschritt als einen Fort­schritt erfahren. Angesichts der ablehnenden Haltung der weitaus großen Mehrzahl der süddeutschen Demo­kraten gegenüber einer Verschmelzung mit dem nord­deutschen Freisinn war eigentlich ein anderes Resultat mich nicht zu erwarten. Es ist ja wahr, daß die Stel­lungnahme der deutschen Volkspartei zu dem Freisinn bon Bülows Gnaden feit ihrer großen Blamage, die sie sich durch ihre zustimmende Haltung zum neuen Vereinsgesetze zugezogen hatte, den Optimismus, daß einer großen linksliberalen Partei nichts mehr im Wege stände, einigermaßen rechffettigte. Aber man hatte doch nicht mit der wechselnden Stimmung, von der gerade die Herren Demokraten so ost befallen wer­den, gerechnet. Dazu kommt noch, daß durch die Sprengung des Bülow'schen Blocks die Augen so mancher wirklich politisch geschulten Führer der ®emo= traten geöffnet wurden. Freilich suchen immer noch gewisse ordensbedürstige demokratische Führer dem Volke Sand in die Augen zu streuen, um es der links­liberalen Einigung gefügig zu machen. Indes zeigt der Verlauf der Heidelberger Tagung, daß der Riß zwischen den süddeutschen Demokraten und den nord­deutschen Freisinnsmannen zu groß ist, als daß er so leicht verkleistert werden könnte. Zwar wurde die Resolutton, die den Zeitpunkt für die Schaffung einer einheitlichen linksliberalen Partei auf Grund eines freiheitlichen Programms mit einer die Be­wegungsfreiheit der Patteigenossen der einzelnen Län­der gewährleistenden Organisation" ' für gekommen hielt, mit Ach und Krach angenommen. Aber in der Debatte wurden derart gewichtige Gründe gegen die

überreichten, in welcher der Wunsch ausgesprochen wird, daß durch dos Reichsgericht eine Unter­suchung in der Alberti-Angelegenheit eingeleitet werden möge, und gleichzeitig das Bedauern über die Aufnahme des Verteidigungs­ministers Christensen in die Regierung. Der König sprach fein Bedauern über die in den Adressen gemachten Angaben aus, die er aus konstitutionellen Gründen nicht berücksichtigen könne, und die unberechtigter Weise Männer ver­dächtigten, die er für geeignet ansehe, an der Regierung teilzunehmen.

eitung

mottatociw: „5uldaer EeschlchiMStter"

lehrte werden zu erwarten fein. Erfreulich ist auch die Zusage einiger. Ordensoberinnen, die den charitativen Fragen der Gegenwart ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden. Die Wichtig­keit der Verhandlungen des Charilastages, dessen Programm aus der Annonce in dieser Nummer zu ersehen ist, dürfte für manchen ein Grund zum persönlichen Erscheinen sein. Auch die getroffene Wahl der Redner wird manche anziehen. Möge der Erfurter Charitastag seinen Vorgängern an fruchtbarer Tätigkeit und Teilnehmerbesuch nicht nachstehen.________

Marktberichte.

* Frankfurt a. M., 4. Okt. 1909. Amtliche No­tierung der Viehmarkt-Preise. Zum Verkauf standen 537 Ochsen, 25 Bullen, 874 Kühe und Jungrinder, 390 Kälber, 415 Schafs und Hämme! und 1172 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ockfen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht­wertes biS zu 6 Jahren 80—83 M., b. junge fleischige nicht ausgemästete und filtere ausgemästete 75—77 M., c. mäßig genährte junge, gut genährte filtere 63-67 M., ch gering genährte jeden Afters 00-00 M. Bullen: tu voüfleischige höchsten Schlachtwertes 65—67 Mark, b mäßig genährte jüngere und gut genährte filtere 62—64 Mk., c. gering genährte 00—00 Mark. Kühe und Jungrinder: ». üollfleischige, nusgemästete

Jungrinder höchsten Schlachtwertes 73—76 Mark b. vollfleischige, -auSgemäftete Kühe höchsten Schlacht- wertes bi$ zu 7 Jahren 64 bis 66 Mark, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Jungrinder 52 bis 54 M., d. mäßig genährte Kühe und Jungrinder 00—00 M., e. gering genährte Kühe u. Jungrinder 00—00 M. Bezahlt wurde für 1 Pfd. Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast- (Bollmilchmast) und beste Saugkälber 82—87 Pfg. b. mittlere Mast- und ante Saugkälber 72—75 Pfg., c. geringe Saugkälber 68-70 Pfg., d. ältere, gering genährte Kälber (Fresser) 00-00 Pfg. Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel «6—78 Pfg., b. ältere Masthämmel 60-65 Pfg., c. mäßig genährte Hümmel und Schafe (Merz-Schafe) 00-00. Schweine: a. vollfleischige der feineren Rassen und bereit Kreu­zungen im Alter bis zu l1/« Jahren 78—79 Pfg-, b. fleischige 77—00 Pfg., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 72-76 Pfg., d. ausländische Schweine (unter Angabe der Herkunft) 00—00 Pfg.. Gezählt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: Ochsen 00-00 Pf., Kälber: a. 48-51 Pfg., b. 43-46 Psg-, °. 38-40 Pfg., Schweine a. 61-/»-62 Pfg., b. fleischige 60-61 Pfg. Geschäftsgang in allen Bichgattungen gut, lieber,land in Hornvieh unbedeutend, in Kleinvieh keiner. Aus ; Oesterreich-Ungarn standen 24 Ochsen zum Verkauf.

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Sept. 215.50 (4- 1.75), Dezember 214.75 (+ 1.50), Budapest Oktober 240.40 (4- 4.60), Paris Sept. 189.95 (+ 2.35), Liver- »ool Dezember 170.85, (-4- 3.05), Chicago Dez. 154.50 (+ 2.20), Roggen: Berlin Okt. 171.75 <— 1.50), Dez. 172.25 (— 0.25), Hafer: Berlin Oktober 151.00 (— 4.50), Dezember 154 50 (— 0.50) Mark ver 1000

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