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M 181

Fulda, Mittwoch den 11. August 1909.

36. Jahrgang

Zweites HZtcrtt

Frankfurt

Börsen-Knrse

100,5c

Staats-Papiere.

Uerziaslicbe Lore.

162—jlßl^o

industrielle Jfttfea.

Uiverzinsiicbe Lore.

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Bert. Hypbk. Pfdbrf.

IH/IV unk. 1915 Berl. Hybk. Pfbbr.

VII und VIU

94,40

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101,40

94,10

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4

3'5

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4 4

Rttchsbank-Diskonto:

Lombard. Zinsfuß:

A»iri-e«: Yle et» spaltlgepetitzeUeober bereit Rau» 15 Pfg. ReHamenbiepetitzelle 25 Pf-., bei Wieder­holungen wirb eutspr.

Rabatt gewShrt.

üotatlonrbruckunb Verlag der Kulbaer Ak- tieubruckeret i« Zulba Zernfprecher Rr. 9.

1013)

102,70

9440

135— 164-

6840 13540 16340

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103- 95,70 102,sc

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198- 185,75

12675 10910 13475 245,10 1O28C 145.60 12j30 188,25 156Ä>

9950 203.10 203 50 126,7» 121,80 20370 123- 14730

ttypotbeken-Pfaedbriefe

3'2» Bayr.Brsb. Münch.

, ©et. XIX 1906 Hypko. unk. 1915 . , vetL 1917 V » unk. 1919

101,30 94— 945« 9540 89-

,127- , 109,io

13410 246 — 102,90 145-

188,80 188 6» 15325

995» 20050 20345 126- 121,90 203jw 123-0 14745

417,75 433- 125-0

223,90

84- 13030 159 —

133,60

96— 139.30

239,25 1 114,90

94- 9450 95 50 89—

Badische von 1909

>Bad.SL-AnL abge.

Bayer. Grundrente

33,80

3‘/io/e

4Vi%

102,9c 99»c

103Z0 48,20 48,60 96- 89-

. 414,75 ■ 432.75 ।12520

223,20

84- 13650 158- 13210

97,75 18950 238,10 114,75

10130 9330

10130 93.50

9350 92,40

100- IOO30j

zweiter Bergb.. . enkirchener Bergb.

* Königliche Kaufleute. Nach Newyorker Blättern kaufte König Eduard infolge eines Morganschen Typs vor einem Vierteljahr 50,000 Stück Com- monshares des Stahltrusts zu 50 Prozent und ver­diente an dieser Spekulation über vier Millionen Mark. König Leopold von Belgien wäre danach also nicht der einzige Souverän, der sich auf Han­delsgeschäfte versteht I

Bank-Aktien.

Berliner Hypotheken!).

Breslauer Disk.-Banl Darmstädter Bank.

Deutsche Bank. . . . Deut'ch Eff..u.WechseIb, Deutsch. Hypothb. Mein. Deutsche Bereinsbank.

Diskont. Kommam-An.

Dresdner Bank .

Dresdner Bankverein Frankfurter Bank. . .

Franks. Hypothekenban!.

Magdeb. Privatbank Mttteldeutfche Kreditbk. Oesterr. Kreditanstalt.

Preuß. Hyp.-Aktb.. .

Reichsbank.....

100,701 100,80

10120

9410 IOO30 10ÜJ0 101-

93;o

100- lOO.io 10920

IOO30 Ito,«: 100,80]

100,40 1003c

1C130

;8e6terP$ortjer

1 Änrä

3V, Italienische Rente

5 Mexik. kons. äuß. v. 99

4 Oester.Goldrente. .

Bsb. Nürn­berg untb.1905

Bsb. Nürn­berg unk.b 1918

Hyp.-uL8chsb.

, (mrolb.)

4'/,DtschHyp.BerI.XVII 4 Fff. HyP. XIV. 1900 4 Frks. Hypbk. Ser. X VI u-XVII unk. 1910

Danzig Berlin

s-ziest 'Bong 8»te

de6tet|»jrtflrr ans

«rscheftttlS-lichtM Ruruahme der $oan= «ab Leiertage, viertel- jährlichervejugrpreir ohne vnngerlohn und vesteflgelb in Lulba so­wie aurwSrtr 1.50 lflk.

Oerantw. Redakteurr Lari Schütter

SetzterfLortgee »ut»

und der Vertretung in dem Vorstande wird ver­worfen. Bei der Krankenversicherung wird die Heraufsetzung des versicherungspflichtigen Einkom­mens von 2000 auf 3000 Mark gefordert.

! Der Generalstreik in Schweden

fesielt, als erstmaliges Experiment eines wirk­lichen und planmäßig herbeigesührten Gesamt­ausstandes die allgemeine Aufmerksamkeit in hohem Maße. Die Handelskammer hat berech- net, daß der allgemeine Ausstand in seiner-bis- herigen Ausdehnung täglich dem Nationalvermögen einen Schaden von 3Vs Millionen zusügt. Sollte der Streik, wie die Arbeiter planen, noch längere Zeit hindurch andauern, so dürfte der dem schwedischen Wirtschaftsleben erwachsende Verlust ins Ungemessene steigen. Die prinzipielle Frage, die durch den Riesenarbeitskampf in Schweden ihre Erledigung finden soll, ist die, ob die un- günstigen Konjunkturen der Industrie eine Herab­setzung der Arbeitslöhne zur Folge haben muß oder darf, oder ob vielmehr die Arbeitslöhne, trotz der unglücklichen Lage, in der sich die In­dustrie zurzeit befindet, sich auf derselben Höhe wie bisher zu halten haben. Die Arbeiter haben für ihre Anschauung eine Hauptschlacht gewagt, notgedrungen, da die sonst drohenden Mafsen- aussperrungen für sie von vornherein eine Rieder- lage gewesen wären. Ihr hohes Spiel ist ver- loten, wenn der Generalstreik nicht durchaus „effektiv" wird, daS heißt solange sich die Kommunalarbeiter, die Typographen und das Personal der Eisenbahnen, der Post und der Telegraphen nicht dem Streik angeschlossen haben. Aushungern können die Arbeiter ihre kapitalisti­schen Gegner denn doch einmal nicht. Anders stellt sich vielleicht die Sache, wenn es gelingen sollte, das Licht der großen Städte zu "löschen, die Wasserleitungen außer Funktion zu setzen, die Abfälle und Schmutz auf den Straßen sich an- häufen zu lassen, die Hauptpulsadern des Ver­kehrs zu unterbinden und die Zentren des wirt- schaftlichen und geistigen Lebens Schwedens von der Außenwelt abzusperren. Als neuester Erfolg der Streikleitung ist der Ausstand der Seher und Drucker zu verzeichnen, die Blätter werden nun nicht mehr erscheinen können. Die Regie­rung, deren Eingreifen weder Unternehmer noch Arbeiter wünschen, hat in einem Awruf zum Frieden gemahnt. König Gustav von Schweden empfing am Sonntag den Chef des Arbeitgeber- oereins und den VorsitzendenderLandesorganisation der Arbeiter, zur Besprechung über den General­streik. Ein Ersolg wurde damit nicht erzielt. Jedoch hält man den kritischen Moment nickt mehr für fern, da kleinere Arbeiteraruppen die Arbeit wieder aufnehmen.

Handel und Industrie.

A. Berlin, 10. August 1909. Die Börse zeigte trotz des Kretarummels heute eine feste Haltung. Auch auf dem Kupfermarkte trat eine Preissteige­rung ein. — An der Produktenbörse verhielt man sich zurückhaltend. Weizen 219,50—219,75, Roggen 176.

101,75 102> 94,w 85,90

102.60 95,50

Märkte.

* Frankfurt, 9. Aug. 1909. (Getreidemarkt.) Am heutigen Markte kam neuer Roggen zum ersten Male in größeren Qantitäten an den Markt, doch konnten sich die Preise behaupten, infolge des ein­getretenen Regens, der das baldige trockene Heimbringen der Ernte verzögert. Auch Muster neuer Gerste, haupt­sächlich aus dem Ried, wurden erstmals gezeigt, doch kam es noch zu keinen Abschlüssen; der Preis dürfte sich auf ca. 18.00- 18.50 Mk. stellen. Hafer ist etwas ruhiger bei leicht nachgebenden Preisen. Futtergerste still, ca 14.00 14.50 Mk. Ausländische Brotfrüchte im Einklang mit den niedrigeren Offerten billiger. — Heutige Notierungen lauten je nach Qualität: Weizen hief. u. Wetterauer, 00.00- 00.00 Mk. kurheff. 00.00- 00.00 Mark, norddeutscher 00.00—00.00 Mk., triff. 25.25 -26.50 M, Redlvinter 25.00—25.75 Mk., Kansas 00.00- 00.00 Mk., "La Plata 25.25—26.50 Mk.. Rumän. 25.25—26.50 Mark, Roggen, hiesiger, 18.00 bis 18.25 Mk., russischer 00.00—00.00 Ml,, rumänischer 00.00—00.00 Mk„ Gerste hies. u. Wetterauer 00.00- 00.00 Mark, Pfälzer 00.00—00.00 M., Ried 18.00—18.50 M., Hafer, hies. 19.75—20.75 Mk., bayer. 19.75—20.75 Mk., württbg. 00.00—00.00 Mk., russischer 19.50—20.50 Mk., rumän. 00.00-00.00 Mk., La Plata 19.00—20.00 Mk., Mais (Mixed) 00 00 -00.00 M., ritff. 00.00—00,00 M., Donaumais 00.00—00.00 M., La Plata 16.50—16.75 Mk. Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: stetig. Weizenmehl Nr. 0 35.50—00.00 M., 9k. 1 33.50 00.00 Mark, Nr. 2 33.00 - 00.0:) M , Nr. 3 32.00—00.00 Mk., feinere Marken 0.50—1.00 M. höher. Roggenmehl Nr. 0 26 50—27.00 M., Nr. 1 23.50—24.00 M., Nr 2 19.50-00.00 M. Alles per 100 Kilo inklusive Sack loko hier. Futtermittel: ruhia. Weizen schalen 10.90 - 11.00 Mk., Weizenkleie 10.75—11.00 Mark, Noggenkleie 12.00- 00.00 Mark, Futtermehl 13.00—13.50 M, Biertreber, getrocknet, 12.75—13.00 Mark. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier.

4 Fuld.Sladtanl.v.1901

4 „ „ v.1907

8 > , ».1904

4 Rh.-Wstf.-Bdkr. I 39-RH.-Wsts.-Bdk. i 4 Südd^öod.-Kred. 3*,'i Südd.Bod.-Kre!

4 Pest.llng-Koinn Komm.-Odl. rzb.

, XX , 1915 Ser. XII u. XI II

ICO,70.100,70 101a) 101,20 94- 94- ■ 94- I 100,70 100,80 lOlS) 94so 100 30 100,50 101- 9350

100- 100,io 100,20 IXjo

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10250,--

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22,25

38,25

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4 Hamb. Hypb. bis 1913 4 „ 1916

4 „ 1918

3‘ji , , 1913

4Mein.Hyp>BankIIL

Umrechnung: 1 Pfd Sterling

1 alter Goldrubel

4 Preuß. Bod.-Kred.- A.-B. XXVI1919 3*/.

4 Preuß. Lentr.-Bod.

3*/« Oesterr. Rordweftb ».741®. konv,

4 Oesterr.Südb.(Lomb.^

2«/m „

vermischtes.

)( Die neuen 25 Pfennig-Stücke werden Anfang Ottober in den Verkehr gebracht werden Die neuen Stücke haben dasselbe- Gewicht wie die 10 Pfennig- Stücke, sind aber im Durchm-ffer 4 Millimeter größer als diese. Die eine Sette weist zwei übereinanderge- tellte Getreideähren in Kranzfocm auf. In der Mitte teht die Zahl 25, unten das Münzzeichen. Auf der Rückseite befindet sich der Reichsadler in wenig ver­änderter Form, darüber die Worte „Deutsches Reich" und unter dem Reichsadler die Jahreszahl der Präg­ung Wie viel 25 Pfennig-Stücke vorerst in den Ver­kehr kommen, steht noch nicht fest.

101,25

93,20

101,20

9350

9850

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100—

5 Oesten>Ung.2taalsb,

4 Oesterr. St-ä. v. 83

Harpener Bergb.. . . Hibernia Bergwerk. . Laurahütte.....

Phönix Bergb. u. Hütt. Urenberg Bergbau . .

>05 - 199—

Böhm.Wstb.strft.i.Z Dur.-Bdb.Em.74LE Elisabethd. steuerp st „ steuerfrei

Franz Jof.-Bhn.uS Kas ch.-Oderb.v.89u S.

Eisenb.-AnL Anleihen . stts/i Kaff. Landeskr.^Obl. 37i , I.@et.XXI

[4 . LSerJÜX

\4 Gr.Heff.SL-M.v.99 3*/» , AnL, abg.

? Sächsische Rente . 4 Württemberger. . t8*/« Württemberg, abge.

Weizen 275 ( - ) 186

Roggen Hafer

Augsburger 7p.... Braunschweiger 20 Tl. Finnländische 10 Tl.. Freiburger 15 Fs.. . Mailänder 45 Lire. . Mailänder 10 Lire. . Meininger 7fl.. . . . Oesterr. v. 1864 100 st . Oesterr. Kred. v.58 100,1. Bappenheinrer 7 fl.. . Türkenlose.....

Ungar. Staats 100 fl.. tienetianer 30Lir. , .

94901 84,80

9480 9130

, 1. o. 8. Em.

„ 9. Em. . .

„ 10. Em. . .

„ Ergänz^Netz

Oester.SL-B.v.1895 Prag^Duxerb. . . Raab-Oedenbrg.(alte)

Raab.-Odenb. v. 91

Raav.-Odenb. v. 97

. 100«

100,80 100,80 10150 IOI50 9250 925c

Badisch. Anttin-u.Soda. Höchster Farbwerke.

Elektr.SchuckertzMrnb,

* Slemens & t Filzfabrik Fulda. . herein. Schuhs. Fulda Kordd. Wollkämmerei Stolberger Zinkhütte . Stadtberger Hütte . -ohenlohe-Werke. . bochumer Gußstahl. ." üuderus Eisenwerke.

Sergwerks-flktfen.

, Kronenrente. .

, Silberrente . .

Portugies. unistz.An- leihe v. 1902 Serie.1

Rumän. von 1903

Rnmä. am. Rte.v.90

Rumä. äuß. Rte.v.98 Rum.Rie. v. 1908 Russische Koni. v. 80 Ruff. SL-AL v. 1902

VI u. VH E 4 , VIH 1911

4 , IX Em.

4 , XI Em.

4 „ XU ElU.

4 , XIII ,

4 , XIV „

3*/i , 1905 u. 1907

31)« „ Ser. X

3*/« Nassau Landesb. P.

E-1-70. 1 Oe>lerr..llng. Krone-85 Psg. 1 holländ. Gulden = Mk. 1.50

>en süddeutsche Wahrung == Mk. 12. 1 Mark Santo = IM

199^0

182-

184- 446,75

jungen im Alter bis zu l1/« Jahren 76—79 Pfg., b. fleischige 76—00 Pfg., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 68—75 Pfg., d. ausländische Schweine (unter Angabe der Herkunft) 00—00 Pfg.. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: Ochsen 00 —00 Pf., Kälber: a. 50-54 Pfg., b. 46—52 Pfg., c. 40—44 Pfg., Schweine a. 59-61 Pfg., b. fleischige 00-00 Pfg. Geschäftsgang in allen Gattungen gut, Ueberstand keiner. Aus Oesterreich-Ungarn standen 62 Ochsen zum Berkaus.

101,75

101,40

86- 10340

95,20

3*/i , 1907

4 Bert. Hypbk-Pfdbrf.

1/ll unk. 1914

Deutsches Reich.

+ Des Rätsels Lösung. Daß die Libe­ralen sich durch ihre famose Steuerpolitik selbst von der Mitwirkung an der Finanzreform aus­geschaltet haben, wollen sie natürlich nicht zu­geben, und so suchen sie denn immer nach neuen Gründen, die es erklären sollen, weshalb Fürst Bülow mit seinem Gedanken, den Liberalismus an der praktischen Mitarbeit in der Reichspolitik zu beteiligen, Fiasko erleiden mußte. Die,Voff. Ztg/ (Nr. 368 vom 9. August) findet folgende neue Lösung des Rätsels:

„DieDurchsetzung des höchsten Beamten- ckörpers mit Vertrauensmännern des Zen­trums läßt es begreifen, weshalb dieses während der Episode der „konservativ-liberalen Paarung" eine außer­ordentliche Zuversicht zeigen konnte. Es hatte jeher« ijeit die Möglichkeit, seine Auffaffungen ganz unbemerkt in die Regierungsstellen hineinzutragen und wußte zu jeder Zeit, daß und in welchem Umfange seine Wünsche Port Gellung finden konnten. Als fich von neuem die Annäherung zwischen Konservativen und Ultramon­tanen vollzog, sand fie zahlreiche Stützpuntte innerhalb ,der Regierung selbst, Stützpunkte von solcher Festig- ckett, daß die Absichten des Fürsten Bülow über s Hinweggletten mußten."

Hält die,Voss. Ztg/ ihre Leser wirklich für so außerordentlich dumm, daß sie ihnen zumutet, zu glauben, der höchste Beamtenkörper sei mit Vertrauensmännern des Zentrums durchsetzt?

+ Handwerk und Hansabund. Die Müller­zwangsinnung in Wittmund hielt kürzlich ihre vrdentliche Vierteljahrsversammlung ab. Zum Hansabunde nahm man in folgender Resolution Stellung:

„Der Ehrmobermeister Richt-Berlin hat in der Gründungsversammlung des Hansabundes sich ange- stnaßt, im Namen von 300000 organisierten Hand­werkern seine Zustimmung zu den Bestrebungen des Wundes auszusprechen. Wir sehen den Hansabund an 'als eine Vertretung des Großkapitals und der Großindustrie, alS Schützer der Waren- und großen Versandhäuser, der Großfabriken und Miesenmühlen, also als den größten Feind des Kewerblichen Mittelstandes. Das zeigt auch die Zusammensetzung des Hauptkomttees, in dem neben 20 Bankvirektoren, 10 Großkaufleuten, und 21 Groß­industriellen nur zwei Obermeister pro forma das Handwerk vertreten. Anlaß zur Gründung des Bundes Ivar auch nicht die bedrängte Lage des Handwerks, sondern die geplante, wenn auch leider nur zum Teil ausgeführte Belastung des Großkapitals in Form von Börsen- und Umsatzsteuern usw. also Steuern, welche vom Mittelstand und betreffs der Mühlenumfatzsteuer gerade von uns angestrebt werden.

199,75

183,50 183-

443-

102» 99 ro 96,10 99,30

62- 101«

95,20 90.60 893C 88,40 87,a?

99,50

85,90 79—

96,40 92,90

volkswirtschaftliches und soziales.

* Infolge der neuen Tabaksteuer hat die große sächsische Zigarrenfabrik von Schiek in Frankenberg sämtlichen 150 Heimarbeitern zum 15. August gekündigt.

ns. Der Zentral - Verband der deutschen Ortskrankenkaffen hält gegenwärtig seinen dies- ,jährigen Kongreß in Bremen ab. Den Haupt- gegenstand der Verhandlungen bildet die neue Reichsversicherungs - Ordnung. Diese wird als eine Gefahr für die Entwickelung und Selbstver­waltung der Ortskrankenkaffen charakterisiert, und die Agitation des Leipziger Aerzteverbandes wird als die Machenschaft eines kleinen Fähnleins von noch nicht 2000 Aerzten hingestellt. Die in dem Eniwurfe vorgeschlagene Halbierung der Beiträge

100,30 98,40

101,io

102,80 92,30

47,70 47,80 95,90 89,10

Kurier Setreibe-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des deutschen Landwirtschafts­rats vom 3. August bis 9. August 1909.

Bis zur Mitte der Woche hielt in ganz Deutsch­land die ungünstige Witterung und damit auch für Roggen die feste Tendenz an, während Weizen unter dem Einfluß amerikanischer Preisrückgänge und ent­gegenkommenden russischen Angebots gleich zu Be­ginn matt einsetzte. Wohl zogen die ermäßigten Preise für Weizen Käufer an, namentlich für ausländische Rechnung kamen wiederholt größere Kaufaufträge zur Ausführung, als aber endlich schönes Wetter eintrat, und die Provinz darauf mit Verkäufen im Lieserungs- marfte erschien, vollzog sich ein empfindlicher Preis­rückgang, der sich trotz wiederholter Käufe des Aus­landes und der Abneigung Rußlands gegen weitere Zugeständnisse int Verlaufe noch verschärfte, so daß seit der letzten Woche ein Verlust von ca. 7 Mark sest- zustellen ist. Damit haben sich die Berliner Lieferungs­preise wieder mehr von der Bezugsparität für auslän­dischen Weizen entfernt, denn während sich mssischer Weizen, der augenblicklich auf dem Weltmärkte ist, auf ungefähr Mk. 233 frei Berlin kalkuliert, notiert Sep­temberweizen hier augenblicklich Mk. 222%, Dezem- her sogar noch ca. 7 Mk. darunter. Auch auf dem Roggenmarkte hat das schöne Wetter die anfangs noch feste Tendenz emstlich erschüttert. Die Provinz ließ in größerem Umfange Lieferung verkaufen und die Folge davon war, daß der Septembettermin von Mk. 184% auf 187% zurückging, und während für bald lieferbaren neuen Roggen noch vor wenigen Tagen ca. Mk. 194 geboten wurde, war zum Schluß nur noch Mk. 180—182 zu erzielen. Die ablehnende Haltung der Käufer hatte ihren Grund allerdings in der meist unbefriedigenden Dualität der ersten^ Druschproben. Jedenfalls dürsten demnächst bessere Qualitäten her­auskommen, nachdem das Wetter der Austrocknung des vielfach noch draußen liegenden Roggens sehr günstig war. Geffte war bisher nur vereinzelt ange­boten, so daß sich ein Urteil über den qualitativen Ausfall der Emte noch nicht abgeben läßt, die bisher gezeigten Proben ließen hinsichtlich der Farbe mehr oder weniger zu wünschen übrig. Für russische Gerste auf Abladung mochte sich zuletzt wieder mehr Jnter- I esse bemerkbar, auch in Mais gestaltete sich das Ge- l schäft zu den ermäßigten Preisen etwas lebhafter, zu­mal Nachrichten über Dürre im süoöstliche». Europa anregend wirften. Der zeitweise starker hervottreten- den Nachfrage für alten Hafer steht nur sehr knappes Angebot gegenüber: Lieferung ivar auf günstige Ernteaussichten matt und zum Schluß ca Mk 3 — niedriger ' '

ftente.t sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Mattttage in Matt pro 1000 Kilogr. je nach Qualität, wobei das Mehr f-s-) bezw. Weniger (-) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beigefügt ist

* Frankfurt a. M„ 9. Auq. 1909. Amtliche No­tierung bet Biehmarki-Preise. Zum Verkauf standen 549 Ochsen, 62 Bullen, 973 Kühe und Jungrinder, 315 Kälber, 241 Schafe und Hämmel und 1644 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ockfen: a. vollsteischige, ausgemästete höchsten Schlachl- iverles bis zu 6 Jahren 79—81 M., b. junge tteifchige nicht ausgemästele und ältere ausgemäslete 76 —78 M, c. mäßig genährte lunge, gut genährte ältere 64 -66 M., i- gering genährte jeöen Alters 00—00 M. Bullen • a. vollfieijchige höchsten Schlachtwertes 63—65 Mark, **• mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 60- 62 Mk., c. gering genährte 00—00 Mark. Kühe unb Jungrinder: a. vollsteischige, ausgemästete Jungrtnder höchsten Schlachlwertes 72—74 Mark, b. vollsteischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlacht- iverles bis zu 7 Jahren 61 bis 63 Mark, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Jungrinder 45 bis 47 M., d. mäßig genährte Kühe und Jungttnder 00—00 M., e. gering genährte Kühe u. Jungrinder 00—00 M. Bezahlt wurde jur 1 Pfd. Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast- (BoUmilchmajt) und beste Saugkälber 86—92 Pfg, b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 78—86 Pfg, c. geringe Saugkälber 70-74 Pfg., d. ältere, gering genährte Kälber (Frelser) 00—00 Pfg. Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 80-00 Pfg, b. ältere Masthämmel 68-72 Pfg., c. mäßig genährte Hämmel und Schafe lMerz-Schafe) 00—00. Schweine: a. vollsteischige der feineren Raffen und deren Kreu-

L. Au-ländische.

d Argentinier abgest. S1/« „ äuß. v. 88

6 BulgLbkani.v.1902 6 Chinesische St-SMnL

S m « Monop.-Anl. 4'1» Japaner Ser. II .

4 „ von 1905 .

163— 95^0 103^0 95^0 102^5

9650

10080 102,70 94^0

München 295 (— 3 ) 192 (4- 2 ) 220 (- 3 ) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Sept. 222.75 Dezember 216 (+ 7.-), Budapest Okto bet 234.3c> (-f- 0.6a), Liverpool Sept. 181.60 (— 0.80), Chicago ®ept 154.10 (— 6.65), Roggen: Berlin Sept- 178.50 1+ 4.50), Dez. 175.- (-125 , ßafm «erlm September 163.75 (- 3.25), Deze mber 161.50 (— 3.o0) Mark per 1000 Kilogramm.

102— 9980

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Hessische» Baukverei«, Aktien-Gesellschaft, Filiale Fulda

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4 Serben am. Rente

4 Ungar. Goldrente

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ffBf’ ?on)' ? --LU Pfg. 1 Oesterr. Gulden (Gold) = 2 Mk. 1 Oesterr. Salden (ISbcq.)

Mk. 3.20. 1 Rubel, ein alter «redit-RÄel — Mk. 21.6. 1 Peso = Mk. = 4. 1 Dollar Mk '

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4 Preuß. KonsolS jS1/, „

4 Bad. Präm. 100 Tlr.

5 Lonau-Reg. 100 fl. 3').iÄoth.Präm. 100 XL

1. Km. ....

3 roll. Kom. 100 i 3*/, öln-Mind. 100 T.

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3 m adrider 100 Fs.. ' 4 Mein. Präm. 100 Tl.!

4 Oesterr. v. 1860. .

3 Oldenburg. 40 Tlr.

4 Kr. Rudolf Salzkg., 2Vio Italien. Eisen.-OdL 4 Italien. Mittelmeer.

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Hamburg 270 (+ 5 ) 200 (-4- 3 ) 210

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