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Sjy «otationsdrnckuns vertag der Zuidaer Lk- liendruüerei in Hulda monatsbellase: „Zuldaer Geschichtrblatter Herusprecher Et. 9.
Fulda, Samstaa den 12. Ium 1909
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Deutscher Reich.
statt. — Der Kronprinz hat einen mehr-
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Geschütze und Lafetten beim L Garde-Feldartillerie
aus:
Insgesamt ev. kalh.
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(Nachdruck verboten.)
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Bolenmeisterei . . Polizeikommissare. Polizeiwachtmeister Polizeiserganlen . Schutzleute . . .
Inwieweit diese Mitteilungen zutreffen, laßt sich heute nicht feststellen, da die Verhandlungen der Minister natürlich vertraulicher Natur waren. Da indessen die Vorlagen bereits am Montag tm Reichstag zur Verteilung gelangen werden, so wird sich ja bald zeigen, ob die Meldung Le- „Tag" zutreffend ist oder nicht. Trifft die Mitteilung zu, so müssen wir sagen, daß dre Haltung der verbündeten Regierungen mit der Forderung
Wie feierlich er aussah. Und mit einem Male wußte sie es: sie war zu spät gekommen. Noch ehe Bernhard es ihr sagte, erriet sie es, ihr Vater war nicht mehr am Leben.
Schwer stützte sie sich auf den Arm ses Bruders. In diesem Augenblicke erzitterte ihr ganzes Sein; das schwache Weib brauchte eine Stütze, um nicht zusammenzubrechen.
Regiment absolviert.
** Die kaiserliche Jacht „Hohenzollern" ist am Freilag morgen von Kiel nach Danzig abgegangen, um dort den Kaiser für feine Reise nach den finnischen Schären zur Begegnung mit dem Zaren an Bord zu nehmen.
* Aus dem Kultusministerium. Bei den Beratungen über die Entlastung deS preußischen Kultusministeriums soll sich der ,Nat.»Ztg/ zufolge der größte Teil der Stimmen für die Ent« laftung des Ministeriums in dem Sinne ausgesprochen haben, daß im Kultusministerium ein l neuer Unterstaatssekretärposten gefchaf- fen werden würde unter gleichzeitiger Uebertragung eines Teiles der Entscheidungen, die gegenwärtig vom Kultusministerium in der letzten Instanz getroffen werden, an die Oberpräfidenten und die Regierungs-Präsidenten. Die Frage dürfte noch in diesem Jahre entschieden werden.,
* Die Reform der inneren Verwaltung in Preußen. Die vom Kaiser nach einer Kronratssitzung eingesetzte Jmmediatkommiffion zur Ver- waltungsreform in Preußen ist die erste dieser Art. Wut bei der Einleitung der Schulreform im Jahre 1891 war eine ähnliche Kommission auf An- regung des Kaisers gebildet worden. Aber damals betraf es nur ein bestimmt abqegrenzteS Gebiet, während es sich jetzt um eine vorbe- reitende Aktion handelt, die den gesamten Ver» waltungskörper der Monarchie angeht. In die I Kommission wurde auch von den bürgerlichen Parteien des preußischen Abgeordnetenhauses je ein Mitglied berufen.
I * Die große Protestversammlung der Börse und des Handels gegen die Kotierungs- abgabe soll heute im Zirkus Schumann tn Berlin stattfinden. Da der Masse des Volkes die Börsenverhältnisse immer etwas fremd sind, ge- I brauchen die Gegner dieser Steuer allerlei Mittel, um die Leute irre zu führen. Wir sagen I gegenüber all diesen Versuchen nur das folgende:
1. Diese Steuer bestcht in Frankreich feit 18o7.
2. Sie hat sich daselbst glänzend , bewährt, denn 1 sie bringt im Jahre über 65 Millionen Mark ein.
Unbesoldete Magistraismitglieder 12 »
Oberfiadtsekrrtäre. . . . . . 17 15
sm Lause des Sommers gelöst werden müsse, nur .schlecht in Einklang zu bringen sei.
des Reichstags. Energisch schreibt die „Deutsche Tagesztg." (Nr. 268):
„Somit könnte die vorliegende Erbanfallsteuer nur neue Verzögerung und neue Erbitterung schaffen. Wir möchten noch in zwölfter Stunde die Regierung warnen, diesen Zankapfel von neuem rn dre Parlamentsarena zu rollen. WolUe sie nur „das Gencht wahren», so wäre dieser Effekt mit den ungünstigen Erfolgen eines solchen Vorgehens zu teuer erkauft. Für alle Hemmnisse zeitlicher und zachlicher Natur, die daraus für die Reichsfinanzreform erwachsen mühten, trägt jedenfalls die Regierung eine Verantwortung, um die wir sie nicht beneiden."
Was die weiteren Vorschläge der Regierung anlangt, vorausgesetzt, daß dieMeldung des „Tag ! stimmt, so soll also doch die Börse besteuert werden. Es scheint danach, daß die schon früher von UN» vermerkte Meldung betreffend eine Erhöhung des Effekten- und Wechselstempels, die etwa 30 Millionen bringen soll, zutressenö ist. Nicht ganz unverständlich ist die Bemerkung, öaß von der Einbringung einer R e i ch s w e r t z u- wachssteuer Abstand genommen ist. Man weiß nicht, ob die Finanzminifter nun gegen die Reichswertzuwachssteuer sind oder ob sie, wie bei den anderen Ersatzsteuern, vorerst die Entscheidung des Reichstags abwarten wollen.
Seit drei Tagen deckte die kühle Eroe den Major. Die beiden älteren Geschwister waren allein, Ines war zur Ruhe gegangen. Herta fühlte, daß ie jetzt über ihren Wunsch, nachMstnchen zu gehen, mit Bernhard sprechen mußte. Sie war nicht gewohnt, zu zögern, deshalb sagte sie, schnell:
„Hardy, ich muß mit Dir über einen schon lange gehegten Plan reden."
„Nun, so teile ihn mir mit, Schvester."
„Ich möchte die Malerakademie in München besuchen," sagte sie.
„So traust Du Deinem Talent wirklich zu, sich Bahn zu brechen?"
Sie hörte den leisen Zweifel heraus. Ihre Eitelkeit bäumte sich dagegen. Sie blitzte den Bruoer aus ihren großen Augen an. Den Fug vorgeschoben, den Kopf erhoben, stand ne ihm gegenüber. Ungeduldig rief sie: „Täte 'ch es nichtz so rührte ich nicht an dieses Thema, von dem ich weiß, daß es Dir unangenehm ist. Bruder."
, Um in München zu studieren, braucht manf aber Geld," entgegnete Bernhard trocken. „Du täuschest Dich, wie ich glaube, wann Du voraussetzest, daß unser lieber Vater so viel hinterließ, uin Dir Deinen Wunsch zu erfüllen. Daß ich aus mein geringes Erbe für Euch beide verzichte, ist selbstverständlich und bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Ich bin ein Mann und fühle die Kraft in mir, selbst meinen Weg zu gehen. Immerhin ist die Summe, die nach der langen Krankheit Papas aus Dich und Ines fällt, so klein, daß es kaum der Rede wert ist-, nach Begleichung einiger Rechnungen und der Kosten der Beerdigung bleibt wenig übrig."
Wie von einer eisigen Tufche getroffen, suhlte Herta chre hochfliegenden Träume in nichts zu- sammensinken. Entgeistert stand sie da, ihre Zähne nagten heftig an der Unterlippe, und die feinen Brauen zogen sich finster zusammen. ' Sie tat Bernhard so leid. Er faßte ihre schlaff herniederhängende Rechte und sprach liebevoll mit ihr. Er bat sie, wieder ihre Stelle anzutre- ten, bis er imstande toäre, ihr ein bescheidenes
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Es war ein kleines Gefolge, das den alten Soldaten zu Grabe geleitete. Fern von der geliebten Lebensgefährtin ruhte er in dec Erde. Die drei Kinder gingen hinter dem Sarge her, auf dem die militärischen Abzeichen rühren. Ines hatte den Arm des Bruders genommen: sie war dem Zusammensinken nahe. Ihr weiches,junges Gemüt war zermalmt von der Wucht des Schmer- zes. In ihren tiefen Tranergewändern sah sie noch schmäler aus. Herta war an der Lerche des Vaters niedergesunken. Ihre dunklen Angen brannten, aber keine Träne feuchtete sie tn diesem ersten Moment heißen Wehes. Sckstver nur fand sie die erlösende Erquickung der Tränen.
Major von der Eiche war in der Nacht gestorben, als seine älteste Tochter in der Eisenbahn saß und ihre ehrgeizigen Plane spann Der Sohn und sein kleiner Liebling hatten bet ihm gewacht und seine müden Augen geschloffen. Es schien, als sei die Lebenskraft des alten Mannes zusammengebrochen, nachdem er am ersten Tage der Ankunft Bernhards die Enthüllung gemacht, die ihn schon lange gequält hatte. Von da an ging es sehr schnell abwärts.
„Ines," sagte Bernhard in der ernsten stunde, in der der Todesengel über die Schwelle getreten war „ich will Dir Vater und Schutz wenden, mein Kleines. Wo ich meine Heimat habe, ist fortan auch die Deine." ,
Fest und innig war sein Arm um d,e zarte Mädchengestalt gelegt. Sie schmiegte sich an ihn und bei allem Weh kam ein Gefühl glücklichen Ge. borgenseins über Ines von der Eiche. •
I talion auszunehmen'. Dieser „Wink mit dem Scheune» - I tot" wurde gut verstanden und daher durch Beschlun 5 | der Stadtverordneten vom 7. Oktober 1859 auch der
! evangelische Eeistliche exballotierl. Dabei besteht die 9 Tatsache, daß daS Vermögen des katholischen
3 Armenfonds (1000Talers von der Stadtverwaltung
I im Jahre 1842 eingezogen wurde, trotzdem die refor- 4 I mierte Gemeinde ihren Armenfonds selbständig ver-
(nedenamtlich I waltete und bis zum Jahre 1853 nur die Zinsen de»> 1 Rel.-Lehr.) I selben an die Stadt zahlte und von 18o3 ab auch dte Zinszahlung unterlaßen hat.
** Berlin, 11. Juni 1909. Das Gesetz, betreffend die Verwaltung des Reichs- invalidensonds und des Hinterbliebenenver- fichernngsfonds wird im „Reichsanzeiger" veröffentlicht, ferner Bestimmungen, betr. die Ein- richlung und den Betrieb von Steinbrüchen und Steinhauereien. — Die Sachverständigen- kommission, die im Reichsjustizamt zur Vor-
Aerzte......
Festangestellte AerzteundChemtker
bei der Stadt (ohneAssistenzärzt eM 10 Leiter von Betriebsanstal! en ..66 Direktoren höherer städt. Schulen 5 5 Oberlehrer «.Lehrer des städt.Gym-
nastums(344ev.,206kath.Schüler,36 35
Oberlehrer u. Lehrerdes städt. Real« gymnafitnns (450 ev., 126 kalh.
Schülers........ 34 29
Oberlehrer u. Lehrer d. städt. Ober- realschule327ev.,126kath.Schul.) 22 20
Lehrpers. d. städt. höh.Mädchensch. 30 27
Städtische Realschule (349 ev., 88 kath. Schüler.......16 12
geben hat. I
Es sind jetzt ganz genaue statistische Aufmachungen ans Bochum, Duisbnr g, M u l - l beim, Dortmun d>, also aus der Mehrzahl der Großstädte des rheinisch-westfälischen Jndu-1 iriebezirks, vcr iefübri und geradezu erschre-I ckende Zustände über die Zurücksetzung der .Katholiken vorgeführt worden. Wenn, um bet I Dortmund zu bleiben, neben dem Oberbürger-1 meister die sämtlichen besoldeten Magistratsnut-1 glieder, die festangestellten Aerzte und Chemiker, Leiter der Bet"iebSanstalteu und Direktoren der I höheren Lehranstalten mit einer Gehaltssumme von rund 300 (MM) Mk. protestantisch sind, ’ban'n verdient das Urbild der Harmlosigkeit im Bilde festgehalten zu werden, das hier noch an den so gerne voraeschützten Zufall glaubt.
Angesichts des Lärms, den die liberale Presse über den „Fall" der Münster'schen Arinuiverwal- tuna macht, verdienen noch folgende Feststellun- gen" öer „Köln. Dztg." ans Mülheim a. Ruhr festgehalten zu werden:
Die stäotische A r m e n l o m m i s s i o n besteht aus 18 Personen, von denen 2 katholisch sind; unter 72 Armen- pflegern zählen wir 12 Katholiken; 7 Waisenräte sind sämtlich Protestauten und unter 12 Waisenpflegerinnen sind 2 katholisch. Von 12 Armenärzten sind 3 Katholiken. Der Verwalter des städtischen Armenhauses und der Armenkontrolleur sind selbstverständlich Protestanten. Summa Summarum von 123 in der Armeuverwaltung tätigen Personen find 19 Katholiken, 103 Protestanten und 1 Jude. Geistliche kann man hier überhaupt in der Armeuverwaltung nicht gebrauchen. Bis zum Jahre 1848 waren dir sämtlichen Pfarrer Mitglieder der bürgerlichen Armenkommission. Die Zeit einer Vakanz der katholischen Pfarrstelle benutzte man nur, um den katholischen Pfarrer anszuschließen, während ein evangelischer Pfarrer Mitglied blieb. Auf Beschwerde der Katholiken bei der Königl. Regiernng zu Düsseldorf entschied diese am 1. Sept. 1859 „falls die Beteiligung der Geistlichen an der Armenverwaltung überhaupt beibehalten werden sollte, aus Gründen der Parität nicht bloß einen evangelischen Geistlichen, sondern Geistliche beider Konfessionen in die Armendepu-
Die liberale Presse ist übengsticklich. Die Beschwerden der katholischen Presse über die krasse Imparität, die eine Anzahl rheinischer und „u.. ----Yv , ? > westfälischer Städte auf kommunalem Gebiet
des Fürsten Bülow, daß die Finanzreform noch r-ni) öur Nerven gefallen, und bat- n 'r" --11 "r um schlägt sie nun förmlich Purzelbäume vor
Vergnügen, da sie auch einmal einen Fall von Imparität in einer „ultramontanen" Stadt entdeckt zu haben glaubt. Es handelt sich um den schrecklichen Fall, daß in Münster i. W. der vorgeschlagene protestantische Pfarrer nicht auf den ersten Anhieb in die Armendeputation gewählt worden toar. Der „Fall" erklärt sich daraus, daß die Armendeputation ausschließlich, katholisches Stiftungsvermögen zu bemalten hat. Inzwischen ist aber bereits dadurch für Abhilfe Sorge getragen worden, daß man die Mitgliederzahl der Kommission erhöhte, um nachträglich die Wahl zu ermöglichen. Die liberale Presse schlug gleichwohl über den Fall gewaltigen Lärm, inzwischen ist nun aus Duisburg-Meiderich der umgekehrte Fall zum Nachteil per Katholiken gemeldet worden, darüber schweigt sie sich natürlich aus. Dagegen fährt sie fort sich zu entrüsten über die „Paritätsschnüffelei" der ,Ultramontanen", wie sie es zu nennen beliebt.
Solche „Paritätsschnüffelei" ist nun auch in Dortmund getrieben worden. Das Zahlen- bild, wie es die „Trem." vorführt, sieht wie folgt
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Bernhard von der Eiche.
Roman von Baronin Gabriele von Schlippenbach.
Besoldete Magistratsmitglieder .09 0
(jetzt 10) ijetzt 1)
Heim zu bieten. Er sagte ihr, daß er alle feine Kräfte daran setzen werde, um dieses Ziel bald zu erreichen.
Herta schüttelte den Kopf dazu. Sie dachte an Randens Werbung. Trieb das Schicksal sie nicht in seine Arme? Welcher Ausweg blieb ihr? Denn eine abermalige abhängige Unfreiheit wollte sie um keinen Preis erleben. Dachte sie denn nicht daran, daß sie als Fraii eines ungeliebten Gatten tausendmal mehr gebunden war, daß sie an sich und an ihm frevelte, wenn sie zusagte? —
Am anderen Tage schrieb sie an Friedrich von Randen, daß sie seine Werbung annehme. Sre bat ihn, jetzt nicht zu kommen; erst mußte einige Zeit vergehen wegen der Trauer um bett Vater.
„Bernhard," sagte Herta, „ich habe, mich mit Baron Friedrich von Randen auf Schloß Randenhagen verlobt. Er fragte mich, ehe ich hierher
i reifte, ob ich seine Frau werden wolle; heute habe ich „ja" gesagt."
Diese Mitteilung kam so plötzlich und in so geschäftsmäßigem Tone, "daß Bernhard sich davon peinlich berührt fühlte.
„Liebst Du Randen?" fragte er die Schwester und sah sie durchdringend an.
Eine jähe Röte schoß ihr ins Gesicht Sie zuckte die Achseln. „Mein Gott," versetzte fte, „Liebe ist ein weiter Begriff. Meiner Ansicht nach braucht man sie nicht zur Ehe. Jedenfalls hebt er mich mehr als genug."
„Dann tut er mir leid!" rief Bernhard heftig. „Ach, liebe Schwester, bedenke Dich, ehe Du den goldenen Reif trägft, der oft zur schweren Fessel wird. In meinen Augen darf die Frau sich nicht dem Gatten ohne wahre Liebe zu eigen geben. Du könntest es zu spät bereuen, Deinem Herzen das Recht, mitzusprechen, verweigert zu haben.
„Ich weiß, was ich will," lautete Hertas kühl« Antwort.
(Fortseduna solat.1
Hätten die Finanzminister den Vorschlägen der I Kommission zugestimmt — über Einzelheiten I hätte sich zweifellos ohne große Mühe eine Verständigung erzielen lassen — dann wäre das I ,anze Reformwerk in wenigen Wochen crleotgt zewesen. So aber bedeuten die Vorschläge der I verbündeten Regierungen eine ganz wesentliche Verschleppung der Finanzreform; denn alle die neuen Vorlagen müssen die Kommission passieren und diese kann nicht be-1 taten, solange das Plenum zusammen ist; vor Ende Juni würden die neuen Vorlagen kaum an die Kommission gelangen, der Reichstag wird also I bis in den Juli hinein zusammen bleiben müssen, und da besteht die große Gefahr, daß das Plenum nicht beieinander zu halten ist.
Das Verhalten der verbündeten Regierungen .ist unverständlich. Zwar haben sie ja schon ‘feit Wochen der Welt verkünden lassen, daß sie nicht schwanken und wanken, sondern treu und fest leben wie Fels im Meer. Nämlich bei der Erb- chaftsbesteuerung. Zweifelsüchtige Leute dachten tobet aber an die tapfere Antwort des charaktervollen Mannes, der das ihm angebotene Schnäpschen ablehnte: Erstens ist heute der Geburtstag meiner Seligen, und zweitens habe ich schon eins getrunken. So ungefähr verhält es sich mit 1 den verbündeten Regierungen; erstens weisen sie hie Unterwerfung unter die neuen Beschlüsse der Finanzkommission entschieden zurück, und zweitens sind sie schon umgefallen. So wehklagt dte liberale Presse, die mit Betrübnis feststem, daß kie Regierung auf die Nachlaßsteuer, die der St aatssekretär Sydow als unerläßlich für die Fi- nr nzreforrn bezeichnet hatte, längst verzichtet haben. und sich mit einer Erbanfallsteuer begnügen, die statt der ursprünglich beförderten 92 Millionen allenfalls 50 Millionen einbringen soll. Nber auch nur diese einzuheimsen wird wohl kaum gelingen. Im Reichstag ist keine Mehrheit -für diese Steuer zu haben. Daß,man die Vorlage stun doch einbringt, bedeutet nichts anderes als ‘eine unnütze Vergeudung von Kraft und Zeit
ner. Von dieser etnrooonerjayr m, von 3—4000 Israeliten, die eine Hälfte evangelisch, die andere katholisch. In den Volk-lchmen sind gegenwärtig 350 katholiscye Schulkinder mehr, als evangelische, dagegen wird diese? Mehr in den höheren Schulen durch Oie Evangelisten wieder wett gemacht, so daß man sagen kann, augenblicklich sind fast genau so viele Katholiken wie Protestanten tn Dortmund. Bezug-
M) ber Steuerkraft steht das «ättnis von em | - ^nationalen Regelung des Privat-
»ÄMch" I^.ch.äu>°mm.n,E.n w°-.h°t ch'- A-U? beit'ans der Arbeiterschaft rekrutieren, gegenüber beendet. Als wesentlichste Punkte kamen Schiffs den Evangelischen zurück. Legen wir diese Zah- Hypotheken und die Reederhaftung in. Betracht, len als grundlegend fest, so schreibt die „Trem.", Die Konferenz findet Ende September in Brüssel dann dürfte es Wohl keine zweite Stadt tn ganj I f;u;;. — Dv«. Kronprinz
Deutschland geben, in welcher die P a c'. t athm-1 roMiqen UebungSkursus in der Bedienung der sichtlich der städtischen Beamten und der höheren' ----- 1 ~ r 11 ' ' "* " «--tv—
Schulen so zu U n g u n st e n des k a t h o 11 ich en Volksteils lieat. als wie in Dortmund. Erschwerend fällt für diese protestantische Engherzigkeit noch der Uinstand ins Gewicht, daß ein verstorbener katholischer Großindustrieller sein blühendes Werk der Stadt mit erheblicher, Gewinnbeteiligung letztwillig zur Verwaltung uber-
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Stadlsekrelärederallgemeinen Ver
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„Wann kommst Du nach München?" fragte Ahea endlich.
' „Vielleicht bald," entgegnete Herta der es m fallen Gliedern vor Sehnsucht prickelte, das schöne ‘freie Leben in der bayerischen Hauptstadt kennen Hu lernen. O gewiß, es würde gehen. Der Vater ‘würde es möglich machen, ihre Bilder wtiröen gefalle» und schnell Käufer finden. — _.
„Na, das wird mich freuen," sagte die Malerin. „Werin Du Rat und Auskunft brauchst so weirde Dich an mich, Färbergraben 35. Ich kehre bald dorthin zurück. Ich besuche nur hier meine Alten und mache heute eine Studienreise nach Thüringen. Du weißt doch, ich male Landschaften.
i Herta notierte sich die Adresse. Bald darauf "ging der Zug ab. Thea begleitete sie auf den Bahnsteig und schüttelte ihr mit weitweggestreck- skem Ellbogen die Hand.
r Noch ganz von dieser Begegnung erfüllt, reiste 'Herta weiter. Es war hell geworden. Allmählich änderte sich die um Berlin reizlose Gegend, die 'Höhenzüge des Harzes nahmen das Auge gefan» 'gen. So von den Strahlen der untergehenden Sonne beleuchtet, bot sich hier ein entzückendes Bild dar. ., , ,,
i „Wer da Sauf der Leinwand festhalten könnteI' Lackie Herta. „Wer diese Tinten wiederzugeben ^erstünde, der toäre ein großer Künstler. O, toenn Ich es doch erreichte!"
l Siebenau näherte sich. Eine guälenöe Unruhe hEe sich be§ jungen Mädchens bemächtigt. Sie nana am Ende des Wagenabteils und sehnte das «noe der Reise herbei. War es die Erregung, in ^'dukunftspläne sie versetzten, toar es eine lackende Ahnung, daß es zu Hause als sie glaubte, — sie fühlte ihr f rV^ge Pochen. Als der Zug hielt, erbliche ,te toten Bruder; er war ihr entgegenaefommen.
△ Die Beratungen -er Finanzminister
sind bereits am Donnerstag abend zum Abschluß gebracht. Was über das Ergebnis verlautete, haben wir gestern noch kurz berichten tonnen. Ausführlicher meldet der „Tag": Die vom .Reichsschatzamt ausgearbeiteten Entwürfe betret- fenb' eine Erbanfallsteuer und betreffend Aenderungen des Stempelsteuergesetzes t® o r - fenfteuer) sanden die Zustimmung der gi- nanzminister, dagegen soll von der Einbringung 'einer Reichs w er tzuwach s ste usr beim Reichstag Abstand genommen werden. Die von 'der Finanzkommission beschlossene Kotierung s st e u e r wurde abgelehnt. Bezüglich oer sonstigen Vorschläge der Kommission wie Parfümerie-, Zündhölzer-, Glühkörpersteuer nsw., sollen die Beschlüsse des Reichstags c.bgetoartet werden.
Höhere Handelsschule . - - • 6 6
Slädt. Spark, steflangest. Beamte) 11 9
Slädlifches Wasserwerk. . - • 14 12
Dortmund zählt jetzt rund 200.000 Einwoh- Von dieser Einwohnerzahl ist, abgesehen