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36. Jahrgang

Fulda, Freitag den 16. April 1909

JV3 85

Zweites Wtcrtt.

Ausland

•) Vergleich« Nr. 83.

Kleines Aenilletorr

»nzrigen: x>te etn« spalttgepetitzeilesder 6er« Raum 15 Pfg. llevamendiepetttzeUe 25 Pfg., bei Wieher* Holungen wird entfpr.

Rabatt gewahrt.

Rotatiottrbrttdunb Verlag her Luldaer Al» tienbrudetei in Selb« Zernsprecher Hr.9.

an Las Schiedsgericht darum von Pontius ’^u Pt latus laufen mutzte, ehe er ein anderes Gutach­ten eines angesechenen Arztes zu seinen Gunsten erhielt, wenn er überhaupt ein solches bekam.

Der Jnstanzenzug in Streitfällen ist für alle Versicherungszweige einheitlich: Ver- icherungsaiut, Oberversicheruirgsamt, Reichsver- icherunasamt. Das Rechtsmittel der Berufung an das Oberversicherungsamt bleibt bestehen; der Rekurs an das Reichster sicherungsamt, der bis­her in Unfallsachen zulässig war, wird beseitigt und für alle Zweige der Reichsversicherung wird mit Rücksiebt auf die letzte Instanz nur noch das Rechtsmittel der Revision, wie es bis jetzt in In- volidimsachen galt, zugelassen. Diese Aenderuug ist im Interesse der Entlastung des Reichsver- . sicherungsamtes getroffen worden.

aerechtigkeit der Genehmigung des Königs be* dürfen. Völlig ausgeschlosten soll die Beterligung ausländischen Kapital« am,»ländischen Bergwerk«, betrieb nicht werden, wohl aber eingeschränkt, und das ist durchaus notwendig. Die Kohlen, industrir ist durch ihre Entwicklung und Organ,- sation zwar einigermaßen gegen Ausbeutung gesichert, das Gegenteil trifft aber für die Kal,. Industrie zu. Hier sind die Verhältnisse so- wert gediehen, daß das Ausland, namentlich Amerika, auf die Gesamtproduktion einen unge­heuer schädigenden Einfluß gewinnen kann, falls nicht staatlicherseits eingegriffen wird.

Fällen der ausschlaggebende Faktor. Der Vater Hut das gewichtigste Wort batet, er entscheidet über die Höhe ter Mitgift, er fartfram teften be­urteilen, ob ter neue Schwieger sich» auch ben

graphisch emfordern.

* Limburg, 13. April 1909. Die 19. Haupt­versammlung des Katholischen Lehrer» Vereins im Reg.-Bezirk Wiesbaden fand hi« statt. Am Dienstag nachmittag 3 Uhr begann die Delegiertenversammlung, die vom ersten Dor- fitzenden Thörnrnes (Wiesbaten) geleitet wurde. Die Bohandlung, welche die Besoldung-- vorlage im Herrenhause gefunten hat, ver­anlaßte folgettte Resolution, bte durchs den Hauptvorstand dem Vorstände des katholischen Lehrerverbantes Preußens zur Erledigung über-

Wendungen einem nicht gerade bedeutenden, aber mit Erfolg aufgeführten Theaterstück, dos am Hofe Friedrichs des Großen im Jahre 1'66 irt Szene ging. Die Heldin, die ter Werbung des Geliebten voller Freude entgegensieht, sagte, noch ehe der Mann ihr den Heiratsanttag machte: „Spruen Sie mit Mama!" und kurz nach bei Aufführung dieses Schwankes hörte man allent­halben, da wo es sich um irgend eine Ennchev düng handelte, oft genug auch von bärtigen Lip- tert im Scherz, auch im Ernst „Sprech«, Sie mtt Mama ft Und dieses Wort hat sich erhalten drs

* Gieße«, 10. April 1909. Ein e glück- liche Gemeinde ist das Dorf Ettingshausen. Es erhebt keine Gemeindeumlagen, zahlt viel­mehr noch jedem Ortsbürgec jährlich 15 <£ start Lesholz aus. Trotzdem hat die Gemeinte seit Jahren größere Ausgaben gehabt, ein zweiklassi- ges Schulhaus erbaut, die Wasserleitung ange­legt, zum Bahnbau Grünberg-Lich 75 000 Mark Obligationen übernommen. Auch ist der Anschluß an das Elektrizitätswerk Litzberg beabsichtigt.

geben werden soll:

„®te 19. Hauptversammlung drs Kathol. Lehrer»

Erscheint tSgllch mit Aurnahme der Som« »nd Feiertage, viertel« Mrlicheevezusrprei« ohne vttngerlohn unb vesteLgelbinZulbaso. »te auswärts 1-50 81L

verantt». Hetetitntl Cat! Schütter

* Wiesbaden, 13. April 1909. Hebet 80 Mit- glieber des Wohnungs-Reformvereins aus England, bekanntlich auf einer Studien­reise in Deutschland begriffen, trafest heute vor- mittag hier ein und wurden vom Kurintendanten Borgmann am Bahnhof empfangen. Es folgte im Festfaal des Rathauses die Erklärung der Zeichnungen der städt. sanitären- und Kanal­anlagen, darauf die Begrüßung ter Gäste bitrdj Herrn Oberbürgermeister D. v. Jbell im Beifein bau Vertretern der städt. Körperschaften und die Einzeichnung „ins goldene Buch". Gegen 1 Uhr versammelten sich die Besucher zu einem Diner, gegeben von ter Stadt Wiesbaten im Kurhause, an dem 106 Personen teilnahmen. Gegen 3 Uhr unternahmen die Engländer in 20 Wagen eine Fahrt noch dem Neroberg, daran schloß sich eine [ Besichtigung des großen Stadtkanals.

i * Nassau, 14. April 1909. In eine un- i angenehme Lage kam biet eine Familie, die von einem Oflerausflug zurückkehre» wollte. Die Familie wat in ben Zug gestiegen, ter Zug war bereits in voller Fahrt, als man eines der Kin­der vermißte. Man hatte geglaubt, das Kind sei mit in den Zug eingestiegen und hatte fich um dasselbe weiter nicht gesorgt. Aks bet Mann aus dem Fenster schaute, s<ch er noch das laut weinende Kind eine Strecke neben dem Zvg her-

• Schmitten i. T., 14. April 1909. Seßhafte Gäste, welche die Feietatendstunte Nicht respek­tieren wollen, find meist eine Qual für den Wirt. Der Besitzer einer hiesigen sogen, „besseren" Wirtschaft hat nun ein sehr einfaches Mittel ge­funden, um den Hockern das Vergnügen zu ver­leiden. 6t hat nämlich ein Plakat auf gehängt, auf dem zu lesen ist: „Nach der Polizer­st« st de für Getränke doppelte Preifeft

laufen. Nur mit Mühe konnten die Mitteisenden ibn zurückhakten, aus dem in voller Fahrt be­findlichen Zuge zu springen. I» Obernhof mußte die Familie cmSsteigen und das Kind tele-

Hundearten.

— „Sprechen Sie mit Mama!- In jedem Roman, in jeder Novelle ist einmal der Satz zu

sieben die volle Kötperkraft erreicht. Sind fünf-1 mal sieben Jahre verfiosse-n, so ist Geist und Kör­per in der vollen Reife. Doch ach! mit sechsmal steb-n macht sich die Abnahme ter Kräfte bemerk­lich und mit den bösen siebenmal sieden tritt sie im vollen Matze ein. Achtmal sieben ist 56, und ba gesteht jeder, et fühle, daß er älter geworden. Kommt er bis zum neunmal siebenten Iahte, so gibt er es gewiß zu. Bei ter nächsten Sieben werden die meisten erfahren, daß das Wort des 90 Psalms wahr ist: Unser Leben währet sieben- zig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sinds achtzig Jahre, und wenn es köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen.

— Sonderbare Matzuahmm gegen ben Kleider- lurus. König Johann in. bet Schweden ließ für jedes sewene Kleid, das eine Frau besaß, idr einen Soldaten ins Haus berufen, iür dessen Beköstigung sie zu sorgen hatte. Ties batte zur Folge, daß das Tragen von seidenen Röcken sehr zurückging. Eine Luxussteuer, wenn auch nicht in dieser Form, wäre auch beute nicht so ohne N?

Es folgte dann die Besprechung dsr gestellten Anträge. Wir führen folgende an: Der Kathol. Lehterverein im Regierungsbezirk Wiesbaden hüll die Errichtung eines Lehr er Heims für wünschenswert. An die Verbandsleitung wird ter Wunsch gerichtet, die Sacke eiftigft zu betrü­ben, damit in Verbindung mit dem Bezirksverein Rheinland, welcher bereits in dieser Hinsicht vor­gearbeitet hat, baldmöglichst ein Heim für er- holungsbedürftige Lehrer geschaffen werde. Der Kathol. Lehrerverband möge ein Betet n s o r • g an grünten, mit einem unabhängigen Neoat- reur als Leiter. Die Versammlung beschloß im Sinne des Antragstellers.

Hoffnungen entspricht, die man sich für die Zu­kunft ter Tochter gesteckt hat, er behalt am besten den objektiven Blick, ob der Bräutigam sich auch später bewähren wird, wenn ter erste Liebes­rausch ein wenig verflogen ist. Und dennoch weist die Tochter den Mann, der ihr einst nahestehen soll, zur Mutter. Weitz sie tex^ daß die Mutter fühlende Frau am besten beurteilen kann, wie es in dem Herzen des ßtnteS ausfieht. Auch sind Frauen, die die Freuden der Ehe kennen, stets bei eit. neue Ehen zu stiften. Die Freude an dem Zustandekommen einer Partie ist ein so ausgespro­chener weiblicher Zug, wie etwa die Eitelk-'t und die Putzsucht. Aber dies geflügelte Wort: sprechen Sie mit Mama!" hat seinen Ursprung däcl nicht darin, daß die Tochter fich in Herzens­angelegenheiten zur Mutter ..flüchtet, es en> stammt wie fOtele der gebräuchlichsten Rede-

— Die Abstammung und Heimat unseres Da- 1 ckkl« ist eine Frage, die erst durch die Unteffuchun- ! (ku C. Kellers und anderer Forscher emkgerma- > ten geklärt Worten ist. Der lange, MankeLeib < ter seine kluge Kopf mit ben Hängeohren und dem fräfrigen Gebiß, sowie daS Slatte, straffe . Haar kennzeichnen unfern Waldmann als einen Verwandten des Windhundes, ter seinerseits vom abessinischen Wolf, einem mittelgroßen Raubtier von rötlichgelber Farbe, abstammt. Sem schkan- ker Bau machte den Windhund schon früh für ou Jagd auf Gazellen und Anrilopen geeignet, und täten 3000 Jahre v. Ehr. war er ein Lieblings- iier ter Aegypter; die Abbildungen, die uns m ten Tempeln noch erhalten geblieben find, zeigen aber, daß damals seine Ohren noch nicht herab- hinnen, sondern aufwärts standen wie bei seinen etammeltern. Von diesem ägyptischen Windhund stammen eine große Anzahl Rassen ab, die samt- lich schlank und hochbeinig sind und sich über die ganze Erde verbreitet haben. Auch unsere Jagd­hunde stammen zuletzt von diesen aftittmischen und ägyptischen Stämmen ab. Der Teckel nun ist ollem Anschein nach das Züchtungsprodukt einer attäayptischen Modetorheit. Geradeso tote vor etwa 40 Jahren eine Zwerg form der grußai Dcggenarten, der MopZhund tn Mode mm, lwo- ttn die Aegypter eine Zeitlang gewisse Wins- hunde, deren Glieder rhachitische Verkümmerun­gen zeigten. Diese Verkümmerung wurde toayr- sch«inlich künstlich hervorgerufen, und zwar da­durch, daß den Heranwachsenden jungen Tieren jeder Kalk in der Nahrung vorenthalten wurde; eine Folge davon war, daß, wie bei der englischen Krankheit der Kinder, die Knochen und die Ge­lenke weich blieben und fick unter dem Truck des wachsenden Körpers verbogen. In den Grab- Fammern von Benihassan findet sich eine Zeich-

Die Unfälle müssen wie bisher die Unterneh- : ner selbst anzeigen. Die Unsallanzeige geht tonn durch die Hand des Versicherungsamtes an tos zuständige Unfallberufsgenossenschaftsorgan. . Die Ortspolizeibehörde ist bei der Untersuchung tn die Weisung des Versicherungsamtes gebunden »nd hat die Untersuchungsverhandlungen sofort ♦em Versicherungsamt zuzusenten. Dieses hat luch zu ermitteln, ob ter Unfall voraussichtlich nnen Entscl-ädigungsanspruch zur Folge haben wird — nicht jeder Unfall bedingt ja eine Ent­schädigung, er muß eine mindestens zehuprozen- Hge Erwerbsbeschränkung im Gefolge haben — »nd hat bejahendenfalls ein ärztliches Gutachten kinzufordern, das sich über den ersten Befund, ben ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall ,nd ferner darüber auszuspvechen hat, ob die Üebernahme des Heilverfahrens durch die Be» nifsgenoffenschaft angezeigt ist.

Durch diese Bestimmungen wird zweifellos titonche Streitigkeit vermieden und durch letzt- genannte Maßnahme mancher Unfall in feinen Folgen abgeschwächl werden können. Anträge tuf Herabsetzung oder Erhöhung der Rente, Anf- hebung oder Ruhen derselben oder auf neue Fest­stellung ter Rente bei Gewährung einer Rente auf Zett wegen Nichteintritts der erwarteten Bef- ferung sind an das Versicherungsamt zu richten, gegen den bisherigen Zu stand unzweifelhaft eine wesentliche Besserung. Anträge auf Kapitals­abfindung durch den Unfallrentner, sowie An- träge auf Invaliden-, Alters-, Hinterbliebenen­oder Zusatzrente, Witwengeld, Waisenaussteuev — in den letzten Fällen liegt eine Neuerung be­züglich des Jnvalidengesetzes vor — ferner auf Erstattung der Beiträge sind ebenfalls beim Der- sicherungsamt zu stellen, ebenso Anträge auf Ent- ziehung oder Ruhen solcher Renten.

Der Spruchausschuß des Versicherungsamtes hat nach Klarstellung des Sachverhalts durch den Vorsitzenden, ter an bestimmte Beweismittel nicht gebunden ist, Augenschein zu nehmen, Zeugen und Sachverständige, auch eidlich, zu hören, Gut­achten von ersten Sachverständigen und amtliche Auskünfte jeder Art einzuholen, endlich durch Abgabe eines Vorschlages oder einer Erklärung bei ter Feststellung der Leistungen mitzuwirken. Der Spruchausschuß des , Versiche­rungsamts entscheidet, neben den Streitigkeiten »uz der Krankenversicherung, auf den übrigen Gebieten der Reichsversicherung (Unfall-, Alters- und Invalidenversicherung) über Anträge der Berficherungsträger auf Herabsetzung, Aufheb­ung oder Einstellung festgestellter Leistungen. Die Sache liegt also so, daß bei der ersten Renten- festsetzung Versicherungsamt unb,, Versicherungs- träqer zusammenwirken, bei Kürzung oder Beseitigung der Leistungen hingegen muß Her Versickeruugsträger einen entsprechenden Au-

hxtg beim Versicherungsamt stellen, welches dann zu entscheiden hat. Damit wird den vielen ost rigorosen Rentenkürzungen oder -Beseitigungen durch die Versicherungsträger, gegen deren Ent­scheide der Rentenempfänger langwierige Pro- zefse führen mußte, ein Riegel vorgeschoben, denn bei dem Versicherungsamt wirken ja Vertreter ter Versicherren mit.

Das Zusammenwirken bei der erste« Reu- tenfestsetzung besteht darin, daß das Versiche- rungsamt einen Vorschlag und in einigen tefortbenm Fällen — Antrag auf Heilanstalts- pflege, Kapitalabfindung an Ausländer oder an Inländer bei kleinen Renten ufw. — eine Er- flanmg an den Verficherungsiräger abzugeben hat. Das Versicherungsamt hat sich darüber aus­zusprechen, ob und welche Leistungen zu gewäh­ren sind. Der Vorschlag legt die Art, Höhe und Dauer der Leistungen, sowie die Grundlagen ihrer Berechnung in Ziffern vor. Der vom Trä­ger der Versicherung erteilte Feststellungsbescheid muß ersehen lassen, ob die Feststellung mir dem Vorschläge des Versicherungsamts übereinstimmt.. Ist das nicht ter Fall, dann hat ter Feststellunzs- befcheid der Versicherungsanstalt oder Berufsge- nosienschaft den Wortlaut des Vorschlages des Versicherungsamts und die für die Abweichung maßgebenden Gründe der Genossenschaft ufw. anzugeben. So hat der Versicherte sowohl wie das Oberversicherungsamt, das an Stelle der jetziger Schiedsgerichte für Arbeiierverficherung treten soll, bei einer eventuellen Berufung gegen den Feststellungsbescheid, den genauen Tatbestand zur Hand. Das ist ein ganz bedeutender Fort­schritt gegen früher. Die lebhaftesten Klagen der Vefficherien gingen dahin, daß die Versicherungsträger einseitig die maßgebenden Unterlagen für die Rentenbescheite beschaffen, der Versickerte in dieselben in den meisten Fäl­len keine Einücht nehmen konnte, bei einer Klage

k. Einheitlichkeit in der Arbeiter- Versicherung. •)

ii.

Dem Bersicherungsamt sollen des weiteren m allgemeinen alle Aufgaben aus dem Gebiete er reichsgesetzlichen Versicherung übertragen zorden, die noch der geltenden Gesetzgebung Hoche ter unteren Verwaltungsbehörden, der Ge- neinben unb sonstiger unteren Instanzen sind. Datei liegt ihm zugleich für feinen Bezirk ob, inentgelflich über alle Fragen Auskunft zu er­eilen, die mit der reichsgesetzlichen Versicherung h VÄbmdung stehen.

aus den heutigen Tag.

— Siebes. Sieben ist die Zahl, mit welcher

;m,uluu Ul i<VCT givveue h* w™—» . unser Leben steigt und fällt. Im siebenten „„„___v__r________ — -

lesen, ter tem Munde der Heldin mit entsprechen- Jahre sehen wir bei Sintern die^ zweiten Zähne verein- im RegierungsbezirkWieKadm t^chtteßt^ii den Augenblick entschlüpft, den sie fast mechanisch kommen. Mit zweimal sieben ^hren ist ba»

bet ter Werbung hervorbringt: „Sprechen Sw Mädchen zur Jungfrau erblüht, wir» au» tem %«««« des Hoten

mit Mama ft Weshalb spricht man gerade mit Knaben der Jüngling. Mit dreimal sieben ^ah- - rilj)ten m(t t,et Sitte, bte Bortage in der Ptema? Die Mutter ist doch in den seltensten s ren ist die volle Körpergröße Und mit viermal | ^em «bgeotbnetenbeufe beroön

gegangen ist, anpmehmes. Sollte wider Erwmiea die Borlage an das Abgeordnetenhaus zurückaehen muffen, so wolle der Berdandsvorstand sofort bei diesem Hohen Hanse vorstellig werden, das die BesoldnngSvorlage in der einmal angenommenen Fasiung deibehalten werde, damtt einem groben Teil der prenbischen Lehrerschaft wenigstens die Wohltat diese« Gesetzes zuteil wird. !

Göttingen, 13. April 1909. Nach Ostewn ; - - . < ■ - unie?? chnziaeb^Rettung I wird an ter hiesigen Universität das erste deut-

reicht werden könne. „Unsere einzige meramg Q n r r p A,. L u f t s ck i f fa h r t abge- ist- die Erfindungen andererNatloneiiamzu. ^^9. ^^f. Dr/Prantl, der vom Kul-

nutzen, und zu verbessern. Oberst^Ma sey g * einen Lehrauftrag über das ge-

-fetKea»* »L;? oJf bt berS’ten" fotnte Gebiet der Aeronautik erhallen hat, wird

tausenö Mann stark die auf üie verschißenen Vorlesungen, zu denen sich bereits eine ge- «eebafen zu verteilen seien. ___ nügenbe Anzahl von Hörern gemeldet har, tem-

------- ' I nächst beginnen. Das erste Thema, über das er

Ans nodlbärOCbiCfC. ein zweistündiges Kolleg hakt, hrirb »Wissen- , ,, schuftlickie Grundlagen der Luftschiffahrt' laü-

* Alsfeld, 15. April 1909. der letzten g„ ber Universität werden auch praktische Sitzung des hiesigen Kreisausfchustes kam ter I uteungen statrfinden.

Fall vor, daß eine Gemeinde zur Erbauung ------

einer Wasserleitung verurteilt tour­te. Es handelt sich um den benachbarten Ort

Altenbuog, der trotz sckflechter Wasserverhältmsse fein« Wasserleitung Bauen wollte, deshalb schon ftit Jahren die links der Schwalm wohnenoea Hofteitentesitzer mit schlechten Wasserverhältnis- fen zu kämpfen haben, ohne daß der Gemelnte- ■ rat iraenb etivas zur Verbesserung unternahm, i * Herbstein, 15. April 1909. Ein schlimmer j Gaunerstreich ist hier verübt worden. Erne hiesige Familie hat einen Sohn in London, wo er als Arbeiter beschäftigt ist. Dieser Tage kommt nun desieri Freund Wiegand hierher unb l teilte den erschreckten Eltern mit, der Sohn sei wegen einer Schlägerei ins Gefängnis gekom­men. Wiegand wollte fein Geld für seine Be-

I freiung verwenden ,doch fehlten ihm noch 300 oft. Die gering- bemittelten Eltern konnten aber dem „treuen Freund" nur 100 geben. Er reifte ab, ließ sich aber nach Frankfurt noch 100 »< schicken. Nach Köln sandten die Eltern aber­mals eine Summe, nachdem ihnen Wiegand die Befreiung des Sohnes mitgetMk hatte. Dann I verlangte er wieder von Franksurt aus 200 M für den Rechtsanwalt des Sohnes. Da fchöpften die Ettern Derdackit, ließen an die Polizei nach Frankfurt telephonieren, telegraphierten zugleich an ihren Sohn nach London und alles erwies sich als Mttdlicher Schwindel. In einem .Frank­furter Hotel tourte der „gute Freund" mit „fei­ner Frau" verhaftet.

Deutsches Reich.

X Die drahtlose Telegraphie will man im Dienste der Kolonien in au-getehnteiem Maße zur Amveudung bringen. Das ReichSkolonial- amt befaßt fich int Einvernehmen mit den übrigen Reichsbehörden mit dem Plane, die Südfeegebiete durch Errrchkuii i von Stationen mit drahtloser Telegraphie untereinander unb mit der Heimat za verbinden. Bei den verhältnismäßig hohen Kosten und dem augenblicklich ge ingen Verkehr ist an die Legung von Kabeln nach unseren Süd­seekolonien nicht zu denken. Man will daber die Funkentelegrapkie in weitgehendem Maße | zur Anwendung bringen.

* Gegen bas Eindringen ausländischen Kapitals "in den heimischen Bergbau wird dem Landtag ein Gesetzentwurf zugeheu, wonach ausländische juristische Personen mm Erwerb von Bergwerkseigenlum und zur selbständigen Abbau-! nung, die nachweift, daß damals schon, also mehr als zwei Jahrtausende vor ter neuen Zeitrech­nung, solche Teckel in Aegypten gezüchter wur­den: allerdings scheint damals die Stesse noch verhältnismäßig jung gewesen zu fein, denn die Ohren find tote bei ihren Stammeltern, den Windhunden, noch auftecht. Obgleich unser Da- ckel also ursprünglich von einer krankhaften. Krüppelform abstammt, die merkwürdigerweise beständig' wurde und auf das ehrwürdige Alter von mehr als vier Jahrtaufenden zurückblickt, ist er doch heute eine der festesten und beständigsten

Zuldaer W Zeitung

JÄ'Ä«. toodKittotoy: „Illustrierte Somtagzzeitmig" Monakbeiias-: „Zuldaer Geschichtzblätter"

** Die Vorbereitungen zu den diesjährigen

englischen Kriegsmanöveru werden gegenwärtig ---------- ------- ---------- _

getroffen. Tie Truppen sollen vor allent nn I Z^des, Steuerfreiheit und Forrschritt, verdankt Schießen auf Luftschiffe und Fesselballons unb im bie Gemeinde ihren großen Waldungen, die jähr- Schießen auf Scheinwerfer eingeübt toerben. <einen Erlös von 22 000—28 000 abwer- Oberst Massey, ben die britische Luftslortenliga |Ctt. igog betrug der Jahreserlös 27 580 Jt, mst den Unterhandlungen im Kriegsministerium ^07 23 720 <Ä, 1908 23 925 Jt und im abge- über die Organisation einer „Armee von Aero- wufenen Winter 1909 rund 22 500 <M.

nauten", wie sich die Blätter ausdrücken, betraut . Ohrdruf (Thür.), 13. April 1909. Eit« hat, ist überzeugt, daß mit 3 Millionen Mark u 6 mi f,, 0 n S b i ü t e zeitigte die Äusschrei- ein sofortiger und erfolgreicher Ver,uch gemaast der Arbeften zur Gewinnung von Kies­werden kann, um für England die Herrschaft der Kßb &er Transport auf dem GelänSe

Lust zu sichern. Oberst Massey wird, so mczahlte Truppenübungsolatzes. Bei der Eröffnung

er einem Vertreter der „Erpreß . zunaWl ein 1 einqeqQnaenen Offerten im Militärbauamt

Zeppelinluftschijf und erneu franzopschen W- auf bem Lagergelänte betrug die Höchstforderung starren Ballon, sowie zwei Wrrgtsche und 247 925 jt und die Mind^tforderung 81 890 <A. Farmansche Flugmafchmen kaufen. E- habe km- ba nun richtig gerechnet?

neu Zweck, sich vorzuuigen, daß durch die Erpen- . , - ' - - - — -

mente mir englischen Luftfahrzeugen etwas er-