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Fulda, Dienstag den 6. April 1909

JW 78

36. Jahrgang.

Zweites Mtatt

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Bad Salzschlirf.

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Kopfschmerz

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„verdaut alle Speisen mvhelo5.'(

steuer die Steuer nach dem gemeinen Wert für unbebaute Grundstücke in den nächsten drei Jahren nicht zu erhöhen. — Der' 19jährige Steinmehgeselle Adam Karmvodt, der im vorigen Jahr in Gemeinschaft mit dem Stemmetzlehrling Richter in Oberdorla das Mädchen Mathilde Groß ermordete und vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt wurde, wurde vom König zu lebenslänglichem Zuchthaus be. gnadigt.

* Schmalkalden, 4. April 1909. Hier wurde ein mit zwei Hunden bespanntes Metzgecfuhc- Werk von einem Eisenbahnzuge überfahren. Die Hunde sind tot, der Wagen wurde zertrüm- mert und der Lenker verletzt.

es u. a.: Wenn auch das Schlimmste abgewendet zu sein scheint, so ist damit der Stand der Win­tersaaten keineswegs allgemein befriedigend, ge­schweige denn gut, namentlich die späten Saaten sind infolge der schwierigen Herbstverhältnisse nach wie vor schwach entwickelt, und aus- schließlich von der Gunst des Frühlings, beson- decs von dem Fernbleiben der Nachtfröste, wird es abhängen, ob die Wintersaaten sich gesund und kräftig entwickeln werden. Der auffallend wenig nachteilige Einfluß des strengen Winters auf die Saaten wird darauf zurückgeführt, daß der Bo­den bei dem wiederholt eingetcetenen Tauwetter fest gefroren blieb, so daß das Wasser nicht ein­dringen konnte, und daß bei dem letzten langen Frost die Saaten durch eine starke Schneedecke geschützt waren. Vereinzelt wird sogar darauf hingewiesen, daß die späte Saat gerade wegen ihres unentwickelten Zustandes verhältnismäßig durch den Frost weniger gelitten habe, als die frühe Saat. Die Frühjahrsbestellung ist noch! weit im Rückstände, vielfach um etwa vier Wo­chen gegen normale Jahre.

«rscheiut tiigNch

Ausnahme der $o.<«3 und Feiertage. Vierte«; jährlich«» verngrpreis ohne »ringerlohn und VesteSgeld in Fulda so- Vie auswärts 1-50 lllk.

Verantw. Redakteur: Lar» Schlitt«;

3.KÄS«. wochenbeiiaze: „Illustrierte §onntag;zeitung

Aus Kirche und Schule.

* Wiesbaden, 4. April 1909. Die hiesige Kgl. Regierung beabsichtigt ein „Amtliches Schulblatt für den Regierungsbezirk Wiesbaden" herauszu­geben, das den Verkehr zwischen der Regierung einerseits und der Schulinspektion und den Lehr­personen andererseits vereinfstachen soll.

Pflanzenbutter.

Man sammle die Gutscheine wegen der Gratisbeigaben und beachte deren verschiedenen Aus-

vermischter.

* Geld im Backofen zu verstecken, ist wenig an, gebracht. Um gegen Langfinger gesichert zu sein hatte dec Landmann Petersen in Buhrkallb« Tondern mehrere hundert Mark Papiergeld in Backofen versteckt. Vor Dieben war ez da sicher, da er aber seiner Frau nicht verraten hatte, wel­chen eigenartigen Gelüschrank er in Benutzung ge­nommen, heizte sie, nichts Böses ahnend, am fol­genden Morgen den Ofen zum Backen an, und bad schöne Geld wurde zu „Asche".

* Auch «in Vogelfreund. Eine besondere Dor- liebe für Kanarienvögel hat ein Mann in Altona. Bei einer bei ihm vorgenommenen Haussuchung fand sich eine nicht weniger als ein­hundertachtzig Stück umfassende Kanarienvogel- Sammlung vor, die der eigenartige Vogellieb- Haber nach seinem Geständnis in dem kurzen Zeitraum von neun Monaten zusammengestohlen hat; nicht etwa zum Verkauf, sondern um sie alle singen hören zu können.

I , * Ulrichstein, 3. Avril 1909. Das Schösfenge- I richt verurteilte den Stromer, der in Groß-Felda I den Bürgermeister schwer mißhan- delt hatte, zu neun Monaten Gefängnis. Der I Stromer gab beim Bürgermeister an, er sei krank und legte sich in den Hansflur. Als dec Bürger-

I meister an ihm vorbei wollte, um den Arzt zu ru­fen, sprang der „Kranke" plötzlich auf und schlug rhn zu Boden. Mit Mühe gelang es den Nach- I barn, den Stromer zu überwältigen und zu fes­seln. Jetzt hat er seine verdiente Strafe er­halten.

* Kassel, 5. April 1909. Ein in den zwan­ziger Jahren stehender Schlosser, der sich in der Vahnhofsreparaturwerkstätte auf Kassel R. für den Lokomotivführerdienst vorbilden wollte, ließ sich in der Nacht auf Sonntag zwischen Bahnhof I Wtlhelmshöhe und der Haltestelle Kirchditmold I in selbstmörderischer Absicht von einem Eisen- bahnzuge üb er fahren. Er war sofort tot. Der Selbstmörder war vor einigen Tagen wegen mancher Vergehen und Unzuverlässigkeit entlassen worden. — Auf dem Standesamt 1 hchen am letzten Samstag nicht weniger als 31 Ehe­schließungen stattgefunden.

* Mainz, 5. April 1909. Von der Strafkam­mer wurde der Sparkassenbuchhalter Scheuer we­gen Urkundenfälschung und Unterschlagung von 15 000 M zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahreti verurteilt.

' Erfurt, 2. April 1909. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung wurde beschlossen angesichts der Einführung einer Wertzuwachs-

veutsches Reich.

ksc. Herrenhaus und Lehrerbesoldungslesetz. Nach Zeitungsberichten hat die Kommission des Herrenhauses neben der Aendecung der Staats- Zuschüsse zur Lehrerbesoldung auch beschlossen, die fünfte und sechste Alterszulage auf 250 M zu erhöhen, dagegen die dritte und biette Zulage von WO auf 200 «Al herabzusetzen. Das bedeuten für die Lehrer im Alter von 34 bis 43 Jahren eine Herabsetzung des Gehalts um 50 bis 100 «Al. Der Beschluß des Abgeordnetenhauses ging von dem Grundsätze aus, die Gehaltssteigerung in den Jahren schneller herbeizuführen, wo die größ­ten Ausgaben an den Haushalt des Lehrers her­antreten. Wenn jetzt die außerordentliche Zu­lage erst Mitte der vierziger Jahre erfolgt, so trägt dies auf keinen Fall mehr diesem Grund­sätze Rechnung. Dabei ist der finanzielle Effekt nicht groß, es werden etwa iy4 Mill. Mark er spart. Das Herrenhaus hat am Anfangs- uni Endgehalt nichts geändert, aber 20 000 Lehrern mit mittlerem Dienstalter hat es die Gehaltsbe- züge gekürzt.

Nachweislich allein echter Peru-Guano

MF „Fülihornmarke^^W den Anglo-Continentalen vormals Oblendorffschen Guanowerken als ■»r«5,= ,er' Kartoffeln, Run kein, Zuckerrüben nutz (Semittc ist stets vorrätig bei [713

<1. J. Kircher, Ww., Fulda.

W* Bor allen minderwertigen sonstigen Marken wird gewarnt!

I Gesangverein, 184 (Belsazar, Neumann). 12. Krettznachec „Liedertafel", 131 (L Heimweh I, S. 154; 2. Der Jäger aus K.) 13. „Liederhalle".

I Karlsruhe, 190 (1. Sturmbeschwörung, Joh. Dur- I rer; 2. Wohin mit dec Freud, Silcher). 14. Sän- I gerchor des Turnvereins Offenbach. 200 (1. Früh- I lingslied, C. M. v. Weber; 2. Märznacht, Kreu- I zer). 15. „Rheinland "-Koblenz, 224 (Noch nicht I bekannt). 16. „Colombey"-Elbecfeld, 257 (Die I Allmacht, V. Lechner). 17. Gelsenkirchener Män- I nergesangverein, 225 (Nordmännerlied, Sturm). 118. „Frohsinn"°Mülheim a d. R., 209 (Maienzeit, I Rieh). 19. „Einigkeit-Bochum, 218 (1. Die All- I macht, V. Lachner; 2. Hell ins Fenster, Kremser). 120. Kruppscher Männergesangverein „Gemein- I wohl" in Essen a. d. R., 279 (Thalatta, Heuser). I 21. Männergesangverein Gelsenkirchen, 164, (Ab- lösnng, Hutter). 22. „Konkocdia-Essen a. d. R., 265 (1. Fridericus Rex, Löwes 2. Verlassen, Ko­schat). 23. „Schlägel und Eisen"-Bochum, 249 (Sehnsucht, Schubert). 24. Sängervereinigung Krefeld, 230 (Warnung vor dem Rhein, Neu­mann). 25. Duisburger Sängerbund, 189 (Die Meeresstimmen, L. Kempter). 26. „Liedertafel"- M.-Gladbach 203 (Noch nicht bekannt). 27. Kre- selder Sängerbund, 232 (Sturmerwachen, Neu-

! mann). 29. „Konkordia-Aachen, 204 (Vergebliche Flucht, H. Sitt). 30. „Hacmonia"-Aachen, 213 (1. Die Rose stand tut Tau, Schumann; 2. Pil­gerchor, R. Wagner). 31. Gelsenkirchener Sän­gervereinigung, 169 (Noch nicht bekannt). 32. Berliner Lehrergesangvecein, 282 (1. Ruhe schön­stes Glück, Schubert; 2. Lützows wilde Jagd, C. M. v. Weber). 33. Berliner Sängerverein (Ce- cilia Melodia), 139 (Gnädig und barmherzig, Groh). 34. Dortmunder Männergesangverein, 234 (1, Das deutsche Lied, Kalliwoda; 2. Dineta, Abt). 35. Lehrergesangverein-Dortmund, 283 fDas deutsche Lied, von Faßbnäder). — Voraus­sichtlich werden am ersten und zweiten Tage etwa 15, am dritten Tage vormittags 5 Vereine singen.

fast rauch-, ruß- und fchlackenfrei! Lauganhaltende Glut! Hohe Heizkraft.

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Aur dem Rachbargebiete.

Geisa, 4. April 1909. Der hiesige V or» schuß- und Sparverein hielt heute seine erste Generalversammlung in diesem Jahre ab. Herr Direktor B r e h l e r erstattete den Jahres­bericht ab. Es wurden wiederum 6 Prozent Di­vidende verteilt. Ter seitherige Kassierer Herr Kantor Klug wurde einstimmig auf die näch­sten drei Jahre wiedergewählt.

* Hanau, 4. April 1909. Die Verlegung unseres Infanterie-Regiments iff nun. mehr als endgiltig beschlossene Sache zu be- trachten. Den Offizieren dieieS Regiments wurde von der zuständigen Behörde die Mitteilung, daß der Kündigung ihrer Wohnungen, nicht« im

* Frankfurt a. M., 4. April 1999. Wir geben nachstehend die vollständige Liste der Vereine, die j am Kaiserpreis n ngen tettnebmen nedu den von ihnen gewählten Chören. Es sind im ganzen 35 Vereine mit 7199 Sängern. Die beigesetzten Ziffern bazeichnen die Zahl den Sänger; in Klammern sind die gewählten Chöre genannt: 1. Oberbonner „Sängerhain", 233 (1. Reiters Morgenlied, Ad. Kirchl; d. Die Allmacht, V. Lachner). 2. Quartettverein Düsseldorf, 1671 lDre Weihe des Liedes, Hegar). 3. Freundschaft"- Pforzhetm, 174 (Märzluft, Angerec). 4. „Phi-1 lomele -Düsseldorf, 143 (Im Gebirge, Schwarz). I 5. Barmer Sangerchor, 208 (Die beiden Särge, Se0a«’«:rJ3-‘ Kölner Männergesangverein, 233 (1.1 Ter Abschied, V.-L. I, S. 227 ; 2. Morgenlied Rietz). 7. Deutscher Sängerkreis Elberfeld 212 (1. Liebe R. Strauß; 2. Frühlingszeit, Wil­helm). 8. „Konkordta"-Karlsruhe, 131 (Die neue Wacht, Th. Geclach). 9. Erfurter Männer- gefangnerem, 127 (Im Gewittorstunn, Volk- mann. 10. Bonner „Liedertafel", 183 (Sonnen-! aufgang, Brambach). 11. Wiesbadener Männer-

vottswirtschastlicher und Soziales.

P. Der erste diesjährige Saatrnstandsbericht. Dre Pretsbecichtsstelle des deutschen Landwirt- schaftscats hat über den Saatenstand eine Um­frage bei über 1000 Berichterstattern veranstaltet, deren Ergebnis jetzt vorliegt. Auf Grund der Ermittlungen meldet die Becichtsstelle, daß die schlimmsten Befürchtungen der Land­wirte hinsichtlich der Wintersaaten sich jetzt bei Eintritt der ersten Frühlingstage glücklicher­weise im allgemeinen als unbegründet er- ' wiesen haben. Die Mehrzahl der Berichterstatter haben Ende März mitgeteilt, daß der Stand der Wintersaaten wider Erwarten besser ist, als man bisher zu hoffen gewagt hatte. Verhältnismäßig am günstigsten lauten die Berichte aus dem nord- deuffchen Flachland, während die Berichte aus dem Südwesten und Süden Deutschlands nicht ganz so hoffnungsfreudig gastimmt sind. Bei Beurteilung des Berichtes ist zu berücksichtigen, daß infolge des außergewöhnlich langen Winters die Entwicklung der Saaten teilweise nur sehr wenig vorgeschritten war, um schon ein sicheres Urteil zu ermöglichen. In dem Berichte heißt

rsk für fernste Spitzen und die zartesten Gewebe wie keine andere geefonrf üu dieselben ohne Sorge miT diesem stete gteichbleibenden Fabrikat waschen, der Erfolg ist vorzüglich und verschafft der dn« sichtevollen Hausfrau Freude! Man verwende aber nurSunlichtSeife!

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Ausland.

•• Für eine stärkere Befestiguttg der franzö- fische« Ostgrenze tritt dec Senator Charles Hum­bert ein. Ec schreibt in der „France militaire" u. a.: „Anstatt die Fonds der nationalen Ver- terdtgung mit der Errichtung sogenannter „Stütz- punkte" tn entlegenen Ländern zu verplempern, Stützpunkte, die in Wirklichkeit von unseren Schiffen nie angelaufen werden, haben wir die nwralifche Pflicht, diese Gelder zur Verstärkung der Verteidigung an unserer Ostgrenze zu ver­wenden, denn es ist in den Vogesen, wo in Wirk­lichkeit über das Los unserer Kolonien entschie- den werden wird. Die französische Nation muß tm Gegenteil mit aller Energie darauf dringen, daß die Befestigungsarbeiten an dec deutsch-fran- zösischen Grenze um jeden Preis so bald als mög­lich vollendet werden."

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(re,.) Scan Oker, «obker. i Dieser Vries einer Mutter lenkt dte Aufmerksamkeit auf einen be« sondere« Bermg von Scotti Emulsion. ScottS Entulston wird nicht nur auch da gut vertragen, wo Milch zurück- gewiesen wird, sondern durch Kräf« tigung de» gesamten Organismus und besonders derBerdaunngSorganß regt sie dar Verlangen nach regel« mäßiger Nahrung nachhaltig an und hat so doppelte nährende Wirkung^ tvaS von bem gewöhnliche«, so um angenehme« Lebertran gewiß nicht |u sage« is».

«BcotU »mufRw wir» eoe w «eMaftltttt* tat wetw Hti ,*aft un» iroat idi tot« m* »«»ich» ober Wat, iMMn i« »etflwtte« ta «actim mit a,lerer

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