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MaerW Zeitung

Fulda, Freitaq den 19. März 1909

M 64.

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Ratationrdruckund Verlag der Luldaer Ak- tiendruckerei in Lulda Fernsprecher Rr. 9.

Ignaz Hahn, Maurermeister Buttlar.

erscheint täglich mit Ausnahme der $o.m- «ndZeiettage virttel- tährliche'vezugrpreis ohne vringerlohn und veftelgeld in Zulda so­wie a«rwärtrZ.SvM.

Verantw. Redatteurr

Lari Schütter

Monakbeilage: „Zuldaer SeschichtMAter"

ron Aehrenthal auffordern, Serbien anzugrei­fen, das mit Freude den Krieg erwarte. — Nach andern Berichten nimmt man an, daß dis Kriegs- begeisterung nur in der Hauptstadt, in Belgrad, weite Kreise gezogen hat. Der serbischen Land­bevölkerung, dem Bauer und auch dem Handwerker, sowie dem Arbeiter, liegt ein Krieg gegen Oesterreich vollkommen fern. Im Gegen­teil. Sie würden lieber einen Krieg gegen das jetzige. Regime in Serbien führen, unter dem sie ganz außerordentlich zu leiden haben.

Ueber die Rüstungen Serbiens stellt die Wie- ner „N. Fr. Pr." folgende Rechnung auf: Die Aufwendungen, die in Serbien in den letzten fünf Monaten für militärische Zwecke erfolgten, betragen 75,4 Millione n.dje militärischen Eesamtauslagen der letzten zwei Jahre, während welcher die organisatorische Umformung und die Neuoelvasfnung der Armee durchgeführt wurde belaufen sich auf 193 Millionen Dinars (em Dinar — 80 £). Die Kosten des militäri­schen Riistungsprogramms, dasHm Jahre 19i)7 in Angriff genommen wurde und in letzter Zeit einer außerordentlich beschleunigten Finalisieruiig zugeführt wird, übersteigen somit die jährlichen Einnahmen des Staates, die nach dem Voran­schläge pro 1909 mit 104 Millionen Dinars ange­geben werden, um nahezu das Doppelte. Tie serbische Staatsschuld belief sich mit dem 1. Januar 1908 aus rund 546 Millionen, die einen jährlichen Zinsendienst von rund 27 Millionen, das sind mehr als 25 Prozent des Gesamtbudgets, erfordert. Durch die neuen Rüstungskredite er­fährt die öffentliche Schuld eine Erhöhung auf 616 Millionen Dinars.

gern werde, und so der Rhön Einnahmequellen Tiefen Ausführungen schlaf-

„§' Weimar, 12. März 1909. Der Weim a- rische Landtag beschäftigte sich heute mit deni Gesuch- der Ortschaften Helmershausen, Kal- [ tcnnordheini, Kaltensundheim usw. um Herstel­lung einer Bahnverbindung Meiningen— Kaltennordheim, sowie um normalspuri­gen Ausbau der Feldabahn von Kaltennord­heim bis D o r n d o r f. Abg. P o l z empfahl die Berücksichtigung der Petitionen, da die Babn- banten wirklich notwendig seien. Abg. Heim (Kaltennordheim) schilderte die Notlage, in der sich besonders die Bewohner der hohen Rhön be­finden, und schilderte deren Hoffnungen, daß sie durch eine Bahnverbindung Meiningen—Kalten­nordheim und besonders durch den Ausbau der Feldabahu eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse erlangen werden. Man hoffe allge­mein, daß sich durch solche Besserungen der Frem­denverkehr futoie auch der Wintersport, der in einzelnen Gegenden der Rhön ausgezeichnet sie­gle trieben werden könne, sich immer mehr einbür-

fuhren nach Gießen, um auf in der dortigen Ge­gend belogenen Gütern Arbeit zu nehmen. —

der österreichischen Flotte vor Spizza nicht ge- dämpft worden. Die fieberhafte Tätigkeit für den Krieg dauert an. Alle Landarbeiten sind eingestellt. Man hält den Krieg für* unaus­bleiblich und glaubt, der Krieg im Inneren Ser­biens und Montenegros werde mindestens ein halbes Jahr dauern und werde notwendigerweise zu einem europäischen Kriege führen.

Auch die in Deutschland wohnhaften Oesterreicher haben zum Teil die Einberufung er- halten. Wie gestern aus Sachsen, wird jetzt aus Frankfurt a. M. gemeldet, daß alle dort ansäs­sigen wehrpflichtigen Oesterreicher und Ungarn auf telegraphischen Befehl in ihre Garnisonen abgereist sind. Auch aus Altona wird berichtet, daß dort die in den Fabriken beschäftigten öster­reichischen Arbeiter telegraphisch einberusen wor­den sind.

Die Stimmung in Belgrad ist noch immer kriegerisch Nach Berichten, die von dort abgin­gen, als die letzten abwinkenden Aeußerungen aus Rußland noch nicht Vorlagen, glaubt man, daß ein österreichisch-serbischer Krieg die Einmischung Rußlands und danach einen europäischen Krieg zur Folge haben müßte. Oesterrsich-Ungaru werde es deshalb nicht wagen, einen sohchen Krieg zu entflammen. Diese Ansicht äußern auch die ser- bischen Blätter, die sich über die angeblich schwie­rige Lage, in die Oesterreich — von den euro­päischen Mächten, mit Ausnahme Deutschlands, verlassen — geraten sei, lustig machen und Ba-

200 Arbeitern der Fahrzeugfabrik zu vorhin- dern. Die von Staatsrat Nabe aus Berlin eingegangene Antwort läßt hoffen, daß der Fahr- zeugfabrik Arbeit aus dorn Kriggsministerinm zugewiesen wird.

* Mainz, 16. März 1909. Ein großer Betrugsprozey begann gestern vor der ersten Strajkammer in Mainz. Ängeklagt sind: 1. der 40jährige Geschästsführer Paul Grünwald zu Berlin, 2. der Bücherrevisor Max Lustig, 23 Jahre alt, aus Geisa, wohnhaft in Mainz, und 3. der 33jährige Kaufmann Friedrich Albert Kenn galt aus Reutlingen, zuletzt wohnhaft in Dotzheim bei Wiesbaden. Die Angeklagten (Lustig ist seit November in Hast, auch Kenngott ist in Uniersuchungshast) sind beschuldigt: 1. Grün­wald und Lustig: in gemeinschaftlicher Ausführung der Tat in der Absicht, sich rechtswidrige Ver­mögensvorteile zu verschaffen, das Vermögen an­derer und zwar: 1. zu Mainz Ende 1906 und anfangs 1907 das Vermögen des Posamentierers Marlin Reich um etwa 30 000 Mk., 2. zu Pirmasens, Worms, Höchst und Ludwigshafen im Juni 1908 das Vermögen des Schuhfabrik kanten August Mayer in Pirmasens um den Betrag von etwa 20 000 Mk. geschädigt zu haben, daß sie durch Vorspiegelung falscher und durch Entstellung und Unterdrückung wahrer Tat­sachen Jrrlümer erregten und unterhielten. 2. Kenngott zu Wiesbaden und Dotzheim fremde bewegliche Sachen, die er in anoeriraulem Besitz und Gewahrsam hatte, der Firma Karl Bender zu Dotzheim gehörige Gelder und zwar in der Zeit von Anfang des Jahres 1906 bis 1908 20 000 Mk., 12800 Mk., 20 000 Mk., 2000 Mark und 3500 Mk. sich rechtswidrig zugeeignet und über diese Beträge absichtlich zum Nachteil« der Firma Karl Bender 1. in Dotzheim verfügt zu haben und zwar um in drei Fällen dem An­geklagten Lustig einen Vermögensvoneil zu ver­schaffen, indem er drei Blanko-Schecks, die mit her Unterschrift der Witwe Karl Bender versehen waren. Den Anordnungen der Frau Bender zu­wider einen urkundlichen Charakter gegeben hatte. 3. Luftig allein zu Mainz, Dotzheim und Wies­baden im Juni 1908 Den Kenngott zu den von demselben begangenen strafbaren Handlungen durch Versprechen und durch andere Mittel vor­sätzlich bestimmt zu haben, indem er die zum Nachteil der Firma Bender durch Urkunden- ätschung, Unterschlagung und Untreue erlangten Geldbeträge von 12800 und 2OOOO Mk. an sich gebracht hat.

Gebrauchte aber noch gut erhaltene

ZMpsilllskhWschlile gibt ab, einzeln, auch komplete Garnitur; unter zwei Dampf­kesseln die Wahl (7 und 14

Die Einweihung des neuen Rathau­ses wird, wie Stadtbaurat Hopfner in der ge­strigen Stadtverordneten-Sitzung mitteilen konnte, Ende Mai oder in den ersten Tagen des Monats Juni dieses Jahres erfolgen.

* Hann. Münden, 16. März 1909. Gestern und heute ist abermals viel Neuschnee gefal­len. Ter erste Sah Hasen gilt als völlig ver­loren. Auch viele Feldhühner und anderes Wild ist eingegangen.

* Eisenach, 16. März 1909. Eine günstige Aufnahme hat die von Herrn Oberbürgermei­ster Schnüeder unterm 9. d. M. nach Berlin ge- richtete Anregung gefunden, die dahin abzielt, die bevorstehenden Entlassungen von rund

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’ Ludwig Thomas Komödie „Moral" hof­fähig. Ter Kronprinz und di-e Kron­prinz e f s i » haben ihren Aufenthalt in Frank- iurt auch zu einem Besuch des Theaters benutzt. Es Ittiir aber keine der üblichen Festvorstellüngen veranlaßt worden, sondern man gab ein Stück, das nicht gerade höfischen Charakter trägt: Lud­wig Thomas „M o r a l". Ter Ausführung wohn­ten auch Prinz Friedrich Karl von Hessen und Prinz Adolf von, Schaumburg-Livve mit ihren Gemahlinnen, den beiden Schwestern des Kaisers, bei. Der Kronprinz hat dein Intendanten Ktaar wiederholt für den „lustigen Abend" gadankt. Damit ist freilich nickt gesagt, daß das Berliner Königliche Schauspielhaus jemals das Stück auf seiner Bühne erscheinen lassen wird. (Der Sim- plizissimusdichter Ludw. Thomas versucht in dem Lustspiel „Moral" durch Verhöhnung der Bestre­bungen der Müßigkeitsvereine mit behaglichem Chm-mus zu zeigen, daß die „Unmoralischen" moralisch tmd die „Moralischen" unmoralisch sind. Allerdings sehr „lustig"!

* 6in Stück Grönland stellt heute noch das altmärkische Ue>berschwemmnngsg.e.biet der Elbe dar. Ueberall erheben sich noch Eis­berge, an den Bäumen haften in der Höhe von 2 M-'tern und mehr Eisringe. Eine Fahrt durch diese Eiswelt ist, da die Wege völlig aufgerissen lind, mit großen Gefahren verknüpft und kann nur mit äußerster Vorsicht unternommen werden.

_ Zwischen der bevorstehenden neuen Note an Serbten und dem gegebenenfalls nachfolgenden Ultimatum liegt noch eine Art von „Galgen­frist", die von den unbeteiligten Großmächten, nainentlich von Frankreich, zu einem letzten Ver- Mittelungsverfuche ausgenutzt werden könnte und sollte. Es sieht allerdings nicht aus, als ob ern solches Eingreifen erfolgen würde. Das ist tndes immer noch kein großes Unglück, so lange nur die Neutralität der Mächte für den Fall eines österreichisch-serbischen Krieges aesi- ck-ert, bleibt. Bisher liegt tröstlicherweiss kein Anzeichen vor, daß Frankreich oder England oder auch nur Rußland selbst zur Einmischung in den Kimpf entschlossen seien. Was Rußland an­geht, so läßt es ja neuerdings nachdrücklich be­tonen, daß es sich nicht in den Krieg einmischen will.

Heber die Mobilisierung in Oesterreich wird, die gestrigen Telegramme ergänzend, von autori- tativer Sette mitgeteilt:

. 3" Nacht von Montag auf Dienstag erschienen

V1 .oen Wiener Kaseinen Ordonnanzen und General» fladsosfiziere in Automobilen oder iu Pferde, welche etne Allerh öchfte Entschließung bekanntgaben, daß die m Bosnien und der Herzegowina und In Dalmatien stehenden Truppenkörper sowie die dahin noch abrückenden Truppen auf Kriegs stand ,u bringen, und daß die notwendigen Ersatzfor­mat, onen aufzustelle» find. In Kriegs,eiten werden nämlich bei jedem Regiment zwei Ersatzbataillone auf­gestellt, aus denen die Verluste, die die im Felde stehenden Bataillone erleiden, zu ersetzen sind. Im Sinne der Allerhöchsten Entschließung Haden noch im Laufe der Nacht die Ergänzungsbezirkskommandos die tot« beruf ung8f arten abg «schickt. DaS Er- überaus günstig, denn schon in der Rächt OUJ Dkiltwoch haben sich die ersten Er- Lnn s^”'5en ,n Kasernen eingefunden. Abgesehen bestnde» S™T or?ei^ bie pch bereits an der Grenze befinden, wurden am MUtwoch zwölf neue, auf voll- ®5renie Knegszustand befindliche Bataillone an die Der Aufmarsch erfolgt fast aus­schließlich in der Gegend der Drina und im Verlaufe « ®ten$e hält man gegenwärtig nicht

ffür nötig, denn man ermattet von dorther keine Ge- stahr. Von den niederösterreichischen Regimentern haben bisher die Jnfanterte-Regtmenter Nr. 4, 84 in Krems ittnb 49 in St. Pölten stationiert, sowie das 21. Feld­jäger-Bataillon Mobilisierungsorder erhalten.

j)as v=^ommeM16, wirklich eelbetUr««. W aschmittel Mendend1^:*11" Wlrku”8t Lide mühelos nun, d.. S®1516 Wäsch, bei grösster Scho- Uebf,.5* °e«ebes. Paketei 35 und 65 Pfr. ”*** eTlläUllch. Alleinige Fabrikanten.

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Das ist ehe i eine böse Zeit, Frau Möller -

»jetzt nicht mehr Winter und doch auch noch nicht Sommer. Wer da nicht fett ist, holt sich leich einen tüchtigen Knacks. Dem Himmel aber se Dank - bei mir ist alles gesund. Ich habe stell Fays achte Sodener Mineral-Pastillen im Haus und bei mir hören sie nie einen Husten und so recht erkältet sind wir nie. Fays ächte Sodener sind eben wirklich kleine Wunderdinger. Und billig: nur 85 Pfg. die Schachtel, hie man überall kaufen kann. Lassen Sie sich aber unter leinen Umständen irgend eine Nachahmung aufhängen, sondern ver­langen Sie immer ausdrücklich die ächten von Fay.

ä Die Kriegsgefahr soll man sich nicht veckhehlen, ober auch nicht überschätzen. Der Würfel ist noch nicht gefallen: cs besteht immer noch die Möglichkeit, daß der Krieg vermieden wird.

Diese Möglichkeit besteht auch noch fort trotz der teilweisen Mobilmachung in Oesterreich. Wenn Oesterreich den trotzigen Serben vorfllhrt, wozu es bei fortgesetzter Feindseligkeit entschlos­sen ist und welche Kräfte für einen Züchtigungs­feldzug bereitstehen, so wird das vielleicht etwas dämpfend auf die Abenteuerlust wirken. Oesterreich will keinen Krieg. Es hat es sich gegen den Willen Serbiens nicht verdrießen las­sen, abermals neue Verhandlungen anzubahnen. Es hat noch nicht die Geduld verlöre». Noch immer nicht! Serbien hat eine neue Frist er­halten. Am Samstag oder Sonntag soll Graf Forgach in Belgrad die Note überreichen, deren Inhalt der letzte Ministerrat in Wien festgestellt hat. Sie soll kein Ultimatum, sondern wieder nur eine Anfrage sein. Weshalb hat Serbien die österreichische Note vom 5. März in ihren wesentlichsten Punkten unbeantwortet gelassen? Will es denn nicht die Freundlichkeit haben, diese Unterlassung nachzuholen? Möchte es sich nicht bequemen, seine Friedfertigkeit durch eine Ab­rüstung in zweifelloser Weise kundzutun? So ungefähr wird die goldene Brücke aussehen, die die habsburgische Monarchie dem aufgeregten kleinen Nachbarlande bauen will. Die Anfrage wird nun aber, wenn Serbien sie wieder unzu­reichend beantworten sollte, die letzte sein, die in diesem langwierigen Prozesse von Wien aus versendet wird. Von Serbien hängt es also ab, ob die große öffentliche Verhandlung statt- nndet, für die man sich auf beiden Seiten schon so lange vorbereitet. Vor den Richterstuhl Euro­pas, wie es gerne möchte, kann Serbien die Habs- burgtsche Monarchie nicht ziehen. Bleibt nur Da» Gottesgericht eines Zweikampfes übrig. Hierbei befinden sich auf der einen Seite die starken Bataillone und auf der anderen nebel­hafte Hoffnungen auf — Wunder. Die jüngsten Noten Oesterreich-Ungarns verfolgen natürlich den Hauptzweck, jede Möglichkeit einer friedlichen Losung des Konfliktes zu versuchen. Ihr Ne- Lenzweck ist aber, den Schreiern im Auslande, btc von österreichischer Brutalität gegenüber Ser- bten sprechen, auf das klarste zu beweisen, wo die Schuld liegt, wenn ein Waffengang Unvermeidlich wird. Die Entscheidung, ob Krieg oder Frieden, ist nur Dank der Langmut Oester- reichs noch nicht gefallen.

Ueber den serbischen Feldzuqsplan hat der Korrespondent einer Londoner Zeitung in Bet- grad einen der höchsten serbischen Offiziere aus- gesragt und dieser offenherzige Napoleon hat sofort Rede und Antwort gestanden. Er hat herausgerechnet, daß Serbien genau über 336 307 Mann verfügt, mit allen Reserven natürlich Die Feldartillerie verfügt über zweihundert modernste, ulTn ,OTrot. Ulto urni) 40 Gebirgskanoneu von zufließen könnten

@cbi?fläG?toü6e 1beb?ult U:ts Ifen sich die Abgg. Stapf und L e b e r an.' Tie eine^An-ak^^ickihi-n ;wa^E°i>ells und, Petitionen wurden der Regierung zur Berück- etne Anzahl Haubitzen und Belagerungsgeichutze. sicktiauna überwiesen Semendria wurde eine Weile gehalten tnnrhJn I . § r vermieten.

ebenso wie Belgrad, aber nur scheinbar, denn in I --'

Wirklichkeit soll sogar das Hauptquartier der Zen- Mil$ A»m HflfhharflCbitie traldwision, Kraguiewatich. pretsgegeben werden vvm "«Ufvuztzkvlktr.

um die ganze Armee auf das südlich gelegene * Hersfeld, 18. März 1909. Ein bei einem

' ch 3 u k o n z entrißt e n, das sich vorzüg- hiesigen Bauunternehmer beschäftigter junger nch zur Verteidigung eignet. Es folgt dann Mann hat das in ihn gesetzte Vertrauen in eine Beschreibung der gebirgigen Lage von Risch schnöder Weise mißbraucht, indem er im Laufe und lernet Nachbarschaft, wo sich natürliche Fe- einiger Monate Unterschlagungen in stungen in Menge fanden. Auch die Tiniok-, Höbe von etwa 1500 dl beging.

Donau- und Morave-D,Visionen sollen sich auf * Hauan, 18. März 1909. Der Kreisaus- Hn ’ xi;ntnesC"',Jx*n” Oesterreicher sie I sch u ß des Landkreises Hanau beschloß, dem

^ierN-^det ^ave und Donau vertreiben Kreistag die Einrichtung einer Juiigviehweide ne. Murm meu in der Gemarkung Langendiebach vorzuschla- man auf die Neutralität der Türken rechnet und gen.

Novibazar ans * Kassel, 18. März 1909. Polnische Sai-

J>U den Hahnen Ser- Isonarbeiter, an der Zahl von 400 bis 500 eArs,.. ^rmIefn'Fwr^’ßerniUtc s dieser Personen, träfen gestern nachmittag mittelst

anschei- fSonderzuges hier ein und setzten nach halbstün- ?eidtr®n0lanö den Oester- digem Aufenthalt die Fahrt fort. Die Leute reKrcrn zu Gesicht zu kommen, um diese irre ' ' - — -

zu führen.

deutsches Reich.

X „Wir müssen spart»!" Aber wir tuns nicht. Man lieft in der „Kreuzztg.":

„Das rasche Fortschreiten der Arbeiten scheiterte namentlich an dem „Sparsamkeitstrieb" des Zen­trums. Unter dessen Führung wurde Posten für Posten daraufhin durchgesehen, ob sich nicht etwas streichen lasse. Und es ist kräftig gestrichen worden. Haben nun diese Slbstriche in der Kommission viel Zeit in Anspruch genommen, so wird int Plenum vermut­lich so manche Stunde darauf verwendet werden müffln, um das Gestrichene zum Teil wieder her­zustellen. Co schön und notwendig es ist, Spar­samkeit zu üben, so bedenklich ist es, wenn gerade au dem Gebiete der Heeresverwaltung die Sparsamkeit am unrechten Orte geübt wird."

Da haben wir's. In der Kommission hat der Block noch teilweise den Abstrichen zugestimmt; int Plenum will er umfallen. Nun ist es gar nicht richtig, daß tüchtig gestrichen wurde; wohl sind insgesaint 9,2 Mill. dl abgesetzt worden, aber davon fallen allein 4,6 Mill. dl auf die Vermehrung, sodaß nur 4,6 Mill. dl übrig blei­ben. Auch an dieser Summe ist sehr wenig er­spart, da die meisten Abstriche sich auf den Rück­gang der Materialienpreise stützen. Eigentlich abgestrichen sind nur etwa 600 000 dl, darunter 10 000 dl beim Aggregierten-Fonds, 400 000 bei der Bekleidung und 100 000 dl bei den Ein­berufenen zu Hebungen, dann noch 20 000 dl durch die Aufhebung des Feldjägerkorps. Tas sind die wirklichen Ersparnisse; alles andere ist nur Rechnungssache. Die meisten der gekürzten Titel werden wohl doch überschritten werden, falls die Preise für Eisen, Kupfer und Kohle in die Höhe gehen. Man lasse sich also nicht täuschen.

Ttc Schmiert gleiten der KriegSführuna snnn österreichischer militärischer Seite wird zngeae- lien, daß die im Publikum verbreiteten Ansich­ten, Oesterreich-Ungarn werde in wenigen Wo chen mit Serbien fertig werden, nicht zutreffend erscheinen Es seien die Donau und die ^Sov-> zu überschreiten. Das Ternain sei unwea- arn, die Verproviantierung im fionte werde schwer möglich sein. Auch biete das Ge­birgsgebiet um Risch bedeutende Schwierigkei­ten. Man dürfe alles das nicht unterschätzen wenngleich der Aus a a n g des Feldzuges nicht zwerfelbaft fern könne.

Auch in Montenegro herrscht frieqerifrfie Stimmung; sie ist auch durch das Eintrett-n