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«»zeige«: Vie eia- spaltige Petitzeile ober deren 8<mm zs Pfg. 8eümne»b«Ketitzeile 25 Pfg, bet Wieder­holungen wirb entspr.

Sadatt gewährt.

«Otationrdrneknnb verte--er Fuldaer Ak- tieudruckerei in Zulda Lernsprecher Ar.d.

Fulda, Donnerstag den 18. Februar 1909.

36. Jahrgang.

Zweites Wtcltt.

recht und billig ist, wenn der-

ZUeines Femlletsu.

richt mehr all _ ,

jentge, der jährlich mehrere tansend Verbindungen

Verlangt, auch einen höheren Kostenbeilrag zahlt, Ms der Reine TeSmchmer, der sich mit einigen

— Richole»« I. und dir Preße. Der große fron •Wftfet Herrscher hat die Bedeutung der Presse für die öffenrtlche «eimmg sehr früh erkannt. Als er IT» «ach Stehe« gmg, sagte er zu «ne» ihm de- sre»ndeie» yeuntaURtn: .Denke« Sie daran, m den Bertchleu «der mi|ett Siege mtr mich z» et» roa^te«, 05^^«! Sie, nnt nmh.' AU er später «e Macht i« Hände» hatte, «ar es eine seiner •qtea Taten, Ach »nutz chl sehr drakonische Maß» *«“ *" H»»krelch tzmohl wie tat AuLlaude «ne Wte Poche yi schaff«, «oa ihm rührt dal Morl her: .Die Zeitungen find eine wdHtge Sache.' DaS uachglehexde, just vor 100 Iah«« veroffent. lichte Sch eite«, das mir de« .tlt«v«üro».Brtefra' entnehme«, mag zeigen, auf welche Einfälle der Kor«, der 1809 tm Zant seine' Slutzmes stand, »erstet, e«t feie Regime Sei ba Fransten populär zu mache». .Wir find ist Jahre 1809', schrieb er an FouchS. .Ich -lallte, eS »ire gut, einige gut Geschriebene Artikel drucke« zu laße«, welche das Unglück, das Franümch im Jahre 1709 heimgesucht hat (gemeint ch der spanische Erdsvlgekrteg), mit New glückliche« Zustande des Reiches im Jahre 1909 zu vergleiche«. Ata« müßte die Suche aus dem Gesichtspunkt« des Gebietes Md der Bevölkerung, des Wohlstandes rat Innern, des Ruhmes nach außen «sw. betrachten. Sie Haden Stute, die te» fähig! find, über feefea sehr wichtigen Gegenstand 1 dis S gute Artikel zu schreiten, welche der Lffeot» ^lichen Memung eine gute Richtung geben..

Hundert Gesprächen begnügt. Ob die Einzelge- biihr für das Gespräch em» n*d dsrchgesührt Werde» kauu, ist im Grunde nur noch eine tcch» «sche Frage. Ist die Technik imstande, das Kotieren und Verrechnen der einzelnen Ver» hindmrge« oh« erheblrche Verzögerung »der Ert fchwerung des Verkehrs allgemein Lurchzusühren, f» kann sich keiner beklagen. Die ihm erwachsenden Losten steigen ui* finken mit der Höhe der Leistungen, die er von . der Fenssprecheinrichtung beansprucht. Für de» werktätigen Teil der Be» ZSlkerung mir» fich sog« ein sehr Motzer Vor­teil ergeben, weil man sicherer und schneller die gewünschte Verbindung erhalten wird. Die ««nützen Gespräche, die jetzt vielfach ans Langeweile oder Redseligkeit geführt werden und den ernsten Mitteilungen de« Weg »erlege«. Werden dann, oerat jede Verbindung gebucht «ud verrechnet wird, erheblich eingeschränkt werden. ES fragt sich «er, wie hoch der Satz Pir die einzelne Verbindung bemeffen werden E" ll. Früher Halle man 5 Pfg. nn OrtSverkchr

Aussicht gteewwe», jetzt «rr 4 Pfennig.

Aebrr dießeu Teil der »«gchchlagenen Reform wird sich wohl etae Eftchung erzielen lassen. Uber mm Hut die Reg«, «g sich ihr Werk da­durch erschwert, daß fie die Gebühr für die söge«. Fernverbindung zu hoch hinaus» geschraubt hat. Der Verfasser des Entwurfes geht um der Anficht m«, »ec Fern'precher sei «goollich n« f5r Gespräche der Teilnehmer aa bem feiten OrtSnetz vmchanden. Wenn einer die Lerbtetemg mit einem andern Orte verlange, so beanspruche er eine autzerordentliche Leistung, jät Sie men mindestens das fünffache der OriSgebühr rbsorver« Uinne. DsS bedeutet in der Tat ernt Benachteiligung »er landwirtschaftlichen Bevölke­rung, wte die »Deutsche Tagesztg/ mtt Recht sagt; «ter nicht bloß feie Landwirte sind die Leidtra- genden, auch nicht bloß tue Dortdewohner, ion»

Q Die Abänder«ng der Kernsprech- gebiihren.

Der Kernpunkt der Vorlage, die dem Reichs­tage zugegangen ist, besteht, wie schon nntgelestt, in der Abschaffung der ^urfchgebühr. Alle An» Sschloffenen sollen fortan neben einer Grundge» hr, die sich nach der Zahl der Teilnehmer an »em Srtkchm Netze sbstuftz «ne Gebühr für jedes Gespräch Achten. Letztere soll 4 Pfennig tm Ortsverkehr betragen, 20 Pfennig im 93er» kchr mit einem andere« Ort bis za 25 Kilo» Meter Entfernung, 25 Pfennig bis zu 50 Kilo- Meter usw.

In bet Berliner Presse findet dieser Vor- phlag von links und von rechts Einwände, die sich nnlecwHWter ausxuheben scheinen. In den liberalen Blätter« wird geklagt, daß der Fernsprechverkchr in der Großstadt ungeheuerlich Mltenert »erde, «n» die .Deutsche Tageszeitung" beschwert sich im Gegensatz dazu über die nnge- «ügende Berücksichtigung >ber landwirtschaft­lichen Interessen. Ein Mittelglied zwischen diesen beiden Beschwerden bildet die Klage der 2or»rtb e wohner, die bisher als vollberechtigte Teilnehmer »es grotzstädlffchen NetzeS gatten, fortan aber für ein Gespräch mit der Hauptstadt je 20 Pfennig bezahlen sollen.

Die einen preisen die Abschaffung der Paufch» gebühr an, die anderen beklagen sich über den W>hen Sprung der Gesprächsgebühr von 4 auf 30 Pfennig.

Zn» ersten Punkt ist zu bvnerke«, daß es

dem die Insassen aller kleinen und mittleren Orte, die in regem Verkehr mit einer oder mehreren größeren Sttidte stehen. Für diese Leute ist viel- fach der en^re Ortsverkehr Nebensache; sie haben sich anschlichen lassen, um in dem größeren Be­zirke schnell und billig sich verständigen zu können.

Wenn die Postve.waltung für die gleichberech­tigte Teilnahme an einem größeren Netze eine höhere Grundgebühr beansprucht, so läßt sich ja darüber teben. Aber eine Gesprächsgebühr von 20 Pfg. für wenige Kilometer ist übermäßig hoch, steht nicht im nötigen Verhältnisse zu dem Mehr­aufwande von dem bischen Verbindungsdraht und wird auf die Angeschlossenen oder Anschlußlustigen abschreckend wirten. Wenn nun auch die Fern- fprechgebühr auf daS fünffache gegenüber den etwas näh« am Zentrum liegenden Vororten be­messen wird, so heißt daS, den Schwächeren vollend- den Wettbewerb unmöglich machen und die gefährliche Zentralisation im Woh­nungswesen noch weiter steigern.

In diesem Punkte muß der Reichstag ent- schirtten noch dem Rechten sehen. Nach dem dureaukratischen Schema deS Entwurfes läßt sich der hochwichtige Nachbarschafts-Verkehr nicht ge­recht und nttht ersprießlich regeln.

Deutscher Reich.

* Eine förmliche RLuberlegende über den Be­such des Abg. Dr. Spahn in Rom verbreitete die «Tagt. Rundschau"; Herr Spahn fei in die ewige Stadt gezogen, um eure gewisse Verstim­mung, die zwisihen dem Zentrum und der Kurie bestes, zu heben oder wenigstens den Versuch da­zu zu machen. Der deutsche Episkopat habe zwar nichts gegen das Zentrum als solches. Im Ge­genteil, er sei sogar von seiner Nützlichteit nab Notwendigkeit überzeugt. Jedoch mit der Hal­tung des Zentrums in der letzten Zeit sei gar mancher Bischot nicht einverstanden. Da das Zen­trum nicht nur die Organisation der katholischen Kirche, sondern sogar den Katholizismus selbst in seinen Dienst gestellt habe, so daß die Partei ihm ausschließlich Existenz und Macht verdanke, be­fürchteten einige deutsche Oberhirten, daß durch die neueste Haltung der Partei auch die Inter­essen der Kirche gefährdet werden könnten. Diese Bischöfe seien der Ansicht, daß eine Partei, die alles dem Katholizismus verdanke, mich auf des­sen Interessen unbedingt Rücksicht zu nehmen Habe. Diese Auffassung gewisser Mitglieder des deutschen Episkopats habe nicht nur an der Kurie Eindruck gemacht, sondern auch Beifall gesündst. Ein Echo davon habe Herr Spahn zu hören be­kommen. Seine Gegeneinwendungen, das Zen­trum müsse eine freie Partei bleiben, hätten nicht überzeugen können. — Soweit das Blatt des Evangelischen Bundes. Wir sind, schreibt bagu der „Bad. Beob.", in der Lage, alle diese Meldttn- gen als frei erfunden zu bezeichnen. Weder im Vatikan noch im deutschen Episkopat bfftehen solche Ansichten. Herr Dr. Spahn ist im Vatikan und bei allen päpstlichen Stellen in Rom mit großer Häßlichkeit aufgenommen worden. Der Papst selbst hat erklärt, daß das Zentrum in allen politischen Fragen volle Frei­heit habe und er hat die großen Berdienste des ZkmlrumS um die deutschen Katholiken anerkannt. Beet einer Verstimmung ist keine Rede. Wenn aber die „Tägl. Rundschau" so eifrig nach den Resultaten von Romreisen sich erkundigt, dann möge sie sich einmal an de» Reichskanzler wenden mit der Bitte, ihr alles zu sagen, was Fürst Bülow im Borftchre in Rom über das Zen­trum gesagt hati dann wird mau in Deutschland vor Erstaun«: sich kaum zu fassen vermögen.

Arrrian-.

" Die Adreßdebatte im englische« Unterhanse beschäftigte sich in Anknüpfung an die Thronrede des Königs Eduard vorwiegend mit dem Besuch des englischen KönigSpaares in Berlin. Wie wir in Ergänzung des Londoner Tetegram- mc$ in der gestrigen Nummer nuferes Blatter Nachträgen, erklärte im Unterhause der Liberale RogerS, der begeisterte Empfang der Maje,la­ten werde dahin wirken, jedes Mißverständnis und jede falsche Auffassung der gegenseitigen Be­weggründe, die auf dieser und jener Seite der Nordsee bestanden haben mochten ,zu beseitigen. Er fei überzeugt, daß die überwiegende Mehrheit bec beide« Stationen ein aufrichtiges Verständnis und gegenseitiges gutes Einvernehmen wünsche. Hierauf erklärte Balfour, er habe den Aus­führungen RogerS über die auswärtigen Ange- legeuherten nichts hiuzuzuftigeu. Hiernach unter- zog Premierminister Asguith die Lage auf dc» Balkan einer ein gehenden Betrachtung. Er versichert«, England habe daS Aeußerste getan, um eine friedliche Lösung der SAvierigkeitcn zu sichern, und werde in Zukunft daz gleiche hm. „Wir hoffen, daß Kiamil-Paschos Nachfolger des- sen Politik der Mäßigung fortsetzen werde: sie ist, wie ich hoffe, eine solche, die eine Lösung der zwischen der Türkei einerseits und Oesterreich- Ungarn bezw. Bulgarien andererseits schweben­de« Fragen gewährleistet durch ein Kompromiß der fhr alle Beteiligten ehrenvoll und für die Türkei selbst nicht nachteilig ist.-

Amh im englischen Oberhaus gab in der Adreßdebatte der Besuch deS Königs Eduard in Berlin Anlaß zu ttngebenbcn Erörterungen, üi denen die erfreuliche Wirkung der Zusammen- knnft httvorgehichen wurde. Lord LanSdowne erklärte: „Ich sage nicht zuviel, toenu ich be­merke, daß teut neueres Ereignis vom britischen Volke mit größerer Sympathie aufgenommen

Reklame«- und Anzeigenteil.

Millionen Dollars vor zum Bau von Transport­schiffe«. Hilfskreuzern und AufklLrungSschiffen, die in Friedenszeite« zu Handelszwecken verpach­tet werden sollen.

aufgehoben hat.

• Ein AbändernngSantrag znr amerikanische«

in den Außenbezirken des Westens, im Südwesten und int Norden. Zu später Abendstunde, ivenn die großen Geschäfte im Zentrum geschlossen sind, und ihre Segicnen von Angestellten nach Hanse kehren, lauert ein Menschlicher Unhold den junge« Mädchen und Frauen auf; in menschenleeren Straßen, in dunklen Hausgängen erwartet er leine Opfer, er versetzt ihnen, wie sie meinen, einen fast betäub cnben Schlag in den Unterleib; wenn sie aber bis zum äußersten geängstigt in ihre Wohnung flüchten, entdecken fie, daß Mut an ihrem Körper heNtbstiesst; mit einem fchsrs ge­schliffenen Messer find sie gestochen worden. Eine junge Frau ist so unglücklich verletzt worden, daß sie sich verblutete. Der Unhold ist neuerdings schon am selben Tage auch in ziemlich belebten Straßen auf feine Opfer tesgegangen. Bis zur Stunde ist es nicht gelungen, in einem der Fäll« den Täter zu fasse«, und man weiß daher noch nicht einmal, ob in allen Fällen derselbe Verbre­cher in Frage kam, oder ob mehrere daran betei­ligt ivaren. Die letztere Möglichkeit hat dir weitaus größere Wahrscheinlichkeit für sich. Es ist zu oft beobachtet worden, daß krinünelle kaltb­lütigen, die besonders viel von sich reden machen, geistig mittbertücrtige und moralisch verkommene Menschen jur Nachahmung anreizen. Je mehr von dem aufsehenerregende« Verbrechen geredet und geschrieben wirb, je mehr das Publikum Un­ruhe an den Tag legt über die Tat und das Entkommen des Täters, um so größer ist der Trieb jur Nachahmung üt verkommenen Natur«. Die Triebfeder ist die Freude, die Menschen in heller Angst davon sprechen zu hören, an den An­schlagsäulen Bekanntmachungen über die Tal ge- brudtt zu sehen und sie fühlen sich bann als etwas Großes: ihr hysterischer Trieb, sich um jeden Preis interessant zu machen, ist reichlich befrie­digt! Gelingt es hingegen, nach einem sensatio­nellen Attentat den Verbrecher sofort dingfest zu machen, sodaß die Augst vor dem unbekannten und frei hernmkulsenden Täter in Wegfall kommt, so ist auch der Anretz zur Nachahmung beträchtlich geringer alz sonst — es sei denn, daß der neuerdings in Sensalionsblättem so bedenk­lich in Mode geteuuueuc Kultus des Verbrechers, der sich in Abbildungen seines Aussehens, in möglichst eingehender Beschreibung seiner birheri- gen Lebensschicksale usw. nicht genug tun kann, seinerseits geistig mmderwertige Menschenkind« anreizt, ettvaS Aehnliches zu begehen, darnit auch

lichkeit mit den neuesten scheußlichen Attentaten in Berlin hatte die Tätigkeit des berüchtigten ^Jack des AufschlitzerS" in London. Im Anfang her neunziger ^ahre wurden, wie erinn«lich, im Laufe kurzer Zeit nicht weniger als sieben Franst im Londoner ©tobtet! Whitechapel in genau glei­cher Weise und unter gleichen Begleitumständen ermordet. Den Frauen war dec Unterleib in der fürchterlichsten Weise aufgeschliht worden. Man hat den Londoner Frauenmörder bis auf den heu­tigen Tag nicht ausfindig gemacht, aber nam­hafte Sachkenner neigen zu der Ansicht, daß auch dort nicht ein Lerbrecher tätig war, sondern datz mehrere die Hand im Spiel hatten. — In Ber­te« sind jetzt die Polizeibeamten angewiesen wor­den, auf allemgehende Frauen Acht zu haben und die Amiäherung verdächtiger mömtlicher Perso­nen zu überwachen. Hoffentlich führt dies sowie die Aussetzung der Belohnung von 3030 Mark bald zur Ergreifung des Täters, dem schon etwa 20 Messerstechereien znr Last fasten.

* Große Lawinen sind am Sulzberge 'm S ii b- tirol niebergegangen. Sie verschütteten einen Schneepflug mit 16 Pferde« und 4 Männern. Letztere wurden lebend aber verletzt gerettet, die Pferde find verloren. Sieben Bauern­höfe und mehrere Alphütten wurden ganz oder teilweise zerstört.

• Im Atter von fast 100 Jahren starb in Dore, darf der Senior der würtlembergischen Lehrer- sckxtft, Lehrer a. D. Leimgrube. Rur vier Monate fehlten ihm an der Vollendung seines 100. Jah­res.

— UeberflWg. Hausherr (»um Detektiv): .DaS wollen sie auspiomeren, wovon die Leut' leben und wo fie Herkommens Da geben Sie sich nur gar keine Muhe — das hat nicht 'mal meine Alte 'ranskrugt!'

— Wtßgmrß. Gendarm: .Wie kam e$ denn, daß der Brand biennal so schnell gelöscht wurde?" — Torsschulze: „91a, weil der Haselbauer mit alle Lein' verieind't ist'

vermischter.

• * Der Messerstecher in Berk«. Die sich im­mer mehr häufenden Fälle von Messerstechereien in Berlin haben begreiflicherweise lebhafte 'Beun­ruhigung hervorgerufc«. Tie Untaten find in den verschiedensten Etadtgegende« oorgebommen. Zuerst wurden meist Frauen im Osten und im Vorort Lichten berg angefallen, bann aber auch

Am dem Nachdargebieie.

* Bebr«, 17. Febr. 1909. Hier hat die Wercinsnwierei «ne launderliche Wüte getrie­ben. Es ist iromlich ei« Verein der — „Weiberfeinde" gegründet worden.

* Kassel, 17. Febr. 1909. Das Nest­ln a h I, das der Herr Oberpräfident den Abge­ordneten des KsmmunallandtageS gelegentlich der jeweilig«! Tagilng zu geben pflegt, fand am Dienstag abend im Speisesaal des Gasthofs zum König von Preußen statt. Den Trinkspruch auf den Kaiser brachte der Herr Oberpräsident cms.

* Ziegenhain, 17. Febr. 1909. Dir Stabt» Vertretung hat die Anlage eines Bürger­steiges, der später dr<rch die ganze Stadt weitergeführt werde« soll, zunächst vom Rat­haus bis zur Festung beschlossen.

* Hann.-Münben, 17. Febr. 1909. Die Fuldaschleusen Mischen Münden und Kassel haben durch das Hochwasser und nament­lich durch den Eingang ganz bedeutend gelitten. Bon gut unterrichteter Seite wird der Schaden, der ihnen zugefngt wurde, auf 17 ODO Mark geschäht.

• Obkrnrseh 16. Febr. 1909. Beim Ro­deln verunglückt ist gestern Herr Georg Coprono, ein bekannter Chauffeur, der auch das Gordon-Aennett-Rennen um den SaiferpreiS mit- gefcchr«! hat. ©au Fahrzeug rannte rott voller Wucht gegen einen Baum, wobei ihm die Schädel» -ecke gespalten wurde. Aus zwei Schlitten wurde er nach Hause gefahren unb liegt lebensgefährlich darnieder.

• Jena, 16. Febr. 1909. Am Samstag ist der 0-Zug 5,17 vom Saalbahnhof ohne Zugfüh­rer abgefahren, der in einer lebhaften Aus- emanberfetzung mit Jemanden begriffen, das Ab­fahrtszeichen übersehen hatte und keim» schlech­ten Schreck bekam, als er wahrnahm, wie fei« Zug ins Weite dampfte.

' Eisenberg i. Th., 16. Febr. 1909. Im be­nachbarte« S. gab es dieser Tage ehre Hochzeit mit Hindernissen. Ter Standesbeamte hatte die Trauung vergessen und sich auf Steife begeben, der Stellvertreter konnte nicht trauen, weil er die Akten nicht besaß, unb der Siindes- bronrte im Nachbardorf wieder war nicht befugt dazu. So wurde die Hochzeit ohne Traunag ge­feiert, die bann am nächsten Tage nachgeholt wurde.

worden ist, als die Berliner ZusaMmenkunft. Es befteäjt aller Grund zu der Hoffnung, daß der Be­such weitreichende Resultate nützlichsten Charak­ters baten kann. Es handelt sich um zwei große Mlker, die eng verknüpft sind durch vie Banoe gemeinsamen Ursprungs und gemeinsamer Cha­raktereigenschaften. Es gibt nicht Kv« Völker, die geeigneter waren, Seite an Seite in der Vor­hut des menschlichen Fortschritts voranzuschreiten. Wr können uns deshalb freuen, daß die beiden Herrscher in diesem besonderen Augenblicke die Freundschaft betont haben, die nie h ätte unterbrochen werden sollen und die, wie der König sagt, dem Weltfrieden bient." Der Staats- frfretär bet Soleateu Earl of Crewe führte sodam, aus: „Ich bin in der Lage, au? persön­licher Beobachtung von der außerordentlichen Herzlichkeit sprechen zu können, mit der die fDZnje- ftäten in Berlin empfangen wurden. Nach dem Gedantenaustausch, der in Berlin stattfand, kann ich sagen, daß der Wunsch, ben die englische Regie­rung an den Tag gelegt hat, die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, auch von denen geteilt wird, welche die Geschicke des Deut- schen Reiches lenken. Die beiden Völker sollten imstande fein, jedes gegenüber dem andern eine durchaus freundliche Haltung zu beobachten, und jede Gelegenheit zu ergreifen, nicht nur für die Aufrechterhaltung be$ Weltfriedens, sondern auch zur Förderung der vielen Interessen der beiden Länder.

• Revolution in Liberia. In Monrovia, der Hauptstadt der westafrikanisi^n Negerrepublik Liberia, ist eine revolutionäre Bewegung gegen den im Mai 1907 wiedergewählten Präsidenten Barclay ausgcbrochen. Die britische Abmicali- tät hat ein in Ascunsin stationiertes Kanonenboot mit einer Lanöungsabteittmg an Bord in die li­berianischen Gewässer entsandt, um Leben und Besitztum der in dem Sieget floate anfälligen Europäer zu schützen. Auch da? vor Kamerun be­findliche deutsche Kriegsschiff ist gn gleichem Zwecke nach Monrovia in See gegangen.

* Dir Stegirreng von Drnrznrla hat nunmehr auch den letzten Stein des Anstoßes zwischen ihr und Holland fortgeräuml. Aus Willemstadt wird unter dem 14. Februar gemeldet, daß Benezmila da? Dekret, das den Handelsverkehr kleiner Schiffe zwischen Curaoao und Venezuela verbot,

Marinrvorlage sieht die Bewilligung von zwölf ihr Konterfei vielleicht einmal von Hunderten und Aberhunderten betrachtet unb ihre Groß­mannssucht befriedigt totrbl Eine große Aehn-

Stärkung nnb Kräftigung bnmt Scott» Emulsion de« nach überstandener Krankheit «ntträftetrn Körper. Scott» Emulsion wird nllgemri» gern genommen enb selbst Mm einem geschwächten Berdanrmgs» organ gut Vertragen.

Scotts

•i&Är Emulsion

Scott« tKilRee»tri,Hxrart-Loschti«ich ün zrotzm eertautt.an» zwar nie lofc nach Gewicht Hex »atz. {anbna «« n fedteqettex DTmmal|atoen te Kerwe mit «»irrer Schutz­marke (Fischer mit »em Larschi. Cutt * Boent, »jeJb-6. Kranchart a.».