Einzelbild herunterladen
 

«rschNnt tSqlich mit Lusnabme der So.m- und Feiertage viertel- iShrliche-Bezugspreis ohne »rtnaerlohn und veftelgelb in Fulda so- wie auswärts l-Sv lNk.

Verantw Nedakteurr Lari Schütte;

ul-aer

3.Kn’n,«s":»«. !voch-nb«!-ase:„IlluftrietteSonntagszeitung"

Anzeigen: vte et» spaltigepetitzeile oder deren Raum ZS Pfg. Aeklamendtepetitzeile 25 pfg., bei wieder- Holungen wird entspr.

Rabatt gewährt.

Sotatlonsdruckund Verlag der Fuldaer Ak- tteudruckerei in Fulda Fernsprecher Hr.9.

JV$ 25.

Fulda, Montag den 1. Februir 1)09.

36. Jahrgang.

Awertes Hälcrtt.

je* Der verblockte Reichstag und das blockfreie Abgeordnetenhaus.

JmR e i ch s t a g e ist man von einer Verstän­digung in Sachen der Finanzreform entfernt, vielmehr spitzen sich die Gegensätze zwischen der Blockmehrheit und der Reichsregierung immer schärfer zu. Die jüngste Rede Bülows war ein Versuch, die verfahrene Steuersache im Reichstag auf ein brauchbares Geleise zu bringen; der Er­folg ist aber bis jetzt ausgeblichen.

Anders im preußischen Abgeordneten­hause. Dort ist der Budgetkommission über die preußische Finanzreform bereits zu einer Ver­ständigung gelangt, die oben und unten, links und rechts mit Befriedigung begrüßt wird. Die Besoldungsordnung ist bereits unter Dach und Fach

Ist es bloßer Zufall, daß die Abwickelung der Geschäfte im Abgeordnetenhause glatter vor sich geht, als im Reichstage? Wer gründlich prüft und auch dje Erscheinungen auf anderen Gebieten hüben und drüben in Betracht zieht, wird nicht darüber im Zweifel sein, daß die größere Be­wegungsfreiheit auf der preußischen Seite we­sentlich zur Erleichterung der Geschäfte beiträgt.

Im preußischen Abgeordnetenhause ist das Blocksystem noch nicht eingeführt worden. Es geht dort noch „rückständig" zu, so wie vor 1906. Es gilt dort noch das „freie Spiel der Kräfte". Tie Parteien können sich verständigen und ver­binden, wie es zweckmäßig erscheint, und die Staatsregierung kann das Gute nehmen, wo sie es findet, ohne erst fragen zu müssen, ob die Mehrheit auch aus den privilegierten Parteien zusammengesetzt sei. Vom Gesichtspunkte der Blockweishcit aus ist das eine veraltete Methode. Aber diese alte Maschine in ihrer „rückständigen" Einfmhheit scheint doch sicherer zu arbeiten und niehr zu leisten, als das kunstvolle Erzeugnis der neuen Blllow'schen Maschinenfabrik, das im Reichstage so viel Lärm macht. Im Abgeordneten- hnuse kann das Zentrum, das seiner Natur und seiner Geschichte nach besonders geeignet ist für die Arbeiten des positiven Ausgleichs, seine Fähigkeiten voll entfalten. Im Reichstage da­gegen ist es in dieser Wirksamkeit, die sich vor 1906 sogar nach dem Zeugnis des Silvesterbriefes so fruchtbar erwiesen hat, durch das Blocksystem beträchtlich behindert. Hier darf alles nur durch eine Blockmehrheit zustande kommen. Nicht die Sache, sondern die Taktik entscheidet. Fürst Bülow muß die vorteilhaftesten Beschlüsse zurück- weisen, wenn ein Teil seines Blocks widerspricht. Denn in dem Augenblick, wo er von einer a n d e» r en Mehrheit ein Gesetz schaffen ließe, müßte er selbst zurücktreten, weil er sich mit der ausschließ­lichen Blockmehrheit solidarisch gemacht hat!

Tas ist die Hemmung des freien und frucht­baren Spiels der Kräfte!

Deutscher Reich,

Zum Kapitel der direkten Reichssteuern.

Wenn das deutsche Reich sich in finanzieller Not befindet, dann treten regelmäßig eine Reihe von Politikern auf, die das Allheilmittel zur Be- seitigung der Reichsfincmznot in der Schaffung direkter Reichs st euern ersehen, auch jetzt schrecken sie ver der Forderung nicht zurück, die ganze 500 Millionen-Summe im Wege direkter Steuern aufzubringen. Die publizistischen Vor- kämpfer dieser Forderungen sind vor allem das „Berliner Tagebl." und die sozialdemokratischen

Blätter.

Eigentümlich muß es nun überraschen, daß gc- rade das „Berliner Tagebl." und der „Vorwärts" es sind, die gegen den Beschluß der Budgetkom­mission des preußischen Abgeordnetenhauses, den

kleines Feuilleton.

— Der Krebs heilbar? Aus Rom wird dem „Derl. Tagebl." gemeldet: In einer Unterredung mit dem „Giornale d Italia" bestätigt Professor Celli die Entdeckung eines Krebsserums durch den sizilianischen Gelehrten Sanfelice, der Professor an der Universität Messina ist. Professor Celli, eine in ganz Europa bekannte Autorität auf dem Gebiete der Serumforschung, bezeichnet die Ex­perimente Sanfelices als entscheidende Schritte auf dem Wege der Bekämpfung des Krebses. Der italienische Zuckerkönig, Abg. Maraini, hat dem Gelehrten alle Mittel zur Fortsetzung feiner Ex­perimente zur Verfügung gestellt.

— Zeitgemäße Charitas. Die Kopenhagener Stadtväier Iargen sehr eifrig für die Nachtschwärmer, die nicht zum Vergnügen, sondern aus Not auf den Bänken öfflntlicher Parks und Anlagen schlafen. In unseren Großstädten werden solche Natur-Enthu- siasten unsanft fortgelrieben. In der dänischen Haupt- stadt führt man sie in das Rathaus. DaS Heim der Stadwäter wird allnächtlich zu einem Asyl für Obdachlos eingerichtet. Die große Halle wird tüch­tig durchwärmt, und alle, die kein besseres Unter­kommen gefunden haben, können es sich auf weichen Lagerstätten bequem machen. Am Morgen werden die Schläfer nicht in die Dunkelheit hinausgetrieben. Sie können warten, bis es auf der Straße, etwas freundlicher geworden ist. Und vor dem Abschied erhält jeder dieser Rathausgäste einen Topf warmer Diilch und ein appetitliches Brötchen.

— Begriffsbildung der Kinder. In der Psy- chologischen Gesellschaft in Berlin hielt kürzlich die Lehrerin Lotz einen Vortrag über die Be- griffsbildung in den ersten Schuljahren durch eigene» Erleben der Kinder. Frl. Lotz hat vor

Einkommensteuerzuschlag bei Einkom- i men von 1200 dl an zu erheben, flammenden! Protest erhoben. Der Vorwärts wettert daß die Interessen des Mittelstandes wie die der Arbeiter-1 klasse schmählich verraten worden feien.

Worum handelt es sich denn eigentlich? Der Zuschlag für die Einkommen von 1200 dl beträgt jährlich ganze 60 bei Einkommen von 1400 Mark ganze 80 -Z, und deswegen wird solch Ge­schrei erhoben? Ja. was denken sich die Freunde der direkten Reichssteuer bei ihren Forderungen denn eigentlich?

Die Sozialdenwkraten finden nicht genug Worte der Entrüstung, wenn die Einkommen von 1200 dl 60 jährlich mehr steuern sollen, und gleichzeitig stellen sie die Forderung, daß 500 Mill-- tm Wege direkter Steuern für das Reich mehr aufgebracht werden sollen! Bei einiger finanz­politischer Ueberlegung müssen sie sich doch selbst sagen, daß die Aufbringung von 500 Millionen durch direkte Reichssteuern auf dem von ihnen ge­dachten Wege einfach eine Unmöglichkeit ist. Wenn ihre Forderung durchgeführt werden sollte, so müßten auch die kleinsten steuerpflichti- genEinkommen mit einer Summe mehr be­lastet werben, die zum mindesten das Doppelte der jetzt erhobenen Steuer darstellte, ja wahr- scheinlich müßten sogar die Einkommen steuer- Pstichtig gemacht werden, die heute noch steuerfrei sind. Tann aber möchten wir mal das Entrü­stungsgeheul der sozialdemokratischen Presse hö­ren.

tet" sein soll, die eine bestimmte Form haben und zehn Jahre aufgehoben werden müssen. Zu­widerhandlungen sollen mit einer Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis und beim Vorhan­densein von mildernden Umständen mit minde­stens einem Tag Gefängnis oder Geldstrafe bis zu 3000 dl geahndet werden. — Hoffentlich ge­lingt es der Kommission, etwas zustande zu brin­gen. das die Gefahr wenigstens einigermaßen mildert und den Mittelstand und seine Arbeiter schützt.

"§" Weimar, 30. Jan. 1909. Bei der Er­öffnung des Landtages ist wieder daraus ver­wiesen worden, daß die Finanzen des Groß- herzogtums sehr schlecht leien, und daß viel­leicht neue Steuern notwendig leien, weil die An- sorderungen des Reiches noch Nicht zu übersehen wären. — Gerade Sachsen - Weimar hat sich immer in der Rolle des notleidenden Bundes- staates gefallen. Eigentlich yal aber niemand weniger Anlaß zu Hagen als die Herren im Götheländchen. Dort besteht bekanntlich der sonderbare Zustand, daß ungemein viele Leute aus diesen oder jenenGiünden keine Steuern zu bezahlen brauchen. Sonde-barerweise gehört azn sogar der reichste Mann des gan.en Großherzoglums. Unter diesen Umständen sollte man doch lieber nicht über die Ansorderungen des Reiche- jammern.

•*- Das ist was anderes! Liberale Blätter hatten die Nachricht gebracht, daß der olden- burgische Landtagsabg. und Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Herr M ü I ler- Nutzhorn, aus dem Kriegerverein in Delmenhorst, dessen Ehrenvorsitzender er war, ausgeschlossen worden ist. Der.Deutschen TageSztg/ wirb zu dieser Anaelegenkeit mitget ilt:

„Herr Müller-Nutzborn, der bei den oldenburgilchen Liberalen roobl schon lange der beftaehaßte Mann ist, batte das Eintreten von Vorstandsmitgliedern des Delmenhorster Kriegervereins für ein Kompromiß mit der So ialdemokraue gerügt und hatte ferner dem Schristsübrer des Verbandes der Kriegervereine im Bezirk Delmenhorst, dessen Vorsitzender er mar, mit- geteilt, daß er bei der nächsten Vorstandswahl nicht wiedergewählt zu werden wünsche, weil ihm das er­wähnte Verhallen jener Herren die Teilnahme am Kriegervereinsleben verleidet habe. Daraufhin ist der Ausschluß des Abg. Müller-Nutzhorn ersolqt, eines alten Osfiüers, der das eiserne Kreuz trägt! Wir brauchen kaum darauf hinzuweiien, daß das Verhalten des Herrn Müller-Nutzhorn durchaus den wiederholten und seit einer Reihe von Jahren immer von neuem betonten Beschlüssen des preußischen Landeskriegerver- bandes entspricht. Jedenfalls nehmen wir als sicher an, daß dieser Fall von sozialliberalem Terrorismus in einem Kriegerverein noch ein Nachspiel haben

Wenn Mitglieder eines Kriegcrvereins mit dem Zentrum gehen, ban i kann es Vorkommen, daß ihnen die nationale Gesinnung adgesprochen und ihr Verein gemaßregelt wird, wenn sie aber mit der Sozialdemokratie paktieren, dann ist es se'-bst- verständlich etwas ganz anderes.

* Tie Sicherung der Bnuforderuug der Hand­werker und kleinen Gewerbetreibenden ist eine sehr schwere Aufgabe. Die Reichstagskommission erhält dafür von Tag zu Tag neue Belege. So­eben hat der Verband der Baugeschäfte von Ber­lin und den Vororten eine ausführliche Petition überreicht. Um den Kampf gegen unlautere Bauunternehmer möglichst scharf führen zu lön- iten, sollen in der Fassung des Gesetzes verschie­dene unklare Ausdrücke beseitigt werden, z. B. statt „Baugeld" die Bezeichnung „Entgelt für Bauarbeiten" gewählt und die Strafen für die Umgehung des Gesetzes verschärft werden. So bittet der Verband, daß jeder, der „die Herstellung eines oder mehrerer Neubauten unternimmt, zur Führung von Handels- und Baubüchern verpflich-

drei Zähren in Friedenau eine Schule gegründet, bte nach anderen pädagogischen Prinzipien gelei­tet totri>,_ als die Gemeindeschulen. In dieser Schule wird der Unterricht nicht mit Lesen und Schreiben begonnen, sondern mit Handfertigkeits- arbeiten und Anschauungslehre. Zwei Drittel aller Schulkinder, meint Frl. Lotz, seien nicht im­stande, in den Gemeindeschulen dem Lese- und Rochenunterncht wirklich zu folgen. Die Kinder eine ganze Stunde lang mit Zahlen zu befchäf- tigcil, von denen sie noch keine eigene Anschauung und Vorstellung haben können, sei eine Quälerei. Man mache es insofern verkehrt, als man den Kindern im Unterritfite zuerst den ihnen neuen unverständlichen Ausdruck gebe und dann erst die Erklärung dafür, was dieser Ausdruck zu bedeu­ten hat. Das Gegenteil sei Pädagogisch richtig. Das Kind müsse zuerst eine eigene Vorstellung ha- ben, dann solle es erst den Ausdruck lernen. In der Schule des Frl. Lotz werden die Kinder ins Freie geführt und dort hauptsächlich mit Spiel beschäftigt. Während und durch das Spiel ler­ne» die Kinder, indem sie sehen und erleben. Sie stellen z. B. verschiedene Gegenstände aus Pappe her, ei» Quadrat, eine Kugel oder dergleichen; und erst, nachdem sie sich selbst den Begriff gebil­det haben, lehrt man sie, daß das. was sie gemacht haben, ein Quadrat oder eine Kugel sei. Qder sie pflanzen selbst Blumen und lernen auf die diese Art nach der Natur. Und die Kinder lernen und begreifen auf diese Art leidster und rascher, als wenn sich ihr Geist erst an einem ihnen frem­den Wort abzappelt, ehe sie begreifen, was dieses Wort bedeuten soll. Frl. Lotz hat, wie sie er­wähnte, mit ihrer Unterrichtsmethode Erfolg. Die Kinder lernen buchstäblich spielend, ohne sich dessen bewußt zu werden, daß sie lernen.

Ausland.

* Anläßlich der zwanzigsten Wiederkehr bes Todestages des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich wurden am Samstag in den Kirchen des ganzen Reiches Seelenmessen gelesen. Kauer Franz Joseph wohnte einet Messe in Schönbrunn bei; er sicht hieraus trotz der grim­migen Satte bet dein Kapuzmerttostet vor und betete nm Sarge des Kronprimen.

** Zu England wird die Agitation zur Ver- stätkung der See» und Landmacht von Tag zu Tag stärker. Der erste Lord der Admiralitär, Mr. Mc. Henna erklärte, die Regierung sei ent­schlossen, die Flotte in höchster Kriegsfertigkeit zu erhalten. England müsse durch die Flotte vor jeder möglichen Gefahr einer Invasion geschützt werden. Weder daS englische Parlament noch das eitgtische Volk würden die Kosten scheuen, die zur Aufrecht­erhaltung der englischen Seehcrrschait notwendig notwendig sind. Die Idee, daß die allgemeine Wehrpflicht in England eingeführt werden müsse, findet bet dcn engliichen Bürgern allmählich größere Sympathie. Der Kriegsmimster erklärte in einer öffentlichen Versammlung, er verachte beit trägen Burger, der zu bequem sei, sich zu freiwilligem Milttärdirni't zu melden. Solche Bürger werde man, wenit em Krieg aue breche, zwingen, ihre Miliiär- psticht gegenüber dem Vaterlande zu erfüllen. Wahr­scheinlich werde man rasch ein Gesetz zur Ein­führung der Militärpflicht annehmen, worauf diese bequemen Herren in die unangenehmsten Teste des Landes zum Dienst abkommandiert werden würden. Diese Ankündigung des Kriegsministers ist die erste öffentliche Ankündigung bet Neigung zur Einführung des allgemeinen Militärdienstes inner­halb der liberalen Regierung.

Aus dem Nachbargebiet.

* Kassel, 31. Ian. 1909. Der städtische Haushaltsplan sut bas Rechnungsjahr 1909 liegt im Entwurf zur Einsichtnahme für jeher- mann tm allen Ralhaitfe, Zimmer Nr. 32, aus. Er schließt in Einnahme und Ausgabe im Orbi- narium mit 10047 900 Mark gegen 9 352300 Ma' k im Vorjahre und 8 907 212 Mark im Jahre 1906 ab, hat allo seine steigend- Tendenz entsprechens der Entwicklung unseres Gemein­wesens im vollen Um lange beibebalkv. Der Etat sieht eine Erhöhung der städtischen Steuern um 10% vor. — Die Arbeiten am neuen Rathaus sollen so beschleunigt werden, baß bie sämtlichen Bureaus bereits anf ugs April bezogen und das neue Gebäude feierlich seiner Bestimmung übergeben, werden kann. — Die Bronzelöwen am neuen Rat Hans auf den Postamenten der Haupttreppen sind ein Geschenk Des hiesigen Verschönerungsvereins an bie Stadl Kassel. Die künstlerische Ausführung war dem Bildhauer H. W. Brandt übertragen, welcher die Nachbildung der beiden vor dem Orangerieschloß befindlichen Löwen übernommen halte. — Em grc ßer Son Verzug, der nahezu 400 Auswanderer aus Rußland, Galizien, Kroatien usw. beförderte, traf, über Breslau, Leipzig, Halle kommend, Samstag nacht 1 Uhr auf dem Bahnhof Kassel ein. Das Ziel der Auswanderer ist zunächst Antwerpen. Bon da soll bie Ueberfahrt nach Amerika ersolgen.

* Haun. Münden, 31. Jan. 1909. Major Freiherr von Dingelstedt in Wien sandte dem hiesigen Ausschuß für Errichtung eines Denk­mals für den Dichter unb ben Komponisten bcs Weserliebes bie Summe von 1000 Mark. Es sind auch sonst schon recht namhafte Spenden eingelaufen.

* Erfurt, 30. Jan. 1909. Der durch Hehlerei an den Diebstählen in der Kgl. Gewehrfabrik beteiligte Depotseldwebel Lüdicke war, wie ge­meldet, vom Kriegsgericht zu 9 Monaten Ge­fängnis, Degradation und Versetzung in die zweite Klaffe de» Soldatenstandes verurteilt worden.

Da Lüdicke 23 Jahre im Dienst war, so Haber seine Vorgesetzten ein Begnadigungsgesuch an den Sauer befürwortet.

vermischtes.

* Major v. Parseval als Lustschiff-Ptoscsiot. Die Teckmi che Hotfpchute m Charlollenbutg hat Major v. Parieval, den bekannten Konstrukteur und Ge­schäftsführer der Motorlustschtff-Studiengesellschaft, für den Lehrstuhl für moderne Aeronautik in Aus­sicht genommen.

* Außergewöhnliche Kälte herrscht seit einigen Tagen auch in der Schweiz. An einzelnen Orten waren nachts bis 32 Grad Kälte zu verzeichnen. Eine ganze Anzahl der Seen ist bereits zugefroren.

— Ausnahme Gatte (aus dem Wirtshaus heim« kehrend): „So ein Pech, grad' heute schläft schon mei' Alte, wo ich ganz nüchtern bin; die muß ich wecken V*

Gottesdienstordnung in Hulda.

(Katholischer Gottesdienst.)

Dienstag, 2. Februar. (Mariä-Lichtmeß.) Dom /i,6, 6 und 7 Uhr t)L Messen, 8 Uhr Kerzenweihe Prozession und Pfarramt, 'MO Uhr Kerienweihe, Pro­zession und KathedralanU, 12 Uhr hl. Messe, */s2 Uhr Andacht unb Auflegen der Kerzen, 4 Uhr Abendandacht und Auflegen der Stegen, 7 Uhr Predigt und Andacht mit Segen in der Martenkapelle. — Stadtpfarrkirche. -/,6 Uhr hl. Messe und Predigt, */«7 und 7 Uhr hl. Messe. 8 Uhr hl. Messe und Predigt, 'MO Uhr Weihe der Kerzen, Amt und Prediat, 3 Uhr Andacht. — Pfarrkirche zum hl. Geist«. '/.7 Uhr Ausleilung der hl. Kommunwn, 7 Uhr Frühmesse, 8 Uhr Hochamt mit Prediat, 5 Uhr Andacht mit Segen. — Frauenberg. HI. Messen von 5—7 Uhr, 8 Uhr Rosenkranzmefle, %9 Uhr Weihe der Kerzen und Lichterprozession, daraus feierliches Amt, uachm. 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die marianilche Bruderschaft. Nach der­selben wird der Blastussegen erteilt.

Mittwoch, 3. Februar. (Fest des hl. Bl« siuS.) Stadtpfarrkirche. (Vollkommener Ablaß.) 6 Nar hl. Meile und Predigt, */«7 und 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe und Predigt, *,»10 Uhr Festpredigt, Hochamt und Chorgesang, 3 Uhr Andacht. Nach jedem Golles- btenft Auflegen bet Blasiuskerzen.

Freitag, 5.Februrr.(Herz-Jesu-Freitag.) Frauen­berg. Aussetzung bes Merheiligsten von 5 Uhr morgens bis 5 Uhr abends zur Anbetung des göttlichen Herzen Jesu. Um 8 Uhr hl. Melle, 9 Uhr feierliches Hochamt, nachmittags 2 Uhr feierliche Vesper, 4 Uhr Schlußan­dacht mit Umgang.

Gottesdienstordnung in Uaffel.

Dienstag, 2. Februar (Mariä-Lichtmeß).

Kassel-Alt a Pfarrkirchezur hl. Elisabeth (Friedrichstraße 16): Wie am Sonntag.

b. Pfarrkirche -,ur hl. Familie «Kölnische Straße 53, nahe beim Hauptbahnhofi: Hl. Messen mit -lusteilung der hl. Kommunion um 7 u. '|«9 Uhr, '(«10 Uhr Hochamt mit Kerzenweihe, 11 Uhr hl. Messe mit Predigt, nachm. 6 Uhr Gegensandacht. — Gelegenheit -u beichten vor Sonn» und Festtagen nachmittags von 5—7 Uhr, an diesen selbst von 6' t Uhr morgens an. — An den Wochentagen 7« (u. 81;,) Uhr hl. Messe.

Kaffel-Wehtheidrn. Pfarrkirche St. Marten (Ro,enkran;kirche am Neurnarkl): Wie am Sonntag.

Kassel Rothenditmold. (Josepbskirche, Bellmarsche Straße 32.) 8 Uhr Frühmesse, 10 Uhr Hochamt mit Predigt, nachmitlaas 2 Uhr Andacht mit Segen. — An Wochentagen 7V. Uhr hl. Messe. Gelegenheit zu deichten vor Sonn- unb Feiertagen 5 Uhr nachmittag-, an diesen leibst 6'/, Uhr morgen-.

Kassel-Bettrnhausen. lSliftftrabe 27.) •/.7 Uhr Frühmeffe, 9 Uhr Kerzenweihe, Hochamt u. Predigt, nachmittags 2 Uhr sakramentale Andacht.

FEmserWasser

[■ Krä neben. _____

übertreffen alle deutschen und fremden Fabrikate durch saubere Herstellung und appetitliches Trockenverfahren, welche hohen Wohlgeschmack und schönstes Aussehen gewährleisten. Jedes Paket enthüll

1 Gutschein für Knorr-Sos.

Reklamen und Anzeigenteil.

Ern Kräftigungsmittel für Mütter.

Biele Mütter gebrauchen m Zetten der Entlräf- lung, befonderS aber während des Wochenbettes, mit bestem Eriolge Scolls Emulsion. Diefes glänzend er­probte Stärkungsmittel hebt rasch die gejankene Kör- perkrait und schasst neuen Lebensmut.

Scotts Emulsion ist wohlschmeckend und letcht verdaulich.

Scott« (tmuUton wird voy tut» an«ich»cbllch tm rrohen ver- lauft unt> ,war nie lole nt ch Äewtcht oder Äah, sondern nut ,n versiegelten OrigtnnlN-lchen In Karton mit u ilerer Sch ad- marte (Wchcr mit dem D >'ich». Scott tt »owne, ». m. b. H. Sra*«ettan6tetu': Rcliifter Medizinal-Lebertrar 1*0,", prima Sly,ernt 50 o, !mterpl>-.Svyorigiaurer »alt 4,1 unterpiospf»o'i«- saure« Natron 1,0, pu'o. Zragant ifl, feinster arab »ummt ».da i,o denn, tü. lf« 121,0, «ttoyol tl,u. Hierzu aram-rttsch» limulfwn mit Zimt-. Mandel- nnd Santtherlaül je z Lrov en.