Einzelbild herunterladen
 
  

erscheint liigllch «rtt Aurnahmr der So.ffl= undZeiertageviertkl- i8brliche»ve;«gspreir ohne Sringerlshn und Bestellgeld in Zulda so­wie auswärts l 50JUL

Verautw. Redakteur: Lar» Schotte;

uldaer

3 »arzeller in Zulda. „Illustrierte Sonntagszeitung"

Zeitung

Menakbellage: „Zuldaer Geschichtsblätter"

»uzekge«: vi» et» fpaltigepetitzeileoder deren Bannt 15 pfg. Beklamendrepetitzeile 25 pfg., bet Wieder­holungen wird tirtfpt.

Rabatt gewährt.

Botationsdrucknnd Verlag der Luldaer Ak- tiendruckerei in Fulda Fernsprecher Nr. 9.

B

30 15.

Fulda, Mittwoch den 20. Januar 1909.

36. Jahrgang.

graphisch gemeldet, mit der Bewilligung der ge-

Iwertes Mlcltt

französischen Beziehungen aus. Eim

zeugen für das Zentrum anzurufen.

.Man wünschte früher, als man davon Abstand

nahm, den Nachlaß für Kinder und Ehegatten zu be-

An§ dem Nachbaraebiet.

*

Gelnhausen, 19. Jan. 1909. Das^Oris-

Erwerb von ü cken wurde von die

: dann nichts mehr vorhanden ist, dann kann ihnen auch

Meines Kenilletorr

Reklamen- und Anzeigenteil.

t 'en nichts helfen, dann greifen sie zur Peitsche d r Z e n t r u ru s s ch e u, um die Gegner aus­einander zu treiben.

In diesen ernsten Zeiten ist es doch wenig­stens etwas Amüsement für alle, die nicht zu diesem sonderbarsten Freundschaftsbunde, den die Welt je gesehen bat, gehören, wenn sie durch die Fenster in das Blockhaus sehen und das ergötz­liche Schauspiel der Katzbalgerei gratis genießen dürfen. -

ohne es zu wollen — die Anerkennung zu er weisen, daß es in Wahrheit nationale und fach

finauzverhältnisse teilgenommen hat. In einer Besprechung ber 'neuen Steuerpläne der Regie-

lich, so und soviel muß der Ertrag der Steuer sein." Das ist eine willkürliche Berechnung, die durch die Erfahrung nicht gerechtfertigt ist. Ein weiteres kommt noch als etwas sehr Unangenehmes Hinz«. Wenn ein hoher Beamter stirbt, dann weiß er ganz bestimmt, daß seine Witwe und Waisen Pension bekommen.

Mobiliargegenstände hineinschaute. Es müßte im Falle eines Todes das Inventar ausgenommen werde«. Das

der Steueifiskus nichts wegnehmen. So fetzt die Steuer gewissermaßen auf den Luxus und auf die Ver­schwendung eine Prämie, und die, die sparen und wirt­schaftlich sind, die ihre Angehörigen davor bewahren wollen, daß sie der Armenpflege anheimfallen, die werden bestraft."

Der Staat hat Ihnen das nach dem Gesetz ganz genau bestimmt zu geben. Wie ist es nun aber bei den Ge­werbetreibenden, bei dem Handwerker, bei dem -rönrpÄH'”' bei dem Landwirt, bei den Privatbeamten? Da gibt es ietTb- für die Hinterbliebenen. Darum wirtschaftet der jraüln6kkri^4Utlt.der Landwirt re. fo, daß er sucht, ein K a p it a l aüWsMMwm, damit aus den Zinsen dieses Kapitals einmal, wenn er selbst n cht mehr da ist, und nicht mehr ar­beiten kann, seine Witwe und seine Kinder das Not­wendigste haben, wie der Staat sie den hinterlassenen Witwen und Waisen der Beamten gibt. Ich weiß aus eigener Erfahrung in der Landwirtschaft, im Kauf­mannsstande usw., wie die Leute sich das Notwendigste vom Munde absparen, um aus diese Weise für ihre Familie und ihre Kinder zu sorgen. Das braucht der Beamte nicht. Er kann sorglos sein Auge zutun, er weiß, daß seine hinterlassene Witwe und seine Waisen vom Staate etwas bekommen. Und sollen die Leute, die im Leben sparsam gewesen sind, die es sich vom Munde abgekpart haben, dafür bestraft werden, weil sie für ihre Hinterbliebenen gespart haben? So ist es besonders bei der Landwirtschaft. Wenn der eine Sohn studiert, dann wird fein Erbteil für ihn ver­wandt. Das Erbteil aber, das noch vorhanden ist, das durch den Schweiß der Geschwister weiter ver­mehrt worden ist, das soll besteuert werden, weil es nicht zum Studieren aufgewandt rvorden ist. Das ist eine Brutalität. Die Steuer führt dahin: Sehr viele Leute konnten sparen, aber sie sparen nicht, und wenn

wieder versöhnten Nationen ausruhen wird. Der Schluß der Rede fand lebhaften Beifall bei der äußersten Linken, der größte Teil der Kam­mer verhielt sich fchveigend. Denys Cochin meinte dagegen, die Lage in Europa gestatte nicht, an eine Annäherung Frankreichs und Deutschlands zu denken. Minister P i ch o n er­klärte: „Der Gesandte Regnault, der sich auf Einladung Mulay Hafids nach Fez begibt, wird dort nichts zu erledigen haben, was den interna­tionalen und Sonderverträgen widerspricht. Er wird keinen Schritt unternehmen, der die Inte­grität Marokkos in Frage stellen könnte oder auf ein Protektorat abziehlt.

wollen nicht Platz machen. Man weiß nicht, wie das enden soll. Händeringend stehen die Block- l'nker dabei und wenn alle BeschwichtigungS-

es nicht vielmetzk eine ernste Tragödie? Welch ein Tiefstand des politischen Lebens

? Seht, wie sie einander lieben!

Stadtverordnetenversammlung cndgiulch^vk'ftut^. Bürgermeister Tr. Schmidt teilte mit, daß ber Umsätze im vergangenen Jahre 273974 Mark betragen und die Steuer im Borjahre der Stadt- kasse bereits eine Einnahme von 6000 Mk. ein­gebracht habe.

* Frankfurt, 19. Jan. 1909. Dieser Tage starb in Halle der Postbirektor Münster- mann. Münstermann war lange Jahre als Postdirektor in Halle tätig und war bei seinen Beamten wegen seines entgegenkommenden Wesens sehr beliebt. Er war ein tief religiöser Mann und hat in den katholischen Vereinen und auch in der Zentrumspar:ei eifrig mitgewirkt. — In­folge Exploiion einer Lampe wurde ein 25jähriges Mädchen im Hause Lenaustraße 28 am ganzen Körper schwer verbrannt, so daß ihm im Krankenhause beide Arme abgenommen werden mußten.

* Kassel, 19. Jan. 1909. Auf den Schienen der elektrischen Straßenbahn gewahrte früh gegen V«7 Uhr der Führer des Motorwagens der Linie Mulang-Holländische Straße, in der Nähe der Diakonisfenhausstraße einen Balken, der von Bubenhand quer über die Schienen gelegt war. Durch das sofortige Bremsen gelang es dem Führer, den Wagen vor dem Hindernis zum Stehen zu bringen und ein Unglück zu verhüten. — Der Kreiskriegerverband Kastel-Stadt hat für da? neue Rathaus eine große Bronzebüste Kaiser Wilhelms II., die Reinhold Begas ge­schaffen hat, gestiftet.

Brandenburger Tor begrüßen, nur soll es wegen der Jahreszeit in einem Zelt geschehen und den .Vertretern der Stadt ist gnädigst gestattet, nicht im Frack, sondern im Ueberrocke und bedeckten Hauptes den König zu begrüßen. Das Letztere ist ein Stücklein neuen Kurses, die möglichst far­benprächtige Einzugsstraße dagegen weniger.

* Beim Eislauf » ertiiuüeu. Sonntag nntzunrtag brachen in G ei k ha in (Sachsin) 3 Knaben beim Eislauf auf einem Teiche ein. Zwei sind ertrunlen.

* Schwere Heimsuchung. In Behrenshagen, Kreis Franzburg, wurde die Mühe eines zehn- jährigen Knaben auf dem Eise des Dorfteiches gefunden. Nach kurzem Suchen stieß man schon auf eine Leiche. Es war aber die der zwölf­jährigen Schwester des vermißten Knaben, dessen Leiche auch gleüh darauf gefunden wurde. Man nimmt an, eins der Kinder hat das andere ret­ten wollen und ist dabei ertrunken.

“* Die Kathedrale von Toledo, der aus deut 13. Jahrhundert stammende berühmte Bau, be­findet sich bekanntlich in Einsturzgefahr. Die spanische Regierung hat nunmehr energische M^ßregrltt Zur Rettung dieses Wunderwerkes der gotischen JauritW perftigrr-

veutsches Reich.

(*) Einige interessante Beiträge zu dem Kapitel Erbschaftssteuer hat ein früherer Statistiker aus dem Reichsfinanzamt, Dr. Pflug in Berlin, geliefert, ber drei Jahrzehnte lang km Reichsfinanzamt an ber Verwaltung ber Reichs-

Amland.

* Terrorismus amerikanischer Arbeiteror­ganisationen. Am Montag sind in New- Aork 15000 Arbeiter, die in der Hutfabri­kation beschäftigt sind, in den AuSstand getreten, weil die Arbeitgeber sich weigerten, ihnen zu ge­statten, an den von ihnen hergestellten Waren die Verbanbsmarke anzubringen.

“ Die Marokkodebatte in der franzö­sischen Kammer endete, wie schon tele-

„Äenpieberg- Seide66

von 1k. 1.10 ebl — schon verzollt I . Verlangen Sie Mester 1

c<ur direkt v. Henneberg. Zttvieh.

schrecklichen Zentrum zusammengehen. Sie müssen das sachliche Jnteressb zurückstellen, weil sonst der Block in die Luft fliegen könnte und fein Herr und Meister mit ihm. Eine solche Poli­tik, die nicht das Wohl des Volkes SAtz. ist, muß das politische Leben voll­ständig verlottern, gisitö von der i3e-

faljr, die die systematische Erzi^Hüng chsi? Wpu- Parteien zur politischen Grundsatz l o > i g k e i t für die politische Macht des Volkes im Gefolge hat.

Die Blockkundgebungen der gedachten Art bieten für uns im Zentrum ein besonderes Inter­esse dadurch, daß sie im Grunde eine Wider­legung des Blockgedankens selbst ent­halten. In allen Drohungen und Warnungen nach rechts und nach links kehrt regelmäßig die Schlußwendung wieder: Wenn der Block versagt, wird die Finanzreform mit dem Zentrum ge­macht. Wer so sprechen kann, der muß doch überzeugt sein, daß das Zentrum bereit ist, die Finanzreform, das heißt, eine ausreichende und

erwiderte der Spitzbube. Hierauf fragte ihn der Kommissar, ob er imstande wäre, dem bezeichneten Manne die Brieftasche wieder beizubringen. Der Taschendieb erklärte dies für eine leichte Auf­gabe. Wir waren natürlich aufgesprungen und wollten dem Zuge nach dem Theater folgen; als der Kommissar dieses bemerkte, bedeutete er uns, daß dies nur in einiger Entfernung und ohne alles Geräusch geschehen dürfte. Im Theater an­gekommen, flüsterte der Kommissar dem dienst­tuenden Wachtmeister einige Worte ins Ohr, dann öffnete er die Parterretür und trat geräuschlos mit dem Taschendieb und seinen Leuten ein. Wir folgten und blieben am Eingang sichen. Da stand richtig der Graue mitten im Parterre. Auf einen Wink des Kommissars näherte sich der Ta­schendieb dem Graurockigen und schob ihn beiseite, um weiter nach vorn zu gelangen. Nach einer Weile kehrte er ganz unbefangen zurück. — „Nun wird's?" fragte der Kommissar. „Er hat sie schon", erwiderte der Spitzbube. Wir waren alle erstaunt; denn trotz unserer Aufmerksamkeit hatte keiner von uns gesehen, wie er das Manö­ver ausgeführt. Nun ging der Kommissar mit großer Vorsicht, von seinen Leuten gefolgt, auf den Kerl zu, aber kaum hatte er ihn berührt und dwser sich umgesehen, so lagen er und die beiden Pc lrzeid lener zu Boden geschleudert in den Bän- ken; in drei Sätzen war der Bursche am Aus- gang, und ehe wir uns besinnen konnten lagen wir an der Wand, daß uns alle Rippen kach ew w°ren acht PolMiemr aA gestellt, dw mit chm, trotzdem, daß er sich wie ein Lowe wehrte, fertig wurden. Die Szene hatte das Publikum in so große Aufregung versetzt daß die Darstellung kurze Zeit unterbrochen toer« den mußte. Acht Tage darauf hing der Mensch am Galgen."

kommt einmal tu 6U -k«g«, sei es als Ge- schäftsreklame oder nur gelegentlich einmal zu inserieren. Hier beginnt die Tätigkeit der Annoncen-Expedition, denn nur der wohlinformierte Fachmann kann unter den Tausenden der verschiedensten Zeitungen des Jn- und Auslandes die jeweils geeigneten ermitteln. Durch die Inanspruchnahme des Jnvalidenoaut entstehen keinerlei Mehrkosten und lerne Verpflichtungen, dagegen bürgt die vornehme, einwandfreie Geschäftsführung für eine unparteiische, sachgemäße Beratung.

Inserenten erhalten den soeben erschienenen voll­ständigen Zeitungskatalog des Jnvalidendank, welcher in geschmackvoller, handlicher Ausführung die sämtlichen deutschen Tageszestungen, illustrierten Blätter und Fach­zeitschriften enthält, auf Wunsch gratis und franko von dem Zentralbüro in Berlin W 64 oder von der nächsten Geschäftsstelle in Frankfurt a. M.

vermischter.

** Tas Fünfundzwanzig Pfennigstück. A m Samstag ist das Preisgericht zusammengetreten, das über die Entwürfe der neuen Fünfundzwan- zigpsenuigstücke entscheiden soll. Es waren mehr als -100 Vorschläge eingegangen. Nachdem hier­von 23 zur engeren Wahl gestellt worden waren, wurden drei von diesen ausgewählt, denen die drei Preise, und zwar einstimmig, zuerkannt wurden. Den ersten Preis mit 2000 Mk. erhielt August Häusser in Böckingen (Württemberg), den zweiten Preis mit 1500 Mk. Hugo Kaufmann in Berlin und den dritten mit 1000 Mk. A. Krau­mann in Frankfurt a. M.

* Die Entwässerung der Radbodgrube. Die auf Zeche Radbod vorgenommenen Messungen haben ergeben, daß die erste Sohle 717 Meter von Wasser frei ist. Die Sumpfungsarbeiten sollen noch ein bis zwei Tage fortgesetzt und die Sohle dann untersucht werden.

* Ein Raubmordversuch wurde in der Nacht in der Wohnung eines Bäckermeisters in Wülf­rath (Rhld.) verübt. Während dieser in der hin­ter dem Hause gelegenen Backstube tätig war, schlichen drei Burschen, darunter als Anführer ein ehemaliger Geselle, in das Schlafzimmer und überfielen die Ehefrau; doch gingen die auf sie abgegebenen Nevolversihüsse fehl. Zwischen dem herbeigeeilten Ehemann und dem Hauptatten- tätcr entspann sich ein Kampf, der mit der Flucht der Einbrecher endigte. Zwei von ihnen wurden schon bald nachher, der dritte früh morgens am Bahnhof Vohwinkel verhaftet. Bei dem Raub­mordversuch war es auf das im Schlafzimmer aufbewahrte bare Geld abgesehen.

'* Zum Besuch des englischen KönigspaareS in Berlin hat der Kaiser den Wunsch geäußert, daß die Ausschmückung der Einzugsstraße mög­lichst farbenprächtig sein möge. Auch diesmal wird Dberbüraermeifter Kirschner be« Gast am

gründliche Finanzrekorm zu machen. Wenn von freisinniger Seite die Mitarbeit an der Finanz­reform gelegentlich abhängig gemacht wird von der Gewährung verfafsungspolitischer Rechte usw., fo schallt es von der Rechten im Chore zurück: Das machen wir nicht mit, wir machen die Reform mit dem Zentrum. Und der Frei­sinn beugt sich dieser Mahnung und zieht seine Forderungen zurück. Liegt denn nicht darin das Eingeständnis rechts und links, daß das Zen­trum seine Zustimmung zu Forderungen des Staates nicht abhängig machen wird von der Gewährung irgend welcher Vorteile auf anderem Gebiete? Und nun vergleiche man damit die Begründung des Blockgedankens: Das Zentrum müsse ausgesckjaltet werden, weil es keine „na­tionale" Partei fei, d. h. dem Reiche nicht geben will, was des Reiches ist, und es müsse ausge­schaltet werden, weil es keine sachliche Politik, sondern, wie das dumme Wort heißt, Kuhhan­delspolitik treibe. Ter Block glaubt also selbst nicht an diese Behauptung, mit der die Wähler im letzten Wahlkampfe scheu gemacht wurden. Aber trotzdem wird sie auch heute noch bei sede«- Gelegenheit, wo es gegen das Zentrum zm Hetzen gilt, wiederholt, entgegen besserem Wissen und innerer Ueberzeuguug. Nichts charak­terisiert den Block und seine Anhänger besser als diese Unwahrhaftigkeit. Zugleich liegt aber darin

Alles per 100 Kilo netto, effektiv toko hier. - Mehl: —.—. Weizenmehl Nr. 0 30.25 -00.00 Mark, Nr. 1 28.75-00.00 Mark, Nr. 2 28.25-00.00 M., Nr. 3 27.25-00.00 Mk., feinere Marken 0.50—0.00 M. höher. Noggenmehl Nr. 0 24.50-25.00 M., Nr. 1 22.50- 23.00 M., Nr. 2 19.00-19.50 M. Alles per 106 Kilo inklusive Sack loko hier. Futtermittel ■ —, Weizenschalen 10.00-0.00 Mk, WeizenNeie 9.50—9.75 Mark, Roggenkleie 10.50—11.00 Mark, Futtermehl 13.50-14.00 M., Biertreber, getrocknet, 13.00-13.50 Mark. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier.

" Frankfurt a. 18. Jan. 1909. Amtliche No­tierung der Biehmarkt-Preise. Zum Berkaus standen 593 Ochsen, 94 Bullen, 1093 Kühe und Rinder (Stiere unb Färsen), 365 Kälber, 378 Schafe und Hämmel und 1601 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht­wertes bis zu 6 Jahren 74—76 M., b. junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemäftete 68—70 Ui., c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 58 —60 M., d. gering genährte jeben Atters 00—00 Ui. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes 64—66 Mark, b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 60—1.2 Mk., c. gering genährte 00—00 Mark. KÜH« und Jungrinder: a. vollfleischige, ausgemästete Jungrinder höchsten Schlachtwertes 68—70 Mark, b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zu 7 Jahren 58 bis 60 Mark, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte j jüngere Kühe und Jungrinder 46 bis 43 M., d. mäßig genährte Kühe und Jungrinder 00 -00 M., e. gering genährte Kühe u. Jmigrmder 00—00 M. Bezahlt wurde für 1 Psd. Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast» (Bollmast) u. beste Saugkälber (Hannov.) 90—95 Pfg., b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 75 —84 Pfg., c. geringe Saugkälber 63 - 66 Pfg., d. ältere, gering genährte Kälber (greifet) 00—O0 Pfg. Schafe: a. Masthämmel und jüngere Masthämmel 70—00 Pfg., b. ältere Masthämmel 56—58 Pfg., c. mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz-Schafe) 00— 00. Schweine: a. vollfleischige der feineren Raffen und beten Kreu-s jungen im Aller bis zu l1/« Iahten 70—72 Psg^ b. fleischige 70—00 Pfg., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 63—68 Pfg., d. ausländische Schweine (unter Angabe der Herkunft) 00-00 Pfg.. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: Ochsen 00 — 00 Pf., Kälber: a. 53-57 Pfg., b. 45—50 Pfg., Schwein«: a. 56—56*|» Pfg., b. fleischige 55'/, Pfg. Geschäfts- gang in Hornvieh schleppend, Ueberftanb unbedeutend, in Kälbern mittelmäßig, Ueberftanb keiner, m Schafen unb Schweinen gut, Ueberftanb keiner. AuS Oester­reich stauben 108 Ochsen zum Berkaus. Oesterreichifche Ochsen würben mit 76—83 Mk. bezahlt.

Aber ist es denn wirklich gi»» Komödie? Ist runa betont er'

leitend sprach er von der „feindseligen Diplo­matie leitender Kreise in Deutschland", ein An­griff, der jeder Berechtigung entbehrt. Gleich darauf aber konstatierte er mit großer Befriedig­ung, daß sich die Beziehungen in der letzten Zeit gebessert hätten. Die Ueberweisung der Casablanca-Affäre an ein Schiedsgericht sei ein glückliches Syinptorn für die Besserung der Be­ziehungen und alle Welt hätte darüber Genug­tuung empfunden. Ebenso habe die Interven­tion Frankreichs in den Balkanfragen Symp­tome der Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich herbeigeführt. Jaures verwarf den Gedanken eines Revanchekrieges. Frankreich könne ohne Verzicht auf feine Erin- nerungen und ohne Selbstdemütigung an dem großen Friedenswerke mitarbeiten. Jaures schloß: Wer weiß, ob nicht eines Tages das große, durch tif- ZwiigFjsss schwer gemarterte Herz von Elsaß-Lothringen sich auf dem Kerzen der öerdkik

Marktberichte.

♦ Frankfurt, 18. Jan. 1909. (Getreibemarkt.) Das Angebot in Lanbwrizen ist nach wie vor gering, wodurch ber Preis auch am heutigen Markte günstig beeinflußt würbe. In Roggen genügt bas kleine An­gebot ber Nachfrage, bet Preis erlitt keine Veränbe- rung. Gerste ruhig. Hafer begegnete besserer Kauf­lust, ber Preis besserte sich um eine Kleinigkeit. Feine Sorten sind wenig offeriert ttnb werben weit übet Notiz bezahlt. Mehl unb Kleien wenig verändert. Es notieren je nach Qualität und Herkunft: Weizen, hiesiger und Wetterauer, 21.60-21.70 Mark, kurhestischer ‘21.60-21.70 Mark, norddeutscher 21.60-2170 Mk., ruff. 23.50- 24.75 M., Redwinter 60.00 -00.00 Mk., Kansas 00.00-00.00 Mk., La Plata 24.00-24.50 M.,

— Ein Dicbesvirttiose. Eduard Genast cr= Zählt in fernem „Tagebuch eines alten Schau­spielers" von seinem Gastspiel in Prag folgende 'Polizeigeschichte: Eines Abends wurden eitfpaar kleine Stücke bei ganz leerem Hause gegeben, wo­bei wir uns höchlich langweilten. Karl machte deshalb den Vorschlag, nach der Traube hinuber- «ugehen und da ein wenig zu kneipen. Wir fan- den da? Lokal leer, um so ungezwungener konnte f”“ feiner Laune die Zügel schießen lassen, und aItec Entzücken gab er die tollsten ,unf> drolligsten Anekdoten zum FrJi'v.io.. ""ch einiger Zeit ein elegant ge- ""hm an einem der ande- |r?n Asche Platz und verlangte rasch Essen und eine Flasche Wern. Als das Verlangte gebracht wurde nahm er eine Brieftasche heraus, die sehr gespickt schien, und warf dem Kellner eine Bank- note hin, worauf er sich rasch ans Esten machte Wir nahmen weiter feine Notiz von ihm, und unser Gespräch ging fort, als mit einem Male 8ur Türe bei dem Schenktisch ein Polizeikommis­sar mit zwei Dienern hereintrat unb sich leise dem eleganten Herrn, der eben in der Brieftasche blät­terte, näherte, ihn an der Achsel faßte und ihm öugleich die Brieftasche aus den Händen riß. Als

-den Kopf wandte und den Polizisten pu- >1?'Er chm unter Jammergeschrei augenblick- t ^ußen. „Falschmünzer", rief dieser, , ha- wrr dich?" __ „Jesus Maria! Ich bin kein Falschmünzer wimmerte jener. „Ich will es Stehen,,ich habe die Brieftasche vor kaum einer Stunde lm Theater gestohlen." - „Don wem?" ftommiffar in strengem Ton. — „Don pnem Herrn in grauem Frack und Beinkleidern",

Ein reizendes Bildchen! Einträchtig liegen ... . .

sich die Blockleute in den Armen und — balgen liehe Politik treibt.

sich um den besten Platz am Regierungstisch Der Werrn Anerkennung aus Feiudes Mund wert- Freisinn will obenan sitzen und die Konservativen voller ist als solche aus Freundes Mund, so sind wollen nicht Platz machen. Man weiß nicht, wie wir in Wahrheit berechtigt, den Block als Kron-

Rumän. 23.75-24.75 Mark, Woggen, hiesiger, 17.00

,, ,,, - . ,------ . -- bis 17.25 Mk., russischer 19.50-20.50 Mk., rumänischer

starüt—über die Erhebung einer Steuer trtm-OO.OO—oo.GO Mk.,Gerstehikj.u,Wetterauer 18,50—19.50

----- Mark, Psälzer 18.50- 19.50 M., Rieb 18.50—19.50 M., Hafer, hies. 16.00-17.50 Mk,, bayer. 16.00-17.50 Wit, ivNrrw-., UQ.üO-00.00 M., russischer 60.00-00.00 Mk., rumän OO.öo-öÖ.OO Mr., La Plata H5.00-16.75 Mark, Mais (Mixeb) 16.00-16.50 M., ruff. OSch-si-SO.YY M., Donaumais 60.00-00.00 M , La Plata 16.25—16.50 Mn

die höchste AnerkennungdesZentrums _

und seiner Politik. Der Block betrachtet das forderten Ergänzungskredite. Im Verlauf der Zentrum als seinen schärfsten Gegner, trotzdem Debatte ließ sich Jaures über die d e u.t s ch- kann er nicht umhin, dem Zentrum — wenn artch, französischen Beziehungen aus. Ein-

11 r-’ r i r * < (vif x , f» • , IIUI/UI, vvn vlUUjlUp 1141 JVlllvvV UHU vUUUvH All Uv-

tut sich doch in der Blockpolitik kund. ^5» iyr steuern, nicht, baß ber SteuerfiskuS in bte einzelnen

wird doch geradezu zum Prinzip erhoben bie .......... — "" ' —

völlige Außerachtlassung sachlicher Grünbe zu „ _____

Gunsten persönlicher Stimmungen. Wenn bas würbe einen größeren Teil bes Ertrages biefer Steuern sachliche Interesse ein Zusammengehen mit bem i fßr Verwaltungsunkosten verzehren. Es ist auch nicht Zentrum erfordert, dann werben die Blockpar- ! ?"lä,stg, wie es ber jetzige Reichsschatzsekretär^tut, ein- teicn aeftrie^t daß sie nur ia nicht mit fx-m fad? w sagen: „So unb soviel Menschen sterben,ahr- T- t ö nU5 Ia lirh. fn itnh fnnfpT nink hpr ß-rtrn« hpr (Shntpi* fpttt "