35. Iahrqang. -
Fulda, Mittwoch den 30. Dezember 1908.
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Hwertes 7?5Latt
Tie neue Postsaeckordnung tritt nm 1.
Hat nun ein
oder anderen Bankinstituten sind Rückzahlungen
4 —
15.—
12.50
20.-
Mk.
40.—
4.50
35.-
Zusammen Mk. 131.
selben sind ebenfalls an den ständigen Schrift-
- Reklame», uvd Anzeigenteil
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und Feiertage Viertel. M M M H WM
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j-iÄÄ. woch-nbriras-:„Illustrierte Sonntagsjeitung“
ch. Die Postscheckordnung »om 6. November 1908 in der Praxis
von nicht allzuhohen Beträgen beinahe immer sofort möglich. Recht bureaukratisch ist die Bestimmung, daß die Buchungen kostenlos erfolgen, daß aber für jede Buchung 7 Pfennig berechnet
schäfte, das jeden Tag seine Bareinnahmen dem Postscheckamts überweist, und die täglich einlau-
einer solchen mit der Reichsbank. Die ganze Einrichtung ist somit recht für kleine Betriebe geschaffen, denen es bisher an einer Zahlungsausgleichstelle fehlte, wie sie die Reichsbant für mittlere und größere Geschäfte bildet.
Wünscht die Post, daß der Scheckverkehr sich in großem Maße entwickele, so wird sie auf die bureaukratischen Zutaten, wie die Er- Hebung von 7 Pfg. von der 600. Buchung ab, für die Buchung der Gebühren auf das Konto, und dergleichen, sehr bald verzichten müfsen. Der Verkehr würde sich viel einfacher für alle Teile abwickeln, wenn jede Ein- und Auszah- lungskarte im Betrage der Gebühren mit Marken beklebt würde wie in Oesterreich. Je einfacher solche Einrichtungen gehalten werden, desto rascher führen sie sich ein. Schon bei den Verhandlungen in der Kommission im Reichstage ist von den Abgeordneten des Zentrums und der Freisinnigen darauf hingewresen worden, daß diese anAemend kleinen Gebühren, namentlich die Erhebung der 7 Pfennige, der Einführung -es Scheckverkehres sehr hinderlich sein würden.
E« liegt im Interesse des Mittelstandes, daß die zu seiner Hebung getroffenen Vorkehrungen recht fleißig benutzt würden, und so ihren wohl-
im Jahre übersteigt.
Nimmt man die Geschäftsvorfälle in einem mittleren Detail- oder kleineren Engros-Ge»
[1 Wiesbaden, 27. Dez. 1908. Der 26. K o n- greß für Innere Medizin findet vom 19. bis 22. April 1909 in Wiesbaden statt. Das Referatthema, welches am ersten Sitzungstage: Montag den 19. April 1909 zur Verhandlung kommt, ist: Der Mineralstoffwechsel in der klinischen Pathologie Referent: Herr Magnus- Levy (Berlin). Hierzu findet ein Vortrag des Herrn Widal (Paris): Die.therapeutische Tech- loruration statt. Am dritten Sitzungstage: Mittwoch den 21. April 1909 wird Herr Hoad (Lon- don) einen Vortrag über Sensibilität und Sensibilitätsprüfung halten. Folgende Vorträge sind bereits angemeldet: A. Bickel (Berlin): Die Wirkung der Mineralstoffe auf die Drüsen des Verdauungsapparates. Külbs (Kiel): lieber die - - — . Len Hartz (Hamburg):
3 Pfennige für jede Ueberschreibung von einem Scheckkonto auf ein anderes Scheckkonto.
Postschecks oder Uebewif mgen auf ihr Postscheck- 'onta bewirken lassen. Diese ganze Einrichtung oll es ermöglichen, mit viel weniger baren Umlaufsmitteln auszukommen, end so den Geldmarkt zu erleichtern, wie dies « andere» Ländern, England, Amerika und in Oesterreich durch die Postsparkassen geschieht.
Werden die erhofften Vorteile nun auch wirk-
vertzen, wenn man sich die Postscheckord» i u n 8 angesehen, und sich ihre Wirkungen «mentlich hinsichtlich der Gebühren vergegen- ourtigt hat.
Jeder Kaufmann, Gewerbetreibende, Fabri- en, Gesellschaften und Genossenschaften, Privat- lersonen, Aerzte, Rechtsanwälte, Geistliche usw. wnnen sich ein Postscheckkonto eröffnen lassen. 53 genügt hierzu der Antrag bei der zuständigen ^ostanstalt und die Einzahlung von 100 Mark, sie unverzinslich stehen bleiben müssen. ES wur- »en für das ganze deutsche Reich 13 Postcheck- imter errichtet. Für die Oberpostdirektionsbe- sirke Kassel, Darmstadt und Frankfurt a. M. ist rin Postscheckamt in Frankfurt a. M. borgeeben. Die einzelnen Postanstalten vermitteln nur den Verkehr zwischen den Koutoin- jabern und dem Scheckamt. Alle Ein- und Aus- phlungen werden durch die Postanstalten bermit- leit, sei es, daß der Verkehr zwischen den Konto- nhaberu und dem Scheckamte, oder dritten Per- •onen erfolgt, die Zahlungen für ein bestimmtes Sck-eckkouto zu leisten oder zu empfangen haben, tzm Verkehre der Postscheckkontoinhaber unterem- Inder tverden die zu leistenden ober zu em- »fangende« Zahlungen einfach aus dem Gut- #o£ien des einen Kontos dem anderen überwiesen, >hne daß e3 nötig wäre, hierfür bares Geld in Umlauf zu setzen. Für den Verkehr zwischen Lcheckkontoinhabern und anderen Personen die-
sast immer mehr wie ein Tag bergeben, wenn Beantragung und Auszahlung nicht telegraphisch erfolgt, wodurch ober das Geld wieder verteuert wird. Bei einem Girokonto bei der Reichsbank
öffnen zu lassen, tote ein Scheckkonto zu nehmen. Erst bei Geschäften mit weniger wie 500 Buch-
ßreife anziehend. Gerste lag sehr still. Hafer ist gegen die Vorwoche unverändert. Fü» gute Qualitäten müssen wesentlich HSHere Preise all wie notiert, angelegt werden. MaiS un» Mehl stetig.
sichrer zu richten.
* Nieder-Jngelheim, 27. Dez. 1908. Durch geschickte Verkleidung ist eS dem Fuß. gendarmen Faust gelungen, bei einer Treibjagd 8 Wilddiebe auf frischer Tat zu ertappen. Bei großen Treibjagdrn stellen sich nämlich hinter der Schützenlinie, außer Schußweite, mit Schippen und Hacken versehene Wilddiebe ein, die unter Jägern all „freiwillige Krankenträger" bekannt, angeichofsene Hasen mit Schippen und Hacke tot» schlagen und dann in die eigene Küche wandern lasten. Der Gendarm hatte sich in gleicher Weise unter diese Krankenträger gemischt und 6 Mann verhaftet.
5 Pfennige für jede Einzahlung.
5 Pfennige für jede Rückzahlung, und dazu noch Vio bom Tausend (Steigerungsgebühr), mindestens 10 Pfennige.
7 Pfennige für jede Buchung, die die Zahl 600
Aur dem Nachbargebiet.
* OckerShausen, 29. Dez. 1908. Zu Weih, nachten gedachte eine Frau ihrem Gatten mit einem saftigen Entenbraten auszuwarten. In Marburg auf dem Wochen markt erstand sie eine schöne fette Ente und bezahlte diele, während sie eifrig mit einer Nachbarin die TageSsragen erörterte. Als sie zu Hause anfam, wurde sie zu ihrem Entsetzen gewahr, daß sich die fette Ente mitterroeile in einen alten zähen Hahn verwandelt hatte.
* Friedberg, 28. Dez. 1908. In der Plenarsitzung der Handelskammer Friedberg machte das Kammermitglied Schäfer aus Büdingen daraus aufmerksam, daß die Glasfabrik Büdingen infolge Verkaufs an die Aktiengesellschaft Genes- Heimer Glashüttenwerke mit der Absicht umgehe, den Betrieb emzustellen. Die Handelskammer beauftragte ihren Vorstand, sich mit der Firma in Verbindung zu setzen, damit der Verkauf mit feinen Folgen nicht etutteie. Auch soll der Vorstand der Handelskammer bei dem hessischen Ministerium vorstellig werden, damit dieses gletch- faü8 geeignete Maßnahmen zur Abwendung der befürchteten Schädigungen treffe.
* Wanfried. 29. Dez. 1908. Eine große Weihnachtsfreude bereitete die Firma Peter Israel hier ihrem gesamten Fabriiperfonal. Am heiligen Abend erhielt jeder Arbeiier em ansehnliches Geldgeschenk; außerdem wurde mitgetetlt, daß für die Zukunft die Arbeitszeit ohne Lohn- abzug um eine halbe Stunde abgekürzt werde.
* Kastel, 29. Dez. 1908. In dem Be- finden des Schutzmanns Konzmann, der bei dem Rekontre am Holländischen Tore bekannt- lich durch einen Dolchstich in die Lunge lebensgefährlich verletzt wurde, ist eine entschiedene Wendung zur Besterung emgetreten. Die Lebensgefahr darf als beseitigt gellen.
* Offenbach, 29. Dez. 1908. Der hiesige HauSbimche Mack, von dessen Unterschlagungen wir bereits berichteten, hat sich in. Wetzlar der Polizei gestellt. Von den unterschlagenen 9000 Mark in bar und etwa 5000 Mark in Wechseln wurden bei Mack nur 10 Pfennig vor- gefunden.
* Treysa, 29. Dez. 1C08. Der Holzhauer Foh. Lenh«»ser in Gilserberg hatte sich vor einigen Tage im Walde mit der Säge an einem Bein verletzt. Das Bein schwoll, jedenfalls infolge hinzugetretener Blutvergiftung, so stark an, daß sofort ärztlich; Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Der Zustand des Erkrankten ist bedenklich.
Arbeiterfamilie erkrankt. Ein bierjährigeS Kind starb, die anderen wurden gerettet.
* Znm Ganlrrschen Reklametrick. Ganter haf die vielen Hilfskräfte, die er zur Vorbereitung seines Reklametricks angestellt hatte, um einen großen Teil ihres Verdienstes geprellt. 3* Zürich beschäftigte er Dutzende von Personen mit dem Schreiben der anonymen Briefe. Bevor die Angestellten aber mit der Arbeit beginnen konnten, mußten sie einen zwanzig Seiten starken Vertrag unterschreiben, in dem sie sich zu hohen Abzügen, eventuell sogar zum Verlust der Kaution verpflichten mußten, wenn über den Inhalt der Briefe vorzeitig etwas in die Oeffentlichkeit bringen würde. Dagegen waren ihnen für den Fall der Geheimhaltung 100—150 Frcs. Gratifikation zugesichert. Ganter blieb aber schließlich den Angestellten an Arbeitslöhnen und Kautionen 20 OOO Frcs. schuldig. — Eine ergötzliche Rolle haben bie Ganterschen anonymen Briefe in dem Sühnetermin eines Ehescheidungsprozesses in Aachen gespielt. Während der Vorsitzende sich bemühte, di« klagende Ehefrau zur Nachsicht gegen den Gatte» zu bestimmen, griff die Entrüstete in ihr Handtäschchen und entnahm diesem einen Bries, bzn ft« mit den Worten: „Da sehen Sie, Herr Rat, waS für ein Kerl mein Mann ist: seine Schandtaten sind so bekannt, daß schon Bücher über ihn geschrieben werden I" auf den Richtertisch schleuderte. Uederrascht nahm der Richter den Brief an sich und erwiderte bann lächelnd: „Ja, lieb« Frau, daraus dürfen Sie sich nichts machen, man hat von mir dasselbe geschrieben!" Das so wichtige Beweisstück der Klägerin war einer jene« Ganker-Briefe. <
♦ Miß Elkins wird Krankenpflegen«. Das Bev löbnis der bekannten amerikanischen Millionärstochter Miß Elkins mit dem Herzog der Abruzzen, ist vor kurzem endgültig gelöst worden. Miß Elkins will sich nunmedr der Krankenpflege widmen.
* Falschmünzer haben in der letzten Zeit M< Vereinigten Staaten mit gefälschtem französ. Papiergeld überschwemmt. Es sind bereits mehr als zweitausend falsche Tausendmarkscheine entdeckt worden.
freundlichst zur Verfügung gestellt, entfpred;en also der Wirklichkeit, und sind nur abgerundet.
Demgegenüber betragen die Kosten, welche dem Inhaber eines Girokontos bei der Reichsbank entstehen, nur etwa Mk. 40.— Zinsen im Jahre für die 1000 Mark, welche für die Dauer des Girokontos unverzinslich stehen bleiben müssen. Für Ueberweisungen und Rückzahlungen auf Schecks werben keine Gebühren erhoben.
Es ergibt sich hieraus, daß es für mittlere Geschäfte erheblich vorteilhafter ist, sich ein Girokonto bei der Reichsbank er-
Jahre eingehen.
400 Auszahlungen an die verschiedenen Geschäftskreditoren im Jahre K 5 Pfg
Marktberichte. /
• Frankfurt, 28. De». 1908. f@etrefbemar
• ' vermischtes
• Johanne« Lüders, der Seniorchef der großen Reedereifirma Lüders u. Stange in Lübeck, ist im 81. Lebensjahre gestorben. Er hat fich um die Hebung des Handels und die Erbauung de- Elbe- TravekanalS sehr verdient gemacht.
Am heutigen Fruchtmarkte herrschte Feiertaasslimmung« wie dies alljährlich um diese Zeil der Fall zu fehl pflegt. Der Besuch war demgemäß nicht groß und Me, Umsätze gering. Weizen und Roggen bei geringes. Nachfrage rlwaS im Preise anziehend. Berste lag s«hp
Dazu Vio vom Tausend Steigerungsgebühr, aber mindestens 10 Pfg. Mk.
150 Ueberweisungen von einem Scheckkonto auf ein anderes Scheckkonto zu 3 Pfg Mk.
und endlich
500 Buchungen, die die Zahl 600 im Jahre übersteigen zu 7 Pfg. . . Mk.
Emser Wasser
Kränchen.
eintreten, und werden sich die mittleren und ...
kleineren Kaufleute, sowie die Handwerker und senden Postanweisungen und Nachnahmebeträge (le neren Genossenschaften, Postscheckkonti eröff- ebenfalls direkt auf bas Scheckkonto buchen läßt, ten lassen? Diese Frage kann erst beantwortet zur Grundlage, und berechnet darnach die Kosten " ' ' auf Grund der oben mitgeteilten Gebühren, fo
ergibt sich folgendes Bild:
4 Prozent Zinsen von 100 Mk., die unverzinslich für die ganze Dauer des Scheckkontos stehen bleiben muffen, im Jahre Mk.
Überweisungen der täglichen Barüberweisungen in 300 Arbeitstagen im Jahre zu 5 Pfennigen Mk.
250 Ueberweisungen von eingehenden Postanweisungen und Nachnahmebeträgen zu 5 Pfennigen . Mk.
Es ist hierbei angenommen, daß solche Beträge nur an 25) Tagen im
bie an Gebühren zu bezahlen wären Diese Zah vauui,Ui,^tuyCÄ len sind von ernern bestehenden Geschäfte nach Herzgröße bei Tieren, den tm letzten Jayre sich ergebenden Vorfällen,^ -• —
tat Schecks, die von den Zahlungsempfängern tet dem Schrckainte durch Vermittelung der Post- mstalten präsentiert und von demselben ausge- Ehlt werden. Jeder Scheckkontoinhaber kann die r ihn bei her Post einlanfenden Postanweisungen unb Nachnahmebeträge direkt auf sein Postscheckkonto überweisen lassen. Dies geschieht teilens der Postanstalt am Wohnorte des Konto» «haberS täglich mittelst Einzahlungskarte nach flbzug der Postanweisung^- und Nachnahmege- »iihren. *
Alle diese Einrichtungen werden zweifellos -en Geldverkehr vereinfache» und die Menge der zur Abwickelung der Zahlungen tätigen baren Umlaussmittel beschränken, so daß >er erhoffte Vorteil, die Erleichterung des Geldmarktes, eintreten wird, wenn sich das Publikum entschließt, von dem Gebotenen möglichst ausgiebigen Gebrauch zu machen. Es ist auch zweifellos billiger, eine Ueberweisung von einem Postscheckkonto auf ein anderes für die Gebühr oon 3 Pfennigen zu bewirken, wie eine Postau- . Weisung, die 20—60 Pfennige kostet, zu schreiben, zumal der Verkehr zwischen dem Postscheckamt und den Kontoinhabern portofrei im Dienstwege erfolgt.
Ter Erfolg der neuen Postfcheckordnung wird wesentlich bavon abhängen/ ob es die Post versteht, in koulanter. kausmännischer Weise dem ,Publikum den Verkehr möglichst bequem zu machen. Leider scheint dies, nach der Postscheck» wrdnung zu urteilen, n i ch t der Fall zu sein. Der ’ Lureaukratische Geist tritt bei den Ausfnhrungs- vestimmungen allzusehr in den Vordergrund.
• Zunächst fällt eS auf, daß in bet ganzen Postscheckordnung keine Rebe ist von einer Abrechnung ober Führung eines Gegenkontos, wie per ben Banken. Die einzigen Belege für die Eintragung auf bem Scheckkonto beim Scheckamte be»
Stück. Die Gebühren, jebesmal 5 ober 3 ober auch 15 Pfennige, werden nicht bei der Zahlung oder der Anweisung bezahlt, wie das Porto oder
die Gebühren bei der Reichsbank, sondern sie werden, ebenso wie die Kosten der Formulare mit dem Scheckkonto gebucht, fo baß nach jeder Buchung noch eine zweite erscheint: Gebühr 5 Pfcn- .««v ----- -. v , nige, Gebühr 3 Pfennige usw. Der Kontoinhaber war 1909 in Kraft. Längst wurde von dreien muß daher sehr scharf aufpassen, damit seine Seiten darauf hingewiesen, daß in Deutschland Buchungen mit denen des Postscheckamtes über- nel zu viel in barem Gelde gezahlt werde, wo» ewstimmen. Eine nicht zu unterschätzende Unbe- mrdj eine große Menge von Geld, baren Um» quemlichkeit liegt auch darin, baß bie Postanstal» lauft mittelu, in den Kassen der Geschäfte und |en nicht selbständig auszahlen, sondern nur auf Handwerker brach liege. Als Abhülfe wurde em- Antveisung des Scheckamtes, für Fulda also »fohlen em Scheckgesetz zu erlassen und ine Post dasjenige in Frankfurt a. M. Hat nun ein fur Regelung des Geldumlaufes zu veranlassen, ; Kontoinhaber ein Guthaben auf feinem Scheck» ubem sie Postscheckämter einrichte. | konto, und braucht rasch Geld, so muß dies erst
Tics ist nun geschehen. Da« Scheckgesetz wurde bei dem Scheckamte in Frankfurt a. M. beantragt ,om Reichstage verabschiedet und am 11. März werden, worauf die zuständige Postanstalt zur 1908 veröffentlicht. Diesem Vorgehen schloß sich Auszahlung angewiesen wird. Es wird hierüber ne Post an, und erließ untenn 6. November d. I. .ine Postscheckordnung, gütig für die Reichspost, »er sich auch die Posten von Bayern und Württemberg anschlossen. Von dem Erlaß des Scheck- Gesetzes und der Einführung der Postscheckämter verspricht man sich eine sehr wohltätige Einwirkung auf den Geldverkehr, indem man annimmt, »aß alle diejenigen Kaufleute und Handwerker, ne nid)* mit der Reichsbank unb burch die Reichs« . .
kmf ihre Zahlungen leisten können und enwfan» werden, wenn die Zahl der Buchungen tn einem gen, sich Postscheckkonti eröffnen lassen Jahre 600 übersteigt. Eine Maßregel, die eher »erben. Auf diese sollen sie täglich ihre Ein- . abschreckend, wie aneifernd wirken wird, lahmen einzahleu und durch Ausstellen von | An Gebühren sind zu zahlen: Schecks oder Ueberweisungen von einem Scheck- " 2-4- ’*-£—■;r-
wnto auf das andere, ihre Zahlungen lüften wie »uch die an sie zu leistenden Zahlungen durch
($8 notieten itn ad) Qualität unb Herkunft: W.izen, hiesiger und Weirerauer 20.00 21.10 Mark, kurhessischer 21.10—21.20 Mark, norbbeu scher 21.10—21.20 SDIL, ruft 23.50 -25.00 M., Redw.mer 23.50-24.25 ML, AansaS 23.50-24.50 Mk., La Plata 24.00—24.75 SJU ttumän. 23.75—24.75 Mark, Roggen, hiesiger, 17.2$ bil 17.35 Mk., russischer 00.00—00.00 Mk., rumänischer (10.00—09.00 Mk.,'«erste hies. n. Wetterauer 18.50 -19 50. Mark, Mälzer 18.50 - 19.50 M., Stieb 18.50—19.50 i!lJ La,er, hies. 16.00-17.25 Mk , baser. 16.00-17.25 3Jlt? würltbg. 00.00-00.00 M., russischer 17 25-18 50 Mk.,' rumän 00.00-00.00 Mk., La Plata 17.00-17.75 Marchs Mai« iMixed) 00.00—00.00 3JL, russ. 00.00—00.00 M.» Donaumais 00.00-00.00 M, La Plata 16 50—17.25 DU.! Alles per 100 Kilo netto, essektw loko hier. — Mehl Sj -.-. Weizenmehl Nr. 0 30.00- 30.25 ölartJ Str. 1 2850-28.75 Mark, 9h. 2 27.50-27.75 Nr. 8 26.50-26.75 Mk., feinere Marken 0.50—1.00 M. höher. Roggenmehl 9tr. U 25.00 —25.50 M., Nr. li 23.00-23.50 M., Nr. 2 19.00-19.50 M. Alles per 10Ö Kilo inklusive Sack loko hier. Futtermittel: — —i Weizenschalen 975—10.00 Btk, Weizenkleie 9.75—10.00 M„ Roqgrulleie 10.50—11.00 Mark, Futtermehl 13.50—14.00 M., Biertreber, getrocknet, 13.00—13.50 Mark. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier. 1
• Frankfurt a. M„ 28. De,. 1908. Amtttcye Noa tfentng der Biehmarkt-Pteis«. Hum Verlaus standen 342 Ochsen, 24 Bullen, 796 Kux und Rinder (Stiere unp FLrsen), 212 Kälber, 235 Ectza,« unb Hämmel unb 115^ Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht Ochsen: a. vollfleischtge, auSgemästete höchsten Schlacht-' wertes bis zu 6 Iahten 76—78 $01., b. junge fleischig« nicht cmSgemästete unb ältere ausgemästete 70—72 M.» e. ntäßig genährte junge, gut genährte ältere 60 —62 M.z d. gering genährte jeden Alters 00—00 M. Bullen f a. vollfleilchtge höchsten Schlachtwertes 63—60 Mark, h. Lläßig genährte jüngere und gut genährte älter«* 59-öl Mk., e. gering genährte 00—00 Stark, ttüh« und Jungrinder: a. vollfleischig», ausgemästet« Jungrinder höchsten EchlachtwerteS 67—69 Dtar^ b. vollfleychige, ausgemästrte Kühe höchsten Schlacht» wertes bist zu 7 Jahren 58 bis 60 Mark/ e. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelt« jüngere Kühe und Jungrinder 46 biS 48 M., d. inäbig genährte Kühe und Jungrinder 00—00 M., e. gering genährte Kühe u. Jungrmder 00—00 M. Bezahlt lourb« für 1 Pfd. Schlachtgewicht: Kälber: a, semste Mast« (Bollmast) u. beste Saugkälber (Hannoo.) ist)—95 Pfg., b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 80—86 Pfg.« o. geringe Saugkälber 65 —68 Pfg., <L ältere, gering genährte Kälber (Fresser) 00—00 Pfg. Schafe: a« Masthämmel unb jüngere Masthämmel 70—00 Pfg.. b. ältere Masthämmel 50—54 Pjg., c. mäßig genährt« Hämmel unb Schafe (Merz-Schafe) 00—00. Schwein» i a. vollfleischige ber feineren Raffen unb beten Kreuzungen tm Aller bis zu l1/« Jahren 72—73 Psg^ b. fleischige 71—00 Pfg., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 00-00 Pfg., d. auslänbstche Schwein» (unter Angabe ber Herkunft) 00— 00 Pfg.. Bezahlt tourbt für 1 Pfund Lebendgewicht: Ochsen 00 -00 Pf., Kälber: a. 53-57 Pfg., b. 48—52 Pfg., Schweine ( a. 56-1,-57 Pfg., b. fleischige 56-00 Pfg. Geschäftsgang in Hornvieh mittelmäßig, Ueberstanb unbebeiu, tenö, in Kleinvieh gut, Ueberstand keiner. AuS Oesterreich standen 100 Ochsen und 6 Stiere zum Verkauf. Oesterrrichych» Ochsen wurden bis 82 Mark bezahlt.
lieber die Behandlung des Magengeschwüres. Eduard Müller (Breslau): Tas Antiferment des tryptischen Pankreas- und Leukozytenfermentes, sein Vorkommen und seine Bedeutung für Diag- nose und Therapie. Plonies (Dresden): Die Beziehungen der Magenkrankheiten zu den Störungen und Erkrankungen des Zirkulatioiisapparates mit besonderer Berücksichtigung der nervösen Herzstörungen. Schönborn (Heidelberg):, Einige Methoden der Sensibilitätsprüfung und ihre Ergebnisse bet Nervenkranken. Smith (Berlin): Zur Behandlung der Fettleibigkeit. Weitere VortragAanmeldungen nimmt der ständige Schriftführer des Kongresses, Geheimrat Dr.
i c," i; ■ u,;,!, a3 „,1( c-^mil Pfeiffer, Wiesbaden, Parkstraße 13
ungen im Jahre wird,es sich renrieren. mit der cntgcgen> Mit dem Kongresse ist eine Ausstel- Post tn Sckjeckverkelr zu treten de geringer . jung bon Präparaten, Apparaten und Jnstru- der Umfang des Geschäftes tft, beito vorteilhafter i ine“ten soweit sie für bie innere Medizin von V?^vd die Verbindung mit der Po st gegenüber ^„^resse sind, verbunden. Anmeldungen zu der- pirtpr fnimpn nur hpr Mfrifitobanr. (toHAC vJlH» r_rr^ ... ... ___
Nach btm Genuffe von verdorbenem Rind» "V flrisck sind in Ldortmund vier Mitglieder einer
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EMderen Raum 15 Pfg.
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HCir i B HS M M fi K 25 Pfg., bet wieder»
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W^ ■ | I . I | \ Babatt gewährt
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flehen in den Abschnitten der Zahl- und Ueberwel- sungskarten, die dem Kontoinhaber vom Scheckamte zugesandt werden. Geht einer dieser Ab- tonitte verloren, so fehlt jeder Beleg über die Buchung. Dann muffen alle Formulare von der----- ,—v,.ö ——.
Dost bezogen werden, zu 50 Pfennigen für 100 tätigen Zweck m vollem Mahe erreichten.