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uldaer

35. Jahrqanq

Fulda, Montaq den L8. Dezember WOK

JV5 298.

Deutsches Reich.

Ausland.

von 28 Millimeter

Länge mit Blerkern und Stablbotn. Das neue „..f <ni.t»nh snj.f.r alle bt§-

zu fördern!

liche Vertrauen

(Flachdruck verboten.)

Wagen weg-

seufzte Ger»

Der Bürgermeister hatte seine Papiere wieder in die Hand genommen, zum Beweise, daß er dre Sache für abgemacht hielt und Ursula ging weg, um ihrem Bruder von ihrem Besuche Bericht zu erstatten. Wybo war weniger als sie erstaunt über die Haltung ihres VaterS.

„Ich kenne ihn; er ist so starren Sinnes. Stärkere Beweise sind nötig, nm seine Ansichten umzuändern; aber wer kann sie beibringen? Ver­zeihen wird er vielleicht, aber das will ich nicht; Anerkennung meiner Unschuld allein kann die Scheidewand zwischen uns umwerfen."

Gerade fuhr der Wagen des Achtes vor, und Ursula ging, so schnell sie konnte, inS Kranken­zimmer.

Erscheint ttzgttch mit Ausnahme der So.in* pnd Feiertag« viertel, jährliche* v«r«SrpreK ohne Srtngerlohn und Bestellgeld in Fulda so« «oie auswärts 1.50 Ml.

verantw. Redakteur:

sitzung am Mittwoch die Interpellationen, detr. Marokko und die marokkanrschen Kredite. Der Minister des Aeußern, Pichon, erachtete eS ,ür besser, diese wichtige Debatte bis zum Wieder- zuiammentritt der Kammer im Januar zu ver- tagen. ES liege keine Dringlichkeit für st- vor. Die Mächte seien sich alle einig in der Auer- tennung Malay Hafivs und Frankreich stehe aus dem Puntte, rm Geiste gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Freundschaft Verhandlungen UU1 Janrös erwiderte, er

halte im Gegensatz zu Pichon die Erörterung der Frage für dringlich, um den gefährlichen Preß- I Polemiken in Deutschland und Frankier.») em Ziel zu setzen und gefährliche Mchoerständmsse zu vermeiden. Darauf beschloß die Kammer m.t 296 gegen 250 Stimmen, die Besprechung der

nach ihr verlangte.

- GoMtzuna folat.)

♦ In der österreichisch-ungarischen Armee werden im Januar zwei neue Insa n 1 e r i e - P a -

«ar» Schütter

wodi^uace; „Illustrierte Sonntags*)"

XVI.

Eine Stunde später hielt ein Wagen vor der Wohnung der Frau Wylandts und der Bediente gab einen Bries für Fräulein Gertrud ab.

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monatsbeUage: „zuldaer SeschichtZblatter Fernsprecher Ur. 9.

Interpellation zu vertagen.

* Ein Uebcrsall auf den Prasidenteu Fal- liöres. Als der Piäsicent FalliSres am Weih- nachtsmorgen in Paris seinen üblichen Spazier- gang machte, stürzte sich am Arc de Trromphe em Individuum mit erhobenem Stock auf ihn, «nie ihn am Bart und schlug ihm den Hut vom Kops, ohne ihn jedoch weiter zu verletzen. Die Falliöres begleitenden Polizisten verhafteten den Attentäter sofort. Es ist em Kellner namens Jean Mathis. Er hatte schon fett Monaten Beziehungen zu royalistischen Komitees.

* Die Schulden des serbischen Kronprinzen. Aus Belgrad wird berichtet, daß Kronprinz Georg etwa 300000 Francs Schulden bet Belgrader Wucherern habe. Das Geld soll hauptsächlich für die großferbische Agitation und I für eine Verschwörung gegen den Fürsten otiko- lauS von Montenegro verwendet worden sein. Erst kürzlich sei ein Wechsel von 30000 Francs, auf den der Kronprinz als Akzeptant figurierte, protestiert worden, nachdem er vorher erfolglos dem Könige präsentiert worden war.

♦ Die Wettfahrt der «ordamerttanischrn Flotte hat nach einem jetzt vorliegenden Sachverständigen- |-T Gutachten einen Kostenaufwand von 200 Mil- ausgesprochen wird, hat bet | lionen Mart erfordert.

teilt." , ' n

Gertruds Feder flog über das Paprer; schnell hatte sie das Briefchen fertig und gab es dem Bedienten, der nun rasch mit dem W72"" v"n"'

zurückgehaltener Erbitterung an.

„Man sollte meinen, eine Verschwörung sei gegen uns angezettelt worden," sagte Gertrud, das Briefchen zerreißend, „wir können es nicht abschlagen, weil Hermann so höflich darum bittet."

„Wir nicht — aber sie wohl. Sie ist zum Markte und weiß also nichts davon; nichts ern- füdxr, als ihr zu sagen,.daß Lucia den Typhus hat und sie deshalb rn keinem Falle nach Groene- zathe geben darf. Du kannst dabei sagen, daß es der ausdrückliche Wille des Herrn van Hogen- voorde ist. Sie sprichst ihn niemals und kann also unmöglich hinter die Wahrheit, kommen und ihm schreibst du einfach, daß Viktonne nicht dazu zu bewegen ist."

„Wir spielen ein gefährliches Spiel, wenn eS herauskcmmt . . ."

„In, aber mit allem, waS sie jetzt weiß, kannst du sie doch nicht auf Groenezathe ganz ohne unsere Aussicht lassen. Wer weiß, ob sie in ihrer bösen Stimmung nicht alles diesem tialtenischen Ban- ditten erzählt und vielleicht auch Hermann. Sre ist zu allem imstande, da sie gestern so gegen uns aufzutreten wagte."

„DaS kommt von deinen Beleidigungen!

Er kam vom Bürgermeister und enthielt die Bitte an feine Braut, Viktorine, wenn es nur irgend möglich wäre, zu erlauben Lucra ver- pflegen zu dürfen. Der Arzt habe erklart,.daß sie ernstlich krank sei, er fürchte sogar für eine an- steckende Krankheit, Typhus. In diesem Falle müßten natürlich Viktorine und ihre Verwandten entsckMiden, ob sie diese schwere, aufopferungsvolle Aufgabe übernehmen wolle. Er wurde dafür dankbar fein. Es verftände sich natürlich von selbst, .daß, wenn Viktorine das Opfer bringen wollte, sie ganz auf Groenezathe wohnen und für diese Zeit allen Verkehr mit ihrer Familie ab- brechen müsse. Weigere sie sich zu kommen, dann müsse er für eine Barmherzige Schwester sorgen.

Gertrud und ihre Mutter sahen einander mit

beugen Schutzfchilde. Oesterreich Hal aber be­reits anbere brauchbare Spitzpatronen, deren Einzelheiten noch geheim gehalten werden.

» Der belgische Senat beschloß, einen Antrag des Grasen Werner de Merode, in Friedenszeiten das belgische Heer nach dem Grsatzmanner- )9ftem zu erhalten, für Kriegszeiten jedoch die allgemeine Dienstpflicht einzusühren, der Kommiffion zu überweisen. Ferner wurde das Kolomalbudzet mit 56 gegen 12 Stimmen angenommen.

* £tn der französischen Deputiertenkammer .2?___e x— »„„„Anrhniinn hrt- sil.icbmittaas-

„Schweige du nur davon, denn so lieb bist du auch nicht gegen sie."

„Der Wagen wartet, ich muß sofort antwor- tcn u

'„Schreib« Hermann in Eile einige Zeilen, je weniger, desto besser, und sage, so gerne deine Mutter und du selbst Viktorine der lieben Lucra schicken möchtest, sei das Kind zu unserem groß- ten Bedauern so bang vor Ansteckung, daß es nicht zu kommen wage."

„Wenn sie das nur glauben von Viktorine, die stets die aufopfernde Seele spielt!"

Schreibe nur! Vorläufig sorgen wir dafür, daß sie allen von her Familie Hogenvoorde ari­dem Wege bleibt; das ist zugleich ein Wrnk für deinen Liebhaber, nicht mehr hierherzukommen. Da» ist viel einfacher. Füge ruhig hinzu, daßi fte diese Furcht vor Ansteckung mit deiner Mutter

fuhr

„Wenn nur alles gut abläuft," trüb, als sie wieder hereinkam.

„Du hast doch lieb und herzlich geschrieben §

„O ja! Daran fehlt es nicht. Wenn die Het- rat nur nicht wieder aufgeschoben wird durch die Krankheit der Betschwester." .

„Es wird so schlimm Nicht sein. Vielleicht ist es auch nur ein raffinierter Streich von ihr, um Viktorine zu sich zu bekommen.

Einen Augenblick später kam Viktorine nach Hause Sie bereute es, am vorigen Abend in ihrer Erregung ein unvorsichtiges Wort gespro- chen zu haben und verrichtete jetzt ihre Arbeit schweigend, aber eifrig wie immer.

Von der Botschaft wurde ihr natürlich gar nichts gesagt und so verging der Tag, ohne daß Viktorine vermutete, tote ihre kranke Freundin

-f- Politische Weihnachtsbetrachtungen.

Dir gute alte Sitte, daß an den hohen Festen des christlichen Glauben- auch der Zeitungsschrei­ber die weltlichen Sorgen beiseite stellt und seinen und der Leser Sinn auf Höhere- richtet, ist lei­der immer mehr in Abgang gekommen. ES zeigt sich darin die wachsende Entfremdung unseres Volkes gegenüber dem Christentum. Jleltgiofe Weihnachtsbetrachtungen findet man heute nur noch in den Organen der Zentrumspartei und der konservativen Partei. In der großen Mehr- .... ----------

*ahl der übrigen Blätter dagegen erbebt sich die Mahnruf nach der Wahl ist allo: Fort Fl D”.UDl,a Xi mb Mifilrauen »wischen den

dächtigung aller diese Hetze verurteilenden Deutschen sehen, sehr verübelt werden. Die deutschen Katholiken, sowohl biefentgen, die für den ZentrumSkandidaten, wie diejenigen, dre für, u-> e£ot’öminfl 'Det Nachmittags-

darauf können sie mit ziemlicher Sicherheit rechnen, nach wie vor als Halbpolen mit Miß­trauen angesehen werden. Für voll gilt dort nur der Protestant und der Katholik, der beweist, daß er auf seinen Katholizismus wenig Gewicht

** Die OrientkrisiS.

Das Wetter wechselt. Zu Weihnachten ist es trüber geworden. Oesterreich hat, vorlausig aller­dings nur halbamtlich erklären lasten, daß es der Türkei keine Geldontschädigung zu zahlen ge- !lenke; in der serbischen Skupschtina sind Nach­traaskredite eingebracht, vor allem eine t u 1 • i sch e Notean die Mächte, bte statt etnaulen« feit, tote man erwartete, erneut betont, daß die Annexion Bosniens und die Unabhangigkeitser- klärung Bulgariens der Anerkennung der Ver- tragsmächte bedürfen — das alles sind unerfreu­liche Anzeichen. .

Die russische Kundgebung laßt erkennen, Latz die russisch-österreichischen Verhandlungen übet die Annexion Bosniens und der Herzegowina bloß eine rein formale Annäherung ergeben ha- den, daß aber die grundsätzlichen Meinungsver­schiedenheiten sich auch nicht tm geringsten g • mildert Hadem Während bte türkische Thronrede die Bulgaren hart ansatzte und mtt den Oester- reichern etwas sanfter umging, erwähnt der ruy fische Minister Iswolsky ^Bulgariens lungft« Eigenmächtigkeiten nur nebenbei unb wendet sich um so eifriger gegen Oesterreich-Ungarn., »a» Sckiwergewicht seiner Ausführungen liegt in der Feststellung, daß die Mächte selbst. nach einer etwaigen direkten Verständigung zwilchen Oester­reich unb der Türkei nicht davon adlafien wur­den, in einer Konferenz eine „freie Beratung der Einverleibung „in vollem Umfange' zu ver­langen. unb daß nach russischer Meinung di« Konferenz die bisherigen staatsreästlichen Ver- hältnisse Bosniens und der Herzegowina durch eine die neue Lage genau erläuternde Beftim- mung" zu ersetzen hätte. Das ist durchaus daS Gegenteil von dem, was Oesterreich zuzulafien ge­willt ist. Oesterreich will weder eure trete Bera­tung der Annexion in vollem Umfange zuge­ben, noch sich vorschreiben lassen, was mit den bet- den neuen Provinzen zu geschehen habe. Em« freie" Beratung wäre eine solche ohne gebundene Marschroute. Oesterreich lehnt aber von vorn­herein jedwedes Ergebnis der Erörterung ab, das nicht die unbedingte Zustimmung der Machte zu der Annexion zum Inhalt hatte.. Beide Par- > feien stehen also in dieser Frage ziemlich genau auf demselben Standpunkt wie am ersten Tage.

Ich bin nicht immer eine gute Tochter für -ich gewesen, Papa! Wenn ich anders gehandelt hätte, bann würdest du Mama vielleicht Nicht so sehr entbehrt haben. Nun sehe ich es o gut ein, ich weiß nicht, wie es kommt ober belfer gesagt, ich weiß es wohl, seit gestern bin ich ganz verändert unb unwillkürlich muß ich nun so viel art meinen Bruder denken, den du durch meine Schuld aus dem Hause gejagt hast.".

„Was meinst bu bamit, durch deine schuld? streng und barsch, daß Ursula, erschrack; schluch­zend fiel sie vor ihrem Vater nieder und verbarg ihr Gesicht aus seinen Knien

„Ichwill alles tun, um es gutzmnachen, Pafm, alles, aber bann mußt bu auch nicht mehr schlecht von Wybo denken; er war an dem Mittage, als bte Brieftasche toegkam, nicht hier im Hause. Ich hatte ihn überredet, mit mir in den Wald zu gehen unb um nicht zu zeigen, daß ich ungehor- fant unb träge gewesen war, habe ich nichts ha­ben gesagt und als Wybo es tagte, leugnete ich es." „ .. .

Der Bürgermeister zuckte bte Schultern und |tUf,?3ft das die ganze wichtige Mitteilung die bu mir zu machen hattest, Urfula? Ach, Kind, das ändert an der Sache wenig . Wybo kann doch auch schuldig gewesen sein. Vor und nach dieser Zeit hatte er Gelegenheit genug, um tn mein Bureau zu kommen. Es ist edel von dir, mir dieses Bekenntnis, wenn auch erst nach jo vielen Jahren, gemacht zu haben. Ach, Höfte, daß du von jetzt an mit Fräulein Gertrud in ttneden leben wirst; eine Mutter kann sie natürlich für Hich und Lucia nicht sein, aber doch gewiß eine

* Die Dorgange in Venezuela. Der bis­herige Vizepräsident Gomez hat in einer Proklamation in aller Form die Würde eines PiSsidenten der Republik übernommen, mit an« deren Worten- also Castro für abgefetzt erklärt. Er verspricht die Berücksichtigung deS nationalen Wohles und betont, daß eS Freunde deS bi«* herigen Präsidenten gewesen seien, die ihm nach dem Leben getrachtet hätten. Zum Schluß ver- ipricht er, eine friedliche und würdige Lösung der internationalen Verwickelungen herbeim« führen. — Der gestürzte Diktator wird nach Be« enoigung seiner Kur in Berlin an der Rwiera Wohnung nehmen. — lieber das Befinden Castros wird der,Berl. Ztg/ von dem behau« delnden Arzte Prof. Dr. Israel mitgeleilt, daß Die Diagnofe bereits bei der ersten Untersuchung richtig gestellt worden war und daß das Be« finden des Patienten befriedigend ist. ,

* China. Nachdem der Prinz Puzt zum Kaiser proklamiert worden war, gestattete diß Hofetlauettie es seiner Wiler nicht mehr, sich ihm in ferner hohen Stellung zu nähern. Tas Krnd schrie natürlich tagelang, bis man die Amme, die ihn aufgezogen hat, holte. Aber auch dieft vermochte den „Sohn des Himmels" Nicht zu beruhigen, und entleibte sich, uniröftlich darüber,, im Vorzimmer des Kaisers.

Freundin, was sie ja auch früher schon für dich Mar. Mit ein wenig gutem Willen auf beiden Seiten kommt man sehr weit."

Ursula stand sehr enttäuscht auf; sie hatte von ihrem Bekenntnis etwas ganz anderes erwar­tet, eine Anerkennung der Unschuld Wyoos unb ein rührendes Wiedererkennen unb Versöhnung, unb nun hatte ihr Vater auf bas, was sie reue­voll ihre Sckulb nannte, kaum gehört und der rührende Austritt, den sie sich vorgestellt hatte, endigte mit einer Ermahnung, lieb gegen Ger­trud zu fein. DaS war auch der Mühe wert!

„Papa", sagte sie in ihrem gewohnten ruhigen Tone, „wenn bu willst, daß Lucia gut verpflegt werde, dann wäre es vernünftig, Viktorme kon> men zu lasfen. Ich tue, was ich kann, aber ich kenne sehr wenig von Krankenpflege, und die Mägde haben so viel Arbeit und sind auch un- geschickt bei der Kranken. Viktorine wird es nut Liebe tun."

„Ick) werde nachher mit Frau Wylandts und Gertrud darüber sprechen."

$ • Sonneberg» 24. Dez. 1908. Viele Thü­ringer Porzellanfabriken entlassen info.ge der

I un» M-WOM ordnetenversammlung beMftigte sich heute mtt ihm ^nzutnüplfern mit einem Antrag mehrerer Zentruinsstadtver- ordneten, der frühere Vorkommnisse auf dem städtischen Einwohnerkontrollamt betraf. Bekanntlich waren in früheren Jahren auf diesem Amt, dem die Aufstellung der Wählerlisten ob- liegt, der sürdieStadwerorbnetenwahl entscheidende Durchschnittssteuersatz falsch festgestellt worden, so daß Wähler der zweiten zu Gunsten der liberalen Partei in die dritte Klasse kamen, ferner war | Vie Parteizugehörigkeit der Wähler auf Grund der amtlichen Wahlprotokolle in wochenlanger Arbeit in sogenannte Bürgenolien übertragen! und der liberalen Partei zur Verfügung gestellt worden, im Einwohnerkonti ollantt konnte em Angestellter der liberalen Partei durch eine für alle anderen Personen verschlossene Tür vor Wahftftten verkehren u. s. w. Gegen die schul­digen Beamten, die angaben, einzelne Handlungen im Auftrage der Dezernenten auSgeführt zu Haden, war das'Disziplinarverfahren eingeleitet worden; sie wurden aber freigesprochen. Die Antragsteller verlangten nun Borlage der Akten, um u. a. die Gründe zu erfahren, durch welche die Freisprechung erfolgt sei. Die Ver- waltung teilte mit, der Regierunzsprästdent habe geantwortet, daß er die Akten deS DiSziplinar- vertahrenS für die Zwecke der Antragsteller n i ch t

* Karlsruhe, 24. Dez. 1908. Auf die Er­klärung des Badischen LehrervereinS zum Fall Rödel, worin „dem verdienten Vorkämpfer Rödel die volle Sympathie und das unerschütter-

—* ffirnf ’n Westarp, daS der Vereinsvorstand sich durch sie waltungsgertchtSrat Graf v. -wettarp, .„»ehenben Einmischung in em noch nicht ab- in Meseritz-Bomst zum Reichstag 8-wMteMlt- zu tehmdm g etne nicht

SMZ ÜXTA -dm ,»°'°ig g-m°ch. ihre Stimme gaben. Dann aber sagt er weiter. —

Aber auch bte deutsche Gesinnung unb bte Vater- land-liebe aller derjenigen deutschen Katholiken, die anderer Auffassung gewesen find und sich desbalb zu diesem Enlschluffe -nicht haben durchdringen können, dür'en Niemi» 'L°n^wüfeln??aß aK sie SI !7o7eV^Äch^fte'eingesührt.' Eine Mrone bestem Wiffen und Gewißen gehandelt haben. Mein enthält ein Spitzgefchoß von 28 AhUime er Mnbnruf nach der Wahl ist also: Fort mit allem Un- ß5 mit Bleikern und Stalfldorn. Das neue malern b.« gamllienl.M, m->N wird fie »u ”»le» Sema« Mal »ab««. I«1 —‘™ d-t ade- be.

einer politischen Betrachtung, deren Leitmotiv die benten> daß sie von den übrigen Deutschen irgendwie weihnachtlichen Herzenswünsche bildete. mit Mißtrauen angesehen werden.

Unter diesen Wünschen steht an erster Stelle Das klingt nun allerdings gar nicht so recht der Wunsch nach günstiger Gestaltung ber in ter- blockmäßig-hbkailsilsch und dürfte dem Grafen »71ianal.n’ lelÄltniffe, mlManb.« „on dm DEm b>. ib.e

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das deutsche Volk, dem mir uns ganz von per-1 zen anschließen können. Wo Wünsche mit Bezug auf unsere innere Politik laut werden, da kann I man bei den einzelnen Blättern unschwer erraten, wohin ihre geheimste HerzenSsehnsucht geht. Herr Rippler von der ,Tägl. Rundschau' sendet heiße Wünsche zum Himmel empor, daß der Block und fein Kanzler erhalten bleibe, und richtet an den Kaiser die flehentliche Bitte, dem Fürsten gut I ju fein. Das .Berliner Tageblatt' nennt alS feine Weihnachtswünsche die Trennung zwischen „Kultus und Unterricht", die Hebung der „öffentlichen Volkserziehung" und nicht zuletzt die Berufung eine« liberalen ManneS an die Spitze deS Unterrichtsministeriums. Der ,Vor- wärts' aber, der im Vorjahre sich durch eine beispiellose Verächtlichmachung der christlichen | Lehre von der Geburt deS WelterlvseiS aus- zeichnete, erfreut in diesem Jahre seine Leser mit einer gehässigen Elendschilderung der „Krilen-Weihnacht", feine „frohe Botschaft" ist die „Botschaft von der Menschdeitbefteiung aus dem Joche der kapitalistischen Gesellschaft durch den proletarischen Klaffenkampf."

Wo die Weihnachtsbetrachtung Kamps und Zwietracht predigt, wo anstelle trauter Friedens- klänge heisere Schreie deS Haffes und der Feind- schalt ertönen, da wirb der Name „Weihnacht" geschändet. Ein trauriges Zeichen unserer inner- politischen Verhältniffe, daß sogar das Fest deS Friedens dem giftigen Geiste der Zwietracht Ä » laß dazu geben muß, fein trauriges Werk weiter

* Berlin, 22. Dez. 19(8. Die Deutsche! Kolonialaesellfchaft für Sädwestafrika hielt am Donnerstag auf dringenden Wunsch des Staatssekretärs Dernburg eine außerordentliche Sitzung wegen der Diamantenfrage ab.

* Zur Verbesserung deS AuSwärtmen Amtes plant die Regierung die Schaffung von A g e n t e n p o st e n in den Hauptstädten der ver­schiedenen Staaten. Sie werden die Aufgabe haben, über die Absichten und Bestrebungen der Reichsregierung in den Zeitungen aufklärend zu berichten und zuoerläfsige Informationen über bie Stimmung des Auslandes an die Heimat z« liefern. ■

Kur ücsigekeHrt.

Erzählung von Melati von Java. Nebersetz von Dr. I. B. Fuß.