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)n der zweiten Lesung sind dann auf Grund
genügende Würdigung finden.
Lokomotiv- und Schiffsheizer ein Mehr von
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V?2 Millionen Mark und eine Degradierung der 1 Frager wurde vom Vorstandstisch aus erwidert, Kullusmmrsters Dr. Hone bemerkt
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Erscheint kägttchwst Ausnahme der §o.m- Rnd Zerertage Viertel» iShrltcheeVezL-spreK ohne Sringerlohn und Vestellgeldin.faldafo- rvieauswüttst.soM.
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aber abgelehnt wurde.
Zur Klasse 3 hatte das Zentrum in erster Le- jung den Antrag gestellt, das Endgehalt um WO <46 zu erhöhen, was mit großer Majorität abgelehnt wurde, sodaß in zweiter Lesung ein Antrag völlig aussichtslos war und auch von den übrigen Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokraten kein Antrag zu der Klasse gestellt
141690 <46 über die Vorlage hinaus.
In Klasse 6 wurde wohl durch Versehen tn erster Lesung eine Besserstellung der W e r k f u h- rer bei der Eisenbahnverwaltung abgelehnt. Tas Zentrum stellte sofort dpi Klasse 7 einen neuen Antrag auf Besserstellung dieser, Werksührer, zog ihn aber zurück, da er wahrscheinlich wieder abgelehnt worden wäre. Bei zweiter Lesung lagen dann drei Anträge auf Besserstellung dieser Werkführer vor, von denen der Zentrumsantrag als weiiestgehender angenommen wurde, der diese Beamten als neue Klasse 7c einschaltete mit Gehältern von 1400—2100 <46 (die Vorlage sah em Endgehalt von nur 2000 =46 vor), erreicht tu 12 Jahren. Auf Antrag des Zentrums wurden dann -endlich in zweiter Lesung auch die S ch i r m e i-
dentliche Lehrer bei den Seminarien, Anstaltsvor- t,jne (gtellen$ulage von uuu <m zu Deromtgen, au. steher und erste Lebrer bet den Prävarandenan-1 $ie Zontrumsmitglieder der Kommission haben stalten und den verschiedenen Fachschulen, Klasse untcr fcem Vorbehalt, daß die für die unte- 21b Landmesser und Grubenmarkschneider, Amts- - - • — - - - - • <■-»-«-«-
Im Plenum des Abgeordnetenhauses brachte der Fraktionsredner des Zentrums große Beden- ken dagegen vor, daß durch die Vorlage zur Beamtenbesoldung einige wenige höhere Beamten herausgegriffen und bessergestellt werden, die große Mehrzahl der höheren Beamten aber unberücksichtigt bleiben solle. Bei Beratung der Klasse 40 in erster Lesung der Budgetkommisfion gaben die Kommiisionsmitglieder des Zentrums durch eine Erklärung diesen Bedenken weiteren Ausdruck, die darin gipfelten, daß die derzeitigen Teuerungsverhältnisse auch die höheren Beamten treffen und man bereit sei für alle höheren Beamten ein höheres Diensteinkommen zu bewilligen: einige wenige Beamte herauszugreisen, müsse die Unzufriedenheit in den Kreisen vieler höheren Beamten fördern und man werde daher lieber im Zentrum gegen alle bei Beamten mit einem Höchstgehalt von mehr als 7200 =46 vorge- schlagcnen Erhöhungen in der Vorlage stimmen. Dadurch wurden tn erster Lesung der Vorlage die meisten vorgesehenen Erhöhungen von Gehalt und Repräsentationskosten für höhere Beamte ab-
Beamte mit Gehaltserhöhungen bedacht worden, wodurch etwa 1% Millionen Mark über die Regierungsvorlage hinaus bedingt werden. Man ist also damit der Anregung des Zentrums entgegen- gekommen, lehnte aber dessen weiteren Antrag, dem dienstältesten Drittel der Richter an Land- nnd Amtsgerichten und den Staatsanwälten auch eine Stellenzulage von 600 =46 zu bewilligen, ab.
wurde.
Aus Antrag des Zentrums, wurden bann bet erster Lesung der Vorlage, die Lokomotiv-
schule, Zeichen-, Musik- und Mittelschullehrer bei den höheren Unterrichtsanstalten, Klasse 23a or-
bedinge. Der Antrag wurde aber mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. Mit 19 gegen 9 Stimmen wurde dann auch ein Zentrumsantrag angenommen, nach welchem die vor dem 1. April 190,3 dauernd in den Justizdienst übernommenen Assistenten je eine pensionsfähige Stellenzulage von 300 =46 erhalten sollen. Sodann wurde bei Klasse 220 durch einen Prinzipalantrag des Zentrums die Gleichstellung der Gerichtssekretäre mit den Sekretären der allgemeinen Verwaltung
können. ,
„Sich gemein machen" — das ist so eine abschreckende Redewendung, die ein schlaues Hoch- mutsteufelchen erfunden hat. Die echte Menschenfreundlichkeit macht nicht „gemein", sondern edel. Die Liebe wirkt auf gegenseitige Erhebung hm, nicht auf die gegenseitige Erniedrigung. Wenn
Fulda, Tonnerstan den i 4 Dezember 1908.
ren Beamten über die Vorlage hinaus beschlossenen Verbesserungen in beiden Häusern des Landtags aufrecht erhalten würden, und unter dem weiteren Vorbehalte der definitiven Stellungnahme der Fraktion, vorläufig für die .Kompromißanträge gestimmt, deren Annahme auch ohne das Zentrum gesichert Ivar. Das Weitere muß der Stellungnahme der Fraktion Vorbehalten bleiben. Jedenfalls werden dabei alle Verhältnisse
Schwänze aufzäumt.
In einer nationalliberalen Versammlung in Breslau hat man in der Debatte auch gegen das Po st Privileg der regierenden Fürstenhäuser Front gemacht. Ein Redner begehrte zu wissen, ob es wahr sei, daß man den Sarg für den Prinzen Albrecht von Preußen, Regenten in BraunsöAveig, anstatt mit der Bahn,
6 Z»r Beamtenbeso!d«ng in Preusten schreibt uns ein Mitglied der Budgetkommission:
Bei der zweiten Lesung der Beamtenbesol- dnngsordnung in der verstärkten Budgetkommission, die vor einigen Tagen beendet wurde, war das Zentrum — wie auch bei der ersten Lesung eifrigst bemüht, eine weitere Aufbesserung der Ticnsteinkommen einer Reihe von Gruppen unterer und mittlerer Beamten über die Vorschläge der Regierungsvorlage hinaus zu erreichen. Während der in geradezu übertriebener Hast in nur fünf Sitzungen vorgenommenen zweiten Lesung der Besoldungsordnung sind im ganzen 154 gedruckte Anträge in der Kommission eingebracht —, noch 17 Anträge mehr als in erster Lesung — von denen die Mitglieder des Zentrums allein 31 Anträge stellten, während sie an 14 Kompro- mißant-ägen beteiligt waren.
Den meisten Erfolg hatte das Zentrum bei der ersten Gehaltsklasse für die untersten Beamten. Die Regierungsvorlage sah hier Gehälter von 1000—1200 =46 vor. Bei der ersten Lesung stellte das Zentrum den Antrag Nr. 1, Gehälter von 1100—1300 — einzusetzen. Tas wurde abgelehnt und auf Antrag der Nationalliberalen Gehälter von 1100—1200 =41 festgesetzt. Bei der zweiten Lesung hat das Zentrum seinen Antrag nochmals erneuert und nun fand er mit 15 gegen 13 Stimmen Annahme, sodaß nunmehr als Gehälter für die untersten Beamten 1100 bis 1300 =46 eingesetzt sind. Da diese Klasse 17 643 Beamte umfaßt, bedingt der angenommene Zentrumsantrag ein Mehr von 1754 290 =41 über die Regierungsvorlage hinaus.
In Klasse 2 wurde in der ersten Lesung auf Antrag des Zentrums das Anfangsgehalt von 1000 auf 1100 =4t erhöht. Das bedingte für die 28 911 Beamtender Klaffe 2 wieder ein Mehr von 2 328 740 =46 über die Vorlage hinaus. Dabei blieb es in zweiter Lesung. Tas Zentrum stellte e'nen weiteren Verbesserungsantrag, der
läge ein Endgehalt von 1700 =46 ein solches von 1800 =46. Der Antrag fand auch ziemlich em-
Deutsches Reich.
** Ein Block - Kultusminister darf nicht fünferDahD und nicht krrchlrch gesinnt sein- Der Berliner Karre pondent der .Franks. Ztgck, der mit dem Reichskanzler bekanntlich gute Fühlung hält, spricht dies mit anerkennenswerter Offenheit aus, indem er zu den Gerüchten von einem bevorstehenden Rücktritt des preußischen
von den Hirten bis zu den Königen, vor dem neugeborenen Erlöser, — alle als Bettler vor dem armseligen Kind. Eine Familie mit der heiligen Familie, deren Dürftigkeit ein Quell ewigen Reichtums werden sollte für die Menschen guten Willens, ohne Unterschied des vergänglichen Ranges und des zufälligen Standes!
Eine Familie — eine Adamsfamilie dem Fleische nach, eine Christussamilie dem Geiste nach? Nicht bloß Freundlichkeit, sondern Brüderlichkeit im vollen Sinne des Wortes. Tas klingt manchem gar zu demokratisch ober gar zu sozialistisch Er schwärmt ja auf die Nächstenliebe, doch macht er zu seinen Gunsten einigen Vorbehalt. Er meint, die Menschen seien doch nun einmal nicht alle gleichgestellt, wenigstens hier auf Erden nicht, jeder müsse doch auf fernen Stand etwas halten, könne sich nicht fo gemein machen usw. Aus solchen Redensarten guckt der Pferdefuß der Eitelkeit. „Gott, ich danke Dir, daß ich nicht fo gewöhnlich bin wie biete Seute ^ba, und daß ich zu einer feineren Familie gehöre/' ca, lieber Freund, ob du wirklich etwas me.,r bist, als die gewöhnlichen Leute, das wird sich erst beim jüngsten Gericht zeigen müssen. Auf der Waae dieses Gerichts werden aber nicht deine Titel uv) Orden, deine Häuser und Grundstücke, deine Prachtmöbel und Staatskleider genügen, sondern nur die Tugenden, und vielleicht wird dann der arme Tagelöhner, über den du jetzt so stolz hm- wegsiehst, seinerseits mitleidig auf dich Herabsehen
- Wir sparen.
Nur nicht da, wo e5 möglich und angebracht ist! Auch in den Blockparteien bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß man mit der gegenwärtig üblichen „Sparsamkeit" das Pferd am
। daß von dieser Sarggeschichte nichts bekannt sei, I daß aber das Postprivileg der prinzlichen Herr- , schäft in Camenz wiederholt Anlaß zu Klagen | und Beschwerden gegeben habe. Jedenfalls wird ' dieses Privilegsystem auch in diesem Jahre wiederum im Reichstage zur Sprache kommen-, denn daß die Herrschaften selber auf dieses durch nichts gereäjtfertigte Vorrecht verzichten wollen, das ist bäum anzunehmen.
Auch im Freisinn wird es den Herren zu arg, wie gegenwärtig gewirtschaftet wird. So verlangt bet freisinnige Abg. Leon hart in einer liberalen Halbmonatsschrift die Beseitigung der „opulenten Wirtschaft" in Kiaut- s ch a u. Am zweckmäßigsten werden nach Ansicht des Verfasiers Ersparnisse erreicht durch Ueber- führung der Verwaltung unterer, ostasiatischen „Pachtung" an das Rerchskolvnialamt. Dr. Leonhart weist darauf hin, daß durch eine solche Maßregel jährlich mindestens 10 Millionen Mark dem Reiche an Ausgaben gespart, werden könnten.
Sogar auf konservativer Seite hält man es nicht mehr für vertretbar, wie jetzt vielfach in der Heeresverwaltung gewirtschaftet wird. So findet sich in einem konservativen Berliner Blatte allerdings nur im Sprechsaal, eine Einsendung eines früheren Offiziers. Dieser schwingt sich zu folgender Kundgebung auf:
.Unbeschadet der dem oberste« Kriegsherrn allein urstehenden Berechtigung, an der eine Kritik unstatthast ist, ist die Frage erlaubt, ob bei den Vorschlägen für die Versetzung von Offizieren immer die nöüg« finanzielle Rücksicht genommen wird. Em besonders prnmtm teü B isp'el für viele soll ,um Beweis angeführt werden. Im Anlang dieses Jahres wurden zu gleicher Zeit zwei Kavallerie-Regimenter sein Husaren» und em Dragoner-Regiment) frei und mußten neu besetzt werden. Zugleich war auch der Major bet dem Stabe des Husaren-Regimenls — um den landläufigen Ausdruck zu gebrauchen — zum Regimentskommandeur „ran“. Dieser bekam nun daS Dragoner-R-giment, während Koinmnnbeur des Humren-Regiments ein bisheriger Ulanenchfizter wurde. Wenn statt dierer Schiebung der Husarenmajor in seinem Regiment verblieben wäre und der Ulan daS Dragoner-Regiment erhalten hätte, so würde iolgende Kostenersparnis da sein: 1. Für den Mlitärfiskus statt der U.nrz>rgslosten -ür zwei Kommandeur- snoch dazu in weit auseinauderliegenden Garnisonen) nur solche für einen. 3. Für die betret« «enden Offiziere selbst: Wegfall der Umeq upterung für Sen Husaren. Hierbei fällt noch erschwerend ins Ge» wicht, daß, wer aus einem Husarenregrment in eine andere Kavalleriegattung tobet umgekehrt» versetzt wnd, bekanntlich kaum em einziges Kleidungsstück gebrauchen kann, ebenso auch das bisherige Pferde« Äbjuftement, während bet ben Dragonern und Ulanen wenigstens ein Teil bet Uniform, sowie die Zäumungen überemürmmen. Weiter kommt bei dem in Red» stehenden Falle aber hinzu, daß das eine Regiment eine bestimmte Pferde färbe (!!) hat, sodaß also der neue Kommandant ferne Pferde möglicher Weise gar nicht behalten kann."
Es regt sich. Alle hier besprochenen Gelegenheiten zur Sparsamkeit hat bas Zentrum wiederholt, immer wieber, zum Gegenstand der Besprechung gemacht, ohne daß bas einen Erfolg gehabt hätte. Wenn jetzt der Block diese alten Zentrumsforderungen kräftig unterstützt, wird eS vielleicht bester.
Aber ob er es tun, ob er es wagen wird? DaS ist die Frage!
3 ÄS«, woch-nbiil-s«: „illustrierte Zsnntagrzettung"
Unpolitische Zeitkäufe-
(K) Berlin, 22. Dezember 1908.
(Nachdruck verboten.)
Einen Stall als Stube hatte die armselige Fantilie ; eine Krippe als Wiege mußte für das neugeborene Kind gut genug fein. Das lesen totr und hören wir alle Jahre aufs neue, und nur sind auch gerührt dabei: doch im hintersten Wrnkel des ^rzenS bleibt bei den meisten ein Gedanke sitzen der nicht so recht zu der Botschaft von der Dürftigkeit und Niedrigkeit paßt: „Es ist doch gut, daß unsere Familie nicht auf so armseliger Stufe steht."
Tie Unkräuter gedeihen am besten. Ter Stan des stolz weiß auch unter dem Christbaum noch fortzuwuchern. „Oho", sagt da ein dagegen- der Pharisäer, „ich bin zu Weihnachten recht mtld- tätig gewesen; ich habe dazu mitgeholfen, daß auch arme Leute und verlassene Kinder, mit nütz» liden Soeben bedacht sind!" 9hm ja, lieber Freund, bet hast du als vermögender Chrtsten- mensch deine Pflicht und Schuldigkelt getan. Es fragt sich nur, ob du bloß freigebig, oder auch wohltätig gewesen bist, ob du deine Gabe von oben herab mit überlegener Gönnermiene htn- geworsen oder in Liebe und Demut den Armen und Kleinen brüderliche Teilnahme gezeigt hast!
Verwaltungssekretäre bedeute. Dagegen fand ein Antrag des Zentrums Annahme, der den 99 Rechnungsrevisoren und 109 Rendanten im Hauptamt u. dem Zwangsverwgltungsinspektor statt 300 <46 Stellenzulage eine solche von 600 =46 gewähren will. Ein Zentrumsantrag, der allen Eisen- bahnsekretären als Vorsteher der Wagenbureaus, Materialbureaus und Wohlsahrtsein- rickstungen und den Rechnunasreviforen eine Stellenzulage von je 150 =46. — Tie Vorlage will nur die Hälfte der Beamten Stellenzulagen von 300 =46 gewähren — zubilligen wollte, wurde leider abgelehnt.
und Holzschuhen :c., wirb nicht gefordert; nur auf die innerliche Annäherung kommt es an. Vom Herzen zum Herzen muß der unvermeidliche Unterschied in Bildung ,Stand und Vermögen überwunden werden.
Kinder haben oft eine überraschende Fähigkeit, sofort herauszumerken, wer aus ihrer Umgebung es wirklich gut mit ihnen meint und wer bloß so tut. Mancher sucht die Kinder von Verwandten und Bekannten durch reichliche Geschenke zu bestechen, und es gelingt ihm doch nicht, die kleinen Herzen für sich zu erobern. Dagegen fliegen sie ohne weiteres einem anderen Tantchen oder Onkelchen zu, die nichts mitbringen, als einen warmen Blick und ein herzliches Wort. Ein ähnliches Ahnungsvermögen findet sich häufig bei den Leuten, die in gedrückten Verhältnissen leben. Wer als breitspuriger WohUäter auftritt, erobert noch lange keine Herzen. Wenn hinter der freigebigen Herablassung Dünkel und Hochmut stecken, so wird der „Beglückte" bedrückt und verstimmt. Er merkt die unfreundliche Absicht. Ein anderer, der wenig oder gar nichts reelles zu bieten hat, aber in warmem Mitgefühl seine brüderliche Teilnahme bekundet, vermag die Rinde des Mißtrauens zu durchbrechen und warnten Dank zu finden. (Es gibt freilich, namentlich in unserer Zeit mit ihrer sozialen Verhetzung, auch verbitterte Elemente, die auch durch das liebevollste Entgegenkommen sich nicht auftauen lassen wollen und auch die herzlichsten Freundlichkeiten als hinterlistige Zudringlchkeiten befruchten. Solche traurige Naturen müssen mit besonderer Vorsicht und viel Geduld behandelt werden; aber sie dürfen uns nicht irre machen in der Ueberzeugung, daß LiebeSfaat auf Liebesernte rechnen darf. )
Nur was von Herzen kommt, kann Herzen gewinnen. Und Herzen zu gewinnen, ist ein sehr lohnendes Geschäft. Hinweg mit dem häßlichen Sprichwort, das die Schadenfreude für die reinste Freude erklärt. Nein, die reinste und die süßeste Freude verschaffe ich mir, wenn ich einem andern
ft er und Fahrkartenausgeber der Eisenbahnverwaltung aus Klasse 6b in Klasse 7a heraufgehoben, wodurch wieder 3872 Beamte les» fergestellt wurden. Bei erster Lesung hatte das Zentrum schon mitgewirkt, die Wagenmei- ster, Telegraphisten und Weichensteller erster Klasie usw. aus Klasse 6b in Klasse 7a heraufzuheben, was mit den vorgenannten Schirrmeistern und Fahrkartenausgebem rund 16 000 Beamte betraf und ein Mehr von etwa 700000 Mark proJabr über die Vorlage hinausbedingte.
Die Revier forst er und Förster wurden in erster Lesung auf Antrag des Zentrums aus Klasse 9a in Klasse 9b verseht ,wo sie das Endgehalt von 240J =46 sechs Jahre früher er- reichten als in 9a. Das bedingt 462 250 <46 mehr als die Vorlage vorgesehen. Bei zweiter Lesung stellte das Zentrum einen weiteren Verbesserungs- antrag, mußte sich aber nach Ablehnung desselben damit begnügen, das Endgehalt dieser Beamten um 100 <46 erhöht zu finden, das dann in 18 (statt nach dem Anträge des Zentrums in 15) Jahren
eine Freude mache und fühle, daß fein Herz sich in dankbarem Behagen dem meinigen zuneigt.
Und eine solche Erquickung kann man sich billig verschaffen. Auch kleine Gaben werden zu großen Wohltaten, wenn sie mit wahrer Herzlichkeit gegeben werden. Ja, es braucht nicht einmal immer eine wägbare Gabe dabei zu fein. Ein aufmunterndes Wort, ein guter Rat kann unter Umständen von viel größerem Werte fein, als geldwerte Geschenke.
Ich möchte es das Kleingeld der Liebe nennen, was so im alltäglichen Verkehr zur Verwendung kommt. Da begegnet mir z. B. ein Mitmensch auf der Straße; wir tauschen im Vorbeigehen einen Gruß ans. Wirklich ein ganz gewöhnlicher, kleinlicher Vorgang. Aber unter Umständen kann ich bei dieser Gelegenheit ein schönes und gutes Werk tun. Es gibt zahlreiche [farmen und Grade der Begrüßung. Ich kann nach allen Regeln der Höflichkeit grüßen, und doch dabei eine gleichgiltige Kälte öder auch ein ab- weisendes Selbstbewußtsein bekunden. Ick) kann den „gewöhnlichen" Leuten durch die Grußerwide- rung -n verstehen geben, daß ich hoch über ihnen stehe; ich kann aber auch durch eine freundliche Miene ober ein gemütliches Nicken ihnen die angenehme Ueberzeugung verschaffen, daß ich sie gern sehe und ihnen herzlich, zugetan bin. Das wirkt erfrischend. Und wenn ich weiß, daß die betreffende Person in irgendwelchen sck)wierlgen Verhältnissen ist, fo füge ich dem Gruße noch ein freundliches Wort hinzu, eine Erkundigung, einen Wunsch, eine Empfehlung an die Angehörigen ?c. Das kostet nur ein paar Sekunden und gar keine Mühe. Aber unter Umständen kann es eine reiche, fruchtbare Liebesgabe sein.
Der gesellige Verkehre ist ja mit viel leerem Formelkram belastet. So knüpfen sich namentlich an den Besuchsaustausch mancherlei Äußerlichkei- ten, die mehr lästig als nützlich sind. Aber oft befommt die hohle Form einen sehr gewichtigen Inhalt. Da ist z. B. eine Familie in Vermögens- schaden oder sonstige Mißlichkeiten geraten. „Sie
Was du gibst, ist ein totes Stück von dem lieber- fluß, der dir in den Schoß gefallen ist. Wie du e) gibst, darauf kommt es an. Der Geist macht die Gabe lebendig und segensreich^ der rechte Geist weiß auch die rechte Form des Schenkens zu finben. Wo der rechte Geist herrscht, da gibt es keine Herablassung und keine Beschämung, sondern das behagliche Gefühl: Wir sind allzumal Brüder und Schwestern; wir haben samt und -------»
fonbers denselben Stammvater, der uns die Erd- du deinem schlechter gestellten Menschenbruoer schäft von Schuld und Not hinterlasien hat; wir freundlich begegnest, so vergibst du dir nichts, sind alle gleichermaßen angewiesen auf das Heil, vielmehr lieferst du den Beweis, daß du mcht m das von dem Stall und der Krippe und dem dummstolzen Vorurteilen befangen bist. Dte Kreuz mlsgeht; wir knien alle in einer Reihe, äußerliche Anpassung z. B. tn Arbettsblme
erreicht werden soll.
Die Lokomotivführer und Schiffs- lotsen wurden in erster Lesung auf Grund eines Kompromißantrages aus Klasse 9b in eine Klasse 9c eingefügt, in der sie das .Höchstgehalt von 2400 =46 (außer den Nebenbezügen) in,12 (statt 15) Jahren beziehen sollten. Dies bedingte für 15 956 Beamte der Gruppe 1 353 0M <46 mehr als die Vorlage vorgesehen hatte. Ein weitergehender Antrag des Zentrums, der das Endgehalt um 100 <46 bei gleicher Aufrücknngsfrist erhöhen wollte, wurde in zweiter Lesung abgelehnt, jedoch das höhere Endgehalt von 2500 <46 angenommen, das in 15 Jahren erreicht wird. Hierzu muv ,___________
wird ungefähr 2 Millionen =46 Mehrausgaben; gehrst. Tas Zentrum ließ sich bei seinem Vornötig sein, als die Vorlage für diele Beamten j 0ejjen t)On fjem @ebaufcn leiten, allen Beamten Vorsatz. gegenüber Gerechtigkeit walten zu lassen.
Das Zentrum rst dann auch tn erster Lesung gwetten Lesung sind dann auf Grund
für weitere Aufbesserungen der Tiensteinkommen e|ne3 Kompromisses der Nationalliberalen, der mittlerer Beamten in den Welter folgen- Konservativen und Freisinnigen weitere höhere den Gehaltsklassen eingetreten: Klasse 12a ■ — " * - '• •
Hauptlehrer bei der Bergschule in Saarbrücken, technische Lehrer usw. an den höheren Unterrichtsanstalten, Klasse 16b Oberlehrerinnen an den Seminarien, Klasse 21a Lehrer an der Baugewerk-
benntragt, was allerdings abgelehnt wurde, toeil : ------ ... ...
nach Angabe der Regierung das ein Mehr von ! mit der Post versandt habe. Dem wißbegierigen
jWMgr A l Xnjelgen: Vie ein»
WSr ▼ i . _ . A fpdtitePetit3eile<*ei
/L /6k Jb. 4S deren Kaum 15 pfg.
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SJr B B UW W 8 W » 25 pfg., bex wieder.
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»otationsdruckund
Verlag der Zuldaer Ak-
. _ „ ,, , . .. tiendrnckerei in Mda
Monatrbeilage: „Fuldaer Seschichtzblaüer Fernsprecher Ur. 9.
antoälte, Klasse 26b Polizciräfe, Klasie 42 Lehrer bei den höheren Unterrichtsanstalten von gerin- ' gerer als neunjähriger Kursnsdaner, Progymna- erjler xiejung oer xsonage ote » u i u m u 11 u- : sien, Realschulen usw. E enso wann ist das Zen» Heizer und S ch i f f s h e i z e r bei der Eisen- i hum aber auch in zweiter Lesung für die bahnverwaltung auf der Klasse 4b erhoben in die ' mittleren Beamten emgetreten. So wurde bei Klasse 4a und erhalten da anstatt nach der Vor- ' Klasse 12a die Assistentenfrage aufgerollt und vom läge ein Endgehalt von 1700 =46 ein solches von Zentrum im Verein mit den Natioualliberaten 1800 <46. Der Antrag fand auch ziemlich ein- entschieden ein Antrag verfochten, das Höchstgehalt stimmige Annahme und bedingte für die 15 798 der Assistenten von 3300 anstatt nach der "" ■ Vorlage in 21 Jahren in 18 Jahren erreichen
zu lassen. Regierungsseitig wurde der Antrag als unannehmbar bezeichnet, zumal er auch Wa Millionen Mark mehr als die Vorlage vorgesehen