J\S 268.
Fulda, Freitag den 20. November 1908,
^ayrganq
$weite$ NLcrtt
Demnach darf man mit der Tätigkeit der
H ntrptTSrAtlintn»«»« «m TY —____" v- .
Er erlitt schwere innere
Wiesbaden, 16. Nov. 1908.
Vier Tage
* Neustadt bei Koburg, 18. Nov. 1908.
Der
Reklamen- und Anzeigenteil.
Kleines Feuilleton
ö NLK t nrcht fingen und pfei-
Mannern. 27.4 Jahre bei den Krauen, seitdem ist
Deutschland 86, für Oesterreich 85 sind. In allen
Unter den besondern Leistungen der Hand- toerfSfonunern stehen in erster Linie Veranstal- tunge» zur Mrderuug der gewerblichen, technischen und sittlichen Ausbildung der Meister, Geselle« und Lehrlinge. Eigene Schurn find nur von wenigen Haudwerkskam- ! meru errichtet worden, dagegen haben die meiften
Bringt fie ter auch darf man
M 1 Anzeigen: vie ei»
/ ▲ 2 A . fpaltigepetttzeileabe»
|| E
M W ■ ■ 11 Illi 25 pfg., bei wieder.
C/Vumm w
Aotatkonsdrnckund
Verlag der Fuldaer Ak-
moitotsbeitoge: „Fuldaer SeschichtÄMer" “X'Ä*
dis letzteren das Studium der Handwerkskammer- berichte!
«teB **ff«<|ufa6eü Der Mann verstebt».
krscheinl titSlich mil A
Susnahme der Sa m-
und Feiertag« viertel- M A J ■ W Ai
jährliche"Sezugrpreir » ^11 ■ ■ AW iljBW
ohneVrtngerlshnimd HWM M | I ■■ 11/1 vestellgeldiuzuldaso- ^ST ■ ■ ||||| I
wieaurwärtsiLOMk. MM ■ BF M
öerantw.Redakteurr M
Lart schütter für die Anzeigen: ,
3- p«ze»er i« Fulda. wochenbeikage: „^Auftnem -onntagszeitung
Handwerkskammern Fach- und Fortbildungsschu- len mit Geldbeiträgen unterstützt und Anregung zur Gründung, wlcher Schulen gegeben. Für die A"^und Weiterbildung der Handwerkei durch Errichtung von Mcisterkursen, Buchsübrungskuc- sen durch Veranstaliung belehrender Vorlräge sind alle Handwerkskammern tätig. Die große Inanspruchnahme dieser Einrichtungen ist ein Beweis, daß man damit einem bestehenden Bedürfnis entgegengekommen ist In ähnlicher Rich- tung liegen die Ausstellungen, die von einer Anzahl Kammern veransialkct wurden, sowie zahlreiche andere der, Fortbildung dienende Maßnah- men, wie Prämiierung von Lehrlingsarbeiten Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung, Bewilligung von Stipendien, Erleichterungen des Be- fnches von Ausstellnngen usw. In bezug aus die Wohlfahrts ei nrichtun gen Hut man meist den Innungen die führende Rolle überlas- sen, doch haben auch einige Kammern derartige Einrichtungen auszuweisen, Sterbekassen, Lebr- lingsheiine,, Auskunftsftellen. Aiif dem Gebiete des A rb e i t s n a ch w e i s e s können sich die Kammern nur wenig betätigen, da die fachlichen <innungsnachweije überwiegen. Dagegen scheinen sie nch der Lehrlingsvermittlung in höherem Grade anzunehmen.
der wahre Wunder hm fol
Auch ihrer zweiten Aufgabe, die I n t e r e f • sen der Handwerker gegenüber der Gesetzgebung und Verwaltung zu vertreten, sind die Kammern in reichem Mähe nachgekommen. Allein 1907 Kurden seitens der Behörden 3259 Gutachten ein« gefordert die, soweit sie spezialisiert waren, meistens das Lehrlings- und Jnnungswesen, die Frage des fabrikmäßigen oder handwerksmäßigen Betriebs betrafen. Die Kammern haben zu den iie Berhaltnisse des Handwerks berührenden Ge- fetzesvorichlagen Stellung genommen und Abänderungsvorschläge gemacht. 5559 Eingaben, Anträge und Wünsche wurden erledigt. Ueber besonders wichtige Fragen, wie Abgrenzung von ^b?rk,und Handwerk, wurden Denkschriften ausgearbeitet. Jahresberichte über die Lage des Handwerks wurden von fast allen Handwerkskam- mern erstattet.
sen, sonst ruft man den Berggeist herbei. Eigenartige Vorkommnisse geben dem alten Berg- mannsaberglauben immer wieder von neuem Nahrung. So erregte beispielsweise am 27. Februar 1903 auf der Myslowivgrude im Kreise Kattoivitz großes Aufsehen das Verschwinden des Grubenarbeiters Lücke. An, Donnerstag war er zur Nachtschicht eingesahlen, batte die bei feiner Arbeit hinderlichen Kleidungsstücke abgelegt und blieb seitdem verschwunden. Erft am Sonntag Nachmittag tauchte der Vermißte im Ostfelde der Grube, alw auf einer ganz abgelegenen Stelle, auf, mit der brennenden Lampe in der Hand. Auf Befragen, wo er solange gewesen >«, gab er an, er habe plötzlich ein schönes, blauweißes Licht gesehen und sei ihm während der ganzeii Zeit nachaegangen. Als man ihm sagte, er sei mehr als 10 Stunden in der Grube herum wirrt, wollte er dies durchaus nicht glauben. Das Merkwürdigste war, daß der Bergmann über 40 Stunden Licht gehabt haben will und eben io sauber und rein, wie er ein gefahren war, wieder ausge- fahren ist, obgleich er die schlechtesten und gefährlichsten Wege postiert hat. Ta kann man es verstehen, daß sämtliche Bergleute jener Gegend der festen Ueterzeugung waren, der Berggeist habe ihren Kameraden in der ganzen Grube um- hergeführt. Sonderbarer mutet an. daß auch in , einer spiritistischen Zeitschrift kürzlich allen Ernstes der Glaub« an Berggeister verteidigt wurde!
— Tie Ateahrnr de- Hciratsnltrr« ix Deutsch- land. Allgemein anerkannt ist der Satz, daß mit steigender Kultur die Menschen nicht nur seltener, sondern vor allem auch später zur Herrat gelangen. Gemäß dieser Ansicht wäre zu erwarten, daß in der Neuzeit ein späterer Abschluß der Heiraten stattfände. Aber gerade dar Gegenteil ist eisgetreten. Die meisten Staat« Europas -eigen in der Gegenwart ein Sinken des Heirats« alters; so besonders Deutschland, worüber Mar- U» Nobodmk Heuerbüro» staUftische Untersuchs»«»
Staaten findet man verhältnismäßig mehr roeiblid'C alä männliche Personen verwitwet, meist noch einmal so viel, mehrfach sogar die dreifache Zahl Witwen. So entfallen auf 45 Witwer in Deutschland 124 Witwen. Der Anteil der Geschiedenen ist am größten m der Schwerz, wo auf 1000 über 15 Jahre alte ^«fonn, 6,3 geschiedene kommen, in Deutschland 2,5 auch bei den Geschiedenen überragen die Iraner gegenüber den Männern, in Deutschland gibt es beinahe doppelt so viel geschiedene Frauen wie Manner.
. Verrücktheit in Quadratmetern. Di« Londoner Schawplelerm Miß Mary George erschien vor etwa vierzehn Tagen mit einem Hute von 1,80 Metern Umfang auf der Bühne. Sie hat sich aber des .lltuhm^, den größten Hut zu besitzen, nicht lange «freut. In der letzte» Woche hat Miß Mary Lloyd, ^^ --Swr einer Music-Hall, mit einem Hut von ÄkTÄ 3 Metern Umfang einen neuen Akkord aufgestellt. Aber auch der Herrschaft der neuen Preisträgerin im Wettbewerb um den Riesenhut war keine lange Dauer beschieden. Miß Lloyd jommeroofl wn Miß Madge Temple ge- rn diesen Tagen auf der Bühne des Eolofseums erschien, angetan mit einem Hut, der die Kleinigkeit von 4 Metern 20 Zentimetern Umfang o der mit 15 Straußfedern von je
2 Meter» Lange garniert war.
. ~ geschickte Reklame muß bekanntlich aus ter Hohe der Zeit stehen, wen« sie Erfolg haben soll. Bisher hatte »an vergeben- gesucht die Lösung » finde» für dar politische Ungenwsch, das in leister Beit über uns hereingebrochen ist. In der '»Berl. Morgenpost^ aber inseriert em gerissener Geschäftsmann, der weiß, wie die Krankheit gehestt wird Er erklärt dort dreist und gottesfürchtig: ^Die wahre Ursache der großen Blamage Dentfch- lmkdSckt^rm zu suchen, daß unsere höchsten Beamten
Eine doppelte Aufgabe haben die Hcmd- tvcrfsfantmei n: Einmal sollen sie die Durchfüb- und Ergänzung der zur Regelung der Ver- haltmpe des Handwerks erlassenen Gesetze Sorge »regen und Veranstaltungen treffen, zu bereu Begründung und Unterhaltung die Kräfte der lokrlen Organisationen nicht ausreichen, sodann sollen, sie die Gesamtinteressen des Handwerks gegenüber der Gesetzgebung und Verwaltung des St ates vertreten. Innerhalb des ersten Aufgal mkveifes ist die Regelung des L e h r l i n g s- w e e n s die wichtigste. Die meisten Handwcrks- kau mern haben dazu besondere Vorschriften er« last' ", Form und Inhalt der Lehrverträge festgesetzt, in der Regel Musterformulare dafür auf- gestellt, teilweise über die zulässige Zahl der zu härtenden Lehrlinge und über die Dauer der Lehrzeit Bestimmungen getroffen. Zur Heber« w.uhung der Vorschriften haben sie „Beauftragte" ernannt. Zur Abhaltung der Gesellenprüfung wurden Prüfungsausschüsse geschaffen für die Lehrlinge, deren Meister keiner Innung oder aber einer solchen angehörten, die nicht das Prüfungsrecht besitzt. Im Jahre 1907 bestanden nach der genannten Enquete 12297 solcher Prüfungsaus- schüsse. 1906 unterzogen sich 50 728 Lehrlinge der Prüfung vor diesen Ausschüssen. Daraus ergibt sich fnr die einzelne Handwerkskammer eine Unsumme von Arbeit, die teils nur formaler Natur tst. Aber im Interesse einer eiuheiilichen Regelung des Lehrlingswefens ist diese Arbeit unbe» biugt notwendig. Meisterprüfungskommissio nen warm 5308 vorhanden, vor denen 1907 8228 Handwerker die Meisterprüfung ablegten.
Aus dem Nachbargebiet.
* Falken stein (Taunus), 19. Nov. 1908 Das Offiziersgenef ungsheim gebt feiner Vollendung entgegen, die Mehrzad! der Gebaute ist bereits unter Dach gebracht. Für 52 Offiziere soll das Heim Raum bieten, von denen jeder fein eigenes Wohn« und Schlafzimmer erhält. Eine unterirdische Passage verbindet die einzelnen Gebäude miteinander, sodaß die erholungsöedüif« tigen kranken Offiziere auch bei ungünstigem Wetter gesellig zusammenkommen können. Tie Einweihung durch den Kaiser soll im Mai erfolgen. •
* Fritzlar, 18. Nov. 1908. Die Stadt Fritzlar bat 'mit der Gemeinde Rothelmshansen einen Ertrag abge.Massen, nachdem es der Gemeinde gestattet ist, die Quellen im H i n t er w a ld einziifassen und das Wasser in die Wasserleitung zu fuhren. Alle Schäden, die durch die Quellen- sassung verursacht und alle Kosten des Vertrages trägt die Gemeinde Rothelmshaufen, mich hat Iw das Wasser frei m das städtische Forsthaus zu leiten.
vermischtes.
Ein sonderbarer Mensch machte uor wenigen Äogen der Göttinger Universitätsklinik ferne Äuf- ENung. ^n Braunschweig hakte der Mann ba* Jtirrfgrat gebrochen und wäre dadurch dem Tode verfallen gewesen, wenn nicht die Kunst der Aerzte chn vor diesem Schicksal bewahrt hätte. Der schirr verletzte mußte auf Anordnung der Aerzte Monate lang ständig im Wasser liegen. Die georochenen Rnckgrcktknochen sind durch Aluminium miteinander verbunden worden. Nach der Heilung muß nun der Verletzte seinen Oberkör- per m einem vollständigen Metallberbände tra- 0e”; Ö£f aufrechter Stellung erhält.
* Ein raffiniertes Schwindelmanöver, welches bezweckte, die Dresdener Bank um 75 000 jK zu Mjabigen. ist tu Dresden entdeckt worden. Die Bank erhielt telephonisch die Weisung, eine Sum- nie Von <5 000 bei der Hofhaltung des Prinzen ^ohann Georg, des Bruders des Königs, in der Zlnzendorfstraße abzuliefern. Als der Kassen- bote in Begleitung mehrerer Bankbeamten im P^ais ennraf, war dorthin telephonisch die an- gebliche Order gelangt, das Geld nach der Woh- nnng eines ^Hofbeamten in der nahegelegenen ktry«jeben L-trnße zu bringen. Die Bmchange- freUtcn fragten nunmehr bei der Bank an und eieteilen die Antwort, daß dort oon einer solchen -r toCfQ,nnt fci- Hiorauf wurden dik
raUOO c-« zur Bank zurückgebracht.
# Haben sich die Handwerkskammern bewährt?
Die handwerksfeindliche Presse schlachtet mit besonderer Vorliebe die Berichte der Handwerks, kammern dabin aus, uni an der Hand der Ver- waltungskosten derselben den Handwerker», einzu- reoen. die Kammern wären für das Handwerk nicht von entsprechendem Nutzen. Dieser Vorwurf gegen die Kammern findet bann bei den Handwerkern, die über Einrichtung und Ausga- ben derselben nicht hinlänglich unterrichtet find — und das kommt vielfach bot — öfters auch Boden. Diese Unkenntnis vom Wesen und Nutzen der Kammern ist iiisosern erklärlich, als der einzelne Handwerker mit der Handwerkskammer weniger in direkte Beziehungen tritt, »on den Organisationen des Handwerks stehen ihm die Innungen und die Genossenschaften Viel naher, mit denen er persönlichen Verkehr unterhalt, von deren Tätigkeit er sich Tag für Tag überzeugen kann, die ihm häufig finanzielle Vorteile bringen. Und doch ist der Kreis der von der Handwerkskammer als der gesetzlichen Ver- tretung des Handwerks für den gesamten Hand« werkerstand erfüllten Aufgaben so umfangreich, daß das Gerede von dem angeblich zweifelhaften putzen der Handwerkskammern völlig hinlallig rst. Man vergleiche $u Liefern Zwecke nur den Teil der vom Kaiserlichen Statistischen Amt bearbeiteten Enquete über die Wirkungen Lei» Handwerkergesetzes von 1897, der über die Tätig- leit der Kammern berichtet.
es gefallen auf 28,9 Jahre bei den Männern und 25,7 bei den Frauen im Jahre 1901, welche nied- nge Zahl, es seitdem bis 1905 behauptet hat In Bayern betrug das Heiratsalter in den Jahren 1841—60 durchschnittlich bei den Mannern 32,4, bei ben Frauen 29.4 Jahre, im Jahre 1904 bezw. 29,1 und 26,0 Jahre. Dasselbe Sinken zeigen die Statistiken der übrigen Bundesstaatenr Ein unterschied zwischen Stadt und Land besteht bei d'eiem Sinken nicht. Weder ist das Heiratsalter stets in Len Städten höher als auf dem Lynde, wie oft behauptet wird, noch ist fein Sinken überall auf dem Lande größer als in den «lobten. In Bayern ist sogar das Heiratsalter aus dem Lande höher als in den Städten. Tie größte Abnahme des Heiratsalters zeigen andj'bte übrigen Staate« des europäischen Festlandes wenn auch nicht so stark wie Deutschland: Eng^ land dagegen zeigt eine Zunahme. Die Ursachen der Erlchemung liegen zum Teil in dem Selte- " erwerb en der Wiederverheiratunaen. toc natur« Itaj das Alter der Heiratenden höher UL Doch ifl aHtfc das Alter der Erstheiratenden gesunken. Für Deutschland kommt an Ursachen hinzu: die Einführung der, zweijährigen Dienstzeit und die glMsttge wrrtschafttiche Lage der letzten Jahre.
„ - Wo werden die meiften Ehen geschlossen? Unter allen Landern der Erde ist Serbien das Land, in de» die Ehefesseln am wenigfte» lästig empfunden wateru Denn die Statistik weist bett unter 1000 e«»o$jtern übet 15 Jahren TOI verheiratete auf, *3 alsdann Britisch-Indien mit 688. Osten Emopas, Bulgarien, RnmLnien, Rußland, Ungarn, zeichnet sich überhaupt durch eine Hobe Heinrtsfrequmz a«S, im deut schm Reiche fanden sich unter 1000 Personen über 15 Jahren bloß 533 verhemrtete, in der 473, in Argentinien jlz, —. . . . euch, festMstesten,
y®* ^eiAttq ter Dwterverheiraten« tn den verschiedenen Landern bei Verwitweten ist. Am
— Vier große Planet« und der Mond schmücken j cht gleichzeitig den Morgenhimmel; es sind dies ler Reihe nach von Westen nach Osten der Jupiter, tie Venus, der MarS und der Merkur. Me s lltene Planetenreihe wich noch durch den Fixstern 1. Größe Regulus im „Löwen" wirksam vervollständigt, llm feheuSwürdigften ist die Stellung am frühen Uiorgen des 21. November, und wer sich die k eine Mühe macht, an diesem Tage einmal vor G Antritt der Morgendämmerung den südöstlichen und östlichen Himmel zu betrachten, wich durch die r underbare Anordnung der glühendsten Gestirne f berrascht und belohnt sein.
. — Brrgmanns-Aberglanbe und die Grubenkatastrophe bet Hamm. Der ,H. C." schreibt: Wie Seeleute, Verbrecher, Soldaten und andere, ote vielfach unerwarteten Gesährnissen ausgesetzt sind, halten bekanntlich auch die Bergleute noch zah an allerhand Aberglauben fest. Unter aude- rtc'r«nten im Reiche des Berg- sKtJrfio ^ bestimmter Zeit, besonders einige ^£9etrt S^ttagen, ein Unglück einire- fcnt. müsse. Dieser Glaube wird, wenn et an« ftbetnend bestatigi wird, wieder lebendig so bei- stnelsweise. als Anfang April 1903 K Cftfdb ter fiontgtn-£aile*Srube in Zaborze ein arcßeS Unginck hetmsuchte, das 22 Todesopfer fortedc- so auch heute, wo mehr als zehnmal fo viele 5&ew- lente dem Wüten des Berggeistes zum Opfer ne- Men sind. In fast allen größeren Gebirgen Hausen, wie die abergläubischen Bergleute meinen, Berggeister, auf dem Fichtelgebirge der „Katzen'- bett', im Harz der „Gübich", im Riesenaebirge ter bekannte „Rübezahl" usw. Auch Hanse» in ten Bergwerken fast überall koboidartige Wesen, ke armen verirrten Bergleuten bei der Arbeit
aus welchem Grunde er von ihnen fortgegangen $,ef« hofftuuigsvolle Jüngling hat iibri- ar ^?le-^®cJeScnEnifl,ltg wegen mangelhafter Arbeit nicht bestanden.
Rud°lstadt, 16. Nov 1908. Der 12jährige Schulknabe Hermann Thieme im benachbarten -ttolksstei war gemeinsam mit zwei Sch ul käme- raben auf einen Baum gertettert und ft ft rite pabet ab. Der Knabe trug ein offenes W elfer in der Tasche, das ihm beim Abstürzen in den Leit drang. Uns Angst eilten die anderen Kna- oen bann nach Hanse, ohne die Angehörigen da- 'rt Kenntnis zu setzen, Tags darauf wurde der Verunglückte tot aufgefunden, do inzwischen eine Verbuitiing eingetrete'i war
- . 'FeRsenstadi, 19. Nov. 1908. Die Bereifung • cTl.5WeK)cS durch eine amtliche Kommission int ifruhiahr d. I. hatte, wie setzt bekannt wi'-d, die Teilnehmer. Herren der Regierung in Er« surt und vom Landivirtschastsmiiiisteriiim, zu der z11'3 bit' wirtschaftliche .Hebung de-.> Elchsfeldes nch nur durch inte n i i v e r e n betrieb bet Viehzucht erreichen lasse. Zu o/Ew Zwecke empsabl man in Küllstedt. Wach- fteöt Ätefferbaufen und Kreuzeber die Anlage von Dauerweiden, auf denen das Vieh voni Frühjahr bis zum Herbst gehalten wird.
Hohenlohe
Hafermehl
Ist die einzig richtige Kindernahrung, wo Muttermilch fehlt Es verhütet Erbrechen und Durchfall und hat sich bei englischer Krankheit vorzüglich bewährt.
* Griesheim, 18. Nov. 1908. Die im Jahre 1900 für 40 000 Mark errichtete Kanalifa- t l o n g e n ü g t nicht mehr, um das Gelände lenfettä der Bahn zu entwässern. Darum beschloß unsere Gemeindevertretung, 21 000 Mark für einen von Baurat Schm ick in Darmstadt auszu- arbeitenden Plan auszusetzen. Tie Kanalisation über den ganzen Ort würde sich darnach aus ungefähr 1 Million Mark stellen. Die an der Frank- t«ntt Grenze am Main gegenüber dem Frank- furker Klärbecken zu errichtende Kläranlage cr- forbert über 100 000 - Ans Hessen wird ge-
meldet, daß die Preise für Rindvieh ge- lallen lind, da die Landwirte jetzt schon Futter- mangel befurchten.
* Darmstadt, 18. Nov. 1908. Der Dach- decket Stumpf war gestern auf dem etwa 150 c- s 1 "7........ -^uugicu uei ; er hohen Turm der Kirche in Groß-Gerau
Handwerkskammern rm allgemeinen recht wohl i mit Reparaturen beschäftigt, als ein Seil des autneben fein. Die Enquete hat gezeigt, daß die ; Gerüstes brach und St. über 30 Meter hoch ab- Handwerkskammern heute schon so ziemlich ihren Kü rzte, wobei er an dem Schneefängec des Platz ausfullen, und daß die Hoffnungen, die Zaches hängen blieb. Er erlitt schwere innere U'an auf die Neuorganisation des Handwerks Verletzungen.
setzt^ berechtigt waren. Damit ist zugleich die n * Wiesbaden, 16. Nov. 1908. „Vier Tage Anschauung u. a. auch von Prof. Stieda wider- Arrest, gleich abführen!" lautete bei der legt, ber auf dem diesjährigen „Deutschen Fort- gestrigen Kontroll-Versammlung der Befehl des vttdungsschultag" von der Qrganiiation des Bezirkskommandeurs, als ein Reservist trotz mehr« Handwerks meinte, daß sie nicht unstande fei, facher Warnung im Gliede sprach.
das Handwerk voran zu bringen. Nur einem * Neustadt bei Koburg, 18. Nov 1908 Der Gebiete müssen die Handwerkskammern mehr 30 Jahre alte, unverheiratete Knecht Zimmer Aufmerksamkeit widmen, den Gefellenaus- stürzte sich heute nacht ans feiner brennenden sch u f f en. Nach der Erhebung war nur in 308 Schlafstube auf den Hof hinab, brach das Ge- Fallen eine Mitwirkung der Gesellenausschüfse nick und war sofort tot. Er hatte das Lickt in ju verzeichnen. Im Interesse der Förderung , keiner Schlafstube brennen lassen und toar ein« etne§ geterylichen Verhältnisses zwischen Hand- ! geschlafen. Hierdurch geriet sein Bett und auch totrfSmetfter und Gesellen wäre eine stärkere Her- er in Flammen. Als er keinen Ausweg mehr fast anziehung der Gesellenausschüfse überaus wiin- stürzte er sich aus dem Fenster. '
schenswert. Vielleicht gibt der Umstand, daß die * Mriniiraen 16 Nov 1908 r;nnr r« „ der Arteits^ „ über kurz ober lang feHen"?üf « ng Äen bk Sünne k"^den muß, Veranlassung, ! einen Brief an einen Meister zu schreiben' Einer Kr»LL'7u°L""°Xmi,crK"« “■ ? SfÄfe. «E iÄlHÄfflH rö vrii. «in ircTTiiajes ^Dirtvcnnttcl AiDifdhen befipr fronpn r»rs trft r*
Kammern und den einzelnen Handwerkern ist ftr wie lange sie ihren Gesellen gehabt haben, und