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Indem er so sprach, beugte Dymitr das Kme und verharrte einen Augenblick mit tief gelenktem Haupt, blaß vor Erregung vor dem, Stuhl, in welchem Marynia, keines Wortes fähig, saß, während Röte und Blässe auf ihren sausten Zügen äbwechfelten.
Endlich sagte sie mit gepreßter Stimme, doch sanft und gütig:
„Ich danke Dir aufrichtig, Dymitr! Es ist ja übrigens nicht die erste Probe Deines Mutes und Deiner Anhänglichkeit!--Nur bin namen
los beunruhigt über die Folgen dreies Abenteuers. Was wird Skandyba dem Herrn Starosten bei seiner Rückkehr erzählen? — All das Ware übrigens nicht geschehen, wenn Martha, wie sie es immer tut, die Milch aus der Küche gebracht hätte! Es fällt mir eben ein, daß ich Martha seit vielleicht zwei Stunden nicht gesehen habe. Wo mag sie hingegangen sein? Dymitr, weißt Du es?"
„Ich sah sie tatsächlich aus dem Hause treten. Sie schritt durch die große Allee, als wollte sie sich zum Vorwerk begeben, wo der Aufseher wohnt. . . Ich war selbst, ich muß es gestehen, erstaunt, als ich sie.diese, Richtung einschlagen sah; denn wir alle wissen ja, daß sie Jurek nicht leiden mag und ihn nur auf Befehl des Herrn Starosten heiratet. — Ich dachte, daß Ihr, Herrin, sie hingeschickt habt und da. . . ."
„Nein Dymitr. Ich habe Martha gar keinen Auftrag gegeben. Geh ihr darum entgegen, und wenn Tu sie siehst, sage ihr, bitte, sie möge unber- -üglich zu mir kommen!"
Noch einmal hob der Jüngling mit einer trau- rtgen und anmutigen Bewegung Marynias Ge-
Obervräsidenten v. Schorlemer, indem der L>errOberpräsident die Erzbischöfliche Behörde eriuLk dieses itzr Beriahren bezüglich der bedingten Taufe bei Konvertiten zu ändern."
Ist es wahr, was die „Allgemeine Rundschau" hier berichtet? Hat der Herr Oberpräsident sich tatsächlich diesen Eingriff in das innere Leben der katholischen Kirche gestattet? Offen gestan- den bezweifeln wir die Wahrheit der Mit- teilüng denn es würde sich um eine unerträg- liche Anmaßung der Staatsregierung handeln, wofür ihr jede Berechtigung fehlt.
35. Jahrqarn.
* Auf dem Sportplatz gepfändet. Kürzlich wurde in München ein Sportsmann auf den Rennplatz gepfändet. Dem gleichen Los verfiel dort am 22. d. der bekannte Sportsmann „Nazi" Er fetzte beim Münchner Traberpreis-Ergän- zunasrennen 10 «M, auf „Roman" und heimste hierfür 53 „ft ein. Da erschien plötzlich ein Gläubiger „Nazis" und der Gerichtsvollzieher hintendrein. Als der Sportsmann diese Gestalten bemerkte, lief er im Galopp über den ganzen Platz bis zum Wagenplatz. Gerichtsvollzieher und Gläubiger liefen ihm nach und hintendrein eine mehr als tausendköpfige Menge. Der Sportsmann wurde schließlich vor dem gesamten Publikum einer Taschenvisitation unterzogen und seiner Barschaft leichter gemacht.
• Mit Mann und Maus untergegangen. Der englische Dampfer Yarmouth", der foit seiner Abfahrt von Hoek von Holland verschollen ist, scheint mit Mann und Maus untergegangen zu sein. Das englische Kriegsschiff „Blake" meldet, daß es auf fomer Fahrt von Schottband her gestern in der Nordsee den Leichnam eines Matrosen auffischte, der einen Rettungsgürtel mit dem Aufdruck „Yarmouth" trug. Ein anderer Dampfer, der auf der Suche nach der „Nar- mouth" war, berichtet, daß er Trümmer eines Wracks aufgefischt habe, die wahrscheinlich zur „Yarmouth" gehören. Die „Yarmouth" hatte eine Besatzung von 22 Mann.
* Ein neues französisches Luftschiff hat am Donnerstag seine Probefahrt erfolgreich bestanden. Es unternahm bei Sartrouville unter Führung -es Aeronauten Kapferer einen Aufstieg, dem sich ein Ausflug nach Paris anschloß. Das Luftschiff erschien mittags über dem Opernplatz, führte in einer Höhe von 100 Meter mehrere Wendungen aus und landete nach einstündiger Fahrt mit feinen sechs Insassen wohlbehalten wieder bei Sartrouville. Der Ballon mißt GO Meter in der Länge, fein größter Durchmesser beträgt 101/2 Meter und faßt 3500 Kubikmeter Gas.
schreckt gefragt, Kostusia, eine von Marthas bedeuten Freundinnen.
„Rein, nein, — nicht krank . . . viel schlimmer als das! Ach, lieber Gott! wenn ich nur krank wäre, Ivenn ich nur sterben dürfte! — Kostusia, — ich gehe zugrunde unter diesen Selbstvorwürfen! Ich kann die Last meines schrecklichen Geheimnisses nicht mehr allein tragen, — ich muß es Dir anvertrauen! Wenn ich es Dir aber gesagt habe, so wirst Du Dich vielleicht mit Ent- setzen von mir abwenden I--Nur verspreche
mir, daß Du es niemanden sagen wirst, hörst Du — niemanden!"
„Was soll ich niemanden sagen? Du machst mir wirklich Angst, Martha! Redest Tu irre, oder hast Du Fieber?"
„O nein, — fühle, wie kalt meine Stirne und meine Hände sind I — Ich habe nur eines: Gewissensbisse über meine Tat!"
„Aber das ist ja nicht möglich, Du kannst ja kein Verbrechen begangen haben!"
„Ja, Kostusia, ich habe ein Verbrechen verursacht — ich habe es gewollt! ... Du weißt wohl nicht: dieser abscheuliche Mensch, dieser Jurek, ist schwer trank, vielleicht wird er sieben! "
„Nun, und darüber bis Du untröstlich? Du sollst Dich viel eher darüber freuen, weil Du dann nickst seine Frau werden mußt!"
„Wenn e? aber die Kräuter mit dem Zauber find', die ich ihm eingab und die ihn ums Leben bringen? —--Deshalb sterbe ich fast vor Ge-
wisienSangst! Eines Tages in Kruto-Horby, als ich besonders unglücklich war und Salomea, der Kammerfrau, meinen Kummer anvertraute, riet sie mir, zur alten Bezwerecha zu gehen. — Ich lehnte es aber zuerst ab, — ich dachte Wohl, daß eine Christin mit Zaubermitteln und Wunderkräutern nichts zu schaffen haben dürfe, besonders nicht in der heiligen Osterzeit. Ein paar Tage darauf war ich jedoch vor Schmerz wie sinnlos: niein Mut, mein Glaube, meine Vorsätze — alles dahin! Und damals ging ich in meiner Verzweiflung zur alten Hexe!"
Von Marcel Etienne.
(Nachdruck verboten.)
Aus dem Nachbargebiet.
* Wiesbaden, 30. Oki. 1008. Das dem Anscheine nach einem Giftmorde erlegene Szwirbliessche Zwillingspaar, welches m bem zu Sektionszwecken bestimmten Raume auf dem neuen Friedhöfe seziert worden ist, wurde gestern nachmittag in einem gemeinsamen Grab zur lebten Rübe bestattet. Es verlautet, daß die Sektion der beiden Leichen bestimmte Anhaltspunkte dafür nicht ergab, daß der Tod an Vergiftung erfolgt ist. Die Magen hatten vielmehr so lvenig Jnbalt, daß man eher zu der Ansicht neigt, die Kinder seien an nicht zureichender Nahrungsaufnahme gestorben, d. h. verhungert. Die Heilmann stellt noch heute die Tat mit aller Entschiedenheit in Abrede.
* Mainz, 30. Okt. 1908. In den Festungs- anlagen in der Nähe der Eisgrube fanden in der letztest Zeit täglich große Schießereien statt. Es lnrndelt sich da um die alten Gewehrpatronen, die noch mit rauchstarkem Pulver gefüllt sind und nicht mehr in Verwendung kommen, zu vernichten. Tie Kugeln der scharfen Patronen werden vorher entfernt.
* Jena, 20. Okt. 1908. In den nächsten Tagen wird hier ein Sächsisch-thüringischer Verein für Lustschiffahrt gegründet werden. Dieser soll in zwei selbständige Sektionen geteilt worden, unb zwar Sektion Jena für die thüring. Staaten und Sektion .Halle für die preußischen Regierungsbezirke Merseburg und Erfurt.
* Limburg, 30. Okt. 1908 Am Offheimer Weg fiel am Lohntage jein angetrunkener Eisenbahnarbeiter nachts in einen mit Schlamm angefüllten Graben und erstickte. ____
Gerichte veranlaßt. Der Tod bedeutet für den Ungläubigen die Vernichtung, für den Christen aber den Uebergang zu einer höheren, besseren Daseinsform. Je lebendiger der Glaube und je kräftiger die Tugend entwickelt ist, desto geringer wird die Scheu vor dem Wechsel der Daseinsformen. An den Tagen Allerheiligen und Allerseelen sollte es uns recht zum Bewußtsein kom- nnn, daß das Jenseits kein unbekanntes Land ist, das wir im schaurigen Dunkel betreten, fon- dern die Heimat, welche uns der Vater so genau geschildert hat, in der uns die vorausgegangenen Brüder mit offenen Armen erwarten. In der Gemeinschaft mit den Seligen und den Anwar- tern auf die Seligkeit können wir kühn den Versuch wagen, auch unfern Tod „im Siege zu verschlingen".
Vielfach ist von dem irdischen Sozialismus dm Rede, der über die Schwächen und Mängel der Einzeleristenz hinweghelfen soll. Denken wir in diesen Tagen an den christlichen Sozialismus, der über das ganze Weltall sein segensreiches Dach spannt, — an die Gemeinschaft der Heiligen, welche auch den erhabensten Kommunismus darstellt, nämlich den gemeinschaftlichen Schatz der Verdienste, zu dem die Schlüssel der Demut und Buße auch uns Armen Zutritt gewähren.
Die diesseitige Welt kann reich und glücklich werden, wenn sie mit der jenseitigen sich solidarisch macht.
wand zu den Lippen, dann erhob et sich und verschwand grüßend.
„Was für ein braver Junge!" rief Stanislaus, indem er ihm Uachblickte. „Weißt Du auch, Marynia, daß es ein Glück ist, solche Diener zu haben?"
„O, das weiß ich schon lange!" entgegnete sie. „Hättest Du ihn nur gesehen, wie er sich in der Steppe mitten unter die Wölfe warf!"
„Ich hätte ihn gerne gefehen. Er muß in diesem Moment prächtig anzufchauen gewesen fein; mit seinen großen, schwarzen glänzenden Augen, seinem stolzen Lächeln, der kühnen Haltung und der hohen, schlanken Gestalt muß er gewesen sein wie ein Erzengel, der ganz allein gegen eine Meute von Dämonen kämpft!"
„Ja, so sah er aus", sagte die junge Frau leise, indem sie in ihrer Verwirrung mit den Seidenfransen ihres Kleides spielte. „Wo bleibt aber nur Martba? Ich brauche sie so notwendig! . . . . Jedenfalls aber, meine Lieben, bitte ich Euch, hier das Nachtmahl einzunehmen, bis zum Abend kann mein Gatte schon zurück fein!"
Die jungen Leute nahmen freudig die Einla- düng an, hoffend, daß es ihnen doch noch gelingen würde, Marynia zur Fahrt nach Kruto-Horby zu bestimmen. Da Martha noch immer nicht zu- rückgekehrt toar, sandte die Starostin an ihre Stelle die Amme tn die Küche, um dort die nötigen Bestimmungen für das Souper anzuordnen.
Martha war mitilettoetle von ihrem Ausgang zurückgekommen. Ganz blaß, die Züge von Schmerz oder Schrecken wie verändert, halte sie hastig die Türe der Wäschekammer geöffnet; sie hatte sich hineingestürzt, als ob jemand sie Der- folate und ergreifen wollte und zitternd die Türe hinter sich ins Schloß geworfen. Dann sank sie halb ohnmächtig auf erne Bank indem sie mit verzweiflungsvoller Miene ihre bebenden Hände um die Amme preßte.
„Was hast Du, Martha? Bist Du krank? Großer Gott, was ist Dir denn Angestoßen?" hatte sie eines der anwesenden jungen Mädchen er-
Aus Kirche und Schule.
* p. Bcrthier. t Am 16. d. M. starb zu Gravr (Holland) P. Berthier, Stifter des Instituts von der hl Familie. Er war zunächst in die Genossen- schäft der Missionäre U. L. Fran von La Salette eingetreten und war darin 30 Jahre hindurch unermüdlich tätig auf der Kanzel und im Beicht- stuhl. In einem Alter, wo er sich nach fernen Dielen Arbeiten der wohlverdienten Ruhe hätte bingeben können, gründete er dann das Institut von der hl. Familie für verspätete Missionsbe- rufe, worin fromme, strebsame Jünglinge von 14—28 Jahren zu Missionspriestern herangebildet toerben. Heute zählt das Institut 200 Mitglieder resp. Zöglinge, darunter 25 Priester, 13 13 Diakon? und 10 Minnisten. Die Mehrzahl sind Deutsche. R. I. P. '
„Ahl Du Unglückliche, was hast Du getan!" rief Kostusia, indem sie sich bekreuzigte, „unb was hat Dir das verfluchte Weib gegeben?"
„Zu meiner Schande und meinem Unglück will ich Dir alles gestehen! . . . Erst erzählte ich der alten Bezwerecha, daß Dymitr mich nicht liebt, während mir sein Bild, sein Blick, seine Züge beständig vor Augen sind. Um ihn zur Liebe zu mir zu zwingen, gab sie mir einen ganz kleinen, weißen Knochen — von einer Fledermaus, wie sie sagte. Mit diesem Knochen sollte ich Dymitr einigemale, ohne daß er es bemerkte, über die Haird streichen! . .. Ach, es ist mir nur ein einziges Mal geglückt ihn zu berühren und Dymitr liebt mich noch immer nicht!"
„Höre, Martha, was Du getan hast, war gewiß nicht christlich, ein Verbrechen ist es trotz alledem nicht. Du hast Unrecht, Dich in diesem Maße darüber abzuhärmen!"
„Aber. . . Die alte Bezwerecha gab mir nicht allein den Knochen. . . Sie gab mir auch ein kleines Bündel getrockneter Kräuter, die, tote sie sagte die Eigenschaft besitzen, in dem Herzen eines Menschen die Liebe in Abneigung zu ber- toandeln. Nun, siehst Du, ich habe diese Kräuter toie einen kostbaren Schatz hierher gebracht! Unb als Jurek ein paar mal nach der Arbeit auf den Feldern in die Küche trat, um auszuruhen — fragte ich — oh Kostusia, mich faßt eine namenlose Angst, wenn ich nur daran denke, ob er nicht etne rockt heiße Tasse Tee wünsche, die ich ihm selbst bereiten wolle.... Er antwortete natürltch, daß ihm alles, was ans meiner Hand käme, doppelt schmecken würde! Und ich hatte heimlich die Blätter unter den Tee gemischt! Jurek bemerfte es nicht, er gießt sich immer so viel Schnaps tu seinen Tee! Von dem Tage an, da er das erste Mal diesen Kräutertrank zu sich nahm, begann er blaß und leidend zu werden. Heute nun ist er sehr schwer krank und wird wahrscheinlich sterben! Und ich war es wohl, die ihn verhext unb vergiftet bat! Sag', Kostusia, wäre es da nicht bester, selbst tot zu sein! Saxl"
Nur echt mit dieser Murte—demFÜter — dem varaiitie» zeichen M Glott» Ich« verkahrcuti
Fulda, Samstag deu 31. Oktober 1908,
deutsches Reich.
LH Gegen die zweijährige Dienstzeit der Kavallerie läßt die Militärverwaltung wieder eine Abwehrkundgobuug in die Welt gehen. Eine Berliner Korrespondenz will an zuständiger Stelle erfahren haben, daß die Bestrebungen, bei der Kavallerie und reitenden Artillerie auch die zweijährige Dienstzeit zur Einführung zu bringen, in keinem Falle irgend einen Erfolg haben werden. Bekanntlich hat das Zentrum diese Forderung im Reichstage sehr nachdrücklich vertreten, besonders durch Abg. Häusler (Ztr.), der früher aktiver Kavalleriegeneral der bayerischen Armee war. Anscheinend ihm gegenüber läßt man betonen:
„Die Heeresverwaltung hat sich auf Anregung des Reichstages hin mit dieser' Frage eingehend beschäftigt und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß bei Einführung der zweijährigen Dienstzeit die Ausbildung und Kriegstüchtigkeit der. reitenden Artillette unb Kavallerie entschieden einen großen Abbruch erleiden würde. Es handelt sich bei der Ausbiivung der. Kavallerie um ganz andere Fragen al? bei der Jn- tanterie. Alle Sachkenner sind sich darüber einig, daß die zweijährige Diensizeit eine ungeheuere Schwächung unserer Kavallerie bedeuten würde, der die Krieas- verwaltung unter keinen Umständen uiftimmen darr."
Darüber wird dann eine Denkschrift angekündigt. Die Denkschrift wird den Fortschritt aber nicht aufhalten können. Mit ähnlichen Gründen hat man sich gegen die zweijährige Dienstzeit oer Infanterie gesträubt und hat doch nachgeben müsien.
— Folgenden Beitrag zur Kölner Kirchen- gcfchichte unb preußischen Kirchenpolitik liefert H. M. Klein in der „Allgemeinen Rundschau":
„In der letzten Zeit w .rden tu der Kölner Erzdiözese einige Protestanten in die katholische Kirche ausgenommen. Di« kirchlich vorgeschriebene Untersuchung ergab, daß berechtigten Grund vorhandett sei, an der Gültigkeit der gespendeten Taufen zu zweifeln, und so ordnete die kirchliche Behörde an, daß an beiden die Taufe bedingungsweise wiederholt werden sollte. Um di« beteiligten proteftan- ttschen Kreise zu schonen, wurde angeordnet, daß die Tauszeremonien ganz int Stillen vorgenommen werden sollten. Nicht bald nachher erscheint gegen di« auf Anordnung der Köiner Knckenbehölde erfolgte Boinahme der bedingten Tante ein Protest de» Herrn
Krone tlmulltar. wir» von int« au«>chlietzlich im trotzen vor» tauft, und )®ar nie tote n< ch Gewicht oder Matz, sondern nur in verstegetten Ortgtaalstalchm in Rat ton mit unserer Schutz« maile ( Mischer mit dem Laichs, vcot- u. Betone, ». m. d. H. grantsurt a. M.
«eftanbtetie: Feinster Medizinal-Ledertrat- 1M>,O, prima stttz,etin 50,0, unierphotzohorigiaurer «alt 4,8. unterphorvho ng« taute» Nation 1,0, pu'v. Tragant »A f«taflet aratz. Summt pi w. 3,o, v-still, to.iffer 13«A Alkohol 11,o. Hierzu aromatisch« Smuiston mit Zimt-, Mandel- und Sautthertadl je i Trat»en.
t Allerheiligen und Allerseelen.
Unter den Menschen würde mehr Liebe und I errräglichkeit herrschen, wenn sie mehr an die kbten Dinge dächten, die ihnen allen gemehifam fitd: im Tode sind sie alle gleich. Ein Richter zieht alle vor feinen Sitz, in einem Himmel sillen alle die Gnade gefunden, ewiglich zusam- nen wohnen, und etne Hölle wird allen Bösen, he auf Erden vielfach gegen einander gewütet toben, zu gemeinsamer Qual bereinigen.
Alle die Rinnsale der Einzelleben, alle die «Sache oer Familien und Stämme, alle die Flüsie und Ströme der Reiche und Nationen munden schließlich im einzigen Meer der Ewigkeit.
Wer sich klar ist über das SBober und Wohin, der vergißt über die Mannigfaltigkeit nicht die Eiuk^it über die Besonderheit nicht das Ganze. Er fühlt sich nicht bloß als Weltbürger, sondern auch als künftigen Himmelsbürger; er steht in lebendiger Gemeinschaft nicht bloß mit denen, die gleichzeitig mit ihm den Pilgerweg über die Erde sich entlang schleppen, sondern auch mit denen, die vor ihm denselben Weg gingen und am Ziele ihn schon erwarten. Die Gemeinschaft der Heiligen erstreckt sich auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, auf Zeit und Ewigkeit, auf die Heimat der Körper und die Wohnsitze der Geister auf die gesamte Schöpfung, wo immer vernünftige Kreaturen sind, die Gottes Gnade gekostet haben.
Katholisch nennt sich die Kirche, d. h. über das Ganze verbreitet. Wenn man von der streitenden Kirche spricht, so bedeutet „katholisch": über den ganzen Erdkreis verbreitet. Aber wenn man auch die triumvhierende und die leidende Kirche mit in Betracht zieht, so erscheint die katholische Kirche Verbreiter über die ganze Schöpfung, über das All, das vom Fuße des göttlichen Thrones bis an die Ptorten der Hölle reicht. Diese höchste Form des Katholizismus begehen wir dankend und bittend an den beiden Tagen, die dem Gedächtnis aller Heiligen und aller Seelen gewidmet sind. E i n Hirt und eine Herde — auf Erden und im Jenseits, im Ringen und im Büßen und in der Vollendung solidarisch.
Allerheiligen ist ein frohes Fest in Dankes- und Hoffnungsfreude; Allerseelen wird in fchwar- zer Farbe begangen, es ist ein Tag wehmütigen Gedenkens und schuldbewußter Bangigkeit. Tie Gedenktage der letzten Tinge erregen gemischte Stimmungen. Die Freuden des Himmels stimmen uns hoffnungsfroh, aber der irdische Mensch scheut vor der Auflösung des Lebens zurück und furchtet das Gericht Gottes. Die Todesfurcht muß durch den Glauben an die Auferstehung, die Gerichtsfurcht durch die Buße überwunden werden. Am Gedenktage der armen Seelen soll unsere arme Seele nicht verzagen; denn in der Epistel dieses Tages wird die Besiegung des Todes verkündet mit den herrlichen Worten des hl. Paulus: „Erschallen wird die Posaune, und die Toten werden unverweslich auferstehen, und wir werden umgewandelt werden. Denn dieses Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dieses Sterbliche anziehen die Unsterblichkeit. Tann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod im St e.ge. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stacks!? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde."
Die Todesfurcht stellt sich darnach als eine Schwäche des natürlichen Menschen dar, die der Christ in feiner höheren Anschauung überwinden suchen soll. Der Tod ist die Folge des Sündenfalls, und die Todesfurcht ist verknüpft mit der Sündhaftigkeit, die zugleich die Furcht vor dem
MldaerW Zeitung
ÄÄ«. wochenbÄage: „Illustrierte Sonntagsjdtung m°»atMilage: „Fuldaer Geschichtsblätter"
Kräftiger als seine Altersgenossen.
Die mineralischen Bestandteile, die Seotts Emulsion in leicht verdaulicher Form enthält, haben den Knochenbau des kleinen Edgar Rupfer gefördert und die Bildung festen, gesunden Fleisches ermöglicht, wie dies aus dem Briefe der Eltern Hervorgeht:
ÄUttenbotf bei Drei:««, btn 30. Roo. 1807.
»Meinem jetzt li/i JaUre alten Böhnchen hat S- ott« Emulsion ganz vorzüglich« Dienste geleistet. Der Junge hatte bte en-lt che Sranthetr und tst auch >onst lct iväqlich gewesen. Der anbaltenbf »«brauch von «cott« «mulstm hat aber da« »inb io in bfe Reihe gebracht, bafS e« h Ute allgemein sür gesunder und lrüMger gehalten wird, al« all« anderen gleichaltrigen lit'der Die Zähnchen st'.'b ohne Beschwerden cielommen, und da« allgemeine BeaNden ist Net« au«,e,etchnet. Der »leine nimmt die «mul. ston äußerst gern.- (ge«) «. Kupier, Aetretär.
vermach les.
* Heber eine Zigeunerschlacht wird aus Worms berichtet: Eine 15 Mann starke Bande geriet in Streit und es wurden Schußwaffen benutzt. Ein Mann wurde' veletzt, sodaß dessen Aufnahme ins Krankenhaus erforderlich wurde. Als ein größeres Polizeiaufgebot herannahte, flüchteten die Zigeuner unb verschwanden in der Dunkelheit.