35. Jahrqanq
Fulda, Freitaq den 25. September 1908.
JVS 221
Zweites Wtcrtt
aber auch ein
Spannung am größten.
So muß nian leider feststellen, daß die Friedens s i ch e r h e i t in geringerem Maße gewachsen ist, als die Friedensberedsamkeit.
Wie erklärt sich das? Zunächst ist zu beachten, daß mit der Steigerung des internationalen Verkehrs auch die Reibungsflächen zwr- schen den verschiedenen Staaten zugenommen haben. Früher konnte man sogar auf benachbarte Staaten das Wort anwenden: „Schiedlich — friedlich", weil jeder Teil auf sein Gebiet sich beschränkte, nicht über den Zaun des. Nächsten griff und auch am dritten Orte mit ihm nicht kollidieren konnte. Jetzt aber treibt fast jeder Staat W e l t p o I i t i k, und wenn seine Dipl motte es nicht tun will, so tut es sein Hand und feine Großindustrie. r“ a”‘a
Demgegenüber steht nun die Tatsache, daß seit 38 Jahren der Friede in Europa erhalten geblieben ist. Das ist eine lange Friedens- frist, wie sie früher nur selten erreicht wurde. Daher drängt sich die Frage auf: ob nicht der Friede von heutzutage am Ende besser ist, als ein Ruf? Ob wir nicht uns selbst das Friedensbewußtsein verderben durch zw viel Zweifel und Sorgen? — Tatsächlich werden heute die klein- ten und fernsten Anzeichen am hochpolitischen Himmel mit einer ängstlichen Gründlichkeit beachtet und ausgedeutet, wie man sie früher kaum bei großen E>ewitterwolken anwendete. Auch auf dem politischen Gebiete ist eine Art Bazillenangst und Bazillenjagd in Schwang gekommen.
Nach den Erfahrungen der, letzten vier , Jahrzehnte sollten wir eigentlich ein etwas stärkeres Vertrauen auch in den Frieden haben.
üönnen. Diese Betriebe würden etwa 40 000 c4t zu den Gemeindelasten beitragen, während der Gorlitzer Wareneinkaufsverein noch nicht 1200 Mark zahlt.______
efienkonflikt, Aerger und Streit. Der Wirt- chastliche Wettlauf schafft dauernde Mißver- tändnifse und Verstimmungen, wie z. B. zwischen England und Deutschland, und er kann auch Fra- gen, die sonst einfach zu lösen wären, wie z. B. die lästige Vormundschaft über Marokko, zu einer kritischen Zuspitzung bringen. Zn der Weltpolitik gehört der Kolonialbesitz, und die 5 olonialpolitik bringt wieder neue Reibungs-
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volkswirtschaftliches und Soziales.
* Vernichtung des Mittelstandes. In Dresden seht der Görlitzer Wareneinkaufsverein ein großkapitalistischer Konsumverein, jährlich 3—4 Millionen Mark um. Von diesem Um- fotze würden 60—80 selbständige Betriebe bestehen
Als die Büroflunde beendet, steckte der Herr Sekretär sich eine neue Zigarre an, die vorzüglich funktionierte und schmeckte. Dann begab er sich zum gewohnten Stammtisch, wo ihm heute der Schoppen besonders mundete. Ja, wenn man keinen Kaffee getrunken. Und dann ging er nach Hause. ' Das Herz pochte ihm doch, als er die Tür zur Wohnung öffnete.
Wird sie schelten und döse fein?
Da saß sie ja bei der Lampe Schein und nähte. Natürlich galt ihr Arbeiten dem Ver- schwindenmachen einiger Löcher in den Hosen der Jungens.
Wie sie so blaß aussah und sie guckte nicht auf. Leise trat er an ihren Stuhl.
„Guten Abend Weibchen."
Da erfuhr er eine große Ueberraschung.
„Guten Abend Wilhelm", klangs freundlich, und lächelnd schaute sie ihn an.
„Nun, Du bist mir nicht mehr böse?"
„Nein, Wilhelm, es war doch nicht recht von mir. Dich so zu behandeln, als Du zu Tisch kamst und ich habe mir schon Vorwürfe gemacht."
„Da sind wir ja wieder einig. Auch ich war gegen Dich zu rauh."
Em herzlicher Kuß tilgte den letzten Rest des ehelichen Gewitters..
„Aber diese Rackers, die an allem schuld sind, sollen doch noch ihre Hiebe bekommen. Wo sind sie ?"
„Komme mit."
Sie traten ins Schlafzimmer. Da lagen sie, die Jungens in ihren Bettchen und schliefen. Wie ihre Wangen blühten, so frisch, so gesund!
„Es sind doch liebe Kerle!"
Im Gefühle wahren Familienglückes beugten sich die Eltern zn ben Kleinen, küßten sie und empfahlen sie ihrem heiligen Schutzengel.
Deutsches Reich
* Der Entwurf eines Arbeitskammergesetzes, ist von dem Bundesratsausschuß einer durchgreifenden Aenderung unterzogen worden. Die Anlehnung an Berufsgenofsenschaften dürste in Wegfall kommen, der Wahlmodus für Arbeiteroertreter geändert werden. Dagegen bleiben die paritätisch angeordneten Arbeitskammern und das Berufsprinzip für die Bildung der Kammern bestehen. Da die Vorarbeiten zur Umänderung ver Vorlage sehr umfangreich sind, dürste die Erledigung durch den Bundesrat und die Einbringung in den Reichstag erst gegen Weihnachten erfolgen.
= Daß die Budgetbewilligungsfrage auf dem Nürnberger Parteitage der Sozialdemokratie nicht zur enbgiltigen Entscheidung gebracht worden ist, war jedem Unbefangenen von vornherein klar. Obwohl bereits die Presse der süd- deutschen „Genoffen" ganz klipp und klar jene Erklärung dahin gedeutet hat, daß die Landesorganisationen in bezug auf die Zustimmung zum Etat auch fernerhin tun werden, was ihnen beliebt, fährt das Berliner Hauptorgan der Sozialdemokraten, der .Vorwärts', fort, die Täuschung ausrecht zu erhalten, als wenn die Erklärung der Süddeutschen nur eine „platonische Rechtsverwahrung" darstelle. Er schreibt im Hinblick auf die Preßäußerungen aus München, Karlsruhe usw.:
„Hau nur, bann kommt die Stimmung."
Aks dann bet Tisch der kleine unruhige Fritz die Suppe auf die frische Tischdecke schüttele, ba ging das Schimpfen von neuem los. Er hielt den Mund nicht, ein Wort gab das andere und der Schluß war: Der Herr Sekretär war seiner Frau und seine Frau ihm böse. Die Buben aber freuten sich, denn nun konnten sie tun und lassen, was sie wollten.
Im Zorn hatte der Sekretär seine Wohnung verlassen, ja sogar keinen Kaffee getrunken und die Türe hinter sich fest zugeschlagen. Er wollte zeigen, daß er Mann war und nun mit feiner Frau ernstlich böse fein.
Der Herr Sekretär ergriff die Feder und arbeitete feste; fein Gesicht war geradezu wild. Nach einiger Zeit hielt er inne und sann nach.
War denn feine Frau eigentlich schuld an dem Streite? Hm, ja, und doch wieder nein! Schuld waren eigentlich die verflixten Bengels. Gab's zuhause Streit, war's immer um diese Jungens. Wenn er so überlegte, hatte seine Frau Recht. Sie hatte das Haus zu besorgen und in Hülle und Fülle zu tun. Und die Buben parierten nicht, kein Wunder, daß seine Frau da seine Hilfe verlangte, um ben Bengels Respekt beizubringen. Das war ihr gutes Recht, und seine Pflicht als Vater wäre gewesen, ihrem Wunsche zu willfahren und den Stock zu gebrauchen. An wenn sollte sie sich denn wenden?
Der Herr Sekretär sann und sann und seine Züge klärten sich auf. Er war doch heute mittag etwas rauh gewesen. Wie mochte daß seiner Frau nahe gegangen fein! Er wollte ihr doch wieder gut fein und ihr daS Umecht abbitten. Aber die Jungens, diese Racker, erhielten ihre Hiebe. Die waren an allem schuld!
Gewitter im Hause.
Skizze von W. Wimmer.
(Nachdruck verboten.)
Der Sekretär Mengewein legt ärgerlich die Feder hin, um seine Zigarre nun schon zum brittenmale erneut in Brand zu setzen. Er zündete ein Streichholz an, doch der Zigarrenstummel wollte nicht mehr ziehen.
„Fort damit!" PlumpS lag der Rest tm Ofenkasten.
' „Ist denn heute alles wider mich?" brummte der Mann, der sich dann in feinen Stuhl zurück- lehvte. Er hatte ja Zeit, denn er war heute nachmittag etwas früher ins Büro gekommen.
Warum saß er denn schon so früh hier? Er hätte doch noch zuhause bleiben können. Warum hatte er sein Mittagsschläfchen abgekürzt. Ja, warum?
Emsach wegen seiner Frau! Die hatte ihm wieder den ganzen Nachmittag verdorben. War er denn ein Schuljunge? Als er zu Mittag hungrig und müde nach Hause kam, da halle sie ihn gleich empfangen.
„Wilhelm, Du mußt unbedingt mal die Jungens durchhauen". Und bann gab sie ein ganzes Sündenregister von ben Bengels zum beste», wie diese wieder auf der Straße im Schmutz gewatet, sich die Stiefel beschmiert, Nachbars Hund genedtt usw.
Als er darüber gelacht, war sie erst recht bös geworden.
„Ja, Du tust ben Bengels nichts, ich soll mich nur ärgern über sie. Du wirst sehen, was Du für Bürschchen ziehst."
„Aber, lieb« Frau, ich kann boch nicht mir Nichts Dir nichts jetzt b'rcmfhauen. Dazu muß man bock auch Stimmung haben,"
könnte. , .
= Die Hakatisten sind noch immer nicht zufrieden. Der Hauptvorstand des Vereins hat, entsprechend einer Forderung der /Ostdeutschen Korrespondenz, eine Resolution angenommen, wo- nach jede Aufteilung von Grundbesitz nn Geltungsbereich beS Ansiedlungsgesetzes von 1904 durch Private von der Genehmigung der Staatsbehörden abhängig gemacht werden und ein Einspruch srecht^des Staates bei Verkäufen von Grundbesitz eisgeführt werden soll. — Noch hw das Enteignungsgesetz seine Wirksamkeit nicht entfallen können, und schon wird der Negierung erklärt, bufj auch dieses Meisterstück der Polen- Politik keinen Erfolg haben werde, sondern neue Ausnahmegesetze notwendig seien. Wohin wird man auf der schiefen Ebene noch gelangen ?
X Das Zeitalter der Kongresse scheint angebrochen zu fein.- Ein Kongreß folgt dem andern. Politische, wissenschaftliche, beruss- ständische, sportliche rc. Konferenzen, Meetings, Verbandstage häufen sich.
Auch die internationalen Zusammenkünfte werden immer zahlreicher und rmrner umfang- reicher. Daneben flutet immer stärker der internationale Verkehr zwischen den Ländern hin und ber, getrieben teils durch touristische und ge- schäftliche Interessen der einzelnen, teils durch das bewußte Streben ganzer Gruppen nach Ausgleich der Kenntnisse und der Beziehungen unter icn Völkern.
Wie die hohe Politik von den Monarchen und Staatsmännern neuerdings mit Vorliebe tm Umherziehen, in persönlichen Begegnungen ge- macht wird, so drängen sich auch die verschiedenen Völkerschaften in ihren beweglicheren Teilen zu persönlicher Fühlmignahme, zu unmittelbarem Gedankenaustausche. Ein internationaler, die ganze Erde umfassender Zug geht durch die moderne Menschheit. Die Berührung der Nationen wird inniger, die zeitweilige oder partiell-dauernde Mischung wird intensiver.
Man sollte'denken, die natürliche Folge davon müßte ein besseres gegenseitiges Verstand- n i s, mehr Duldung und Verträglichkeit, ein ge- sicherter Friede sein. Aber daran fehlt es leider. Bei dem lebhaften internationalen Verkehr machen die nationalen Einseitigkeiten und Gegenseitigkeiten sich doch recht scharf geltend ja einige meinen, sogar schärfer, als vorher. Es geht auf dem Gebiete des Völ- kerlebens ähnlich wie auf dem konfessionellen Gebiet: wo die Konfessionen gemischt neben und durcheinander sitzen, ist oft die Mißgrinst und
vermischter.
* Der Hauptgewinn der SiebengebirgS-Lot- terie in Höhe von 100 000 ott ist nach E s s e n gefallen. Tie glücklichen Gewinner, die beiden Besitzer je einer Hälfte des Loses, sind zwei Ar- beitet
. * Wer nennt mir jene Blume... Der Schwei- zer Alpinistenklub veröffentlicht eine Unfall- chrouik, nach welcher 30 Todesfälle durch Absturz
— Daß ein leibhaftiger Gorilla.an ber Tafel zwischen ben Honoratioren Platz nimmt, dürfte zu ben Ausnahmen gehören, ist aber boch schon daaewefen. Dr. Otto Hermes, eine freisinnige Größe, die neulich ihren 70. Geburtstag feierte, hat im Jahr 1876 den ersten lebenden Gorilla nach Europa geschafft. Darwin wünschte das Tier zu sehen, und so zog Hermes über ben Kanal und zeigte ihn dem Erfinder ber Affentheorie. Bei ber Gelegenheit erhielt Hermes eine Einladung des Gesandten von Bunsen, mitsamt dem Gorilla. Dieser erhielt seinen besonderen Platz an ber Tafel, aß mit Appetit bie ihm vorgesetzten Früchte, namentlich Ananas und Bananen, und rief als er, wie es so seine Gewohnheit war, von. Zeit zu Zeit in die Hände klatschte, stürmische .Heiterkeit hervor. — Die Nachwelt wird diese Affensitzung ebenfalls mit Heiterkeit registrieren
— Der Zukunftsstaat in anarchistischer Be- lruchtung. .Freunde, sprach in einer unruhigen Volksversammlung ein verdrießlich aussehender Mann, „ich glaube zu wissen, was Er^h allen fehlt. Erstens wünscht Ihr ein Land, in dem jeder gesetzlich gezwungen wird, sich anständig zu betragen und seinen Nächsten nicht zu unterdrücken, nicht wahr?" — „Ja, ja!" riefen viele «Stimmen. — „In dem Lande muß man ohne Nah- mngs- und Kleidungssorgen sein und es darf kein Geld geben, nicht wahr?" — „Sehr richtig!" — „Es muß eine Stätte fein, wo jedermanns Arbeit gesetzlich geregelt wird und wo bte 21 r- beitsverteilung von Staatswegen geschieht r „Ausgezeichnet! Gut gesagt!" riefen alle. „Nun gut, einen solchen Platz habe ich eben ber- lassen", fuhr der Redner fort. — ..»Ikno Wäger kommen Sie da?" — „Aus dem Gefängnis! war die Antwort. - So zu lesen rn dem Anarchlswn- blatt „Revolutionär" Nr. 34 Jahrgang 1908 Der Zukunftsstaat ber Sozialdemokratie kann kaum so kurz und umfaffend prakttsch gekennzeichnet werden, wie es hier das Anarchistenblatt tut.
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ohne vringerlshn und W || ■ M MM M M Bestellgeld in Mdafs- M M W Mi VK | M
wie auswärts 1,50 M. M
verantw. Redakteur: 9
Carl Schütter
» Wkw. ..illustrierte SonntagsMtmg"
Aus dem Nachbargebiet.
* Hersfeld, 24. Sept. 1908. Auch ein Jubiläum. Gestern waren es, laut der ,Herss. Zta/, 30 Jahre, daß der am 10. September 1878 in unserer Stadt begonnene Bi er streik durch die Nachgebigkeit der Wirte sein Ende and. Die damals an dem Streik Beteiligten ind heute noch stolz darauf, daß es ihnen durch Enthaltsamkeit vom Biergenuß gelang, den ,io* Literschoppen statt des von den Wirten und Brauereien eingeführten Vio-Liters weiter zu erhalten. Bekanntlich haben unsere Witte nicht allzulange danach in aller Stille das Vro-Glas eingeführt, und niemand hat sich dagegen gewehrt.
* Kassel, 24. Sept. 1908. Der Verein für Naturkunde veranstaltet von Freitag bis Sonntag eine Pilzausstellung im Kaufmannshaufe, Hohenzoüernstraße 54. Mehrfachen, bei dem vorjährigen ersten Versuche geäußerten Wünschen entsprechend, werden auch Pilzmodeüe ausgestellt, Pilztafeln aufgehängt und Pilzbücher aufgelegt.
♦ Marburg, 23. Sept. 1908. Em Wirt au5 Dorfitter war in eine Geldstrafe genommen worden, weil er zwei Handwerksburschen so viel Schnaps verabreicht hatte, daß die Leute betrunken int Dorfe umhertorkelten. Er legte bet der Strafkammer Berufung ein und erzielte Freisprechung, weil nachgcwiescn wurde, daß die Leute völlig nüchtern ins Lokal gekommen und auch anstandtg wieder roeggegangen waren. „
• Ans Thüringen, 23. Sept. 1908. Eme ulkige Manöverepisode trug sich nach dem .Raimer Taaebl' gelegentlich der Manöver rn Thüringen ht Sm Wrfe bei Neustadt (Orla) »«- Der Marr« des Ortes wollte sich auf den Turm der Kirche be« neben, um von hier aus die Bewegungen de, Truppen besser beobachten zu können. Als er btt Tür aufschloß, kam eine Patrouille der roten Partei hinzu. Der Führer bat, mit auf den Turm steigen zu können, ivährend die beiden anderen Soldaten einstweilen in den Vorraum eintraten. Kaum waren sie im Innern der Kirche verschwunden, da sprang hinter der Kirchhofsmauer eme Patrouille der „Blauen- hervor, schlug die Tür zu und drehte den Schlüssel herum. Als nach längerer Zett die Em- geschlossenen endlich befreit wurden, waren die „Blauen- längst über alle Berge.
.* Mainz. 23. Sept. 1908. Der Vorstand der christlichen Gewerkschaften hat eine Eingabe an die Bürgermeisterei gerichtet und dieselbe ersucht, angesichts der ungünstigen Zeitverhältniffe für eine ausreichende Arbeitsgelegenheit Sorge zu tragen. Die Bürgermeisterei sagte eine Berücksichtigung des Gesuches zu.
* Loburg, 23. Sept. 1908. Einer Meldung aus Bamberg zusolge erklärt der Besitzer des Schkoßgutes Untermerzbach, Schroder, tue Meldung Großfürst Kyrill von Rußland habe das Schloß angekauft, als Erfindung.
, „ .. ,a hur eh ben .Vorwärts' bisher ge-
so auslegen, wie Ankündigung, daß die
schehen ist. Mmich als E Anruno
erhalten, daß sie die Verantwortung ^11“VnÄbkSn?ab«r ane8 unter Anerken- LnkL'il'W d-" respektieren." ,, . .
Aus diesen Worten ergibt sich so recht die vollständige Ratlosigkeit der Partei- ---------. - । lei tu na über das gegen die Dtsztplinbrecher ächen zwischen den Völkern hervor demnächst einzufchlagende Verfahren. Denn
Die Vervollkommnung des ,Verkehrs erlcich- d «Yf n , n . geschah, kann wohl tert und befördert die Bildung von Staaten- offener, als dies rn^u » » Mehrheils- bünbniffen. So friedlich eine „Entente" niemand ankündigen oay er ■ ™ u n ^'r(ei, oder „Allianz" auf den ersten Blick ausseheit beschluffe nicht füg cinvad) zu den
mag so ist die Folge doch manchmal eme weitere (eitung trotzdem die Erklärung einfach zu. oen Schwächung der Friebenssicherheit, da sich dte I Akten genommen und gegen die „Meuterer nichts Frage erhebt: Gegen wen vevbündet man unternommen hat, so ist das nur ein Zeich ,, sich da? Es bilden sich verschiedene Staatengrup- rotnn auch nicht der Wille, so doch dre
oen, die gegensätzlich zu einander stehen, ^m Wöalicbfeit fehlt, vorläufig irgend etwas gegen besten Falle ist bann ein Gleichgewicht berge- x>en ^abtrünnigen Flügel zu unternehmen, stellt. Wenn aber ber Friede vorn Gleichgewicht ven ^vtlunrnge unb bie
der Kräfte ab hängt, fo liegt darin schon Gefahr , Dw beutfdi > -livischen den erfolg» Ser .Er Witter,n9. .Sie UnWerfctt «n^eutd. | ®'WM“
Wright, und der deutschen Heeresverwaltung haben der „Morgenpost" zufolge lange Ver- Handlungen stattgesunden über Ankauf ihrer Flugmatchme. Die Gebrüder Wright h folgende Bedingungen gestellt: Der Preis für den „Drachenflieger" sollte 8( 0000 Mark ^betragen. Während eines VersuchsMres roou.en die' Wrights die Maschine so vervollkommnen, daß sie 50 Kilometer in der Lust Muckegen, und daß sie von diesen 50 Kilometern 2o00 Meter in einer Höhe von 300 Metern fliegen könnte. Bisher hat die Flugmaschine bekanntlich nur eine Höhe von 70 Metern während des Fluges erreichen können. Zugleich aber verlangten bie Gebrüder das Recht, das Modell, für das 1800000 Mark zu zahlen wären, auch ledern anderen Staat zu verkaufen. DaS Kriegsminr- sterium konnte darauf nicht eingehen. Den Borschlao, auf Kosten der Reichsheeresverwaltung eine Vorführung des Apparates zu machen, hatten vie Gebrüder Wright abgelehnt. Das Kriegsminiflenum hat daher schließlich die Ver- Handlungen abgebrochen, in der Erwägung, daß bald noch ein leistungsfähigerer l Aeroplan als der Wrightsche konstruiert werden
Großindustrie. Der sog. Welt- „Solange die Minderheit mcht unzweweutig er- marft ist ein Bindemittel zwischen ben Völkern, klärt, daß sie die Unterordnung
L ' ewiger Anlaß zu Eifersucht, Inter- Mehcheit brechen will, solang muß man d,e Erklärung