35. Jahrgang.
Fulda, Mittwoch den 29. Juli 1908.
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Inlettes Wlcltt
Marktberichte
Aus dem Nachbargebiet.
kte auf kurze Zeit in der wobei ihm das Portemon-
Rettamen- und Anzeigenteil.
Unztigen: We et» fpaltigepetitzeileober beten Bannt 15 Pfg. Beklamendtepetitzeile 25 Pfg., bei wieder- hainngen wird entspr. Rabatt gewährt.
Botationtdrncknnb Verlag der Lnldaer N- ttendrnckerei in Lnlda Zernsprecher St. 9.
Dienen zu verscheuchen und zerstreuten dadurch die erschreckten Tiere, die sich angegriffen glauben und zur Webre setzten, indem sie die einzel- ncn Damen attackierten. Die meisten von ihnen trugen zahlreiche Stiche davon, und bald.erhob ich ein derartiges Zetern und Hrlfegeschrei, daß man ein schweres Unglück vermuten mutzte. Einige Herren eilten aus ihrem nahen Bade her- i,ci. Doch die galanten Schützer konnten wenig ausrichten, sie trugen selbst Stiche davon und halfen schließlich den Damen — zu schreien. Erst nach langem Bemühen wurde man den Schwarm los, nachdem man endlich darauf gekommen war, | ins Wasser zu gehen. Zu gleicher Zett ereignete sich ein ähnlicher Vorfall, der bewerft, datz dre Bienen, wenn man sie richtig behandelt, ganz un- gefährliche Tiere sind. Ein anderer Schwarm ließ sich nämlich auf dem Kopfe eines Feldhüters nieder, in dichter Masse sein ganzes Gesicht bedeckend. So, mit beni Schwarme auf dem Kopfe, ging der Feldhüter zu einem benachbarten Bre- nenziWer, der ihm das Volk.abnahm und es in einen Bienenkorb brachte. Keine der Bienen bat bei dieser die" Zuschauer seltsam anmutenden Szene den Mann gestochen. .
— Ein katholischer Gesellenverern tm Besitze einer eroberten Kriegsfahne. Eine rm Feldzuge von 1861 eroberte dänische Fahne befin- det sich, dem .Oberschles. Anz." zufolge, im Be- sitze des kathol. Gesellepvereins zu Oppeln. Der Verein erhielt das Kleinod vor vtelen Jahren von seinem ehemaligen geistlichen Präses Kaplan st- mon als Andenken. Bei Erstürmung der Duppe- ler Schanzen schloß sich der als Feldprediger wirkende Kaplan der Sturmkolonne an, und war einer der ersten in der feindlichen Schanze. Der damalige Kronprinz, später Kaiser Friedrich III., erhielt von dem mutigen Vorgehen Simons Kenntnis, und schenkte ihm als Belohnung etne der eroberten dänischen Fahnen, die, wie erwähnt, jetzt von dem Oppelner Gesellenverein als kostbarer Nachlaß von doppeltem Werte verwahrt wird.
fünf vom Hundert, welche für die Vergütung der im Monat Juli 1908 verabreichten Fourage maßgebend sind:
Soweit Fortbildungsschulen und Meisterkurse bestehen, zeigte sich bisher vor allem ein Miß- stand darin, daß man in den Kreisen der Be- sucher selbst auf eine tüchtige theoretische Durchbildung nicht das nötige Gewicht zu legen schien. Bei den Fortbildungsschulen liegt die Haupt- urfache wohl an dem Widerwillen, den Lehr- meister und Lehrlinge vielfach dem in die Arbeitszeit fallenden Unterricht entgegenbringen. Bet den Meisterkursen wird öfters seitens der Besucher übersehen, daß diese nicht allein den Zweck haben, eine tüchtige Fachbildung zu vermitteln, sondern daß sie auch die Teilnehmer zur richtigen Kalkulation befähigen sollen. Um dieses zu erreichen, ist eine größere Pflege der theoretischen Fächer nölig. Die Meisterprüsungskommissionen haben bis jetzt im i allgemeinen die Prüfung in theoretischen Dingen zu wenig berücksichtigt. Soviel man aus der tn Preußen vorgenommenen Untersuchung über das Meisterprüsungs - Verfahren ersehen kann, wird auf die Dauer eine Reform des Prüfung? - Verfahrens vorgenommen werden müssen. Vielleicht wird man sogar dazu übergehen, allen Meister- prüfungs - Kommissionen beamtete Vorsitzende zu geben. Zum mindesten wird aber auf den Nachweis theoretischer Kenntnisse mehr Wert gelegt werden als bisher. Damit erlangt die Meister» Prüfung schvohl auf die gewerblichen Fortbildungsschulen wie auf die Meisterkurse insofern einen wesentlichen Einfluß, als diese in Rücksicht auf die erstere sich veranlaßt sehen werden, der theorett- schen Ausbildung noch mehr Aufmerksamkeit als bisher zuzuwenden.
Auch eine Einwirkung der Meisterprüfung auf die Gesellenprüfung wird sich zeigen. Die Ge- sellenprüfungs - Kommissionen begnügten sich bis heute ebenfalls in der Hauptsache mit dem Nach- weis einer tüchtigen Fachausbildung; sie legten den Hauptwerk daraus, daß der Lehrling etne gute, praktische Arbeit lieferte. Wenn nun bet der Meisterprüfung bezüglich der theoretlschen Kenntnisse größere Anforderungen gestellt werden, so wird dies auf die Gesellenprüfung seine Rückwirkung ausüben. Bei der Gesellenprüfung (gewissermaßen als Vorläufer der Meisterprüfung) wird man mehr Wert auf den Nachweis theoreti-
fein Talent ober sein Genre erst nach fernem Tode anerkennen werde, und er scheint sich darrn nicht getäuscht zu haben. Auf alle Fälle verdient sein Name in der bereits langen Liste der Opfer des Erfindergeistes verzeichnet zu werden.
erscheint täglich mit Ausnahme bet So.m- «ndZeiertage.vlertel- führlichervezugrpreir ohne Vringerlohn und vestellgeld in 8ulda sowie aurwättrl.öv Ml.
Vetantw. Bebatteur: Carl Schütte;
Wird es nicht gerade jene, von denen es selber wünscht, daß niemand davon erfahrt, geherm halten, so daß kein Lehrer sie sittlich fruchtbar machen kann? Und was dann wenn der Zögling durch solche „Erlebnisse" erfährt, daß dre Sunde fuß und lieblich eingeht, das „Erlebnis also nicht zu einer Abschreckung, sondern zu einer Wiederholung lockt?
Wo aber „Erlebnisse" des Kindes coram publica in Frage kommen, sind diese gegenüber der Wirklichkeit des Lebens, für welche doch das Kmd erzogen werden soll, so verschwindend Hem und unbedeutend, daß dieser Moralunterricht durch- aus unzureichend ist. t .
Wie ganz anders ist es, wenn dem. Krnde „fertige Meinungen", d. h. die sittlichen Gebote „du sollst" und „du sollst nicht" emge- prägt werden, Gebote, hinter denen die Autorität Gottes steht I Da erst hat der Mensch eine feste und sichere Orientierung über sein sittliches Tun und braucht nicht erst durch eigenen oder fremden Schaden klug zu werden. Alle andere Moral hängt vollständig in der Luft und die schönsten sozialen und humanen Erwägungen gehen in die Brüche, wenn die Leidenschaften des Menschen dagegen anstürmen.
Es ist ein hohles Geschwätz, was man von der I sittlichen Autonomie (Selbstherrlichkeit) des Menschen phantasiert, daß der Mensch keinen Gesetzgeber über sich anerkennen dürfe, sondern sein eigener sittlicher Gesetzgeber sei. Was dann, wenn der Mensch die ihm zugesprochene Selbst- Herrlichkeit benutzt, um sich von allen Sittengesetzen zu — dispensieren?
scher Kenntnisse legen. . . ,
Es wäre zu wünschen, daß diese angedeuteten
Wirkungen der Meisterprüfung im weitesten Umfange einträten, Nur wenn der heutige Handwerker mit einer tüchtigen Fachbildung auch eine ordentliche theoretische, speziell kaufmännische Btl- düng verbindet, wird er imstande sein, seinen Posten auszusüllen und den unvermeidlichen Kon- kurrenzkampf im Leben mit Erfolg zu bestehen.
einem Sonntag, wurde fast das ganze Dorf durch Feuer zerstört. Von 160 Häusern blieben nur etwa 20 erhalten.
— Et« vebersall. Am Rigaischen Strande, bei Asiern, ereignete sich ein tragikomischer Un- faH bÄe wahre Panik hervorrief. Em Bienenschwarm zog längs des Wassers dahin und ließ sich plötzlich in einer Damenbadeanstalt nieder. Die unvernünftigen Frauen taten das Un- vernünftigste, was sie tun konnten, sie versuchten nämlich mit Leinentückern und Bademänteln die
vermischtes.
* Eine unglaubliche Geschichte von der grausamen Beseitigung einer jungen Italienerin tn SRervuorf foirb Von obcrttolienifd)cn ^Blättern oc® bracht. Im Juli 1907 wanderte die sechzehn-1 ährige Angela Galliano nach Amerika aus und, nahm in Newyork bei einem der zahlreichen italienischen Winkelbankiers namens Mikolin Leo Dienst Ohne daß das Mädchen etwas davon wußte,' nahm ihr Brotherr eine Versicherung von 2500 Franken auf ihr Leben und heiratete ie indem er sie auf dem Standesamt durch eine andere Person vertreten ließ. Nach wenigen Tagen fing das unglückliche Mädchen Feuer, ihre Kleider brannten lichterloh als ob sie mrt einer leicht entzündlichen Masse getränkt waren, wahrend die Möbel in der Wohnung und Leo selbst unversehrt blieben. Sterbend wurde das Mädchen nach dem Hospital gebracht.. Dem Leo schien ein Streich schon geglückt zu fern, als erst durch Gerüchte und dann durch Nachforschungen der Versicheruugsgesellschafteii herauskam, daß es sich um ein scheußliches Verbrechen handelte.
* Vom Wcinübersluß in Sizilien. Wegen des unglaublichen Weinübcrflusses in Catania kann dort jetzt gegen Zahlung einer Gebühr von 1J Centesimi (8 Pfennig) für eine Stunde, 15 Cen- tesimi für zwei Stunden jeder Gast tn den Wirtshäusern so viel Wein vertilgen, tote er will und kann — notabene handelt es sich dabei um ebenso delikaten wie feurigen Aetnaweiu.
Durchschnittspreise sür Hafer, heu u. Stroh.
Das Amtsblatt der königl. Regierung bringt folgende Nachweisung der für die Lieferungsverbände des Regierungsbezirks Kassel festgestellten Durchschnittspreise der höchsten Tagespreise für Hafer, Heu und Stroh mit einem Aufschlag von
* Tie verschluckte Erfindung. Ein eigenartiger Vorfall wird aus Besancon gemeldet: Dort war seit einiger Zeit in dem Greisenasyle Samt Jean-LÄumonier ein alter Uhrmacher untergebracht, der in der letzten Zeit sich sehr erregt zeigte und feinen nahen Tod mit großer timmtheit voraussagte. Dieser trat denn auch infolge eines heftigen Blutsturzes em, weshalb die Leiche einer Obduktioti unterzogen wurde. Der Arzt stieß in der Magengegend auf einen harten Gegenstand, forschte diesem nach, zog aber die Hand mit einer schweren Schnittwunde rasch zurück. Diese stammte von einem
sers bemerkte der Arzt dessen völlig neuen und überaus geschickt erdachten Mechanismus, der ihm so interessant erschien, daß er das Instrument der (Sammlung der Uhrmacherschule tn Besancon überwies. Der alte Mann hatte sich von leher auf Erfindungen verlegt, damit aber wenig Gluck gehabt. Seine letzte Erfindung erschien ihm so wertvoll, daß er sie um jeden Preis geheimhal- ten wollte, weshalb er sich in Ermangelung eines sicheren Versteckes dazu entschloß, sie tn fernem
# Meisterprüfung und Handwerker- bildnng.
Durch die Annahme des sogenannten kleinen Befähigungsnachweises in der letzten Reichstagssession, der mit dem 1. Oktober d. I. in Kraft tritt, haben nicht nur die Meisterprüfung und der Meistertitel eine erhöhte Bedeutung gewonnen, sondern durch ihn eröffnen sich auch in der Richtung des Bildungswesens sür das Handwerk neue Aussichten.
Was den ersten Punkt anbelangt, so war bisher an die Ablegung der Meisterprüfung nur das Recht verknüpft, den Meistertitel zu führen. Biele junge Handwerker glaubien jedoch auf diesen Titel verzichten zu können, weil er ihnen nicht genügend materielle Vorteile biete und unterließen es deshalb, sich der Mühe der Prüfung zu unterziehen. Eine etwas höhere Bedeutung erhielt der Meistertitel schon dadurch, daß einzelne Submissionsordnungen die Bestimmung auf- ttahmen, Handwerker mit dem Meistertitel bei öffentlichen Ausschreibungen in erster Linie zu berücksichtigen. Einen wirklichen, nicht nur ideellen, sondern auch materiellen Wert hat der Meistertitel durch die Novelle betreffend den kleinen Befähigungsnachweis erhalten, sofern tn Zukunft nur der selbständige Handwerker soll Lehrlinge ausbilden dürfen, der im Besitze des vollen Meistertitels ist. Nur wer eine
Meisterprüfung bestanden hat, darf also vom 1. Oktober ab Lehrlinge ausbilden. Die Erwartungen, die das Handwerk an die Einführung deS Befähigungsnachweises knüpft, sind bekannt. Man erhofft, um sie noch einmal kurz hervorzuheben , davon die Fernhaltung ungeeigneter Elemente, Wahrung der Standesehre, Beseitigung der Schmutzkonkurrenz und des Pfuschertums, eine beffere Ausbildung des Handwerkernachwuchses und in gewiffer Beziehung Schutz vor per Konkurrenz des Großbetriebes.
Es soll hier nun nicht weiter untersucht | werden, inwieweit diese Erwartungen berechtigt sind, sondern eS sei hier tm Anschluß an die Meisterprüfung auf den schon oben angedeuteten zweiten Punkt hingewiesen, der voraussichtlich in Zukunft erhöhte Bedeutung gewinnen wird, nämlich auf den Einfluß der Meisterprüfung auf die Bildungsanstalten und Bildungseinrichtungen des Handwerks, angefangen von der Fortbildungsschule bis zum Meisterkursus.
Es ist nicht zu leugnen, daß auf dem Gebiete der gewerblichen Ausbildung für das Handwerk bereits manches geschehen ist. Bestanden doch 1906 in Preußen 1535 gewerbliche Fortbildungsschulen mit 264341 Schülern. Ebenso gibt es eine größere Zahl sogenannter großer und kleiner Meisterkurse. Aber als befriedigend kann man die Verhältniffe nicht bezeichnen. Die erhöhte Bedeutung der Meisterprüfung wird sicher die Veranlaffung dazu sein, daß künftighin mehr Handwerker als bisher sich der Prüfung unterziehen werden. Damit ist zugleich ein größeres Bedürfnis nach Forbildungsschulen und Meisterkursen gegeben, so daß sich eine Vermehrung der Zahl der Forbildungsschulen und der Meister- Iurie erwarten läßt.
• Bad Orb, 26. Juli 1908. Die städtischen Körperschaften haben sich für die Errichtung eines Volksbabes entschieben.
♦ Kassel, 28. Juli 1908. Ein teures Mit- tagsschläfchen leistete sich dieser Tage ein hiesiger Wirt. Er nickte auf kurze Zeit tn der Ecke seines Sofas ein, wobei ihm bas Portemonnaie mit 420 Mark Inhalt entfiel. Zwei Gaste, die ihn beobachtet hatten, hoben die Börse auf und verschwanden auf Nimmerwiedersehen.
* Münchhausen, 26. Juli 1908. Ein Tag traurigen Gedenkens war der heutige für das Nachbardorf Laisa. Vor 40 Jahren, an
• Frankfurt, 27. Juli 1908. e treib em art t.] Am heutigen Frucht-Markte bewegte sich der Umsatz in Weizen in den engsten Grenzen, während neuer Roggen erstmalig in größeren Mengen gehanvelt wurde. Der Breis stellt sich je nach Qualität 18.65—19.00 M. ®$er £ar unÄiert. W p,rächte 31.25-3150 Mark. Mais lag sehr fest Mehl und Futtermittel 2* Sy'Surt, taWIIUw 21.SO-21.60 »Ort. ° .Matscher 21 .»0—21.60 Mk., ruff. 21.00-25.00 M, Redwinter OO.OO-Ou.on Mk., Kansas 00.00—00.00 Mk.. La Plata 23.25-24.00 M., ^mürrischer 00.00-00.00 Mark. Roggen, hiesiger, 18.65-io.na i ®t, rumäit. 00.00—00.00 gjH., russischer 00.00-00.00 nai.
Mef u Wetterauer OO.VO-ov.OO,Pfälzer OO.OO-OO.VOM., KÄ-00.00 M., Hafer hiesiger l6.75-17.OO Mk bäuerischer 16.75—17.00 Mark, russischer 00 00 bis 00 00 Mk rumän. 00.00—00.00 Mk., amertta« X^SoÄÄ, Mais (Mixed) 00.00-00.00 M, Donaumais 00.00—00.00 M , La Plata 16 00—16.50 SS5E 00.00-00.00 M. Alles per 100 Kilo nett« effektiv loco hier. - Mehl Es notieri
ie nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 29 <5 bis 30.00 M., Nr. 1 28.75—29.00 M., Nr. 2 27 7o btt 28 00 M Nr 3 27.25—27.50 Mk., fernere Marken asäÄ ü s sst sters1 rassÄ «ta «n Senk erft nach leinen, tobe | SÄS«
bis 10.50 M., Roggenkleie 11.00—11.25 M., Futtermehl 13 00—00.00 M., Biertreber, getrocknet, 12.50—12. ko Mark- Wes per 100 Kilo netto effektiv loco hier.
- Frankfurt a. 27, Juli 1908 Amtliche No- tierung der Viehmarkt-Preise. Zum Verkauf standen 346 Ochsen, 54 Bullen, 809 Kühe und Rinder (Stiere und Färsen), 217 Kälber, 187 Schafe und Hämmel und lo81 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pft>. Schlachtgewicht. Ochsen: ». vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht- wertes bis zu 6 Jahren 79—81 M., d- iunge fleißige nicht ausgemästete und ältere auSgemästete 74-76 M., o. mäßig genährte junge, M genckhtteättere 60 -64 M., d. gering genährte jeden Alters 00—00 M. Bullen. ». vollfleischige höchsten Schlachtwertes 66-68 JRarf, b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 62—64 M., c. gering genährte 00—00 M. Kühe und Färsen (Stiere und Rinder): a. vollfietschige, auSae- mästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Echlachi« wertes 74—76 M., b. vollfleischige, ausgemästete Käte höchsten Echlachtwertes bis zu 7 Jahren 66-68 SW, c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut^entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 52 Ml 56 3JL, d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 00—00 M-, e. gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 00—00 M. Bezahlt tourt e für 1 Psd. Schlachtgewicht: Kälber: a. fernste Mas* Lllm°st) u. befte ©augfälber Ojjamtoo.) 92-95 P g, b. mütlere Mast- und gute Saugkälber 80-90 Pfg, c. aetinge Saugkälber 65-70 Psg., ä. Ältere, gertn, genährte Kälber (Fresser) 00-00 Psg. Schaft: . Mastlämmer und jüngere Masthämmel 82—00 Psg- b ältere Masthämmel 74-76 P g„ c. mäßig genährti Hämmil undSchase (Merzschafe) 00-4)0 Psg. Schweme^ „ «„nflsifdiiae der feineren Raffen und deren Streu» im Alter bis zu 1'/« Jahren 67-68 Psg., b. NriSrfae 66—00 P,g, c. gering entwickelte, sowie Sauen und »der 58-60 Plg„ u ausländische Schweine (unter
1 Md Lebendgewtchl: Ochsen 00—00 Psg., Kalbet. „ 55_56 TS,a., u. 47 -52 Psg. Schweine: a. 52'/.-53 Psg„ b" fleischige^ 52 - 00 Psg. Geschästsgana m Hornvieh u?d^ Kleinvieh gut, lleberftanb in beiden gattungen keiner. Aus Oesterreich-llngarn standen 96 Ochsen und 8 Stiere zum Berkaus.
Maer W Zeitung
für die Anzeigen: SorttttdüSttttUUQ*4 Monatsbellage: (5cjd)td)t$blättcrn
I.ParzellerinMda. Wochenbeilage: „JUUfUltUV ____________________________________
Schule, Charakterbildung uud Moralunterricht.
Ein hochernstes Thema. Die, Klagen wollen Vicht verstummen, baß die Schule ihren Zoglmgen nicht jene Charakterbildung mitgebe tn§ Leben hinaus, welche ben Anforderungen des modernen Kulturlebens entspreche. Zur Abhilfe des Uebels ruft man nach mehr Moralunterricht. Und — wohl zu beachten — das geschieht von Verfechtern der weltlichen Schule.
In der „Frankfurter Zeitung" (Nr. 192) veröffentlicht die Agitatorin des „Deutschen Bundes für weltliche Schule und Moralunterricht", Lilli Jannasch, einen umfangreichen Artikel „Warum verlangen wir Moralunterricht?"
Die Verdichtung der Lebensgemeinschaft durch Großstädte und Verkehr, so heißt es da, bnnae zwar eine äußere Abhängigkeit der Menschen voneinander, fordere aber noch ein größeres gAensettig^ Stchver stehen, einen inneren Zusammenschluß. <Mn solcher Innerer Zusammenschluß ist aber erst möglich, wenn bte Jugend von klein auf für da? tiefere und feinere Bcr-1 ständniS des Zusammenlebens erzogen wird, d. h, wenn alle moralischen Kräfte, die im einzelnen und in der Gesamtheit schlummern, mit derselben Sorgfalt ausgebildet werden, wie die körperlichen und verstandesmäßigen Gaben."
Das ist ja alles recht nett. Wenn aber ein] Moralunterricht gelehrt werden soll, müßte man doch darüber zu allererst sich klar sein, welche Moral man lehren will. Von „fertigen Meinungen", welche dem Kinde übermittelt werben sollen, will bie Verfasserin nichts wissen. Sie verlangt vielmehr:
„Die Kinder müssen angeregt werden, auf Grund ihrer eigenen Erlebnisse herauszustnben,warum dieses gut und jenes schlecht ist, auch wenn eS niemand steht; sie müssen dafür interessiert werden, den Fern- und Rückwirkungen ihres Tuns nachzuspüren und die Verkettung von Ursache und Wirkung sowie die Herne» unscheinbaren Anfänge von Tugenden und Lastern kennen zu lernen." ,
Das scheint uns etne seltsame Praxis. Ja, tot- Jt-mt denn alle die „Erlebnisse" des Kindes.
Bezeichnung
Haupt-
Durchschnittspreis pro Zentner
des Lieserungs-
marktort.
Hafer
Heu
Stroh
verbaudes.
Jk\Sl
M H
«4i.\ 'S,
Stadtkreis Kassel
Kassel
8
77
3
97
u
78
Landkreis Kassel
dgl.
8
77
3
97
2
78
| Kreis Eschwege
Eschwege
7
88
2
63
3
15
„ Witzenhausen
dgl.
7
88
2
l>3
3
15
„ Fritzlar
Fritzlar
9
98
4
20
3
15
„ Homberg
dgl.
9
98
4
20
3
15
„ Ziegenhain
dgl.
9
98
4
20
3
(5
„ Fulda
Fulda
8
93
3
68
2
89
„ Hünfeld
dgl.
8
93
3
68
2
89
„ Gersfeld
dgl.
8
93
3
68
2
89
„ Schlüchtern
dgl.
8
93
3
68
2
89
Stadtkreis Hanau
Hanau
9
32
3
30
4
d8
I Landkreis Hanau
dgl.
9
32
3
30
4
08
Kreis Gelnhausen
dgl.
9
32
3
3o
4
08
„ Hersfeld
Hersfeld
8
80
3
81
3
41
„ Hofgeismar
Hofgeismar
8
56
2
94
2
66
„ Wolfhagen
dgl.
8
56
2
94
2
66
„ Marburg
Marburg
9
71
4
20
3
41
„ Kirchhain
dgl.
9
71
4
20
3
41
„ Frankenberg
dgl.
9
71
4
20
3
41
„ Rotenburg
Rotenburg
8
88
3
78
«>
22
„ Melsungen
dgl.
8
88
3
78
3
22
Grass.Schaumb.
Rinteln
9
19
3
15
2
63
„ Schmalkalden
Schmalkald.
9
98
3
15
3
|5