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Mdaer W Zeitung

z?p«Me"inLulda. wochenbeklage: „Illustrierte Sonntagzzeitung"

•M 141

Fulda, Montag den 22. Juni 1908,

Zweites HUcrit

Herbste zurückzutreten. Als sein mutmaßlicher Nachfolaer wird der Oberwerftdirektor der Kaiser-

Au§ dem Nachbargebiet.

Jahre 1909 unter dem Zeichen der W i e s b a d e-

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Augil

einen günstigen Einfluß aus auf den Besuch der Stadt, zählte Wiesbaden Loch im vergangenen Jahre allein annähernd 200000 Kurgäste zu

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verantw. Redakteur: LarlZchütter

Besfbewährie gesunde und magen- darmkranke

35. Jahrgang.

0 Die Borlage über die Haftung des Reiches für Versehen der Reichsbeamten be­findet sich gegenwärtig im Bundesrat. Ab­gesehen von einigen rein formellen, den Verhält­nissen im Reich entsprechenden Abweichungen, soll sie in allen wesentlichen Punkten der preu­ßischen Vorlage, die bekanntlich wegen des frühen Schluffes der Landtagssession nicht verabschiedet werden konnte, entsprechen.

Monatsbeilage: „Zuldaer Geschichtsblatter"

* Wiesbaden, 20. Juni 1908. Das westliche Gebiet unseres deutschen Vaterlandes wird im

Ohne Rtsenbleiche uni Ohne Reibefi blut en weis st Wäsche durch einmaliges Kochen- Greift die Wäsche nicht im

dann wäre der ganze Konflikt vermieden worden' längerem Aufenthalt aus aller Herren Länder,

----- - -- -- ' uni tote viel starker wird der Besuch unserer

Stadt werden, wenn die Ausstellung eröffne sein wird. Der finanzielle Erfolg der Ausstel­lung dürfte schon im voraus gesichert fein; ein Umstand, der auch von den Ausstellern wird in Betracht gezogen werden müssen, da er Voraus­setzung ist für ein koulantes Entgegenkommen gegenüber den Ausstellern betreffs der Platzmiete und einer splendiden Ausstattung und Dekora­tion der Ausstellungsräume. Ein Garantie­fonds von nahezu einer halben Million Mark wurde von Einwohnern und Korporationen der Stadt Wiesbaden binnen wenigen Wochen ge­zeichnet. Von dem Eisenbahnfiskus, der Stadt Wiesbaden und verschiedenen Privatbesitzern wurde gegenüber dem kürzlich eröffneten Haupt­bahnhof, am Eingang der Stadt, ein genügend großes Gelände gepachtet. Träger der Ausstel­lung ist in Verbindung mit namhaften Künst­lern, Industriellen und Behörden, die Handwerks­kammer Wiesbaden. Nähere Auskunft erhalteik Interessenten durch die Geschäftsstelle der Aus­stellung, Nikolausstraße 21.

Deutsches Reich.

— In der Angelegenheit der Berufung Prof. Bernhards, des „Polenprofessors", an die Berliner Universität wird jetzt ein Schreiben Bernhards veröffentlicht, wonach dieser es der

)( Der Gouverneur von Kiautschou, Vize­admiral Truppel, soll die Absicht haben, im

Kleines F ?eton.

" Schlechte Zeiten.

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Lage noch im­mer schlecht. Der Andrang Arbeits- suchender hat sich so erheblich vermehrt, tote seit langem nicht mehr.

vermischter.

ca. Blüten des polnischen Fanatismus. Unter dieser Ueberschrift brachte die .Bernkasteler Zig." vom 20. 5. 08 die Mitteilung, daß der Vikar Posadzy in Schub in (Bromberg) seinen Beichtkindern ver­boten habe, in der Religionsstunde deutsch zu ant­worten, widrigenfalls er ihnen die Zunge ausschueiden werde. Hierzu erfährt die Kölner Zentralauskunfts­stelle der katholischen Preffe folgendes: Der Lehrer F. in Schubin zeigte bett Vikar O. bei der Schul­behörde und bei der Staatsanwaltschaft an, daß dieser obige Aeußerung getan habe. Als Zeugen führte er drei der geistig schwächsten Kinder an, deren Eltern teils dem Trünke, teils dem Diebstahl ergeben sind. Eines dieser Kinder hat auch tatsäch­lich vor dem Untersuchungsrichter eine belastende Aussage gemacht. Vor Gericht jedoch sagten alle Kinder aus, daß sie niemals aus dem Munde des

’i E-die Zusammensetzung der Zen- trnmsfrakttvn tnt neugewählten preußischen Ab- geordnetenhause lassen sich allerlei Betrachtungen »»stellen. Unter den 104 Mitgliedern findet sich merkwürdigerweise nur ein „Schwarze", da- gegen sind die Ausländer mit einem Frank, einem Heß und zwei Bey er gut vertreten. Ein Glück ist es auch, daß es bei der Hitze an Trinkgelegenheit nicht fehlt; ein Trimborn und ein Wallenborn liefern gutes Trink­wasser, es fließt natürlich ans Roer en, das Trinkgesäß ist aber allem Anschein nach zerbro­chen, denn es fmdet sich nut noch ein £ en fei* .er ist von Donnersmar f, einem uns bislang noch ganz unbekannten Stoff. Die Fnlder, deren erster Grundsatz bekanntlich heißt „Be wärsch, bemm m’r ebbes äße", sind allem Anschein nach bei der Zusammensetzung der Fraktion nicht ge­fragt worden, denn mit einer Stull (wahr­scheinlich einer Kiimmelstulle) und einer 4M r sch ist nicht viel anzufangen und mit M a i ß wird niemand seinen Hunger stillen wollen; auch „M i e s" (bezw. Mäuse, wie man sie gewöhnlich nennt), sind jedenfalls keine Leckeckbissen. Es wäre nickt zu verwundern, wenn bei diesen schiech- teil Nahrungsverhältnissen die Mitglieder bald alle Hager würden. Für den Bergsport ist retch- Uch petorgt. Von Wa t t e n d o r f aus kann man den Mederberg, den D r i n n e n b e r g, den Grunenberg, den Wellstein und den Nettzenstein besteigen. Das ift für die fe^r gut. Auch .Umbusch .(Busch- Wald) konnte man sich erholen, wenn nicht ein »» o l f von Metternich darin hauste. In einem Busch ein Pieper sein Nest auf- £• Tno3,en' was nervösen Leuten nicht passen Wird. Am schönsten wirds wohl bei dem Klaus- «er sein, der abends die Klocke läutet. Sehr ,tzut vertreten ist diesmal das Handwerk durch

' Milliarden nenne — 3500 000 000? Weil diese Zahl für unser deutsches Volk eine Vie größere Bedeutung hat als jene vier Milliarden, die wir einmal von Francreich erhielten. Jahr um Jahr geben wir nämlich 3y2 Milliarden Mark für Wein, Bier, Branntwein und ähnliche alkoholhaltige Getränke aus. Das ist eine ge- wattig,» Summe. Um sie in Gold auszuzahlen, touren 175 Millionen Doppelkronen erforderlich. Es gibt auf der ganzen Welt keinen Geldsack mid keinen Geldschronk, groß genug, die unge­heure Summe aufzunehmen. Machen wir da­her unsere Schulzimmer einmal zur Schatzkam­mer. Fein säuberlich legen wir in einer Ecke ent Zwanzlgmarkstiick auf das andere, so daß eine schlanke Säule emporwächst, vier Meter hoch Unbedeutend wie ein dünnes Gasrohr geht sie bis zur Decke; aber sie birgt 2667 Toppel- Itonen und hat einen Wert von mehr als 53 000 Mark. Wir bauen eine zweite Säule so dicht mml k/in Blatt Papier dazwischen schieben kann, und so fort, bis die sechs Meter lauge Wand ganz verdeckt ist. 267 Säulen stehen Ka’ °-^lch wir schon mehr als 14 Mil- Verbaut Gaben, ist bei den Milliar- Abnahme zu verspüren. Und ÄÄa • totrc fä°n den größten Teil unserer ^^Erforien hergegeben, um nur jenen Bruch- ®wmtoc aufjuftaveln. Denn wenn wir ,Aer Sekunde ein Goldstück hinlegen uno fogltch neun Stunden ununterbrochen ar- betten,.. haben wir doch erst in 22 Tagen jene 267 Säulen aufgebaut. Doch setzen wir die an- gefangene Arbeit fort! Wir bauen in gleicher Weise eine zweite Reihe hart daneben und so art immer weiter in unser.Schulzimmer hinein. Endlich wurden wir in der 246. Säulenreihe nach beinahe fünfzehnjähriger fleißiger Arbeit, bei der totr auf Sonntagsruhe verzichteten, die 3y2 Mil- lrarden säuberlich aufgeschichtet haben — wenn nicht inzwischen schon längst unter der ungeheuren Saft des Goldes gas Haus zusammengebrochen Ware. %iene 175 Millionen Doppelkronen haben

schäft fortgejagt. An alledem und an verschiede­nem mehr waren die Hexen schuld, und zu deren Austreibung versckrieb die „weise" Dame der gutgläubigen Rollhagen im ganzen elshun- b e r t Mark ah. Das Gerichl, .<5 sich von der schwarzen Kunst' der K. aber nicht überzeugen ließ, Verurteilte, als ein Schwiegersohn der Ge­prellten die Sache der Staatsanwaltschaft ange­zeigt hatte, die Hexenmeisterin zu 1 Jahr Ge­fängnis.

* Ohrfeigen von der Gattin. Seine Hände hat der eine Ehegatte dazu, den anderen darauf zu tragen, nicht ihn damit zu ohrfeigen: grobe Mißhandlung hat immer als schwere Verletzung der durch die Ehe begründeten Pflichten zu gel­ten. Ohrfeigen können aber, wenn sie derbe aus» fallen, sehr Wohl eine 'grobe Mißhandlung sein. Auch dann, wenn sie von der zarten Hand der lie­benden Gattin gespendet' werden. Dergleichen kommt vor. Beweis: eine Entscheidung des Reichsgerichts, die auszugsweise in SoergelS „Recht" mitgeteilt wird. Der Sohn war unge­zogen gewesen, und dex Vater züchtigte ihn, wie es sein ihm vom Gesetz gewährleistetes Recht ist. Die Mutter fuhr dazwischen. Wohl etwas derber als nötig. Wenigstens wünschte der Vater loszu­kommen von einer Frau, die so kräftige Ohrfei­gen ihm verabreicht hatte. Und das Reichsgericht erkannte an, daß solch Handgreiflichkeiten die ehelichn Pflichten derartig verletzen können, daß das eheliche Verhältnis tief genug zerrüttet werde, um nach dem bürgerlichen Recht die Ehe- cheidung zu begründen. Das Temperament der Fran ist keine Entschuldigung. Also merkts, ihr Frauen: kommt den Männern zart entgegen!

* Die dicke Köchin. Sein „blaues Wunder" erlebte ein Gastwirt in Spandau mit einer Aus- Hilfsköchin, die er für einen Tag angenommen hatte. Als sich die Holde am Abend ihren Lohn ür ihre Tätigkeit geben lassen wollte, fiel ihr Körperumfang auf, der ganz unheimlich zuge­nommen hatte. Der Wirt hielt deshalb eine Un­tersuchung für erforderlich. Diese forderte, wie Berliner Blätter erzählen, aus zwei Riesentaschen im Unterkleide zutage: 5 Pfd. Butter, 6 Pfd. Rinderfilet, 7 Pfd. Kalbfleisch, 1 gerupftes Huhn, 3 Bratwürste, 2 Pfd. Kalbsschnitzel, 1 halbe Kalbszunge und 1 Pfd. geräucherte Schweine- rippen. Die empfehlenswerte Köchin wurde ver­haftet.

einen Becker, einen Mülle?, einen Schrei- ner, einen Faß den der und zwei Schmid (Schmitt). Ob der Decker ein Dachdecker oder ein Abdecker ist, war nicht zu ermitteln. Dem Handwerkerstand gehören allem Anschein nach auch der G l a 11 f e l d e r, der Belzer, der Brecher und der H ö v e I e r an, doch ist uns näheres über ihr Handwerk nicht bekannt. Der Handelsstand ist nur durch einen Kauf- m a n n vertreten, und au chan die Landwirtschaft erinnert nur ein Göbel und der schon erwähnte Maiß. Das Militär stellt einen Haupt­mann mit seinem Fritzen und ein Herold verkündet sogar das Nahen eines Königs. Ein sonderbares Kleeblatt scheint dagegen der Hu- mann, der S a u e rm a n n und der S e p p e l- mann zu sein; ob sie nicht zuweilen zum Skat zusammenkommen und. einen Strachwitz ma­chen? Eine der ersten Aufgaben der Fraktion wird es fein, für Abhilfe der Wohnungsnot zu sorgen. Die 104 Mann sind nämlich auf ein Zimmer und höchstens noch eine Stupp angewiesen, auch das eine Licht wird auf die Dauer nicht ausreichen. Früher war als Not­behelf noch ein Spahn da; er hat aber der Neuzeit weichen müssen und findet sich

mehr vor. Wir schließen mit dem Wunsch, P.®“ Achter nicht viel Arbeit in der Frak- s^.-^konnnt. Der Brand hu der denkt hof-

an eine Brandstiftung und mit dem tonnen wohl auch sich keiner abgeben

S& Sollten aber Strafen nötig werden, so scheidend» h,nn körperliche Züchtigung sich ent- E.2 te£acn- , Für kleinere Vergehen ist für aröbere"^^ f t s ch e r vorhanden, während

-b2 Är emGeislerda ist.

liarden blcken bedeuten. Mit Mil-

selten «Änet De! AuÄ>rİ's? ^zehnten läufig geworden, ftft ftrÄSf »ns erst.ge- 1870/71 als Kriegsentk^ 4 na$ hem Kriege

Summe von vier ungeheure

land zahlen mußt«, an Deutsch- .

^svaib ,ch nun gerade I

nämlich ein Güvicht von ungefähr 1 400 000 Kgr. Wollten wir die goldene Last auf Eisenbahnwa- gen deren jeder 10000 Kgr. trägt, fortschaffen, mußten wir nicht weniger als 140 Wagen bela­den. und sieben Lokomotiven müßten keuchent ziehen, um den ungefähr einen Kilometer lan­gen Wagenzug in Bewegung zu fetzen Aber wat kann man mit so vielem Gelde anfangen? Rech nen wir, etwas hoch gegriffen, das Durchschnitts­einkommen einer Familie zu 2000 M, so könnte» von jenen Milliarden, die das deutsche Volk jähr- sich für berauschende Getränke ausgibt, 1 750 00( Familien leben, d h., die Familie zu fünf Köpfe« gerechnet, acht bis neun Millionen Menschen. Das ist ungefähr gleich der Gefamtbevölkerung de: bitlden Königreiche Bayern und Württzembergl Also die sämtlichen Einwohner dieser beiden Staaten könnten alle ihre Lebensbedürfnisse mit lenem Gelde bestreiten, und wenn sie dann selbst für alkoholhaltige Getränk? keine Ausgabe mach­ten, könnten sie noch jährlich 500 Millionen Mark davon auf die Sparkasie bringen, so viel mehr dahin bringen, als sie ohnehin etwa schon erspar-

„Wollten sie das aber nicht tun, so könnten fte für diese große Summe eine schönere Woh­nung mieten, einen Garten anlegen, mehr Milch trinken, einen besseren Rock anziehen und sich allerlei nützliche Sachen anschaffen. Das hatte auch den Vorteil, daß dadurch sehr viele Leute Arbeit und Verdienst fänden.

— Kathederblüte. Professor der Naturgeschichte:

•* 7?* >rhen hier, meine Herren, ein selten Mnes Exemplar einer Gorillaschädels. Solche

i »reÄl^e? ™ unsrer Stadt nur zwei; den einen besitzt das Museum, den andern habe ich." , ~ Entgegenkommend. Student: „Sagen Sie mal, wir Haden diesen Wend Kommers . . wenn wir unS vielleicht nachher treffen sollten, hier ist merne Adresse!' - Nachtwächter: „Schön, schön. Soll ich eine Schiebkarre besorgen?*

Sie kennt ihn. „Kennen Sie Herrn Thompson, mit dem ich eben sprach?" fragte in einer Gesell­schaft eine Dame ihre Nachbarin. „Ich glaube, et sagt allen Damen, denen er begegnet, dieselben Schmeicheleien!" — „O nein! Mir nie!" — „Wirklich? Und Sie kennen ihn?" — „Sehr out Ich bin seine Frau!"

— Kommerzienrat und Verficherungsagent. .Geben Sie sich weiter keine Mühe! Ich bin schon tn genug Versicherungen! Ich bin tot mehr wert all lebendig!"

genannten Vikars eine derartige Aeußerung vernom- I men hätten. Vor dem Untersuchungsrichrer habe das eine Kind deshalb belastend ausgesagt, weil der Lehrer F. den Kindern gedroht hätte, sie mit dem Stocke durchzuprügeln, falls sie anders vor dem Kreisschulinspektor und dem Untersuchungsrichter aussage» würden. Der angeklagte Vikar bestritt, jemals eine derartige Aeußerung getan zu haben und berief sich auf das Zeugnis von etwa 20 Beicht­kindern, die stets regelmäßig den Beichtunterricht be­sucht haben. Sie alle erklärten, obige Aeußerung ! aus dem Munde des betreffenden Vikars nie gehört zu haben. Einige der als Zeugen vernommenen Beichtkinder erklärten, daß n i ch t der Vikar, sondern der Lehrer F. vor den Kindern die bewußte Aeußerung getan und ihnen sogar das Instrument, eine verrostete Schere, gezeigt habe, mit der er die Zunge abschneiden wollte. Anfangs bestritt dies der betreffende Lehrer, gab aber in der dritten Ver­handlung, zu welcher der Vikar noch andere Kinder als Zeugen vorsührte, zu, es sei möglich, daß et obige Aeußerung vor den Kindern getan habe.

* Teuere Hexenaustreibung. Vor dem Land­gericht in Schwerin fand dieser Tage eine weise Fran namens Krakow, die in raffinierter Weise die Dummheit und den Aberglauben ihrer Nachbarin, der Ehefyau R 0 I l h a g e n , auszubeuten verstanden hatte. Frau Rollhagen wurde schon seit geraumer Zeit, wie sie der Kra- kow gestand, „von Hexen geplagt". Einmal hatte sie Magenschmerzen, ein andermal bekam sie einen Ausschlag im Gesicht, dann wieder wurde ihre Tochter wegen Diebstahls von der Herr-

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philosophischen Fakultät der Universität anheim gibt, über die Berufung zu entscheiden. — DaS hätte Prof. Bernhard von vornherein tun können,

I ner Ausstellung stehen. In der ehemali- I gen nassauischen Residenz, die alljährlich von der I Kaiserlichen Familie zur Erholung aufgesucht I wird, der jüngsten Großstadt Deutschlands, sin- I bet tnt nächsten Jahre eine größere Ausstellung I statt, umfassend die Gebiete: Handwerk, G e- Iwerbe, Gartenbau und Kunst. Die Vor­bereitungen hierzu sind im vollsten Gange. Pläne und Zeichnungen zu den Hochbauten haben Vor­gelegen und haben die Genehmigung gefunden — es sind bis jetzt 15 000 Quadratmeter bebaute und 45 000 Quadratmeter unbebaute Grund­fläche vorgesehen. Das Ausstellungsgelände ! wird mit seiner große» Haupfhalle, den zahlrei- chen Pavillons und Kiosken einen prächtigen An­blick gewähren. Zahlreiche Anmeldungen liegen aus Sen interessierten Kreisen schon vor; weitere Anmeldungen sind noch zu erwarten, da anzu­nehmen ist, daß alle leistungsfähigeren Firmen mit Freude die Gelegenheit ergreifen werden, an dem friedlichen industriellen Wettstreite hier teil- zimehmen. Die zentrale Lage Wiesbadens, der Ruf als Luxus- und Heilbad, die landschaftsickx'n Reize der Stadt und Umgegend üben schon jetzt

Nach den Ausweisen der öffentlichen Arbeits­nachweise kommen auf je 100 offene Stellen im Mai d. I. 161,5 Arbeitsuchende gegen 141,8 im April und 103,7 im Mai 1907. Der Andrang ist also von April auf Mai um 19,7 gewachsen und steht um 57,8 über dem des Vorjahres. Daß der Andrang sich im Mai verstärkt, ist eine regelmäßige Erscheinung, aber der Grad der,. . . . .

biesiähngen Zunahme ist ungewöhnlich groß. Nachfolger wird der Oberwerftdirektor der Kaiser- .. Es ist erstaunlich, wie ganz allgemein I lichen Werst in Kiel, Kontreadmiral v. Ilse- die Nachfrage nach Arbeitskräften nachge- Idom, dessen Kommando bei der Werft im Herbst lassen hat. Vor einiger Zeit, als schon die dS. Js. abläuft, genannt.

männlichen Arbeitskräften ab- (*) Die neue Prüfungsordnung für das nsT,’-Nachfrage nach weiblichen noch erste juristische Gramen tritt am 1 AuauN erheblich. Jetzt hat aber auch der Verkehr am Manien tritt am 1. August

Arbeitsmarkt für Weibliche bedeutend nachgelas-1 Ofl- «rajt. .

feit; selbst zu vermehrter Verwendung billiger! $tc Vertreter der „Arbeiterpartei im Frauenarbeit ist vorläufig keine Neigung vor- Landtage. Die Sozialdemokratie sendet in den Hande». Gerade jetzt aber, wo die Männer weni-1 Landtag den Fabrikanten Borgmann, den Ser oder vielfach auch nichts verdienen können, Rentier Heimann, den Rechtsanwalt nd die Arbeiterfrauen und Töchter mehr darauf I Dr. Liebknecht, den Redakteur Ströbel, den angewiesen, dem Erwerb nachzugehen als bisher. Schriftsteller Hirsch und den Parteisekre-

Von der Ungunst am Arbeitsmarkte machte (är Leinert. Also nicht ein einziger wirk- die Bautätigkeit in den Städten nicht die ^^e'leitungderEhre für wert erachtet worden, geringste Steigerung: Die Mattigkeit, die sich a? Abgeordneter in'den preußischen Landtag schon das ganze Frühjahr hindurch gezeigt hatte, emzuziehen! — Die Vertretung der Arbeiter- bleit an. Aus so ziemlich allen Gegenden des | tnfereffen bleibt also dem Zentrum überlassen, Reiches wurde über Uebersluß an Bauarbeitern | das allein Arbeitervertreter in den Landtag ent« geflagt. Im rheinisch-westfälischen Industrie-1 sendet.

bezirk liegt di- Bautätigkeit arg darnieder; tzs I * 90 1Qao

beiden Gewerbe vorläufig nicht aufkommen läßt. NeuestenNachrichten'mit,daßPrinz Rupprecht Im Eisen g ererbe nahm die Arbeitsgele- """ Bayem das Protektorat Über den bayexi- genheit im Mai noch weiter ab: war für Hilfs-1 schen Landesverband des deutsche» Flotten- arbeiter schon längst weniger Arbeit vorhanden, Vereins bis jetzt »och nicht wieder über- Jo wurde es nunmehr auch schwer, qualifizierte nommen hat.

Arbeiter unterzubringM Verschlechtert hat sich' 1

die Situation auch im T e x t i lg e w e r b e. Von den Betriebseinschränkungen ganz abgesehen, die teilweise geplant, teilweise auch wirklich borge- Nommen wurden, wurden auf zahlreichen Fabri­ken Arbeiter entlassen. So ungern gerade im Textilgewerbe gelernte Arbeiter entlassen werden, - da sie selten wieder zum Textilgewerbe zurück- kommen, so konnten sie doch bei steigendem Ar­beitsmangel nicht immer gehalten werden. Aus dem, Bekleidungsgewerbe wurde zwar vereinzelt auch im Mai wieder über Mangel an Schneidern ufw. berichtet, doch läßt dieser Nm- stand auf die Lage des gesamten Bekleidungsge- i Weibes reinen Schluß zu. Schneider sind auch bei schwächerer Nachfrage knapp; in diesem Jahre aber ist der Mangel längst nicht so empfindlich wie z. B. in den beiden Vorjahren.

Nach landwirtschaftlichen Arbeitern und Dienstboten war die Nachfrage immer noch starker als das Angebot, doch ist die Spaniiung | zugunsten der Nachfrage bedeutend geringer ge-1 worden.

Äderadil

Nahrung für: sowie schwächliche, d»r Entwicklung zurückgebliebene Kinder.

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