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votationrdruümd Verlag der Fuldaer Ab tieodruckrrei in Fulda Fernsprecher Nr.-.

JW 110.

Fulda, Mittwoch den 13. Mai 1908.

35. Jahrgang.

Krstes Matt

„bet der Lehre von den Sakramenten, von dm

2J

dem von dem Parteitage erlassenen Wahlaufrufe wird ein neuer Kulturkampf in aller Form proklamiert. Man liest da:

durch die Aussicht der vornehmen gesellschaftlichen Verbindungen bestochen, willigte ein. Die Trau­ung wurde also vollzogen, still, fast geheim, wor­auf mein Vater seine junge Frau nach Frankreich brachte. Bald darauf aber gingen sie nach Wien, wo, ein Jahr später, ich geboren wurde. Meine Mutter und ich wohnten in einer Vorstadt, in einem kleinen Häuschen. Anfangs besuchte uns mein Vater täglich, später seltener, manchmal oer- gingen mehrere Wochen, ohne daß er kam. Eines Tages, ich war damals vier Jahre alt, erhielt meine Mutter ein Billet, welches ihr anzeigte, daß mein Vater zu einer längeren Reise ae-uvunaen sei. Ein volles Jahr war vergangen, als er end­lich wiederkam und uns mehrere Wochen hindurch fast täglich besuchte. Meine Mutter bat ihn, daß er sie doch endlich seinen Verwandten zuführen und seinen Sohn öffentlich anerkennen möge.

Er aber bedeutete ihr in schönen Worten, daß ferne Angelegenheiten noch nicht völlig geordnet seren, was aber bald geschehen werde; bis dahin solle sie sich nur noch gedulden. Ich habe guten Grund anzunehmen, daß seine aristokratischen Verwandten niemals von der Existenz seines Kin- des erfahren haben, daß er in einem vornehmen Wien's logierte und vornehme Ge­sellschaften besuchte, wo er als Junggeselle betrach-

•• er überhaupt ein luxuriöses Leben e, Itoäbrenb seine Frau einsam und verlassen, vielleicht gar verachtet und verspottet von ihren Mitmenschen lebte. Wieder verreiste mein Vater und totr haben ihn nicht wieder zu sehen bekom- MZN. 9htr zweimal erhielt meine Mutter ansehn- rche Summen Geldes von London geschickt, wahr- scheint,ch von ihm. Der Schmerz über ihr Verlas- Wem und dre Sorge um die Zukunft ihres Sohnes nagten am Herzen meiner Mutter; ihre fchonen Augen verloren ihren Glanz und sie be- 8?/aft wa?"' b‘8 06 *Ech fior6' 00 ich zehn

@ine gewaltige Welle, begleitet von einem urchtbaren Windstoß, erschütterte wiederum das Sabrieuo und machte es schwanken.

Der falsche Erbe.

Roman von Ed. Wagner.

(Nachdruck verboten.)

ob zwei Zeitungen von der Behörde zur Aus­wahl angegeben sind. Wir nehmen daS letztere an, weil sonst die Bekanntmachungen ungebühr­lich verteuert werden würden. Recht bedenklich ist aber, daß die Behörde überhaupt die Zeitungen auswählen soll. Das ermöglicht die Ent­scheidung nach politischen Rücksichten und kann zum Ausschluß von Zeitungen bestimmter Partei- tid)hingen führen, während doch die Billigkeit verlangt, daß jede Partei die Möglichkeit haben muß, die Zeitung ihrer Richtung für die Bekannt­machung zu wählen, die sich ja doch an ihre Anhänger richtet. Es müßte genügen, daß ein Exemplar der betreffenden Zeitungen der Polizei zuzu­stellen wäre. Die Bekanntmachung durch An­schlag, für die ebenfalls die deutsche Sprache vor- geschtteben ist, wird auf solche Gemeinden be- ichränkt, in denen öffentliche Einrichtungen (Säulen, Anschlagstaseln) für den Anschlag von Ankündig, ungen mittels Plakates bestehen. Es ist nicht einzusehen, warum diese Beschränkung getroffen wird. Warum soll nicht ein Maueranschlag überall genügen oder das Herumtragen einer Bekanntmachung in einer Form, die auch die Polizei in Kenntnis setzt, und warum lediglich in Plakat in kostspieligster Form? Im Reichs­tage hat ja der Staatssekretär ausdrücklich erklärt, die Bekanntmachung sei so zu gestalten, daß die f Polizei bei vernünstiger Aufmerksamkeit rechtzeitig >ie nötige Kenntnis von dem Stattfinden der Versammlung erlangen könne; Erforderniffe, die iber die Erreichung dieses Zwecks hinausgingen, ollten an die Form der Bekanntmachung nicht geknüpft werden. Die jetzige Anordnung scheint uns aber erheblich über die Erreichung dieses Zwecks hinauszugehen, und es ist deshalb auf Milderungen hinzuwirken, die jeden Mißbrauch ausschließen. Die weiter zu § 12, dem Sprachen- Paragraphen getroffenen Aussührungs-Bestimm- nngen bringen ganz unzweideutig die gegen die Polen gerichtete Tendenz dieses Paragraphen zum Ausdruck.

* Einen bösen Hereinfall hat ein Spaß« vogel der liberalen Mln. Ztg/ bereitet, die in ihrer Nummer 498 die aufregende Nachricht „au- kirchlichen Kreisen" brachte, m Bayern würde in Zukunft einJesuitenkatechismuS eingeführt, in welchem

Vertreter der Arbeitgeber Dr. Mayer-Franken- thal sich sehr entschieden für volle Ausrechthallung der Selbständigkeit verwandte. Er sühtte aus: Hch gehöre keiner politischen Pattei an, aber auf Grund meiner langjährigen Erfahrung als Kassenvorsitzender und Leiter unseres Provinzial- verbandes kann ich versichern, daß die Versicher­ungsanstalten sich nur dann günstig entwickeln tönnen, wenn die Vertreter der Versicherten und nicht der Arbeitgeber ausschlaggebenden Ein- fluß in der Kasse haben. Leider ist der Kampf um die Selbstverwaltung in der Hauptsache ein politischer Kampf geworden. Man hat vergessen, daß die Krankenkassen in erster Linie doch sozial­politischen Zwecken dienen sollen. Ich leugne nun nicht, daß die Selbstverwaltung gewisse

„Das ist ein entsetzliches Wetteri" rief Brander ärgerlich.

„Unausstehlich; und doch habe ich er schon ebenso schlecht erlebt," ertoiberte Guido. „Wir werden schließlich doch den Hafen erreichen, und dann wollen wft uns für die entstandenen Un< annehmlichkeiten entschädigen. Nach meiner Be« rechnung müssen wir uns in der Nähe deS Cap de Gallo befinden, welches etwa sieben englisch«, Meilen von Palermo entfernt ist."

„Sieben Meilen bei diesem Wetter- sst noch immerhin schlimm genug," bemertte Brander. „Die Küste ist voller Klippen und bei einem sol­chen Sturm gefahrvoll, selbst wenn der Kapitän das Wasser und die Küste kennt, wie das Abc."

Er schaudette bei dem Gedanken an die Ge­fahr und beim Anblick der schwarzen, dichten Wol­ken und der schäumenden und tobenben Wellen.

„Sie wurden in Ihrer Erzählung unterbro­chen," sagte Harrington, den die Geschichte seines Begleiters interessierte. „Was geschah mit Ihnen nach dem Tode Ihrer Mutter? Hcchen Sie Ihren Vater nicht wieder geschen?"

„Niemals; doch gehött habe ich von ihm," entgegnete Brander und fuhr dann in seiner Er- zahlung fort. „Mein Vater schien seine gehet- men Agenten oder Spione zu hoben; denn kurz nach dem Tode meiner Mutter kam ein Mann zu nnr und sagte, daß mein Vater ihn geschickt habe, um mich nach meiner Großmutter zu bringen. Von diesem Manne erfuhr ich auch, daß mein Va- ter un Besitze großer Güter sei und daß er mich naaj einigen Jahren zu sich nehmen würde. Es schien mir später, als ich mehr Verstand hatte, un­über die Aussagen jenes Mannes reichlich nach­denken konnte, daß dieser auch nichts Bestimmtes über meinen Vater wußte, vielmehr nur mit be­stimmten Instruktionen versehen war. Ich wurd« also ?u meiner Großmutter gebracht, welche fünf­hundert Taler jährlich zu meiner Erziehung er. hielt, dafür aber auch das Versprechen gab, über

"'S1'. ,“"i sah einen SugenlM nach, denn ich vor sich hin.

ninitfna Grund oder können ihn toe-

hch Äne^Münü 's-Q0Vr bann- »Mein Vater Verwandtes die Tochter eines entfernten ist a?s ob die M e >r Wind heult! DaS ist, als ob die Welt untergehen sollte."

„Ja," antwortete Brander Wind und Wetter. „Und bie StanfielS - MeeuTS L A mir so viel erzählt haben und mit der sn- r lebhafter Korrespondenz standen?" ®lc tn f°

„Ja," versetzte Guido; nach meines Wunsch soll ich Ella heiraten, und um vermeiden, daß wir wie Bruder und Schweb zusammen aufwuchsen, sandte er mich, alg en„ tn unser Haus kam, um dort zu bleiben Deutschland. Am Abend vor meiner Abreise' teil§ er mir seine Hoffnungen, Pläne und Wünsche mtt und ermahnte mich, mein Herz für Ella, die er wie eine Tochter liebt, rein und frei zu haften überhaupt mich ihrer würdig zu machen. Dies habe ich auch getan; nie habe ich geliebt und mein Herz ist frei wie damals, als ich das Vater­haus verließ. Gestern nun erhielt ich die Bot- schaft meines Vaters, welche mich, nachdem die fünf Jahre abgelaufen find, in die ^tmat zu- rückrust. Ich weiß, daß er meine Rückkehr des­halb anordnet, damit seine Wünsche verwirklicht werden, damit ich Ella zu meiner Frau mache. Ihr Porträt haben Sie gesehen?"

„Sie ist schön und, woran ich nicht zweifle, tt>el und gut, ckuch reich, wie Sie mir gesagt haben. Fortuna ist Ihnen freundlich gesinnt, Herr Har- rington. Sie werden gewiß Ihr« schone Braut Kuch bereits liebgewonnen hahelll"

Schattenseiten und Mißbräuche gezeitigt hat. Ader ich kam» zu diesen Mißbräuchen nicht die Tatsache rechnen, daß die Arbeitnehmer gern Beamte an« stellen, die ihnen politisch oder gewerkschastlic i nahestehen. DaS liegt im Wesen aller politischen Parteien und in ihrem Sweben nach Macht. Noch nie hat eine nationolliberale Mehr­heit einen Oberbürgermeister au8 ben Reihen deS Zentrums gewähtt.

X Zur Ausführung deS Reichsvereinsge­setzes in Preußen. Nach § 6 deS Vereinsge­setzes bedarf es einer Anzeige nicht für Ver­sammlungen, die öffentlich bekannt gemacht worden sind. Für Preußen sind nun durch die am Montag mit geteilten Ausführungsbestimmungen zwei Arten der Bekanntmachung für zulässig erklärt worden, erstens durch Zeitungen, zweitens durch An- schlag, beide aber mit Erschwerungen versehen worden, die beide über den Zweck, daß die Polizei davon Kenntnis erhält, hinauSgehen und ohne Not die Sache erschweren. Für die Bekannt- machung durch Zeitungen wird erstens die Be­kanntmachung in deutscher Sprache vorgeschrieben, zweiten- die Bestimmung der betreffenben Zeitungen der Verwaltungsbehörde überlassen und endlich angeordnet, daß für jede Gemeinde mindestens zwei Zeitungen bestimmt werden müssen. Letztere Bestimmung ist, bemertt die ,Frkst. Ztg/, insofern unklar, als nicht gesagt wird, ob die Bekannt­machung in zwei Zeitungen erfolgen muß oder

„Durchaus nicht. Ella fit lieblich und schön, tote rhr Porträt zeigt, sie ist, nach ihren Briefen zu urteilen, liebenswürdig und herzensgut; aber ich fürchte, daß sie nicht mit meinem weiblichen Ideal übereinstimmt. Mft bangt vor der pro- jeftierten Heirat, und doch ist es mir nicht mög­lich. den Wünschen meines Vaters entgegenzu- treten und all' seine Hoffnungen und Pläne zu zerstören, die er nur aus Liebe zu mir so lange gehegt und gepflegt hat."

„Wirklich?" fragte Brander mit fpöttischern Lächeln.

Guido wandte sich verwurrdert nach feinem Reisebegleiter um und dieser, dies bemerkend, fuhr hastig fort:

„Ich glaube, daß ich Ihrem Vater Unrecht tue; doch ist das nicht meine Schuld. Ich habe zu bittere Erfahrungen — habe ich Ihnen jemals von meinem Vater erzählt?"

„Nein, ich glaubte, er sei tot. “

„Es ist möglich, daß et tot ist; wenn er aber noch lebt, so ist er ein Schurke. Erschrecken Sie nicht über meine Worte, Guido; hören Sie meine Geschichte, und bann urteilen Sie. Ich bin heute s» bitterer Stimmung; dieser Sturm scheint auch rn meinem Herzen alle trüben Erinnerungen auf- Rütteln. Wenn mich meine Vermutungen nicht wuschen, stammt mein Vater aus einer reichen, aristokratischen Familie —"

f, ,"?Ie wissen also nicht, wer Ihr Vater war?" M Kn Guido ins Wort.

"»«Ern! Ales was ich weiß, sst folgendes: einfocfi^iL butter war die Tochter einer Witwe, meine und lebensfrisch. Die Witwe

Rhein, bd -besaß ein Logierhaus am

Bursche Satcr' cin junger, luftiger

in di- Tocbt^ l wohnte. Er verliebte sich Hand ansi^r^r Wittm undhieü um ihre so lange flehe im „Ä Admgung, daß dre Herrat schaftsanart^-^.-^^^" würde, bis fetne Erb- Sn SM?««egelt seien. Das Mäd- btt Mutter des jungen Mannes und

tmt«, durch dre höbe.Ehr« aefchmeichelt und

di» auch vom nationalwirtschastlichen Standpunkt« auf einer Betrachtung unterstellt zu werden verdient, beson­ders wenn man erwägt, daß der Orden Jesu seinen wirtschaftlichen Stützpunkt nicht gerade in Deulsch»

Wie man sieht, haben der hl. Vater und bie bayerischen Bischöfe eine ganz kolossale Neu­gründung hier veranstaltet, deren finanzielle Aus­nutzung sie den Jesuiten, natürlich gegen ange­messene Prozente, übertragen haben. Gegenstand der Gründung, so spottet die Bonner,Deutsche ReichSztg/ ist eine neue katholische Reli­gion, in welcher die Sakramente nicht mehrt von EhttstuS eingesetzt zu sein brauchen, so daß die Jesuüm in der Sage find, neue Sakramente zu schaffen, auch wieder „eine Goldgrube von unerschöpflichem Wette", wodurch wieder neue’ Katechismen veranlaßt werden, die auch wieder zu neuen Goldgruben für die Jesuiten werde« I Man begreift wirklich nicht, wie die,Köln. Ztg/,f die sich doch so viel und so unentwegt mit bexr katholischen Religion befaßt, sich einen derartige« Bären aufbinden lassen konnte, man begreift aber wohl, rote viel vernünftiger die.Köln. Zig.' handeln würde, wenn sie endlich einmal bie katholische Religion, von ber sie doch feinen Schimmer hat, tn Ruhe lassen wollte. Jude«

vorliegenden Falle wäre es doch für ihre Redaktion ein leichtes gewesen, sich über die Angelegenheit zu orientieren, ehe sie diese karnevalistische Nach«' richt veröffentlichte. Die Redaktion brauchte nütz den „Jesuitenkatechismus" für die katholisch« Volksschule von I. Deharbe, S. J., aufzuschlagen/ dort steht unter der Frage 225: Wer hat bi« Sakramente eingesetzt? Christus hat die Sakral mente eingesetzt.

(*) Gin treffendes Urteil über ben Abgsi Everling. Die Freuzztg/ (Nr. 220) schreibt: „So hat der Geschäftsführer des Goan# gelischen Bundes wiederholt darin seine Auf­gabe erblicken zu müssen gemeint, daß er kon- essionelle Streitigkeiten in die Debatte trug, so daß von konservativer Seite sogar da- egen Verwahrung eingelegt werden mußte. Jlan wird wohl den Wunsch auSsprechen dürfen, daß die nationallibeeale Fraktion, deren Mitglied dieser Spezialist ist, seinem Betätigungsdrang Zügel anlegen möchte." — Es ist zutreffend, daß der Abg. Everling, von einer Ausnahme ab» ;esehen,seithernur „konfessionelle Streitig­keiten" in den Reichstag getragen hat, und dieser Mann, der Geschäftsführer des Evan­gelischen Bundes, sitzt bet den Nationalliberalen i

* Braunschweig, 12. Mai 1908. Der Land ag beschloß, die Regierung zu ersuchen, deq Schluß des Schuljahres auf Ende März fefU usetzen, ferner auf die Festlegung bei Oster» esteS hinzuwirken.

* Dresden, 12. Mai 1908. Eine Beamten« gehaltserhöhung wirb jetzt auch in Sachsen in

drei Stücken, di» bis jetzt ein Sakrament auSmachte«, nämlich sichtbares Zeichen, unsichtbare Gnade und Etn» etzung durch JesuS ShrtstuS, da» dritte Stück, bie Stn- etzung weggelaflen ist. DaS ist ein Zugeständnis an den JefutttSmuS von enormer Tragweite. UebttgenS erschließt sich der Orden mtt dem Verlagsrecht für ein so massenhaft abzusetzendeS Buch »in« Goldgrube von unerschöpflichem Wert» — ein« fi-ragt

I „Zugleich aber (fordern wir) Sicherheft gegen den

_ „ I unheilvollen, all» Selbständigkeit vernichtenden Einfluß

Deutsches Reich. einer ihr Amt zu politischen Zwecken mißbrauchenden

I G eistlichkeit." . . . „Drohender denn irgendwo

* Die Hochseeflotte ift mit 28 Schiffen unb I breiten sich di» finsteren Schatten eines unduldsamen.

Rm-bf-e r.ligtöS-polittschen Geistes über unsere sonnige

15 000 Mann zu ben Hebungen in ber Nordsee Die Freiheit der Wissenschaft wie der politischm

ausgezogen. , I Ueberzeugung und des nationalen Gewissens soll unter»

□ Dr. Hill, ber neue amerikanisch« Bot-1 drückt, daS Voll nach den verschiedenen Bekenntniflen schaster in Berlin, kommt Anfang Juni nach I auseinander gerissen werden." __

Berlin. Er hat sich vorläufig noch keine Wohnung Wenn wirklich bie Nationalliberalen ben Geist gemietet, er wirb vielmehr einstweilen im 4 Stock I ber Unduldsamkeit bekämpfen, bie Freiheit ber be§ Hotels Adlon, beS neuen glänzendsten Hotels Wissenschaft sichern unb eine geeignete Grunblage ber Reichshauptstadt, Wohnung nehmen, bis erH^>\8«fammenarbeiten ber Ange- bie amerikanische Botschaft würdig, ob« seinem ^^gen der verschrobenen Bekenntnisse rm natro- I nalen Interesse schaffen wollten, bann würben sie

70 000 Mk. betragenben Gehalt entsprechend, ja zunächst bei sich silbst gründlichst zu säubern ha- untergebracht haben roirb. I ben. Aber waS sie wollen ist das gerade Gegen-

r Die Teuerungszulagen der preußischen teil. Sie gebrauchen schönklingende Phrasen, Bolksschullehrer sollen nach einer Verfügung beS I um so ungeniert einen Kampf gegen Konfes- Kultusministeriums „mit tunlichster Beschleunig-1fion und Kirche zu führen und um unduldsam ung angewiesen werden und die Zahlung un-1 alles nieb erzukämpfen, was auch für eine mittelbar an bie beteiligten Lehrpersonen erfolgen, andere Ueberzeugung und für andere Wissenschaft (*) Der Taler. Ein Berliner Blatt behauptet aIs. antinationalliberal gestempelte Achtung zu wissen, daß die Regierung gesonnen fei, dem bteHkn^ Achtung unb

Verlangen des Reichstages nach Ausprägung des ;fur ^^Ueberzeugung

crsL. I Anoerer sind aber bie einzigen unb sicheren Grunb-

?• f * iU ?eLeK‘ Reichstag I lagen für em friedliches Zusammenleben ber An- m seinen letzten Sitzungen wider gehörigen verschiedener Konfessionen I

den Willm der Reichsregierung in das neue Münz- ns. Die Zentralstelle für Bolkswohlfahrt gesetz einen Passus ausgenommen, ber bie Re- hat soeben in Berlin ihre alljährliche Konferenz gierung verpflichtete, Dreimarkstücke ausprägen zu begonnen. Man beschäftigt sich auf dieser Kon­lassen. Von der Blocklinken wurde dieses Ver- ferenz vorzüglich mit ber Förderung und Aus- langen energisch bekämpft. geftaltung der hauswirtschaftlichen Unter-

— Die Gesandtem Mulay Hafids werden Weisung. Der Besuch war sehr stark, erst heute Mittwoch vernommen werden. Merkwürdigerweise hatte man die Frau des n Zum Fall Eulenburg ist das Kammer- nationalliberalen Abgeordneten Frhr. Heul zu gericht über den Antrag auf Haftentlassung noch Herrnsheim als berufene Sachverständige zu immer nicht zu einem Beschlüsse gekommen. Es diesem Thema angesehen. Sie führte aus: Eine heißt, ein Beschluß soll am Mittwoch verkündet gute Hauswirtschaft hebt das Familienleben, gibt werden. Wie weiter gemeldet wird, soll Eulen- dem Manne Halt, Lebensreiz und Gegengewicht bürg sich bei der Vernehmung über die ihm zur gegen die Berufsarbeit und erhält durch Abhal- Laft gelegten Verfehlungen daraus zurückgezogen tung von schädlichen Einflüssen seine Kraft und haben, er erinnere sich auf nichts mehr. Gesundheit. Weiter bietet eine gute Hauswirt-

# Düsseldorf, 10. Mai 1908. Auf bem heute schäft den Nährboden für die vernünftige Er- hier abgehaltenen Parteitage der rheinischen N a- ziehung der Kinder, well sie bie moralischen. 11 onalIiber alen sprach Abg. Dr. Friedberg Ipraktischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten der wert ift ba?er nilA°b^ Hoffnuna^^teilte^^' Kinder entwickeln Hilst. Die Dienstbotennot ha: schon im Herbste über bie Reichsfinanzreform zu ^""^gebildetheit zum Berufe

einer Einigung kommen. Weiter sprach er sich I!M,Len^ V* Dienstmädchen und für die Fort- gegen bie Beseitigung ber geistlichen Schulaufsicht "lldung des Personals untaugliche Hausfrau, und bie Ersetzung derselben durch bie Fachauf-1 — Auf dem 4. Krankenkaffenkongreß in

sicht aus. Bei Fortbestand ber geistlichen Schul- Berlin beschäftigte man sich am Dienstag in ein- mftsicht bestehe „bie Gefahr ber Abhängigkeit ber gehender Diskussion auf Grund ber am Montag ©amlc bon der katholischen Geistlichkeit und damit I vorgetragenen Referate mit ber Selbstver-

***‘iamontaniSmu5". Für bie rtiangelischen Iwa11ung ber Krankenkassen Dabei aab »KS toä VSLIS« Meinung kurzsichtig handelten, wenn sie in dieser Frage, mit dem Zentrum Hand in Hand gingen.

rn™tne. ^Übertragung des Reichstagswahlrähts auf Preußen wollte der Redner nichts wissen. Abg. Ds- Hteber, ber die Reichspolitik besprach, be- muhte sich zu beweisen, daß ber Block mit bem Reichsvereinsgesetz gute Politik gemacht habe. — ^.n •"'t' ,- Ofienen Beratungen wurde auch über

bro An tizentrumsvereiuigung, die „Deutsche Ver- ofr^,an?eIA Wie bie nationalliberale „Deutsche Ztg. berichtet, wurde betont, sie be-

6 LF Un 1 ?. ^.st ü tz ung durch zahlreichen Beitritt. Wenn möglichst viele liberale Män- ner sich tn diese Organisation aufnehmen ließen, dann werde es vielleicht möglich fein, den libera­len Einfluß gegenüber den konservativen Tenden- zen in ber Deutschen Vereinigung zu stärken. In I