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RotationsdrnSun» Verlag der Fuldaer N» ttendruckerei in Fulda Fernsprecher Nr. 9.

n

Fulda, Mittwoch den 1. April 1908.

JW 76.

35. Jahrgang.

Erstes ^dlatt

Deutsches Reich

Alsdann wurde nach kurzer Erörterung die

, Abg. Speck (Ztr.) befürchtet durch die Sin­

der großen Städte und eine Einschätzung der Lehrer, die bedauert werden niüffe. Man verweise auf die Freiheit der Gemeinden, selber für die Lehrer zu

***«**^Ä

Preußischer Landtag

Abgeordnetenhaus.

Sitzung vom 31. März 1908.

----.-----,__tniffe der Altlutheraner angenommen. Während bisher Altlutheraner sich zu Gemeinden zusammenschließen konnten, denen die Rechte einer juristischen Person zukommen, sollen künftig auch der Gesamtorgani­sation der Altlutheraner die Rechte einer juristischen Person verliehen werden.

sorgen. Von dieser Freiheit der Gemeinden spreche man aber nur dann, wenn man ihnen Lasten aus­erlege.

Abg. Schmedding (Ztr.) begrüßt es, daß die Vorlage etwas weiter gehe, als di« des Vorjahres. Bedauerlich sei, daß die Grenze schon bei einem Gehalt von 4200 Mark gezogen sei. Noch schlimmer lieg« «8 bei den Lehrern, bei denen viele der Teuerungszulage verlustig gingen.

Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben erklärt die gegen die Vorlage erhobenen Einwendungen für un­begründet. Eine Parallele zwischen Lehrern und Beamten zu ziehen, sei nicht berechtigt, da für die Lehrer in erster Linie die Gemeinden zu sorgen hätten.

Morgen gelangt die Sekundärbahnvorlage zur 2. Lesung.

Mittwoch: 2. Lesung der Sekundärbahnvorlage.

I Abgeordneter Paasche und daS Kriegs» mtnrsterinm. Am Montag ist im Reichstag bei

I Bermung des Mllitäretats der Abgeordnete und Lizepräsident Dr. Paasche auf den Vorstoß

I zuruckgekommen, den er in der zweiten Lesung gegen den Kriegsminister General v. Einem m Sache der Moltke-Harden.Affäre ge­richtet hat und der als von nationalliberaler Lette ausgehend, damals Aussehen erregt bat Lasche halte getadelt, daß der KriegSminister ! über bte Einzelheiten der Affäre, als er über si« !Pra m' ""genügend unterrichtet gewesen sei und den Grafen Moltke zu sehr in Schutz genommen habe, denn m Berliner OsfizierskasinoS seien schon seit Jahren anzügliche Lieder auf den Grasen Moltke gesungen worden. Diesen Angriff hat nun Herr Paasche am Montag wenigsten- teuwelse zurückgenommen Man hat in den letzten Wochen m engeren Kreisen gehört, daß auf Herm staasche andauernd ein Druck auSgeübt werde, um ihn zu einem Widerruf seiner damaligen

seit einem halben Jahre Braut und ihr Verlob­ter, ein schöner, unvermögender Kavalier, hatte ihr mehr als einmal zugeschworen, daß er sie liebe.

Freilich, wenn das junge Mädchen in Gesell- schäft ihres Vaters oder in der des Verlobten sich befand, dann beherrschte sie sich meisterlich, um ihre Traurigkeit nicht merken zu lassen; sobald ste aber wieder allein war, hoben tiefe Seufzer die jungfräuliche Brust, und ihre Gedanken weil- ten in weiter, weiter Ferne, der Gegenwart völ- lifl entrückt.

Im brennenden Wüstensande, verschmachtend dahrngestreckt, lag ent einsamer Pilger, fein bre- chendes Auge suchte ein Wölkchen am leuchtenden Horizont, um es zum Boten seines letzten Grußes zu machen, seine Gedanken suchten die Heimat — und dieser verirrte Pilger war Rafaello Pie- Polo.

Kultusminister Holle betont ebenfalls, daß es Pflicht der Gemeinden sei, für Teuerungszulagen der Lehrer zu sorgen. Der Staat habe sich aber entschloffen, anstelle der Gemeinden vorschußweise den Lehrern die Zulagen zu gewähren. Für die Geistlichen hätten die Kirchenbehörden, in erster Linie der evangelische Kirchenrat, in Aussicht ge­nommen, aus knchlichen Mitteln größere Summen flüssig zu machen für Besoldmtgsvorschüffe an ein­zelne Geistliche.

Abg. Dr. Jdrrhoff (frk.) betrachtet die Vorlage nur alS einen Notbehelf und bedauert, daß die Be- soldungSvorlaae noch nicht erschienen sei.

Abg. Kopsch lfreis. Vp.) bemerkt, die Vorlage zeige eine Benachteiligung der Jndustriebezirke und

__ I uuh auaj pato

+knKrtc tx-^e Abstimmung über diese An-! kommen werde.

‘ vertagt. I Alsdann louroc nach kurzer ycrc

woch. Schiffahrtsantrag und Versiche- Vorlage betr. die Rechtsverhält rungsamrag. 1p**«* - - 7-----

Abg. Schröder-Kassel (nl.) hält es nicht für an­gängig, daß 35 000 Lehrer ohne Zulagen bleiben

Herrenhaus.

Sitzung vom 31. März 1908.

Das Herrenhaus setzte die Etatsberatung beim Etat des BureauS des Staatsministeriums fort. Dabei kam man wieder auf das Wahlrecht zu ' sprechen.

Prof. Dr. Hillebrandt-Breslau und Gras Mirbach sprachen sich für Erhaltung des preußischen Drei­klassenwahlrechts aus, während die

Oberbürgermeister Strnckmann-Hildesheim und Bender-Breslau, sowie Prof. Loening-Halle sich da- gegen aussprachen.

Die Forderung freier Eisenbahnfahrt für Abgordnete lehnten

Frhr. v Lucius und v. Buch ab.

Beim Eisendahnetat erklärte sich Minister Breite»- j bach damit einverstanden, daß der Finanzverwaltung j

>?neJe .3E.it warb Amadeo ©antont um dir Hand Angiolinas.

, ,.®er lvird sich erinnern, daß wir schon früher von den eifrigen Huldigungen desselben berichtet haben, er war ein häufiger Gast in ber Nwnero gewesen und schien eine aufrich ttge 9ietflitng für die schöne Blinde zu hegen. ,.. xer? Angiolinas sprach allerdings nicht sur den Freier, aber das erschien dem Marches« ganz natürlich; das arme Mädchen konnte den Mann iq nicht sehen, ber um ihre Hand warb und in seiner Gesellschaft war sie stets ängstlich und befangen.

. .^bererfeits kannte Angiolina ja selbst nicht das Gefühl, dos tn ihrem Herzen für Rafaello lebte uni sie wäre erschrocken, wenn man ihr ge* jagt hatte, daß dies Liebe fei.

Gewöhnt, den Willen ihres Vaters zu tun. den sie über alles liebte und verehrte, hatte fi< dringenden Bitten nachgegeben und ein- gSwilligt, die Gattin Amadeo Santonis zu iverben. °

Schoer und bleiern war der Schlaf, welcher den Erschöpften befiel. Als er endlich daraus erwachte, war es Nacht geworden.

Das große Gemach war fast in Dunkel ge­hüllt, denn daZ Flämmchen einer kleinen Lampe, die vor einem Muttergottesbilde brannte, ver­breitete nur ein schwaches Licht.

Giovanna hatte es nach frommem Brauchs entzündet, da es Samstag war, ein der Ma- donna geheiligter Tag, an welchem auch in der ! ärmsten Hütte ein Oellämpchen vor dem SHirho der Mutter Gottes brennt.

Zuweilen fehlt den Kindern des Hauses das Brot oder die Polenta — das Oel int Glase für die Madonna aber fehlt nicht.

Die durch die unsichere Beleuchtung des gro- wn Zimmers, durch das hin und her flackernde Licht des Lämpchens erzeugten Schattenbildun- gen, die sich bald in seltsam unheimlichen Gestal­ten formten, bald gespenstisch durch das Gemach zu schleichen schienen, beunruhigten den Kranken dessen Fieber sich wieder eingestellt; er rief nach Domenico, nach Giovanna.

Dieser erschien nun noch öfter in Sorrent und da ihm bald klar wurde, daß das Herz seiner kCrFnmenfi*°<9r nt^r f“r *-6n gesprochen, war et fo flug, sich Angiolina nicht gewaltsam aufzw. tarnen raS.“ ^säutigamsrechte zu bean« 'S er versuchte durch aller,

^/lelne Au merksamketten, sich beliebt zu w X" 3«9leuÖ die Stellung eines Freunde», eines Bruders zu erringen. ,

^r Tat gewöhnte sich die Blinde bald an die Gesellschaft dieses unterhaltenden und ge, duld,gen Gefährten und sie war ihm dankbar,- l^r Herz sprach nicht für ihn, schon feint Lnmrne flößte ihr viel eher eine Antipathie ein, die sie sich oft zum Vorwurf machte. ES ist be-, gretfttch, daß ein Brautstand, unter so eigen-; tümlichen Verhältnissen geschlossen, auch ein ab-: sonderlicher bleiben mußte.

So war eS denn Santoui noch nicht gelungen, den Marchese zu beftimment, den Hochzeitstag feftiufeSen. (ft f) .<

„Giovanna!" schrie er wütend.

Nichts rührte sich.

Gänzlich erschöpft sank der Kranke zurück.

•Z?Quer —„.Wasserl" jammerte er kläglich „ich verbrenne!" 0

^Doch keme Hand bot dem Geizigen einen Dropsen des kühlenden Trankes, um feine Lip- Pen damit zu netzen und feinen letzten Kampf Minder qualvoll zu gestalten.

,, Allmählich wurde das Gewimmer immer schiecher, dis es endlich völlig verstummte.

< .sn8 der erste Schimmer des Frühlichtes in siel er auf das furchtbar entstellte Antlitz einer Leiche.

Tommaso Basileo war in der Nacht gestorben.

14.

I . * Um den Hill-Zwischenfall zum Abschluß M I bringen, besuchte der deutsche Botschafter Speck Ivon Sternburg Montag abend auf Verab- I redung den Präsidenten Roosevelt. Als Er- I gebnis der Konferenz wurde folgende Note au»» I gegeben: „Im Anschluß an die bereits vom beut» I scheu Auswärtigen Amt veröffentlichte Mittei- I lung hat auch der deutsche Botschafter der Bun- I desregierung die Versicherung übermittelt, daß I niemals eine Aenderung im Standpunkt gegen» I über Hill und der herzlichen Bereitwilligkeit, I H i l l in Berlin willkommen zu heißen, ein» | getreten sei. Offenbar sind einige Steuerungen I gelegentlich eines Gespräches entstellt und über» I trieben worden, sodaß ein irrtümlicher Eindruck von der ganzen Angelegenheit hervorgerufen wurde. Tie beiden Regierungen haben niemals an diesem Mißverständnis teilgenommen. Der Regierung liegt es im Fall Hill ganz besonder» daran, zum Ausdruck zu bringen, daß der Be»

! f i.tz nur bescheidener Mittel kein Hindernis für die Beförderung zur höchsten Stellung bilde." — Die Note kennzeichnet sich im ganzen vor allem als eine Genugtuung, die Ame­rika sich verschafft hat, wenn auch der Eingang meSache begreiflicherweise so darstellt, als ob eine so.sche Genugtuung nur gegenüber den „Mißver­ständnissen" in der öffentlichen Meinung nötig geworden wäre. Wenn die Diplomatie einen -Dundenbock braucht, ist die Presse ihr ja immer gut genug dafür.

Aber ersterer war nicht wieder gekommen nach her schönen Abfertigung, welche er erfahren, und die Blödsinnige hörte ihn entweder nicht ober wollte ihn nicht hören.

Die Schatten kamen immer näher, jetzt hatten sie ihn fast erreicht. Wimmernd verkroch sich ber Aizige unter der gefiifffen Wolldecke seines ärm­lichen Lagers, hier suhlte er sich sicher.

Bald aber begannen anbete Marter für ibn , 2)er Durst quälte ibn, die ausg^örrte Zukge ihm wie em glühendes Eilen im «Änbe Sieber stieg, dre Pulse schlugen zum Ze>

Selbstquälerisch malte sich die Blinde alle Ge- fahren aus, denen der liebe Verwandte bei seinen Ltreifzügen in Afrika ausgesetzt war. Nach Ra- saellos Abreise mußte ber Marchese jebes neu- erscheinenbe Buch über ben „dunklen Erdteil" kommen lasten, und Angiolina lauschte mit nie ermattendem Interesse dieser Lektüre.

Seitdem waren Jahre vergangen und keine Nachricht von dem Verschollenen war den Ver­wandten geworden, obwohl der Marchese alles aufgeboten hatte, näheres über das Geschick des Neffen zu erfahren.

Doch vergebens waren diese Anstrengungen gewesen und man hatte sich an den Gedanken gewöhnen müsten, daß ber waghalsige junge Mann seine Abenteuerlust mit bem Leben be­zahlt habe.

Nur die Blinde gab nicht alle Hoffnung auf ’S? ^üben Stunden ihre Phantasie so dustere Bilder ausmalte und tiefe .^r es ihr immer, .„Drache eitte Stimme tn ihrem Herzen: Ra- fqello lebt — er wird einmal wisderkommenl

springen — er konnte die Qual nicht länger er- tragen. Der Wasserkrug stand nahe seinem La- blinzelte ein wenig mit ben Augen und taflate danach, letzt hatte er ihn erreicht und I^ran-T^n 3um Munde — der Krug war leer bte Wirtschafterin hatte verabsäumt, rhn wieber zu rauen.

;6ng;ne^F^ntouna ausstoßenb, schleuderte er bQ§,3'mrner, too er krachend zerbrach

nige nfVföbri6 03 tief hie Blödsin-

Abg. Dr. Weber (ntL): Auch wir haben eine ^^e von Bedenken gegen ben Entwurf. Die Gebühren lassen sich nicht gesetzlich festlegen, da sie leicht geändert werben müssen.

Abg. Kämpf (frs. Vp.): Das Postscheckgesetz kann ber ländlichen Genossenschaft feinen Ein­trag tun; niemand wird ber Post 100 M zinslos sieben, wenn er bei Genossenschaften unb Spar­kasten Zins erhalten kann. Der Entwurf wirb also nicht viel prattische Bedeutung erhalten.

Abg. Nacken (Ztr.) hofft von bem Postscheck- Verkehr eine Vereinfachung des Geldverkehrs in Geschäftskreisen. Die Gebühren müssen durch Gesetz feftgelegt werden; sie dürfen nicht zu hoch sein. Man könnte schon vor 1914 die ganze grage gesetzlich regeln. Den Bestrebungen auf eine Konzentratton des Gelbes müssen wir ent- gegentreten.

, .Nach kurzen Bemerkungen der Abgg. Raab ftvtrtsch. Vgg.) unb Dr. Arcirdt (Rp.) wird ber Entwurf ber Budgetkommission überwiesen..

Es folgt die 1. Lesung der Münznovelle die bte Einführung eines 25Pfennigstückes bezweckt unb bte Erhöhung ber Kopfquote ber L-tlberschetbemiinzen von 15 M auf 20 <4C.

Reichsfchatzsekretär Shdow begründet die No- b®t.: ®te entspringt Nützlichkeits- unb Zweck-1 maßtgkettsgrunden. In den letzten Jahren ist b" Wunsch nach Einführung eines 25-Pfg.- stucks immer mehr laut geworden, besonders von I norddeutschen Handelskammern. Die Münze nicht zu stark ausfallen, etwa in ber Größe I 6^4™ bem 50-Pfg.-Stück unb dem 1-^-Stück. I £>tc Erhöhung der Kopfquote ber Silberfcheibe- mun^ von 15 auf 20 Jt ist durch die Zunahme I ber Bevölkerung und durch die intensivere Tä-1 tigftrt tn Handel, Industrie und Landwirtschaft I nonoenbtg geworden. Es besteht die Absicht, mit I ffnm I allmählich vorzugehen, nicht auf I I

Angiolina.

Wä^n^;?^"bank int Schatten des Aloe- giolina Sionpr’r?re£L®artcn iU Sorrent, saß An- Kindergesichtchen mit" toar das liebliche cheln, welches wirbe.m unbefangenen Lä- bewundert- do^ " £!1n..tPaI ön dieser Stelle sen zu fein ihre ftlrm ^?bchen schien gewach- Ebenmasse enttoidSlt

wenig schmaler unb bFe Lr Lv?"‘“I ?-n Schatten deS Trübsinns boii°»^den un? 6te dichtet. 19 hatten sich darauf der-

Lerteuerunq der Käufartikel Eine Lreinfack.I TTs Teuerungszulagen ein. s US« Äxrs rssSSs jur Erhöhung der Silberquote von 15 auf 20 1 — - - 9 0

Jtarf liege fein wesentlicher Grund vor. Der .^2»? riwas zu groß. Prinzipiell stimme ni-frt nia nt6^)Una bet Quotc 8M- Sie dürfe aber Ä^Umtoe£ 8U einer Verschlechterung unserer Goldwährung benutzt werden.

i ein weitgehender Einfluß auf die Eisenbahnverwal­tung eingeräumt werden müste, und sprach sich Beibehaltung der Arbeiterfabrkarten aus.

Beim Justizetat sprach sich Minister Beseler geg«, | eine allzugroße Erweiterung deS juristischen Leh». plans aus.

Beim Etat des Ministerium- deS Inner» wurde des längeren über di« Auto mobilrenn» bahn im Taunus debattiert.

Der Btinister Moltte bezeichnete di« Bahn al» notwendig, um die Automobil« von den Straße» abzuziehen. Auch für das Militär sei di« Bah» wichtig.

v. Puttkamer und Graf Mirbach sprachen sich sehr scharf gegen die Auswüchse des Auto« mobilismus aus.

Prinz zu Schonaich-Carolath gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Gejetzentwurf über di« Haftpflicht der Automobilisten im Reichstage zur Verabschiedung gelangen werde.

Dann wurde ein Vertagungsantrag angenommen, ein Antrag auf eine Abendsitzung wurde abgelehnt.

Zu Beginn der Sitzung teilt Präsident von Jfronjer mit, daß di« Slaatsregieruug die Land- tagssessron zu schließen gedenkt, sobald noch einige iletnere Vorlagen erledigt wären. Dies wird voraussichtlich schon am Freitag der Fall sein.

Nach der Vorlage sollen aus dem im Etat des

I bings nicht. Der Satz von 20 Kopfquote ist nicht zu hoch

Abg. Dr. Derlei (ntl.) stimmt ber Vorlage tn allen Teilen zu.

Abg. Henning (k.) häft bie Bestimmungen ber Vorlage für sehr gut unb zwar im Jntereste ber Lanbwirffchaft unb bes Mittelslanbes.

~ Abg. v. Strombeck (Ztr.) tritt für bas 25-Pfg.» Stück ein, als besten Vater er sich bezeichnen bars, weil er seinerzeit bie Anregung gegeben hat.

?lbg. Dr. Arendt (Rp.) bemerkt, bie Kommis- 1 non müste ernst bie Frage ber Wieberausprägung Ivon 8°Mark-Slüden erwägen. Das 5-Jt- Stück sei wegen feiner Unhanblichkeit nicht be­liebt.

Nach weiteren unwesentlichen Auseinanber- setzungen wirb bte Vorlage an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen.

Da» Haus wendet sich bann bem Antrag ber Konservativen über Ostmarken zulage für Postbeamte zu;

Danach sollen 690 000 Matt für diese Zwecke durch einen Nachlragsetat zu außerordentlichen Beihilfen ver­langt werden. — Bon freisinniger Seite ist dazu ein Antrag Ablaß eingebracht worden, der diese Zulagen unmiderrufltch machen will.

Nach kurzen Ausführungen ber Abgg. Schulz (Np.) unb Saffermann (nl.) für bie Ostmarken­zulage, sprtchl

. Abs. Frttzen-Dustelbors (Ztr.) gegen dieselbe: totr bleiben unserer Auffassung treu, wenn auch andere Parieten sich gewandelt haben. Wir leh­ren bie Ostmarkenzulage ab, infolgedessen auch । den gesamten Antrag. Wir werben jeboch ben Abänberungsantrag des Freisinns unterstützen,, _________ uyut 3Ulul|tll

bst Verbindern, daß ber konservative Antrag I sollten. Es müsse zur Unzufriedenheit führen, wenn unverändert angenommen wird. die Eisenbabnassistenten, weil ste angeblich 1907

^hnt bte „Korruptions-! aufgebeffert seien, keine Zulage erhalten könnten, h»-' Ltr !te Sretftnmgen feren auch jetzt bei Die Abgg. Zresche (Ztr.) und Dahlem lZentr) öjtmarfenäurage umgef allen tote schon I kritisieren die Härten und Ungleichheiten der Vor- ÖcnQ« na<^ dem Muster von läge. Die Teuerunaszulagen würden vielfach eine nro„^aU "l 't®Q mtoar ctn ßotfen und I Quelle großer Unzufriedenheit werden.

m ui seufzt bte Braut, ach Goli, ach! Die Vorlage wird der Budgetkommission über«

^hr war wehmütig zum Sterben, unb wiesen.

Pott!" (Heiterkeit.) I Bei der nun folgenden 2. und 3. Lesung des '"ben Pott der Gesetzentwurfs betr. den Masurischen Kanal, taufen * herabgesunken. Mögen sie darin er-1 gab Abg. Dahlem (Ztr.) der Hoffnung Ausdruck, Die nMMV.__________ r auch bald eine Vorlage über den Lahnkana l j

Inr Dunkelln.

Roman von Ernesto Selva.

Nach einet wahren Begebenheit erzählt.

. cd] (Nachdruck verboten.)

gesehenen Fonds von 77 Mill. Matt als einmalige Zu- tagen bie unteren Beamten 100 Mk., die mittleren Be. amten 150 W. erhalten, im ganzen 22 800 LOO Mari. we mmderbesoldeten Lehrer und Lehrerinnen erhalten tm ganzen 9 Mill. Mark, und zwar die Lehrer 150, somnmyrung benutzt werden Die fiinfftartWw. I 21 "brerotnen 100 Matt Außerdem sollen an Eilen- ä.“““9 * --- Staatssekretär Dr Sndom- . k ®r,°f ”• Gröben empfindet eS als Härte,

doch sehr harmlos In SichbeMschtand^^11200 2n’Vinem ®et)l?tt V3n mehr als

das Bebürfnis nach Einern der Teuerungszulage ausgeschlossen

Deutscher Reichstag.

Sitzung vom 81. März 1908.

Nach wesentlicher Aussprache wurde bie Vor­lage über Hilfskräfte int Patentamt an bie Kommission verwiesen.

Es folgte bas Gesetz über ben Postscheck.

Staatssekretär Kräfte begründete bie Vor­lage.

Abg. Dr. Rösicke (k.) spricht sich für ben Ent­wurf aus, meint aber, es müsse doch Fürsorge getroffen werden, baß bas Geld nicht vom Hand­werk und den kleinen Leuten weg und dem Groß­kapital zugeführt wird.

Abg. Singer (Soz.) hat erhebliche Bedenken, baß man alle näheren Bestimmungen durch Ver­ordnungen festlegen wolle, namentlich bie (Be­rühren.