uldaerVN
35. Juhrqana.
Fulda, Montag den 10. Februar 1908.
M 33.
Reklamen- und Anzeigenteil.
altbewährt gegen
Husten und Heiserkeit.
4
machen, noch viele viele Milliarden kosten. Ans Abriisten kann man da nur denken, wenn man die Situation nicht übersieht oder einem Optimismus huldigt, für die die bitteren Tatsachen des Lebens keine Grundlage bieten. Bülow braucht sich daher über das stürmische Gelächter, das auf diese „Auf- tlärung* aus dem Krieasministerium im Reichstage aus den Bänken des Zentrums und der gesamten Linken folgte, wirklich nicht zu wundern.
Daß die Militärrechtspflege wieder lebhafte Erörterungen Wachrusen würde, war nur zu verständlich. Gerade auf diesem Gebiete ist sa jahrelang erbittert hin- und hergestritten worden, und als seinerzeit bei der Beratung des Militärstrafwesens das öffentliche Militärgerichts, verfahren eingeführt wurde, da ging es wie eine Erlösung durch das Land. Umsomehr hat es empört, daß man nun immer wieder versuchte, die Oeffeutlichkeit zu beschneiden. Was in dieser Beziehung im Reichstage vorgetragcn worden ist, werden die maßgebenden Faktoren der Militärgerichtsbarkeit wohl kaum als eines ihrer Ehren- blätter einrahmen lassen. Das Rezept ist einfach: Man läßt die Verhandlung öffentlich stattfinden, verheimlicht aber Ort und Zeit der Verhandlung. Diejenigen Leute, die den Mut haben, unter solchen Umständen die Berichterstattung für die Presse bei den Militärgerichten fortzusehen, sind wirklich dünn gesät, zumal diese Haltung der Gerichte ihre Arbeit direkt des Erfolges beraubt. So kommt man auf Umwegen wieder zur geheimen Derhandulng. Daß dazu im Reichstage recht deutliche Worte gesprochen worden sind, war ganz in der Ordnung. Leider ist aber nicht allzuviel Hoffnung, daß eine Besierung erreicht werden würde. Di« Gerichtsleiter wissen eben selber sehr gut, daß man „oben" die Berichte über die Mili- tärgerichtsverhandlungen nicht gerne in den Zeitungen sieht.
„Das ist nicht nötig, ich weiß daS Buch auS- wendig."
Aehnliche Aussprüche von bedeutenden Natur- forschern aller Nationen könnten wir noch eine große Reihe anführen; da aber der Raum hier dazu nicht ausreicht, wollen wir uns darauf beschränken, noch eine Anzahl von Gelehrten wenigstens namhaft zu machen, die trotz oder gerade wegen ihres eingehenden Studiums der Natur den Glauben an Gott bewahrt und hoch gehalten haben. Von deutschen Gelehrten nennen wir hier u. a.: die Astronomen Mädler (f 1874), Fr. Wilh. v. Herschel (f 1871) und Eduard Heiß (f 1877), den Geographen Karl Ritter (t 1859), den Botaniker Karl Fr. v. Martius (t 1868), dis Anatomen Nußbaum (f 1890) und Hyrtl (t 1894) und den Physiologen Rudolf Wagner (t 1864). Von den Engländern seien genannt: dec Chemiker Priestleiy (f 1834), der Mathematiker Brückley (f 1835), der Physiker Humphcy Dary (f 1829) und der Geologe Murchison (f 1871). Aus Frankreich sind u. a. hier zu erwähnen: der Zoologe Curier (f 1832), der Physiker Deluc (f 1817), der Astronom Leverrier (f 1877) und der Chemiker Chevreul (f 1889). Doch genug der Namen, deren Liste wir noch weit fortsetzen könnten. Alle diese Männer, die die Erforschung der Mitur sich zur Lebensaufgabe gemacht hatten und Großes darin geleistet haben, sind bei diesem Studium ihrem Glauben an Gott treu geblieben. Wie kann da noch jemand behaupten, Naturforschmg und Gottesglaube seien Gegensätze, die einander ausschließen? Jeder ruhig denkende Mensch wird angesichts solcher Tatsachen vielmehr dem schweizerischen Naturforscher Diebolder beistimmen, wenn er sagt: Die sichern Ergebnisse der Naturwissenschaft vermögen nicht das Christentum auf den Kopf zu stellen, und es wird auch niemals die Zeit kommen, in der inan sich des Bekenntnisses zu schämen brauch^ das da lautet: ..Ich glaube an Gott den allmächtigen Vater den Schöpfer des Himmels und der Erde.^
das Glück hat, ein gläubiger katholischer Christ zu fein, der möge hier Gott zu Ehren und ihm zum Danke das liebe Vaterunser beten und den englischen Gruß und dabei auch meiner armen Seele aedenken."
brrtus Magnus (t 128U\ der von seinen Zeitgenossen wegen seiner umfass-"den Gelehrsamkeit den Namen „doctor universalis" erhielt, der englische Franziskanermönch Roger B a- con (f 1294) „doctor mirabilis" und der Kardinal Nikolaus von Cusa (7 1464), Bischof von Brixen.
Der erste große Naturforscher, der uns in der Neuzeit begegnet, ist ebenfalls em Priester, Nikolaus Kopernrkus (t 1543), Domherr in Frauenburg, der Begründer des nach ihm benannten Weltsystems. In seinen Werken finden sich viele Stellen, die seine tiefgläubige Gesmnuna bekunden, für die auch seine von ihm selbst verfaßte GrJabschrift Zeugnis ablegt; diese lautet:
Die Gunst, die Paulus ward, erbitt* ich nicht. Noch die dem Petrus ward; doch was Dem Schächer du am Kreuze gabst. Erfleh' ich innig.
Aber nicht nur Priester sind es, die durch das Studium der Natur an ihrem Gottesglauben nicht irre geniacht worden sind, auch von Laien, Protestanten und Katholiken, können wir dasselbe aus ihren Schriften erkennen. Der als Staats- mann wie als Naturforscher gleich hervorragende Lordkanzler von England Franz B a c 0 n v 0 n Verulam (f 1626) schreibt den sehr beachtenswerten Satz: „An Gott glauben bloß diejenigen nicht, die ein Interesse daran haben, daß es feinen Gott geben möchte." An einer anderen Stelle sagt er: „Die oberflächliche Beschäftigung mrt der Naturwissenschaft kann zur Gottesleugnung führen, das tiefere Studium derselben aber führt zur Religion zurück." Der große Astronom K e p l e r (s-1630) schließt eines seiner Werke mit den Worten: „Ich sage dir Dank, Herr und Schöpfer, daß du mich erfreut hast durch deine Schöpfung, da ich entzückt war über die Werke deiner Hände. Siehe, hier habe ich ein Werk meine» Berufes vollendet durch so viel GelsteS- krast als du mir gegeben hast; ist etwas von mir voraebrackt. was deiner unwürdig ist, so
woficnMiage: „Illustrierte Sonntagszeitung"
kirchliche Gedächtnisfeier veranstaltet, während die weltliche Feier am Sonntag stattfinden wird. Bei dem feierlichen Requiem in der prächtigen Munsterkirche brachte der Kirchenchor eine Mesie von Piel, eine Komposition voll großartiger Klangschönheit, zum Vortrag. Da Alban Stolz Mitbegründer und Hauptbeförderer der Priesterkongregation in der Erzdiözese Freiburg war, fanden sich am Nachmittag gegen 90 Mitglieder derselben aus allen Teilen dee badischen Landes zu einer Versammlung in bei schön gelegenen Friedhofskapelle ein, wo Alban Stolz seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Dom- pfarrer Brettle aus Freiburg hielt dabei eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß Alban Stolz durch seine fernhaften, kraftvollen, gottbe- geisterten Bücher vielen ein Erneuerer des christlichen Glaubens und Lebens geworden ist. Ter Redner erinnerte auch an die Grabschrift, die Alban Stolz sich selber bestimmt habe: „Alban Stolz. Wer
Vermischtes.
♦ Alba» Stolz z« Ehre» wurde in seiner Heimatstadt, dem badischen Orte Brühl, am 3. ds. eine
Deutsches Reich.
1. Der Kriegsminister v Einem, der bekanntlich zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einen längeren Urlaub genommen hat, hat am Freitag Berlin verlassen. Er wird für längere Zeis in Kairo und Assuan Aufenthalt nehmen.
* Die Reichdtagsabg. Dr. Neumann-Hofer tmb Dr. Potthoff, die bekanntlich der Freisinnigen Vereinigung bisher als Hospitanten angehörten, sind mit „Rücksicht auf die gegenwärtige schwierige Lage des Liberalismus" der Fraktion als Mitglieder belgetreien.
* Der deutsche Verein für ländliche Wohlfahrt und Heimatpflege wird am 21. und 22. Februar seine 12. Hauptversammlung abhalten. Man wird sich beschästigen mit der Erziehung der Landjugend, mit „Festen und Spielen des deutschen Landvolkes", mit Wohlfahrtspflege aus dem platten Lande, mit „Landpflegearbeit" und endlich mit „ Heimatkunde".
1. Die Ostmarkenkommission des Herrenhauses hat entgegen ihrem ursprünglichen Arbeitsplan ihre Beratungen abgebrochen und sich aus Samstag, den 15. d. M. vertagt. Es liegt die Vermutung nahe, daß diese plötzliche Vertagung durch die wesentlichen Abänderungen ver- urjacht ist, welche die Kommission an dein § 13 der Vorlage, der betanntlich die Bestimmung über die Enteignung enthält, wahrgenommen hat. Bis zum Samstag soll offenbar inoffiziell verhandelt werden.
$818. Sönkgl. V reich. Klassenlotterie.
2. Klaffe. 1. Ziehungstag. 7. Februar 1908. Vormittag. Nur die Gewinne über 96 Ml. sind in Klammern beiges. (Ohne Gewähr. «. St.-«, f. 8 ) (Nachdruck verboten.)
73 97 229 504 46 903 53 1371 80 612 23 43 (200) 84 762 826 (200) 32 2023 26 706 818 3196 385 98 733 44 993 4309 543 6076 96 504 30 43 6046 61 136 287 330 47 497 512 781 92 896 966 7027 249 416 49 8079 246 60 99 9145 207 458 62 698 837 919 36 ,____
10024 113 296 450 707 11222 79 403 33 866 (200) 12012 28 44 459 64 71 647 61 626 (200) 783 93 1 3095 216 34 37 405 636 60 674 967 1 4018 101 77 287 411 699 669 (300) 86 770 873 901 91 16069 110 14 25 214 76 396 803 1 6085 139 . 43 247 366 429 73 76 664 860 1 7100 74 352 63 578 832 762
67 76 813 908 1 8242 383 635 (600) 61 764 (300) 19320 66 82 733 90 825
2 0647 638 63 73 716 (200) 20 21105 311 36 68 402 78 646 77 87 611 26 800 27 78 (200) 965 2 2028 118 64 309 600 2 3 416 62 956 2 4020 183 372 460 81 714 891 900 2 5034 332 (2001 74 462 600 606 68 733 801 934 94 2 6008 38 65 170 218 318 31 498 639 816 913 2 7 571 (200) 636 64 (200) 70 806 (200 > 73 936 2 8007 216 70 302 27 (200) 469 612 42 933 73
848 -6 71 76 17 9040 F6 200 400 6P0 37 ___
180050 118 294 (200) 360 486 1 81326 381 689 182089 100 36 242 324 46 636 66 903 1 83100 205 , 200) 448 634 40 804 914 1 84058 288 340 69 588 ( 300) 927 69 1 8 5001 297 462 702 87 188706 818 960 1 8 7008 24 45 296 415 615 633 36 846 74 188167 71 242 60 314 (15 000) 494 710 947 188062 244 308 766 988 93
18 0081 264 93 388 618 772 913 1 81087 249 86 666 76 93 886 950 1 9 2014 81 128 492 730 861 10 3342 678 724 74 (200) 845 1 94053 71 110 79 451 645 61 867 1 9 5057 237 86 349
629 784 1 96128 36 268 307 637 (600) 903 1 9 7098 165 346 629 639 1 98047 53 92 220 86 444 893 1 9 9097 116 93 307 413 (200) 586
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2 3 0002 189 (400) 227 63 76 432 47 90 93 803 2 31024 196 216 66 488 588 619 723 (200) 60 814 2 3 2134 373 484 720 846 233028 34 143 (200) 200 611 41 48 81 (2' 0) 633 718 93 234562 235661 76 737 818 996 233080 364 418 505 10 237227 86 368 657 710 908 66 63 238289 239184 267 458 501 93 666 724 62
2402 3 43 90 820 241114 98 477 773 979 242004 (200) 336 626 67 -53 69 822 (200) 989 243282 373 648 7 3 Ml 834 2 441192 172 209 86 61 79 684 603 (200) 4 63 865 908 (200) 246 71 91 151 3’2 =20 69 706 246123 320 462 677 85 756 97 977 92 247230 360 651 83 248530 86 722 850 24 » 233 411 689 8'2 920 94
2 5 0061 124 210 314 57 800) 457 2 51228 98 (200) 383 490 (600) 605 834 42 2 5 2034 58 203 77 364 532 819 253037 80 666 2 5 4163 68 255 (200) 384 489 642 764 883 2 5 5 162 327 460 648 6tl 857 942 256006 296 644 675 911 257087 629 31 999 258292 341 546 653 71 259029 64 147 89 399 615 20 883 946
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280032 280 364 813 766 930 36 281067 486 1821« 97 (2001 217 313 409 838 923 283011 60 819 730 SO' 14 2 8 4043 77 141 443 664 768 82» 80 88 (200) 947 285069 118 266 308 696 894 915 2 8 803» 84» 418 99 664 7» 608 67 91» 287148 353 421 745
14 0034 64 181 270 80 338 477 603 884 917 1 41003 14» 226 83 419 33 ' 300) 633 1 42158 -20 22 28 88 817 90 99 143303 19 426 37 144027 457 651 771 93 821 939 <45164 831 518 27 (200) 82 (EDO) 646 68 843 906 14 0176 337 4J7 60 618 (200) 60 769 878 953 1 4 7 251 610 601 68 1 48110 91 610 867 14 9234 650 60 807 (200) 95 „„„
15 0069 154 818 64 74 1 51110 413 1 5 2081 104 86 309 408 683 848 1 5 3321 464 629 725 1 5 4001 31 183 213 35 818 48 (200) 925 1 5 5076 136 48 273 382 605 671 962 1 5 6017 (2001 133 <4001 63 89 236 490 703 34 (500) 842 43 46 1 5 7 274 339 93 660 684 96 709 979 1 5 «013 2U8 40 888 656 637 920 15 9061 223 463 693 699 707 47 ___...
160035 166 487 617 902 35 161090 101 363 70 90 415
660 766 914 1 6 2472 808 1 6 3018 197 348 68 726 80 1 6 4 249 477 617 (800; 988 93 1 6 5073 442 865 776 878 985 (400) 16 6039 78 114 249 306 622 92 (200) 709 44 92 1 67134 (300) 69 282 814 654 731 832 84 168005 69 87 (2001 192 309 47 437 46 75 699 822 78 921 169143 241 (200) 42 90 (200) 369 468 82 80 627 870
170166 261 368 448 931 41 1710’4 118 208 624 614 66 172016 188 801 967 ,2001 173197 309 ( 00) 17 483
623 41 174001 11 8 ' 350 91 (200) 1 / 5021 2 '2 18 67 84
426 62 661 889 956 1 7 t005 9? 28u 347 612 854 939 1 7 7119 279 818 200 ' 695 813 17 736 860 400 954 1 7 8335 609 752
lehre du mich, daß ich es verbessere., Bin ich durch die bewunderungswürdige Schönheit deiner Werke zur Verwegenheit verfuhrt worden, oder habe ich eigene Ehre bei den Menschen gesucht beim Schaffen eines Werkes, das zn deiner Ehr- bestimmt ist, so verzeihe es mir gnädig und barm, herzig. Eildtich schenke mir dre Gnade, daß dies;) Werk zu deinem Ruhme und zum Heile der (Seelen gereiche und nimmer schade."
Isaak Newton (t 1727), einer der beben- tendsten Astronomen aller Zeiten, erklärte aus- drücklich, daß sein System unhaltbar sei ohne die Annahme einer göttlichen Kraft. Er studierte fleißig in der hl. Schrift und entblößte ledesmal sein Haupt, wenn er den Namen Gottes aus- sprach. Ritter Karl v. Linus (f 1778), der große schwedische Botaniker, beginnt sein großes Merk „System der Natur" mit den Worten: „Den ewigen, unendlichen, allwissenden, allmächtigen Gott habe ich erkannt, wie er unsichtbar an nur vorüberging und ich geriet in Erstaunen." ä» dem Werke „Nemesis divina",, das er wrnem Sohne gewidmet hat, ruft er diesem zu: „Lebe unschuldig, es gibt einen Gottl' Leonhard Eulers 1783), das gefeierte Mitglied der Gr- lehrten-Akademien zu Berlin, Paris und Peters- bürg, schrieb, um dem von Frankreich ausgehenden Unglauben der damaligen Zeit entgSMnzu- treten, eine eigene Offenbarung mrt dem Titel: „Rettung der göttlichen Offenbarung gegen die Einwürfe der Freigeister." Der berühmte eng- lische Naturforscher Graf Bridgewater (f 1829) setzte einen Preis aus für dre beste Ab- Handlung mit dem Thema: „Heber die Macht, Weisheit und Güte Gottes, wie sie sich in der Schöpfung offenbart." Eine Reihe der gelehrtesten englischen Naturforscher folgte Liefer Aufforderung. Der französische Physiker und Mathematiker A m p d r e (t 1836), dessen Name noch heute viel genannt wird, war ein sehr eifriger Katholik. Als an seinem Sterbelager ein Freund ein Kapitel aus der „Nachfolge Christi" von Thomas von Kernpen vorlesen wollte, erklärte er:
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Ter ReichstaggSigM Militaretat m der 2. ^ u » unb bur(I)ge. °Ue die & ban ^etriIunfl des Heelsens von°^rößcttr Bedeutung sind. Soldatennnßhand- nmV Sändel der Rechtssprechung und alle die Ä immer wiederkehrenden Ursachen zu Klagen kamen auch jetzt wieder zur Sprache. Daneben aber spielten diesesmal zwei, neue Angelegenhei- ' un mit die lebhaft dazu beitrugen, die Debatte lebendiger werden zu lassen.
Als Bülow seine Blockpolitik dem Lande niög* ljchst warm zu empfehlen bestrebt war, stellte er lick im Reichstage hin und redete von spar- s am feit in der Armee und der Landesver- eibiauug. Angesichts der traurigen Finauznot des Landes mußte das auf alle, die für neue Steuern keine Begeisterung haben, einen guten Eindruck machen. Leute, die die Situation zu beurteilen vermochten, trauten dieser Ankundtg- ung nicht. Wir haben damals sogleich dem nötigen Mißtrauen Ausdruck gegeben und darauf binaewiesen, daß unter den bestehenden Verhalt- nSen auf dem Gebiete der Rüstungen an eine Beschränkung der ungeheueren Ausgaben für Heer und Marine nicht zu denken ffer. Aber die nationale Presse ging dannt krebsen, und ihre Gefolgschaft freute sich. Mit dieser Freude ist es nunmehr gründlich zu Ende. Klipp und klar haben das Zentrum und mit ihm sogar der Block- freisinn von der Armeeverwaltung in diesen Tagen eine Auskunft darüber verlangt, wo man denn wenigstens zu sparen anfangen wolle. In diesem Etatsentwurf ist nämlich noch keine Rede davon. Die fortdauernden Ausgaben für Heer und Marine — ohne allerlei kleinere Ausgaben wie Militärgerichtsbarkeit usw. -- sind von 759 Mill, im vorigen Jahre auf 803 Mill. Mark im neuen Etatsjahre gestiegeit, während sich die gleichen einmaligen Ausgaben von 219 Millionen auf 253 Mill. M „entwickelten". Tas nennt man bann „sparen". Die Heeres- unb Marineverwaltung hat jedenfalls keine Neigung, diesen Bülow'schen Bestrebungen nachzugeben, und daß man dort gar nicht daran denkt und sicher auch nicht die Noten für die Bülow'sche . Zukunftsmusik geschrieben hat, ergibt sich daraus, daß der Vertreter des Kriegsministers, als er beit Anzapfungen endlich gar nicht mehr ausweichen konnte, erklärte, er wisse nicht, was Bülow sich darunter gedacht haben könne. Wahrscheinlich meine er, daß gespart werden solle und könne, wenn wir mit der Befestigung und der Umbewaffnung fertig sein würden. Nun könnte sich eigentlich aber auch wohl Bulcw sagen, daß unter den gegenwärtig herrschenden technischen Verhältnissen au eine „Beendigung" des Besestigungswesens und der Umbewaffnung nicht zu denken ist. Es mag ja sein, daß er die Tragweite z. B. der Erfindung der Luftschifffahrt nicht richtig abtariert. Die Heeresverwaltung wirb nach ben kleinen Anfängen, bis der Zeppetmiche Rachlragsetat bedeutet, sicher schon sorgen, daß wir zu unserem größten Landheer der Welt und unserer Riesenfiotte auch noch eine respektable Luitflotte erhalten. Tann aber auch: noch in den letzten Tagen hat es sich gezeigt, daß die Technik nicht ruht. Die neue Erfindung der Lenkbarkeit des Torpedos und die Regulierung seiner Abfeuerung wird unb muß, wenn die Großmächte nicht endlich gewaltsam Schluß mit der Rüstung
NMmHkNjWkN und WiesglMbe.
Von I. B.
(Nachdruck verboten.)
Die grogartigeu Entdeckungen und Fortschritte in der Erforschung der Natur übten im vorigen Jahrhundert auf viele Menschen eine ähnliche Wirkung aus, wie ein hell strahlendes Licht, das anfangs unser Auge derart blendet- Laß es offen und klar vor uns liegende Dinge nicht zu erkennen vermag. Je mehr man die Großartigkeit der Naturkräfte und die Erhaben- heit ihrer Gesetze erkannte, umsoweniger dachte man daran, daß ein großes Kunstwerk einen großen Künstler zum Urheber haben muß. Man bewunderte die Natur und vergaß ihren Schöpfer, den allmächtigen Gott, dem man schließlich die Eristenz, das Dasein streitig machte. So war es dahin gekommen, daß man offen in Rede und Schrift in den letzten Jahrzehnten zu behaupt ten wagte, es fei von der Wissenschaft beanefen, daß es keinen Gott gebe. Noch heute kann man von Halbgebildeten aller Art, besonders and, von sozialdemokratischen „Gelehrten" derartige Behauptungen hören, während die ernstlichen Naturforscher jene Kinderkrankheit überwunden ha- "®n;, von ihnen leugnet heute niemand mehr das Dasein Gottes, wenn auch der eine oder andere bon ihnen sich einen etwas sonderbaren Gott zu- *ccht gemacht hat. Daß aber die Erforschung T®1- Natur nicht zur Gottesleugnung führt, ton- ®ccn gerade im Gegenteil die Erkenntis Gottes ihres Schöpfers zu fördern geeignet ist, er- daraus, daß die hervorragendsten Nr- ..„jocidjer. aller Zeiten gläubige Christen waren c?n ^ten Schriften Zeugnis dafür aMeg+rn
Mittelalter waren die Naturwissenschaften fcilbJ?’^ i» selbständigen Wissenschaften auSge- IcoiA ’ waren Hülfswiffsnschaften der Theo- ren- k e bedeutendsten Kenner der Natur toa- ®et Dominikanermönch u.'.h Bischof AI-
2 8030 221 416 713 32 804 79 . ,
30181 340 420 74 606 66 721 830 909 81069 126 (200) 203 34 78 514 893 918 66 3 2014- 309 18 417 32 651 82 93 706 3 3249 307 651 677 3 4010 96 212 301 601 811 13 3 5456 603 624 96 751 979 3 6109 217 930 58 77 3 7 042 362 615 601 18 792 801 925 3 8277 304 665 92 (300) 874 8 9025 (300 43 159 342 44 417 63 66 __.
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50310 688 644 926 61048 237 60 373 (200) 604 38 53 73 756 850 949 6 2061 (500) 81 247 86 375 597 608 9 20 868 907 16 5 9072 96 141 441 609 69 727 98 823 990 (600) 54107 9
225 310 516 613 746 882 5 6192 442 576 715 48 5 6207 322 416 31 (2001 52 73 525 64 746 863 6 7 310 437 694 837 815
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443 596 780 7 7062 166 241 442 kgo 885 7 8287 648 68 914 62 7 0017 69 368 661 705 953 74 77
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